Mit ‘Mobilität’ getaggte Artikel

Klimafreundlich mobil – Neues aus der Mobilitätsforschung

Freitag, 24. November 2017
Zusammenfassung: Verkehr und Mobilität verursachen noch immer enorme Mengen an CO2-Emissionen. Um das Klima zu schützen, sind neue Wege in der Verkehrspolitik notwendig, wie beispielsweise die intelligente und bedarfsgerechte Verknüpfung unterschiedlicher Verkehrsmittel ohne Verbrennungsmotor. Einige Trends aus der Mobilitätsforschung.

 

Nicht nur das Auto bewegt die Welt.

 

Jeder Deutsche verursacht im Durchschnitt rund zwölf Tonnen CO2 pro Jahr. Hauptverursacher der enormen Emissionen von Treibhausgasen sind zum einen der noch immer sehr hohe Verbrauch von Energie aus fossilen Quellen, dicht gefolgt vom Thema Verkehr. Wenn Deutschland bis zum Jahr 2050 klimaneutral sein will, müssen gut elf Tonnen CO2 pro Person und Jahr eingespart werden.

 

Deutschland tut sich zwar noch immer mit dem konsequenten Ausstieg aus der Kohle schwer. Dennoch sind die Alternativen zu den klimaschädlichen fossilen Energieträgern und der mehr als riskanten Atomenergie längst bekannt und weitgehend akzeptiert. Sonne, Wind  und Wasser liefern saubere regenerative Energien. Darüber hinaus sorgen vielfältige Entwicklungen in Sachen Energieeffizienz dafür, dass Strom und Wärme ökonomischer genutzt werden können.

 

Nicht ganz so einfach sind die Alternativen im Bereich Verkehr zu beschreiben. Denn während ein Umstieg vom Auto auf den öffentlichen Nahverkehr für junge Großstädter leicht zu bewältigen ist, würde es für Menschen in ländlichen Regionen nahezu unmöglich, ihren Arbeitsplatz zu erreichen. Und auch die vielgerühmte E-Mobilität hat ihre Tücken, denn Autos mit Elektromotor fahren zwar umweltfreundlich, werden jedoch auch mit einem großen „ökologischen Rucksack“ produziert. Darüber hinaus wirkt sich die Nutzung der E-Autos nur im der Nutzung von klimafreundlich erzeugtem Strom positiv aus.

 

 

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Urlaub Teil 1 – 7 Tipps für klimafreundliche Entspannung

Freitag, 14. Juli 2017
Zusammenfassung: In den Sommermonaten ist bei vielen Menschen Urlaubszeit. Zeit, die ganz unterschiedlich genutzt werden kann. Besonders angenehm: Wenn die sinnvolle Entspannung Mensch, Natur und Klima gleichermaßen nutzt.

 

 

 

Sommer – jetzt Fernweh oder Ruhebdürfnis stillen!

Natürlich kann jeder Arbeitnehmer seine Urlaubstage nehmen, wann immer es ihm beliebt, beziehungsweise wie es mit dem Unternehmen und den Kollegen zu vereinbaren ist. Dennoch sind die Sommermonate untrennbar mit Ferien, Urlaub, Reisen und Entspannung verbunden. Und wer zu Schulzeiten sechs freie Wochen schätzen und lieben gelernt hat, freut sich auch im weiteren Leben über eine Verschnaufpause in dieser Zeit.

 

Wo das am besten geht, haben wir übrigens in unserem Beitrag über nachhaltige Urlaubsregionen dargestellt.

 

„Wer lebt, stört“, schrieb einst Tankred Dorst. Und auch wenn der kürzlich verstorbene Dramatiker diesen Satz mehr auf die Abgründe des zwischenmenschlichen Lebens bezogen hat, so ist die Essenz auch in Zeiten der Klimakrise und Umweltzerstörung zutreffend. Denn wer lebt, konsumiert, mobil ist, reist – kurzum aktiv am Leben teilnimmt, erzeugt auch eine ganze Menge klimaschädlicher Treibhausgase und hinterlässt durch seinen Wasser- und Ressourcenverbrauch einen tiefen ökologischen Fußabdruck.

 

 

 „Bleibe im Lande und nähre dich redlich?“

Sicher ist der biblische Rat, zu Hause zu bleiben und keine Abenteuer in fernen Landen zu suchen, gut für die Umwelt. Es spricht aber auch einiges gegen die extreme Stubenhockerei. Denn auch die alte Weisheit „reisen bildet“ wird – nicht zu Unrecht – immer wieder bemüht. Wer mit offenen Augen unterwegs ist, lernt die Welt kennen und erweitert seinen Horizont. Der Austausch mit Menschen aus anderen Regionen, Ländern und Kulturen ist bereichernd. Andere Landschaften präsentieren eine ungewöhnliche Tier- und Pflanzenwelt. Fremde Speisen geben eine Idee von der globalen Vielfalt – abseits vom Einheitsgeschmack. Und was man kennen- und schätzen gelernt hat, ist man auch bereit zu bewahren und zu schützen.

 

 

7 klimafreundliche Tipps zur Entspannung

Gleichgültig, ob Sie sich in diesem Sommer für ein weiteres oder näheres Reiseziel entscheiden – oder das heimische Sofa beziehungsweise den Liegestuhl zu ihrem Lieblingsort wählen, wir von Grünes Geld wünschen Ihnen jedenfalls eine entspannte Zeit, gute Erholung und viele interessante Erlebnisse und Begegnungen. Als kleine Anregung haben wir für Sie sieben klimafreundliche Tipps zusammengestellt, die Ihre persönliche Sommerzeit bereichern können.

 

 

Tipp 1: Ecocamping statt Glamping

Camping – ganz nah an der Natur.

Die feste Behausung verlassen und raus ins Freie. Camping hat schon lange das Billig-Urlaub-Image verlassen und  in allen Einkommens- und Altersklassen seine treuen Fans gefunden. Dass die Gruppe der Camping-Freunde sich weiter vergrößert, liegt an zwei neuen Trends auf dem Campingplatz.

 

Da ist zum einen das Glamping“. Der Begriff setzt sich aus den beiden Wörtern „Glamour “ und Camping zusammen. Damit ist bereits der Name Programm. Denn wem Camping bislang zu beschwerlich war oder wer bereits damit Schwierigkeiten hatte, das Zelt aufzubauen und am Bunsenbrenner Mahlzeiten zu bereiten, kann beim Glamping einen gewissen Komfort genießen. Beim „Glamping“ stehen trendige und moderne Lodge-Zelte oder andere Mobilheime bereits fix und fertig eingerichtet bereit. Vom Hotelaufenthalte unterscheidet sich diese Unterkunft durch ihre Nähe zur Natur, vom klassischen Camping durch den ungewöhnlichen Komfort.

