Mit ‘Klimawandel’ getaggte Artikel

Aufforstung der Wüste Gobi erfolgreich – Waldinvestment lohnt sich für alle

Donnerstag, 12. September 2019
Zusammenfassung: Mittels Aufforstung entsteht in der Wüste Gobi ein neues riesiges Habitat für Tiere und Pflanzen. Sandstürme in Peking wurden durch die grüne Mauer deutlich seltener.

 

Die Umstellung auf 100% Erneuerbare Energien ist eine große Herausforderung. Erneuerbare Energien sind Kernelement einer Nullemissionsstrategie und das Pflanzen von Bäumen und Wäldern der entscheidende Beitrag zur CO2 Senke. Insbesondere China ist führend in der Aufforstung und zeigt der Welt wie es geht. Die Aufforstung China’s macht 25 Prozent des weltweiten Nettozuwachses der Blattfläche aus, obwohl das Land nur 6,6 Prozent der weltweit bewachsenen Fläche besitzt. 

 

 

Heute entsteht eine Mauer aus Bäumen statt wie einst 6000 v. Chr. aus Steinen.

 

 

Über die globale Aufforstung als zweite wichtige Komponente des Klimaschutzes gibt es neben den Tragödien des brennenden Regenwaldes in Brasilien einige positive Nachrichten. Diese finden sich im Vergleich zur Brandrodung leider nicht in den Nachrichtensendungen. Das ist bedauerlich, denn diese positive Entwicklungen vermögen in den Menschen die Hoffnung wecken, dass wir den Klimawandel mit entschiedenem Willen und Tatkraft meistern können.

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Energy Watch Group: Fossile Energien Hauptauslöser aller Treibhausgasemissionen

Donnerstag, 05. September 2019

 

 

Die Treibhausgase (THG) wurden in einer neuen Untersuchung der Energy Watch Group (EWG) auf ihre Herkunft hin analysiert.

 

Ergebnis: 60 % der globalen THG-Emissionen stammen aus der Nutzung fossiler Rohstoffe, allen voran Erdöl, Erdgas und Kohle. 21 % werden durch die derzeitige Landwirtschaft verursacht. 19 % setzen sich aus Methanemissionen aus Abwässern und der Entsorgung von Abfällen (8%), weiteren Methanquellen (7 %) sowie Emissionen von Lach- und Frackinggasen  (je 2 %) zusammen.

 

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Setzen Sie die Klima-Emissionen Ihres kompletten Lebens auf Null

Mittwoch, 29. Mai 2019

 

Bei der Europawahl am 26. Mai 2019 war erstmals der Klimawandel wahlentscheidend. Die Grünen lösten die SPD als zweit Volkspartei ab, da ihnen die höchste Klimakompetenz zugetraut wird.

 

Hätten wir vor 30 Jahren ernsthaft mit Klimaschutz begonnen, wären die Einschnitte weniger dramatisch gewesen. Heute müssen wir handeln, schnell und effizient.

 

Doch was kann der Einzelene tun – ist es nicht die Aufgabe der Politik, den Klimawandel zu verhindern?

 

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Main-Echo Wirtschaftstipp 27/2018: Die leise energie- und klimapolitische Revolution

Montag, 22. Oktober 2018

 

WIRTSCHAFTSTIPP

 

Carmen Junker

 

Geschäftsführer Grünes Geld

 

 

 

 

An den Tankstellen macht sich die Entwicklung deutlich bemerkbar:  Der Ölpreis ist – nach Jahren des Rückgangs – spürbar angestiegen. Von unter 30 $ auf rund 80 $ pro Barrel. Allein in den letzten zwölf Monaten kam es zu einem Anstieg von 40 %. Der starke Ölpreis hat auch das Interesse gesteigert, in alternative Energieerzeugung zu investieren.

Zwar liegt der Zubau an Photovoltaikanlagen weltweit hinter den Zahlen von 2015, doch ein zeitlicher Vorlauf ist normal. Schließlich haben Projekte eine längere Phase bis zur Realisation. Die Zustimmung in der deutschen Bevölkerung ist ohnehin ungebrochen. 93 Prozent sprechen sich für einen stärkeren

Ausbau der Erneuerbaren Energien aus. Denn durch die intensiven Sonnenstunden des Jahres 2018 ist auch der Klimawandel stärker in das Bewusstsein gerückt. Die Diskussion um den Hambacher Forst oder das Abschneiden der Grünen als

zweitstärkste Partei bei der bayerischen Landtagswahl zeigen, dass Klimaschutz relevanter wird und Erneuerbare Energien eine gute Investition sind.

