Mit ‘Microfinance’ getaggte Artikel

Was passiert mit meinem Geld in Mikrofinanzanlagen?

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Ein Teil der Nachhaltigen Investition ist die Anlage in Mikrofinanzkredite. Für die Idee und deren Umsetzung wurde 2006 Mohammed Yunus mit dem Friedensnobelpreis geehrt. Anleger die in sogenannte Mikrofinanzfonds investieren leisten aktiven Beitrag zur Armutsbekämpfung. Doch was passiert genau mit dem Geld?  Über den Fonds Invest in Visions können wir genauere Informationen bekommen. Hier investierte Gelder sind sehr transparent nachzuverfolgen.  Wir möchten den sozialen Nutzen von Geldanlagen in Mikrofinanz, wie unter Grünes Geld Soziale Verantwortung  erhältlich, an einer persönlichen Geschichte und an anhand eines Mikrofinanzinstitutes verdeutlichen. 

 

Die persönliche Geschichte des Mr. Abbas:

 

Mr. Abbas, ein Landwirt im abgelegenen Teil von Uganda, hat im Juni 2008 seinen 6. Mikrokredit ( den ersten hatte er vor 8  Jahren in Höhe von 500 USD bekommen und alle zurückgezahlt) von dem örtlichen Mikrofinanzinstitut in Höhe von 1.000 USD erhalten. Mit diesem Geld konnte er sich ein weiteres Stück Land kaufen und seine Einnahmen aus dem Anbau von Kaffee und Mantoke (Kochbananen) steigern. Durch diese Mehreinnahmen kann er seinen Kindern ( 11 an der Zahl) den Besuch der Schule in Uganda ermöglichen. Die beiden Älteren besuchen mittlerweile die Universität. Langfristig verhilft sich Mr. Abbas und seiner Familie damit aus der Armut und ermöglich seinen Kindern eine Ausbildung für ein „besseres“ Leben.

 

Kontrolle vor Ort

Bilderreihe vom Besuch bei Mr. Abbas in Uganda. Seine Kinder können alle die Schule besuchen. Ein nachhaltiger Schritt aus der Armut

Mr. Abbas hätte von einer kommerziellen Bank nie einen Kredit bekommen. Warum? Weil er keine Sicherheiten bieten konnte außer seiner eigenen Arbeitskraft. Hilfe zur Selbsthilfe ist das Prinzip der Mikrofinanz. Mit einem „kleinen“ Kredit – diese liegen zwischen 20 USD in Asien und 3.000 USD in Osteuropa – wird diesen Menschen die Möglichkeit gegeben sich selbst aus der Armut zu befreien. Mikrofinanzinstitute, spezielle auf diese Zielgruppe ausgerichtete Finanzdienstleistungsinstitute übernehmen regional die Kreditvergabe.

 

Im September hat der Mikrofinanzfonds Invest in Visions Microfinance unter anderem in Kambodscha investiert.  Weshalb fiel die Wahl auf ein Mikrofinanzinstitut in Kambodscha?

 

Das Beispiel Prasac – Mikrofinanzinstitut in Kambodscha:

 

Kambodscha ist ein südostasiatisches Land, welches durch die Roten Khmer den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verfall erlebt hat. Die Roten Khmer wollten die Gesellschaft mit Gewalt in einen Agrarkommunismus überführen. Dieser Prozess umfasste auch die fast vollständige Vertreibung der Bevölkerung aus der Hauptstadt Phnom Penh und mündete in einem Massenmord an der kambodschanischen Bevölkerung. Bis zum Ende ihrer Herrschaft 1978 fielen den Roten Khmer nach Schätzungen etwa 1,7 bis 2,2 Millionen Kambodschaner zum Opfer.
31% der 14,4 Millionen Kambodschaner leben auch heute noch in bitterer Armut. Kambodscha exportiert neben Agrarerzeugnissen wie Reis, Gemüse, Kautschuk und Cashewnüssen auch Textilien (70% des Exports) und Rohstoffe. Das Wirtschaftswachstum betrug 2011 ca. 6%. Über 50% der Bevölkerung sind jünger als 25 Jahre.

