Mit ‘Kapitalanlage’ getaggte Artikel

Wie kann ich 30.000 Euro sinnvoll investieren?

Montag, 30. Oktober 2017
Zusammenfassung: Viele Anleger stehen plötzlich vor der Entscheidung, Geld anlegen zu müssen. Aber die Banken zahlen keine Zinsen mehr. Am Beispiel 30.000 Euro Anlagesumme zeigen wir interessante Möglichkeiten zur sauberen und rentierlichen Geldanlagen auf.

 

Ein Vertrag läuft aus oder eine Erbschaft kommt und schnell stellt sich die Frage: wie kann ich Geld in der heutigen Zeit sinnvoll anlegen? Zum Beispiel 30.000 Euro.

 

Aus dem sogenannten risikolosen Zins – also den Zinsen auf Staatsanleihen oder Bankeinlagen – wurde längst das zinslose Risko; es gibt nämlich keine (spürbaren) Zinsen mehr, während spätestens seit der Finanz- und der Euro-Krise klar ist, dass auch Staaten und große Banken insolvent werden können.

 

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Wieso Sie bei der Geldanlage die 72er Regel unbedingt kennen sollten

Mittwoch, 27. Januar 2016

 

In der Schule lernen wir lesen, schreiben, rechnen. Wir lernen viel über unserer Geschichte, über Chemie, Physik und Biologie – sogar neue Sprachen lernen wir dazu. Aber wir man sein Geld anlegt, lernen wir in der Schule leider nicht. Ein bisschen etwas geben uns unsere Eltern noch mit, aber deren Wissen ist auch meist laienhaft, zumal die Kapitalmärkte sich enorm geändert haben. Deshalb muss sich jeder sein Kapitalanlage-Wissen selbst erarbeiten. Dazu möchte ich an der Stelle ein wichtige Faustformel vorstellen, die gar nicht so viele Menschen kennen. Wahrscheinlich selbst Ihr Berater bei der Bank nicht.

 

Die 72er Regel

72er-Regel-der-KapitalanlageAlso steigen wir gleich ein, ich verrate Ihnen die Regel, die kaum jemand kennt und die sehr nützlich ist, die 72er Regel.

 

Wenn man die 72 durch die Rendite pro Jahr einer Geldanlage teilt, erhält man den Zeitraum, indem sich das Kapital verdoppelt.

 

Sonderkonditionen mit den Grünes Geld NewsBeispiel 1: Sie legen Ihr Geld zu 10 Prozent an. Das hört sich viel an, kann aber gelingen (und außerdem rechnet es sich damit recht leicht). Nach der 72er Regel teilen Sie 72 durch 10, erhalten als Ergebnis 7,2. Ihr Kapital verdoppelt sich also in 7,2 Jahren.

 

Beispiel 2: Sie legen Ihr Geld zu 1 Prozent an – aktuell ein gar nicht so einfach zu erreichender Zins für alle, die ihr Geld bei den Banken anlegen. Dann braucht Ihr Kapital 72:1 = 72, also 72 Jahre bis zur Verdoppelung.

 

Die Regel ist nur eine Faustformel – denn letztlich müsste eigentlich eine Zinseszins-Berechnung mit Potenzrechnung durchgeführt werden. Aber sie liefert sehr brauchbare Ergebnisse.

 

Was ist mit Inflation, Steuern und Gebühren?

Die Rechnung ist immer dann korrekt, wenn Sie die tatsächlich erzielte Netto-Rendite verwenden. Angenommen Sie möchten Inflation, Steuern und Gebühren berücksichtigen, könnten Sie wie folgt vorgehen:

 

– angenommene Brutto-Rendite: 8 Prozent pro Jahr

– angenommene Inflation: 2 Prozent, d.h. die Rendite reduziert sich (vereinfacht) auf 6 Prozent pro Jahr

– angenommene Kosten der Geldanlage: 1 Prozent, d.h. die Rendite reduziert sich auf 5 Prozent pro Jahr

Besteuerung der Gewinne: sicherlich der am schwersten abzuschätzende Punkt, gerade wenn individueller Steuersatz, Freibeträge und die unterschiedliche Besteuerung von Anlageformen berücksichtigt werden soll. Nehmen wir an, die Rendite reduziert sich dadurch um 25%, dann werden aus 5 Prozent nur noch 3,75 Prozent

 

In dem Beispiel würde also gelten: 72 durch 3,75 = 19,2. Die Kaufkraft Ihres angelegten Kapitals würde sich also in ca. 19 Jahren verdoppeln.