 

 

Erschienen im Wirtschaftsteil der größten Tageszeitung am bayerischen Untermain, Main-Echo, Gesamtausgabe, 20. Oktober 2018

 

 

 

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin  und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker: „Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen.“

 

 

 

 

Weltklimarat mit alarmierender Studie: 2 Grad sind untragbar

Donnerstag, 11. Oktober 2018

Zusammenfassung: Bereits 1988 wurde der Weltklimarat (IPCC)  als wissenschaftliches Gremium und zwischenstaatliche Austauschplattform gegründet. Am 8. Oktober 2018 stellt er seinen neuesten Bericht vor. Gedacht war der Bericht als reine Formsache, denn als man 2015 das offizielle 2-Grad-Ziel gegenüber der vorindustriellen Zeit als Kompromiss definierte, hat man gleichzeitig den Auftrag erteilt zu untersuchen, ob das ursprünglich angedachte 1,5-Grad-Ziel viel Verbesserung gebracht hätte. Die Überraschung: ja, der Unterschied von 1,5 Grad auf 2,0 Grad ist gewaltig.

 

 

 

 

 

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Main-Echo Wirtschaftstipp 20/2018: Hitze-Sommer: Was bedeutet er für Ihr Geld?

Samstag, 01. September 2018

 


WIRTSCHAFTSTIPP

 


Gerd Junker


Geschäftsführer Grünes Geld


 


Die Freibäder in Deutschland jubeln: 110.000 Besucher schon in Aschaffenburg, 80.000 in Goldbach und ins Naturbad Schöllkrippen kamen 50.000.

Die Kehrseite spricht Klimaexperte H.-J. Fell an: Ein Hitzesommer, mit 350 Millionen Euro Ausgleichszahlungen für klimageschädigte Landwirte und Waldbränden in extrem trockenen Wäldern. Die Schadenssumme der diesjährigen Sturmschäden in Deutschland lag leider ebenfalls in Rekordhöhe – was muss eigentlich noch passieren, damit wir aufwachen und endlich die Klimaschutzaktivitäten massiv verstärken?

Es wird Zeit, sich von Kindergarten-Themen à la Trump, Erdogan und Putin abzuwenden und sich den wirklich wichtigen Dingen zu widmen. Das gilt für die Politik und für jeden Einzelnen.

Am besten spart man Energie ein. Ansonsten gilt: Erneuerbare Energien sind die Lösung.

Das Klima schützen und gleichzeitig Rendite erzielen geht nach wie vor mit Photovoltaik. Mit Plug-in-Anlagen, mit Eigenverbrauch oder, häufig die einfachste Lösung, mit cleveren Geldanlagen. Lesen Sie nächste Woche ein konkretes Beispiel an dieser Stelle.

 

Erschienen im Wirtschaftsteil der größten Tageszeitung am bayerischen Untermain, Main-Echo, Gesamtausgabe, 1. September 2018

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.
 

7 mal Wissenswertes zum „Ewigen Eis“

Freitag, 12. Januar 2018
Zusammenfassung: Die Erderwärmung steigt noch immer weiter an. Der Temperaturanstieg bringt das fragile Zusammenspiel der Natur aus dem Gleichgewicht. Mit dem Schmelzen des ehemals „ewigen Eis“ müssen weite Teile der Erde ums Überleben fürchten.

 

 

Wegweiser zum Nordpol.

 

Die weltweite Klimakrise ist aktuell eine der größten Herausforderungen der Menschheit. Denn wenn der Temperaturanstieg auf der Erde nicht gestoppt werden kann, wird das Eis an den Polkappen weiter schmelzen, Inseln und Küstenstädte werden überflutet werden. Das biologische Gleichgewicht des Planeten gerät ins Wanken, denn durch das Aussterben einiger Spezies, wie beispielsweise der Eisbären, wird das fragile Zusammenspiel der Natur massiv gestört.

 

Ein Endzeitszenario, dem es sich entgegen zu stellen gilt. Und das versucht die Staatengemeinschaft. Zuletzt wurden auf der COP 23 in Bonn Maßnahmen diskutiert, die eine fortschreitende Erderwärmung aufhalten sollen und Möglichkeiten vorgestellt, mit denen die klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen gedrosselt werden können.

 

 

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10 Buchtipps für den Lese-Herbst und –Winter

Montag, 30. Oktober 2017
Zusammenfassung: Auch in diesem Jahr haben wieder unzählige Verlage ihr aktuelles Programm auf der Frankfurter Buchmesse präsentiert. Themen der Zeit, wie Klimakrise, Ökologie und Do-it-Yourself bleiben im Trend. Interessante Buchtipps für den Leseherbst und zugleich auch bereits einige gute Ideen für sinnvolle Weihnachtsgeschenke.

 

Buchauswahl für den Leseherbst

 

Lesen ist und bleibt ein beliebter Zeitvertreib. Egal ob das klassische Buch genutzt wird oder der E-Reader – Romane, Ratgeber, Sachbücher gehören nach wie vor zum Leben. Gerade im Herbst und Winter – in Verbindung mit einer schönen Tasse Tee, einem guten Glas Wein oder sonst einer wohltuenden Kleinigkeit, die das Leben schöner macht – Lesen entspannt, regt an, regt auf, vermittelt überraschende Erkenntnisse und eröffnet neue Horizonte. Gerade das breite Angebot von Neuerscheinungen in den Bereichen ökologisches Leben, Selbermachen, Politik und Zeitgeschehen gibt wichtige Impulse für das eigene Leben und zeigt Alternativen zu den gängigen Verhaltensmustern auf.

