Mit ‘Kapitallebensversicherung’ getaggte Artikel

Lebensversicherung kündigen? – 5 Alternativen!

Freitag, 25. August 2017

Zusammenfassung: Durch hohe Stornokosten ist die Kündigung einer laufenden Lebensversicherungspolice kaum rentabel. Alternativen zu diesem letzten Schritt können unter anderem Verkauf, Beitragsfreistellung oder Beleihung sein. Die beste Lösung generell bleibt jedoch, sich bereits vor Vertragsabschuss – und gegebenenfalls vor einer Kündigung – umfassend beraten zu lassen, um teure Fehler zu vermeiden.

 

 

Finanzielle Sorgen sind belastend.

Knapp bei Kasse? – Eine unangenehme Situation, in der niemand gerne ständig stecken möchte. Also gilt es zu überlegen, wie mehr Geld in die Kasse kommen oder weniger ausgegeben werden könnte. Eine Lösung: Regelmäßige Ausgaben auf den Prüfstand stellen und neu entscheiden, welches Abonnement, welche Mitgliedschaft oder auch welche Versicherung vielleicht nicht mehr in die aktuelle Lebenssituation passt.

 

Doch während beispielsweise die Kündigung eines Zeitschriftenabonnements lediglich die Einstellung der regelmäßigen Lieferung zur Folge hat und sicher nur Vereine und Mitgliedschaften aufgekündigt werden, die ohnehin kaum oder selten genutzt werden, sieht das mit der Kündigung einer Versicherung schon ganz anders aus. Konsequenz Nummer eins: der Versicherungsschutz erlischt.

 

Bei einer Risikolebensversicherung bedeutet das, dass die Hinterbliebenen im Ernstfall finanziell nicht abgesichert sind. Bei einer Kapitallebensversicherung oder einer fondsgebundenen Lebensversicherung kommen zusätzlich als zweite Konsequenz hohe Stornokosten hinzu. Keine Angst – diese Kosten bilden keine zusätzliche Belastung – sie werden stattdessen vom aktuellen Rückkaufswert der Versicherung abgezogen. In der Praxis bedeutet das: Wer eine Lebensversicherung aufkündigt, verschenkt Geld, denn die Versicherungspolice verliert durch die vorzeitige Beendigung des Vertrags erheblich an Wert. Nach Abzug der Stornokosten bleibt da nicht viel übrig.

 

 

Vielfältige Gründe für und gegen eine Lebensversicherung

Lebensversicherungen gehören in Deutschland nach wie vor zu den beliebtesten Policen. Schließlich zählt Sicherheit bei vielen Sparern weiterhin zu den wichtigsten Ansprüchen und entscheidendsten Faktoren für eine Lebensversicherung, die auch zur privaten Altersvorsorge dient.

 

Wenn der Milchschaum abgeschöpft ist, bleibt nicht viel …

Aktuell laufen rund 94 Millionen Verträge. Die Kehrseite dieser Popularität: Oft werden noch immer Verträge abgeschlossen, die mittel- oder langfristig nicht zur persönlichen und finanziellen Situation des Versicherungsnehmers passen. Fehlentscheidungen mit teuren Folgen. Fast jede zweite Versicherungspolice wird vor Ablauf der vereinbarten Laufzeit gekündigt. Das bedeutet, dass das eigentliche Ziel – der Aufbau einer soliden finanziellen Vorsorge für das Alter – nicht erreicht wurde.

 

Die Gründe für diesen Schritt sind vielfältig. Teilweise macht sich während der Laufzeit eine Frustration über die geringe Rendite der Versicherungspolice breit, denn in den vergangenen Jahren sind die Überschussbeteiligungen bei vielen Versicherungsgesellschaften gesunken. Während ehemals Versicherte mit Erträgen von teilweise über sechs Prozent rechnen konnten, ist aktuell Bescheidenheit angesagt. Das anhaltende Niedrigzinsniveau macht auch vor den Lebensversicherern nicht Halt. Kunden können derzeit nur noch mit einer Rendite zwischen drei und vier Prozent rechnen. Ein Ende des Trends ist nicht abzusehen.

