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Sichere Geldanlage 2017: Teil 3 Lebens- und Rentenversicherungen

Montag, 16. Januar 2017

 

 

In den Zeiten des historischen Zinstiefs sind Kapitalanleger weiterhin auf der Suche nach sicheren, besser rentierlichen Geldanlagen. Ich möchte deshalb einen Ausblick für die wichtigsten Anlageklassen auf das neue Jahr 2017 geben. Wer prüfen möchte, wie treffsicher diese Aussagen für die jeweiligen Vorjahre waren, kann dies hier tun: 2012, 2013, 2014, 2015 und 2016.

 

Teil 1 – Aktien und Aktienfonds
Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds
Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen
Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds
Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

Teil 3 – Sichere Geldanlage in Lebens- und Rentenversicherungen

 

 

Trotz gut 90 Millionen Verträgen (Quelle: GDV) ist die Lebens- und Rentenversicherung in Deutschland eine oft verkannte und falsch verstandene Lösung zur Absicherung gegen Langlebigkeit. Denn es gibt nur ein wirkliches Alleinstellungsmerkmal der Lebensversicherungen / Rentenversicherungen: das Risiko des Einzelnen, viel länger zu leben, als er es vielleicht selbst geglaubt hat und damit am Ende des Geldes vielleicht noch viel Leben übrig zu haben, wird durch eine Rentenversicherung vom Versichertenkollektiv aufgefangen.

 

Während das Aufstocken der gesetzlichen Rente früher ein Luxusproblem und lediglich für ausgefallene Hobbies notwendig war, ist bei dem heute erreichen Rentenniveau (2015: reale Durschnittsrente West 1.133 Euro pro Monat) das Aufstocken eine schlichte Notwendigkeit, um Wohnen, Essen und Kleidung auch im Ruhestand kaufen zu können. Umso wichtiger ist es deshalb, dass auch das Aufstocken „lebenslang“ geschieht, denn wer zum Beispiel 90 wird und dann kein Geld mehr hat, ist auf Angehörige oder Sozialhilfe angewiesen. Wer möchte das schon.

 

Doch wieso sind Lebens- und Rentenversicherungen in Deutschland dafür kaum bekannt und werden fast ausschließlich als Kapitalanlage gesehen?

 

Das liegt sich daran, dass Lebens- und Rentenversicherungen immer schon steuerlich privilegiert wurden. Bis 2004 waren alle damit erzielten Gewinne steuerfrei (ab Laufzeit 12 Jahre) und auch heute verzichtet der Staat in der Ansparphase komplett auf Steuern, in der Auszahlphase gibt er sicher sehr großzügig (Halbeinkünfteverfahren bei Kapitalauszahlung; Ertragsanteilsbesteuerung bei Leibrente (wenn 12 Jahre Laufzeit / mind. 62 als Rentenbeginnalter).

 

Die Ausgangslage für Rentenversicherungen und Lebensversicherung, speziell wenn Sie fondsgebunden sind, ist also nach wie vor sehr gut. Allerdings, die Situation hat sich gegenüber früher verschlechtert. Trotzdem: schon ab einer Anlagedauer von 10 bis 15 Jahren schneiden Lebens- und Rentenversicherungen meist auch als reine Kapitalanlage sehr gut ab.

 

 

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Wir sollten für die weitere Analyse zwischen fondsgebundenen und klassischen Renten- und Lebensversicherungen unterscheiden. Übrigens: alle modernen Tarife sind gleichzeitig Lebens- und auch Rentenversicherung, denn der Versicherungsnehmer kann später wählen, wie er sein Geld ausgezahlt bekommen möchte – als Kapitalauszahlung (=Lebensversicherung) oder als Rente (=Rentenversicherung).

 

 

 

Klassische Rentenversicherungen und Lebensversicherungen

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Augen auf: Rentenversicherungen sind meist besser als ihr Ruf

Bei klassischen Lebensversicherungen legt die Versicherungsgesellschaft das Geld für den Kunden an. Dafür wird ein garantierter Zinssatz zugesagt, hinzu kommen die darüber hinaus erzielten Überschüsse.

 

Die Regeln für die Kapitalanlage sind gesetzlich vorgegeben und sehr konservativ. Unter dem Strich wird wenig in Aktien, viel in festverzinsliche Wertpapiere angelegt.

 

Damit können die Garantien zwar gut abgebildet werden – die klassischen Lebensversicherungen sind aber vom allgemeinen Zinsniveau abhängig. Die von ihnen gutgeschriebenen Überschüsse sind „nachlaufend“ und „glättend“, so dass kleine Schwankungen im Zinsniveau nicht spürbar sind.

 

Langfristige Trends wie die Zinssenkungen seit der Immobilienkrise 2008 machen sich aber voll bemerkbar. So ist der maximale Zins, den Lebensversicherungen Ihren Kunden zusagen dürfen, seit 1.1.2017 auf nur noch 0,9 Prozent p.a. auf den Sparanteil begrenzt worden. Hinzu kommen die Überschüsse; abgezogen werden müssen die Kosten – unter dem Strich kann ein Kunde nach z.B. 15 Jahren Laufzeit in vielen Fällen mit einer Verzinsung von vielleicht 1,5 bis 2,5 Prozent p.a. rechnen.

 

Für klassische Lebens- und Rentenversicherungen kommt also alles auf die Zinsen an. Wenn diese steigen, werden auch die erzielten Renditen der Lebensversicherungen wieder ansteigen. Allerdings gilt auch hier, dass die Lebensversicherungen „nachlaufend“ sind, d.h. für nächsten 2 bis 4 Jahre wird es bei eher niedrigen Zinsen bleiben. Was danach kommt hängt von den Notenbanken ab.

 

Die Aussichten 2017: Das konkrete Jahr wird nur niedrige Renditen für klassische Angebote bringen können. Wenn die Zinsen wieder steigen (in Europa vielleicht ab 2018), werden mit zeitlicher Verzögerung auch die Erträger wieder anziehen.

 

 

 

 

Fondsgebundene Rentenversicherungen und Lebensversicherungen

Anders sieht die Lage bei fondsgebundenen Rentenversicherungen und Lebensversicherungen aus. Hier wird das Anlegergeld in Investmentfonds angelegt. Wer die richtigen auswählt und zum Beispiel langfristig auf Aktien setzt, kann sehr hohe Renditen erzielen.

 

Aber Achtung: wer bei Abschluss eine der zahlreichen fondsgebundenen Lebensversicherungen mit Garantie wählt, leidet meist auch unter dem Niedrigzins. Garantiert wird zum Beispiel, dass zu Rentenbeginn mindestens alle eingezahlten Beiträge zur Verfügung stehen. Was sich sinnvoll anhört führt in der Praxis und bei 0,9 % Garantiezins allerdings dazu, dass – abhängig von Gesellschaft, Lebensalter, Renteneintrittsalter, etc. – nur noch 20 Prozent der Anlegergelder in die Fonds fließen. Der Rest wird so angelegt, dass die Garantie erfüllt wird, also im sogenannten Deckungsstock (siehe oben) und ist damit stark vom allgemeinen Zinsniveau abhängig.

 

Die Aussichten 2017: Für fondsgebundene Rentenversicherungen und Lebensversicherungen gelten die 2017-Prognosen von Teil 1 (Aktien und Aktienfonds) und Teil 2 (Anleihen und Anleihefonds).

 

 

Fazit: Auch wenn Rentenversicherungen und Lebensversicherungen viel Kritik einstecken mussten, bleibt ihre Funktion trotz Zinstief erhalten – eine gut planbare Absicherung für den Ruhestand zu erhalten, die auf jeden Fall bis zum Lebensende ausreicht. Das Zinstief wirkt sich auf klassische Rentenversicherungen und Lebensversicherungen negativ aus, trotzdem bleibt das übliche Zinsplus gegenüber kurzfristigen Geldern wie Bankeinlagen oder Bausparverträgen. Davon weitgehend unberührt sind die Renditen fondsgebundener Verträge, die bei langfristigen Sparzielen nach Kosten und Steuern nach wie vor zum Besten gehört was der Anlagemarkt bietet.