 

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KiriFarm Spanien – Nachhaltiges Holzinvestment

Dienstag, 05. September 2017

Zusammenfassung: Bäume sind hervorragende Helfer beim Kampf gegen die Klimakrise. Daher trägt auch nachhaltige Holzwirtschaft dazu bei, CO2-Emissionen zu binden. Besonders attraktiv ist die wirtschaftliche Nutzung von Holz, das von schnell wachsenden Baum-Arten stammt. Das junge Unternehmen „We Grow“ hat sich auf den Anbau und die Vermarktung von Kiri-Holz spezialisiert. Gerade wurde der Verkaufsprospekt für das vierte Holz-Investment des Unternehmens genehmigt: KiriFarm Spanien.

 

 

Kiri-Setzling: klein, aber oho! (Foto: We Grow)

Unser Klima ist in Gefahr. Wenn die Erderwärmung  weiter ansteigt, werden die natürlichen Lebensgrundlagen brutal zerstört. Eine unbequeme Wahrheit, auf die der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore bereits in seinem gleichnamigen Buch und Film hinwies und weltweite Beachtung fand.

 

Allerdings hat sich faktisch seitdem nicht viel getan. Dem wegweisenden Klima-Abkommen von Paris und den klimafreundlichen Technologien, die in vielen Staaten entwickelt und eingesetzt werden, stehen weiter steigende CO2-Emissionen entgegen, sowie ein US-Präsident, der den Klimawandel leugnet. Kein Wunder also, dass Al Gore mit seinem neuen Film „Immer noch eine unbequeme Wahrheit“ nochmals als Mahner das Wort ergreift und versucht, auf Entscheider auf der ganzen Welt einzuwirken.

 

 

Bäume sind effiziente Klimaschützer

Bäume speichern den Klimakiller CO2.

Politik und Wirtschaft stehen weltweit in der Verantwortung, die Klimakrise abzuwenden. Aber was lässt sich gegen die Klimaerwärmung konkret unternehmen?

 

– CO2-Emissionen reduzieren

– Erneuerbare Energien fördern

– Nachhaltig konsumieren

– Bäume pflanzen

 

Ganz klar, CO2-Emissionen müssen drastisch reduziert werden. Um das zu erreichen, müssen erneuerbare Energien stärker gefördert werden. Und natürlich müssen vor allem die Industrienationen ihren Lebensstil kritisch hinterfragen und ihren Konsum nachhaltiger gestalten.

 

Aber es gibt auch noch einen anderen wichtigen Punkt: Bäume speichern das klimaschädliche Kohlendioxid, bereits ein Baum bindet allein zehn Kilogramm CO2. Erhalt von Waldflächen, Aufforstung und Verwendung von Holz als natürlichem Rohstoff ist als das Gebot der Stunde. Denn Bäume sind die unentbehrlichen Helfer, um den Wettlauf mit der Zeit in Sachen Erderwärmung noch zu gewinnen. Nach wie vor ist die Aufforstung von Bäumen die einzige Möglichkeit, der Atmosphäre wieder CO2 zu entziehen – alle anderen Maßnahmen zielen nur darauf ab, weniger CO2 zu emittieren.

 

 

Nachhaltige Holzwirtschaft sorgt für gutes Klima

Eine nachhaltige und wirtschaftlich sinnvolle Holzwirtschaft kann zur Verbesserung des globalen Klimas beitragen. In diesem Bereich gibt es innovative Projekte, die vielfältige Interessen unter einen Hut bringen:

 

– positive Entwicklung von Umwelt und Natur nachhaltigen Klimaschutz

wirtschaftlich attraktive Vermarktung der angebauten Hölzer

interessante Projekte für Anleger, denn der Aufbau und Betrieb einer Holzfarm bedarf auch des finanziellen Engagements von Investoren.

 

 

Kiribäume – schnelles Wachstum gesichert

Ein Unternehmen, das die Zeichen der Zeit erkannt hat und mit hohem Engagement und Sachverstand nachhaltige Holzwirtschaft betreibt, ist die We Grow GmbH mit Sitz in Tönisvorst im Kreis Viersen, nahe der nordrhein-westfälischen Metropole Düsseldorf. Das Unternehmen entwickelt Kiri-Anbauprojekte zur nachhaltigen Holzproduktion und hat sich in kürzester Zeit zu einem der führenden europäischen Spezialisten in diesem Bereich entwickelt. We Grow wählt passende Standorte für Plantagen aus, pflanzt, pflegt, erntet und vermarktet die angebauten Edelhölzer.

 

Kiribäume sind schön und nützlich. (Foto: We Grow)

Der Kiribaum kommt ursprünglich aus Japan und anderen Teilen Südost-Asiens. Der Laubbaum, der teilweise auch als Blauglockenbaum bekannt ist, wächst – vor allem in den ersten Jahren – sehr rasant. Pro Jahr sind bis zu sechs Meter möglich. Damit ist der Kiri im Wachstum rund zehn Mal schneller als die Eiche. Ausgewachsen ist der Kiribaum etwa bei 15 Metern Höhe. Da der Kiribaum bezüglich des Bodens sehr anspruchslos ist, wird er zunehmend in Nordamerika und Europa kultiviert. Geerntet wird der Baum nach sieben bis 14 Jahren.

