Mit ‘Hunger’ getaggte Artikel

Welttag der sozialen Gerechtigkeit

Freitag, 16. Februar 2018
Zusammenfassung: Soziale Gerechtigkeit ist ein Ideal – schwer zu erreichen, aber dennoch unbedingt erstrebenswert. Um die Bedeutung dieses Wertes zu unterstreichen, haben die Vereinten Nationen den 20. Februar zum Welttag der sozialen Gerechtigkeit erklärt.

 

 

20. Februar – Welttag der sozialen Gerechtigkeit!

 

Keine Armut, kein Hunger, eine gute Ausbildung für alle – das sind drei der insgesamt 17 Nachhaltigkeitsziele, die von den Vereinten Nationen verabschiedet und bis zum Jahr 2030 erreicht werden sollen.

 

Drei Ziele, die sich gut unter der Forderung nach sozialer Gerechtigkeit zusammenfassen lassen. Wichtige Ziele, denn soziale Gerechtigkeit ist eine Grundvoraussetzung für ein friedliches Zusammenleben der Menschen weltweit. Die Aufhebung der sozialen Ungerechtigkeiten ist eine globale Aufgabe, die kaum lösbar erscheint. Um die Bedeutung der sozialen Gerechtigkeit öffentlichkeitswirksam zu unterstreichen, haben die Vereinten Nationen den 20. Februar zum Welttag der sozialen Gerechtigkeit erklärt.

 

Eine besondere Herausforderung ist dabei eine faire Globalisierung, von der alle Menschen gleichermaßen profitieren. Das fordert auch die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) und betont dabei die Bedeutung einer menschenwürdigen Erwerbsarbeit mit einer angemessenen Bezahlung.

 

 

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Nachhaltige Branchen 5 – Lebensmittelindustrie

Dienstag, 23. Mai 2017
Zusammenfassung: Nachhaltigkeit in der Lebensmittelindustrie wird schnell auf die Faktoren „Bio“ und „Fair Trade“ reduziert. Aber auch der verantwortungsvolle Umgang mit Energie, Land und Wasser sind wichtige Faktoren in diesem Bereich. Generell hat das Interesse der Verbraucher am Thema Nachhaltigkeit zugenommen. Der Zusammenhang zwischen Lebensstil, Ernährungsweise und Klimaveränderung ist in den Köpfen angekommen.

 

 

Das Interesse an nachhaltig produzierten Lebensmitteln steigt.

Das Bewusstsein für die Gefahren des Klimawandels ist gestiegen. Entsprechend zugenommen hat das Interesse an mehr Nachhaltigkeit in nahezu allen Bereichen des täglichen Lebens. Denn immer mehr Menschen in den Industrienationen wird klar, dass unser Lebensstil, unser Umgang mit Energie und unsere Lebensmittelproduktion mit für die Klimakrise verantwortlich sind.

 

Dabei rückt die Ernährung besonders in den Mittelpunkt der Betrachtung. Denn hier kann jeder einzelne durch sein Einkaufs- und Konsumverhalten direkten Einfluss ausüben. Generell nimmt die Nachfrage nach Lebensmitteln, die nachhaltig erzeugt wurden zu. Eine Trend, auf den die Branche versucht entsprechend zu reagieren.

 

Laut Angaben der Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie nimmt die Bedeutung der Qualität der Lebensmittel als Kaufentscheidung zu. Rund 27 Prozent der Konsumenten legen Wert auf eine bewusste, nachhaltige und gesunde Ernährung. Der gleiche Anteil an Verbraucher ist dabei auch bereit, höhere Preise zu akzeptieren.

 

 

Spannungsfeld Industrie und Nachhaltigkeit

Nachhaltiger Konsum zählt aktuell zu den wichtigsten Trends, denn immer mehr Verbraucher in Deutschland wollen mit ihrer Kaufentscheidung die Weichen für eine soziale, umwelt- und klimafreundliche Zukunft mit stellten. Entsprechend dieser steigenden Nachfrage verändert sich auch das Angebot.

 

Dabei bestehen vielfältige Spannungsfelder. Denn westliche Verbraucher freuen sich über die reichhaltige Auswahl in den übervollen Regalen der Supermärkte und Discounter, stehen zugleich aber auch der enormen Verschwendung und Vernichtung von Lebensmitteln kritisch gegenüber.

 

Eine weitere Spannung bildet sich bereits durch den Begriff der Lebensmittelindustrie. Denn die industrielle Produktionsweise steht Gegensatz zur handwerklichen Herstellung, wie sie bei vielen Bio-Produkten und in der Slow Food-Bewegung propagiert werden.

 

Durchaus wichtige Aspekte, denn Nachhaltigkeit muss in der Lebensmittelproduktion weit über die reinen Qualitätsanforderungen der Konsumenten aus den reichen Industrienationen hinaus gehen. Nachhaltigkeit umfasst hier auch Aspekte der Verteilung und des fairen Welthandels.

 

Schließlich geht es hier nicht allein um rund 80 Millionen potenziell kritischer Verbraucher in den deutschen Supermärkten, sondern um die Antwort auf die Ernährungsfrage von bald zehn Milliarden Menschen weltweit. Nicht zuletzt lautet eines der vorrangigen  Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen, den Hunger zu bekämpfen.