 

 

Nachhaltige Rentenversicherung

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Wussten Sie schon? Mit nur 10€ können Sie sich für die nächsten 50 Jahre einen höheren Garantiezins sichern (bis 31.12.16)

Freitag, 07. Oktober 2016
Zusammenfassung: Die Bundesregierung hat beschlossen den Garantiezins zum 31.12.2016 abzusenken. Dadurch werden viele Absicherungsprodukte, insbesondere im Bereich der Altersabsicherung, teurer. Sich vor dem 31.12.16 beraten zu lassen kann mehrere Zehntausend Euro sparen.

 

Die demografische Entwicklung und die kontinuierlich sinkenden Zinsen sind für die Sparer in Deutschland eine teuflische Mischung. Denn seit Jahren kennen die Veränderungen an den bei den Deutschen sehr beliebten Renten- und Berufsunfähigkeitsversicherungen nur Verschlechterungen.

 

Nachdenken und Nachrechnen lohnt sich: wer bis 31.12.16 handelt vermeidet höhere Kosten.

Nachdenken und Nachrechnen lohnt sich: wer bis 31.12.16 handelt, kann höhere Kosten vermeiden.

Beispiele für die kontinuierliche Verschlechterungen gefällig? Bis 31.12.2004 waren die Auszahlungen aus Lebens- oder Rentenversicherungen komplett steuerfrei. Ab 2005 leider nicht mehr, ein Nachteil von häufig 20.000 bis 30.000 Euro zum Ende der Laufzeit eines Vertrages. Der Garantiezins, also der Zinssatz, mit dem die eingezahlten Beiträge nach Abzug der Kosten mindestens verzinst werden, wird von der Bundesregierung praktisch vorgeschrieben und fällt, und fällt und fällt. Zum 1.1.2007 sank er von 2,75 auf 2,25 Prozent. Zum 1.1.2012 dann auf 1,75 Prozent, zum 1.1.2015 auf 1,25 Prozent. Und nun, zum 1.1.2017, wird der Garantiezins auf nur 0,9 Prozent gesenkt.

 

Das ist bitter für alle nach dem 1.1.2017 abgeschlossenen Renten- und Berufsunfähigkeitsversicherungsverträge (und einige andere Versicherungstarife).

 

Deshalb hat ein regelrechter Run auf Renten- und Berufsunfähigkeitsversicherungen eingesetzt, denn viele Mandanten möchten sich noch den hohen Zins sichern.

 

Garantiezins: Vorsicht bei späteren Erhöhungen der Einzahlungen

 

Doch Achtung: Bei den meisten Gesellschaften ist der Garantiezins für heute festgeschriebene Beiträge zwar für alle Zukunft garantiert, aber spätere Erhöhungen der monatlichen Beiträge, zum Beispiel weil man mehr zur Seite legen möchte, werden nur mit dem späteren (wohlmöglich niedrigeren) Zins berechnet. Das gleiche gilt für spätere Zuzahlungen, auch für diese gilt fast immer der spätere, wohlmöglich ungünstigere, Garantiezins.

 

Wie kann ich mir für alle Eventualitäten den Garantiezins sichern?

 

An dieser Stelle ist uns eine Gesellschaft positiv aufgefallen, die auch für alle zukünftigen Erhöhungen des Beitrags – zum Beispiel weil man mehr verdient und dann mehr sparen kann – den bis 31.12.2016 angebotenen hohen Zins garantiert. Und das für alle Zeiten: oft 50 Jahre oder mehr (ein heute 30jähriger mit einer Lebenserwartung von rund 90 Jahren hat sich 60 Jahre Garantiezins gesichert). Allerdings sind diese Erhöhungen und Nachversicherungen in der Höhe begrenzt, man sollte also die genauen Tarifdetails prüfen.

 

Die 2. Besonderheit bei diesen Tarifen: Die Besparung ist schon ab ausgesprochen niedrigen 10 Euro im Monat möglich. Wer also im Moment (zum Beispiel wegen eines Studiums) noch keine großen Summen sparen kann, der kann sich durch Abschluss eines solchen Vertrages die günstigen Konditionen warm halten. In diesem Fall ist einen Erhöhung auf 100 Euro monatlichem Beitrag immer möglich; ansonsten gelten die einschränkenden Bedingungen für Erhöhungen des Beitrags und für Nachversicherungen.

 

Vergleichen lohnt sich: Bis zu 15% und mehr Beitragsvorteil in der Altersvorsorge

 

Garantiezins-Retter: bis zu 15% Beiträge einsparen

 

Das in der Darstellung gezeigte Beispiel demonstriert die Vorteile des Garantiezins-Retters anhand eines üblichen Verlaufs: Modellhafte Darstellung für den Tarif R1, Eintrittsalter 30 Jahre, Endalter 67 Jahre, Versicherungsbeginn vor dem 31.12.2016, Startbeitrag 100 EUR mtl., Beitragsrückgewähr, Kapitalrückgewähr. Die mögliche Beitragsersparnis durch den Garantiezins-Retter entspricht dem Beitragsvorteil für die gleiche garantierte Leistung des aktuellen Tarifs gegenüber einer Tarifsimulation mit dem aktuellen Tarif bei gleicher Gesamtverzinsung und niedrigerem Garantiezins von 0,90 % p.a.

 

Wieso profitiere ich auch in der Berufsunfähigkeitsversicherung von einem Abschluss vor dem 31.12.2016?

 

Dass der Garantiezins in der Altersvorsorge, auch bei den beliebten fondsgebundenen Policen, eine wichtige Rolle spielt, leuchtet ein. Er ist die Berechnungsgrundlage für sämtliche garantierte Zusagen, wie zum Beispiel bei der Rentenhöhe pro für die Rente verfügbaren Euro,  für die Beitragsgarantien, Ablaufgarantien und ähnlichem.

 

Weniger klar ist der Zusammenhang bei den Berufsunfähigkeits-Verträgen. Die von Verbraucherschützern  als unentbehrlich empfohlene Absicherung muss im Notfall den Ausfall der Arbeitskraft kompensieren, also nicht selten 500.000 Euro oder mehr an den Versicherten auszahlen.

 

Der Hintergrund: Für den Leistungsfall der Berufsunfähigkeitsversicherung bilden Versicherer bilanzielle Reserven und verzinsen diese mit dem Garantiezins. Um die Leistungen erbringen zu können, müssen bei einer Senkung des Garantiezins folglich die Reserven erhöht werden. Diese Erhöhung der Reserven kann nur über steigende Beitragseinnahmen finanziert werden.

 

Wie hoch fällt die Beitragserhöhung nach dem 31.12.2016 aus?

 

Wieviel die Absenkung des Garantiezinses von derzeit 1,25 % auf nur noch 0,9 % im nächsten Jahr ausmacht, kommt immer auf den individuellen Fall an. Wir haben hier typische Berechnungen der Gesellschaft LV1871 aufgeführt, die einen Vorteil in der Größenordnung zwischen 7,7 Prozent und 14,7 Prozent ergeben:

 

Bis zu 15 Prozent Vorteil durch Abschluss dieses Jahr

 

 

Wie kann ich mir den grünen Garantiezins für 50 Jahre sichern?

 

Natürlich konzentrieren wir uns ausschließlich auf Rentenverträge mit ethisch-ökologischen Auswahlkriterien. Aber auch hier gelten die gesetzlichen Rahmenbedingungen, also die Absenkung des Garantiezinses. Übrigens ist das auch für fondsgebundene Verträge wichtig, denn bei der Verrentung oder bei Optionen wie der Beitragsgarantie zählt der Garantiezins.

