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Serie Emissionshäuser: Neitzel & Cie.

Freitag, 02. Juni 2017
Zusammenfassung: Seit zehn Jahren ist das Hamburger Emissionshaus Neitzel & Cie. auf Sachwert-Portfolios im Bereich der Erneuerbaren Energien spezialisiert. Schwerpunkte waren dabei bislang Investments in bestehende Photovoltaik-Anlagen. Bei der aktuellen Beteiligung „Zukunftsenergie Deutschland 4“ ergänzt Neitzel erstmals die Investments um den Bereich der Kraft-Wärme-Kopplung.

 

 

Freiland Photovoltaik-Anlagen – eine gut Investition.

„Im Osten geht die Sonne auf, im Süden nimmt sie ihren Lauf, im Westen will sie untergeh’n, im Norden ist sie nie zu sehn.“ – Dieser alte Reim hilft zwar dabei, sich die Himmelsrichtungen einzuprägen, die Sonne aber nicht im Norden zu suchen ist eindeutig ein Fehler. Denn im Norden Deutschlands hat Neitzel & Cie. seinen Sitz: Seit zehn Jahren ist das Emissionshaus erfolgreicher Anbieter von nachhaltigen Anlageprodukten aus den Bereich der Sonnenenergie.

 

Das Hamburger Emissionshaus hat sich schon früh auf einen Schwerpunkt konzentriert und diesen konsequent ausgebaut. Neitzel & Cie. hat sich damit an die Spitze der Anbieter grüner Investments hochgearbeitet. Das Unternehmen bietet seit 2009 ausschließlich Sachwertanlagen aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien für private und institutionelle Anleger. Dabei konzentriert sich das Unternehmen auf die beiden Zukunftsenergien Solarenergie und Kraft-Wärme-Kopplung. In beiden Bereichen verfolgt das Unternehmen das Konzept, bestehende Anlagen zu kaufen und zu betreiben. Bislang investierten Anleger rund 45 Millionen Euro in Neitzels Energie-Assets. Insgesamt konnte das Unternehmen bereits Investments in Höhe von rund 150 Millionen Euro im Markt platzieren.

 

 

Herrlich hanseatisch

Wer an Neitzel & Cie. mailt, schreibt an „moin@“

Gegründet wurde das Emissionshaus von Bernd Neitzel. Der Diplom-Kaufmann lenkt als Geschäftsführender Gesellschafter seit 2007 die Geschicke des Unternehmens. Dass geschäftliche Erfolge auch immer die Erfolge eines optimal aufeinander abgestimmten Teams sind, war Neitzel von Anfang an bewusst. Daher baut der ehemalige Marineoffizier, der an der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr in Hamburg studiert hat, auf vertrauensvolle Zusammenarbeit mit seinem zehnköpfigen Team und auf flache Hierarchien innerhalb des Hauses.

 

Diese Art der Unternehmensführung ermöglicht es, flexibel und früh auf Entwicklungen im Markt zu reagieren, interessante Investitionsmöglichkeiten zu identifizieren und immer neue Finanzprodukte anbieten zu können. Eine Unternehmensstrategie, die aufgeht. Bislang konnte Neitzel & Cie. seine  Sachwertbeteiligungen planmäßig und vollständig platzieren. Dabei lagen die jährlichen Auszahlungen an die Anleger mit durchschnittlich 7,5 Prozent stets im Rahmen der Prognose und darüber. Mit dem Sachwert „Zukunftsenergie Deutschland 4“, der sich aktuell in der Investitionsphase befindet, plant Neitzel die Erfolgsgeschichte weiterzuschreiben.

 

 

Kaufmännische und technische Expertise aus einer Hand

Für die hervorragenden Ergebnisse zeichnet aber nicht allein die kaufmännische, sondern ebenso die technische Expertise des Hauses verantwortlich.

 

Die Tochtergesellschaft NCF Fondsverwaltung GmbH fungiert dabei als Verwalterin der Anlagen aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien. So können die Energieerzeugungsanlagen professionell betreut und ständig optimiert werden. Darüber hinaus ist die NCF auch für die direkte Vermarktung der gewonnenen Energie zuständig. Das reibungslose Zusammenspiel ermöglicht vielfältige Synergien und – nicht zuletzt – enorme Kostenvorteile. Geschäftsführer der Tochtergesellschaft ist Bernd Neitzel, die kaufmännische und technische Betriebsführung obliegt dem Diplom-Ingenieur Kai Kinast, der über weitreichende Erfahrung im Energiemanagement verfügt.

 

 

 

Gut vernetzt

Mit starken Partnerschaften zum Erfolg.

Solide Netzwerke und zuverlässige Partnerschaften sind in der heutigen Wirtschaft wichtiger denn je. Daher setzt auch Neitzel & Cie. nicht allein auf die Experten aus den eigenen Reihen. Zusammen mit Energie-Spezialisten, Ingenieuren und Wirtschaftsprüfern kann das Unternehmen seine Investments sicher und kompetent betreiben und weiterentwickeln.

 

Eng arbeitet Neitzel daher mit den Hamburger Ingenieuren Obst & Ziehmann zusammen, die der, im Bereich Erneuerbarer Energien besonders versierten, 8.2-Gruppe angehören. In diesem Verbund von Sachverständigen kooperieren mehr als 20 Ingenieurbüros, die sich besonders im Bereich der technischen Prüfung von Wind-, Photovoltaik sowie Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen auskennen und entsprechende Beratungsdienstleistungen anbieten. Ebenso besteht eine Partnerschaft mit der Ensibo GmbH, die über eine tiefgehende Erfahrung in der technischen Betriebsführung von Photovoltaik-Anlagen verfügt. Ein besonderer Schwerpunkt der Ensibo ist es dabei, die Profitabilität der Anlagen langfristig zu sichern. Dabei ist das unabhängige Service-Unternehmen international aktiv. Zur Qualitätssicherung und Risikobewertung seiner Photovoltaik-Anlagen vertraut Neitzel auf die Zusammenarbeit mit PV LAB Germany. Das unabhängige Prüflabor mit Sitz in Potsdam ist besonders erfahren mit der Testung von Serienmodulen und neu entwickelten Teilen und beurteilt deren technische Leistungsfähigkeit.

In Fragen der Rechts- und Steuerberatung sowie der Wirtschaftsprüfung verlässt sich Neitzel & Cie. auf die Dienste der Oldenburger BDO Arbicon, die als regionaler Dienstleister mit einem international agierenden Netzwerk als kompetenter Ansprechpartner zur Seite steht.

 

Geschäftliche Netzwerke und Partnerschaften sind wichtig für den Erfolg des Unternehmens. Ebenso wichtig ist es jedoch auch, das inhaltliche Thema – Erneuerbare Energien – in Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit weiter bekannt zu machen und die Bedeutung der Zukunftsenergien zu stärken. Diese Aufgaben übernehmen klassischerweise Branchenverbände. Daher engagiert sich Neitzel & Cie. im Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) sowie im Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e.V. (Bundesverband KWK).

 

Der BSW-Solar ist 2006 aus dem Zusammenschluss mehrerer Solar-Industrieverbände hervorgegangen und zählt rund 1.000 Mitgliedsunternehmen aus der Solar- und Speicherbranche. Ziel ist es, die Interessen der Mitglieder politisch zu vertreten, für Investitionssicherheit in der Branche zu sorgen und den Mitgliedsunternehmen informierend, beratend und vermittelnd zu Seite zu stehen.

 

Bundesverband KWK wurde 2001 als gemeinnütziger Verein gegründet und hat es sich zum Ziel gesetzt, den Anteil der Kraft-Wärme-Kopplung im Energiemix in Deutschland zu steigern. Dafür strebt der Verein ein breites gesellschaftliches Bündnis an. Entsprechend zählen sowohl KWK-Anlagenbetreiber, Anlagen- und Komponentenhersteller und Dienstleister zu den Mitgliedern, sondern ebenso Städte und Kommunen, Wissenschaftliche Institute und interessierte Privatpersonen. Die Vereinigung fühlt sich dem Klimaschutz und dem schonenden Umgang mit Ressourcen besonders verpflichtet.

 

 

Mit Solarinvestment die Energiewende mitgestalten

Neitzel & Cie. konnte in seiner Geschichte durch seine konsequente Investitionsstrategie ausgezeichnete Anlageerfolge verzeichnen. Mit seinem Solar-Portfolio bietet das Unternehmen Anlegern die Möglichkeit, die Energiewende mit umzusetzen und zudem attraktive Rendite zu erwirtschaften.

 

Dabei hat sich das Emissionshaus für Deutschland als einzigen Investitionsstandort entschieden. Innerhalb des deutschen Marktes setzt das Unternehmen jedoch auf eine breite Streuung an verschiedenen Standorten.

 

 

Gut angelegt – das Bestandsportfolio

Solarenergie an vielen Standorten.

Bislang hat Neitzel & Cie. vier Investitionsangebote im Bereich der Solarenergie aufgelegt. Den Anfang mache 2010 das Investment Solarenergie Nord, das bereits Anfang 2011 vollplatziert war. Insgesamt wurden 12 Millionen Euro in fünf Photovoltaik-Anlagen in Deutschland investiert. Sämtliche Anlagen waren bereits fertiggestellt, genehmigt, ans Netz angeschlossen und können mit ihren Stromerträgen rund 5.200 Vier-Personen-Haushalte versorgen. Solarenergie Nord ist ein langfristiges Investment mit einer Laufzeit von 20 Jahren.

 

Aufgrund des positiven Starts im Bereich der Photovoltaik legte Neitzel direkt im Anschluss Solarenergie 2 Deutschland auf. Das zweite Solar-Investitionsangebot warb zwischen Frühjahr und Herbst 2011 insgesamt 15 Millionen Euro Eigenkapital ein. Investiert wurde wieder in fünf bereits fertiggestellte Photovoltaikanlagen. Diesmal handelte es sich neben den Freiflächen-Anlagen um ein Dachflächen-Portfolio. Außerdem setzten die Sachwert-Experten diesmal auf Standorte in unterschiedlichen Regionen des Landes. Solarenergie 2 Deutschland hat eine Mindestlaufzeit von zehn Jahren und produziert eine Strommenge, die zur Versorgung von rund 6.250 Vier-Personen-Haushalten ausreicht.

 

Mit Solarenergie 3 Deutschland legte Neitzel sein bislang letztes reines Solarinvestment auf. Zwischen 2012 und Anfang 2014 wurden Eigenkapital in Höhe von 12,3 Millionen Euro eingeworben und in vier Freiflächen- und drei Dachflächenanalgen investiert. Auch hier setzte Neitzel die Diversifikation der Standorte fort, die sieben Anlagen sind über sechs Bundesländer verteilt und produzieren insgesamt den Energiebedarf von rund 5.200 Vier-Personen-Haushalten. Die Mindestlaufzeit von Solarenergie 3 Deutschland beträgt zehn Jahre.