 

Wer mehr über den Kiribaum erfahren will, kann sich auch gerne unseren Selbst-Versuch mit 2 Kiribäumen ansehen.

 

Im Gegensatz zur ebenfalls schnellwachsenden Pappel, die auch ein Wachstum von zwei Metern pro Jahr erreicht, liefert der Kiribaum jedoch hochwertiges Holz. Während Pappelholz oft im Paletten-Bau verwendet wird, kommt Kiri-Holz hauptsächlich in der Möbelindustrie zum Einsatz. So sind beispielsweise die japanischen Kimonoschränke aus Kiri gefertigt, denn traditionell wird bei der Geburt eines Mädchens in Japan ein Kiri-Sämling gepflanzt. Wenn das Mädchen erwachsen ist, ist der Baum längst so hoch gewachsen, dass ein Möbelstück für den eigenen Haushalt gefertigt werden kann.

 

Aber auch außerhalb dieser traditionellen Pfade findet Kiri-Holz immer mehr Freunde. Das Material ist leicht, feuersicher, stabil und verfügt über eine ansprechende Maserung. Entsprechend wird das Holz bei der Fertigung von Skiern und Surfboards verwendet. Ebenso kommt Kiri beim Musikinstrumentebau, etwa für den Korpus von E-Gitarren, zum Einsatz oder auch als Material für Dekorationsartikel.

 

Eine Nachfrage, die sich die We Grow GmbH zu Nutze machen konnte. Mit ihrer eigenen geschützten Zucht „Nordmax 21“ wurde eine Kiri-Art entwickelt, die auch mit der kühlen Witterung in Deutschland zu Recht kommt und für den kommerziellen Anbau in Europa und damit für eine zukunftsfähige und nachhaltige Holzproduktion hervorragend geeignet ist. Für die Entwicklung von „NordMax 21“ wurde das geballte Fachwissen der Unternehmensgründer genutzt, Gentechnologie wurde nicht angewendet. Dass „NordMax 21“ eine eigenständige Art ist, zeigt auch, dass der Baum bereits Eingang in den Botanischen Garten in Bonn gefunden hat.

 

 

Von der Studentenfirma zum aufstrebenden Unternehmen

Qualitätsholz mit schnellem Wachstum. (Foto: We Grow)

Bei We Grow ist der Name quasi Programm, denn das junge Unternehmen züchtet nicht nur Kiribäume, sondern wächst auch selbst stetig.

 

Angefangen hatte alles mit einer ambitionierten Idee von Peter Diessenbacher, der an der Universität in Bonn Agrarwissenschaften studierte. Durch sein besonders Interesse am Thema nachwachsende Rohstoffe, wurde er auf den Kiribaum aufmerksam. 2005 begann er die ersten Stecklinge zu Hause zu pflanzen. Fasziniert vom raschen Wachstum, mietete er ein Gewächshaus an und begann die Kiribäume über das Internet zu verkaufen. Aus der einstmaligen Studentenfirma entwickelte sich die Idee, Kiribäume auf großen Freilandflächen anzubauen und professionell zu vermarkten.

 

Eine wichtige Voraussetzung dafür wurde 2009 von Seiten der Europäischen Union  geschaffen. Seit diesem Jahr ist es erlaubt, Bäume auch außerhalb eines Waldes für die Holzwirtschaft zu pflanzen. Damit waren die rechtlichen Grundlagen für das Unternehmen We Grow geschaffen.

 

Los ging es dann auf einer fünf Hektar großen Pflanzfläche im Bonner Ortsteil Hoholz. Im Januar 2016 zog die Plantage nach Tönisvorst im Kreis Viersen um. Mittlerweile werden 350 Hektar auf 35 Plantagen bewirtschaftete. Damit wurden bereits mehr als 200.000 Kiribäume gepflanzt.

 

Geschäftspartnerin von der ersten Stunde an, war Dissenbachers Frau Allin Gasparian. Als diplomierte Volkswirtin zeichnet Gasparian für die strategische Unternehmensentwicklung verantwortlich, während Dissenbacher als Agraringenieur die technische Geschäftsführung von We Grow obliegt. Das Unternehmen verfügt heute über ein eingespieltes Team aus zwölf Mitarbeitern, die besonderes Wissen aus den Bereichen Agrarwirtschaft, Finanzen, Geographie und Umwelt mitbringen. Darüber hinaus beschäftigt We Grow rund 30 Mitarbeiter zur Jungpflanzenproduktion und zur Plantagen-Pflege.

 

 

Bereits drei erfolgreiche Platzierungen von Kiribaum-Investments

Die Idee, Holz als Geldanlage zu vermarkten ist nicht neu. Holz gilt als relativ risikoarmes Investment und verspricht eine gute Rendite. Das macht den nachwachsenden Rohstoff für institutionelle Anleger besonders interessant, aber auch private Investoren können sich an Holzprojekten beteiligen. Durch die rechtliche Beteiligung an einer Kommanditgesellschaft (KG), erhalten Anleger viele Mitspracherechte. Darüber hinaus können die Plantagen auch persönlich besucht und in Augenschein genommen werden.