 

Auch der weiter abgesenkte Garantiezins hat sich zu einem Argument gegen die Lebensversicherungspolice entwickelt. Denn die hohe Beliebtheit der kapitalbindenden Lebensversicherungen basierte zu einem großen Teil auf der gebotenen Sicherheit und auf der garantierten Verzinsung, die bis zur Jahrtausendwende bei satten vier Prozent lag. Die rasante Talfahrt des Garantiezinses hat allerdings dazu geführt, dass mit aktuell 0,9 Prozent eigentlich nicht mal mehr die Inflation ausgeglichen werden kann. Zwar sind bei laufenden Verträgen die jeweils im Abschlussjahr gültigen Zinsen auch weiterhin garantiert. Die ehemals beliebte klassische Lebensversicherung zur Altersvorsorge entwickelt sich allerdings immer mehr zum Auslaufmodell.

 

 

Kündigung ist keine Seltenheit – aber nicht alternativlos

Wer frühzeitig kündigt, verschenkt Geld.

Die unzähligen Gründe, die zur Kündigung der Lebensversicherung führen, bewegen sich also auf dem weiten Feld zwischen persönlichen Lebensumständen und strukturellen Entwicklungen.

 

Kündigung bedeutet in diesem Fall, dass die vereinbarte Mindestlaufzeit der Police vorzeitig beendet wird. Denn im Allgemeinen kann nach Ablauf der Mindestlaufzeit der Vertrag vier Wochen zum Ende des Versicherungsjahres gekündigt werden. Das bedeutet, dass die Vertragslaufzeit reduziert wird. Reduziert werden kann auch die Versicherungssumme der Police. Dadurch sinken die monatlichen Beiträge. Nachteil dieser Variante: Im Todesfall verringert sich auch die Auszahlung an die Hinterbliebenen. Wer dieses Risiko nicht eingehen möchte, kann auch den Vertrag in Richtung einer Risikolebensversicherung ändern. Damit reduzieren sich allerdings auch die Ablaufleistungen zur Altersvorsorge.

 

Die Versicherung vorzeitig zu beenden ist meist keine gute Lösung. Aber es gibt Alternativen, die vielen Versicherten unbekannt sind und den Geldbeutel schonen.

 

 

Alternative 1: Verkaufen

Abgesehen von der klassischen Risikolebensversicherung, die immer noch das eigene Leben versichert und die jeweils im Vertrag begünstigten Hinterbliebenen absichert, verfolgen Lebensversicherungen heute vor allem den Zweck, eine finanzielle Vorsorge für das Leben in den kommenden Jahren zu treffen.

 

Entsprechend investieren Versicherungsgesellschaften die Prämien, um später eine entsprechende Rendite gewährleisten zu können. Das bedeutet, dass die Lebensversicherungspolice einen Wert an sich besitzt. Allerdings ist dieser Wert erst nach Ablauf der Laufzeit auch wirklich attraktiv.

 

Auch wenn der Versicherte nicht warten kann und lieber jetzt als gleich das Geld benötigt, andere haben einen längeren Atem und können abwarten: spezielle Ankaufunternehmen und andere Investoren.

 

Verkauf bringt Geld in die Kasse.

Daher bietet es sich an, die Versicherungspolice an diese Interessenten zu verkaufen. Das Ankaufunternehmen führt dann den Vertrag bis zur Fälligkeit weiter. Das bedeutet, dass die fälligen Beiträge gezahlt werden und für den Verkäufer weiterhin ein Versicherungsschutz besteht. Wird dann die Versicherung nach Ablauf der Laufzeit fällig, erhält das Ankaufunternehmen sämtliche Auszahlungen und Beteiligungen.

 

Die Vorteile für den Verkäufer liegen auf der Hand. Da bei einem Verkauf die hohen Stornokosten der Versicherung entfallen, hält sich der Verlust in Grenzen. Im Allgemeinen erhält der Verkaufswillige dann einen Preis, der etwa ein bis fünf Prozent über dem aktuellen Rückkaufswert der Police liegt und kann sofort über den Betrag verfügen.

 

Auch Ankaufangebote sorgfältig prüfen

Die renommierte Stiftung Warentest warnt jedoch davor, allzu blauäugig den Verkauf anzugehen und die Angebote zum Ankauf der Lebensversicherungspolice sorgfältig zu prüfen. Denn Vergleich lohnt sich auch hier.

 

Außerdem sollte der Versicherungsnehmer auch darauf achten, ob Steuern beim Verkauf der Police anfallen. Entscheidend dafür ist das Jahr des Vertragsabschlusses. Wer eine Police mit einer Mindestlaufzeit von zwölf Jahren vor dem Jahr 2005 abgeschlossen hat und diesen Vertrag mindestens fünf Jahre bedient hat, zahlt beim Verkauf keine Steuern. Wurden weniger als fünf Jahre Beiträge bezahlt, muss die Differenz zwischen dem Verkaufspreis und den eingezahlten Beiträgen versteuert werden.