 

 

Was ist zu tun?

 

–> Lassen Sie sich ein unverbindliches Angebot von uns erstellen. Das geht schon ab Monatsbeiträgen von 10 Euro.

 

–> Reichen Sie den Antrag rechtzeitig vor Ablauf des Jahres ein, denn die Alt-Konditionen gelten nur bei bis 31.12.2016 angenommenen Verträgen.

 

 

 

Unverbindliches Angebot anfordern

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Garantiezins auf Talfahrt – wichtig ist vor Jahresende zu handeln

Freitag, 12. August 2016
Zusammenfassung: Der Garantiezins wird im kommenden Jahr unter die ein-Prozent-Marke rutschen. Da diese Absenkung der Mindestverzinsung sich weitreichend auf Renten- und Lebensversicherungen auswirkt, sollte die zukünftige Altersvorsorge jetzt schnell vor Jahresende gut geplant werden.

 

 

Altersvorsorge sinnvoll planen, aber nicht überstürzen.

Altersvorsorge sinnvoll planen, aber nicht überstürzen.

Das Bundesministerium der Finanzen hat entschieden: Ab dem 1. Januar 2017 wird der Höchstrechnungszins, landläufig als Garantiezins bekannt, weiter abgesenkt. Die Höhe des Garantiezinses bemisst sich an den Erträgen aus Bundesanleihen und darf höchstens 60 Prozent der durchschnittlichen Rendite ausmachen. Mit dem Garantiezins wird der Zinssatz festgelegt, den Versicherungen zur Berechnung der Garantie-Leistungen für Kunden höchstens ansetzen dürfen.

 

Da seit den neunziger Jahren die Renditen aus Bundesanleihen stetig sinken, wurde seit dem auch der Garantiezins deutlich abgesenkt. Bis 1994 lag der Garantiezins noch bei vier Prozent, bis 2007 bei 2,25 Prozent. Aktuell beträgt der Garantiezins für Lebensversicherungen und ähnliche Versicherungen 1,25 Prozent. Ab dem kommenden Jahr wird der Garantiezins dann auf 0,9 Prozent sinken. Experten der Branche betrachten diese Absenkung bereits jetzt schon als nicht weitreichend genug und gehen von weiteren Reduzierungen in den kommenden Jahren aus.

 

Die Absenkung des Garantiezinses überrascht nicht, denn die Zeiten des Hochzinses sind endgültig passé. Wer bereits Verträge zur Altersvorsorge abgeschlossen hat, erhält auch weiter die vertraglich vereinbarten Konditionen. Vereinzelt bieten Gesellschaften ihren langjährig Versicherten bereits aktiv an, diese Verträge vorzeitig aufzulösen. Ein Angebot welches man besser derzeit nicht bereitwillig einfach so annehmen sollte. Versicherungsanbieter sind jetzt gefordert, Garantiezinsen für ihre Altverträge auch zu erwirtschaften. Eine Herausforderung im aktuellen Umfeld.

 

Wer aber gerade erst mit der Planung der Altersvorsorge beginnt, muss sich mit den veränderten Realitäten im Markt auseinandersetzen, denn die Neuregelung bezieht sich auf alle neuen Verträge für Lebensversicherungen, Betriebs-, Riester- und Rürup-Renten die ab dem 01.01.2017 abgeschlossen werden. Außerhalb der Altersvorsorge verschlechtert der niedrigere Garantiezins auch die Rechnungsgrundlage für zum Beispiel Risiko-Lebensversicherungen, Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherungen.

 

Kleine Änderung – Großer Effekt

Die Absenkung des Garantiezinses wirkt sich negativ auf die unterschiedlichen Leistungen in der Altersvorsorge aus. Dabei sind besonders Verträge mit einer langen Laufzeit betroffen. Bei der klassischen Rentenversicherung sowie bei Riester- und Rürup-Produkten, sinkt die garantierte Rente. Bei der fondsgebundenen Rentenversicherungen sinkt der Rentenfaktor und damit in der Folge auch die Garantie-Rente. Wer eine bestimmte Höhe der Altersvorsorge erreichen will, muss entsprechend höhere Beiträge einzahlen. Im Bereich der Berufsunfähigkeitsversicherung, Risikolebensversicherung und Sterbegeldversicherung ist mit Beitragserhöhungen zwischen fünf und 15 Prozent zu rechnen, um die gleichen Leistungen zu erhalten.

 

Bei Rentenversicherungen gilt es clevere Anlagestrategien in der Anspar- und Auszahlungsphase zu wählen. Denn das klassische Garantieprodukt hat nahezu ausgedient. Nur für stark sicherheitsorientierte Menschen ist die nicht fondsgebundene Rentenversicherung eine Überlegung wert. Denn bei der klassischen Rentenversicherung gilt, der bei Vertragsabschluss zugesicherte Zinssatz wird gesetzlich bis Vertragsende garantiert, außerdem profitiert der Versicherungsnehmer bei Lebens- und Rentenversicherungen durch die Überschussbeteiligung an den Erträgen des Versicherungsunternehmens, die jährlich festgelegt werden. Hinzu kommen am Ende der Laufzeit noch Schlussüberschussanteile.

 

Durchschnittlich erzielt die klassische Lebensversicherung noch bis zu vier Prozent Gesamtverzinsung. Im Vergleich dazu belaufen sich die durchschnittlichen Zinsen bei Festgeldanlagen für fünf Jahre lediglich rund 1,4 Prozent, bei Tagesgeldanlagen nur 0,6 Prozent. Das klassische Sparbuch, einst eine der beliebtesten Geldanlagen, hat mit einer durchschnittlichen Verzinsung von 0,14 Prozent endgültig ausgedient.

 

 

In Ruhe informieren statt überstürzt abschließen

Umfassende Informationen und gute Beratung sind wichtig für eine optimale Altersvorsorge.

Umfassende Informationen und gute Beratung sind wichtig für eine optimale Altersvorsorge.

Verbraucherschützer raten allerdings davon ab, schnell noch eine Lebensversicherung abzuschließen, denn die aktuelle Verzinsung ist zum einen nicht enorm hoch, zum anderen wird nicht die gesamte Versicherungsprämie verzinst, sondern eben nur der Sparanteil, also die Beiträge nach Abzug der Kosten der Versicherer für Verwaltung, Risikoschutz und Vertrieb. Nur wer ohnehin sich dem Thema Altersvorsorge widmen möchte, sollte noch im laufenden Jahr aktiv werden. Wichtig ist die passende Lösung zu finden und nicht blind auf irgendwelche tollen Angebote hereinzufallen. Eine ausführliche Beratung von einem integeren Ansprechpartner ist notwendig. Zu beachten ist darüber hinaus, dass viele große Versicherer gar keine Garantien mehr an anbieten oder diese aktiv bewerben. Viele Gesellschaften gehen dazu über, ausschließlich Garantien auf die eingezahlten Beiträge zuzusagen. Durch Inkrafttreten des europäischen Versicherungsaufsichtsrechts „Solvency II“ in diesem Jahr, können Versicherungsgesellschaften größere Risiken bei ihren Investition eingehen, sofern sie ihre Rücklagen entsprechend aufstocken. Teilweise setzen Versicherer auch auf Verträge ohne verbindliche Verzinsung, bei denen Kunden verstärkt die Risiken und Chancen des Marktes mittragen.

 

Bei der staatlich geförderten Riester-Rente müssen die Anbieter garantieren, dass der Kunde mindestens genau soviel erhält, wie er eingezahlt hat. In der Praxis bedeutet das, dass der Versicherer einen Teil des Beitrags abzweigen und mit dem Garantiezins verzinsen muss, um so zumindest die gezahlten Beiträge zu Rentenbeginn garantieren zu können. Sinkt der Garantiezins, müssen im Umkehrschluss höhere Teiles des Beitrags abgezweigt werden, so dass bei vielen Riester-Verträgen 70% und mehr des Beitrags nur noch für die Garantieleistungen verwendet werden.