 

Auf der anderen Seite ist das „Ecocamping“ im Kommen. Beim Ecocamping setzen die Campingbetriebe auf ein besonders umwelt- und klimafreundliches Angebot. Beispielsweise werden zur Warmwasserbereitung Solarkollektoren genutzt und Strom von der platzeigenen Photovoltaikanlage zur Verfügung gestellt. Auch das klassische Konservenangebot vom Campingplatz-Kiosk sucht man hier vergeblich. Beim Ecocamping können Outdoor-Freunde nachhaltig produzierte Lebensmittel aus der Region kaufen und zubereiten. Damit die klimabewussten Camper auch ohne Auto anreisen können, bieten viele Plätze auch die komplette Campingausstattung im Verleih an.

 

 

Tipp 2: Ausflüge statt Fernflüge

Wer eine Fernreise plant, hat zunächst einmal einiges an Arbeit und Kosten vor sich. Das beginnt bei der langwierigen Recherche bezüglich der unterschiedlichen Reiseanbieter, geht über die Beschaffung notwendiger Impfungen und Reisedokumente bis hin zum Packen für alle Eventualitäten. Wenn die ersehnte Traumreise dann nicht hundertprozentig den Wünschen entspricht, ist die Enttäuschung oft groß. Wer in den Ferien auf unterschiedliche Wünsche und Bedürfnisse eingehen muss, ist oft mit einem nahen Reiseziel und vielfältigen Ausflügen gut beraten. Das schont Nerven, Reisekasse und Klima gleichermaßen und sorgt dennoch für vielfältige neue Erfahrungen.

 

 

Tipp 3: Straßenbahn statt Straßenkreuzer

Unterwegs den richtigen Weg finden …

Im Urlaub aktiv und auf eigene Faust das Land kennenlernen. Um vor Ort mobil zu sein, setzen viele Touristen auf Leihwagen. Das kann in wenig besiedelten Gegenden alternativlos sein. In Städten sollten Urlauber jedoch auf die lokalen Verkehrsmittel zurückgreifen. Gerade mit dem öffentlichen Nahverkehr kommt man in den europäischen Metropolen gut ans Ziel, muss sich nicht auf den Verkehr konzentrieren und erlebt Land und Leute ganz unmittelbar. Natürlich muss auch am Urlaubsziel ein Fahrschein gelöst werden. Wer sich vor dem Tarifdschungel fürchtet, dem sei ein Besuch in der estnische Hauptstadt ans herz gelegt. Denn in Tallin sind seit 2013 die öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos.

 

 

Tipp 4: Weg statt Ziel – Entschleunigen

Unzählige Alltäglichkeiten entstehen aus Zeitnot. So wird beispielsweise das Auto für kurze Strecken eingesetzt, um Zeit zu sparen. Das ist menschlich verständlich, wenn auch nicht gut für das Klima. Die freie Zeit einmal bewusst nutzen, um all das zu tun, wofür im täglichen Arbeitsalltag keine Zeit bleibt – das schärft den Sinn für die Veränderbarkeit von Gewohnheiten und entschleunigt auf angenehme Weise.

 

Eine Abkühlung finden und entschleunigen …

Warum also nicht einmal eine lange Wandertour entlang einer reizvollen Landschaft unternehmen. Das Ziel ist dabei zweitrangig. Interessant sind alte Kultur- und Pilgerwege wie etwa die vielfältigen Teilstrecken des Jakobswegs, die sich über ganz Europa – auch weit ab vom Getümmel in Santiago de Compostela – erstrecken oder den Olavsweg in Skandinavien. Auch wer in die Ferne schweift, kann beim Wandern Ruhe finden. Der 3.500 Kilometer lange Fernwanderweg Appalachian Trail verspricht ein USA-Bild, abseits der gängigen Berichterstattung.

 

Wer den Weg genießen kann, bekommt unterwegs die erwünschte Entspannung. Auch Rad fahren kann diesen Erholungseffekt herbeiführen. Zugliebhaber schwören teilweise auch bei langen Wegen auf Nahverkehrsverbindungen und selbst Autofahrer schonen mit mehr Zeit Tank und Umwelt.

 

 

Tipp 5: Anregungen statt Aufregungen

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat 2017 zum „International Year of Sustainable Tourism for Development“ erklärt. Grund für diese Entscheidung war es, dass ein nachhaltig konzipierter Tourismus einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Regionen beitragen kann.

 

Entscheidend dafür sind existenzsichernde und menschenwürdige Arbeitsplätze, verbesserte Handelschancen vor Ort sowie die Möglichkeit zur Völkerverständigung und der Wertschätzung anderer Kulturen. Das gilt für den internationalen Tourismus genauso, wie für den Tourismus im eigenen Land.

 

Gerade der Urlaub im eigenen Land – ohnehin das Lieblingsreiseland der Deutschen – wartet mit insgesamt 41 UNESCO Welterbestätten auf. Damit die Deutschlandreise nicht kreuz und quer geht und der thematische Faden nicht abreißt, wurden die vielfältigen Naturlandschaften und pulsierenden Städte in acht abwechslungsreichen UNESCO-Routen zusammengefasst.

 

So führt beispielsweise die rund 750 Kilometer lange Route „Visionäre und Vordenker“ ihre Besucher von Berlin mach Frankfurt. Stationen sind unter anderem die Bauhaus-Stadt Dessau, Orte der Reformation wie Eisleben und Wittenberg sowie die Heldenstadt Leipzig.

 

Wer im Urlaub weniger Kultur und mehr Natur bevorzug, findet mit der Route „Zwischen Alpen und Bodensee“ landschaftlich reizvolle Ziele zwischen Stuttgart und München.

 

 

Tipp 6: Probieren statt studieren

Entspannung und Erholung bedeutet für viele Menschen auch, den Kopf frei machen von den alltäglichen Anforderungen. Die freie Zeit ist auch eine gute Gelegenheit, neue Dinge auszuprobieren und zu erlernen. Am liebsten etwas, was die Sinne belebt und rein gar nichts mit der beruflichen Tätigkeit zu tun hat. Hoch im Kurs stehen seit Jahren Sportangebote wie Nordic Walking, Yoga, aber auch ausgefallenere Kurse wie Zen-Bogenschießen spricht viele an.

 

Selbstgemacht – mit viel Zeit und Muse!