 

Eine grüne Oase schon nach wenigen Jahren. (Foto: We Grow)

Bislang hat We Grow bereits drei Beteiligungsfonds (KiriFonds I-III) mit einem Kapitalvolumen von 18,2 Millionen Euro voll platzieren können. Mit diesen Beteiligungsangeboten ist es We Grow gelungen, ökonomische Interessen und ökologische Vorteile optimal miteinander zu verbinden. Ein wichtiger Faktor auf dem Weg zum Erfolg ist dabei ganz sicher auch die Kompetenz und das fachliche Know how, mit dem das Unternehmen seine Projekte betreibt.

 

In diesem Jahr geht das Unternehmen noch einen Schritt weiter. Mit dem neuesten Projekt KiriFarm Spanien plant We Grow den Kauf von landwirtschaftlichen Flächen in Nord- und Zentralspanien um dort eine unternehmenseigene nachhaltige Kiri-Holzproduktion aufzubauen. Ziel ist es dabei, in den kommenden Jahren die KiriFarm zu bewirtschaften und zu pflegen. Nach frühestens zehn Jahren ist dann die Ernte und der Verkauf des Kiri-Holzes geplant.

 

Ein gutes Geschäft für We Grow, die Investoren und nicht zuletzt für das globale Klima. Durch das schnelle Wachstum des Kiribaums wird eine große Menge des Klimakillers CO2 gebunden. Experten gehen von 20 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr auf einem Hektar aus. Das entspricht ungefähr dem CO2-Ausstoß einer vierköpfigen Familie.

 

 

KiriFarm Spanien – ein nachhaltiges europäisches Holzprojekt

Der Verkaufsprospekt für das vierte Kiribaum-Investment von We Grow wurde im August von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)  genehmigt. Damit läuft jetzt die Kapitaleinwerbung für das Direktinvestment KiriFarm Spanien GmbH & Co. KG.

 

Das Emissionsvolumen beläuft sich auf 2,5 Millionen Euro und kann noch auf 10 Millionen Euro erhöht werden.

 

Die geplanten Kiri-Plantagen werden in Spanien angesiedelt sein und sollen über eine Gesamtgröße von etwa 180 Hektar verfügen. Die Anbauflächen werden durch die KiriFarm Spanien GmbH & Co. KG entweder gepachtet oder direkt erworben.

 

Die Witterungsverhältnisse in Spanien versprechen ein schnelles Wachstum der Pflanzen. Daher beträgt die Anlagedauer auch lediglich zehn Jahre. Im Vergleich dazu waren die drei Vorgänger-Projekte in Deutschland auf zwölf Jahre angelegt.

 

Die Beteiligung fällt in die Assetklasse Wald- und Rohstoffe. Die Erträge der Vermögensanlage sollen durch den Verkauf des geernteten Holzes erwirtschaftet werden. Die ersten Ausschüttungen aus Zwischenernten sind nach Ablauf von acht Jahren geplant.

 

Die Mindestanlagesumme beträgt 5.000 Euro. Die Rendite wird mit 7,2 Prozent pro Jahr gemäß IIR prognostiziert.

 

Anleger, die sich bis zum 30. September 2017 für eine Beteiligung an der KiriFarm Spanien entscheiden, profitieren von einem einmaligen Frühzeichnerbonus von 5,5 Prozent. Diese gewinnunabhängige Zahlung wird noch bis Januar 2018 gewährt, verringert sich aber nach dem 30. September 2017 in jedem Folgemonat um 0,5 Prozent.

 

 

Getestet und für gut befunden

Grünes Geld, erfahrener Finanzexperte für nachhaltige Geldanlagen, befasst sich bereits seit mehreren Jahren intensiv mit dem Kiribaum und hat das Angebot intensiv geprüft.

 

„Als Finanzdienstleister haben wir täglich mit Zahlen zu tun. Bei der KiriFarm Spanien haben wir allerdings nicht nur die wirtschaftliche und finanzielle Seite genau betrachtet, sondern auch das Produkt einer eingehenden Untersuchung unterzogen“, erklärt Gerd Junker.

 

Bereits 2014 haben die beiden Geschäftsführer von Grünes Geld den Praxistest  gestartet und zwei Kiri-Setzling wurden im heimischen Garten gepflanzt. Natürlich ist dieser Selbstversuch in keiner Weise wissenschaftlich abgesichert. Jedoch verlief das Wachstum der beiden ehemals 17 Zentimeter hohen Kiribäume durchaus rasant. Mittlerweile – gut drei Jahre später – messen die beiden Bäume bereits stattliche vier Meter. Dabei haben die Kiris nicht nur generell erfolgreich den deutschen Temperaturen getrotzt, sondern auch nach spätem Frost neue Triebe entwickeln können.

 

Aber nicht nur das gute Wachstum der Pflanzen überzeugte die Spezialisten von Grünes Geld, auch die bisherigen Erfolge der drei vollplatzierten Kiri-Investments des Unternehmens konnten sich sehen lassen.