 

 

 Gute Renditen bei hoher Sicherheit: Musterdepot Wachstum

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Geldanlage Vergleich 2017 / 2018: Wie kann ich sicher Geld anlegen?

Donnerstag, 09. April 2015

Wer sucht nicht eine Kapitalanlage, die bei hoher Sicherheit hohe Renditen erzielt? Gerade seit die Zinsen bei Null und für die Großanlager sogar schon unter Null sind, ist dieser Wunsch jedoch immer schwerer erreichbar geworden. In den Jahrzehnten zuvor konnte man relativ viele Geldanlagen finden, mit denen sich sicher Geld verdienen ließ. Festgeld oder die Geldanlage in Lebensversicherungen waren dazu die beliebtesten Möglichkeiten.

 

Sicher Geld anlegen und dann schöneren Dingen zuwenden.

Doch mittlerweile erfordert die sichere Geldanlage mehr Nachdenken. Das gilt sowohl für die kurzfristige Geldanlage 2017 wie auch für die mittelfristige Geldanlage 2018 und oder die langfristige Geldanlage auf 10 und mehr Jahre. Die Anleger müssen sich, um Geld sicher anzulegen, auch mit neuen Themen wie Einlagensicherung, finanzieller Repression, Kapitalertragssteuer, und ähnlichen Themen, auskennen.

 

Um ihr Geld sicher anzulegen und müssen heute private und professionelle Investoren viel mehr bedenken und wissen als noch vor einigen Jahren. Die Anlagestrategie muss umfangreicher und flexibler sein als früher (Beispiel: der unerwartete Januar-Crash in 2016, Brexit, Wahl Donald Trumps).

 

Eine risikolose Geldanlage mit guter Verzinsung ist nicht mehr erhältlich, seit die Rendite vieler Staatsanleihen negativ geworden ist. Die Frage bleibt: Geld anlegen, aber wie?   Glücklicherweise ist die Auswahl an Anlagemöglichkeiten in den letzten Jahren für Privatanleger reichhaltiger geworden. Die individuell beste Geldanlage kann dabei aus Waldfonds, Immobilien, Wasserfonds, Aktien, Rentenfonds, Festgeld, Mikrofinanzen, oder vielen anderen Anlagen bestehen.

Dabei sollte der Anleger immer die Grundlagen einer sicheren Geldanlage beachten:

 

Kapitalerhalt ist wichtiger als der letzte Zehntelpunkt Rendite

Nie  alle Eier in einen Korb legen (die Geldanlage sollte immer in verschiedene Anlageklassen, Währungen und Länder gestreut werden)

Der Privatanleger sollte nur in Produkte sein Geld anlegen, die er auch versteht

 

 

Sichere Geldanlagen mit niedriger oder negativer Verzinsung

Tagesgeld

– selbst genutzte Immobilie

Staatsanleihen im Euro-Raum von Ländern bester Bonität

Unternehmensanleihen im Euro-Raum mit bester Bonität

 

 

Interessante Geldanlagen mit höherer Rendite

Hier eine Liste mit interessanten, aber risikoreicheren Investments:

Aktien

Aktienfonds

Denkmalschutz Immobilien

Diamanten

Edelmetalle (Gold, Silber, Platin, Palladium, seltene Erden)

Erneuerbare Energien Fonds

Geschlossene Fonds (Projekte)

Holzprojekte

Immobilien

Lebensversicherungen / Rentenversicherung

Mikrofinanz

Oldtimer

Private Equity

Rentenfonds

Rentenpapiere (Anleihen)

Rohstoffe

Sparplan

Uhren

Unternehmensbeteiligungen

Wasser

Wein

Windkraft

 

Aktuell befinden wir uns in einer Phase, in der als sicher geltende Geldanlagen keine Rendite erzielen, die nach Abzug der Steuern die Preissteigerung ausgleichen würde. Um einen Kapitalverlust zu vermeiden, müssen die Sparer und Geldanleger in Anlageklassen investieren, die ein höheres Risikoprofil aufweisen und die auch erstmal verstanden werden wollen.