Auch wenn Kochen im Alltag eine teilweise lästige Aufgabe darstellt, freuen sich viele Erholungssuchende über Kochkurse, die zu einer kulinarischen Weltreise oder zu einer speziellen Richtung einladen. Das Schöne an diesen Kursen – wer später zu Hause im Alltag etwas nachkocht, holt sich das Urlaubsgefühl – wenigstens für eine Weile – wieder zurück.

 

Kochen spricht verschiedene Sinne an. Es kann aber auch eine interessante Erfahrung sein, sich einmal auf einen Sinn besonders zu konzentrieren. Zum Beispiel den Geschmackssinn. Einen Geschmack zuverlässig – ohne die üblichen optischen und werblichen Einflüsse – zu identifizieren ist eine große Kunst, die ein hohes Maß an Achtsamkeit erfordert. Degustationskurse wird das Bewusstsein für Aromen und Geschmacksrichtungen geschult. Angeboten werden diese Seminare von Weinkellereien, Kaffeeröstereien, Schokoladenmanufakturen, Ölmühlen und vielen anderen Herstellern.

 

 

Tipp 7: Machen statt zuschauen

Hilfsprojekte im Urlaub aktiv unterstützen – sicher nicht für jeden eine geeignete Urlaubsbeschäftigung. Für einige jedoch sicher eine sinngebende Erfahrung, aus der Kraft für den Alltag geschöpft werden kann.

 

Gesucht werden dabei nicht nur Ärzte zum Einsatz in Krisengebieten. Mittlerweile existieren Plattformen unterschiedlicher Anbieter, die Helfer mit den unterschiedlichsten Fähigkeiten und unterschiedlichen Zeitbudgets an Projekte vermitteln. Die Plattform TeachSurfing beispielsweise vermittelt auch für kurze Zeiträume Reisende an Projekte, um erste Sprachkenntnisse zu unterrichten  oder Freizeitaktivitäten zu betreuen. Reiseanbieter Travel Beyond vermittelt Hilfswillige in verschiedene Länder und organisiert die gesamte Reise. Unter anderem werden Trinkwasserprojekte in Äthiopien oder Regenwaldprojekte in Ecuador unterstützt.

 

Anpacken bei gemeinsamen Hilfsprojekten.

Auch ökologische Projekte freuen sich über Freiwilligenarbeit. Bei Biosphere Expeditions oder dem Earthwatch Institute  können Urlauber gemeinsam mit Wissenschaftlern und Experten an Artenschutz-, Naturschutz- und Hilfsprojekten arbeiten, für die ansonsten aus dem universitären Betrieb keine Mittel zur Verfügung stehen.

 

Die meisten Projekte sind in Asien, Süd- und Mittelamerika und Afrika angesiedelt. Um in diesen Bereichen aktiv zu sein, ist aber nicht zwingend eine weite Reise notwendig. Umwelt- und Naturschutzverbände benötigen immer wieder ehrenamtliche Helfer. Unterstützung ist beispielsweise zu Zeiten der Krötenwanderung gefragt, aber auch die regelmäßige Überwachung und Pflege von Nist- und Brutkästen, Wasserqualitäten und ähnliche Arbeiten erfordern begeisterte Mitstreiter.

 

Grabe wo du stehst – Selbst archäologische Ausgrabungen und Kartierungen können im Urlaub zu Hause angegangen werden. Dabei werden Laien von Wissenschaftlern angeleitet, sind hautnah an den Projekten beteiligt und erfahren viel über die heimische Region und über ihre eigenen Fähigkeiten. Wer mehr zur Theorie neigt, die Arbeit in Archiven nicht scheut und sich für die Entwicklung der Region und die Sozial- und Mentalitätsgeschichte interessiert, kann sich in lokalen Geschichtsvereinen und Geschichtswerkstätten auch temporär – engagieren.

 

Grünes Geld, Ihr Experte für nachhaltige Geldanlagen wünscht Ihnen einen erholsamen, erlebnisreichen oder auch abenteuerlichen Urlaub – eben einen Sommer, wie Sie ihn sich wünschen! Und wenn Sie etwas für die Reduktion des CO2 Fußabdrucks Ihrer Urlaubsreise tun möchten, investieren Sie nachhaltig! Seien es nun Anlagen in Klimaschutz oder Aufforstungsprojekte. Neben der Gutschrift der finanziellen Rendite können Sie damit noch einen Bonus auf Ihr CO2 Konto verbuchen.

 

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

Nachhaltige Branchen 3 – Automobilindustrie

Donnerstag, 13. April 2017
Zusammenfassung: Die Automobilbranche ist mehr denn je gefordert, einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Nach den Abgas-Skandalen ist die Skepsis gegenüber den Herstellern gestiegen. Gleichzeitig fordern Kunden das nahezu Unmögliche: Große und sichere Fahrzeuge mit niedrigem Verbrauch. Einige Automobilhersteller stellen sich bereits erfolgreich den neuen Herausforderungen. Das Thema Nachhaltigkeit wird jedoch auch in den kommenden Jahren für die Automobilkonzerne wichtig bleiben. Gelöst werden müssen die Fragen nach reduzierten Schadstoffemissionen, niedrigem Energieverbrauch und er Zukunft der E-Mobilität generell.

 

Ökologisch nachhaltig, jedoch sehr langsam.

Mobilität bedeutet Beweglichkeit – und genau das macht den Reiz von Automobilen seit mehr als einhundert Jahren aus: Menschen können mit Hilfe von motorisierten Fahrzeugen den Radius ihrer Aktivitäten komfortabel vergrößern.

 

1886 entwickelt Carl Benz das erste Automobil mit Verbrennungsmotor und meldete es zum Patent an. Seit dieser bahnbrechenden Erfindung standen die Räder kaum noch still. Im 20. Jahrhundert lösten motorisierte Fahrzeuge zunehmend die bis dato üblichen Wagen mit Zugtieren ab. Technische Neuerungen trieben die Verbreitung des Automobils weiter voran. Wurden in den USA um 1900 noch rund 40 Prozent der Autos mit Dampf betrieben, 38 Prozent elektrisch und lediglich 22 Prozent mit Benzinmotor, fuhren ab der Mitte des vergangenen Jahrhunderts nahezu alle Autos mit einem Verbrennungsmotor. Erst mit Beginn des neuen Jahrtausends spielt der Elektromotor wieder eine Rolle.

 

Der Siegeszug des Automobils zum Massenfortbewegungsmittel war anfänglich von einer großen Fortschrittseuphorie begleitet. Spätestens in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurde jedoch deutlich, dass der stetig zunehmende mobilisierte Individualverkehr Umwelt und Klima große Schäden zufügt.