 

Nur wenige Lebensmittelkonzerne beherrschen den weltweiten Markt.

Kritisch gesehen wird in diesem Zusammenhang allerdings die zunehmende Konzentration der Lebensmittelproduktion auf nur wenige Konzerne weltweit. Im Jahr 2013 legte die Hilfs- und Entwicklungsorganisation Oxfam erstmals ein vergleichendes Ranking für die zehn größten Lebensmittelkonzerne der Welt vor. Im Mittelpunkt der Untersuchung stand deren soziales und ökologisch nachhaltiges Handeln.

 

An der Spitze behaupteten sich die beiden Lebensmittelmultis Nestlé und Unilever, da sie – im Gegensatz zu ihren Mitbewerbern – bereits Maßnahmen eingeleitet hatten, um soziale und ökologische Mängel in ihrer Lieferkette zu begegnen. Nestlé kündigte an, die Situation der Kakaobäuerinnen verbessern zu wollen, die Unilever Fundation engagiert sich mit Oxfam in Projekten zur Armutsbekämpfung. Generell fiel die Oxfam-Studie „Behind the Brands“ allerdings ernüchternd aus, denn kaum ein Großkonzern nutzt sein Marktposition aus, um eine weltweite Ernährungsgerechtigkeit voranzubringen. Größtes Problem dabei war und ist, dass sich viele Angaben der Hersteller kaum belegen lassen. Darüber hinaus herrscht unter den Konzernen ein großes Stillschwiegen über die Herkunft der Rohstoffe und die Umstände wie und wo diese gewonnen wurden. Außerdem untersuchte Oxfam die Nachhaltigkeitsberichte der Konzerne und versuchte die Anstrengungen der Konzerne in Sachen Frauenrechte, fairer Bezahlung und Arbeitsbedingungen herauszufinden. Außerdem wollte die Organisation wissen, welche Maßnahmen die Konzerne gegen den Klimawandel unternehmen, wie Landraub, das sogenannte Landgrabbing, verhindert wird ein verantwortlicher Umgang mit Wasser und Energie aussieht. Die meisten Konzerne verwiesen mehr auf ihre Hilfsprojekte in verschiedenen Ländern, denn auf ihre Aktivitäten im Bereich der fairen Zusammenarbeit mit Zulieferländern oder ihr ökologisch nachhaltiges Engagement.

 

Nachhaltigkeit bleibt jedoch eines der bestimmenden Themen der Lebensmittelindustrie. Neben den globalen Konzernen existiert auch weiterhin große Anzahl an nationalen und lokalen Nahrungsmittelherstellern, die dem Trend zu mehr Nachhaltigkeit begegnen müssen.

 

 

Nachhaltigkeit in der Lebensmittelindustrie

Nachhaltigkeit hat als neuer und wichtiger Trend in der Lebensmittelbranche das Thema Ökologie um die Aspekte des fairen Handels und der sozialen Gerechtigkeit erweitert. Gemäß einer Untersuchung der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG), hat sich der Nachhaltigkeitsanspruch zum globalen Trend innerhalb der Branche entwickelt und stellt damit auch neue Herausforderungen an die Produzenten. Nachhaltigkeit stellt mittlerweile ein relevantes Differenzierungsmerkmal dar. Dabei sind die Ansprüche der Verbraucher gestiegen. Sie erwarten von den Unternehmen eine glaubhafte, nachvollziehbare und transparente Kommunikation, die belegt, dass Nachhaltigkeitsbestrebungen keine Marketingphrasen sind.

 

 

Ökologische Nachhaltigkeit mit Brief und Siegel

Um das zu belegen, setzt die Lebensmittelindustrie auf Siegel und Gütezeichen, die Verbrauchern verlässliche Auskünfte zu Inhalte und Produktionsweise der Lebensmittel geben. Weit verbreitet sind dabei bereits die Zertifizierungen, die eine ökologische Nachhaltigkeit belegen. In Deutschland ist dabei besonders das staatliche Biosiegel bekannt, das 2001 vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz eingeführt wurde. Seit 2012 wird dieses Siegel verpflichtend durch das EU Bio-Siegel ergänzt. Beide Siegel garantieren, dass die Produkte zu mindestens 95 Prozent aus ökologischem Landbau stammen. Insgesamt tragen rund 30.000 Artikel im Lebensmitteleinzelhandel das Biosiegel. Hinzu kommen die – zum Teil sehr viel strengeren – Siegel der ökologischen Anbauverbände, wie beispielsweise Bioland, Demeter oder Naturland. Hier werden neben den klassischen Anforderungen an den ökologischen Landbau auch vielfältige weitere Kriterien berücksichtigt. Dazu zählen unter anderem geschlossene Betriebsabläufe, Energieverbrauch, Klima- und Gewässerschutz.

 

Zudem haben viele Handelsketten eigene Biosiegel entwickelt, beispielsweise „BioBio“ von Plus oder „Füllhorn“ von Rewe. Die entsprechenden Produkte tragen im Allgemeinen auch das staatliche Bio-Siegel, sollen aber Verbraucher durch die präsente Markenbezeichnung eine zusätzliche Orientierung in der Warenwelt bieten.