 

Für Verträge die ab 2005 abgeschlossen wurden, wird die Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent fällig. Außerdem muss der Solidarzuschlag gezahlt werden. Versteuert wird auch hier der Gewinn, also der Betrag, der nach Abzug der Beiträge vom Kaufpreis übrig bleibt.

 

 

Alternative 2: Policedarlehen

Wer kurzfristig Geld benötigt, sich aber nicht von der Versicherungspolice trennen will, kann den Wert der Lebensversicherung nutzen und den Vertrag beleihen. Auf diese Weise kann eine vorzeitige Auflösung des Vertrags, die in der Regel mit hohen finanziellen Verlusten verbunden ist, elegant umgangen werden.

 

Versicherungspolicen können eine sichere Bank sein.

Dabei haben sich verschiedene Finanzdienstleister auf dieses lukrative Feld spezialisiert. Schließlich stellt die Kapitallebensversicherung eine sehr solide Sicherheit für die Kreditgeber dar. Entsprechend liegen die Zinsen für diese Policedarlehen im Allgemeinen unter den Angeboten der Banken und werden mit meist flexiblen Rückzahlungsmodalitäten angeboten. Besonders interessant ist dabei, dass die ansonsten obligatorische Schufa-Anfrage und – Eintrag entfällt.

 

Ein weiterer Vorteil des Policedarlehens ist, dass der vertragliche Versicherungsschutz weiterhin ununterbrochen bestehen bleibt und sich nichts an den geplanten Ablaufleistungen ändert. Damit ist die Beleihung der Lebensversicherung eine interessante Alternative für alle, die zwar dringend Geld benötigen, jedoch weiter an ihrer privaten Altersvorsorge weiter arbeiten wollen.

 

 

Alternative 3: Beitragsfreistellung

Wenn die regelmäßigen Beiträge zur Lebensversicherung eine Belastung darstellen jedoch der Verkauf oder die Beleihung der Police nicht drängt, ist die Beitragsfreistellung des Vertrags eine solide und simple Lösung. Der Versicherte stellt dafür einen Antrag auf Beitragsfreistellung bei der Versicherungsgesellschaft und muss dann keine Versicherungsbeiträge mehr leisten. Gleichzeitig werden jedoch die bereits eingezahlten Sparanteile weiter verzinst. Nach Vertragsablauf fallen die Auszahlungen dann zwar entsprechend geringer aus als bei einer regelmäßig bedienten Police, die Verluste sind jedoch überschaubarer als bei einem Verkauf des Vertrags. Ein weiterer Vorteil dieser Alternative: Wenn sich die persönliche finanzielle Situation verbessert, kann der Vertrag wieder aufgenommen werden.

 

Nachteilig kann es sein, wenn an der Lebensversicherung weitere Zusatzversicherungen hängen, wie beispielsweise eine Berufsunfähigkeitsversicherung, denn der Versicherungsschutz entfällt während der Beitragsfreistellung.

 

 

Alternative 4: Stundung der Beiträge

Freiberufler und Selbstständige können ein Lied davon singen, um die Zahlungsmoral steht es nicht immer zum Besten. Wer also theoretisch die Beiträge seiner Versicherung bezahlen kann, praktisch aber noch nicht über das Geld verfügt, kann die Beiträge bei der Versicherung auch vorübergehende stunden lassen. Die versäumten Beiträge müssen dann komplett nachgezahlt werden. Diese Variante bietet den Vorteil, dass sich die Versicherungssumme nicht verändert, die Sparanteile voll verzinst werden und der kurzzeitige finanzielle Engpass überbrückt werden kann.

Alternative 5: Beiträge aus Überschüssen bezahlen

Wer bereits eine ganze Weile die Lebensversicherung bedient hat, kann als Alternative zur Kündigung auch die laufenden Beiträge aus dem bereits angesparten Vertragskapital begleichen. Der Versicherte leiht sich quasi das Geld für die Beiträge von sich selbst. Die Nachteile sind gering, die Ablaufleistungen der Police verringern sich entsprechend.

 

 

Beratung – vor Vertragsabschluss und vor einer Kündigung

Beratung wirkt besser als Sorgenfresser.