 

 

Die Basis: Das Einmaleins der Geldanlage

Wer sein Geld anlegen möchte verleiht sein Geld an eine Bank (zum Beispiel im grünen Bereich die GLS Bank, Ethikbank oder Umweltbank) oder an ein Unternehmen, um nach einer bestimmten Zeit seine Einlage zusammen mit Zinsen zurück zu erhalten (Grundsatz jeder Geldanlage). Dabei spielen die Höhe der Zinsen, die Laufzeit der Geldanlage und die Bonität (Kreditwürdigkeit) des Empfängers des Geldes eine Rolle. Bei uns als Unternehmen Grünes Geld wird zusätzlich zu diesen 3 Dimensionen noch die 4. Dimension berücksichtigt, die tatsächliche Verwendung des Geldes [bei uns: in ethisch-ökologisch sinnvolle Geldanlagen].

 

 

Laufzeit von Geldanlagen: Kurzfristig, mittelfristig oder langfristig

Ganz entscheidend für die Geldanlage ist, wie lange man das Geld entbehren kann. Der natürliche Wunsch des Anlegers ist die kurzfristige Laufzeit. Die  Qualität der Geldanlagen, also die Sicherheit und die  Rendite, steht dem jedoch entgegen. Je mehr Zeit der Anleger für die Geldanlage mit bringt, um so höhere Renditen bei umso höherer Sicherheit kann er erzielen.

1. Kurzfristige Geldanlage

Gründe für die eigentlich ungünstige Form, für die kurzfristige Geldanlage, können sein:

– Das angelegte Geld wird in einer absehbaren Zeit für einen bestimmten Zweck gebraucht, zum Beispiel für die Rückzahlung eines Darlehens für eine Immobilie.

– Der Geldanleger geht von kurzfristigen Marktverwerfungen und Marktrückgängen aus, zum Beispiel von Einbrüchen am Aktienmarkt. In dieser Zeit möchte er die Börse meiden und parkt sein Geld für einige Monate.

– Eine gut strukturierte Geldanlage besteht aus unterschiedlichen Anlagezielen in Bezug auf Anlageklassen, Länder, Regionen oder Währungen. Außerdem muss sie verschiedene Anlagezeiträume abdecken, dabei ist unter anderem eine kurzfristig verfügbare Liquiditätsreserve vorzusehen.

Die typische Anlageform für die kurzfristige Geldanlage sind dabei Tagesgeldkonten oder Geldmarktfonds. Alternativ dazu gibt es Angebote mit etwas höheren Renditen wie  zum Beispiel Geld Grün Parken, bei dem man auf Sicht von 12 bis 24 Monaten mit einer Rendite zwischen 2 und 4 Prozent rechnen kann (bei täglicher Verfügbarkeit, keine Garantie).

 

2. Mittelfristige Geldanlage

Bei der mittelfristigen Geldanlage geht man von einer Anlagedauer von 3 bis 5 Jahren aus. Das Angebot dafür ist schon wesentlich breiter als bei der kurzfristigen Geldanlage. Im Bereich der Banken – wir empfehlen im nachhaltigen Bankensektor Triodos, Ethikbank, Umweltbank oder GLS Bank – gibt es Festgeld im Bereich bis 5 Jahren. Das Beispiel „Mäusekonto“ der Ethikbank, 5 Jahre Laufzeit, zeigt jedoch, welche Zinsen gezahlt werden: 0,00% Zinsen pro Jahr (Stand: 03.02.2017).

 

Wem diese Angebote zu niedrig sind, kann nachhaltige Geldanlagen mit höheren Renditen wählen:

Geld Grün Parken (ab 2  Jahren, rund 2 bis 4 Prozent Renditeprognose, leichte Kurs-Schwankungen)

Soziale Verantwortung (ab 3 Jahren, rund 3 bis 4 Prozent Renditeprognose, kaum Schwankungen)

Musterdepot Sicherheit (ab 3 Jahren, rund 3 bis 5 Prozent Renditeprognose, leichte Schwankungen)

Musterdepot Balance (ab 5 Jahren, rund 4 bis 6 Prozent Renditeprognose, mittlere Schwankungen)

 

 

3. Langfristige Geldanlage

Die meisten Auswahlmöglichkeiten bestehen bei der langfristigen Geldanlage ab 5 Jahren. Dabei benötigt der Kapitalanleger das Geld für einen längeren Zeitraum nicht, möchte aber vielleicht eine  regelmäßige Ausschüttung erzielen (siehe dazu auch unseren Beitrag zur 4%-Regel). So gibt es Anlage-Formen, die eine jährliche, vierteljährliche oder monatliche Ausschüttung bieten. Letztlich möchte der Geldanleger eine höhere Rendite erzielen, die auch in Form einer großen Schlussauszahlung erfolgen kann.