 

Vorsorge für das Alter sorgfältig planen

Wer in Zukunft seine finanzielle Altersvorsorge plant, sollte sich umfassend informieren. Denn Fakt ist, dass durch den demografischen Wandel und vielfältige Rentenkürzungen Millionen Menschen auf eine zusätzliche Altersversorgung angewiesen sein werden.

 

Interessant sind daher Anlagemöglichkeiten, die langfristig, sicher und ertragreich sind. Um das Alter auch in einer intakten Umwelt genießen zu können, sollten der Aspekt der Nachhaltigkeit auch in die Entscheidung mit einfließen.

 

Wieviel zusätzliche Rente im Alter benötigt wird, ist nicht einfach zu ermitteln, denn die Bedürfnisse sind nicht alle vorhersehbar. Gut ist es sicher, realistisch zu sein und mögliche Krankheiten und Pflegeleistungen mit in die Planung mit einzubeziehen.

 

Als Faustregel hat es sich bewährt, dass Arbeitnehmer neben den Beiträgen zur gesetzlichen Rente weitere zehn Prozent des Netto-Einkommens  für die Altersvorsorge zurücklegen. Selbstständige, die nicht in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen, sollten mindestens zwanzig Prozent ihrer Einkünfte einplanen.

 

Richtwert für die Altersvorsorge (Prozente bezogen auf Netto-Einkommen bei Angestellten und auf Einkommen bei Selbstständigen)

Richtwert für die Altersvorsorge (Prozente bezogen auf Netto-Einkommen bei Angestellten und auf Einkommen bei Selbstständigen)

Fondspolicen bieten echte Alternative

Wer sorgfältig seine Altersvorsorge plant, sollte seine Aufmerksamkeit auch auf Finanzprodukte außerhalb des klassischen Kanons von Lebensversicherungen sowie Riester– und Rürup-Produkte lenken. Interessante Erträge sind durch Investition in Aktienfonds möglich. Wichtig ist es hier, nicht ziellos und kurzfristig zu spekulieren, sondern eine langfristige Strategie zu verfolgen und in verschiedene Fonds zu investieren, denn nur so können negative Rendite über Jahre ausgeglichen und langfristig Erträge zwischen sechs und acht Prozent erzielt werden. Voraussetzung ist es hier, die empfohlene Anspardauer einzuhalten. Diese beträgt im Allgemeinen mindestens sieben Jahre. 

 

Fondspolicen sind für die Altersvorsorge besonders interessant. Während die Erträge aus Fonds in einem Depot einer hohen Besteuerung unterliegen, wird das Sparen in Fondspolicen erst bei der Auszahlung am Ende der Laufzeit besteuert. Wer sich dann bei Rentenbeginn das gesamte Kapital auszahlen lässt, profitiert von einer geringeren Besteuerung durch das Halbeinkünfteverfahren. Ein weiterer Vorteil einer kompletten Auszahlung: Während eine regelmäßige Rentenzahlung im Todesfall endet, bleibt das einmal ausgezahlte Vermögen für die Hinterbliebenen erhalten.

 

Wer darüber hinaus seine Vorsorgebeiträge zu 60 Prozent in Aktien und zu 40 Prozent in Rentenpapieren anlegt, kann jährlich vier Prozent seines Kapitals entnehmen, ohne dieses zu schmälern.

 

Eine interessante Alternative zu staatliche geförderten lebenslangen Renten und abseits des Marktes von Lebensversicherungen mit verschwindend geringem Garantiezins, denn durch Fondspolicen und die sogenannte vier-Prozent-Regelung wird eine solide Altersvorsorge aufgebaut, von der auch die Hinterbliebenen noch profitieren können.

 

 

 

Nachhaltige Rentenversicherung

 

 

 

Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

Sichere Geldanlage 2016: Teil 3 Lebens- und Rentenversicherungen

Donnerstag, 14. Januar 2016

 

 

In den Zeiten des historischen Zinstiefs sind Kapitalanleger weiterhin auf der Suche nach sicheren, besser rentierlichen Geldanlagen. Ich möchte deshalb einen Ausblick für die wichtigsten Anlageklassen auf das neue Jahr 2016 geben. Wer prüfen möchte, wie treffsicher diese Aussagen für die jeweiligen Vorjahre waren, kann dies hier tun:  2012, 2013, 2014 und 2015.

 

lebensversicherung-rentenversicherungTeil 1 – Aktien und Aktienfonds
Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds
Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen
Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds
Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

Teil 3 – Sichere Geldanlage in Lebens- und Rentenversicherungen

Wer sein Kapital in Lebensversicherung oder Rentenversicherungen anspart, hat in den letzten Jahren die allgemeine Zinsentwicklung auch zu spüren bekommen. Sicherlich unterschiedlich stark – wer in eine fondsgebundene Rentenversicherung einzahlt muss mit weniger Einbußen rechnen als mit einer klassischen Lebensversicherung, aber auch ihn trifft die Absenkung der Zinsen.

 

Die Absenkung des allgemeinen Zinsniveaus hat als Folge eine Absenkung der erzielbaren Renditen mit Staatsanleihen und festverzinslichen Wertpapieren – das wirkt sich direkt auf den sogenannten Deckungsstock der Lebens- und Rentenversicherungen aus, der hauptsächlich daraus besteht. Mit dem Deckungsstock garantiert die Versicherungsgesellschaft zum einen eine Mindestverzinsung, zum anderen erzielt sie meist Überschüsse und kann so das Kapital des Anlegers mit 3 bis 4 Prozent jährlich verzinsen.

 

Wo wird der Deckungsstock eingesetzt? Folgende Tabelle soll das verdeutlichen.

 

Art der Lebens- / Rentenversicherung

Einsatz des Deckungsstockes

Klassische Lebens- / Rentenversicherung – in der Ansparphase: Anlage des Kundengeldes
– in der Rentenphase: zur Auszahlung der lebenslangen Rente
Fondsgebunden Lebens- / Rentenversicherung mit Auszahlung einer lebenslangen Rente – in der Ansparphase: kein Einsatz, außer bei Zusatzoptionen wie der Beitragsgarantie
– in der Rentenphase: zur Auszahlung der lebenslangen Rente
Fondsgebunden Lebens- / Rentenversicherung mit Auszahlung einer konstanten Geldsumme (keine Langlebigkeitsabsicherung) – in der Ansparphase: kein Einsatz, außer bei Zusatzoptionen wie der Beitragsgarantie
– in der Rentenphase: kein Einsatz

 

 

 

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Klassische Rentenversicherungen und Lebensversicherungen

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Augen auf: Rentenversicherungen sind meist besser als ihr Ruf

Wie oben dargelegt, ist die klassische Rentenversicherung oder Lebensversicherung am stärksten von Änderungen der Renditen des Deckungsstockes betroffen, denn das Kapital des Anlegers ist sowohl in der Anspar-, als auch in der Rentenphase dort angelegt.

 

Durch die zum 1.1.2015 erfolgte Absenkung des maximalen Zinssatzes, den die Versicherungen Ihren Kunden garantieren dürfen, hat diese Anlageform in den Augen vieler an Attraktivität verloren. Bei nüchterner Betrachtung stellt man allerdings fest, dass sich die Differenz zwischen dem Bankzinssatz und der Garantieverzinsung praktisch nicht verändert hat. Während früher bei einem Zinsniveau von 3 bis 3,5 Prozent ein Garantiezinssatz von 4,5 Prozent geboten wurde, wird heute bei Zinsen von praktisch 0 Prozent ein Garantiezinssatz von 1,25 Prozent angesetzt. Die Differenz bleibt praktisch gleich.