 

Kambodscha hat einen regulierten Mikrofinanzmarkt. Die Einführung von transparenten Praktiken wie z.B. Effektivzins, Preismodelle und auch einem Kreditbüro (ähnlich Schufa) hat dem Mikrofinanzmarkt ein weiteres Wachstum verschafft. Mittlerweile wird 1,2 Millionen Menschen durch Mikrofinanzierung der Zugang zu Finanzdienstleistung verschafft.
Im September hat der Fonds ein Darlehen in Höhe von 1,5 Millionen USD an Prasac Microfinance Ltd., ein MFI mit einem Marktanteil von ca. 21% vergeben. Prasac bedient ca. 120.000 Kunden im ländlichen als auch städtischen Bereich, davon 70% Frauen. Prasac ist aus einem Entwicklungshilfeprojekt der EU (1995) hervorgegangen, welches die Landbevölkerung in Kambodscha fördern sollte. Mittlerweile ist das Mikrofinanzinstitut reguliert und kann seit 2011 auch Spareinlagen annehmen. Um weiter wachsen zu können benötigte Prasac den Kredit in Höhe von 1,5 Millionen USD.

 

 

Geldanlagen werden also immer noch benötigt um den Mikrofinanzbereich weiter zu fördern. Für den Anleger hier rechnet sich sein Engagement ebenfalls. Bei einer Verzinsung von etwa 2-4% pro Jahr wird die Geldanlage nebenbei noch höher verzinst als auf dem Tagesgeldkonto bei der Bank.

 

 

Verfasser des Beitrages:

Carmen Junker ist Mit-Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst hier noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

Hungersnot in Afrika: besser kann man unsere Unmoral nicht ausdrücken als in diesem Bild

Montag, 25. Juli 2011

Was wäre, wenn alle Menschen in Bayern und Thüringen kurz vor dem Hungertod ständen? Wenn Millionen in Deutschland also kurz davor wären, aus Mangel an Essen zu sterben? Ein Aufschrei ging durch die Welt und innerhalb kürzester Zeit wäre geholfen. Denn Lebensmittel sind für uns so selbstverständlich, dass wir nur ein „zuviel“ davon kennen, kein „zu wenig“.

 

Die Bevölkerungszahlen von Bayern und Thüringen zusammen sind in etwa 12 Millionen Menschen – genauso viele, wie in Afrika gerade vom qualvollen Tod durch Hunger bedroht sind. Bisher sind bereits Zehntausende in Äthiopien, Kenia, Somalia, Dschibuti, Uganda und im Sudan. Auch im 21. Jahrhundert müssen noch Menschen am Hungertod sterben, während andere in Saus und Braus, in Luxus und Überernährung leben.

 

Besser als diese Karikatur in der Finacial Times Deutschland von heute lässt es sich kaum darstellen:

 

In Afrika sterben Zehntausende, wir haben andere Probleme

In Afrika sterben Zehntausende, wir haben andere Probleme

 

Auch wenn wir Spenden und damit „Almosen“ als Mittel der Entwicklungshilfe sehr kritisch betrachten, empfehlen wir in diesem Fall jedem, seinen Beitrag zu leisten. Wer dazu auch langfristig helfen will, kann sein Geld in Mikro-Finanz anlegen – eine der sinnvollsten Möglichkeiten für Gerechtigkeit auf der Welt.