 

Natürlich ist das Engagement des Geldanlegers bei langfristigen Geldanlagen höher, denn er muss über einen sehr langen Zeitraum auf das Geld verzichten. Die Geldanlage wird dadurch teilweise auch schlechter kalkulierbar, da sich manche Entwicklungen langfristiger Natur nur schwer vorher sehen lassen. Wie bei Festgeld oder bei Bundesanleihen unterschiedlicher Laufzeit ersichtlich, kann man dafür aber eine spürbar höhere Renditen erwartet.   Bei grünen Geldanlagen empfehlen sich Musterdepots wie das Wachstumsdepot, oder, falls es um die Altersvorsorge geht, auch eine fondsgebundene private Rente.

 

 

Zahlungsfähigkeit des Geld-Empfängers

Der Zinssatz oder die Rendite einer Geldanlage werden ganz wesentlich davon bestimmt, an wen man das Geld verleiht. Geld-Empfänger bester Bonität können sich über die niedrigsten Zinsen freuen. Beste Bonität bietet zum Beispiel der Deutsche Staat: entsprechend sind die Zinsen auf seine ausgegebenen Staatsanleihen auch sehr niedrig, im Moment bei kurzen Laufzeiten sogar negativ.

 

Schlechtere Schuldner hingegen müssen mehr Zinsen zahlen. Während bei Staaten die Beurteilung der Bonität noch relativ einfach ist, da es professionelle Rating-Agenturen gibt, wird es bei Festgeld oder Fonds schon deutlich schwieriger. Hier ist die Urteilskraft des Geld-Anlegers selbst gefragt. Für manchen ist zum Beispiel die Anlage in ein Aufforstungsprojekt sehr sicher, der andere hält Windkraft oder Tagesgeld oder Aktien für sicherer.

 

 

Was ist beim Geld anlegen zu beachten?

Bei jeder Geldanlage geht es um die grundlegenden Punkte Rendite, Verfügbarkeit und Sicherheit. Daraus kann man das magische Dreieck der Geldanlage entwickeln,  das diese 3 Punkte als Ecken besitzt. Eine ausgewogene Geldanlage befindet sich dabei in der Mitte, die Entfernung zu den Eckpunkten des Dreiecks ist also jeweils  gleich. Wünscht man sich mehr Rendite, entfernt man sich automatisch vom Ziel Sicherheit und/oder Verfügbarkeit des Geldes:

 

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Magisches Dreieck der Geldanlage: hier ausgewogene Geldanlage (Grafik: Grünes Geld GmbH)

Neue Situation durch Euro Krise: Verfügbarkeit wichtig

Im Rahmen der Immobilienkrise (2008), der Staatsschuldenkrise (2012) und der Währungskrise des Euro (2013) hat sich die Ausrichtung der Geldanlagen verändert. Der Punkt Verfügbarkeit ist besonders wichtig geworden; man möchte nicht mehr für 10, 15 oder 20 Jahre sein Geld aus den Händen geben. Denn letztlich ist die Bewertung der Sicherheit und gan z besonders, der langfristigen Sicherheit, immer schwieriger geworden. Während früher Bankkonten und Tagesgeld als sicher galten, hat die Zypern Krise 2013 gezeigt, dass auch Bankeinlagen unsicher geworden sind – dort sind rund 50% des auf Banken angelegten Geldes für viele Anleger verloren gegangen. Der erste Schuldenschnitt in Griechenland 2012 hat gezeigt, dass gleiches auch für Staatsanleihen gilt, obwohl diese zuvor als sehr sicher eingestuft waren.

Das aktuelle magische Dreieck der Geldanlage sieht deshalb für viele Anleger so aus:

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Magisches Dreieck der Geldanlage 2017 & 2018: neue Situation bei der Geldanlage (Grafik: Grünes Geld GmbH)

Geldanlage muss neu strukturiert werden, sonst verlieren Deutsche immer mehr

Bei deutschen Sparern ist die aktuelle Zins-Wirklichkeit noch nicht angekommen. Anders ist es nicht zu erklären, dass weiterhin hohe Summen an Spareinlagen, aktuell rund 2 Billionen Euro, existieren. Gerade Spareinlagen erbringen für den Geldanleger kaum noch Zinsen, oft 0 Prozent pro Jahr. Zieht man dann noch die auf die Zinsen fälligen Steuern von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent ab, ist praktisch kein Kapitalzuwachs zu erzielen. Zumindest der Wechsel von Tagesgeld auf Festgeld wäre also für die meisten Sparer ein deutlicher Zinsgewinn. Allerdings sind auch Festgelder im Moment nicht zu empfehlen, denn die Zinsen sind zu niedrig. (Festgeldalternative: Geld Grün Parken).