 

Teilweise wurde im Jahresverlauf 2015 schon die komplette Abschaffung des Garantiezinssatzes für Lebens- und Rentenversicherungen diskutiert. Diese Diskussion ist jedoch beendet worden, es besteht weiterhin der Garantiezinssatz von 1,25 Prozent.

 

Sollte das Zinsniveau durch die Europäische Zentralbank EZB jedoch weiterhin so niedrig gehalten werden, könnte eine erneute Absenkung, vielleicht auf 1,0 oder gar 0,75 Prozent, zum 1.1.2017 ins Haus stehen.

 

 

Fondsgebundene Rentenversicherungen und Lebensversicherungen

Wie oben beschrieben erfolgt die Anlage der Kundengelder bei fondsgebundenen Renten- oder Lebensversicherungen nicht in dem vom Kapitalmarktzins abhängigen Deckungsstock der Versicherer, sondern in vom Kunden wählbaren Investmentfonds. Das können Aktienfonds, Rentenfonds, Mischfonds oder verschiedenste Themenfonds sein.

 

Der Kunde ist damit normalerweise vom gesunkenen Zinsniveau nur in der Rentenphase abhängig. Kunden, die ältere Verträge mit höheren Garantiezinsen besitzen, können sich auf diese Zinssätze verlassen. Allerdings: ohne das Niedrigzinsumfeld hätten diese Kunden von deutlich höheren Überschüssen profitiert, während sich nach aktuellem Stand die Auszahlungen näher am Garantiezins befinden.

 

 

Fazit: Allen Unkenrufen zum Trotz haben Renten- und Lebensversicherungen weiterhin Ihre Daseinsberechtigung. Fondsgebundene Versicherungen erzielen die Renditen unabhängig vom Zinsniveau und auch klassische Lebensversicherungen konnten den Abstand zu den allgemeinen Zinsen praktisch konstant halten. Und schließlich locken die steuerfreie Ansparphase, die steuergünstige Auszahlphase und kostenlose Fonds-Tausch-Möglichkeiten nach wie vor. Und die Sicherheit deutscher Lebensversicherungen kann weiterhin als sehr hoch eingestuft werden.

 

 

 

Nachhaltige Rentenversicherung

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Sind Lebensversicherungen eigentlich recycelbar?

Donnerstag, 28. Mai 2015

Für viele Konsumgüter wurden im Sinne der Kreislaufwirtschaft bereits Konzepte entwickelt, um die darin enthaltenen Rohstoffe zu verwerten und so den Lebenszyklus insgesamt zu verlängern. Die Ideen reichen ja nach Natur der Sache vom Recycling bis hin zur vollständigen Wiederverwertung. Auf die Idee, dass auch Finanzprodukte recycelfähig sein können, würde man spontan nicht kommen.

 

Dabei liegt es auf der Hand, das besonders langlebige Produkte, wie beispielsweise Textilien, Möbel, Autos, Schallplatten oder Bücher einen zweiten Nutzer finden können, wenn sich der ursprüngliche Käufer davon trennen möchte. Webseiten, wie Ebay leben davon und beweisen, dass man mit Kreislaufwirtschaft ein gutes Geschäft machen kann.

 

Gut im doppelten Wortsinne: Zum einen, weil es sich offenbar für Käufer und Verkäufer wirtschaftlich rentiert (also eine Rendite erwirtschaftet) und zum anderen, weil ein Wiederverkauf an einen Zweitnutzer auch die Ressourcen schont, weil dadurch insgesamt weniger produziert werden muss.

 

 

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Das Leben bringt viele Unwägbarkeiten. Wenn die Lebensversicherung nicht mehr passt – warum nicht recyceln?

 

Die Lebensversicherung: Auf lange Frist ausgelegt

 

Ein Beispiel für ein langlebiges Wirtschaftsgut im Finanzsektor ist die Kapitallebensversicherung. Dabei handelt es sich um ein Produkt, dessen Laufzeit meist mindestens 12 Jahre beträgt und das zum Teil auch für 20 oder gar 30 Jahre abgeschlossen wird.

 

Ratingagenturen verweisen in der Regel darauf, dass die Rendite umso höher ausfällt, desto länger die Laufzeit der Police ist. Das liegt einerseits daran, dass die Versicherungsgesellschaft mehr Möglichkeiten hat, die Prämien langfristig anzulegen, andererseits ist es der Zinseszinseffekt, der die Rendite bei Langzeitpolicen besonders ansteigen lässt.

 

Vertragslaufzeit: Das Leben geht weiter

 

Dabei haben lange Vertragslaufzeiten natürlich nicht nur Vorteile. Denn wer weiß schon, was in 10 oder gar 20 Jahren passiert, nachdem man einen Versicherungsvertrag abgeschlossen hat? Ehen werden geschlossen und wieder geschieden, Kinder werden geboren und neue Tätigkeitsfelder entstehen, während bisherige verlorengehen.

 

Da kann nicht nur die monatliche Prämie schnell zur Last werden, auch kann der angesparte Rückkaufswert, über dessen Höhe die Versicherungsgesellschaft jährlich informiert, sinnvoll zur Finanzierung von anderen Dingen, beispielsweise einer Immobilie eingesetzt werden. Was soll man also mit so einer lästig gewordenen Lebensversicherung tun?

 

 

Würden Sie ein ausgelesenes Buch in den Müll werfen?

 

Der erste Gedanke ist natürlich, die Lebensversicherung einfach zu kündigen. Aber würden Sie ein Buch in den Müll werfen, nachdem Sie es ausgelesen haben? Oder Ihr Auto verschrotten, nur weil sie sich ein neues Modell kaufen wollen?

 

Bedenken Sie: Die Kündigung einer Lebensversicherung hat nicht nur das sofortige Erlöschen des Versicherungsschutzes zur Folge, die Versicherungsgesellschaft muss auch langfristig geplante Gelder abziehen und bestraft jede Vertragskündigung mit hohen Stornokosten, die bereits mit dem Rückkaufswert abgezogen sind.

 

Die Prämien der Lebensversicherungen fließen nicht selten in den Erwerb von Staatsanleihen, aber auch in Langfristdarlehen und Investments zur Finanzierung von Großanlagen im Infrastruktur- und Energiebereich. So manches Wasserkraftwerk und mancher Windpark ist unter anderem durch Versicherungsgesellschaften finanziert worden.

 

Für den Versicherten bleibt nach Abzug der Stornokosten oft nicht mehr viel übrig, von einer guten Rendite kann dann auch keine Rede mehr sein.

 

 

Lebensversicherungen werden weitergeführt

 

Nicht zuletzt warnen auch Verbraucherschützer vor der vorzeitigen Vertragskündigung, der die meisten Vorteile zunichtemacht, die einem ursprünglich bei Vertragsabschluss versprochen wurden. Dabei gibt es schon seit über 10 Jahren eine Alternative zur Kündigung: Der Verkauf der Lebensversicherung auf dem Zweitmarkt.

 

Hier kaufen Unternehmen die Lebensversicherungen an und führen diese an Stelle des ursprünglich Versicherten bis zur Endfälligkeit weiter. Der Verkäufer der Police erhält vom Ankaufsunternehmen einen Kaufpreis gezahlt, der ein paar Prozent über dem Rückkaufswert liegt.

 

Da die Versicherung mit dem Ziel angekauft wird, diese weiterzuführen, bleibt der versicherten Person ein Rest-Versicherungsschutz gemäß AGB sogar erhalten, denn der Ankäufer zahlt an Stelle des Versicherten die Prämien weiter.

 

Der Zweitmarkt für Lebensversicherungen hilft also allen Beteiligten: Den Versicherten, der Versicherungsgesellschaft und den Projekten, in denen die Versicherungsgelder angelegt sind.

