Mit ‘Leitzins’ getaggte Artikel

Main-Echo Wirtschaftstipp 25/2018: Gute Aussichten für US Werte

Dienstag, 09. Oktober 2018

 

WIRTSCHAFTSTIPP

 

Carmen Junker

 

Geschäftsführer Grünes Geld

 

 

 

Wie erwartet hat die amerikanische Notenbank Fed den Leitzins am 26.September um 0,25 Prozentpunkte angehoben. Die Entscheidung geht einher mit der Anhebung der Prognosen für das künftige Wachstum in den USA. In diesem Jahr wurden die Prognosen bereits drei Mal nach oben korrigiert. Im Juni rechnete man noch mit einem BIP-Wachstum von 2,8 Prozent, jetzt sind es 3,1 Prozent.

In anderen Regionen der Welt – Stichwort Schwellenländer – aber auch in Europa läuft die Entwicklung entgegengesetzt. Deutsche Institute mussten in diesem Jahr ihre Vorhersagen bereits mehrfach nach unten korrigieren. Gründe für die weltweite Abschwächung sind verschlechterte finanzielle Rahmenbedingungen in Schwellenländern, anhaltende Handelskonflikte und eine stärkere Ungleichheit der Konjunktur. Zugleich hat im Euroraum der Aufschwung an Kraft verloren. Auch in Deutschland haben sich die Aussichten weiter getrübt – die erwartete Herbstbelebung blieb aus. Daher gilt auch weiterhin der im Juni an dieser Stelle ausgegebene Rat: bei Anlagen US-Werte stärker berücksichtigen!

 

 

Erschienen im Wirtschaftsteil der größten Tageszeitung am bayerischen Untermain, Main-Echo, Gesamtausgabe, 6. Oktober 2018

 

 

 

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin  und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker: „Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen.“

 

 

 

 

Niedrigzins wird bleiben–Sachinvestments als einzige Alternative

Sonntag, 16. November 2014

 

Die Wochenzeitung “Die Zeit” hat in der aktuellen Ausgabe vom 13. November 2014 als Titelthema AUSGESPART. Die Behauptung: die Niedrigzinsen  oder Nullzinsen könnten für immer so bleiben. Zinsen sind letztendlich der Preis für Geld, und Geld ist mittlerweile mehr im Kreislauf als gebraucht wird. Die Folge: Der Preis des Geldes sinkt, die Zinsen fallen weltweit und bleiben niedrig. Bank-Sparer, die dem System noch weiteres Geld hinzufügen wollen, werden bestraft.

 

 

Niedrigzins: So sind die Sätze aktuell

Prinzipiell, so die Zeit, liegt Geld auf der Bank und vermehrt sich. Da sei eine schöne, eine beruhigende Erkenntnis. Eine, an die man sich gerne gewöhnen würde. Sie hätte nur einen Fehler: Sie stimme nicht mehr. Dann folgt eine Tabelle mit Zinsen, die deutsche Kreditinstitute für Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist anbieten:

 

 

 

Bank Zinsen pro Jahr
Deutsche Bank 0,05 %
Targobank 0,1 %
Commerzbank 0,05 %
HypoVereinsbank 0,01 %

 

 

 

Dagegen steht einen Tabelle mit der tatsächlichen Preissteigerung bei Gütern des alltäglichen Lebens:

 

Artikel Preissteigerung im letzten Jahr
Kinokarten 2,4 %
Kinderjacken 3,5 %
Hackfleisch 0,3 %
Vollkornbrot 0,9 %

 

 

 

Es wird klar: Die Preissteigerungsraten (aktuell in Deutschland laut Zeit: 0,8%) sind niedriger als das, was man an Zinsen erhält (spätestens nach Steuern).

 

Niedrigzins: Woher kommts?

Sicher hat die Politik seit der Finanz- und seit der Euro-Krise nichts gegen niedrige Zinsen. Schließlich entschulden sich Staaten immer dann automatisch, wenn sie weniger an Zinsen für ihre Staatsanleihen zahlen müssen als die Inflationsrate hoch ist (Finanzielle Repression, wir berichteten in unserem Artikel vom 13. Januar 2012).

 

Allerdings leitet der Artikel in Der Zeit den Gedanken auf eine andere, tiefgründigere Ursache. Denn die Niedrigzinsen sind ein weltweites Phänomen, während die Euro-Krise ja nur Europa und (eingeschränkt) die USA betraf. Die Zinsen sind auch in China niedrig, wo Staatsschulden kein Thema sind.

 

Wichtig ist zu verstehen, wie das Zins-System funktioniert. Der Anleger zahlt sein Geld auf der Bank ein und erhält dafür einen Zins. Die Bank verleiht das Geld zu einem höheren Zins an Privatleute, hauptsächlich aber an Unternehmen damit diese neue Maschinen kaufen oder expandieren können.

 

Das Problem: es werden gar nicht mehr so viele Kredite von der Wirtschaft benötigt. Das weiß man, weil die Europäische Zentralbank (EZB) sehr wenig Anfragen nach ihrem billigen Geld von den einzelnen Banken erhält. Die Banken rufen das billige EZB-Geld nicht ab, weil es wenig Nachfrage nach Investitionskrediten gibt. Über die Gründe dafür lässt sich nur spekulieren. Das können Sättigungseffekte der Märkte sein. Das mögen aber auch prall gefüllt Cash-Polster der Konzerne und Unternehmen sein, die sich dann gar kein Geld mehr von Banken borgen brauchen.

 

Klar ist jedoch, wenn weniger Geld gebraucht wird, dann fällt auch der Preis den man für das Geld zahlen muss (nämlich der Zins). Es gibt Niedrigzinsen.

 

Und genau das ist der wahre Grund für die niedrigen Zinsen, deren Talfahrt ja bereits vor Ausbruch der Euro-Krise begann. So möchten die deutschen Sparer insgesamt 3,84 Billionen Euro bei Banken und Versicherern anlegen. Doch die daraus machbaren Investitionskredite sind viel mehr, als gebraucht wird.

 

Offensichtlich sind sinkende Zinsen ohnehin eine langfristige Tatsache. Die längsten Aufzeichnungen über Zinsen gibt es in den Niederlanden:

 

Niedrigzinsen-bleiben-wohl-noch-laenger

 

Hier werden die Zinsen für 10jährige niederländische Staatsanleihen aufgezeigt. Diese dienen als ein guter Indikator für das Zinsniveau. Klar erkennbar ist der langfristig rückläufige Trend, der nur von einigen neueren Zins-Spitzen unterbrochen ist.

 

 

Wie sollte man auf den Niedrigzins reagieren?

 

Klassische Bankanlagen oder Lebensversicherungen können meist nur 0,5 bis 2,5 Prozent an Verzinsung bieten. Zuwenig als dass man damit etwas erreichen könnte. Die einzige Alternative sind Sachinvestments, wie Beteiligungen an Windkraft, Solarparks, Wasserkraftwerken, Wäldern, Immobilien oder Aktien. In eingeschränktem Maße auch an Unternehmensanleihen.

 

Hiermit lassen sich bei ausreichender Anlagedauer und guter Streuung auf interessante Weise Renditen von 6 bis 10 Prozent pro Jahr erzielen. Eine hohe ökologische Wirkung wird außerdem noch erzielt.

 

 

 

 

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.