 

Die Entwicklung lässt sich aktuell kaum zurück nehmen, jedoch korrigieren. Gemäß der Nachhaltigkeitsziele, die von den Vereinten Nationen verabschiedet wurden, sind alle Staaten der Erde aufgefordert, die Emission des klimaschädlichen CO2 drastisch zurückzufahren. Damit steht die Automobilbranche besonders in der Verantwortung, ihren Anteil an einer klimafreundlichen und nachhaltigen Entwicklung zu leisten.

 

Im dritten Teil unserer Serie „Nachhaltige Branchen“ beleuchten wir daher heute, wie die Automobilindustrie den neuen ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen begegnet.

 

 

Automobilbranche zwischen Dauerkrise und Innovationskraft

Mit Innovationskraft aus der Dauerkrise.

2015 war kein gutes Jahr für die Volkswagen AG. Um die Abgasnormen in den USA zu umgehen, hatte VW eine Software in rund elf Millionen Fahrzeugen installiert, die beschönigende Werte lieferte. Aufgedeckt wurde die Abgasaffäre durch die amerikanische Umweltbehörde EPA (Environmental Protection Agency). Betroffen waren dabei nicht nur Fahrzeuge, die für den US-Markt produziert wurden, sondern auch Autos für den europäischen Markt. Der Skandal erstreckte sich dabei nicht nur auf die Marke VW, die Software war auch in PKWs der Marken Audi und Porsche zu finden.

 

Damit zeichnete der Konzern für stark überhöhte Schadstoffemissionen verantwortlich und löste zugleich eine weitreichende Krise in der Automobilbranche aus. Schließlich standen auch die Fahrzeugmodelle nahezu aller Hersteller auf dem Prüfstand, um die Diskrepanz zwischen den realen und von der Software berechneten Emissionen unter die Lupe zu nehmen. Im Zuge des Abgas-Skandals riefen verschiedene namhafte deutsche Autohersteller mehr als 630.000 Fahrzeuge freiwillig zurück. Hintergrund der manipulierten Abgaswerte ist nicht allein das Einhalten gesetzlich festgelegter Grenzwerte. Generell sind die Automobilkonzerne auch bestrebt, sich möglichst umwelt- und klimafreundlich vor ihren Kunden zu präsentieren.

 

Deutschland nimmt weltweit den 9. Platz in der PKW-Dichte ein. Mit 573 Fahrzeugen pro 1.000 Einwohner platziert sich die Bundesrepublik sogar drei Plätze vor dem Automobil-Land USA. Die Vorzüge der individuellen Mobilität will kaum ein Autofahrer mehr aufgeben. Gestiegen sind allerdings auch die Anforderungen an die Autohersteller. Das hat zum einen mit einem gewachsenen Verständnis für einen globalen Klimaschutz zu tun, zum anderen sind auch schwankende Spritpreise ein wichtiger Grund dafür, sparsame und umweltfreundliche Modelle zu bevorzugen. Schließlich ist der Aufwand an Energie und Rohstoffen allein bei der Autoproduktion schon enorm hoch. Vor diesem Hintergrund ist es eine durchaus anspruchsvolle Aufgabe der Automobilhersteller, nachhaltig zu produzieren.

 

Den Herausforderungen sehen sich vor allem Unternehmen gewachsen, die die Zeichen der Zeit früh erkannt haben und auf innovative Technologien, Transparenz und neue Konzepte einer umweltfreundlichen Mobilität setzen.

 

 

Die Herausforderung einer nachhaltigen Mobilität

Kaum eine andere Kaufentscheidung ist so stark vom Image der Marke abhängig wie der Kauf eines Autos. Die Markentreue ist in diesem Bereich extrem ausgeprägt und führt nicht selten zu einer lebenslangen Beziehung zwischen Kunde und Produkt. Allerdings verändern und erweitern sich die Images der Marken und versuchen soziale und ökologische Aspekte stärker in die Kommunikation der Marke und letztlich auch in die Unternehmensführung und in die eigentliche Produktion einzubinden. Hier macht sich der veränderte Wertekanon bemerkbar. Entsprechend sind die Automobilkonzerne gefordert, den Spagat zwischen hohen PS-Zahlen, Design und modernster Elektronik auf der einen Seite und einem geringen Energieverbrauch, niedrigen Emissionswerten, transparenten Lieferketten und fairen Arbeitsbedingungen zu meistern.

 

Gerade das Problem des niedrigen Energieverbrauchs stellt eine extreme Herausforderung dar, denn die prestigeträchtigen Autos der letzten Jahrzehnte sind in der Regel eher immer größer und schwerer geworden, ein Umstand der den Energieverbrauch – gleichgültig aus welcher Quelle er bedient wird – stark nach oben treibt. Und während auf der einen Seite Kunden sich für große Modelle bis hin zu den SUVs begeistern, werben die Autokonzerne verstärkt mit umweltfreundlichen Elektroautos und engagieren sich für mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz.

 

 

Im Spannungsfeld von Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit

Nachhaltigkeit in der Automobilbranche bedeutet daher, neue technologische Entwicklungen voranzutreiben, die leistungsfähige Motoren verbrauchseffizienter machen. Gleichzeitig müssen die Fahrzeuge leichter werden ohne die Sicherheit zu beeinträchtigen. Ein generell schwieriges Unterfangen, denn hier bewegen sich die Automobilhersteller in vielfältigen Spannungsfeldern: Um Fahrzeuge mit einer Technologie state-of-the-art auszustatten, benötigt die Automobilindustrie Computerchips, die aus seltenen Rohstoffen hergestellt werden und deren Abbau in einigen Gegenden Afrikas zu anhaltenden blutigen Auseinandersetzungen führen.

 

Um den Ausstoß des klimaschädlichen CO2 zu reduzieren, müssen Fahrzeuge möglichst leicht konstruiert werden. Dafür wird Aluminium verwendet, dessen Gewinnung sehr energieintensiv ist. In der Nachhaltigkeitsbilanz eines Fahrzeugs ist es dabei auch von Bedeutung, unter welchen Umständen Aluminium gewonnen wurde und ob ein ökologischer Ausgleich geschaffen wurde. Da viele Automobilkonzerne ihre Lieferketten nicht offen legen, ist die detaillierte Bewertung der Nachhaltigkeit nahezu unmöglich. Zunehmend lassen sich die großen Hersteller jedoch von Zulieferern vertraglich zusichern, dass Umwelt- und Sozialstandards eingehalten werden, Kontrollen bleiben jedoch weiter sehr schwierig.