 

 

Das aktuelle Investment: Zukunftsenergie Deutschland 4

Mit dem aktuellen Investment Zukunftsenergie Deutschland 4 verlässt Neitzel & Cie. erstmals das bewährte Konzept und ergänzen die Photovoltaik-Beteiligungen um den Bereich der Kraft-Wärme-Kopplung. Vorteile sieht die Beteiligungsgesellschaft dabei in der konstanten Energieproduktion in Blockheizkraftwerken, die unabhängig von Witterung und Tageszeit stets die gleiche Strommenge liefern. Durch die Kombination der beiden klimafreundlichen Energie-Anlagen werden schwankende Erträge ausgeglichen, mögliche Risiken weiter minimiert und die Energieproduktion – und damit auch die finanziellen Erträge – auf einem gleichbleibend hohen Niveau gehalten.

 

Aufgrund der erweiterten Platzierungsstrategie veränderte Neitzel auch den Titel seines Investments in „Zukunftsenergie Deutschland 4″. Gleich bleibt jedoch, dass auch weiterhin nur in bereits abgenommene Anlagen an verschiedenen Standorten im deutschen Markt investiert wird.

 

„Zukunftsenergie Deutschland 4“ wurde im Juli 2015 aufgelegt, nachdem der Prospekt von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) genehmigt wurde. Da aufgrund einer Neuregelung des Kleinanlegerschutzgesetzes und des Vermögensanlagengesetz Prospekte für Emissionen nur noch ein Jahr lang eingesetzt werden dürfen, musste der Vertrieb von „Zukunftsenergie Deutschland 4“ bis zur erneuten Genehmigung im Dezember 2016 für mehrere Monate ruhen. Mittlerweile ist das Projekt wieder zeichenbar; neue Anleger können beitreten.

 

 

Ertragreiche Sachwerte identifizieren

Aktuell befindet sich die Sachwertinvestition in der Platzierungsphase. Geplant ist die Investition zu 70 Prozent in Photovoltaik-Anlagen. Die verbleibenden 30 Prozent sollen in Blockheizkraftwerken angelegt werden. Dabei laufen die Investition gut an. Allein in diesem Jahr wurden bereits drei Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von zwei Megawatt gekauft.

 

Die Sonne – kraftvolle Energiespenderin.

Das Investitionsvolumen von „Zukunftsenergie Deutschland 4“ übersteigt das seiner Vorgänger: Neitzel & Cie. plant Investitionen von rund 51 Millionen Euro. 20 Millionen Euro sollen dabei als Eigenkapital von Anlegerseite kommen. Diese können sich ab einer Investitionssumme von 20.000 Euro beteiligen. Grünes Geld liegt allerdings eine Sondergenehmigung vor, so dass hier auch ein Beitritt ab 10.000 Euro möglich ist. Bedingt durch die Sachwertbeteiligung erzielen Anleger steuerlich gesehen Einkünfte aus Gewerbetrieben. Die Ertragsprognosen für „Zukunftsenergie Deutschland 4“ liegen zwischen sechs und acht Prozent pro Jahr. Insgesamt ist eine Gesamtauszahlung von 168 Prozent einschließlich des eingesetzten Kapitals geplant. Die Erträge dieses Investments ergeben sich zum einen aus den garantierten Einspeisevergütungen für den produzierten Strom, zum anderen durch den Verkauf der Anlagen nach der geplanten zehnjährigen Laufzeit.

 

Über eine Sonderausschüttung von rund fünf Prozent konnten sich Anleger drüber hinaus im April dieses Jahres freuen. Das Geld stammt aus einer Schadensersatzzahlung, die Neitzel & Cie. bei einer außergerichtlichen Einigung erwirken konnte. Das Industrieunternehmen, das den Einsatz eines Blockheizkraftwerkes wünschte, musste vom Vertrag zurücktreten und entsprechend Schadensersatz leisten. Auch ein Beispiel für die vorausschauenden Verhandlungen der Experten von Neitzel und deren unternehmerischer Verantwortung gegenüber ihren Kunden.

 

 

Zuverlässige Partner für nachhaltige Investments

Wer in Sachwerte investiert, benötigt einen zuverlässigen Partner. Neitzel & Cie. hat in den vergangenen Jahren das Vertrauen seiner Anleger nie enttäuscht und mit den Solar- und Zukunftsenergie-Investments sichere und ertragreiche Finanzanlagen angeboten. Alle Solar-Beteiligungen konnten alle geplanten Ausschüttungen mindest erfüllen; teilweise übererfüllen. Auch mit „Zukunftsenergie Deutschland 4“ schicken sich die Sachwertspezialisten aus Hamburg an, die Erfolgsgeschichte weiterzuschreiben. Nicht zuletzt wurde die Beteiligung in der Branche als “TOP nachhaltiges Investmentvermögen” ausgezeichnet.

 

Grünes Geld, erfahrener Finanzdienstleister für Geldanlagen im Bereich der Erneuerbaren Energien, berät Sie gerne umfassend zu dieser interessanten Beteiligung und zu vielen anderen nachhaltigen Investment, die nicht nur gut für Umwelt und Klima sind, sondern auch sehr gute Erträge versprechen.

 

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

USA unter Trump – Klimapolitik im Rückwärtsgang

Donnerstag, 30. März 2017
Zusammenfassung: Donald Trump hat in dieser Woche die bisherigen Umwelt- und Klimaschutzprogramme der USA zurückgenommen. Damit müssen US-Behörden bei Entscheidungen die Auswirkungen auf das globale Klima nicht weiter berücksichtigen. Konkret verabschieden sich die USA damit auch von Grenzwerten bei CO2- und Methan-Emissionen und entfernen sich so von den Zielen des unterzeichneten Klimaschutzabkommens von Paris. Nicht vergessen hat Trump seine Wahlversprechen zur Kohleförderung. Ob diese jedoch wirklich Arbeitsplätze bringen wird, ist selbst in der Kohleindustrie umstritten.

 

 

Die Würfel sind gefallen – Trump beschließt Kurswechsel in der US-Klimapolitik.

Gerhard Schröder litt 1998 kurzfristig unter akuter Vergesslichkeit, als ihm die korrekte Bezeichnung des „Ministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend“ partout nicht einfallen wollte. Flapsig bezeichnet er das Ministerium in „Familie und Gedöns“ um. Ein Lapsus, den ihm nicht nur Senioren, Frauen und Jugend übel nahmen und der ihm – so räumte es der Altbundeskanzler in einem Interview ein, mittlerweile Leid tue.

 

Ob US-Präsident Donald Trump auch in einigen Jahren Reuegefühle überkommen werden, wenn er an seine Politik 2017 zurückdenken wird, ist fraglich. Fakt ist jedoch, dass Trump dringende Klimaschutzmaßnahmen im Allgemeinen für absolutes „Gedöns“ – amerikanisch „hullabaloo„, hält und den Klimawandel für nichts als „fake news“.

 

 

Aktuelles Dekret weicht Klimaschutz auf

US-Präsident Trump hat am Dienstag dieser Woche die US-Umweltschutzbehörde EPA (United States Environmental Protection Agency)  besucht und dabei ein Dekret erlassen, das die bisherigen Programme zum Umwelt – und Klimaschutz in den Vereinigten Staaten stark aufweichen wird. Kurzgefasst beinhaltet das Dekret einen Freibrief für die US-Bundesbehörden: Bei Entscheidungen müssen mögliche Auswirkungen auf den Klimawandel nicht berücksichtigt werden.

 

Verantwortung für Klimaschutz übernehmen – die USA bewegen sich auf dünnem Eis.

Kernpunkt des Dekrets ist die Abschaffung des „Clean Power Plans“, den Barack Obama während seiner Amtszeit versuchte auf den Weg zu bringen. Der Plan setzte bestehenden und geplanten Kraftwerken in den USA verbindliche Obergrenzen beim Schadstoffausstoß. Ziel war es, so die Emission von klimaschädlichen Treibhausgasen zu senken und bis zum Jahr 2030 ein Drittel unter den Emissionswerten aus dem Jahr 2005 zu liegen. Damit wollten die USA die CO2-Ziele des UN-Klimaabkommens von Paris erreichen. Allerdings hatte rund die Hälfte der US-Bundesstaten – vornehmlich republikanisch geführte Staaten – sowie Energiekonzerne gegen den Plan geklagt. Wegen rechtlicher Bedenken hatte der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten den „Clean Power Plan“ – und damit die Klimastrategie der Demokraten – bereits vor einem Jahr vorerst außer Kraft gesetzt.

 

Weiterhin setzt Trump jetzt alles daran, dass die inländische Energieproduktion auf keinen Fall durch Maßnehmen zum Klimaschutz gebremst werden können. So hebelt Trump mit dem Dekret das bisherige Abkommen aus, demnach der Staat kein öffentliches Gebiet für die Kohleförderung verpachten darf.

 

Ebenfalls geändert – beziehungsweise herabgesetzt – wurden die Grenzwerte für Emissionen in der Öl- und Gasindustrie. Das hier freigesetzte Methan fördert den Treibhauseffekt noch stärker als das klimaschädliche CO2.

 

 

USA jenseits des Pariser Abkommens zum Klimaschutz

Die UN-Klimakonferenz in Marrakesch Ende des vergangenen Jahres hatte mitunter die Aufgabe, das Klimaschutzabkommen von Paris konkret auszugestalten. Auch die USA haben das Paris-Abkommen ratifiziert und sich damit den Zielen verpflichtet, die Erderwärmung zu begrenzen und dafür den Ausstoß von Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen zu reduzieren. Dass der Beginn des Klimagipfels mit der Wahl Donald Trumps in den USA zeitlich zusammenfiel, rückte die Frage nach der künftigen Klimapolitik der USA ins Zentrum des weltweiten Interesses. Schließlich hatte sich Trump im Wahlkampf stets als Leugner der Klimakrise inszeniert und stets die Notwendigkeit betont, Öl- und Kohleförderung weiter auszubauen. Jetzt mach Trump ernst. Experten gehen allerdings davon aus, dass eine offizielle Absage der USA an das Klimaschutzabkommen von Paris rechtlich zu aufwändig sind. Eher – so die Vermutung – werde die Regierung Trump in diesem Bereich einfach gar nichts unternehmen.

 

Ein fataler Stillstand für den Klimaschutz, denn Wissenschaftler gehen davon aus, dass es auch mit dem „Clean Power Plan“ für die USA schwierig geworden wäre, die gesteckten Ziele zum Klimaschutz zu erreichen, ohne staatlich kontrollierte Grenzwerte bei den Emissionen von Treibhausgasen und Förderung Erneuerbarer Energien wird der Klimaschutz jedoch nahezu unmöglich.

 

Eines der Probleme ist dabei auch, dass der Klimavertrag von Paris mehr oder weniger eine Selbstverpflichtung der Staatengemeinschaft darstellt. Die Vereinten Nationen können keine Umsetzung von den unterzeichnenden Staaten einklagen und sieht auch keinerlei Sanktionsmöglichkeiten vor.

 

 

Was kommt nach dem „Clean Power Plan“?