 

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat daher einen der größten Ankäufer Policen Direkt als besonders gelungenes Beispiel für nachhaltige Unternehmensführung bezeichnet. Handeln auch Sie nachhaltig: Denken Sie zuerst über den Verkauf auf dem Zweitmarkt nach, wenn Sie sich von Ihrer Lebensversicherung trennen möchten.

 

 

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Portraitfoto Matthias Wühle – Gastbeitrag –
Matthias Wühle
studierte Betriebswirtschaftsehre, Geschichte und Philosophie in Frankfurt und Mainz und ist seit 2012 als Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei Policen Direkt Versicherungsvermittlung GmbH in Frankfurt am Main, dem Marktführer im Zweitmarkt für Lebensversicherungen, tätig. Sein Schwerpunktthema sind Lebensversicherungen und alles rund ums Recycling von Deutschlands beliebtester Altersvorsorge.

Sichere Geldanlage 2015: Teil 3 Lebens- und Rentenversicherungen

Samstag, 17. Januar 2015

 

 

Auch in diesem Jahr möchte ich einen Ausblick auf das kommende Jahr geben – welche Anlageklassen haben dieses Jahr Potenzial, welche sollte man meiden. Natürlich kann niemand mit Gewissheit sagen, wie sich das Jahr entwickelt, allerdings zeigen die Ausblicke der Jahre 2012, 2013 und 2014 dass die Treffsicherheit hoch ist.

 

Teil 1 – Aktien und Aktienfonds
Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds
Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen
Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds 
Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

Teil 3 – Sichere Geldanlage in Lebens- und Rentenversicherungen

Das Zinstief hat die Branche der Versicherer auch erfasst. Der gesetzlich zugelassene Höchstrechnungszins, also der Zinssatz, der maximal verwendet werden darf um garantierte Werte von zum Beispiel Lebens-, Renten-, Pflege- oder Berufsunfähigkeitsversicherungen zu berechnen, wurde vom Gesetzgeber zum 1.1.2015 gesenkt. Von 1,75% auf 1,25%.

 

 

Damit sind auch Lebens- und Rentenversicherungen tendenziell unattraktiver geworden. Allerdings ist die Bedeutung des Garantiezinses nur eine Komponente, um Lebensversicherungen und Rentenversicherungen zu beurteilen. Denn normalerweise kommt der Garantiezins nicht zum tragen, praktisch alle Versicherer zahlen in der Praxis deutlich höhere Zinsen als den Garantiezins.

 

 

Als Geldanlage dienen klassische und fondsgebundene Lebensversicherungen und Rentenversicherungen. Für beide gelten grundsätzlich andere Bedingungen.

 

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Klassische Rentenversicherungen und Lebensversicherungen

Bei klassischen Rentenversicherungen und Lebensversicherungen gibt der Anleger sein Geld dem Versicherer, und dieser verwaltet das Geld und versucht mit den vorgeschriebenen Anlageklassen, zum großen Teil Staatsanleihen, langfristige Gewinne zu erzielen. Für diese Geldanlagen garantiert er einen Zinssatz (ab 1.1.2015 in aller Regel 1,25% p.a.) und zahlt darüber hinaus erwirtschaftete Überschüsse.

 

Bei dieser Anlageform muss die Entwicklung der Zinsen über die gesamt Anlagedauer, oftmals mehrere Jahrzehnte, abgeschätzt werden. Ein hohes allgemeines Zinsniveau begünstigt auch die Lebensversicherungen und Rentenversicherungen, ein niedriges drückt auch die tatsächlich erwirtschafteten Zinsen.

 

Nach den Ankündigungen des Chefs der Europäischen Zentralbank EZB werden die Zinsen in Europa wohl auf mehrere Jahre hinaus auf ihrem niedrigen Niveau bleiben. Kurzfristig ist also nicht mit einer Verbesserung der Situation zu rechnen.

 

Langfristig gibt es 2 Möglichkeiten: Entweder die Zinssituation normalisiert sich, zumindest teilweise, und damit können auch die Lebensversicherungen und Rentenversicherungen wieder höhere Renditen erzielen. Die andere Möglichkeit sind langfristig tiefe Zinsen, so wie es die langfristige Zinskurve aus den Niederlanden, die bis ins 17. Jahrhundert zurück reicht, nahelegt. Dann würden auch die von Rentenversicherungen und Lebensversicherungen erzielbaren Renditen niedrig bleiben, wenn auch wahrscheinlich oberhalb der Inflationsraten. Zusammen mit den gewährten Steuervorteilen also weiterhin eine bessere Anlageform als Bankanlagen – bei vergleichbar hoher Sicherheit.

 

Fondsgebundene Rentenversicherungen und Lebensversicherungen

Komplett anders sieht die Situation bei fondsgebunden Rentenversicherungen und Lebensversicherungen aus. Dort erfolgt die tatsächliche Anlage der Gelder nämlich in vom Anleger wählbare Investmentfonds. Damit gelten die gleichen Aussichten wie in Teil 1 (Aktien und Aktienfonds) und in Teil 2 (Anleihen und Anleihefonds) dargestellt. Speziell wer an Aktien denkt, die sich perfekt für die langfristige Geldanlage und die Altersvorsorge eignen, also rosige Aussichten in 2015 ebenso wie langfristig.

 

Fazit: Auch wenn der Garantiezins zum 1.1.2015 abgesenkt wurde, haben sowohl klassische als auch fondsgebundene Lebensversicherungen und Rentenversicherungen ihre Daseinsberechtigung. Speziell fondsgebundene Lebensversicherungen, die gegenüber direkten Lösungen in Aktien, Anleihen, Aktienfonds oder Anleihefonds erhebliche Steuervorteile bieten und mit gratis Fondswechseln locken, bleiben auch 2015 die beste Lösung für die Absicherung des Lebensstandards im Alter.

 

Innerhalb unserer Musterdepots spielen Anleihen hier eine wichtige Rolle:

 

 

 Nachhaltige Rentenversicherung

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Sie suchen eine sichere Geldanlage mit guter Verzinsung?

Montag, 20. Oktober 2014

 

Wir von Grünes Geld bieten ausschließlich ethisch-ökologische Geldanlagen an. In diesem Bereich gibt es aktuell ein besonderes Angebot, das eine Überlegung wert ist. Es verbindet hohe Sicherheit mit guter Rendite und Ökologie. Es ist ein außergewöhnlicher Gedanke. Er verbindet Ökologie, Sicherheit und Rendite.

 

Sichere Geldanlage mit guter Verzinsung

Zinstief: viele suchen eine sicherer Geldanlage mit guter Verzinsung. Ideen sind gefragt.

 

Der Gedanke ist einfach, war in der Vergangenheit aber nicht besonders attraktiv. Man kann nämlich einen Lebensversicherungsvertrag, der üblicherweise über Jahrzehnte abgeschlossen wird, auch kurzfristiger nutzen. Durch die Kosten kommen zwar niedrigere Renditen beim Anleger an, aber trotzdem ist der Vertrag in der aktuellen Niedrigzinsphase spürbar höher Verzinst als das Tagesgeld oder als Festgeld. Was uns außerdem noch gefällt: Der Anbieter Oeco Capital ist die Gesellschaft mit den strengsten Nachhaltigkeitskriterien in Deutschland (Wie legt die Oeco Capital konkret an?). Man kann sich also sicher sein, dass sein Geld sinnvoll arbeitet. 