 

 

Carmen Junker Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“. Mehr zu ihr und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

 

Klimafreundlich investieren – Marktüberblick Low Carbon Indices

Dienstag, 27. Juni 2017
Zusammenfassung: Um die fortschreitende Erderwärmung wirkungsvoll zu stoppen, lautet das gemeinsame Ziel der Staatengemeinschaft Dekarbonisierung. CO2-Emissionen sollen daher drastisch reduziert und kompensiert werden. Bis 2100 ist eine vollständige globale Dekarbonisierung geplant. Um das zu erreichen, müssen die Schäden der Industrialisierung behoben und alternative Energien gefördert werden. Um diese Veränderungen voranzutreiben, sind gezielte Investitionen gefragt. Für Anleger ist es jedoch nicht immer einfach, klimafreundliche Geldanlagen sicher zu identifizieren. Mittlerweile existieren mehrere Low Carbon Indices mit unterschiedlichen Regularien.

 

 

Erderwärmung stoppen!

Die Wirtschaftsweise der Industrienationen befindet sich in einem neuen richtungsweisenden Umbruch. Der Schlüsselbegriff lautet Dekarbonisierung oder auch Entkarbonisierung. Ziel ist es dabei, einen möglichst geringen Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) zu verursachen und unvermeidbare Emissionen zu kompensieren. Eine der wichtigsten Branchen in dieser wirtschaftlichen Umwälzungsphase stellt die Energiewirtschaft dar. Denn nur eine konsequente Energiewende, also die Nutzung Erneuerbarer Energien und die Abkehr von fossilen Energieträgern, kann die fortschreitende Erderwärmung wirkungsvoll stoppen.

 

Dekarbonisierung ist aktuell das Mittel der Wahl im Klimaschutz. Darin stimmt die Mehrheit der Staatengemeinschaft weltweit überein. So beziehen sich die von den Vereinten Nationen 2015 vereinbarten 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals) in den Punkten „nachhaltige Energie“ und „Bekämpfung des Klimawandels“ direkt auf die dringende Aufgabe der Dekarbonisierung. Im gleichen Jahr vereinbarten die Teilnehmer des G7-Gipfels auf Schloss Elmau, die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2050 drastisch zu reduzieren und bis zum Jahr 2100 auf null zu bringen.

 

In die gleiche Richtung geht auch das Abkommen von Paris im Dezember 2015. Die UN-Klimakonferenz hatte dort beschlossen, den CO2-Ausstoß weltweit zurückzufahren und so die globale Erderwärmung auf möglichst 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Die Pläne wurden auf der folgenden Konferenz in Marrakesch weiter ausgearbeitet. Außer die USA Donald Trump’s, der vor vier Wochen das Pariser-Abkommen für die USA aufgekündigt hat, setzt derzeit keine der führenden Industrienation weiter auf Kohle.

 

 

Von der industriellen Revolution zur Dekarbonisierung

Kohle – Ehemals der Garant für Fortschritt.

Der negative Anteil der Kohle, wie auch anderer fossiler Energieträger, am Klimawandel ist in erster Linie nicht allein der Produktion von klimaschädlichen Treibhausgasen geschuldet, sondern vor allem durch die enorme Menge der Ausstöße seit der industriellen Revolution des 19. Jahrhunderts. Denn durch die Entwicklung der Dampfmaschine veränderte sich die gesamte Arbeitswelt. Die wirtschaftliche Produktion stieg rapide. Die industrielle Fertigung verdrängte zunehmend die Herstellung von Gütern in Manufakturen und Handwerk. In der Folge florierte der Handel, es entstanden Industriezentren.

 

War 1800 Deutschland noch ein reiner Agrarstaat, zogen ab den dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts Landarbeiter zunehmend in die Städte und arbeiteten in den Fabriken und im Bergbau. Die Agrarwirtschaft, vor allem das Kleinbauerntum, wurde wirtschaftlich stark zurückgedrängt.

 

Kohle, Stahl und der Eisenbahnbau entwickelten sich zu den drei erfolgreichsten Bereiches des wirtschaftlichen Aufschwungs und treiben die Industrialisierungsspirale immer weiter an. Kohle spielt dabei als Energielieferant eine bedeutende Rolle, die bis vor wenigen Jahren das Selbstverständnis einer ganzen Region im Westen Deutschlands prägte. Schließlich hatte sich der Kohlebergbau im Ruhrgebiet schon früh zu einem wichtigen Standortfaktor entwickelt. Bereits 1839 wurde in den Gruben mehr als eine halbe Tonne Steinkohle gefördert, in den kommenden zwanzig Jahren konnte die Menge bereits verdoppelt werden. Damit sicherte der Energielieferant Kohle die ebenfalls steigende Eisenproduktion. Die frühen Logistikherausforderungen wurden durch den Ausbau des Schienennetzes in den folgenden Jahrzehnten bewältigt.