 

 

 Nachhaltigkeit ist mehr als „Bio“

Zum Beispiel Bananen: Fairer Handel setzt sich durch.

Durch das gestiegene Interesse der Verbraucher an nachhaltigen Lebensmitteln, haben auch die Siegel des fairen Handels an Bedeutung gewonnen und ziehen in den letzten Jahren vermehrt von den klassischen Eine-Welt-Läden in die Regale der großen Handelsketten ein. Am weitesten verbreitet sind dabei die Siegel TransFair/Fair Trade, das bereits seit 25 Jahren vergeben wird, Gepa oder BanaFair.

 

Bei diesen Siegeln können Verbraucher darauf vertrauen, dass Kleinbauern und Produzenten in den Herkunftsländern sichere Arbeitsbedingungen vorfinden und existenzsichernde Löhne erhalten. Zu den Kriterien der sozialen Nachhaltigkeit zählen außerdem langfristige Verträge und Abnahmegarantien, eine gerechte Verteilung der Lebens- und Bildungschancen sowie das Verbot von Kinderarbeit und die Einhaltung der Menschenrechte generell. Etwas 70 Prozent der Produkte aus fairem Handel werden derzeit auch nach den Kriterien des ökologischen Anbaus erzeugt. Das schützt die Biodiversität vor Ort und beugt einen Raubbau an Urwaldgebieten vor, um neue Plantagen aufzubauen.

 

 

Nachhaltiges Wirtschaften in der 360-Grad-Perspektive

Siegel schaffen Vertrauen und geben verbindliche Standards vor. Bislang stehen die Siegel jedoch nur für einzelne Nachhaltigkeitskriterien, denn es gibt kein Nachhaltigkeits-Siegel für Lebensmittel.

 

Eine umfassende Beurteilung der Nachhaltigkeit der Lebensmittelbranche ist schwierig, denn sie umfasst eine Vielzahl relevanter Faktoren, die über die Teilaspekte „Bio“ und „Fair Trade“ hinaus gehen. Schließlich definiert die Weltkommission für Umwelt und Entwicklung Nachhaltigkeit als dauerhafte Entwicklung, die Bedürfnisse der jetzigen wie der künftigen Generation befriedigen kann. Daher ist der verantwortungsvolle Umgang mit den natürlichen Ressourcen Wasser, Luft, Boden sowie sämtlichen Rohstoffen eine grundsätzliche Voraussetzung für nachhaltiges Wirtschaften. Dabei soll die biologische Artenvielfalt und die Bedürfnisse der Weltbevölkerung genauso geschützt werden, wie das globale Klima als Lebensgrundlage.

 

Selbstgemacht, lecker und nachaltiger als Convenience.

Entsprechend zählen auch der Energieverbrauch im Unternehmen, der Einsatz von Erneuerbaren Energien und Effizienzmaßnahmen zu wichtigen Aspekten des Nachhaltigkeitsmanagements. Darüber hinaus muss sich ein nachhaltig wirtschaftendes Unternehmen auch an seinem Umgang mit Wasser, Fragen der Logistik und dem Weg zum Kunden und viele weitere Faktoren messen lassen. Wie bereits bei vielen Produkten und Aktivitäten, beispielsweise Flugreisen, lässt sich auch bei Lebensmitteln ein ökologischer Fußabdruck ermitteln, der Informationen über die Umwelt- und Klimawirkung gibt. Stark verarbeitete Lebensmittel mit staatlichem Bio-Siegel werden bei einer solchen Berechnung eher schlechter abschneiden, als einfache Produkte aus einem regionalen Hofladen, die möglicherweise nicht zertifiziert sind. Immerhin fließen rund 20 Prozent des Energieverbrauchs in Deutschland in unsere täglichen Lebensmittel.

 

 

Vegane Lebensmittel – Nachhaltigkeit 2.0

Bitte recht klimafreundlich!

Eine ungünstige CO2-Bilanz weisen generell Produkte mit tierischen Inhaltsstoffen auf – auch dann, wenn die Tiere artgerecht gehalten werden. Generell befinden sich vegane Lebensmittel im Aufwind, dabei zeichnet es sich ab, dass die vegane Lebensweise nicht nur ein kurzfristiger Trend sein wird. Aktuell liegt der Anteil der Bevölkerung, die sich vegan ernährt, bei etwa einem Prozent. Vegane Produkte liegen aber auch bei Vegetariern und Flexitariern hoch im Kurs, so dass sich die Nachfrage auf einem weit höheren Niveau einspielt.

 

Viele Anbieter veganer Lebensmittel produzieren sehr nachhaltig. Dabei zum einen natürlich der Verzicht auf energieaufwändige tierische Inhaltstoffe ins Gewicht. Zum anderen fühlen sich vegane Unternehmen – nicht zuletzt durch ihren alternativen Geschäftsansatz – nachhaltigen Kriterien wie ökologischer Landwirtschaft oder energieeffizienten Maßnahmen verpflichtet. Das Zusammenspiel vegan und biologisch ist allerdings nicht zwingend. Wer Gentechnologie und Agrarchemie ausschließen will, benötigt mehr Informationen als das Vegan-Label.