 

 

Musterberechnung 1: Laufzeit 7 Jahre, 50T€

 

Zinssatz Tagesgeld (bestes Angebot ) Auszahlung
nach 7 Jahren (bei 50.000 Euro)
  Zinssatz Oeco Capital (aktuell) Auszahlung nach 7 Jahren (bei 50.000 Euro)
1,20% 54.354,26 Euro   3,10% 59.382,00 Euro

 

Ihr Vorteil: 5.027,74 Euro

 

(Annahme: 50.000 Euro Anlagesumme, 7 Jahre, Tageszinssatz ist der beste Zinssatz lt. Check24 am 29.9.14,
Tagesgeldzinssatz und Zinssatz Oeco Capital können variieren)

 

 

 

Musterberechnung 2: Laufzeit 12 Jahre, 10T€

 

Zinssatz Tagesgeld (bestes Angebot ) Auszahlung
nach 12 Jahren (bei 10.000 Euro)
  Zinssatz Oeco Capital (aktuell) Auszahlung nach 12 Jahren (bei 10.000 Euro)
1,20% 11.538,95 Euro   3,10% 13.836,00 Euro

 

Ihr Vorteil: 2297,05 Euro

 

(Annahme: 10.000 Euro Anlagesumme, 12 Jahre, Tageszinssatz ist der beste Zinssatz lt. Check24 am 29.9.14,
Tagesgeldzinssatz und Zinssatz Oeco Capital können variieren)

 

Sichere Geldanlage mit guter Verzinsung: Die Fakten

– ethisch-ökolgische Anlage nach strengen Kriterien (Oeco Capital)

– Kündigungsfrist 30 Tage (Oeco Capital)

– weiterer Steuervorteil bei Verrentung oder bei Auszahlung nach 12 Jahren und Endalter mind. 62 Jahre

– schon ab 10.000 Euro Anlagesumme

– hohe Sicherheit (Einlagen durch Protektor gesichert)

 

 

 

Sichere Geldanlage: Garantiezinssenkung zum 31.12.14

Es gibt eine Besonderheit zu beachten: Der Garantiezins bei Oeco Capital (und allen anderen deutschen Lebensversicherungen) wird zu Beginn des nächsten Jahres abgesenkt. Oeco Capital arbeitet dann nur noch mit dem Garantiezins 1,25%, statt wie im Moment noch mit 1,75%. Beachten Sie dazu auch unseren Artikel Garantiezins Lebensversicherung 2015: Welche Sparten betrifft es, was bedeutet es für Sie?Wer schnell handelt kann sich noch den aktuellen, höheren Garantiezins sichern.

 

 

Wie geht’s weiter?

Wenn Sie sich die Anlage näher ansehen möchten, fordern Sie doch ein unverbindliches Angebot von uns an. Wir benötigen nur Ihr Geburtsdatum und Ihren Laufzeitwunsch (je länger, umso höhere Renditen sind zu erzielen).  

 

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Wussten Sie schon? Mit nur 10€ können Sie sich für die nächsten 50 Jahre einen höheren Garantiezins sichern (bis 31.12.14)

Freitag, 17. Oktober 2014

 

 

Die demografische Entwicklung und die kontinuierlich sinkenden Zinsen sind für die Sparer in Deutschland eine teuflische Mischung. Denn seit Jahren kennen die Veränderungen an den bei den Deutschen sehr beliebten Renten- und Lebensversicherungen nur Verschlechterungen.

 

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garantiezins senkung 2015

 

So waren bis 31.12.2004 die Auszahlungen aus Lebens- oder Rentenversicherungen steuerfrei. Ab 2005 leider nicht mehr. Der Garantiezins, also der Zinssatz, mit dem die eingezahlten Beiträge nach Abzug der Kosten mindestens verzinst werden, wird von der Bundesregierung praktisch vorgeschrieben und fällt, und fällt und fällt. Zum 1.1.2007 sank er von 2,75 auf 2,25 Prozent. Zum 1.1.2012 dann auf 1,75 Prozent. Und nun, zum 1.1.2015, wird der Garantiezins auf nur 1,25% gesenkt.

 

Das ist bitter für alle nach dem 1.1.2015 abgeschlossenen Renten- und Lebensversicherungsverträge.

 

Deshalb hat ein regelrechter Run auf Renten- und Lebensversicherungen eingesetzt, denn viele Anleger möchten sich noch den hohen Zins sichern.

 

 

Garantiezins: Vorsicht bei späteren Erhöhungen der Einzahlungen

Doch Achtung: Bei den meisten Gesellschaften ist der Garantiezins für heute festgeschriebene Beiträge zwar für alle Zukunft garantiert, aber spätere Erhöhungen der monatlichen Beiträge, zum Beispiel weil man mehr zur Seite legen möchte, werden nur mit dem späteren (wohlmöglich niedrigeren) Zins berechnet.

 

 

 

Wie kann ich mir für alle Eventualitäten den Garantiezins sichern?

An dieser Stelle ist uns eine Gesellschaft positiv aufgefallen, die im Rahmen einer ganz neuen Tarifgeneration auch für alle zukünftigen Erhöhungen des Beitrags – zum Beispiel weil man mehr verdient und dann mehr sparen kann – den bis 31.12.2014 angebotenen hohen Garantiezins garantiert. Und das für alle Zeiten: oftmals 50 Jahre oder mehr (ein heute 30jähriger mit einer Lebenserwartung von rund 90 Jahren hat sich 60 Jahre Garantiezins gesichert).

 

Die 2. Besonderheit bei diesen Tarifen: Die Besparung ist schon ab ausgesprochen niedrigen 10 Euro im Monat möglich. Wer also im Moment (zum Beispiel wegen eines Studiums) noch keine großen Summen sparen kann, der kann sich durch Abschluss eines solchen Vertrages die günstigen Konditionen warm halten. Da Rentenversicherungen oftmals Laufzeiten von 50 oder mehr Jahren haben sind 0,5 Prozent weniger Garantiezins sehr viel.

 

Beispielberechnung für Absenkung des Garantiezinses

 

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Wie kann ich mir den grünen Garantiezins für 50 Jahre sichern?

 

Natürlich gibt’s bei uns nur Rentenverträge mit ethisch-ökologischen Auswahlkriterien. Aber auch hier gelten die gesetzlichen Rahmenbedingungen, also die Absenkung des Garantiezinses. Übrigens ist das auch für fondsgebundene Verträge wichtig, denn bei der Verrentung oder bei Optionen wie der Beitragsgarantie zählt der Garantiezins.

 

 

Was ist zu tun?

 

–> Lassen Sie sich ein unverbindliches Angebot von uns erstellen. Das geht schon ab Monatsbeiträgen von 10 Euro.

 

–> Reichen Sie den Antrag rechtzeitig vor Ablauf des Jahres ein, denn die Alt-Konditionen gelten nur bei bis 31.12.2014 angenommenen Verträgen.

 

 

 

Unverbindliches Angebot anfordern

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Garantiezins Lebensversicherung 2015: Welche Sparten betrifft es, was bedeutet es für Sie?

Dienstag, 07. Oktober 2014

 

Der Garantiezins für die Lebensversicherung 2015 sinkt für alle Gesellschaften in Deutschland ab. Das betrifft natürlich auch unsere im Angebot befindlichen, nach ethisch-ökologischen Gesichtspunkten anlegenden Gesellschaften. In diesem Artikel wollen wir die wichtigsten Fragen dazu beantworten.

 

Was ist der Garantiezins überhaupt?

In verschiedenen Versicherungssparten wird der Sparanteil der eingezahlten Versicherungsbeiträge zu dem bei Vertragsabschluss festgelegten Garantiezins verzinst. Der Sparanteil ist dabei der eingezahlte Beitrag minus der Kosten. Dieser Garantiezins wird von den Gesellschaften dann über die komplette Vertragsdauer tatsächlich eingehalten, das ist meist über viele Jahrzehnte. Die Gesellschaften dürfen dabei nicht einen selbst gewählten, möglicherweise viel zu hoch angesetzten Garantiezins verwenden. Es gibt einen gesetzlich vorgeschriebenen Höchstrechnungszins. Nur dieser darf maximal verwendet werden. Die meisten Gesellschaften verwenden diesen Höchstrechnungszins als Garantiezins in ihren Verträgen. Eine Absenkung des gesetzlich vorgegebenen Höchstrechnungszins wirkt sich deshalb bei praktisch allen Gesellschaften aus.