Mit der Aufkündigung des „Clean Power Plans“ stehen Trump und die EPA jetzt vor der schwierigen Aufgabe, ein neues Programm vorlegen zu müssen. Das wurde vom Obersten Gerichtshof vorgegeben, allerdings ohne Angabe einer konkreten Frist. Sollten Trump und EPA-Chef Scott Pruitt für die Strategie des Aussitzens entscheiden, drohen jedoch Klagen. Denn Umwelt- und Klimaschutzgruppen in den USA bringen sich aktuell in Stellung.

 

Widerstand gegen den Stillstand in der Klimapolitik hat bereits der Generalstaatsanwalt des Bundesstaates New York, Eric T. Schneiderman, angekündigt. Gemeinsam mit 23 Bundessstaaten und Regionalbehörden will er das Dekret anfechten. Dabei erweist sich Schneiderman als erfahrener Widersacher. Bereits bei Trumps drastischer Streichung von Geldern des Umweltministeriums konnte Schneiderman den New Yorkern die direkten Auswirkungen klar machen und eine Klage anstrengen. Bekannt ist Schneiderman auch durch seine Klage gegen den deutschen Automobilkonzern VW im Rahmen des Diesel-Skandals.

 

 

 „America First“ in der Energiepolitik – es geht um die Kohle

Die aktuelle Entwicklung zeigt deutlich, dass Trump mit seiner „America First“-Energiepolitik ernst macht und alle bisherigen Hürden für den Abbau fossiler Energieträger wie Kohle, Öl und Gas in den USA beseitigt. Klar ist allerdings damit auch, dass der Ausstoß an Treibhausgasen weiter ansteigen wird. Bereits heute zeichnen die USA für rund 16 Prozent des globalen CO2-Ausstoßes verantwortlich.

 

Kohle soll Arbeitsplätze in den US sichern.

Trump hält seine Wahlversprechen konsequent ein. Während der Präsidentschaftswahlen bekannte er sich deutlich zur Kohle. Entsprechend publikumswirksam vollzog er auch die Unterzeichnung des Umweltdekrets in dieser Woche in Anwesenheit von Kohlearbeitern, denen er auch seine Wahl verdankt.

 

Mit einer Förderung der fossilen Energieträger will Trump die Vereinigten Staaten von teuren Energieimporten und ausländischen Energiequellen unabhängig machen. Die Tatsache, dass die USA bereits seit einigen Jahren faktisch ohnehin energieautonom sind, wird dabei vernachlässigt.

 

Zum anderen hat Trump neue Arbeitsplätze in der Kohleindustrie versprochen. Ob er dieses Versprechen halten kann, ist allerdings ungewiss und wird selbst von Unterstützern seiner Politik anzweifelt. Während in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts noch etwa eine viertel Million Amerikaner in der Kohleindustrie arbeiteten, waren es 2008 nur noch die Hälfte. Bis 2015 rutschte die Zahl der „Kumpels“ weiter unter die 100.000 Arbeiter. Der Marktanteil von Energie aus Kohle wird selbst innerhalb der Branche als wenig steigerungsfähig gesehen.

 

 

Die Zukunft der Erneuerbaren Energien in den USA

Die Entwicklung und den Ausbau Erneuerbarer Energien, wie Wind- oder Solarenergien, sollte selbst Trump nicht völlig zurückschrauben können. Schließlich haben sich Anlagen zur Erzeugung von sauberem Strom durchaus zu einem lukrativen Business-Modell entwickelt. Möglich ist hier allerdings, staatliche Subventionen in diesen Bereichen zurückzufahren.

 

Finanzexperten sehen hier allerdings keine besondere Gefahr. Durch den technischen Fortschritt und die Weiterentwicklung im Bereich der Energiegewinnung aus Sonne, Wind und Wasser, sind die Kosten zur Gewinnung regenerativer Energien stark gesunken. Entsprechend stehen Erneuerbare Energien auch ohne Subventionen kurz vor der völligen Wettbewerbsfähigkeit.

 

Abzuwarten bleibt auch, welchen Kurs die einzelnen Bundesstaaten in der Energiefrage einschlagen, denn bei ihnen liegt letztlich die Entscheidung, welche Ressourcen sie zur Energiegewinnung nutzen. Immerhin haben sich mehr als die Hälfte der US-Bundesstaaten freiwillige Ziele zum Ausbau Erneuerbarer Energien gesteckt.

 

 

USA ohne Vorbildfunktion

Unterschiedlich fielen die internationalen Reaktionen auf Trumps Abkehr von der bisherigen US-Klimapolitik aus. Während einige Staaten und Kommentatoren einen enormen Rückschlag für die globale Klimapolitik prognostizieren, bewerten andere den Rückzug der USA als weniger gravierend.

 

Zum einen, weil noch nicht klar ist, wie stark sich Trumps Linie in den USA tatsächlich durchsetzen wird. Zum anderen weil die USA nur ein Teil eines großen Puzzles darstellen. So gibt erklärt China, das Land mit dem derzeit höchsten Anteil an CO2-Ausstoß, dass es sich klar dem Pariser Klimaschutzabkommen verpflichtet sieht und weiter massiv in Erneuerbare Energien investieren wird. Klimaschutzexperten bestätigen, dass sich der Weg lohnt, für das laufende Jahr prognostizieren sie China fallende CO2-Emissionen in Höhe von einem Prozent.

 

 

Was Trump von Rockefeller lernen kann

Die Überzeugung, dass Erneuerbare Energien ein gewinnbringendes Investment sind, setzt sich zunehmend in der Finanzwirtschaft durch. Dabei zeichnet sich der Trend ab, Anlagen aus den Bereichen Kohle und Öl zu verkaufen und statt dessen in den Bereich der Erneuerbaren Energien zu investieren. In den USA zählen zunehmend institutionelle und Großanleger zu dieser „Divestment“-Bewegung.

 

Populäres Beispiel ist die Stiftung der Familie des legendären Öl-Magnaten John D. Rockefeller. Rockefeller begründete Ende des 19. Jahrhunderts mit dem Aufbau von Pipelines und Raffinerien das enorme Vermögen der Familie. 2014 entschlossen sich die Erben des Standard Oil-Gründers, einen neuen Weg einzuschlagen und schichtete 860 Millionen Dollar aus dem Rockefeller Brothers Fund um in Erneuerbare Energieträger.

 

Auch für Anleger, die in einer anderen Größenordnung investieren wollen, sind klimaschützende Geldanlagen eine gute Entscheidung. Grünes Geld, erfahrener Experte für nachhaltige Geldanlagen, verfügt über ein breites Portfolio von Anlagen aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien. Denn Sonne, Wind- und Wasser helfen, den Klimawandel aufzuhalten.

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Wetter oder Klima? – Auswirkungen der Erderwärmung

Freitag, 20. Januar 2017
Zusammenfassung: Sind die extrem heißen Sommer und die „Jahrhunderthochwasser“ der letzten Jahre Wetterphänomene oder schon Folgen des fortschreitenden Klimawandels? Wie hängt alles miteinander zusammen und was kann gegen die globale Erderwärmung getan werden? – Wichtigste Maßnahmen sind jetzt, CO2 zu reduzieren und klimafreundliche Energien zu nutzen.

 

 

Wetterphänomene beeinflussen unser Leben.

Gerade hatte das Sturmtief „Egon“ weite Teile des Landes in Aufruhr versetzt. Auf den Straßen herrschte Chaos: Autos und Busse kamen ins Rutschen oder blieben stecken. Der Verkehr kam streckenweise komplett zum Erliegen, denn neben dem hohen Schneeaufkommen sorgten auch umgestürzte Bäume und vom Sturm abgerissene Äste sowie weggewehte Mülltonnen für starke Behinderungen. Auch die Bahn musste die Höchstgeschwindigkeit ihrer ICEs drosseln und einige Strecken zeitweise komplett sperren, an den Flughäfen wurden zahlreiche Flüge annulliert. In einigen Regionen fiel zeitweise der Strom aus.

 

Spielt das Wetter verrückt oder sind die Extremsituationen der vergangenen Jahre nur „Ausreiser“ einer völlig normalen Entwicklung?

 

 

Alle reden vom Wetter …

„Alle reden vom Wetter, wir nicht!“ – Mit diesem Slogan warb die Deutsche Bahn Mitte der sechziger Jahre und brachte damit zum Ausdruck, dass moderne Verkehrsmittel von Wind und Wetter unabhängig und zuverlässig sind. Dass sich das nicht völlig bewahrheitet hat, ist hinlänglich bekannt, denn das Wetter beeinflusst auch weiterhin unser Leben. Entsprechend bleibt dass Wetter auch unangefochtenes Small Talk-Thema Nummer eins. Und das mit einigem Recht, denn das Wetter nimmt extremen Einfluss auf die Gefühlslage der Menschen, die Wahl der Kleidung, des Verkehrsmittels, des Urlaubsziels.

 

 

… oder vom Klima

Das unverfängliche Thema Wetter hat seit der fortschreitenden weltweiten Industrialisierung eine weitere Dimension erhalten. Es geht darum, wie weit sich die Einflüsse des Menschen auswirken.

 

Dass sich durch den gestiegenen Ausstoß des Treibhausgases CO2 das Klima verändert hat, wird kaum noch in Frage gestellt. Aber was macht den Unterschied zwischen Wetter und Klima aus?

 

 

 

 

 

Der kleine Unterschied zwischen Wetter, Witterung und Klima

Das Wetter gilt als Sammelbegriff für sämtliche meteorologischen Phänomene. Entscheidend für die Abgrenzung von Wetter und Klima ist jedoch die Zeitspanne eines Phänomens, beispielsweise anhaltende Dürre. Entsprechend beschreibt Wetter die aktuelle Lage, die Witterung gibt den Charakter des Wetters über mehrere Tage oder Wochen wider. Das Klima hingegen beschreibt den Zustand der Atmosphäre über einen längeren Zeitraum hinweg, im Allgemeinen zwischen 30 und 40 Jahren. Dabei wird aus den an einem Ort gesammelten Messdaten ein Mittelwert gebildet, etwa die Durchschnittstemperatur, die Hauptwindrichtung oder die durchschnittliche Niederschlagsmenge. Langzeitmessungen ermöglichen es, den Klimawandel zu beschreiben und Auffälligkeiten zu identifizieren.

 

 

Vom Klimawandel zur Klimakrise

Das aktuelle Wetter können Menschen nicht verändern, sehr wohl aber das Klima beeinflussen. Und genau das hat die Menschheit seit der Industrialisierung massiv getan. Denn seit dem hat der Energieverbrauch in der Industrie und in den privaten Haushalten rasant zugenommen, das Verkehrsaufkommen ist gestiegen. In der Landwirtschaft stehen Massentierhaltung und der Anbau von Monokulturen an der Tagesordnung.

 

Durch die Verbrennung fossiler Rohstoffe wie Kohle, Öl und Gas werden aktuell jeden Tag 150 Millionen Tonnen CO2 in die Atmosphäre gebracht. Hinzu kommt das klimaschädliche Methan aus der Viehzucht.