 

Im Bereich der nachhaltigen Geldanlagen hat sich mittlerweile ein reger Markt für vegane Investments entwickelt. Diese sind dabei auch für Anleger interessant, die Themen wie Massentierhaltung aus ihrem Portfolio generell ausschließen wollen. Interessant sind auch Vegan-Aktien, die vom Trend zur veganen Lebensweise wirtschaftlich profitieren.

 

 

Nachhaltige Geldanlagen bringen Veränderungen

Bewusste Konsumentscheidungen zu treffen, um soziale Gerechtigkeit zu fördern sowie Umwelt und Klima zu entlasten ist sinnvoll und treibt positive wirtschaftliche Veränderungen voran. Auch im Bereich der Geldanlagen lohnt es sich, auf nachhaltige Investments zu setzen. Denn gerade in der Welt der Finanzen fallen richtungsgebende Entscheidungen.

 

Wer also lieber in biologische Landwirtschaft als in multinationale Konzerne investieren will, Erneuerbare Energien bevorzugt oder auch umweltfreundliche Technologien und Logistikkonzepte voranbringen will, findet bei Grünes Geld leicht ein passendes Finanzprodukt. Grünes Geld, ein erfahrener Anbieter nachhaltiger Geldanlagen, hat mehr als 300 interessante Investments im Angebot. Sämtliche Produkte fördern nicht nur eine soziale und ökologische Entwicklung, sondern sind auch hinsichtlich ihrer finanziellen Erträge eine gute Entscheidung.

 

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Essen statt Wegwerfen – aktiv gegen die Lebensmittelverschwendung vorgehen

Freitag, 21. April 2017
Zusammenfassung: Weltweit haben 795 Millionen Menschen Hunger. Gleichzeitig landen jährlich rund 220 Tonnen essbarer Lebensmittel in den Abfalltonnen der Industrienationen. Dabei besteht ein enger Zusammenhang zwischen der Lebensmittelverschwendung auf der einen Seite und der Armut auf der anderen Seite der Welt. Ein ethisch verantwortungsvoller Umgang mit Nahrung muss ins Bewusstsein rücken. Vielfältige Initiativen machen sich für das Thema stark.

 

 

Lebensmittel gehören auf den Teller.

Die beiden ersten Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen sind die Bekämpfung von Armut und Hunger bis zum Jahr 2030. Diese Ziel weltweit zu erreichen, wird nicht einfach sein. Denn Kriege, Naturkatastrophen und die Folgen der Klimaerwärmung stellen enorme Hemmnisse dar. Hinzu kommen vielfältige globale wirtschaftliche Verflechtungen, die zu tiefen Gräben zwischen Arm und Reich geführt haben und schwer zu überwinden sind.

 

Aktuell leben fast 7,5 Milliarden Menschen auf der Erde. Davon haben 795 Millionen Menschen in den sogenannten Entwicklungsländern nicht genug zu essen. Die Mehrheit der Hungernden lebt im Wirtschaftsraum Asien/Pazifik. Gemessen am Anteil der Bevölkerung ist jedoch Afrika am stärksten vom Hunger betroffen. Dort werden 20 Prozent der Bevölkerung nicht satt. Hunger ist damit die größte Geisel der Menschheit und jährlich für mehr Tote verantwortlich als AIDS, Malaria und TBC zusammen.

 

 

Hunger versus Überfluss

Manch einer erinnert sich noch an die Belehrungen seiner Eltern oder Großeltern. Diese forderten mit Nachdruck dazu auf, den Teller leer zu essen, weil in Afrika Kinder hungern müssen. Daran war zwar nicht der kindliche Esser schuld, jedoch war und ist der Hunger in den armen Ländern eng verknüpft mit dem Überfluss und der Lebensmittelverschwendung in den Industrienationen.

 

Im Zuge der Globalisierung verstärkt sich diese Abhängigkeit noch weiter. Die Weltbevölkerung wächst weiter an. Bevölkerungsreiche Staaten wie beispielsweise China – das derzeit noch zu den Schwellländern zählt – verbessern ihre wirtschaftliche Situation. Das bringt veränderte Lebensgewohnheiten mit sich. In der Folge nimmt die Nachfrage nach Lebensmitteln rasant zu, in erster Linie nach Fleisch und anderen tierische Erzeugnissen.

 

Eine kritische Entwicklung für Umwelt und Klima auf der einen Seite, denn gerade tierische Lebensmittel benötigen viel Fläche und Wasser. Darüber hinaus trägt die industrielle Tierhaltung auch zum vermehrten Ausstoß vom klimaschädlichen Treibhausgas Methan bei.

 

Getreideanbau kann viele Menschen satt machen.

Auf der anderen Seite ist der steigende Fleischkonsum auch ein Problem, da in der Viehzucht Getreide als Futtermittel genutzt wird. Um ein Kilo Schweinfleisch zu erzeugen, müssen drei Kilo Getreide verfüttert werden, bei Rindfleisch liegt die Bilanz noch ungünstiger. Hier werden sieben Kilo Getreide benötigt. Bei einer Weltbevölkerung, die sich gerade anschickt, die 10 Milliarden-Grenze zu überschreiten, wird die Frage nach der Ernährungssicherheit überlebenswichtig, denn der steigende Fleischkonsum in den reichen Teilen der Welt trägt entscheidend zu einer Verknappung von Getreide und zu steigenden Preisen auf dem Weltmarkt bei. Damit werden Grundnahrungsmittel in den armen Ländern teuer – teilweise unerschwinglich.