 

Im Gegensatz zum Garantiezins, können die Gesellschaften höhere Zinsen durch erwirtschaftete Überschüsse in den Verträgen gutschreiben. Die Auszahlungen der Kunden haben also in den meisten Fällen einen höheren Zinssatz erzielt, als nur den Garantiezins.

 

Und was passiert mit dem Garantiezins für Lebensversicherungen in 2015?

Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase wird es für die Gesellschaften immer schwieriger, gute Zinssätze zu erzielen. Es geht ihnen ähnlich wie dem normalen Sparer. Deshalb wurde beschlossen, dass für neu abgeschlossene Verträge ab dem 1.1.2015 nur noch ein niedrigerer Garantiezins versprochen werden darf.

Er sinkt von aktuell 1,75% auf dann 1,25% pro Jahr

Hier die historische Betrachtung:

01.01.1980: 3 Prozent
01.07.1986: 3,50 Prozent
01.07.1994: 4 Prozent
01.07.2000: 3,25 Prozent
01.01.2004: 2,75 Prozent
01.01.2007: 2,25 Prozent
01.01.2012: 1,75 Prozent
01.01.2015: 1,25 Prozent

 

Auf welche Sparten wirkt er sich aus?

Prinzipiell auf alle Sparten in denen der Garantiezins zur Anwendung kommt – das ist mehr als man auf Anhieb erwarten würde. Zum einen sind das die klassischen Lebensversicherungen, bei denen die Gesellschaft in der Ansparphase mit dem Garantiezins arbeitet. Ebenso bei klassischen Rentenversicherungen, bei denen zusätzlich auch in der Rentenphase mit dem Garantiezins gearbeitet wird. Aber auch bei fondsgebundenen Rentenversicherungen, bei denen in der Ansparphase das Kapital in frei wählbaren Investmentfonds angelegt wird, hat es Auswirkungen: die Rentenphase wird nämlich meist durch den Versicherer verwaltet, es gilt der Garantiezins. Und auch bei Optionen wie zum Beispiel der Beitragsgarantie zählt der Garantiezins. Insgesamt trifft es folgende Sparten:

 

– klassische Lebensversicherung

– klassische Rentenversicherung

– fondsgebundene Rentenversicherung

– Riester-Renten

– Basisrenten (Rürup)

– betriebliche Altersvorsorge (Direktversicherungen)

– Pflegeversicherungen

– Berufsunfähigkeitsversicherungen

– Erwerbsunfähigkeitsversicherungen

– …

 

Wie wirkt es sich in konkreten Zahlen aus?

Die konkreten Zahlen sind natürlich in jedem Einzelfall anders, aber aufgrund der expotenziellen Eigenschaften des Zinseszins-Effektes ist die Absenkung um 0,5 Prozentpunkte pro Jahr gewaltig. Hier Beispiele von Helvetia:

 

 

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Unverbindliches Rechenbeispiel Garantiezins Lebensversicherung 2015

 

Der relativ klein anmutende Zinsunterschied macht am Ende also einen Verlust von bis zu 19% aus.

 

Garantiezins Lebensversicherung 2015: Wer sollte reagieren?

Jeder der noch Lücken im Rahmen seiner Altersvorsorge oder der Absicherung gegen die Risiken Berufsunfähigkeit, Erwerbsunfähigkeit oder Pflegefall hat, sollte noch vor Dezember 2015 prüfen. Denn klar ist: Ein Abschluss im Jahr 2015 wäre ärgerlich, hätte man sich die besseren Konditionen des Jahres 2014 noch sichern können.

 

Besitzer von laufenden Verträgen, die bereits in der Vergangenheit abgeschlossen wurden, sollten die Vertragssituation ebenfalls prüfen. Abhängig von der Vertragsgestaltung kann es auch für Sie sinnvoll sein, einen gewünschte höhere Absicherung bereits in 2014 durchzuführen. Eine spätere Erhöhung in 2015 oder noch später wird möglichweise mit niedrigeren Garantiezinsen bestraft.

 

Achtung: Es wird mit einem hohen Interesse der Kunden gerechnet. Damit sichergestellt ist, dass ein Vertrag auch wirklich noch in 2015 zustand kommt, sollte der entsprechende Antrag bis Ende November eingereicht werden.

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Lebensversicherung: Die 3 wichtigsten Gesetzesänderungen

Samstag, 05. Juli 2014

Die Lebensversicherung ist nach wie vor eine der beliebtesten Altersvorsorge-Lösungen der Deutschen. Mit rund 90 Millionen Policen gibt es mehr Lebensversicherungsverträge als Bundesbürger (!). Der Hintergrund: das angelegte Geld ist sehr sicher und um die tägliche Arbeit der Geldanlage, um das Suchen attraktiver Investitionen, kümmert sich die Versicherungsgesellschaft. Hinzu kommen erhebliche Steuervorteile gegenüber einer selbst getätigten Geldanlage mit Abgeltungssteuer. Am Freitag dem 4. Juli 2014, also am Tag des Sieges der Deutschen Fußballnationalmannschaft im Viertelfinale der Fußball-WM in Brasilien mit 1:0 gegen Frankreich, hat der Bundestag jetzt ein Paket zur Stabilisierung der Lebensversicherungs-Branche beschlossen.

 

Lebensversicherung: die 3 wichtigsten Änderungen

Urlaub in den Alpen: durch niedrigere Auszahlungen für viele Deutsche schwerer geworden (Bild: Grünes Geld GmbH)

 

Die Lebensversicherung ist wegen der anhaltenden Niedrigzinsphase in Bedrängnis. Einige schlecht wirtschaftende Gesellschaften haben zukünftig deshalb Schwierigkeiten, die versprochenen Zinsen zu zahlen. Das jetzt beschlossene Paket verlangt den Versicherern und den Kunden nun einiges ab. Ob es wirkt, ist umstritten.

 

Was sind die wesentlichen Punkte für die Lebensversicherung?

 

1.) Beteiligung der Kunden an den Bewertungsreserven: Wenn ein Kunde sein Geld aus der Lebensversicherung zurück erhält, erhält er bisher auch die Hälfte Bewertungsreserven (stille Reserve) ausgezahlt. Das Problem: das geht zu Lasten von Kunden, deren Verträge noch lange laufen. In Zukunft sollen diese Reserven nur noch so ausgeschüttet werden, dass die Garantiezusagen für die restlichen Versicherten nicht gefährdet sind. Steigen die Kapitalmarktzinsen wieder, soll auch diese Begrenzung wieder entfallen.

2.) Dividenden-Sperre: Die unter Punkt 1.) genannte Entlastung ist gekoppelt an eine Dividenden-Sperre für die Eigentümer der Versicherungsgesellschaften. Damit wird des schwieriger für die Versicherer, Aktionäre und andere Kapitalgeber zu finden. In Zeiten, in denen die Eigenkapitalanforderungen immer höher werden (Solceny II), ist das für die Lebensversicherung problematisch.

3.) Garantiezins-Senkung. Die Versicherungsunternehmen dürfen Ihren neuen Kunden (dies gilt immer nur für neue Verträge, rückwirkend kann hier keine Änderung beschlossen werden) einen maximalen Garantiezins auf das Anlagekapital versprechen, aktuell sind dies maximal 1,75% p.a. Zum 1.1.2015 sinkt dieser Garantiezins auf dann 1,25% p.a. Wer sich also mit dem Abschluss einer Police trägt, sollte seine Überlegungen vor dem 31.12.2014 abschließen, solange gibt es noch die höheren Alt-Verträge. Das betrifft nicht nur die Lebensversicherung, sondern auch Rentenversicherungen, Berufsunfähigkeitsversicherungen, Pflegeversicherungen oder Kinderabsicherungen.

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.