Umweltzerstörung durch unsere Spargroschen auf der Bank

Mittwoch, 20. Juli 2011

In der Wüste von Niger, in einer der ärmsten Regionen der Erde, wird in großem Stil Uran abgebaut. Zwei Tochterfirmen von Areva, einer der größten Atomkonzerne der Welt, finden dort für ihre Arbeit phantastische Bedingungen vor. Kaum Umwelt- oder Gesundheitsauflagen stehen hier im Weg, obwohl durch die Bohrungen immer wieder Wolken radioaktiver Artikel in die Luft katapultiert werden und Millionen Tonnen radioaktiv strahlender Abfälle offen unter freiem Himmel lagern. Seit vielen Jahren graben die nigerianischen Arbeiter mit bloßen  Händen und ohne Schutzmasken in den Minen, ohne dass sie über die gesundheitlichen Risiken aufgeklärt worden sind. „Areva hat Milliarden verdient, und wir bleiben auf der  langfristigen Umweltzerstörung und den enormen Gesundheitsrisiken sitzen“, sagt Almoustapha Alhacen, Gründer der Umweltorganisation „Aghirin´man“ (deutsch: Schutz der Seele).

 

Nicht nur der Atomkonzern Areva hat traumhafte Renditen dadurch erwirtschaftet, sondern auch dessen Finanzdienstleister, zu denen laut Informationen von  Menschenrechtsorganisationen beispielsweise BNP Paribas, HSBC, Citigroup, UniCredit Group – und auch die Deutsche Bank – gehören. Dies ist kein Einzelfall! Durch den Uranabbau wird die Umwelt langfristig zerstört und die Menschen sind massiv der Verstrahlung ausgesetzt. Gesundheitliche Risiken der einheimischen Bevölkerung – für unsere Atomkraftwerke – sind die Folge!

 

Uranabbau im Niger

Uranabbau im Niger: mit unseren Geldern

Unternehmen wie Areva bauen ihre Aktivitäten mit Hilfe von Milliardenkrediten der Banken auf. Die Gelder, die Banken wie die Deutsche Bank, Commerzbank, Bayrische Landesbank und andere als Kredite an Unternehmen geben, stammen u.a. von unseren Spareinlagen. Die Kreditrichtlinien, nach denen Kredite vergeben werden, sind vage und intransparent. „Banken prüfen, bevor sie ein Geschäft eingehen, nur die Bonität und die Sicherheiten ihres Gegenübers. Es zählt nur der finanzielle Erfolg. Ethische Kriterien spielen keine Rolle“, so Hans-Joachim Schwabe, Vorstandsmitglied beim Südwind-Institut, das sich besonders für die Dritte Welt engagiert. Auskünfte darüber, was die Bank mit unserem Geld macht, gibt es nicht. Nur ethisch-ökologisch nachhaltige Banken wie z.B. die GLS-Bank legen ihre Kreditaktivitäten offen.

 

Der Fall Areva im Niger ist kein Einzelfall. Bankenfinanzierte Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen wird es wohl noch lange geben. Was können wir dagegen unternehmen ? Die Organisation Attac (soziale und ökologische Gerechtigkeit im Globalisierungsprozess) hat eine Initiative ins Leben gerufen, die möglichst viele Bürger dazu aufrufen soll, zu einer  nachhaltigen Bank zu wechseln, die ethisch und ökologisch korrekt wirtschaftet und ihre Kreditentscheidungen transparent darlegt. Wer möchte schon, dass sein Geld in Projekte fließt, die er niemals unterstützen würde – wenn er denn davon wüsste!  Ein kleiner Schritt – aber ein Anfang! Quelle: natur + kosmos

 


 

Unser Tipp für eine verantwortungsvolle GeldanlageSoziale Verantwortung Einmalsparen

 

Projekt Soziale Verantwortung Einmalsparen
Laufzeit    täglich kündbar
Mindestanlagesumme    500 Euro
Rendite    2009: 2,2 %
2010: 6,1 % 
Besonderheit • Schützen Sie Natur, Tiere und Menschen mit Ihrer Geldanlage
• Schließen Sie Atomkraft aus
• Mindestens gleiche Rendite wie konventionelle Anlageformen – durch Studien
nachgewiesen
• Fördern Sie gezielt wichtige Projekte wie Wiederaufforstung oder regenerative Energien

 

 

 


 

 

Handeln Einzelhandelsunternehmen nachhaltig ?