 

Um diese enormen Mengen Getreide anzubauen werden große Ackerflächen benötigt. Um diesen Landbedarf zu decken kaufen reiche Staaten zunehmend Land in den Entwicklungsländern auf. Dafür werden traditionell arbeitende Kleinbauern häufig von ihrem Land vertrieben und zwangsenteignet. Sie stehen nach dem Verlust ihres Landes vor dem wirtschaftlichen Aus.

 

Ein bewusster und verantwortungsvoller Umgang mit Lebensmittel in den Industrienationen und Schwellenländern kann diese Faktoren entschärfen. Denn hier schließt sich wieder der Kreis: Weggeworfene Lebensmittel in den Industrienationen fehlen in den Hunger-Regionen. Für das eingangs zitierte Bild vom „Teller leer essen“ sollte die Konsequenz allerdings lauten: Lieber nicht mehr als benötigt auftischen und einkaufen. So landen Nahrungsmittel nicht im Abfall.

 

 

Nicht einfach „ab in die Tonne“

Experten gehen davon aus, dass rund ein Drittel aller Lebensmittel weltweit nicht nicht gegessen wird, sondern auf dem Müll landet.

 

Ein nachhaltiger Umgang mit Lebensmitteln endet nicht damit, ökologische erzeugte Produkte aus der Region in der richtigen Saison einzukaufen. Es geht auch darum, Mengen richtig zu kalkulieren, keine Vorräte verderblicher Produkte zu horten – „es könnte ja überraschend Besuch kommen“ – und sich nicht sklavisch an das Mindesthaltbarkeitsdatum zu halten. Denn viele Lebensmittel sind auch noch weit darüber hinaus genießbar. Um das zuverlässig zu beurteilen, sollten Konsumenten mehr auf ihre eigene Wahrnehmung achten, denn auf das Kalenderdatum.

 

 

Keine krummen Geschäft: Gemüse jenseits der Norm

Knackiges Gemüse in Bestform bleibt selten liegen.

Das gleiche gilt für Obst und Gemüse. Hier setzt die Verschwendung bereits ein, bevor sich die ersten braunen Stellen zeigen könnten: Enorme Mengen der Ernte werden bereits als Ausschuss aussortiert, bevor sie in den Handel erreichen. Schätzungen zu Folge werden in Europa zwischen 20 und 40 Prozent der Ernte nicht gegessen. Krummes Gemüse landet im Müll, wird geschreddert und untergepflügt oder verfüttert.

 

Entsprechend liegen Kartoffeln, Karotten, Gurken & Co. gleichförmig und wohlgewachsen in den Lebensmittelgeschäften. Obwohl die sogenannte Gurkenkrümmungsverordnung der Europäischen Union, wie einige andere Normierungen von Obst und Gemüse bereits 2009 außer Kraft trat, setzt der Handel auch weiterhin auf optisch einwandfreie Ware. Das bedeutet in der Praxis, dass natürlich gewachsene Früchte nur geringe Chancen haben, verkauft zu werden. Genormtes Aussehen ist wichtiger als Qualität und Geschmack. Vielfach geben Handelskonzerne den Landwirten Vorgaben, welche Farbe und Größe die Obst- und Gemüsesorten haben müssen. Dabei spielt nicht einmal unbedingt die Käuferpräferenz eine Rolle, vielmehr sind hier auch logistische Faktoren, wie die Größe von Packkisten entscheidend.

 

Angesichts des Aufwands an Wasser und Energie in der Landwirtschaft sowie dem Bodenbedarf sicher keine nachhaltige Lösung. Ob Kunden auch Früchte jenseits der Norm akzeptieren, versuchen verschiedene Initiativen unter dem Motto „Esst die ganz Ernte“ herauszufinden. Das Berliner Catering-Unternehmen „Culinary Misfits“ greift bei seinen vielfältigen Gemüsegerichten bewusst zur Ware jenseits der üblichen Norm und bietet zudem Workshops an, um die kulinarischen Außenseiter zurück auf die Teller zu bringen. Ihre Empfehlungen an die Kunden ist es, auf Märkten und in Hofläden auch bewusst krummes Gemüse zu kaufen, denn die Nachfrage bestimmt das Angebot entscheidend mit.

 

 

Spannend wie ein Krimi: „Taste the Waste“

Nicht nur krummes Gemüse landet im Müll, Lebensmittel werden an nahezu allen Stationen eines Produktes entsorgt, sei es beim Transport, in der weiterverarbeitenden Industrie, im Handel, in Restaurants und Kantinen und schließlich auch beim Endkunden selbst. In Deutschland werden geschätzt zwischen 10 und 20 Tonnen essbarer Lebensmittel im Jahr weggeworfen, wieviele es genau sind, lässt sich kaum noch ermitteln. Das Worldwatch Institut geht davon aus, dass in den Industriestaaten jährlich rund 220 Millionen Tonnen an Nahrung nicht verwertet werden. Diese Menge entspricht in etwa der gesamten Lebensmittelproduktion Afrikas südlich der Sahara.