Steigt immer weiter: Geldvermögen der Deutschen

Die Deutschen sind ein fleißiges und reiches Volk. Obwohl die Kapitalanlage der Deutschen zu vorsichtig und rendite-arm ist, wächst das Geldvermögen kontinuierlich weiter. Der langfristige Trend, ersichtlich an der nachfolgenden Grafik der Deutschen Bundesbank seit 1990, ist intakt. Von 1,75 Billionen Euro 1990 stieg das Geldvermögen der Deutschen auf mittlerweile mehr als 5,2 Billionen Euro 2015.

Der Anstieg ist kontinuierlich und gleichmäßig. Erkennbar als kurze Unterbrechungen des Wachstumspfads sind das Platzen der sogenannten Dotcom-Blase zu Beginn des Jahrtausends und die weltweite Finanzkrise in 2008.

Geldvermögen der Deutschen steigt langsam und kontinuierlich (Grafik: Deutsche Bundesbank)

Deutsche verschenken riesige Mengen Geld auf Tagesgeldkonten und bei Festgeld

Die Deutschen legen besonders viel Wert auf den Erhalt ihrer Ersparnisse. Allerdings kümmern Sie sich wenig darum und treffen aus Unkenntnis oder Faulheit falsche Anlageentscheidungen. Milliarden Euro gehen den deutschen Sparen dadurch Jahr für Jahr durch die Lappen.   Geht man aktuell von 0,2 Prozent Guthabenzins auf einem Tagesgeldkonto im Gegensatz zu den 4,1 Prozent Rendite, die zum Beispiel in einem Rentendepot in den letzten 5 Jahren nach Kosten erzielt werden konnten, bedeutet das eine Zinsdifferenz von 3,9 Prozent pro Jahr. Bei der Anlagesumme von ca. 615 Milliarden Euro (kurzfristig) entspricht das einem Verlust der deutschen Sparer von: 23,98 Milliarden Euro jährlich.

Besser informierte Anleger schichten um

Wer diese Zahlen einmal beleuchtet und sich intensive Gedanken darüber macht, wird Tagesgeld und Festgeld meiden. Denn neben der niedrigen Verzinsung ist die Sicherheit  bei Bankeinlagen ein meist unterschätztes Risiko.

 

Noch jede Papiergeld-Währung ist wieder von der Bildfläche verschwunden, meist auf dem Wege der Inflation und damit der Geldvernichtung für den Sparer. Beispiele sind in Deutschland die Hyperinflation von 1923 oder die Entwertung der Reichsmark bis 1948. Auch Euro-Anleger haben bereits  zwei mal massiv Geld verloren: dem Schuldenschnitt Griechenlands 2012 folgte 2013 die Halbierung der Bankeinlagen, oberhalb von 100.000 Euro in Zypern.

 

Wer auf die staatliche 100.000 Euro Garantie setzt könnte ebenfalls schwer enttäuscht werden. Die entsprechenden Garantiezusagen von Bundeskanzlerin Merkel wurden nie schriftlich fixiert und sind nicht einklagbar. Die europaweit geltenden Garantien werden nicht durch die Staaten gewährt, sondern durch private Sicherungssysteme der Banken. Diese verkraften meist nur den Ausfall eines Bank-Instituts. Systemweite Krisen oder der Zusammenbruch mehrerer Banken überfordert sie praktisch immer. Dann würde möglicherweise der Staat einspringen (auf freiwilliger Basis). Dass in diesem Fall noch die 100.000 Euro Marke gelten würde, ist äußerst unwahrscheinlich. Der grüne Spitzenpolitiker Jürgen Tritin hat da eher eine schutzwürdige Größenordnung von 25.000 Euro als Schwelle abgeschätzt.   Es gilt deshalb, dass gut informierte Anleger umschichten. Weg von Festgeld, weg von Tagesgeld, hin zu schwankungsarmen Depotlösungen.

Wie legt man 10.000 Euro, 50.000 Euro oder 100.000 Euro sicher und rentierlich an?