Dienstag, 05. Juli 2011

Die Nachhaltigkeits-Ratingagentur oekom research hat 130 weltweit führende Einzelhandelsunternehmen auf nachhaltiges Handeln untersucht. 105 davon zeigten so wenig Engagement oder Transparenz, dass eine fundierte Analyse nicht möglich war. Von den 25 Verbleibenden erfüllen lediglich 11 die von oekom research definierten Anforderungen an ein fundiertes Nachhaltigkeitsmanagement. Als bestes Unternehmen der Branche wird die Schweizer Genossenschaft Coop ausgezeichnet. Es folgen die Unternehmen Migros (ebenfalls Schweiz) und Marks & Spencer (Großbritannien). Das beste deutsche Unternehmen ist die Metro abgeschlagen auf Rang 11 – gerade noch im Rahmen!

 

„Der Handel hat als Mittler zwischen Produzenten und Verbrauchern eine Schlüsselrolle bei der Förderung eines nachhaltigen Konsums“, bewertet Lisa Häuser, Analystin bei oekom research, die Verantwortung des Handels. Besonders die Sortimentsauswahl bietet hierbei die Möglichkeit, den Verbraucher explizit in die Richung nachhaltigen Konsums zu lenken. Immer mehr Verbraucher greifen nach Bio- und Fairtrade-Produkten. Der Umsatz hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Viele Einzelhandelsunternehmen haben inzwischen diese Produkte in ihrem Sortiment, sogar Discounter bieten eigene Biolabels an. Jedoch verfolgen nur wenige Unternehmen eine umfassende Strategie mit klaren Zielen und Maßnahmen, die das entsprechende Sortiment systematisch fördert

Bio nach EG-Öko-Verordnung

Einige Unternehmen bieten inzwischen eigene Bioprodukte an.

 

Viele Zulieferer sitzen in Entwicklungs- und Schwellenländern, in denen oft haarsträubende Arbeitsbedingungen herrschen. Viele der 25 analysierten Unternehmen machen ihren Zulieferern Auflagen, die internationalen Arbeitsstandards einzuhalten. Jedoch hapert es immer wieder an konsequenten Kontrollen. Und selbst wenn gute Kontrollsysteme existieren – wie z.B. bei H&M und Marks & Spencer, reicht dies oftmals nicht aus, um Verstöße zu verhindern.

Ein zentrales Thema sind auch die angemessenen Löhne der Beschäftigten – nicht nur in den ausländischen Zulieferländern, sondern auch in Deutschland. Oftmals werden zudem noch gewerkschaftliche Organisation und die Bildung von Betriebsräten verhindert. Hier gibt es noch viel Verbesserungspotential!

 

Auch der Klimawandel stellt eine erhebliche Herausforderung für den Handel da. Fast alle bewerteten Unternehmen berichten über Programme zur Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen in den eigenen Filialen und im Güterverkehr. Beim Errechnen des CO2-Fußabdrucks einzelner Produkte unterschlagen die Unternehmen jedoch meistens die Zulieferkette, so dass ein falsches Bild entsteht.

 

Fazit:

Die Kommunikation von Nachhaltigkeit und das tatsächliche Engagement in diesem Bereich klaffen oft weit auseinander. Die Tatsache, dass lediglich jedes zwölfte Handelsunternehmen von oekom research mit „Prime“ bewertet wird, zeigt überdeutlich, dass ein enormer Handlungsbedarf besteht. „Viele gute Initiativen in einzelnen Bereichen zeigen, was tatsächlich alles möglich ist. In der Breite fehlt es aber an einer umfassenden und systematischen Ausrichtung der Unternehmen auf die Prinzipien der Nachhaltigkeit“, so das Fazit von Analystin Lisa Häuser.