Es gibt einen Weg, einen unpassenden Vertrag von Anfang an zu vermeiden und – wenn das Kind dann doch in den Brunnen gefallen ist – eine verlustreiche Kündigung der Police zu umgehen. Dieser Weg ist die vertrauensvolle Beratung mit einem unabhängigen Finanzdienstleister.

 

Wir von Grünes Geld, ermitteln gemeinsam mit unseren Kunden nicht nur die aktuelle finanzielle und persönliche Situation, sondern arbeiten auch heraus, welche Werte Ihnen wichtig sind und welche Finanzprodukte zu Ihnen passen. Dann wer eine kurzfristige Geldanlage sucht, wird kaum mit einer kapitalbindenden Lebensversicherung glücklich werden, gleichgültig, wie attraktiv die Erträge einmal sein werden.

 

Neben der vertrauensvollen Zusammenarbeit verbindet uns jedoch noch ein weiterer wichtiger Punkt mit unseren Klienten: Seit mehr als zehn Jahren stellen wir mit unserem Unternehmen unter Beweis, dass nachhaltige Geldanlagen gute Erträge erzielen.

 

Durch Geldanlagen in ökologisch und soziale sinnvolle Projekte machen wir Stück für Stück die Welt etwas besser und erwirtschaften dennoch gute Erträge für unsere Kunden. Mit mehr als 300 interessanten Anlageprodukten, finden wir für jeden Anlegertyp die passende Lösung – vom unkomplizierten monatlichen Sparen bis hin zur grünen Lebensversicherung.

 

 

 

 

Carmen Junker Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“. Mehr zu ihr und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

 

Lebensversicherung: absichern, sparen, nachhaltig denken

Dienstag, 18. Juli 2017
Zusammenfassung: Lebensversicherungen bieten weit mehr als nur die finanzielle Absicherung der Hinterbliebenen. Die Policen können auch einen sinnvollen Beitrag zur privaten Altersversorgung leisten. Dabei hat die Kapitallebensversicherung durch anhaltende Niedrigzinsen an Attraktivität verloren. Interessanter sind fondsgebundene Lebensversicherungen. Auch hier sollten Versicherungsnehmer auf Nachhaltigkeit achten und sich von Experten beraten lassen.

 

Aufwändig aber lohnend – die richtigen Verträge abschließen!

Die Idee der Lebensversicherung ist uralt. Bereits in der Antike gab es erste Vereinigungen, die nach dem Tode die Kosten für das Begräbnis übernahmen und die Verwandten unterstützten. Spätere Modelle der Lebensversicherung verliefen mehr als Wette. So wurden in England, dem Mutterland der Wettbüros, Wetten auf das Leben angenommen. Entsprechend der Einsätze fiel die Versicherungssumme für die Hinterbliebenen höher oder niedriger aus.

 

Die ersten modernen Lebensversicherungen kamen dann Ende des 17. Jahrhunderts auf und basierten nicht mehr auf reine Spekulation, sondern auf mathematische Wahrscheinlichkeiten. Entsprechend wurden die Beiträge zur Versicherung aufgrund des Alters des Versicherten ermittelt. Die erste Lebensversicherung in Deutschland wurde Anfang des 19. Jahrhunderts von der Gothaer Lebensversicherungsbank eingeführt. Neu war zu diesem Zeitpunkt, dass es sich hier um gemischte Versicherungen handelte, die nicht nur beim Tod des Versicherten fällig wurden. Erstmals konnte sich auch der Versicherte beim Erreichen einer bestimmten Altersgrenze über Geld freuen.

 

 

Lebensversicherung – ein Begriff, viele Produkte

„Ich brauche keine Lebensversicherung. Ich möchte, dass alle richtig traurig sind, wenn ich einmal sterbe.“ – Dieser klassische Witz aus der Versicherungsbranche trifft den Kern der Lebensversicherungen nur noch zum Teil.

 

Wer sich heute für eine Lebensversicherung interessiert, hat ganz unterschiedliche Ziele im Sinn. Natürlich ist auch weiterhin die Risikolebensversicherung als Absicherung der Hinterbliebenen von Bedeutung. Doch die Absicherung der Familie macht nur noch einen geringeren Anteil der abgeschlossenen Policen aus.

 

Lebensversicherungen haben sich auch zu einem Baustein der Altersversorgung entwickelt. In diesem Bereich gibt es vielfältige Angebote. Besonders interessant sind dabei fondsgebundene Produkte, die sowohl den Todesfall absichern als auch mit einem Sparplan arbeiten.