Aufgrund der mit der Kapitalanlage verbundenen Kosten und des Informations-Aufwands sind hochwertige Geldanlagen erst ab bestimmten Schwellwerten sinnvoll machbar. Einzig wer in Holzprojekte investiert, kann bereits ab 5.000 Euro sinnvoll anlegen. Ansonsten gelten 10.000 Euro als Einstiegsgröße für eine gut diversifizierte, mit guter Sicherheit versehene Geldanlage.   Dort sind breit angelegte Investmentfonds eine gute Lösung für die meisten Anleger. Wer kurzfristig anlegen möchte und keine Schwankungen verträgt, ist mit Rentendepots gut bedient. Mittelfristig orientierte Anleger, die rund 5 Jahre Zeit mitbringen, werden bei ausgewogenen Depots fündig. Wer hingegen langfristig ab 7 Jahren anlegt und zwischenzeitliche Kurseinbrüche gut verkraftet, wird mit Aktiendepots glücklich werden.

 

 

Sichere und rentierliche Geldanlage 2017

Die Aussichten für Geldanlagen für das 2. Halbjahr 2017

Das erste Halbjahr 2017 war für die Kapitalmärkte eher gut. Die Wahlen in Europa haben rechte Tendenz eingedämmt und auch US-Präsident Trump kann besser eingeschätzt werden. Trump bleibt jederzeit ein Risikofaktor, doch Beispiele wie das Umschwenken auf die Linie seiner Berater bei der Afghanistan-Frage oder die Trennung von rechtspopulistischen Einflüssterern wie Bannon geben Hoffnung. Auch die im Wahlkampf so wichtige Mauer nach Mexiko ist weiterhin nicht begonnen.

 

Für Anleger war das 1. Halbjahr oftmals enttäuschend, das der Euro zur Mitte des Jahres rund 13 Prozent hinzugewonnen hat. Wer in Dollar notierte Aktien, Rohstoffe oder Anleihen im Depot hatte, konnte also nur von Währungs-Verlusten, nicht von Währungs-Gewinnen sprechen. Doch das wird sich mittelfristig wieder ausgleichen.

 

Wenn die schwachen Sommermonate und der September vorüber sind, sollten die Aktienmärkte bis Ende des Jahres noch leicht zulegen. Auch Gold und Rohstoffe legen leicht zu. Eine Straffung der Geldpolitik könnte in kleinen Mengen sowohl in den USA (Zinserhöhung) also auch im Euro-Raum (Rückfahren des Anleihe-Kaufprogramms) noch anstehen und die Märkte belasten.

 

Literatur und Bücher zu Geldanlagen

Van K. Tharp, D.R. Barton, S. Sjuggerud, u.a.: Sichere Wege zur finanziellen Freiheit

Max Deml: Grünes Geld: Das Handbuch für ethisch-ökologische Geldanlagen

Stefanie Kühn: Geldanlage für Fleißige, 2. aktualisierte Auflage

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Die 5 größten Fehler beim Geldanlegen

Donnerstag, 25. April 2013

Wir haben jeden Tag mit Anlagekonzepten und Anlagestrategien zu tun – und leider, bei den meisten Menschen ist die Geldanlage lustlos gestaltet und falsch strukturiert. Viele haben frustriert aufgegeben und legen das Geld einfach auf ein Konto bei der Bank – im Schnitt rund 17.000 Euro pro Person (Angabe von n-tv). Bei Inflationsraten oberhalb der Zinsen bedeutet das eine Geldvernichtung – Tag für Tag, Monat für Monat und Jahr für Jahr. Dabei ist es so einfach – wer ein paar typische Fehler vermeidet, schafft auch in den heutigen Zeiten Renditen oberhalb der 5-Prozent-Marke.

 

 

 

 

 

 

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Die Geldanlage gleicht für manchen einer Schlangengrube. Dabei braucht man nur unsere 5 Tipps zu beachten.
(Foto: Arno Nym  / pixelio.de)

 

 

 

Hier unsere Liste der 5 größten Fehler beim Geld anlegen. Vermeiden Sie sie und Sie werden von den Ergebnissen überrascht sein.

 

1.) Alles auf eine Karte setzen

 

Der größte Fehler bei der Geldanlage wird immer noch von vielen, vielen Menschen betrieben. Sie finden eine Form der Geldanlage interessant, und investieren dort einen viel zu großen Teil Ihres Vermögens. Das kann die Immobilie sein (z.B. die vermietete Eigentumswohnung), das kann das Sparbuch sein, die Lebensversicherung oder auch das einseitige Aktien-Investment.