 

Quelle: oekom research

 

Wie können Sie die konkrete Umsetzung von Nachhaltigkeit in Einzelhandelsunternehmen fördern?

Die Grünes Geld GmbH berät Sie gern fachkundig über Ihre individuellen Möglichkeiten.

 

 

 

 

 

 

 

Metallische Rohstoffe – ein Segen für die Förderländer ?

Dienstag, 21. Juni 2011

Ohne Metalle ist unser Leben kaum mehr vorstellbar. Ein großer Teil der alltäglich verwendeten Produkte – von Baumaterialien, Fahrzeugen und Maschinen in den Fabriken bis hin zu modernen Kommunikationsgeräten – könnten ohne Metalle nicht gebaut werden. „Da der Abbau und auch der größte Teil der ersten Verarbeitungsschritte der metallischen Rohstoffe nicht in Deutschland stattfinden, kennen die meisten Verbraucherinnen und Verbraucher die damit verbundenen Probleme nicht. Doch dies darf die hiesigen Unternehmen nicht aus ihrer Verantwortung für Missstände in ihrer Zulieferkette entlassen“, sagt Friedel Hütz-Adams, Hauptautor einer Studie, die heute vom SÜDWIND-Institut für Ökonomie und Ökumene vorgestellt wird. SÜDWIND setzt sich weltweit ein für wirtschaftliche, soziale und ökologische Gerechtigkeit.

Kinderarbeit in Goldminen

Kinderarbeit in Goldminen ist gängige Praxis in den Förderländern der Rohstoffe

Beim Abbau von metallischen Rohstoffen – vor allem Metalle wie Aluminium, Gold, Mangan oder Seltene Erden – gibt es massive soziale und ökologische Missstände. In vielen Minengebieten existieren Landkonflikte, die Arbeitsbedingungen in den Förderregionen sind teilweise schlecht und auch die Weiterverarbeitung der Rohstoffe verursacht massive Probleme. In der Studie wird herausgestellt, dass diese Probleme in Ländern wie Indonesien, der Demokratischen Republik Kongo, Indien, China, Bolivien und Gabun zur Folge haben, dass die Menschen dort oft nicht vom vermeintlichen Rohstoffreichtum profitieren.

 

Das ist für SÜDWIND wieder einmal Anlass, auf diese Sachverhalte aufmerksam zu machen und die Einhaltung sozialer und ökologischer Mindeststandards sowie grundlegender Menschenrechte beim Abbau und der Verarbeitung der nach Deutschland gelieferten Rohstoffe zu fordern.

„Während viele Unternehmen und die Bundesregierung nach Wegen suchen, um der deutschen Industrie den Zugang zu preiswerten metallischen Rohstoffen zu erleichtern, werden die entwicklungspolitischen, sozialen und ökologischen Auswirkungen von deren Förderung häufig nicht beachtet“, so Hütz-Adams weiter.

 

Diese Studie ist die erste in einer Serie von vier Studien zum Thema Rohstoffe, die im Jahr 2011 bei SÜDWIND erscheinen. In den nachfolgenden Studien wird auf Lösungsansätze bei entwicklungspolitischen sowie klimarelevanten Problemen eingegangen. Des weiteren setzt sich die Studie mit der Rolle von Banken und Investoren auf dem Metallmarkt auseinander so wie auch mit der Rolle, die Verbraucherinnen und Verbraucher dabei spielen können.

 

Quelle: SÜDWIND

 

Unser Tipp:

Helfen Sie ganz gezielt den wirtschaftlich benachteiligten Menschen der Entwicklungs- und Schwellenländer!  Zum Beispiel mit dem Instrument Mikrofinanz. 2006 wurde mit Mohammad Yunus eine maßgebliche Ikone der Mikrofinanz mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Positiver Nebeneffekt: Die Wertentwicklung in dieser Sparte verläuft sehr konstant.