 

2011 brachte ein Dokumentarfilm die enorme Lebensmittelverschwendung in den Industrienationen in die öffentliche Diskussion. Der Regisseur Valentin Thurn zeigte mit „Taste the Waste“ den Umgang mit Lebensmitteln in den reichen Ländern. Dabei beleuchtete er die Einflüsse der Lebensmittelkonzerne, des Handels und der Werbung und sprach mit Initiativen, die sich kreativ gegen die Verschwendung einsetzen.

 

Backwaren – jederzeit in beliebiger Menge verfügbar.

In einem der eindrucksvollsten Beiträge des Films geht es um Brot, dem in Deutschland beliebtesten Grundnahrungsmittel. Da Bäckereien in großen Verbrauchermärkten vertraglich zusichern müssen, dass auch kurz vor Ladenschluss eine breite Palette an Brotsorten vorgehalten wird, ist die Anzahl der nichtverkauften Ware am Ende des Tages enorm. Ein Bäcker zeigt, wie er mit den alten Broten seine Backöfen betreibt. Damit spart er Heizöl ein, produziert jedoch direkt wieder Überschuss. Brot, das verbrannt und nicht gegessen wird.

 

Eine globale Perspektive wird am Beispiel von Bananen eingenommen: In einem französischen Großmarkt sortiert eine Mitarbeiterin aus Kamerun eingeflogene Bananen aus ihrem Heimatland aus. Denn diese können aufgrund von Flecken nicht verkauft werden. Gleichzeitig können sich in Kamerun viele Menschen keine Bananen leisten. Wegen der hohen europäischen Nachfrage sind die Preise stark angestiegen.

 

 

Foodsharing – Essensretter

In „Taste the Waste“ werden zwei sogenannte „Mülltaucher“ gezeigt, die durch das Durchsuchen von Abfalltonnen nahezu ihren gesamten Lebemsmittelbedarf decken. Ein sehr radikaler Ansatz als Zeichen gegen die Lebensmittelverschwendung. Es haben sich in den letzten Jahren jedoch auch bundesweit foodsharing-Initiativen zu einem Verein zusammengeschlossen, der möglichst vielen Menschen ermöglicht, Lebensmittel vor der Mülltonne zu retten.

 

Guten Ideen gegen Lebensmittelverschwendung setzen sich durch.

In gemeinnützigen Projekten arbeiten Privatpersonen mit lokalen Supermärkten, Händlern und Herstellern zusammen. Überschüssige Produkte werden abgeholt und verteilt, teilweise wird gemeinsam gekocht oder ganze Veranstaltungen versorgt. Auch übrige Lebensmittel und zubereitete Speisen aus Haushalten können über diese Initiativen geteilt werden. Das ist nicht nur sinnvoll, sondern schont auch die Haushaltskasse. Laut foodsharing e.V. werfen Privatpersonen in Deutschland Jahr für Jahr Lebensmittel im Wert von 22 Milliarden Euro weg, fast 300 Euro pro Person.

 

Die Gründe für die massenhafte Entsorgung von Essen sind vielfältig. 84 Prozent der Verbraucher geben an, dass die Ware verdorben oder das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen sei. Ob die Lebensmittel dennoch genießbar gewesen wären, lässt sich dann kaum noch ermitteln. Vermeidbar wäre aber die Lebensmittelverschwendung durch eine bessere Planung. Immerhin ein Viertel der Kunden gibt an, Lebensmittel wegzuwerfen, weil zu viel eingekauft wurde. Dabei machen Obst und Gemüse die Hälfte der Lebensmittel im Abfall aus. Verbraucherinitiativen gehen davon aus, dass gut 50 Prozent der in Deutschland weggeworfenen Lebensmittel durch eine vorausschauende Planung und richtigere Lagerung hätten gerettet werden können. Daher organisieren viele foodsharing-Initiativen auch Vorträge, Seminare und Kochkurse, um Wissen über eine sinnvolle Planung, Zubereitung und Aufbewahrung von Essen zu vermitteln.

 

 

 

 

Klima-Killer durch Lebensmittel-Müll und Massentierhaltung

Massentierhaltung ist für die Klimakrise mitverantwortlich.

Wenn Lebensmittel, also organische Stoffe, auf Mülldeponien landen, entsteht Methan, ein klimaschädliches Treibhausgas, das für die Erwärmung der Erdatmosphäre mit verantwortlich zeichnet. Rund 15 Prozent der globalen Methan-Emissionen basieren auf Lebensmittel-Müll, weitere 65 Prozent entstehen in der Nutztierhaltung. Damit stehen mindestens 80 Prozent der Methan-Emissionen im Zusammenhang mit den Ernährungsgewohnheiten der Industrienationen.

 

Reduziert werden kann die Entstehung von Methan durch die Kompostierung organischer Abfälle oder durch Verwertung in Biogasanlagen. Noch effektiver wirkt die Reduzierung von Lebensmitteln im Müll und von Lebensmitteln tierischer Herkunft.