 

Die hohe Konzentration der Treibhausgase CO2 und Methan hat die Atmosphäre aufgeheizt und die globale Erderwärmung vorangetrieben: Das vergangene Jahr war das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1880 und damit mehr als ein Grad wärmer als im vorindustriellen Zeitalter. Wissenschaftler gehen davon aus, dass es sich um das wärmste Jahr seit Ende der Eem-Zeit vor mehr als 100.000 Jahren handelt.

 

Die Erderwärmung beschleunigt sich und bringt nicht nur einen Wandel des Klimas mit sich, sondern eine echte Klimakrise. Entsprechend ist ein globales Klimaschutzziel der Vereinten Nationen, die Erderwärmung deutlich unterhalb der 2-Grad-Celsius-Marke zu halten. Das bedeutet nicht, dass die Temperaturen maximal um 2 Grad weiter ansteigen dürfen, sondern dass die Erwärmung gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter die 2-Grad-Grenze nicht passieren darf. 2016 lag die angestiegene Durchschnittstemperatur bereits über 1,1 Grad Celsius zum Vergleichswert.

 

 

Die Folgen der Erderwärmung

Die Erderwärmung lässt den Meeresspiegel ansteigen.

Eine Erwärmung der Erde hat kein „besseres Wetter“ zur Folge, sondern extreme Wetterphänomene wie anhaltende Hitzewellen und Stürme. Hinzu kommt das Schmelzen der Polkappen und des Grönlandeises. Dies führt zu Überschwemmungen bis hin zum Verschwinden ganzer Inseln und Küstenregionen.

 

Damit bringt die Veränderung des globalen Klimas die größte Gefahr überhaupt, denn die Lebensgrundlagen auf der Erde werden unwiederbringlich zerstört.

 

Die Auswirkungen der Erderwärmung machen sich bereits an vielen Orten der Welt bemerkbar.  Der Klimawandel ist bereits in vollem Gange und hat weltweit das Aussterben von Tier- und Pflanzenarten zur Folge. Entsprechend leiden auch die Menschen, denn Dürre und Missernten verursachen Hungersnöte. Besonders in Afrika – dem Kontinent mit dem geringsten CO2-Ausstoß weltweit – hat das zur Folge, dass unzählige Menschen ihr Land verlassen, das ihnen keine Lebensgrundlage mehr bietet.

 

Aber auch die Wetterextreme in Deutschland häufen sich und dienen als Beleg des fortschreitenden Klimawandels: Die Ursachen für die steigende Anzahl sogenannter „Jahrhunderthochwasser“ liegt durchaus in der stärkeren Verdunstung bei steigende Wärme. Die Folgen sind starke Niederschläge und Überschwemmungen.

 

 

Klimaschutz jetzt!

Während nur noch eingefleischte Klimaschutz-Gegner den Einfluss menschlicher Faktoren auf das Klima leugnen und die Entwicklung als natürlich einordnen, sind sich führende Klimaforscher längst einig, dass der Klimawandel für Wetterextreme und Naturkatastrophen verantwortlich zeichnet. Auch die Verantwortung der Menschheit für den Klimawandel im Anthropozän ist unbestritten.

 

Nun gilt es, das Schlimmste zu verhindern. Ein wichtiger Beitrag, um die Erderwärmung zu stoppen, ist dabei der Verzicht auf fossile Energieträger und  die konsequente Förderung Erneuerbarer Energien sowie klimafreundlicher Technologien.

 

 

Klimaschutz – Investitionen die sich auszahlen

Die Entwicklung des globalen Klimas ist kritisch. Aber von Menschen verursachte Entwicklungen können und müssen auch von Menschen verändert werden. Einer der wirkungsvollsten Faktoren um Veränderungen herbeizuführen und zu beschleunigen ist Geld.

 

Mit gezielten Investitionen in klimafreundliche Technologien, wie beispielsweise Wasserkraftwerke, Sonnen- und Windparks, ökologische Baumaterialien oder Technik für verbesserte Energieeffizienz, kann die Klimakrise wirkungsvoll gebremst werden. 

 

Investitionen in Klimaschutz bringen einen doppelten Gewinn. Zum einen wird das Klima und – damit verbunden – Mensch und Umwelt geschützt. Zum anderen können sich Anleger über gute Erträge freuen.

 

Grünes Geld, Experte für klimafreundliche Geldanlagen, berät Sie zu den vielfältigen Möglichkeiten. So ist Ihr Geld wind- und wetterfest angelegt.

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

UN-Klimakonferenz COP 22 in Marrakesch – es geht voran

Dienstag, 22. November 2016
Zusammenfassung: Nach dem letzten Klimagipfel in Paris und dem gemeinsamen Abkommen zum Klimaschutz wurden jetzt bei der UN-Klimakonferenz in Marrakesch die konkreten Schritte zur Umsetzung verhandelt. Das gemeinsame Ziel ist unstrittig, Begrenzung der Erderwärmung. Gastgeberland Marokko zeigt sich vorbildlich in Sachen Klimaschutz. Europa muss seine Klimaziele weiter voran bringen, vor allem durch den Ausbau von erneuerbaren Energien.

 

Tee trinken, ja! - Abwarten: nein!

Tee trinken, ja! – Abwarten: nein!

In der vergangenen Woche ging die 22. UN-Weltklimakonferenz im südmarokkanischen Marrakesch zu Ende. Mehr als zehn Tage lang verhandelten und diskutierten die Vertreter der teilnehmenden Staaten, wie der Klimawandel und die damit verbundene Erderwärmung wirkungsvoll zu stoppen seien.

 

Gleich zu Beginn der Konferenz ging ein Ruck durch die Reihen: Die Nachricht, dass Donald Trump die Präsidentschaftswahlen in den USA für sich entscheiden konnte, lässt nichts Gutes für den Klimaschutz aus dieser Richtung hoffen. Zählt Trump doch zu den Leugnern des anthropogenen, also durch das menschliche Verhalten verursachten, Klimawandels. Eine seiner ersten Ankündigungen war dementsprechend die Zusage, Kohleabbau und Ölförderung kräftig zu unterstützen.

 

 

Gastgeber Marokko – mit gutem Beispiel voran

Letztlich war diese Nachricht nicht richtungsweisend für die Stimmung in Marrakesch. Schließlich hatte das Klimasekretariat der Vereinten Nationen zu einer Konferenz des Handelns aufgerufen. Entsprechend äußerte sich Salaheddine Mezouar, Konferenzpräsident und Außenminister des gastgebenden Landes, in seiner Eröffnungsrede. Er forderte die Staatengemeinschaft auf, Entscheidungen zum Klimaschutz zu treffen und dementsprechend zu handeln. Schließlich leiden bereits viele Länder – vornehmlich südlich der Sahara – unter dem fortschreitenden Klimawandel.

 

Gastgeberland Marokko geht dabei mit gutem Beispiel voran. Das relativ kleine Land hat sich ehrgeizige Klimaziele in einem nationalen Klimaplan gesetzt und bereits einiges zur Umsetzung getan. Bis 2030 will Marokko mehr als die Hälfte seiner Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen wie Wind und Sonne beziehen. Experten bewerten dies als realistisch, schließlich hat Marokko in kürzester Zeit eines der größten Solarkraftwerke weltweit aufgebaut und plant bereits weitere Anlagen. Mit dem Ausbau von erneuerbaren Energien macht sich Marokko auch unabhängig von teuren Importen, denn das Land verfügt selbst über keine ÖL- und Gasvorkommen. Darüber hinaus trägt Marokko durch enorme Emissionseinsparungen, wie etwa durch Elektrobusse, kaum eine Verantwortung für den globalen Klimawandel.

 

Der CO2-Ausstoß pro Kopf beträgt dort 1,6 Tonnen, im Vergleich dazu werden in Europa durchschnittlich zehn Tonnen CO2 pro Person emittiert, in den USA sind es doppelt so viel, rund 20 Tonnen CO2 pro Person. Der Durchschnittsverbrauch an CO2 auf dem afrikanischen Kontinent beträgt lediglich 0,5 Tonnen pro Person. Doch gerade dort machen sich die Auswirkungen der globalen Klimaveränderung besonders bemerkbar: In den letzten Jahren war Afrika vielfach von Wetterextremen betroffen, in erste Linie von Überschwemmungen.

 

Auch hier zeigt sich Marokko vorbildlich und hat Partnerschaftsabkommen mit verschiedenen afrikanischen Staaten verabschiedet, um sie beim Ausbau erneuerbarer Energien tatkräftig zu unterstützen und eine entsprechende Infrastruktur aufzubauen. Aktiv ist Marokko hier bereits in Mauretanien, Niger, im Tschad sowie an der Elfenbeinküste.

 

 

Jahr eins nach Paris – Konferenz des Handelns

Im vergangenen Jahr konnte die 21. Klimakonferenz bereits positive Signale in die Welt senden. Die 196 teilnehmenden Staaten der COP 21 haben mit dem Pariser Abkommen zum Klimaschutz erstmals einen gemeinsamer Rahmenvertrag erarbeitet, den es jetzt konsequent und zügig umzusetzen gilt, um die Erderwärmung deutlich unterhalb der zwei-Grad-Celsius-Grenze zu halten, optimalerweise unter dem 1,5-Grad-Celsius-Limit. Immerhin hatten im Oktober diesen Jahres mehr als 55 Staaten, die zusammen mehr als die Hälfte aller CO2-Emissionen verantworten, das Abkommen von Paris unterzeichnet.

 

Das Abkommen gibt mit der Begrenzung der Erderwärmung die Zielrichtung der internationalen Klimapolitik vor. Der Klimagipfel in Marrakesch stand damit unter dem durchaus anspruchsvollen Thema, die konkreten Verhandlungsschritte zu vereinbaren, Details zu klären und Anreize zur Umsetzung zu schaffen.

 

Bislang existieren noch große Unterschiede zwischen der Zielsetzung von Paris und den nationalen Klimaschutzplänen, die jetzt nachgebessert werden müssen. Denn die Ziele von Paris können nur erreicht werden, wenn sich die konsequente Abkehr von fossilen Energieträgern wie Kohle, Gas und Öl endlich durchsetzt. Gleichzeitig müssen die Waldbestände weltweit geschützt werden, um den bestehenden CO2-Ausstoß zu binden. Damit diese Ziele von allen Staaten aktiv umgesetzt werden können, ist außerdem eine finanzielle Unterstützung der Klimaschutzmaßnahmen in den ärmeren Ländern notwendig.

 

Hier sind jetzt besonders die Industriestaaten, Hauptverursacher des Klimawandels, gefordert. Ab 2020 sollen sie jährlich insgesamt 100 Milliarden Dollar für Klimaschutzmaßnahmen und -anpassungen in den Entwicklungsländern aufbringen. Ohne diese Finanzierungszusagen sind die lebenswichtigen Veränderungen in diesen Ländern kaum möglich.

