Mit ‘Lebensqualität’ getaggte Artikel

Cittàslow – Die entschleunigte Stadt

Montag, 03. Juni 2019
Zusammenfassung: Immer mehr Städte verlieren ihre kulturelle Identität, besonders in den Innenstädten ist eine rasante Angleichung durch Ladenketten und Franchise-Unternehmen zu beobachten. Gegen diese Entwicklung tritt die Cittàslow-Bewegung ein. Ziel der durch den Slow Food-Gedanken inspirierte Gruppierung ist es, die regionalen Besonderheiten zu stärken und zu betonen und damit die Lebensqualität generell zu verbessern.

 

 

Vielfalt bringt mehr Aufenthaltsqualität in die Städte.

Entschleunigung, Achtsamkeit, mehr Bewusstsein für die Umwelt mit all ihren zahlreichen Facetten. Immer mehr Menschen interessieren sich für Konzepte abseits der hektischen Betriebsamkeit der Großstädte und dem durchgetakteten Arbeitsleben. Und auch wenn vieles nicht im Lebensalltag konsequent umgesetzt werden kann – die Nachfrage nach sinngebenden, einfachen Dingen und Prozessen steigt und ist vielfach eine Kraftquelle in Freizeit und Urlaub. Ein Konzept, bei dem viel Wert auf den natürlichen Ablauf der Arbeits- und Herstellungsprozesse gelegt wird, ist die Slow Food-Bewegung.

 

Seit rund dreißig Jahren setzen sich die Anhänger dieser Bewegung für gutes Essen und ein gemäßigtes Lebenstempo ein. Dabei fühlt sich Slow Food nicht ausschließlich dem Thema Lebensmittel verspflichtet, sondern hat auch zum Ziel, kulturelle und traditionelle Werte zu bewahren und die spezifischen Eigenheiten jeder Region zu fördern und zu erhalten.

 

 

Die Slow-Bewegung breitet sich aus

Ende der neunziger Jahren formierte eine neue Bewegung, die durch die Slow Food-Prinzipien inspiriert wurde: die Cittàslow (cittaslow), die entschleunigte Stadt. Bis 2003 wurde auch der Begriff der Slow City offiziell verwendet, der teilweise noch immer gebräuchlich ist.

 

(mehr …)

Kostenlos aber nicht umsonst – Öffentliche Bücherschränke & Co.

Freitag, 29. Juni 2018
Zusammenfassung: Kleidertauschparty, Food Sharing, öffentliche Bücherschränke, Give Boxen – in der Überflussgesellschaft ist vieles kostenlos zu haben. Und dieses Teilen ist sicher nicht umsonst – denn Wiederverwenden und Weitergeben spart nicht nur Geld und Ressourcen, sondern verschafft auch ein gutes Gefühl.

 

Raum für Begegnung und Austausch – allein oder mit anderen.

 

 

„Das Leben ist teuer“ und „man bekommt nichts geschenkt“ – natürlich ist an diesen beiden Binsenweisheiten auch etwas dran, aber sie vermitteln nicht gerade ein positives Lebensgefühl.

 

Wie groß ist jedoch dagegen die Freude – ganz überraschend – etwas im Alltag geschenkt zu bekommen. Und zwar ohne die geringste Gegenleistung – einfach so. Diese Momente können viele Menschen erleben, die an einem öffentlichen Bücherschrank ihr Lieblingsbuch aus Kindertagen wiederentdecken, auf einen spannenden Krimi-Autoren aufmerksam werden, den sie noch gar nicht kannten oder mit einem gebrauchten Reisführer eine kleine Auszeit von der Realität nehmen.

 

Oder stellen Sie sich vor, Sie spazieren durch die Stadt und finden in einer alten Telefonzelle, einer geöffneten Vitrine oder einer frei zugänglichen Garage Dinge, die Sie einfach mitnehmen dürfen und sollen. Zum Beispiel einen noch guten Kochtopf (der Vorbesitzer hat sich vielleicht einen Induktionsherd angeschafft und kann die guten Stücke nicht mehr selbst nutzen). Oder Tischtennisschläger (sicher, Sie hätten sich auch schon selbst welche kaufen können, aber eigentlich spielen Sie dafür nicht häufig genug). Oder Dekoratives für Haus und Garten (möglicherweise haben sich die Vorbesitzer daran satt gesehen – oder es handelt sich um Geschenke, die ein klein wenig am persönlichen Geschmack vorbei gingen).

 

Diese ungeahnten Möglichkeiten bieten öffentliche Bücherschränke und Give Boxen, die sich in den letzten zehn Jahren rasant verbreitet haben.

 

 

(mehr …)