 

 

Deutscher Nachhaltigkeitsführer: BMW

BMW i3 – sportlicher „Stromer“

Unter den deutschen Autobauern ist BMW führend in Sachen Nachhaltigkeit. Bereits seit 1973 beschäftigt der Konzern einen Umweltschutzbeauftragten und war damit das erste Unternehmen der Branche, dass ökologische Belange in seine Unternehmensstrategie mit aufgenommen hat. Auch aktuell verfügt BMW über ein Nachhaltigkeitskonzept, das einen integralen Bestandteil der Firmenpolitik einnimmt.

 

Diesem Gedanken folgend, ist der Ausbau der Elektromobilität eines der wichtigsten Konzernziele. Insgesamt acht Plug-in-Hybrid-Modelle und insgesamt 200.000 E-Fahrzeugen in diesem Jahr belegen, dass E-Mobilität fest in die Kernmarke verankert wurde. BMW will nun zukünftig auch die Entwicklung rein batterie-elektrischer Fahrzeuge ausbauen und so seinen Kunden ein breites Angebot an die wachsende Nachfrage von Kundenseite optimal anpassen.

 

Nachhaltigkeitskonzept und wirtschaftlicher Erfolg gehen bei BMW Hand in Hand. In seiner Jahresbilanz 2016 konnte der bayrische Autokonzern sowohl seinen Umsatz als auch sein Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr um jeweils rund zwei Prozent steigern und plant sich auch im laufenden Geschäftsjahr – wie in den vergangenen acht Jahren – weiter zu verbessern. Von den guten Ergebnissen des Unternehmens profitieren auch die Anleger. Seit 2009 hat BMW jedes Jahr seine Dividende gesteigert. Für das Jahr 2016 zahlte BMW seinen Aktionären 3,50 Euro pro Aktie, im vorangegangenen Geschäftsjahr belief sich die Dividende auf 3,20 Euro.

 

 

Autobauer auf dem Silicon Valley – Tesla rollt den Markt auf

Tesla – aktuell der Popstar unter den nachhaltigen Automodellen.

Wenn in den vergangenen Jahren über Unternehmen aus dem Silicon Valley gesprochen wurde, war im Allgemeinen von Hightech die Rede. Das hat sich mit dem Erfolg von Tesla verändert. Das kalifornische Start-up Unternehmen hat sich zum wertvollsten US-Autobauer entwickelt und lässt die traditionellen „Big Three“ –  GM, Ford und Chrysler – hinter sich. Zwar produziert GM auch weiterhin noch mehr Fahrzeuge als der Elektro-Autobauer, jedoch liegt der Börsenwert von Tesla aktuell über dem von General Motors. Diese Entwicklung wurde zum einen durch positive Analystenkommentare befördert, jedoch hatte sich die Tesla-Aktie bereits in der letzten Zeit positiv weiterentwickelt.

 

Was die Nachhaltigkeit des Unternehmens anbelangt, hat Tesla-Grüner Elon Musk bereits viel Voraussicht bewiesen und die Weichen im Markt der E-Mobilität neu gestellt. Ziel ist es, Elektromobilität für den Massenmarkt attraktiv und erschwinglich zu machen. Der Schlüssel dazu sind selbst produzierte Batterien, die – hergestellt in der Tesla Gigafactory – rund 30 bis 35 Prozent günstiger kommen als zugekaufte Akkus.

 

In Deutschland verkaufte sich bislang das Modell BMW i3 noch bei weitem besser als die gehypten Tesla-Fahrzeuge. Im ersten Quartal des Jahres verkaufte Tesla rund 25.000 Fahrzeuge. Das kann sich allerdings rasch ändern, wenn Tesla preisgünstiger anbieten kann. Die bislang hochpreisigen Fahrzeuge wie der Sportwagen Tesla Roadster, der Viertürer Model S sowie der SUV/Minivan Model X sind allerdings auch die Wegbereiter für preiswertere Fahrzeuge wie der Tesla Model 3. Das gilt zum einen, was die Kosten für Entwicklungen in diesem Bereich angeht, zum anderen aber auch was die Akzeptanz von Elektroautos angeht. Ein hochpreisiger Sportwagen setzt beim potenziellen Kunden stärkere Emotionen frei. Das Image der hochpreisigen Modelle überträgt sich dann auch auf die günstigeren Fahrzeuge. Tesla zeigt sich nicht nur in der Entwicklung nachhaltiger Fahrzeuge sehr ambitioniert.

 

Strom aus Erneuerbaren Energien tanken.

Das Unternehmen wirkt auch aktiv beim Ausbau der für die E-Mobilität notwendigen Infrastruktur mit. So baut Tesla an der West- und Ostküste der USA sowie in einigen Teilen Kanadas Stromtankstellen. An diesen „Superchargern“ können Elektrofahrzeuge schnell aufgeladen werden. Ein flächendeckendes Netz an Stromtankstellen, die Energie aus erneuerbaren Quellen bietet, löst das Problem der relativ geringen Reichweite von elektrisch betriebenen Autos und fördert deren Akzeptanz und Verbreitung aktiv mit. Was Erneuerbare Energien anbelangt, spielt Tesla in den USA auch in diesem Bereich mit und bietet Solarstromanlagen von der Konzeption bis zur Installation an. Die Module können gemietet der gekauft werden, derzeit versorgt Tesla bereits rund 300.000 Häuser auf diese Weise mit Solarstrom.

 

 

Nachhaltigkeit und Erneuerbare Energien bleiben Trumpf

Durch das energieaufwändige Produkt und klimaschädliche Emissionen der Fahrzeuge hat es die Automobilbranche generell schwer, als nachhaltige Branche per se wahrgenommen zu werden. Die positiven Beispiele innovativer Unternehmen zeigen jedoch, dass sich auch hier viel erreichen lässt. Besonders die Entwicklungen im Bereich der Elektro-Autos werden die Mobilität in der Zukunft verändern. Der ohnehin anstehende Ausbau Erneuerbarer Energien liefert dabei einen der wichtigsten Treibstoffe der Zukunft: sauberen Strom.

 

Wer aktuell ein neues Auto kaufen will, steht allerdings noch vor vielen offenen Fragen und ist auf glaubwürdige Verbrauchsdaten und eine zuverlässige Beratung angewiesen. Einfacher ist es bereits, Geld ökologisch und sozial anzulegen. Grünes Geld, Experte für nachhaltige Geldanlagen, hat mehr als 300 sinnvolle Investments mit attraktiven Renditen im Angebot. Machen Sie den Grünes Geld Test und finden Sie Ihre passende Anlage.

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf Xing, Facebook oder Twitter.

Fit in den Frühling 2 – E-Bike, Pedelec & Co.