 

Verhandelt wurde auch, wie jetzt das Abkommen von Paris in den einzelnen Staaten umgesetzt wird, also welchen konkreten Beitrag jedes Land zur Erreichung der vereinbarten Klimaziele leistet. Hier sind besonders die Staaten gefordert, die besonders viel CO2 emittieren. Ein wichtiges Ergebnis: Das sogenannte „Regelbuch für das Paris-Abkommen“ soll bis 2018 fertiggestellt werden. Ebenfalls 2018 wird die erste Überprüfung der gesteckten Klimaziele stattfinden.

 

 

Klimaschutz geht in die richtige Richtung

Klimaschutz - ein heller Streifen am Horizont.

Klimaschutz – ein heller Streifen am Horizont.

Experten bewerten die Konferenz in Marrakesch als ermutigenden Schub in die richtige Richtung. Generell wird von einer starken Solidarität innerhalb der Staatengemeinschaft gesprochen sowie dem spürbaren Willen, den in Paris eingeschlagenen Weg weiter zu verfolgen.

 

Gefordert sind jetzt auch die Mitgliedstaaten der Europäischen Union, ihre Klimaschutzziele zeitnah umzusetzen. Mit Blick auf Deutschland wird der Bundesregierung eine positive Klimaschutzpolitik bescheinigt, von der sich allerdings viele mehr Impulse versprochen haben. Kritiker monieren vor allem, dass noch immer die klare Absage an den fossilen Energieträger Kohle fehlt, ohne den Kohleausstieg jedoch die nationalen Klimaziele nicht zu schaffen seien.

 

Positiv aufgenommen wurde die langfristige Klimaschutzstrategie Deutschlands, denn bislang haben erst drei weitere Staaten langfristige Pläne eingereicht. Ebenso gut aufgenommen wurde das Engagement in Sachen Klimaschutz-Partnerschaft mit Entwicklungsländern und einer entsprechenden finanziellen Unterstützung des UN-Anpassungsfonds.

 

 

Der Druck nimmt zu

Eine Besonderheit an diesem Klimagipfel ist dabei durchaus die neue Verteilung der Führungsrollen in Sachen Klimaschutz. Zum einen zeigte sich die Industrienation China sehr engagiert im Ausbau der erneuerbaren Energien. Zum anderen zeigt das Beispiel Marokko, dass rasche Veränderungen durchaus möglich sind. Darüber hinaus haben 48 Entwicklungsländer erklärt, ihren Beitrag zum 1,5-Grad-Limit zu leisten und hundertprozentig auf erneuerbare Energien umzusteigen. Der Druck auf einen entsprechenden Beitrag zum Klimaschutz von Seiten der Industrienationen nimmt also deutlich zu. Schließlich drängt die Zeit, aktuell beträgt die Erderwärmung bereits 1,2 Grad Celsius.

 

 

Konsequent in erneuerbare Energien investieren

Fossile Energieträger im Boden lassen, den CO2-Ausstoß drastisch reduzieren, konsequent erneuerbare Energien fördern. Diese Maßnahmen klingen einfach. Um die Energieversorgung durch erneuerbare Energien zu gewährleisten, müssen jedoch die entsprechenden Unternehmen und Projekte gefördert werden. Werden Sie auch aktiv und schützen Sie mit Ihren Investitionen das Klima. Wir von Grünes Geld sind Experten für nachhaltige Geldanlagen. Gleichgültig, ob Sie in Windkraft oder Solaranlagen investieren wollen, wir achten darauf, dass Ihr Geld zum klimafreundlich angelegt wird und das mit attraktiven Erträgen.

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

   

Filmtipp: „Before the Flood“

Mittwoch, 09. November 2016
Quellen: "obs/National Geographic Channel/RatPac Documentary Films"

Quelle: „obs/National Geographic Channel/RatPac Documentary Films“

Wem der Schauspieler Leonardo DiCaprio bislang nur aus dem Kinohit „Titanic“ ein Begriff war, erlebt im Dokumentarfilm „Before the Flood“ eine ganz andere Seite des Hollywoodstars.

 

DiCaprio, seit zwei Jahren UN-Friedensbotschafter, sieht im fortschreitenden Klimawandel die größte Bedrohung der Menschheit und begibt sich auf eine Reise rund um die Welt. Gezeigt werden die vielfältigen Auswirkungen der globalen Klimakrise auf die Umwelt und die Menschen vor Ort.

 

Zu Wort kommen Ureinwohner, die um ihr Überleben kämpfen, Umweltaktivisten aus unterschiedlichen Staaten und Wissenschaftler. Darüber hinaus spricht Leonardo DiCaprio mit UN-Generalsekretär Ban Ki-moon, US-Präsident Barack Obama und mit Papst Franziskus über mögliche Lösungen, den Planeten vor der fortschreitenden Erderwärmung zu bewahren. Dabei wird auch die Bedeutung Erneuerbarer Energien für den globalen Klimaschutz betont.

 

Mit seinen eindringlichen Bildern und einer klaren Botschaft ist „Before the Flood“ eine legitime Fortsetzung des Al Gore-Films „Eine unbequeme Wahrheit“.

 

Um den Film möglichst vielen Menschen weltweit zugänglich zu machen, wird „Before the Flood“ in 171 Ländern und in 45 Sprachen kostenfrei über National Geographic Channel und soziale Medien ausgestrahlt.

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

 

 

 

Denkanstöße zum Klimaschutz – Welt-Vegetariertag

Freitag, 30. September 2016
Zusammenfassung: Gedenk- und Aktionstage geben interessante Impulse. Der Welt-Vegetariertag ist ein Anstoß, wieder einmal über unser Lebensmittel nachzudenken, wie sie hergestellt werden und welchen Einfluss sie auf das weltweite Klima nehmen.

 

 

"Der Kürbis ist die Entschuldigung der Natur, dass der Sommer nun endgültig vorbei ist."

„Der Kürbis ist die Entschuldigung der Natur, dass der Sommer nun endgültig vorbei ist.“

In diesem Jahr liegen sie einträchtige nebeneinander im Kalender: Der Welt-Vegetariertag am 1. Oktober und das Erntedankfest am 2. Oktober. Erster macht in diesem Jahr bereits zum 40. Mal auf die Vorteile einer fleischfreien Ernährung aufmerksam, letzterer hat einen religiösen Hintergrund und steht für den Dank nach dem Ende der Erntezeit.

 

Eigentlich passen beide auch recht gut zusammen, denn beim Erntedank stehen die regionalen Früchte des Feldes und ihre Bedeutung für unser Leben im Vordergrund. Begangen wird das kirchliche Erntedankfest traditionell am ersten Sonntag im Oktober. Besonders in ländlichen Gemeinden wird dieser Tag groß gefeiert. Altäre werden mit Obst, Gemüse, Getreide und Blumen festlich geschmückt. Meist werden diese Gaben der Natur anschließend gespendet. In vielen Gegenden gibt es dann nach dem Kirchgang ein großes Essen für die Gemeinde – im Allgemeinen eine Gemüsesuppe, bei deren Anblick Vegetariern das Wasser im Munde zusammenläuft. Ein gutes Wochenende also für Freunde der fleischlosen Lebensweise. Wer nach so vielen Gedenk-Tagen erschöpft ist, kann sich auf einen freien Montag freuen, denn am 3. Oktober wird der „Tag der deutschen Einheit“ gefeiert.

 

Nun sind die Kalender mittlerweile voll von Gedenk- und Aktionstagen und nicht alle sind von übergeordneter Bedeutung. Auch vielfältige Kuriositäten haben mittlerweile Einzug in die Jahresübersichten gehalten, wie beispielsweise der „Tag der Teppichfalte“ (3. Mai) oder der „Tag der Büroklammer“ (29. Mai). Letztere stammen beide – wenn wundert es – aus den USA.

 

 

Vegetarisches Essen – ein Thema setzt sich durch

Aus den USA kam auch der Impuls für einen internationalen Welt-Vegetariertag, der seit 1977 am 1. Oktober begangen wird. Anstoß dazu gab die „North American Vegetarian Society“ beim Welt-Vegetarier-Kongress in Schottland. Dass der Welt-Vegetariertag jedoch nicht einfach ein weiteres kurioses Datum darstellt, zeigt das gestiegene Bewusstsein für den Einfluss des hohen Fleischkonsums auf Umwelt und Klima weltweit.

 

Die Gründe für fleischlose Ernährung sind vielfältig. Vegetarier lassen sich nicht mehr so einfach einordnen.

Die Gründe für fleischlose Ernährung sind vielfältig. Vegetarier lassen sich nicht mehr so einfach einordnen.

Vegetarier, Veganer, Flexitarier, das Thema Ernährung ist niemandem mehr gleichgültig. Wegbereiter für das steigende Interesse an unserer Nahrung waren dabei mitunter die Lebensmittelskandale der vergangenen Jahre.

 

Der Vegetarierbund Deutschland (VEBU) geht derzeit von rund acht Millionen Vegetariern in Deutschland aus, das sind zehn Prozent der Bevölkerung. Konservativere Schätzungen liegen darunter, in jedem Fall hat sich jedoch der Anteil in den vergangenen dreißig Jahren rasant erhöht, denn 1983 gaben nur 0,6 Prozent an, Vegetarier zu sein.

 

Noch stärker gestiegen ist die Gruppe der Flexitarier, der sogenannten „Teilzeit-Vegetarier“. Sie praktizieren bewusst, was vor dem Abfall der Fleischpreise vielfach gang und gäbe war: Sie verzichten an mindestens drei Tagen pro Woche auf Fleisch. Flexitarier nehmen mit einem Anteil von 42 Millionen bereits die Mehrheit der Bevölkerung ein. Hier sind auch vielfach Anhänger der Slow Food-Bewegung zu finden, die regionale und ökologische und qualitativ hochwertige Fleischprodukte befürworten.

 

Dass die vegetarische Lebensweise mittlerweile flächendeckend akzeptiert wird, zeigt die Praxis. Nahezu jedes Lokal setzt ein oder mehrere vegetarische Gerichte auf seine Speisekarte – und nicht nur in den Szenelokalen der Metropolen, sondern auch im ländlichen Raum. Die vegetarischen Angebote werden bestellt, zunehmend auch von Nicht-Vegetariern.

 

Hinzu kommt die wachsende Vielfalt an vegetarischen Lebensmitteln. Diese werden nicht nur – wie noch vor zwanzig Jahren üblich – in Reformhäusern und Bioläden angeboten. Sie haben sich zu einem bedeutsamer Wirtschaftsfaktor auch für Supermärkte und Discounter entwickelt. Allein im vergangenen Jahr wurden rund 454 Millionen Euro mit vegetarischen Produkten umgesetzt.

 

Um das Vertrauen in vegetarische Produkte zu unterstützen, hat der VEBU eine eigene Kennzeichnung für vegane Lebensmittel entwickelt, das V-Label. So lässt sich beim Einkauf schnell erfassen, ob das Produkt wirklich rein vegetarisch ist, oder ob sich im Kleingedruckten noch beispielsweise Gelatine versteckt hat.