 

 

Keine Veränderungen ohne Investitionen

Wandel ist beständig – vom Kohlrevier zur Kulturregion

Technische Innovationen haben den Erfolg der Industrialisierung voran getrieben. Aber auch umwälzende Veränderungen im Finanzwesen hatten einen entscheidenden Anteil an dieser Entwicklung: Während die ersten Gründungen in der frühen Phase der Industrialisierung noch vornehmlich durch das Vermögen der Unternehmer finanziert wurde, entstanden in der Folge Großbanken, Kapital- und Aktiengesellschaften. So hatte die 1846 gegründete Preußische Staatsbank vor allem den Zweck, Kredite an Unternehmen zu vergeben, um neue Fabriken aufzubauen und weitere Güter produzieren zu können. Die Finanzwirtschaft entwickelte sich im Zuge der Industrialisierung auch zu einer Schlüsselbranche.

 

Geld war und ist noch immer der Hebel zur Veränderung. So wie zahlreiche Investitionen einmal zur Ausbreitung der Industrialisierung beigetragen haben, kann Geld auch heute eine bedeutende Rolle spielen, wenn es um das gemeinsame Ziel geht, die Schäden zu beheben, die der industrielle Fortschritt mit sich gebracht hat. Wer heute nachhaltig investieren will, sollte daher darauf achten dass die ausgewählten Geldanlagen einen Beitrag zur Dekarbonisierung leisten.

 

 

Dekarbonisierung als Anlagestrategie

Das Thema Klimaschutz ist längst auch in der Finanzwirtschaft angekommen. Doch gerade für Privatanaleger ist es oft nicht einfach, die Auswirkungen ihrer Investments vollständig zu überblicken. Aber auch institutionelle Anleger, wie beispielsweise Kirchen, Pensionskassen und Versicherungen wünschen sich mehr Transparenz zu diesem wichtigen Zukunftsthema.

 

Geld ist ein mächtiger Hebel

Entsprechend der Nachfrage nach emissionsarmen Werten, werden zunehmend neue Low Carbon Indices angeboten. Im Gegensatz zu Klimaindices und Klimafonds, die im Allgemeinen nur auf bestimmte Bereiche wie Erneuerbare Energien, Energieeffizienz oder spezielle Umwelttechnologien setzen, sind die Werte in den Low Carbon Indices branchenübergreifen aufgestellt.

 

Eine seriöse Zusammenstellung beschränkt sich dabei nicht allein auf den Ausschluss bestimmter Branchen, wie beispielsweise dem Bergbau, sondern bezieht auch den CO2-Ausstoß in der Wertschöpfung vermeintlich harmloser Produkte und Dienstleistungen in die Betrachtung mit ein. Experten betrachten zudem reine Ausschlüsse als demotivierend für Unternehmen im Wettbewerb um eine verbesserte Energieeffizienz.

 

 

Überblick Low Carbon Indices

 

1. Global Challenges Index

Seit 2007 existiert der Global Challenges Index (GCI), den die Börse Hannover zusammen mit der Nachhaltigkeitsrating-Agentur oekom Research AG entwickelt hat. Der GCI versteht sich als Nachhaltigkeitsindex und fokussiert nicht nur stark das Thema Dekarbonisierung, sondern bezieht weitere Gesichtspunkte, wie beispielsweise den Erhalt der Artenvielfalt, sichere Trinkwasserversorgung, nachhaltige Waldwirtschaft und Bekämpfung der Armut mit ein. Damit entspricht dieser Index den UN-Nachhaltigkeitszielen (SDG). Der Index beinhaltet 50 Titel globaler Unternehmen die nach ihrem sozialen und ökologischen Engagement ausgewählt werden und arbeitet mit strengen Ausschlusskriterien.

 

2. Low Carbon 100 Europe Index

Der Low Carbon 100 Europe Index wurde 2008 von der paneuropäischen Börse Euronext entwickelt und ist damit der älteste reine Low Carbon Index mit insgesamt 100 Titeln. Der Index wählt aus den größten europäischen Unternehmen 10 bis 15 Werte aus, die den höchsten Anteil an emissionsarmen Techniken ausweisen können. Ergänzt wird der Index durch 85 bis 90 Unternehmen mit der besten Bewertung des Carbon Disclosure Project, einer britischen Non-Profit-Organisation, die jährlich Unternehmensdaten zum CO2-ausstoß erhebt und aktuell über die weltweit größte Datenbank zu diesem Thema verfügt. Der Low Carbon 100 Europe Index unterliegt der Überwachung eines Expertengremiums und bildet die Basis für strukturierte Produkte, Fonds und Indexfonds.

 

3. ECPI Global Carbon Equity

Anfang 2010 wurde der ECPI Global Carbon Equity  aufgelegt. Dieser Index entstand in der Zusammenarbeit des nachhaltigen Indexanbieter ECPI und der Unternehmensberatung Arthur D. Little. Der ECPI Global Carbon Equity umfasst 40 Werte aus energieintensiven Branchen wie Industrie, Technologie, Energie, Rohstoffe und Gesundheit. Dabei muss jeder Titel eine Marktkapitalisierung von mindestens einer Milliarde Euro aufweisen können. Die ausgewählten Unternehmen verfügen über – im Branchenvergleich – niedrige Emissionswerte und sind so aufgestellt, dass sie auch bei strengeren gesetzlichen Vorgaben im Markt bestehen können. Darüber hinaus bewerten die Index-Manager die Nachhaltigkeit der Unternehmen anhand von vielfältigen Umwelt-, Sozial- und Governance-Informationen und überprüfen die Zusammenstellung des Index halbjährlich.