Freitag, 10. März 2017
Zusammenfassung: Radfahren hält fit und schont die Umwelt. Die breite Auswahl an Fahrrädern mit elektrischer Unterstützung begeistert technikaffine Radler und alle, denen aus unterschiedlichen Gründen das konventionelle Radeln zu beschwerlich ist. Besonders gut für die Umwelt ist es, wenn E-Bikes und Co. das Auto ersetzen und die Batterie mit Strom aus Erneuerbaren Energien geladen wird.

 

 

Wenn die Frühlingssonne lockt, heisst es für viele „Rauf auf’s Rad“!

Der Winter verabschiedet sich jetzt langsam aber sicher. Bewegung an der frischen Luft macht wieder Spaß. Wer sich nicht ohnehin regelmäßig auf das Fahrrad schwingt – immerhin rund 20 Prozent der Bevölkerung tun das fast täglich – hat jetzt die Gelegenheit, sich und seinen Drahtesel wieder fit für den Frühling zu machen.

 

Während in Städten wie Freiburg und Münster in Westfahlen Radfahren ganz selbstverständlich ein Teil der städtischen Mobilität darstellt, sieht es in vielen Großstädten anders aus. Hier ist Radfahren teilweise lebensgefährlich. Dennoch erobern immer mehr Radfahrer die Straßen. Im alltäglichen Verkehr gewinnt das Fahrrad vor allem bei Strecken bis 5 Kilometer an Bedeutung. Teilweise auch, um Staus und Stoßverkehr zu umgehen. Bei Strecken bis zu 20 Kilometern ist dagegen die Gruppe der regelmäßigen Radfahrer geringer. Anders sieht es bei den „Gelegenheitsradfahrern“ aus: Hier lockt eine schöne Radtour, im Zweifelfall abseits der vielbefahrenen Straßen, fast alle Altersgruppen und Fitnessgrade regelmäßig ins Grüne.

 

Sonderkonditionen mit den Grünes Geld NewsWer allerdings in einer Gegend mit vielen Höhen und Tiefen lebt, nicht zu den sportlichsten Zeitgenossen zählt oder vielleicht auch einfach nicht mehr der Jüngste ist, kann schnell die Freude am Zweirad verlieren. Mit dem reichhaltigen Angebot an E-Bikes, Pedelecs & Co. steht einer Fahrradtour mit eingebautem Rückenwind nichts mehr im Wege. Durch viele coole Designs und technologische Finessen haben zudem Fahrräder mit Elektromotor ihr „Reha-Image“ abgelegt und sprechen jetzt Kinder, Jugendliche, technikbegeisterte Erwachsene und Senioren gleichermaßen an. Allein 2015 wurden in Deutschland mehr als eine halbe Million der E-Räder verkauft. Damit hat jedes achte Fahrrad, das in diesem Jahr über die Ladentheke ging, eine elektrische Unterstützung.

 

 

Kleine Warenkunde zu E-Bike, Pedelec & Co.

Wer sich für ein Fahrrad mit elektrischer Unterstützung generell interessiert, sich jedoch noch nicht tiefer mit der Materie beschäftigt hat, muss sich erst einmal durch das Fachvokabular durchkämpfen. Generell lässt sich sagen, dass die meisten sogenannten E-Bikes eigentlich Pedelecs sind. Gute und herstellerunabhängige Informationen bieten Umweltverbände wie der Allgemeine Deutsche Fahrradclub ADFC und der Verkehrsclub Deutschland VCD.

 

 

Pedelecs, Fahrräder mit eingebautem Rückenwind

Erfreulich: Immer mehr Städte und Gemeinden bieten kostenfreie Akku-Tankstellen.

Pedelecs, abgekürzt vom englischen Pedal Electric Cycle, sind Fahrräder, die mit einem Elektromotor mit einer maximalen Stärke von 250 Watt ausgerüstet sind. Während der Fahrer in die Pedale tritt, wird er vom Motor unterstützt. Einige Pedelecs verfügen auch über eine Anfahrhilfe. Wie stark diese Unterstützung ausfällt, kann in verschiedenen Stufen eingestellt werden und hängt außerdem ab von der Pedalkraft oder der jeweiligen Trittfrequenz. Vorschub leistet der Motor allerdings nur bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 25 Stundenkilometern. Wer schneller unterwegs sein will, muss seine eigene Muskelkraft einsetzen.

 

Rechtlich gesehen sind Pedelecs ganz normalen Fahrrädern gleichgestellt. Ein Pedelec darf also jeder fahren, gleichgültig, wie alt er ist und ob er über einen Führerschein verfügt. Entsprechend gibt es keine besondere Zulassung oder ein Versicherungskennzeichen. Ein Helm ist nicht verpflichtend, aber in jedem Fall sinnvoll.

 

 

S-Klasse Pedelecs – wenn es etwas schneller gehen soll

Pedelecs der S-Klasse unterstützen ihren Fahrer mit einem elektrischen Motor mit einer maximalen Leistung von 500 Watt. Im Grunde funktioniert alles wie bei einfachen Pedelecs, jedoch stellt die S-Klasse ihre Unterstützung erst bei einer Geschwindigkeit von 45 Stundenkilometern ab.

 

Durch die hohe motorisierte Geschwindigkeit zählt die S-Klasse im rechtlichen Sinne nicht mehr zu den Fahrrädern. S-Klasse Pedelecs sind, genauso wie Mokicks, Mopeds und Roller, Kleinkrafträder. Daher muss der Fahrer mindestens 16 Jahre alt sein und einen Führerschein der Klasse AM besitzen. Die S-Klasse Pedelecs müssen vom Kraftfahrbundesamt zugelassen sein und benötigen ein Versicherungskennzeichen. Außerdem besteht eine Helmpflicht. Ob noch ein Fahrradhelm ausreicht, liegt in einer rechtlichen Grauzone. Fakt ist jedoch, dass die schnellen Pedelecs keine Radwege befahren dürfen.

 

 

E-Bikes – das sportliche Mofa

E-Bikes unterscheiden sich von Pedelecs dahingehend, dass der Fahrer in die Pedale treten kann, es aber nicht zwingend tun muss, um voranzukommen. Der Elektroantrieb erlaubt auch das Fahren ohne eigene Mitarbeit. Diese Unterstützung gilt allerdings nur bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 20 Stundenkilometern. Wer flotter ans Ziel kommen möchte muss selbst strampeln. Auch beim E-Bike beträgt die Höchstleistung des Motors 500 Watt.

 

Für das E-Bike benötigt der Fahrer eine Betriebserlaubnis, ein Versicherungskennzeichen und eine Mofa-Prüfbescheinigung, für die man mindestens 15 Jahre alt sein muss. Eine Helmpflicht besteht bei den E-Bikes nicht.