 

 

Prima Klima ohne Fleisch

Sich bewusst gegen Fleischprodukte zu entscheiden – sei es täglich, sei es mehrmals pro Woche – ist unterschiedlich motiviert. Ethische Gründe, Ablehnung der Massentierhaltung, Viehtransporte und unwürdige Schlachtungen, ökologische und klimapolitische Gründe spielen vielfach eine wichtige Rolle. Hinzu kommen – auch flankierend – gesundheitliche Gründe und eine Verbesserung des Wohlbefindens durch den Verzicht auf Fleisch.

 

 

Der kleine Unterschied zwischen Soja-Bratling und Kraftfutter

Welt-Vegetariertag ist damit auch als Einladung für Alles-Esser zu verstehen, die Besonderheit und Vielfalt vegetarischer Mahlzeiten zu erleben und sich bewusst zu machen, wie unsere tierischen Lebensmittel hergestellt werden und welchen Einfluss diese Produktionsweise auf das weltweite Klima ausübt.

 

Denn der Siegeszug des Fleischs in den letzten Jahrzehnten ist vor allem dem enormen Preisverfall geschuldet. An die Stelle des traditionellen Sonntagsbratens trat eine erschwingliche tägliche Fleischmahlzeit für alle. Um diesen enormen Bedarf zu decken, sind riesige Ackerflächen weltweit nötig. Nicht allein für die Tierhaltung, die vornehmlich in Stallung geschieht. In erster Linie wird das Land für den Anbau von Viehfutter gebraucht. Wenn also zu lesen ist, dass südamerikanische Regenwälder für den Anbau von Soja zerstört werden, liegt das im Allgemeinen nicht an den Soja-Bratlingen der europäischen Vegetarier. Im Gegenteil: 80 Prozent der Soja-Importe kommen als Schrot zu uns und landen in den Futtertrögen von Rindern, Schweinen und Geflügel. Dabei ist der Sojaeinsatz hoch, die „Fleischausbeute“ dagegen niedrig: Ein Kilo Sojabohnen wird zur Herstellung von zwei Kilogramm Tofu benötigt. Wird die gleiche Menge Soja jedoch in der Schweinemast verfüttert, kommen im Endeffekt nur 300 Gramm Fleisch dabei heraus.

 

Das Soja, das hierzulande in vegetarischen Produkten zu finden sind, stammt dagegen mehrheitlich aus Europa, teilweise auch aus ökologischem Landbau in Süddeutschland. Dieser garantiert auch, dass kein gentechnisch verändertes Soja verwendet wird. Das kommt jedoch vielfach im Futter-Soja vor und landet damit oftmals unbemerkt auf dem Teller. Lebensmittel müssen nur bei einem Anteil über 0,1 Prozent gentechnisch veränderte Bestandteile gekennzeichnet werden, allerdings greift diese Regelung noch nicht bei Fleisch- und Milchprodukten sowie bei Eiern, denn die Verfütterung gentechnisch veränderter Pflanzen ist nicht kennzeichnungspflichtig. Verlässliche Informationen bieten hier nur die Siegel des ökologischen Landbaus (unter anderem Demeter und Bioland) und des Verbands Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG).

 

 

Natürliche Vielfalt erhalten – Klima schützen

Neben dem enormen Landverbrauch und der Verfütterung pflanzlicher Lebensmittel zur Fleischgewinnung tritt noch ein hoher Wasserverbrauch, die CO2-Belastung der Umwelt durch Viehtransporte, Lagerung und Kühlung und – nicht zu unterschätzen, die Methan-Emissionen durch flatulierende Rinder. Dieses Treibhausgas wirkt klimaschädlicher als CO2.

 

Zusammengefasst gilt, wer auf Fleisch verzichtet und sich hauptsächlich pflanzlich ernährt, produziert weniger Treibhausgase. Die Naturschutzorganisation Der World Wide Fund For Nature (WWF) geht davon aus, dass unsere Ernährung für rund 70 Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich zeichnet. Ein Zahl, die erst einmal schwer im Magen liegt.

 

Der Welt-Vegetariertag zeigt, dass unser Essen eine weltweite Dimension. Wer sich bewusst mit der Herkunft seiner Lebensmittel auseinandersetzt, soll auch zukünftig genießen und die natürliche Vielfalt wertschätzen. Der Verzicht auf Fleisch, sei er auch teilweise, ist sicher ein guter Weg zum aktiven Klimaschutz und zur Erhaltung der Umwelt.

 

Wer sich neben seiner Ernährung auch Gedanken über seine Finanzen macht und sein Geld nachhaltig anlegen will, kann auch hier etwas gegen den Klimawandel unternehmen. Wir beraten Sie gerne umfassend zu unseren Klimafonds.

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Welche Auswirkungen hat das Wahlergebnis in Großbritannien auf die Klima- und Umweltpolitik?

Dienstag, 02. Juni 2015

Meinungsforschungsinstitute und Politikwissenschaftler waren am 07. Mai 2015 vom überwältigenden Wahlsieg des neuen und alten Premierminister David Cameron überrascht. Die Tories sind die alleinregierende Partei im Land. Inzwischen ist David Cameron knapp einen Monat an der Macht.

 

 

Was ist vom britischen Premierminister David Cameron für die Klimapolitik zu erwarten?

Was ist vom britischen Premierminister David Cameron für die Klimapolitik zu erwarten?

 

 

 

Wie sind die zu erwartenden Konsequenzen für die Klima- und Umweltpolitik?

 

Im Wahlkampf vermieden die Konservativen weitgehend spezifische Aussagen zur Umwelt- und Energiepolitik. Während David Cameron sich vor 9 Jahren noch mit Huskys in Spitzbergen fotografieren ließ und die Partei neu in Verbindung brachte mit Klimaschutz und Ökothemen, kamen in seinem aktuellen Wahlprogramm keine Ökothemen vor.  2010 hatte Cameron noch angekündigt die “grünste” britische Regierung aller Zeiten zu werden. Doch wie bei seinem transatlantischen Kollegen Obama folgten, folgten den Worten auch bei Cameron keine nachhaltigen Taten. Wie es in den nächsten Jahren seiner Regierungszeit weitergehen wird, dazu gibt es einige Annahmen und Hinweise. Grüne Themen dürften allerdings kaum zu finden sein und das bedeutet nichts Gutes für den Klimawandel. Die ersten Bekundungen und Aussagen der konservativen Regierung lassen nichts Positives für Umwelt und Klima erwarten. Als hätte man von Klimawandel und Umweltschutz noch nichts vernommen und wäre Leugnern des Klimawandels auf den Leim gegangen.

 

Atomkraft? – ja bitte!

 

Klar bekannt haben sich Cameron und seine Partei zur Unterstützung des riesigen und teuren EDF-Atomkraftwerks Hinkley Point C im südenglischen Somerset. Das bereits genehmigte Kraftwerk soll nach seiner Inbetriebnahme in etwa 8 bis 10 Jahren sieben Prozent des britischen Stroms produzieren. Aufgrund der hohen Investitionskosten ist der Bau nicht wirtschaftlich, daher hatte EDF staatliche Subventionen gefordert. Unterhalb von 90 Pfund/MWh würde das Kernkraftwerk Verluste schreiben. Das französisch-chinesische Konsortium hat mit der “alten” britischen Regierung eine Grundsatzvereinbarung getroffen für 16 Mrd. GBP zwei Druckwasserreaktoren mit einer Nettoleistung von 3200 MW zu errichten. Das Konsortium setzt sich zusammen aus der französischen EDF (Électricité de France) zu 40-50% und Areva, dem Kraftwerksbauer mit 10% sowie den chinesischen Unternehmen Guandong Nuclear Power Corporation Holding und China National Nuclear Corporation mit einem Anteil von 30 bis 40 %.

Seit dem Jahr 1995 wurden in Großbritannien bislang keine neuen Atomkraftwerke mehr in Betrieb genommen. Damit die Betreiber Gewinne erwirtschaften erhalten sie ab Inbetriebnahme eine garantierte Einspeisevergütung von 92,5 Pfund/MWh zzgl. einem jährlichen Inflationsausgleich. Diese Vergütung beträgt das Doppelte des durchschnittlichen englischen Strompreises 2013 und liegt deutlich über der Einspeisevergütung für  Onshore Windkraftanlagen. Darüber hinaus wurden staatliche Kreditgarantien über 10 Mrd. GBP vergeben um die Finanzierungskosten zu senken. Die Subventionen gelten für 35 Jahre, die Laufzeit des Betriebs der Kernreaktoren soll 60 Jahre betragen. Die lange Laufzeit ist für die Betreiber risikolos, da für den Fall dass die Kraftwerke gedrosselt oder abgeschaltet werden müssten der Ertragsausfall durch die Regierung finanziell entschädigt werden muss.

Die Subventionen wurden von der Europäischen Union genehmigt und von der EU Kommission als mit EU Recht vereinbar bezeichnet. Die EU Kommission geht von einer Höchstsumme von 34 Mrd. Pfund (46,8 Mrd. €) aus, dies sind die seitens der EU erwarteten Baukosten.

Cameron und seine Tories stehen klar zu dem Bau und werden es nach Kräften fördern, allen Bedenken zum Trotz.

 

Ein Lichtblick für die Klimapolitik? – ja bitte!

 

Auch die Förderung für ein Gezeitenkraftwerk in der Swansea Bay steht auf dem Plan.  Die Bucht bei Swansea (Wales) hat den zweithöchsten Tidenhub der Welt. Damit ist der Standort hervorragend geeignet. Im Juni 2015 soll hierzu eine Entscheidung fallen für oder gegen den Bau. Die Baukosten belaufen sich auf etwa 1,4 Mrd. Euro und das Projekt soll etwa 155.000 Menschen mit Strom versorgen. Eine künstlich dort angelegte Lagune soll mit 16 Unterwasserturbinen mit einer täglichen Maximalleistung von 320 MW bestückt werden. Damit sollen pro Jahr 236.000 Tonnen CO2 eingespart werden können. Das Unternehmen Tidal Lagoon Power blickt angesichts der Aussage von Cameron das Projekt eventuell zu unterstützen optimistisch in die Zukunft. Das Gezeitenkraftwerk wäre auf jeden Fall ein Lichtblick im Bereich der Klimapolitik der Konservativen.

 

Flugverkehr? – gerne mehr!

 

Als weitere Förderobjekte sind Flughäfen in das Visier der Konservativen geraten. So sollen die Flughafenkapazitäten insbesondere in der Metropolregion London stark ausgebaut werden. Bislang gibt es 9 Flughäfen in und um London. Der größte und meist frequentierte Flughafen ganz Europas ist London Heathrow. Etwa 150 Millionen Passagiere werden pro Jahr abgefertigt. Allein am Flughafen London Heathrow gab es im vergangenen Jahr 470.695 Flugbewegungen.  Ein Ausbau der Flugkapazitäten in Heathrow liegt der konservativen Regierung am Herzen. Das Geschäftsjahr 2014 war für den Betreiber überaus erfolgreich. Der operative Gewinn stieg um 10,3 Prozent auf 1,57 Milliarden Pfund (etwa 2,1 Mrd. €). Im Jahr 2009 hat sich die Partei David Camerons noch als aktiver Gegner des Ausbaus positioniert. Inzwischen hat sich die Meinung deutlich geändert. Experten gehen davon aus, dass der Flughafenausbau kommen wird und damit dürften die Emissionen aufgrund des verstärkten Luftverkehrs zunehmen.