 

Projekt Soziale Verantwortung Monatssparen Ethik
Laufzeit täglich kündbar
Mindestsparsumme 50 €
Wertentwicklung z.B. 2009: 2,24% ; 2010: 6,06%
Besonderheiten a.) schwankungsarme und sichere Anlage in Mikrofinanz und ausgewählte SRI-Fonds
b.) Geldanlage, die Menschlichkeit fördert und soziale Verantwortung übernimmt

 

Mikrofinanz und die soziale Wertschöpfung 2010 – responsAbility social performance report 2010

Freitag, 06. Mai 2011

Wir berichten heute über das Schwergewicht im Bereich der sozial motivierten Geldanlage und dessen Aktivitäten und Erfolge im vergangenen Jahr. Die Schweizer responsAbility bietet seit vielen Jahren über ihre Mikrofinanzfonds Privatanlegern die Möglichkeit, ihre Geldanlagen aktiv in der Armutsbekämpfung einzusetzen und dabei eine interessante finanzielle Rendite zu erzielen.
Im 2010 wurden durch die drei von responsAbility verwalteten Mikrofinanzfonds 16 Millionen Menschen der Zugang zu Finanzdienstleistungen ermöglicht.

In ihrem sechsten Social Performance Report legt responsAbility Social Investments AG (responsAbility) Rechenschaft über die sozialen und entwicklungsrelevanten Ergebnisse ihrer Investitionstätigkeit in 2010 ab.

 

Ergebnisse 2010 im Überblick

 

Mikrofinanz

Die Nachfrage nach Mikrofinanzdienstleistungen in Entwicklungs- und Schwellenländern blieb auch im 2010 ungebrochen hoch. Per Ende 2010 hatte responsAbility USD 628 Millionen in Fremdkapital und USD 74 Millionen in Eigenkapital von Mikrofinanzinstitutionen investiert. Damit wurden 251 Institutionen in 55 Ländern mit 16 Millionen Kunden erreicht. Um Währungsrisiken für Mikrofinanzinstitutionen und deren Kunden zu reduzieren, tätigte responsAbility im 2010 vermehrt Finanzierungen in abgesicherten Lokalwährungen. Um den Bedürfnissen der Kunden besser gerecht zu werden, setzt responsAbility auf die kontinuierliche Weiterentwicklung des Dienstleistungsangebotes von Mikrofinanzinstitutionen. Vermehrt werden neben klassischen Mikrokrediten auch Sparmöglichkeiten und Geldtransaktionen angeboten. Die Guthaben bei den vor responsAbility finanzierten Mikrofinanzinstituten belaufen sich inzwischen auf 8,9 Milliarden US-Dollar. Eine Zunahme von 34%. Die durchschnittliche Guthabenhöhe beträgt 1.100$ pro Kunde
Den Mikrofinanzkreditnehmern auch die Möglichkeit der sicheren Verwahrung ihrer Ersparnisse zu gewährleisten ist ein wichtiger Schritt. Wenn dies nicht gewährleistet ist, sind die Kreditnehmer genötigt, ihre laufenden Überschüsse aufzubrauchen und künftige Investitionen wieder zu 100 Prozent zu finanzieren.
Auch sparen Mikrofinanznehmer oftmals lieber an als den Kredit zu tilgen, da die Höhe des Kredites als eine Art Statussymbol gesehen wird.

 

 


 

Unser Tipp für ein nachhaltiges Investment: Soziale Verantwortung Einmalsparen Ethik

 

 

Anlage  

Soziale Verantwortung Einmalsparen Ethik

Laufzeit täglich kündbar
Mindestanlagesumme 500 Euro
Wertentwicklung 2009: 2,24% 

2010: 6,09%

Besonderheit – stabile Wertentwicklung 

– Sie investieren nachhaltig

– Mikrofinanzinvestment

– Beitrag zur Armutsbekämpfung

 

 


Fair Trade

 