 

Wenn es dann zu Problemen kommt – und die gibt es immer wieder – ist ein großer Teil des Vermögens gefährdet. Das gilt im übrigen auch für jede andere Anlageform, auch für das von vielen für sicher gehaltene Bankguthaben. Wer sein Geld auf dem Konto lässt, hat es in den vergangenen 100 Jahren in Deutschland bereits 2x verloren (1922 und 1947). Wer glaubt, das wäre früher gewesen und könnte heute nicht mehr passieren, liegt ebenfalls daneben: unser Einlagensicherungsfonds zum Beispiel verkraftet nach Ansicht vieler Experten nur den Ausfall von nur 1 größeren Bank. In den USA waren das zum Beispiel im Jahre 2008 Lehman Brothers oder Bear Sterns – seit 2008 gab es dort schon 469 Banken (die komplette Liste finden Sie bei start-trading.de/blog).

 

Und Bankanleger in Zypern mussten im März 2013 ebenfalls über einen großen Teil Ihres Bankguthabens fürchten. Erwischt hat es dann zwar nur die Menschen mit mehr als 100.000€ Bankguthaben, aber der Fall zeigt dass die Politik keine Hemmungen hat Sparer zu belangen.

 

Also: egal für wie interessant Sie eine einzelne Geldanlage halten, streuen Sie! Denn auch in der Geldanlage gilt: wer streut rutscht nicht aus.

 

2.) Nur auf die Farbe des Autos achten, aber den Motor vergessen

 

Wer im Schaufenster eines Autohauses ein wunderschönes, blaues Auto sieht, daraufhin in den Laden geht und gleich den Kaufvertrag abschließt, braucht sich nicht wundern, wenn das Auto zu viel Benzin verbraucht, zu langsam fährt und außerdem zu viel Versicherung kostet.

 

Man muss einfach auf die wirklich wichtigen Eigenschaften achten, bevor man sich für etwas entscheidet.

Wirklich wichtig sind die Renditen nach Steuern & Kosten sowie die Sicherheit.

 

Lassen Sie sich nicht von den vielen, vielen Details abschrecken, die Ihnen heute zur Verfügung stehen. Die Kostenquote, die Gebühren, die Wertentwicklung in einem bestimmten Zeitraum, etc. sind für Sie uninteressant. Wichtig ist, was wirklich in dem Produkt steckt und wie es sich entwickelt. Achten Sie auf die Renditen nach Kosten – dann ist die Höhe der Kosten für Sie egal. Natürlich kostet ein guter Schuh mehr Geld als ein Schuh-Schnäppchen von Aldi. Aber dafür hält der Schuh auch länger und ist letztlich der bessere Kauf.

 

Auch das Einzelargument “spart steuern” sollte Sie ebenfalls nicht blenden. Die tollste Steuerersparnis nutzt Ihnen nichts, wenn keine Gewinne erzielt werden.

 

Also: Beachten Sie bei der Geldanlage vor allem die Rendite nach Steuern & Kosten und die Sicherheit. Alle weiteren Details sind für Buchhalten und Zahlenliebhaber.

 

3.) Gehirn ausschalten

 

Eine Geldanlage ist immer einen Entscheidung mit Herz und Verstand. Gerade wir von Grünes Geld wissen, wie wichtig die Beachtung von den Dingen außerhalb der puren Zahlen sind – Geldanlage bei uns schützt schließlich die Natur und den Menschen. Ausschließlich Logik und kühles Kalkül führen zu passivem, ängstlichem Investment ohne Leidenschaft und ohne Erfolg.

 

Allerdings ist es so, dass sich viele Anleger immer wieder zu sehr von wenigen, emotionalen Punkten beeinflussen lassen. Viele packt die Gier und sie wollen einfach nur zu gerne dem Scharlatan glauben, der 15% Prozent jährlich ohne Risiko verspricht. Selbst wenn man sich von solchen Angeboten locken lässt – zumindest sollte man die Streuung beachten, dann kann nicht viel passieren.

 

Also: Jede noch so gute Geldanlage mit Herz und Verstand prüfen. Was unplausibel klingt, ist es in den meisten Fällen auch. Aber prüfen Sie objektiv, es gibt keine Obergrenze für seriöse Zinssätze!