 

fossile Brennstoffe? – ja gerne!

 

Cameron steht uneingeschränkt hinter der Förderung fossiler Brennstoffe, insbesondere für die emissionsintensiven Kohlekraftwerke. Auch das in der Bevölkerung stark abgelehnte Fracking zur Gewinnung von Schiefergas hat er zur klaren Priorität ernannt. Der kriselnden Erdöl- und Erdgasproduktion in der Nordsee möchte er ebenfalls unter die Arme greifen und fördern.

 

Dies dürfte für Unmut in der Bevölkerung sorgen, da sie bisher schon über gestiegene Preise für Strom und Gas murren. Verantwortlich gemacht werden dafür die “Big Six”, die größten Energieversorger der Insel: British Gas, EDF Energy, E.ON UK, npower, Scottish Power und SSE. Die Mehrzahl der Briten ist der Meinung, dass diese Unternehmen nicht im Sinne der Verbraucher handeln und die Preise bewusst auf hohem Niveau halten. Der Strommix verspricht eine gute Ertragslage für die großen Konzerne. Etwa 71% des Energiebedarfs stammen aus fossilen Brennstoffen. Der Anteil von Kohle liegt knapp 10 Prozent über dem Anteil von Erdgas,  inzwischen stammen aus erneuerbaren Energiequellen 15%. Der Kernenergieanteil liegt bei etwa 21%.

 

Modernisierung? –  muss nicht sein

 

Gespart werden soll jedoch bei der Modernisierung der veralteten Energieinfrastruktur und generell beim Budget des Umweltministeriums.

Das 2013 unter dem Namen “Green Deal” gestartete Anreizprogramm private Haushalte zu mehr Energieeffizienz anzuhalten, war ein Flop und Cameron will Zitat: “den grünen Mist so schnell wie möglich los werden”.

Obwohl hier dringend Handlungsbedarf herrscht. Im Juli 2012 gab es 26,8 Millionen Häuser in Großbritannien. Mehr als 30 Prozent dieser Häuser sind älter als 65 Jahre. Jedes einzelne Haus verursachte 2010 3,2 Tonnen CO2 durchschnittlich, was etwa 15 Prozent des gesamten jährlichen CO2 Ausstoßes des Landes entspricht.  Zwar hat die Regierung in der vorherigen Amtszeit bereits Anstrengungen unternommen und beispielsweise eine steuerliche Förderung für alle CO2 neutral errichtete Neubauten erlassen, doch lockere Bauvorschriften werden weiterhin dafür sorgen, dass auch neue Häuser nicht das mögliche Energiesparpotential erreichen werden, wie dies bei möglich wäre.

 

Windkraft? – Rolle rückwärts!

 

Verwundert wurde bisher vernommen, dass die Subventionen für neue Windkraftparks auf dem Festland abgeschafft oder zurückgenommen werden sollen. Windkraft wäre die billigste Form der Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen in Großbritannien. Die Kürzungen oder Streichung von Subventionen sollen jedoch nur neue, noch nicht am Netz oder im Bau befindliche Windkraftanlagen gelten. Bereits genehmigte Projekte stellen sehr interessante Anlagemöglichkeiten für die Investoren dar. Auch wenn nur wenige Projekte für Privatanleger konzipiert werden. Eines davon wird in Kürze von institutionellen Investoren übernommen, so dass auch eines der weniger Projekte für Privatpersonen vom Markt verschwindet. Kurzentschlossene können sich noch beteiligen unter http://www.gruenesgeld24.de/windpowerinvest-ii.htm. Derzeit gibt es in Großbritannien rund 4.000 Onshore-Windräder, welche 5 Prozent des Stroms produzieren. Laut einer Umfrage die im Guardian veröffentlicht wurde, unterstützt die Mehrheit der Bevölkerung die Förderung von erneuerbaren Energien und der Windkrafterzeugung an Land. Der Vorstoß zu Kürzung der Förderung ist also nicht auf Proteste aus der Bevölkerung, wie dies in Deutschland häufig angeführt wird, zurückzuführen.

 

 

Genehmigte Windprojekte auf der Insel stellen interessante Anlagemöglichkeiten dar

Genehmigte Windprojekte auf der Insel stellen interessante Anlagemöglichkeiten dar

 

 

Damoklesschwert? –  BREXIT!

 

 

Bislang werden viele Umweltschutzstandards in Großbritannien überwiegend nur durch die Umsetzung von EU- Richtlinien in nationales Recht garantiert. Solle es zum BREXIT, also zum Austritt Großbritanniens aus der EU kommen, dürfte es für die Umwelt- und Klimaschutzpolitik zu einer Zäsur kommen. Spannend wir, ob das für 2017 angekündigte Referendum in dem die Bevölkerung über den Verbleib in der EU abstimmen soll tatsächlich kommen wird und wie daraufhin das europafreundliche Schottland reagieren wird.

 

Weltklimakonferenz? – nichts zu erwarten!

 

Die UN-Weltklimakonferenz in Paris hat mit der regierenden Partei Großbritanniens einen weiteren Teilnehmer, von dem keine zukunftsorientierten und ehrgeizigen Klimaschutzziele zu erwarten sind. Dass Ende November bis 11. Dezember 2015 tatsächlich ein Nachfolgeabkommen zum Kyoto-Protokoll beschlossen würde, rückt wieder ein Stück weiter in die Ferne. Bereits zum 21.ten mal findet die jährlich stattfindende Vertragsstaatenkonferenz statt. Es ist das höchste Gremium der Klimarahmenkonvention UNFCCC, in der sich alle Industrieländer zur Reduktion Ihres Ausstoßes an Treibhausgasen verpflichtet haben. Letztes Jahr trafen sich die Regierungsvertreter in Lima und obwohl selbst der Papst Franziskus am 11. Dezember an den Klimagipfel eine eindringliche Botschaft, jetzt etwas gegen den Klimawandel und seine bedrohlichen Folgen zu tun, endete die Konferenz ohne konkrete Beschlüsse. Wir sind gespannt, was das Klima und damit die Menschheit vom 21. Klimagipfel erwarten kann.

 

Ausblick? – Eigeninitiative!

 

Das Beispiel Großbritanniens zeigt, dass Wahlen zu einem Rückschlag für die Klima- und Umweltpolitik führen können, daher ist es umso notwendiger die eigenen Anlagen auf versteckte Klimawandelrisiken zu überprüfen. Auf die Politik zu warten wäre unverantwortlich sorglos.

 

Neu ist es darüber hinaus nicht, Unternehmen auf Klimawandelrisiken zu untersuchen.  Einige zukunftsorientierte große Investoren gründeten im Jahr 2000 in London das Carbon Disclosure Projekt (CDP). Es hat zum Ziel den Dialog zwischen Investoren und Unternehmen in Fragen des Klimawandels zu fördern und mehr Transparenz bei klimaschädlichen CO2 Emissionen wichtiger Unternehmen zu erreichen. Inzwischen werden über 3.000 Unternehmen zu ihren CO2-Daten und zu Strategien der Emissionsreduzierung befragt und die Daten im Internet veröffentlicht. Das CDP ist weltweit das größte Projekt von Investoren die Auswirkungen des globalen Klimawandels auf Unternehmen zu analysieren und zu beobachten. Die Daten werden unter anderem genutzt um Unternehmen nach ihrer Klimafreundlichkeit zu bewerten, dies kommt vor allem im Bereich der nachhaltigen Geldanlage vor.

 

Nutzen Sie die Macht des Geldes um positiv auf das Klima einzuwirken, denn auf die Macht der Politik zu warten, erscheint langwierig wenn nicht aussichtslos. Ein auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Anlageportfolio ist laut einer Studie für 40 Prozent weniger CO2 Ausstoß verantwortlich als ein herkömmliches Anlageportfolio. We believe in the impact of money!

 

 

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Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

Wie Wassermangel die Geldanlage beeinflussen kann

Donnerstag, 07. Mai 2015

Klimawandel, Bevölkerungswachstum und extensive Landwirtschaft führen zu Wassermangel. Wasseraktien in der Nachhaltigen Geldanlage sorgen für eine Finanzierung der Unternehmen die eine sparsame Verwendung des blauen Goldes forcieren.

 

Obwohl ich in vielen ökologischen Themen informiert bin, hat mich persönlich vor einigen Tagen eine Dokumentation auf Arte über den Wassermangel in Zentralasien erschüttert. Die Länder an den Oberläufen der Flüsse und mit Stauseen besitzen auch die Macht. Die “Unterlieger” Kasachstan, Usbekistan und Turkmenistan werden vom Wassermangel krisengeschüttelt. Das Ausmaß des Wassermangels wird besonders deutlich, wenn man den Aralsee betrachtet. Auf einen Bruchteil der Fläche von einst vertrocknet, blieben ehemals blühende Hafenstädte verwaist und als tote Salzwüste mit vergifteten Böden zurück.  Nicht nur Ökologisch sondern auch Ökonomisch ein Desaster.

 

Weit westlich davon in den USA ächzt Kalifornien unter einer historischen Trockenheit. Es wurde erstmals eine Verfügung erlassen, die den Wasserverbrauch von Privathaushalten um 25% senken soll. Insbesondere leidet die Landwirtschaft, welche für etwa 80 des Wasserverbrauchs verantwortlich ist. Seit 2011 hat es in weiten Teilen des Landes nicht mehr geregnet. Eine Analyse von Bäumen und deren Wachstumsringen zeigt, dass es seit etwa 1200 Jahren nicht mehr so trocken war. Der Colorado River führt inzwischen nur noch 59 Prozent der normalen Kapazität. Neu sind Trockenperioden allerdings nicht. Bereits in den 1930er Jahren kam es in Oklahoma bis hinauf in das kanadische Saskatchewan zu Sandstürmen und Dürre. Folge davon war eine Völkerwanderung innerhalb des Landes nach Kalifornien.

 

Landesweit wird in China das Abwasser immer stärker zum Problem. Das Umweltministerium in Peking stellt ambitionierte Ziele heraus um die Wasserverschmutzung einzudämmen. Bis Ende 2030 sollen fünf der sieben wichtigsten Flüsse Chinas sauberes Wasser führen. Durchgesetzt werden soll dies mit riesigen Investitionen in Kläranlagen, Anlagen zur Trinkwassergewinnung und Abwasserbewirtschaftung vor allem im Westen des Landes. Strikte Strafen sollen Verstöße und Verschmutzungen ahnden. Etwa 500 Milliarden Yuan (ca. 76 Milliarden Euro) sollen 2015 in die Entwicklung der Wasserinfrastruktur gehen, 12 Milliarden mehr als bereits im Laufe des Jahres 2014 investiert wurden. Man rechnet mit einem jährlich zunehmenden Wasserverbrauch von durchschnittlich 2,4 Prozent.