 

 

Respektvoller Umgang mit Lebensmitteln

Das Problem der Lebensmittelverschwendung ist in vielen Köpfen angekommen. Immerhin geben fast 70 Prozent der Haushalte, die regelmäßig Lebensmittel wegwerfen an, dies mit einem schlechten Gefühl zu tun. Das Gefühl trügt nicht, denn weggeworfene Lebensmittel in den reichen Staaten sorgen indirekt für den Hunger in armen Ländern. Ein ethischer und respektvoller Umgang mit Nahrung ist daher eine wichtige Voraussetzung um den Hunger in der Welt zu beenden.

 

Viele wichtige Entscheidungen hängen mit den Flüssen des Geldes zusammen. „Die Geldanlage grün zu gestalten ist eine Abstimmung der Bevölkerung mit den Füßen. Das sollten wir alle nutzen. Denn es ist wirklich einfach umzusetzen“, so Gerd Junker, Geschäftsführer von Grünes Geld. Wer daher auch bei seinen Geldanlagen auf ethische und ökologische Kriterien achtet, leistet nicht nur einen wertvollen Beitrag für das globale Miteinander, sondern kann auch mit interessanten Erträgen rechnen. Grünes Geld, erfahrener Anbieter von ethischen und ökologischen Geldanlagen, berät Sie umfassend und kompetent.

 

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

Wetter oder Klima? – Auswirkungen der Erderwärmung

Freitag, 20. Januar 2017
Zusammenfassung: Sind die extrem heißen Sommer und die „Jahrhunderthochwasser“ der letzten Jahre Wetterphänomene oder schon Folgen des fortschreitenden Klimawandels? Wie hängt alles miteinander zusammen und was kann gegen die globale Erderwärmung getan werden? – Wichtigste Maßnahmen sind jetzt, CO2 zu reduzieren und klimafreundliche Energien zu nutzen.

 

 

Wetterphänomene beeinflussen unser Leben.

Gerade hatte das Sturmtief „Egon“ weite Teile des Landes in Aufruhr versetzt. Auf den Straßen herrschte Chaos: Autos und Busse kamen ins Rutschen oder blieben stecken. Der Verkehr kam streckenweise komplett zum Erliegen, denn neben dem hohen Schneeaufkommen sorgten auch umgestürzte Bäume und vom Sturm abgerissene Äste sowie weggewehte Mülltonnen für starke Behinderungen. Auch die Bahn musste die Höchstgeschwindigkeit ihrer ICEs drosseln und einige Strecken zeitweise komplett sperren, an den Flughäfen wurden zahlreiche Flüge annulliert. In einigen Regionen fiel zeitweise der Strom aus.

 

Spielt das Wetter verrückt oder sind die Extremsituationen der vergangenen Jahre nur „Ausreiser“ einer völlig normalen Entwicklung?

 

 

Alle reden vom Wetter …

„Alle reden vom Wetter, wir nicht!“ – Mit diesem Slogan warb die Deutsche Bahn Mitte der sechziger Jahre und brachte damit zum Ausdruck, dass moderne Verkehrsmittel von Wind und Wetter unabhängig und zuverlässig sind. Dass sich das nicht völlig bewahrheitet hat, ist hinlänglich bekannt, denn das Wetter beeinflusst auch weiterhin unser Leben. Entsprechend bleibt dass Wetter auch unangefochtenes Small Talk-Thema Nummer eins. Und das mit einigem Recht, denn das Wetter nimmt extremen Einfluss auf die Gefühlslage der Menschen, die Wahl der Kleidung, des Verkehrsmittels, des Urlaubsziels.

 

 

… oder vom Klima

Das unverfängliche Thema Wetter hat seit der fortschreitenden weltweiten Industrialisierung eine weitere Dimension erhalten. Es geht darum, wie weit sich die Einflüsse des Menschen auswirken.

 

Dass sich durch den gestiegenen Ausstoß des Treibhausgases CO2 das Klima verändert hat, wird kaum noch in Frage gestellt. Aber was macht den Unterschied zwischen Wetter und Klima aus?

 

 

 

 

 

Der kleine Unterschied zwischen Wetter, Witterung und Klima

Das Wetter gilt als Sammelbegriff für sämtliche meteorologischen Phänomene. Entscheidend für die Abgrenzung von Wetter und Klima ist jedoch die Zeitspanne eines Phänomens, beispielsweise anhaltende Dürre. Entsprechend beschreibt Wetter die aktuelle Lage, die Witterung gibt den Charakter des Wetters über mehrere Tage oder Wochen wider. Das Klima hingegen beschreibt den Zustand der Atmosphäre über einen längeren Zeitraum hinweg, im Allgemeinen zwischen 30 und 40 Jahren. Dabei wird aus den an einem Ort gesammelten Messdaten ein Mittelwert gebildet, etwa die Durchschnittstemperatur, die Hauptwindrichtung oder die durchschnittliche Niederschlagsmenge. Langzeitmessungen ermöglichen es, den Klimawandel zu beschreiben und Auffälligkeiten zu identifizieren.

