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Banken-Krise geht weiter: größte Sparkasse Koreas geschlossen

Dienstag, 22. Februar 2011

Die Regierung ordnete an, dass die Tätigkeiten der Busan Sparkasse, der größten Sparkasse Koreas, eingestellt werden müssen. Ebenfalls betroffen ist die Schwestergesellschaft Daejeon Mutual Sparkasse.

Der Vorsitzende der Financial Services Commission (FSC) Kim Seokdong äußerte, dass keinen weiteren Sparkassen in der ersten Hälfte des Jahres eine Stilllegung droht, solange kein weiterer Bankrun geschieht. Bei drei anderen Schwestergesellschaften der Busan Sparkasse muss jedoch eine genaue Prüfung der aktuellen finanziellen Lage durchgeführt werden.

Eine große Summe an Geld wird benötigt um die Struktur der Sparkassen wieder aufzubauen. Kim empfiehlt, dass die Regierung schnellst möglich 10 Billionen Won zur Verfügung stellen soll, damit der Markt wieder stabilisiert wird.

Masse von Menschen

Ein Bankrun: Eine Vielzahl von Kunden überflutet eine Bankfiliale um ihre Ersparnisse auszahlen zu lassen.

Nach der Bekanntgabe der Stilllegung mussten Partnerbanken der Busan Sparkasse den Ansturm vom tausenden von Kunden bewältigen, welche alle versuchten ihre Einlagen bei der Bank sich auszahlen zu lassen. Ungefähr 1.400 Menschen machten sich auf den Weg allein zu der Haeundae Zweigstelle der Busan II Sparkasse.

Der FSC entschied, dass Rettungspaket in 5 Schritten auf 3 Billionen Won zu erhöhen. Diese Maßnahme soll dazu dienen, die Kunden etwas zu beruhigen. Des Weiteren eröffneten 4 Banken – Woori, Kookmin, Shinhan und Hana – eine Kreditgrenze bei 2 Billionen Won mit der staatlichen Korea Finance Corp.

Insgesamt sechs Monate werden die Busan Sparkasse und die Daejeon Mutual Sparkasse ihre Geschäfte einstellen. Den Kunden wird durch die Regierung eine Zahlungsgarantie von bis zu 50 Millionen Won versichert. Um zu verhindern, dass zu viele Kunden ihre Anlagen von der Bank holen, wird jedem eine Summe von 15 Millionen Won gewährt, der der Bank treu bleibt.

Die Suspendierung der zwei führenden Sparkassen kam einen Monat nachdem die FSC die kleinere Smhwa Mutual Sparkasse beurlaubt hatte. Sie wird aller Wahrscheinlichkeit nun von einer Kreditbank übernommen.

Die Situation der Sparkassen hat eine starke Ähnlichkeit zum Immobilienmarkteinbruch, welcher 2008 mit der Finanzkrise begann. Daejeon Mutual´s Schulden überstiegen das Kapital um 32,3 Milliarden Won zum Ende des Jahres 2010. Das Capital Adequacy Ratio betrug minus 3,18%, weit unter dem Minimum-Wert von einem Prozent.
Die Schulden der Busan Sparkassen überstiegen das Kapital um 21,6 Milliarden Won am Ende des Jahres und das Capital Adequacy Ratio betrag 5,13%.

Daejeon Mutual ist in einer Situation, in der die Forderungen auf die Auszahlung von Investitionen nicht möglich ist. Geschuldet ist dies dem Liquiditätsengpass, welcher durch einen enormen Ansturm von Kunden herbeigeführt wurde.

Während der 6-Monate-Sperre wird der Financial Supervisory Service, der exekutive Teil der FSC, beide Banken überprüfen und darüber entscheiden ob sie danach wieder ihre Tätigkeiten aufnehmen dürfen.

 

Um Risiken im Bankensektor – so wie sie hier in Korea aufgetreten sind – entgegenzuwirken ist es sehr sinnvoll in Sachinvestments anzulegen. Sie sind langfristig angelegt und mit einem geringen Risiko versehen. Gute Beispiele hierfür sind nachhaltige Immobilien-Investments oder Forstinvestments

 

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