 

Und ein Alleinstellungsmerkmal bieten: wer sich statt einer einmaligen Auszahlung für eine monatliche ausgezahlte Rente entscheidet, bekommt bis an sein Lebensende die Rente ausgezahlt – auch wenn sein Kapital längst aufgebraucht wäre.

 

 

Lebensversicherung im Überblick

Vor dem Abschluss einer Versicherung sollte der Versicherungsnehmer genau wissen, was er will. Denn gerade im Bereich der Lebensversicherungen sind die althergebrachten Weisheiten längst nicht mehr gültig. Die Finanzwelt hat sich verändert. In den aktuellen Zeiten von Niedrig- und Null-Zins sind die einstmals beliebten Kapitallebensversicherungen bei weitem nicht mehr lukrativ und teilen damit das Schicksal des klassischen Sparbuchs.

 

 

Risikolebensversicherung – Absicherung der Familie

Gegen finanzielle Notlage der Hinterbliebenen versichern.

Bis weit in die siebziger und achtziger Jahre war das Familienmodell mit einem Alleinverdiener in der Familie Gang und Gäbe. Fiel durch den Tod des Hauptverdieners das Familieneinkommen weg, standen die Hinterbliebenen oft vor einer ungewissen finanziellen Zukunft. Auch wenn sich das Familienbild grundlegend verändert hat, sind – gerade in den Lebensphasen mit kleinen Kindern im Haushalt – die Familieneinkünfte vielfach ungleich zwischen den Partnern aufgeteilt. Entfällt ein Einkommen wird es rasch eng.

 

Um dieses Risiko abzusichern, ist eine Risikolebensversicherung sinnvoll. Die Höhe der Versicherung sollten Familien anhand ihrer Einkommens- und Vermögensverhältnisse festlegen, um den Hinterbliebenen ein finanziell abgesichertes Leben zu ermöglichen.

 

Gerade in der Familienphase ist die Suche nach der Traumwohnung oder dem Traumhaus ein wichtiges Thema in Familien. Wenn das passende Objekt gefunden wurde, steht auch die Finanzierung des neuen Zuhauses an. Im Allgemeinen wird dazu ein Immobilienkredit aufgenommen. Um den Kredit auch nach dem Tod des Partners weiter bedienen zu können, ist eine Risikolebensversicherung sinnvoll und wird teilweise zur Absicherung des Kredits verlangt.

 

Die Risikoversicherung wird ausschließlich im Todesfall des Versicherungsnehmers ausgezahlt, bei einer Über-Kreuz-Versicherung, im Fall des Todes eines Partners. Bei dieser Variante sichern sich beide Partner mit nur einer Police gegenseitig ab. Da bei der Risikolebensversicherung kein Geld angespart wird, ist es sinnvoll, die Laufzeit mit dem abzuzahlenden Kredit abzustimmen. Bei Familien ist auch das Ausbildungsende der Kinder ein geeigneter Ausstiegszeitpunkt.

 

Wie hoch die Auszahlungssumme ausfallen soll, ist stark von den persönlichen Lebensumständen abhängig. Wichtig zu wissen ist jedoch, dass die Beiträge nicht nur von der Höhe der Auszahlungssumme abhängen, sondern ebenso vom Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers. Ähnlich wie bei der Berufsunfähigkeitsversicherung hängt der Beitrag neben dem Gesundheitszustand auch von weiteren Risiken ab, beispielsweise von besonders riskanten Hobbys.

 

 

2. Kapitallebensversicherung – der ausgediente Klassiker

Im Gegensatz zur Risikolebensversicherung, die ausschließlich im Todesfall ausgezahlt wird, ist die Kapitallebensversicherung in erster Linie auch ein langfristiger Sparvertrag. Diese gemischte Versicherung wird auch als klassische Lebensversicherung bezeichnet.

 

Die Laufzeit der Kapitallebensversicherung erstreckt sich über mehrere Jahrzehnte. Der Versicherte erhält am Ende der festgelegten Versicherungslaufzeit seine verzinsten Beiträge sowie eine Überschussbeteiligung ausgezahlt und kann mit der Summe nach Belieben verfahren. Der Schönheitsfehler an diesem an sich grundsoliden Produkt ist, dass die Sparanteile der Verträge, von den Anbietern mit dem sehr jeweils gültigen Garantiezins verzinst werden.