 

 

Vom Klimawandel zur Klimakrise

Das aktuelle Wetter können Menschen nicht verändern, sehr wohl aber das Klima beeinflussen. Und genau das hat die Menschheit seit der Industrialisierung massiv getan. Denn seit dem hat der Energieverbrauch in der Industrie und in den privaten Haushalten rasant zugenommen, das Verkehrsaufkommen ist gestiegen. In der Landwirtschaft stehen Massentierhaltung und der Anbau von Monokulturen an der Tagesordnung.

 

Durch die Verbrennung fossiler Rohstoffe wie Kohle, Öl und Gas werden aktuell jeden Tag 150 Millionen Tonnen CO2 in die Atmosphäre gebracht. Hinzu kommt das klimaschädliche Methan aus der Viehzucht.

 

Die hohe Konzentration der Treibhausgase CO2 und Methan hat die Atmosphäre aufgeheizt und die globale Erderwärmung vorangetrieben: Das vergangene Jahr war das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1880 und damit mehr als ein Grad wärmer als im vorindustriellen Zeitalter. Wissenschaftler gehen davon aus, dass es sich um das wärmste Jahr seit Ende der Eem-Zeit vor mehr als 100.000 Jahren handelt.

 

Die Erderwärmung beschleunigt sich und bringt nicht nur einen Wandel des Klimas mit sich, sondern eine echte Klimakrise. Entsprechend ist ein globales Klimaschutzziel der Vereinten Nationen, die Erderwärmung deutlich unterhalb der 2-Grad-Celsius-Marke zu halten. Das bedeutet nicht, dass die Temperaturen maximal um 2 Grad weiter ansteigen dürfen, sondern dass die Erwärmung gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter die 2-Grad-Grenze nicht passieren darf. 2016 lag die angestiegene Durchschnittstemperatur bereits über 1,1 Grad Celsius zum Vergleichswert.

 

 

Die Folgen der Erderwärmung

Die Erderwärmung lässt den Meeresspiegel ansteigen.

Eine Erwärmung der Erde hat kein „besseres Wetter“ zur Folge, sondern extreme Wetterphänomene wie anhaltende Hitzewellen und Stürme. Hinzu kommt das Schmelzen der Polkappen und des Grönlandeises. Dies führt zu Überschwemmungen bis hin zum Verschwinden ganzer Inseln und Küstenregionen.

 

Damit bringt die Veränderung des globalen Klimas die größte Gefahr überhaupt, denn die Lebensgrundlagen auf der Erde werden unwiederbringlich zerstört.

 

Die Auswirkungen der Erderwärmung machen sich bereits an vielen Orten der Welt bemerkbar.  Der Klimawandel ist bereits in vollem Gange und hat weltweit das Aussterben von Tier- und Pflanzenarten zur Folge. Entsprechend leiden auch die Menschen, denn Dürre und Missernten verursachen Hungersnöte. Besonders in Afrika – dem Kontinent mit dem geringsten CO2-Ausstoß weltweit – hat das zur Folge, dass unzählige Menschen ihr Land verlassen, das ihnen keine Lebensgrundlage mehr bietet.

 

Aber auch die Wetterextreme in Deutschland häufen sich und dienen als Beleg des fortschreitenden Klimawandels: Die Ursachen für die steigende Anzahl sogenannter „Jahrhunderthochwasser“ liegt durchaus in der stärkeren Verdunstung bei steigende Wärme. Die Folgen sind starke Niederschläge und Überschwemmungen.

 

 

Klimaschutz jetzt!

Während nur noch eingefleischte Klimaschutz-Gegner den Einfluss menschlicher Faktoren auf das Klima leugnen und die Entwicklung als natürlich einordnen, sind sich führende Klimaforscher längst einig, dass der Klimawandel für Wetterextreme und Naturkatastrophen verantwortlich zeichnet. Auch die Verantwortung der Menschheit für den Klimawandel im Anthropozän ist unbestritten.

 

Nun gilt es, das Schlimmste zu verhindern. Ein wichtiger Beitrag, um die Erderwärmung zu stoppen, ist dabei der Verzicht auf fossile Energieträger und  die konsequente Förderung Erneuerbarer Energien sowie klimafreundlicher Technologien.

 

 

Klimaschutz – Investitionen die sich auszahlen

Die Entwicklung des globalen Klimas ist kritisch. Aber von Menschen verursachte Entwicklungen können und müssen auch von Menschen verändert werden. Einer der wirkungsvollsten Faktoren um Veränderungen herbeizuführen und zu beschleunigen ist Geld.

 

Mit gezielten Investitionen in klimafreundliche Technologien, wie beispielsweise Wasserkraftwerke, Sonnen- und Windparks, ökologische Baumaterialien oder Technik für verbesserte Energieeffizienz, kann die Klimakrise wirkungsvoll gebremst werden. 

 

Investitionen in Klimaschutz bringen einen doppelten Gewinn. Zum einen wird das Klima und – damit verbunden – Mensch und Umwelt geschützt. Zum anderen können sich Anleger über gute Erträge freuen.

 

Grünes Geld, Experte für klimafreundliche Geldanlagen, berät Sie zu den vielfältigen Möglichkeiten. So ist Ihr Geld wind- und wetterfest angelegt.

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.