 

4. MSCI Global Low Carbon Leader Indexes

Die MSCI Global Low Carbon Leader Indexes  wurden 2014 vom Indexanbieter MSCI als neue Index-Familie lanciert. Diese Indices sollen die Werte des gesamten Aktienmarktes repräsentieren und einen repräsentativen Vergleich der Werte auf dem Weg zu einer emissionsfreien Wirtschaftsweise ermöglichen. Die in diesem Index enthaltenen Unternehmen sollen ihren CO2-Fußabdruck mindestens um 50 Prozent senken.

 

Der Index schließt die Aktien der größten CO2-Emittenten aus, ebenfalls entfernt werden Werte, die große Reserven von fossilen Energieträgern halten, in erster Linie Ölfirmen. Dieser Dekarboniserungsindex enthält damit nur Aktien von Unternehmen, die deutlich weniger CO2 verursachen als die Unternehmen des konventionellen Aktien-Index. Im Schnitt liegt die CO2-Emission damit rund 60 bis 70 Prozent unter den Werten des ursprünglichen Index. Darüber hinaus weichen die MSCI Global Low Carbon Leader Indexes kaum mehr als zwei Prozent vom Hauptindex ab.

 

5. Ethical Europe Climate Care Index

Der Ethical Europe Climate Care Index wurde 2015 vom deutschen Index-Anbieter Solactive gemeinsam mit französischen Bank BNP Paribas aufgelegt. Der Index umfasst 30 Unternehmen aus Index Stoxx Europe 600. Ausgewählt werden die nachhaltigsten Werte jeder Branche. Dabei wird auch der CO2-Fußabdruck mitberücksichtig. Die Zusammenstellung des Index wird vierteljährlich überprüft.

 

Solactive hat darüber hinaus mit der Schweizer South Pole Group eine „Low Carbon Aktienindexfamilie“ gegründet und 2016 dazu einen Bond Index aufgelegt. Dieser Index arbeitet nach dem Ausschlussverfahren. Aufgenommen werden nur die Unternehmen mit den besten Werten im Vergleich. Ausgeschlossen sind außerdem Unternehmen die keine Strategie in Sachen Klimaschutz vorweisen können.

 

6.  Stoxx Low Carbon index family

2016 hat der Indexanbieter der Deutschen Börse, Stoxx, eine Low-Carbon-Familie aus 27 Teilindizes lanciert, mit deren Hilfe sich das Portfolio dekarbonisieren lässt. Dabei orientieren sich die „Low Carbon Indizes“ stark an den herkömmlichen Benchmarks. Bei den „Reported Low Carbon Indizes“ setzt Stoxx auf Unternehmen, die ihre CO2-Emissionen offen legen. Unternehmen mit reduzierten Emissionen sind im „Industry Leader Low Carbon Indizes“ enthalten. Im „Global Climate Change Leaders Index” sind schließlich die Unternehmen, die ausgezeichnete Bewertungen des Carbon Disclosure Projects erhalten. Sämtliche großen CO2-Emittenten schließen die „Low Carbon Footprint Indizes“ aus. Hier werden CO2-intensive Branchen wie vollständig ausgeschlossen.

 

 

Nachhaltig investieren und den Überblick behalten

Sonne und Wind – saubere Energien!

Wer nachhaltig Geld anlegen will, sollte in emissionsarme Projekte investieren. Die Vielzahl der Low Carbon Indices zeigt zum einen, dass die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz in der Finanzwelt angekommen sind. Die unterschiedlichen Regularien zeigen aber auch, dass nicht alle Indices die Tragweite der Themen widerspiegeln. Generell wird die Idee des Dekarbonisierungsindex von der UNEP, der Umweltorganisation der Vereinten Nationen, unterstützt. Schließlich können diese Indices dazu beitragen, dass Investoren nicht nur gute Erträge in ihre Entscheidung mit einbeziehen, sondern auch den relevanten Beitrag zur Reduzierung des klimaschädigenden CO2.

 

Eine entschiedene Reduzierung des klimaschädlichen Kohlendioxid-Ausstoß liegt vielen privaten Anlegern am Herzen. Bei der Entscheidung für die passende Geldanlage helfen jedoch die diffizilen Indices weniger. Hier bauen viele Anleger auf die vertrauensvolle Beratung mit versierten Finanzberatern, die sich den gleichen Werten verpflichtet sehen. Grünes Geld, erfahrener Finanzexperte und Anbieter nachhaltiger Investments, kennt den Markt genau und bezieht ethische und ökologische Gesichtspunkte in die Beratung ein.

 

Grünes Geld hat mehr als 300 interessante Geldanlagen im Angebot. Durch einen besonderen Schwerpunkt auf Investments im Bereich Erneuerbarer Energien können Anleger sicher sein, dass ihr Geld einen Beitrag zur Dekarboniserung leistet und gleichzeitig auch eine attraktive Rendite sichert.

 

 

 

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.