 

 

Mehr Lebensqualität durch umweltfreundliche Mobilität

Fahrräder mit elektrischer Unterstützung können Fahrradtouren in der Freizeit erleichtern oder die Ziele erweitern. Darüber hinaus kann die neue Rad-Generation eine ökologische, flexible und im Stadtverkehr auch durchaus schnelle Alternative zum Auto darstellen. Damit sind die elektrisch unterstützten Räder eine ausgezeichnete Möglichkeit, um klimaschonend und mit Spaß unterwegs zu sein.

 

Gleichzeitig setzten Pedelecs und E-Bikes neue Impulse in der Mobilität. Die technisch aufgerüsteten Räder sprechen neue Gruppen an. Durch die erweiterte Gruppe der Radler rückt das umweltfreundliche Radfahren verstärkt in die öffentliche Wahrnehmung. Besonders die große Beliebtheit der Pedelecs bei älteren Menschen verstärkt die Akzeptanz und manifestiert das Rad als relevanten Teil des Verkehrsmix.

 

 

Akku-Tanken nicht vergessen

Der kleine Nachteil des E-Bikes – es ist im Allgemeinen teurer und schwerer. Schließlich müssen Akku und Elektronik mitfinanziert und -transportiert werden. Wer klimafreundlich Radeln will, setzt auch beim Aufladen des Akkus auf Strom aus Erneuerbaren Energien. Natürlich belastet auch die Produktion des Akkus die Umwelt. Laut Umweltbundesamt sind allerdings die klimaschädlichen Emissionen bereits nach 100 Kilometern mit dem Rad wieder ausgeglichen, vorausgesetzt, das Rad wird als Alternative zum Auto eingesetzt.

 

 

Radfahren schont Umwelt und Finanzen

Wer das Auto öfter einmal stehen lässt und sich auf das Rad schwingt, schont Umwelt, Klima und letztlich auch seine Finanzen. Grünes Geld, erfahrener Experte für soziale und ökologische Geldanlagen, hilft Ihnen, auch Ihre Finanzen fit für den Frühling zu machen. Machen Sie einen Finanz-Fitness-Check mit unserem Grünes Geld Test.

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

Mobilität der Zukunft

Dienstag, 09. August 2016
Zusammenfassung: Mobilität der Zukunft muss vielseitig, klimafreundlich und nachhaltig sein. Durch neue Entwicklungen im Automobilbereich, intelligente Konzepte im öffentlichen Nahverkehr und die steigende Akzeptanz von Rad- und Fußverkehr verändert sich das Gesicht von Städten und Gemeinden.

 

 

Straßenausbau steigert das Verkehrsaufkommen.

Straßenausbau steigert das Verkehrsaufkommen.

In der vergangenen Woche hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt den neuen Bundesverkehrswegeplan vorgestellt. Vorgesehen sind bis zum Jahr 2030 Ausgaben von mehr als 269 Milliarden Euro. Zum größten Teil fließt das Geld in den massiven Straßenausbau und in die Instandhaltung der Straßennetze. Der starke Fokus auf den Straßenverkehr widerspricht jedoch den Klimaschutzplänen, denn der steigende Pkw- und Lkw-Verkehr verursacht in vielfacher Weise Schäden an der Umwelt. Der massive Ausstoß an CO2, der enorme  Verbrauch nicht erneuerbaren Energien wie Erdöl, aber auch der hohe  Energie- und Rohstoffaufwand in der Automobilproduktion und die weitreichende Flächenversiegelung durch den weiteren Ausbau des Straßennetzes und die damit vielfach verbundene Vernichtung von Naturlandschaften. All diese Faktoren führen zu erheblichen ökologischen Belastungen. Umwelt- und Klimaschützer sehen den Bundesverkehrswegeplan durchaus kritisch, denn die einseitige Förderung des Straßenverkehrs ist vor den Hintergrund der Klimakrise sicher nicht mehr zeitgemäß und gewiss nicht alternativlos.

 

So stehen dem Straßenausbau die Forderungen nach stärkeren Investitionen in das bundesweite Schienennetz gegenüber. Besonders im Bereich des Gütertransports würden Schienenwege und Schifffahrt eine spürbare Entlastung der Umwelt bedeuten.

 

 

Klimafreundliche Mobilität unterstützen

Vielfach beschäftigen sich Städteplaner, Ökologen und Soziologen mit neuen Konzepten zur Mobilität. Untersuchungen zufolge, steht ein privater Pkw rund 23 Stunden am Tag. Mit intelligenten Car-Sharing-Konzepten ließen sich also rund zwei Drittel aller privaten Fahrzeuge einsparen. Eine Menge, die eine Stadt sichtbar entlastet und die urbane Lebensqualität steigert. Große politische Pläne für den Individualverkehr und Konzepte für den Gütertransport sind die eine Seite der Medaille. Im Alltag gibt es vielfältige Möglichkeiten das klimaschädliche CO2 zu reduzieren und dennoch mobil zu sein.

 

 

Fahrrad und öffentlichen Nahverkehr nutzen

Fahrradanhänger und Pedelecs haben den Radverkehr erweitert.

Fahrradanhänger und Pedelecs haben den Radverkehr erweitert.

Viele Strecken, die im Alltag mit dem Auto zurück gelegt werden, sind kurz. Knapp die Hälfte betragen weniger als sechs Kilometer. Hier bietet sich als alternatives Verkehrsmittel das Fahrrad an. Wenn jeder Deutsche täglich nur zwei Kilometer am Tag das Rad anstelle des Autos benutzt, würden bundesweit bereits jährlich 10 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Das entspricht einem Drittel der CO2 Einsparziele der Bundesregierung.

 

Manchmal machen Witterung, Gesundheit oder Geographie die Entscheidung für das Rad schwierig. Hier kann der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) eine Alternative sein. Wer Busse und Bahnen nutzt, schützt das Klima aktiv, denn der Nahverkehr verursacht nur ein Drittel CO2 gegenüber einem privaten Pkw.

 

 

Vernünftig Autofahren

Durch kraftstoffsparende Fahrweise, kann auch beim Autofahren CO2 eingespart werden. Vorausschauendes Bremsen und Schalten sollten genauso selbstverständlich sein, wie die richtigen Reifen und das Ausschalten des Motors bei Bahnübergängen und roten Ampeln. In den USA wird „Hypermiling“ bereits als  Trend-Sport gehandelt. Dabei werden durch extrem sparsame Fahrweise möglichst lange Strecken mit nur einer Tankfüllung zurückgelegt.