In 2010 wurden durch responsAbility Anlagefonds 46 landwirtschaftliche Kooperativen in 15 Ländern finanziert. Diese Kooperativen werden von rund 300`000 Kleinbauern, meist Familienbetrieben, beliefert. Somit kommt die Finanzierung von Ernte und landwirtschaftlicher Wertschöpfungsketten einer noch grösseren Zahl von Familienmitgliedern zugute. Mit den Prämien durch Fair Trade und Bioproduktion finanzieren die Kooperativen insbesondere ihre Infrastruktur, fachliche Unterstützung, Qualitätsverbesserung aber auch die Bildung und Gesundheit ihrer Mitglieder.

 

Unternehmens-Finanzierung

 

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) leisten einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung einer Volkswirtschaft. Sie schaffen einen Großteil der Arbeitsplätze und tragen zur lokalen Wertschöpfung bei. Der mangelnde Zugang zu langfristigem Kapital stellt jedoch für viele dieser Unternehmen ein Wachstumshindernis dar. Durch die Investition von USD 13 Millionen in 38 KMU konnten responsAbility Kunden einen wesentlichen Beitrag zur Schaffung von rund 31`200 Arbeitsplätzen in Entwicklungs- und Schwellenländern leisten.

 

Unabhängige Medien

 

Der Zugang zu objektiver Berichterstattung ist zentraler Bestandteil einer Demokratie und Voraussetzung für die aktive Beteiligung der Bevölkerung an gesellschaftlicher Entwicklung. Meist ist jedoch der Zugang zu unabhängigem Kapital eingeschränkt. Um diesen Engpass zu überbrücken vermittelt responsAbility an den Media Development Loan Fund (MDLF) Darlehen, die der Finanzierung unabhängig berichtender Medien dienen. Im 2010 wurden 45 Organisationen finanziert, die 35.8 Millionen Menschen in 17 Ländern den Zugang zu unabhängiger Berichterstattung ermöglichen

 

Positive finanzielle Rendite auch im 2010

 

Sämtliche Anlageprodukte von responsAbility erzielten auch 2010 – wie schon in den zurückliegenden Jahren – eine positive Rendite.

Was bedeutet die kommende Inflation für mich persönlich?

Montag, 14. Februar 2011

Bevor man dies beantworten kann, muss man sich zunächst einer weiteren Frage stellen: Wie misst man eigentlich die Inflation? Bei offiziellen Statistiken geht man von einem virtuellen Warenkorb aus, der Güter des alltäglichen Lebens, aber auch höherwertige Konsumgüter wie etwa einen Computer umfasst. Diese Statistiken sind oftmals gemäßigter als die „gefühlte“ Inflation, welche viel stärker von der Entwicklung der Preisgestaltung von Gütern des täglichen Bedarfs – beispielsweise Lebensmittel oder Energiekosten – beeinflusst wird. Unicredit hat deshalb nun ebenfalls für die „gefühlte“ Inflation einen Index ermittelt und Beobachtungen über die letzten 10 Jahre angestellt. Keinesfalls überraschend ist das Ergebnis, dass die gefühlte Inflation sichtlich stärkere Schwankungen aufzuweisen hat und mit 3,3% im Dezember 2010 doppelt so hoch lag wie die statistische Inflationsrate.

 
Trotz der unterschiedlichen Höhe zeigen beide Inflationsraten in die gleiche Richtung: Es wird zu einer Inflation kommen und es ist lediglich die Frage, ob sich die Inflationsrate im Bereich 2-4% pendelt – und somit wirtschaftlich vertretbar wäre – oder ob eine Lohn-/Preisspirale entsteht, was weit höhere Inflationsraten zur Folge hätte.

Verbrannter Geldschein

Bei einer Inflation wird das Geld entwertet. Deshalb rechtzeitig vorsorgen, um das Vermögen zu sichern.



 
Es stellt sich nun die Frage was die Entwicklung zur Inflation für eine Bedeutung für den Sparer und Geldanleger hat – und die Antwort darauf ist recht simpel: Man muss mehr und schlauer sparen bzw. investieren.