 

Und dieser staatlich festgelegte Garantiezins ist auf einem Rekordtief angelangt. Das ist nicht nur für die Versicherten unbefriedigend, sondern auch für die Versicherungsgesellschaften. Entsprechend bieten viele Versicherer die klassische Lebensversicherung nicht mehr an. Neue Verträge lohnen sich aktuell für keine der beiden Seiten.

 

Trotzdem darf man eines nicht vergessen: Eine Lebensversicherung läuft in der Regel über mehrere Jahrzehnte. Auch wenn die aktuellen Niedrigzinsen wenig einbringen, sollten sich die Zeiten auch wieder ändern. Dann werden auch Lebensversicherungen die aktuell abgeschlossen werden wieder höhere Renditen erzielen.

 

Aktuell laufende Verträge, die vor längere Zeit abgeschlossen wurden, sind meist nicht mehr so rentabel wie bei Vertragsabschluss gehofft, bringen aber noch höhere Erträge als Bankeinlagen. Daher ist eine Kündigung der Versicherung nicht lohnend (speziell bei vor 2004 abgeschlossenen Alt-Verträgen, die steuerfrei ausgezahlt werden). Wer kein Geld mehr in die einen laufenden Vertrag investieren will, sollte die bestehende Lebensversicherung beitragsfrei stellen lassen.

 

 

3. Klassische Rentenversicherung – keine Absicherung im Todesfall

Die Kapitallebensversicherung diente vormals häufig als Teil einer privaten Altersvorsorge. Dieses Ziel verfolgt auch die klassische Rentenversicherung. Sie entspricht während der Ansparphase im Prinzip der Kapitallebensversicherung. Der Unterschied liegt darin, dass der Todesfall nur gering versichert wird. In der Praxis erhalten die Angehörigen meist das aktuelle Vertragskapital ausgezahlt, wenn der Todesfall in der Ansparphase eintritt (statt einer hohen Versicherungssumme).

 

Ansonsten zahlt die klassische Rentenversicherung ab dem vereinbarten Zeitpunkt eine lebenslange regelmäßige Rente. Kunden, die sich für eine Police mit Kapitalwahlrecht entschieden haben, können auch den gesamten Betrag auf einmal ausgezahlt bekommen. Wie die Kapitallebensversicherung leidet auch die private Rentenversicherung unter dem niedrigen Zinsniveau.

 

 

 

4. Fondsgebundene Lebensversicherung – Sicherheit mit Sparplan

Die passende Lösung für jeden Typ finden.

Wer aktuell nach einer attraktiven und sicheren Möglichkeit der privaten Altersvorsorge sucht, ist gefordert, die klassischen Wege zu verlassen und zeitgemäße Möglichkeiten der finanziellen Absicherung in Betracht zu ziehen.

 

Interessant sind in diesem Zusammenhang fondsgebundene Produkte wie die fondsgebundene Lebensversicherung. Dabei wird die klassische Absicherung des Todesfalls mit einem Fondssparplan verbunden. Die Versicherungsbeiträge werden also in Fonds investiert, das verspricht eine bessere Rendite als bei Produkten mit niedrigem Garantiezins. Nach der Versicherungslaufzeit bekommt der Versicherungsnehmer den aktuellen Wert seiner Fondsanteile. Stirbt der Versicherungsnehmer während der Ansparphase, erhalten die Nachkommen einen garantierten Festbetrag. Zudem zahlen die Versicherer auch meist eine Überschussbeteiligung, wenn die Fondsanteile mehr wert sind.

 

Ein nachhaltiges Beispiel für eine fondsgebundene Lebensversicherung bietet die Stuttgarter Lebensversicherung mit ihren GrüneRente-Produkten. Das Unternehmen stellt sicher, dass die Sparbeiträge der Versicherungsnehmer in nachhaltige Anlagen, wie beispielsweise sozial genutzte Immobilien und Erneuerbare Energien investiert wird. Die Investments werden vom Institut für nachhaltiges, ethisches Finanzwesen  geprüft. Ein weiterer Pluspunkt der GrüneRente-Produkte: Durch ein differenziertes Angebot bietet die Versicherung eine nachhaltige und rentable Absicherung für die unterschiedlichen Anlegertypen.