 

Klimaschutz beginnt jedoch schon beim Autokauf. Hier sollte auf möglichst spritsparende Modelle geachtet werden. Aber auch hier kann wenig viel bewirken: Ein Auto, das durchschnittlich nur einen Liter Sprit weniger verbraucht, entlastet die Umwelt bereits um rund 250 kg CO2 pro Jahr. Auch Elektro-Autos und Pkws mit Hybridmotoren können eine interessante Alternative sein. Wer derzeit den Kauf eines Neuwagens plant, erhält einen Umweltbonus von 4.000 Euro beim Kauf eines elektrisch betriebenen Wagens. Wer sich für ein Plug-In Hybride entscheidet, erhält 3.000 Euro. Finanziert wird dieser Bonus jeweils zur Hälfte von der Bundesregierung und der Industrie, die gemeinsam den Markt für Elektroautos in Deutschland vorantreiben wollen. Wichtiges Ziel dabei ist es, die Treibhausgas-Emissionen im Verkehrsbereich deutlich zu reduzieren, denn die bisherigen Einsparungen durch effizientere Motoren wurden durch eine Zunahme des Verkehrs wieder aufgebraucht.

 

 

Verbesserte Infrastruktur für nachhaltige Mobilität

Klimaschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe – entsprechend leistet ein umweltschonender Lebensstil einen wertvollen Beitrag, um diese Ziele zu erreichen. Genauso wichtig sind aber auch übergreifende Mobilitätskonzepte, die infrastrukturelle Voraussetzungen und damit die Grundlagen für eine sichere, bezahlbare, umwelt- und bedarfsgerechte Mobilität schaffen.

 

So können moderne Städtebaukonzepte Verkehrsaufkommen reduzieren und zu einer höheren Lebensqualität durch eine „Stadt der kurzen Wege“ beitragen. Hier können auch Konzepte für einen attraktiveren und barrierefreien Fußverkehr geschaffen werden. Breite Gehwege, vielfältige Querungsmöglichkeiten an großen Straßen, Ruhepunkte mit einer hohen Aufenthaltsqualität sorgen nicht nur für einen reduzierten Straßenverkehr sondern kommen auch den Bedürfnissen einer älter werdenden Gesellschaft entgegen.

 

 

Pedelecs – Das Rad neu erfunden

Rennräder, Mountainbikes, Freizeitradeln – all das erfreut sich seit vielen Jahren ungebrochener Beliebtheit. Als gleichberechtigtes Verkehrsmittel hat das Fahrrad es jedoch besonders im städtischen Verkehr von je her schwer. Neuen Schwung in die Verbreitung des alltäglichen Radfahrens haben in den vergangenen Jahren die Pedelecs gebracht. Damit konnte die Attraktivität des Radverkehrs auch in hügeligen Städten und vielfach auch für ältere Menschen enorm gesteigert werden. Durch eine gute Infrastruktur für den Radverkehr, wie beispielsweise die generelle Öffnung von Einbahnstraßen in Gegenrichtung, sichere Parkmöglichkeiten im gesamten Stadtgebiet und ausgeweitete Tempo 30-Zonen können gute Bedingungen für den Radverkehr geschaffen werden.

 

 

Zukunftsfähige und nachhhaltige Mobilität ausbauen

Öffentliche Verkehrsmittel und gemeinschaftliche Mobilitätsangebote, wie beispielsweise Car-Sharing, stellen einen Kernpunkt der nachhaltigen Mobilität der Zukunft dar. Dicht getaktete und intelligente Liniennetze überzeugen ihre Fahrgäste besonders, wenn sie darüber hinaus mit anderen Angeboten vernetzt sind. So sind Fahrradparkhäuser und Car-Sharing-Stationen an wichtigen Verkehrsknotenpunkten eine attraktive Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr. Städte und Gemeinden, die den öffentlichen Verkehr fördern und die Umwelt im Auge behalten, setzen darüber hinaus auf klimaschonende Fahrzeuge, wie etwa E-Busse und Bahnen, die Ökostrom verwenden. Wenn die Kommunen außerdem für sozialverträgliche Preisstrukturen, gut ausgebaute Haltestellen und eine angenehme Atmosphäre in den öffentlichen Verkehrsmitteln sorgen, profitieren Klima und Fahrgäste gleichermaßen. Positiver Effekt auf den Stadtverkehr: Ein reduziertes Verkehrsaufkommen stärkt den Fuß- und Radverkehr, reduziert die Luftbelastung und steigert die Lebensqualität vor Ort.

 

 

Mobilitätsmix – Blick über den „Lenkradrand“

Während früher viele Menschen in jeder Lebenssituation das gleiche Verkehrsmittel genutzt haben, hat sich in den vergangenen zwanzig Jahren das Mobilitätsmuster stark verändert: Abhängig von der jeweiligen Situation wird das jeweilige Verkehrsmittel gewählt. Ein positiver Trend, denn das Auto ist nicht mehr das alleinige Verkehrsmittel der Wahl. Die steigende Akzeptanz von Fuß- und Radverkehr und der öffentlichen Verkehrsmittel schont nicht nur das Klima. Auch die persönlichen Finanzen werden stark entlastet, denn aktuell gibt ein durchschnittlicher Haushalt 14 Prozent seines Einkommens für Mobilität aus, mehrheitlich für den privaten Pkw. Damit ist der Anteil der Kosten für Verkehrsmittel genauso hoch wie für Lebensmittel.

 

 

Klimafreundlich investieren

Wer umweltfreundlich mobil ist, leistet einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz. Wer mehr beitragen will, kann durch sinnvolle Investitionen diese Entwicklung weiter unterstützen. Denn durch gezielte Anlagen, wie beispielsweise das Klima Monatssparen, in erneuerbare Energien und Unternehmen, die eine klimafreundliche Infrastruktur weiter entwickeln, wird ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz geleistet.

 

Klimaschutz-Investitionen 

Klimaschutzfonds bieten dabei Vorteile für den Anleger, denn in den vergangenen fünf Jahren konnten hier sehr gute Rendite erzielt werden. Die Durchschnittsrendite in der Zeit von 2011 bis Ende 2015 betrug 6,7 Prozent p.a. Die Tendenz, ist angesichts der Notwendigkeit Klimaschutz zu betreiben,  weiterhin sehr positiv und Anleger dürften sich in den kommenden Jahren über eine angemessene Wertentwicklung freuen.  Zugleich profitieren Umwelt und Klima, denn durch die Förderung erneuerbarer Energien und klimafreundlichen Infrastrukturen werden CO2-Emissionen dauerhaft reduziert und der Klimawandel ausgebremst.

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.