 

4.) Beim ersten Hinfallen das Fahrradfahren aufgeben

 

Erinnern Sie sich noch daran, wie Sie Fahrradfahren gelernt haben? Man ist als Kind von der Idee begeistert, Fahrrad fahren zu können. Das geht so schnell und man muss nicht mehr laufen. Also steigt man auf und will los fahren. Aber bereits nach 30 Zentimetern ist Schluss, man fällt und muss absteigen. Und die nächsten Wochen zeigen, dass man noch viel öfter scheitert, bevor man letztlich das Fahrradfahren kann. Und man liebt es und fährt und fährt und fährt. Alles Hinfallen, alles Probieren und Scheitern ist vergessen.

 

Die meisten Menschen können Fahrradfahren. Sie haben es gelernt – und es hat sich gelohnt.

 

Leider ist das bei der Geldanlage oftmals anders. Statt die Geldanlage zu lernen, das nötige Lehrgeld zu bezahlen und abzuhaken, lassen es viele nach den ersten Misserfolgen wieder sein. “Zu kompliziert” oder “Das ist nichts für mich” sind übliche Ausreden.

 

Viele Menschen in Deutschland sind zum Beispiel mit Telekom-Aktien baden gegangen oder haben am “Neuen Markt” Geld verloren. In aller Regel, weil sie wichtige Börsenregeln nicht kannten oder nicht einhalten wollten.

 

Und für viele ist deshalb das Thema Anleihen und Aktien ein Buch mit Sieben Siegeln geblieben – sie gaben auf, sie haben das Fahrrad zur Seite gestellt statt es nutzen zu lernen.

 

Dabei werden weltweit über die Hälfte allen Vermögens in Anleihen und Aktien investiert und es stellt das mit Abstand größte und wichtigste Anlage-Segment dar.

 

Also: Beweisen Sie bei der Geldanlage Durchhaltevermögen. Lernen Sie dazu. Lernen Sie von Fehlern. Es lohnt sich – wie beim Fahrradfahren auch.

 

5.) Stammtisch Gerede (und Zeitungen) ernst nehmen

 

Ich glaube bei Kostolany gelesen zu haben, dass es viele Menschen gibt, die unheimlich schlau reden, und unheimlich dumm handeln. Besonders beim Geld anlegen gilt, dass man wirklich aufpassen muss, wer etwas sagt und wie viel Erfolg er in diesem Thema schon hatte.

 

Es ist einfach etwas anderes, wenn der verarmte Stammtisch-Bruder über Geld redet als wenn ein erfahrener Kapitalanleger über Geld redet. Leider macht der Mensch üblicherweise genau diese Unterscheidung nicht – er hört jedem ungefiltert zu und hält alle Meinungen für gleich wichtig.

 

Das gleiche gilt für die Medien. Medien sind nicht im geringsten daran interessiert, die Menschen zu informieren. Die modernen Medien sind daran interessiert, möglichst viele Exemplare zu verkaufen oder möglichst große Reichweiten zu haben. Damit verdienen sie ihr Geld – über Verkaufspreise und über Werbung.

 

Entsprechend müssen Medien unterhaltsam sein. Denn nicht wegen der guten Information wird gekauft, sondern wegen der Unterhaltung (siehe die große Deutsche Zeitung mit den 4 Buchstaben). Und in Folge ist klar, weshalb Medien auf den Titelseiten zum Beispiel immer über einen großen Börsen-Crash berichten, aber nie darüber, wenn die Märkte über Jahre hinweg in kleinen Schritten steigen: das ist einfach keine große Meldung. Leicht entsteht dann das Bild, dass die Börsen immer nur Geld vernichten würden.

 

Also: Vergessen Sie alles was Sie am Stammtisch oder auf den Titelseiten der Medien lesen. Die Wahrheit über Geldanlagen erfahren Sie dort garantiert nicht.

 

 

Natürlich gibt es noch viel mehr zur Geldanlagen zu sagen: aber wer diese 5 Grundregeln einhält, wird guten Zeiten mit seinem Geld entgegen gehen. Und wenn Sie dann noch ethisch-ökologische Kriterien berücksichtigen und nur dort investieren, wo Mensch & Natur etwas von Ihrem Geld haben, macht Sie Ihr Geld bestimmt glücklich.

 

Ein ganz bequemes Investment, das die oben genannten Punkte alle erfüllt, sind zum Beispiel unsere Musterdepots für Vermögensaufbau. Klicken Sie doch mal rein!.

 

Portraitfoto Gerd Junker

Verfasser des Beitrages

 

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: “Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.” Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.