 

 

Auch auf bei Versicherungen auf Nachhaltigkeit achten

Wenn klar ist, was und wie versichert werden soll, ist für viele Versicherungsnehmer das Thema vorerst erledigt. Schließlich erfordert die Auswahl der richtigen Versicherung in der jeweiligen Lebenssituation bereits viel Zeit und Mühe. Wie die Versicherungsgesellschaften die Versicherungsbeiträge anlegen, ist dann meist kein Thema mehr.

 

Ein Fehler, denn auch hier gilt die wirtschaftliche Grundweisheit: Geld regiert die Welt. Daher sollten sich die Versicherten durchaus dafür interessieren, wie und wo ihr Geld von den Versicherungsgesellschaften eingesetzt wird. Versicherungen, die mit den Beiträgen fossile Energien, wie beispielsweise Kohle- und Kernkraftwerke finanzieren, sind kaum nachhaltig.

 

 

Lebensversicherungen sollen kein Leben vernichten

Nachhaltig: Geldanlagen ohne Waffengeschäfte.

Vielen Versicherten nicht bekannt, dass mit Waffengeschäften, Munitionsfabriken und Streubombenproduktion viel Geld verdient wird – auch von Banken und Versicherungen. Ein wichtiger Punkt, denn viele Anleger, die sich noch nicht mit nachhaltigen Investments und Versicherungen beschäftigt haben, lehnen diese Art der Geschäfte aus ethischen Gründen ab und wollen ihr Geld nicht im Kreislauf von Krieg und Zerstörung sehen.

 

Das Thema steht bereits auf der Agenda von Verbraucherschützern. So befragte die renommierte Stiftung Warentest bereits 2011 mehr als 150 Banken, Finanzdienstleister und Versicherungen nach deren Anlagepraxis. Lediglich zwölf der befragten Unternehmen schlossen ausdrücklich aus, in Streubombenproduktion zu investieren.

 

Mittlerweile veröffentlichte auch das Projekt „Don’t bank on the bomb“ eine ausführliche Liste mit Unternehmen, die in Atomwaffen investieren. Ein besonders heißes Eisen, schließlich ist die weltweite Ächtung von Atomwaffen ein wichtiges Anliegen der Staatengemeinschaft.

 

 

Kompetente Ansprechpartner für Verbraucher

Viele Verbraucher wünschen sich nachhaltige Geldanlagen und Versicherungen. Im Gegensatz zu vielen Produkten des Alltags, helfen hier jedoch keine speziellen Qualitätssiegel bei der Auswahl.

 

Gute Beratung ist daher eine wichtige Voraussetzung für die Wahl der passenden Verträge. Wer dabei einen kompetenten und in nachhaltigen Anlagen erfahrenen Finanzpartner an seiner Seite weiß, kann sich darauf verlassen, dass seine Investments den hohen ethischen und ökologischen Ansprüchen genügen.

 

Grünes Geld verfügt über eine langjährige Expertise im Bereich nachhaltiger Geldanlagen und Versicherungen. Entsprechend achten die Berater darauf, dass keinerlei Investitionen in Rüstungsgeschäfte, Gentechnologie oder klimaschädigende Energien fließen. Darüber hinaus können auch die persönlichen Wertvorstellungen der Anleger zuverlässig berücksichtigt werden. So verfügt das Team auch über Erfahrung bei Geldanlagen gemäß christlicher Werte.

 

 

Wünsche und Bedürfnisse des Kunden kennen

Klar ist in jedem Fall, dass bei nachhaltigen Geldanlagen und Versicherungen soziale, ökologische und klimaschützende Projekte im Fokus der Investitionen stehen. Dazu zählen beispielsweise Anlagen aus dem Bereich der Mikrofinanz, des fairen Handels oder der Erneuerbaren Energien. Genauso interessant sind Investitionen mit einer positiven Gemeinwohl-Bilanz, denn diese Art der Bilanzierung gibt einen 360-Grad-Überblick über die Nachhaltigkeit der jeweiligen Produkte und der entsprechenden Unternehmenspolitik der Produzenten.

 

Um das richtige Finanzprodukt zu finden, ist es für die Berater von Grünes Geld wichtig, die Wünsche, Werte und Bedürfnisse der Kunden genau zu kennen. Daher hat das Unternehmen für den ersten Einstieg in die Beratung den Grünes Geld Test entwickelt. Diese erste Sondierung ermöglich es, Kunden dort abzuholen, wo sie gerade stehen und den zukünftigen Weg gemeinsam zu definieren.

 

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.