 

Dürre im Südwester der USA

Dürre im Südwester der USA

 

Auch in anderen Teilen der Erde gibt es rund um das Thema Wasser Baustellen. So verfügt noch etwa rund eine Milliarde Menschen über keinen Zugang zu sauberem Wasser. Weitere zwei Milliarden leiden unter Wassermangel. Laut Schätzungen des World Economic Forum und der OECD müssten schätzungsweise weltweit jährlich 1,3 Billionen USD investiert werden um die Wasserinfrastruktur zu erneuern oder auszubauen. Um eine adäquate Abwasser-Infrastruktur zu erhalten wären jährlich weitere 772 Milliarden US-$ nötig.

Technischer Fortschritt dürfte im Wassersektor eine entscheidende Rolle spielen um mehr Menschen mit der kostbaren Ressource zu versorgen. Insbesondere in Ländern mit Zugang zum Meer könnten Entsalzungsanlagen einen Teil des Wasserbedarfs decken. Doch bislang sind hierfür die Kosten sehr hoch. So soll nach 18 Jahren Planungs- und Genehmigungsphase in San Diego eine der größten Meerwasser-Entsalzungsanlage der Erde Ende 2015 in Betrieb gehen. Derzeit gibt es weltweit etwa 21.000 Anlagen mit einer täglichen Kapazität von 14 Milliarden Litern.

 

Die Problematik der Wasserknappheit und ihre Lösung bietet für Anleger Chancen. Wasserinvestments sollten Anleger als langfristige Investition und als Beimischung zur breiteren Anlage ansehen. Gerade Infrastrukturprojekte sind abhängig von den jeweiligen Staatsfinanzen. Die Anbieter von Ausstattung und Hersteller von Anlagen sind daher als risikoreicher einzustufen. Aus diesem Grund bietet es sich an, mehr auf Fonds als Anlageform zu setzen als das Einzelaktienrisiko einzugehen. Der größte aktive Fonds ist Pictet Water Funds mit einem Volumen von 3,2 Mrd. Euro. Im Grünes Geld Musterdepot Wasser befinden sich Fonds die zusätzlich zum Themenschwerpunkt Wasser auch noch auf ethische Auswahlkriterien setzen.

 

 

Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

Leonidas 14 durch Gerichtsurteil beflügelt: nur noch bis 30.6.2014 verfügbar

Dienstag, 03. Juni 2014

Leonidas 14: Der oberste französische Gerichtshof hat wie erwartet am 28. Mai 2014 den günstigen, aktuell gültigen Einspeisetarif für Windstrom für zukünftige Projekte aufgehoben. Wie es in Frankreich mit der Windstromförderung nun weitergeht steht noch nicht fest. Unklar ist, ob die bisherige Tarifhöhe beibehalten wird und ob die jährliche Anhebung des Tarifs als Inflationsausgleich fortbesteht.

 

Leonidas 14: Krank montiert Rotor

Oftmals eine Engstelle: Kräne mit 140m Höhe

Bestandsschutz für Leonidas 14

 

Bestandsschutz geniest der Leonidas 14, mit 3,5 Jahren ein extremer Kurzläufer Windkraft-Fonds des fränkischen Anbieters Leonidas. Seine Windkraftanlagen wurden bereits alle genehmigt, was der in Frankreich entscheidende Schritt für die Festsetzung der Einspeisevergütung ist.

 

Starker Zuspruch bei Anlegern

 

Entsprechend hat in den letzten Wochen ein Run auf das Projekt eingesetzt. Das einzusammelnde Fondsvolumen beträgt 9 Millionen Euro. Am 26. Mai waren davon bereits 6,5 Millionen eingeworben. Aufgrund der neuen Situation in Frankreich wollen viele Anleger das günstige Angebot noch nutzen. So wurden alleine in den vergangenen beiden Wochen 1,3 Millionen Euro neu hinzugewonnen.

 

Projekt nur noch bis 30. Juni 2014 verfügbar

 

Aufgrund gesetzlicher Rahmenbedingungen in Deutschland kann das Projekt nur bis 30. Juni 2014 geöffnet bleiben. Der Anbieter Leonidas rechnet damit, dass nicht alle beitrittswilligen Anleger bis zum Schluss angenommen werden können. Es entscheidet dann der Eingang des Zeichnungsscheins. Es gilt der Eingang des Antrags bei Leonidas.

 

 

 

Hier die Merkmale des Leonidas XIV:

 

  •   Investition in 25,3 MW Windpark in Frankreich
  •   Windreicher Standort: Nur ca. 35 km von der Küste entfernt
  •   Kurze Laufzeit: geplant bis 2017
  •   Hohe Investitionsquote: 97 Prozent
  •   Ausschüttungsprognose: 124 Prozent vor und 123 Prozent nach Steuern
  •   Mindestbeteiligung: EUR 10.000 + 5 Prozent Agio

 

Wir haben in den letzten Jahren viele Windkraftprojekte beurteilt. Den Leonidas 14 finden wir deshalb besonders interessant, weil er neben der kurzen Laufzeit steuerliche Vorteile genießt: prognosegemäß zahlt ein deutschter Anleger mit Spitzensteuersatz nur rund 1% Steuern. Außerdem verfügt Leonidas über sehr große Frankreich-Erfahrung und unterhält eine eigene Technik-Abteilung, die sämtliche Anlagen kontinuierlich überwacht.

 

 

 

Leonidas XIV: mehr Informationen

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Die 3 besten Gründe, um über ein Investment in Grünes Geld nachzudenken!

Dienstag, 06. Mai 2014

Nachhaltigkeit ist in vielen Lebensbereichen ein Trend. Die Bio-Lebensmittel boomen, Fairtrade ist kein Fremdwort mehr und „Öko“ wird längst nicht mehr mit Birkenstock-Sandalen und Hanfkutten gleichgesetzt. Der Begriff „Grünes Geld“ zaubert allerdings oft noch große Fragezeichen in die Augen von Gesprächspartnern. Was unterscheidet nachhaltige Geldanlagen von konventionellen und warum sollte man grün investieren? Hier sind die 3 besten Gründe:

 

1. Kapitalabzug aus konventionellen Märkten

 

Auch wenn wir gerade keine Möglichkeit haben, größere Investitionen zu tätigen, stellen wir den Banken jeden Monat aufs Neue unser Geld zur Verfügung – über unser Girokonto! Die Banken arbeiten mit diesem Kapital. Und das zum Teil recht intransparent. Laut der „Dirty-Profits“ Studie investieren alle führenden deutschen Banken massiv in Unternehmen, deren Arbeitsweise ökologisch oder menschenrechtlich als bedenklich anzusehen ist. Es gibt aber durchaus Alternativen. Entziehen Sie dem konventionellen Markt ihr Kapital, indem Sie ihr Girokonto bei einer der Umweltbanken einrichten. Bei einigen können Sie sogar gezielt auswählen, in welchem Bereich mit Ihrem Geld gearbeitet werden soll. So können Sie zum Beispiel den ökologischen Landbau unterstützen.

 

2. Ausbau der Energiewende und neuer Technologien

 

Der Klimawandel lässt sich nicht mehr leugnen. Laut dem aktuellen Weltklimabericht des IPCC lässt er sich auch nicht mehr aufhalten, sondern höchstens abbremsen. Dazu benötigt es große Investitionen in die Energiewende und in die Förderung neuer Technologien, um weltweit den Ausstoß klimaschädlicher Abgase massiv zu reduzieren. Auch die weltweite Versorgung mit sauberem Trinkwasser stellt uns mit Zunahme der Weltbevölkerung vor große Probleme. Hierzu gibt es spezielle Wasser-Fonds. Wenn Sie ökologisch Geld anlegen, dann können Sie dazu beitragen, die Probleme, die uns durch den Klimawandel bevorstehen, besser zu lösen. Investitionen in erneuerbare Energien und die Förderung energie- und ressourceneffizienter Techniken in Industrie und Wirtschaft sind die Schlüsselworte, um unsere Welt für zukünftige Generationen lebenswert zu erhalten.

 

Lebensmittel, Kleidung oder technische Geräte - durch die Globalisierung steht für uns fast alles kurzfristig zur Verfügung (Bildquelle v.l.n.r.: Andreas Hermsdorf, pixelio.de/ k. A. / Harald Wanetschka, pixelio.de)

Lebensmittel, Kleidung oder technische Geräte – durch die Globalisierung steht für uns fast alles kurzfristig zur Verfügung (Bildquelle v.l.n.r.: Andreas Hermsdorf, pixelio.de/ k. A. / Harald Wanetschka, pixelio.de)

 

3. Soziale Verantwortung

 

Die Globalisierung macht uns fast jedes Produkt in kürzester Zeit aus den entferntesten Ecken der Welt verfügbar. Für uns ein scheinbares Schlaraffenland, bedeutet das für viele andere Menschen schlichtweg Ausbeutung. Egal, ob es die Bananen aus Südamerika, Textilien aus Bangladesh oder die hochwertigen Smartphones sind, die in China hergestellt werden. Wir können uns der Globalisierung kaum entziehen. Produktionsketten von Konsumgütern sind kaum noch nachvollziehbar, Transparenz meist ein Fremdwort und die Arbeitskraft des Einzelnen nichts mehr wert. Am Ende leidet derjenige am meisten, der ganz am Ende der Produktionskette steht. Der Arbeiter auf der Plantage, welche großflächig per Flugzeug mit Pestiziden besprüht wird, weil es so am effizientesten ist. Oder die Näherin in einer Textilfabrik, die nach ein paar Jahren unter massiven Atemwegserkrankungen leidet, weil es in den Arbeitsstätten keine vernünftigen Lüftungsanlagen gibt. Unmenschliche Wochenarbeitszeiten und Löhne, die kaum zum Überleben ausreichen sind an der Tagesordnung und Kinder erhalten oft keine ausreichende Bildung, weil sie frühzeitig zur Ernährung der Familie beitragen müssen. Eine Veränderung können wir hier zum einen mit einem bewussteren Konsum bewirken, aber auch mit nachhaltigen Investitionen wie zum Beispiel in Mikrofinanzprodukten. Mit Kleinstkrediten zu fairen Bedingungen erhalten hier ExistenzgründerInnen die Möglichkeit, in die finanzielle Unabhängigkeit zu starten und auch ihren Kindern eine angemessene Bildung zu ermöglichen.

 

Übernehmen Sie Verantwortung und investieren nachhaltig. Informieren Sie sich über unsere Seite www.gruenesgeld24.de oder in einem persönlichen Gespräch über die vielfältigen Möglichkeiten, damit „Grünes Geld“ Ihnen keine Fragezeichen mehr in den Augen beschert.

 

Verfasser des BeitragesJasmin Hamann unterstützt die Grünes Geld GmbH als Berater-Assistentin. Jasmin Hamann:”Ich freue mich, dass ich – neben meinem persönlichen Engagement (z. B. bei Greenpeace) – beruflich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Nachhaltigkeit auch in der Finanzbranche kein Fremdwort mehr ist. Die Macht des eingesetzten Kapitals kann die Welt zum positiven verändern.”