 
Grund: Der Großteil der Sparziele, wie etwa die Altervorsorge, ist auf einen realen Wert fokussiert, das bedeutet beispielsweise die Deckung der Lebenshaltungskosten im Rentenalter. Die Inflation ist Grund dafür, dass sich diese fernen Ziele nominal signifikant erhöhen. Ein Beispiel: Ein 30-jähriger, der eine Rentenlücke von 2.000 Euro Kaufkraft schließen möchte, hat bei einer Inflation von 2% bereits einen nominalen Bedarf von etwa 4.000 Euro pro Monat zum Renteneintritt. Wenn die durchschnittliche Inflation auf 4% anwachsen würde, müssten monatlich fast 8.000 Euro gezahlt werden, um die Kaufkraft von heutigen 2.000 Euro zu realisieren. Diese Effekte der Inflation werden von den meisten Bürgern komplett unterschätzt. Manch ein Sparer hält auch nichts von einem Konsumverzicht, welcher heute allerdings notwendig ist, um eine Altersarmut zu vermeiden.

 
Durch Intelligentes Sparen besteht trotzdem eine Möglichkeit die Inflationslücke zu schließen. Dabei muss der Vermögensaufbau jedoch in weiten Teilen in Sachwerten erfolgen. Darunter fallen nicht nur Aktien und Immobilien. Innovative und schwankungsarme Anlageklassen wie Mikrofinanz sind ebenfalls möglich.

 
Eine Möglichkeit zur Mikrofinanz bietet der BN & P Good Growth Fonds. Dabei handelt es sich um ein System von Kleinkrediten, welche durch Mikrofinanzbanken vergeben wurden. Die Refinanzierung dieser Banken der Armen sorgt für ein wirtschaftliches Einkommen und Selbstvertrauen für die Kreditnehmer, aber auch für eine angemessene und vorallem sichere Verzinsung für die Kapitalgeber jener Mikrofinanzinstitute. Obwohl in manchen Regionen wie beispielsweise in Indien, Nicaragua oder Pakistan negative Entwicklungen bei der Umsetzung des Prinzips der Mikrofinaz festzustellen waren, ist diese Urform des genossenschaftlichen Bankgeschäfts rund um den Globus enorm wichtig für die Entwicklungshilfe.

 
Mikrokredite und die entsprechenden Refinanzierungstranchen der Mikrofinanzfonds besitzen in der Regel eine Laufzeit von einem Jahr. Im Mix der Kreditportefeuilles stehen daher meist monatliche – an das jeweils aktuelle Zinsniveau angepasste – Kredite zur Prolongation an. Aufgrund dessen sollten steigende Inflationsraten und dadurch auch steigende Zinsen auf Fondsebene keine Kursverluste herbeiführen. Stattdessen sollte der Mikrofinanzfonds zügig seine Rendite an den Marktzins anpassen. In Bezug auf eine Inflationsvorsorge ist die Mikrofinanzanlage somit vergleichsweise vorteilhaft.

 
Fakten zum BN & Good Growth Fonds: Der Fonds investiert bis zu 30% des Fondsvolumen in die Mikrofinanz. Er verteilt das Geld an über 400 Mikrofinanzinstitute in etwa 60 Ländern weltweit. Damit ein mittelfristiges Renditeziel oberhalb von 5% realisiert werden kann, bedient sich der Fonds zusätzlich einem breiten Spektrum von Anlageformen und Anlageklassen, die hinsichtlich auf das soziale Ziel ethisch gefiltert werden. Der Zuwachs von rund 8% in den vergangenen 24 Monaten bei Schwankungsbreiten von ungefähr 4% zuzüglich einem gutem Gewissen erzeugte Freude bei vielen vorsichtigen Anlegern, die normalerweise nur traditionell investierten.

 
Button Alle Informationen