Mit ‘monatliches Sparen’ getaggte Artikel

Monatlich 100 Euro sparen! – Wie geht das am besten?

Mittwoch, 14. Februar 2018
Zusammenfassung: Welche Wege gibt es, um mit 100 Euro  monatlich etwas Sinnvolles und Rentables für die Altersvorsorge zu tun? Direkte Fondsanlagen und fondsgebundene Renten bieten die besten Chancen.

 

100 Euro im Monat können viel bewegen.

 

Private Altersvorsorge und Sparen für die Zukunft – diese Themen bewegen viele Menschen. Besonders wichtig sind diese Themen in den Lebensjahren zwischen 40 und 60. Denn in dieser Zeit besteht noch die Chance, Lücken zu schließen und so die Weichen für einen angenehmen Lebensabend zu stellen.  Denn wer im Alter nicht  auf den gewohnten Standard verzichten möchte, muss  die Lücke zwischen gesetzlicher Rente und dem tatsächlichen Bedarf  rechtzeitig schließen.

Wer regelmäßig einen festen Betrag sparen möchte, steht heute vor der Herausforderung, die richtige Anlagemöglichkeit unter vielen zu finden. Das ehemals beliebte und einfach zu führende Sparbuch hat längst ausgedient. Um eine gute Vorsorge für das Alter zu betreiben, müssen neue Wege der Geldanlage beschritten werden.

 

 

 

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Wie rechnet sich monatliches Ansparen?

Sonntag, 02. August 2015

Bereits Jugendliche und junge Erwachsene bekommen immer wieder nahegelegt, etwas monatlich auf die Seite zu legen. Eltern sparen monatlich für die eigene oder die  Zukunft der Kinder. Immer wieder taucht die Frage auf, welches denn die rentabelste Form der monatlichen Ansparung ist, denn schließlich ist es der erste Schritt zu einem kleinen oder größerem Vermögen.  Entscheidend für den Anlageerfolg und die Leistung am Ende der Ansparzeit ist die richtige Wahl der Anlageform. Möglichkeiten gibt es Zahlreiche. Die häufigsten sind: Bausparverträge, Bonussparverträge von Banken und Sparkassen oder Investmentfonds.

 

Von den genannten Varianten unabhängig sind die Anlagen für die Altersvorsorge zu sehen, denn dafür gibt es noch viel mehr Möglichkeiten. Darüber haben wir in anderen Blogbeiträgen bereits informiert.

 

Ein Anlass für die Gegenüberstellung der einzelnen Anlageformen ist die Veröffentlichung des Deutschen Fondsverbandes BVI – Bundesverband  Investment und Asset Management e.V . Der Verband veröffentlicht in regelmäßigen Abständen Statistiken zur Wertentwicklung einzelner Fonds und der unterschiedlichen Fondskategorien. Natürlich stets in der Retrospektive, denn erst im Rückblick kann man die tatsächliche Entwicklung einer Anlage in offene Investmentfonds quantifizieren.

 

 

 

Aktueller Anlass

 

Ein zweiter Anlass ist jedoch ganz berufspraktischer Natur. In einem aktuellen Beratungsgespräch fragte mich eine Familie, die auf Empfehlung Ihrer Hausbank für die Kinder (3 und 6 Jahre) zwei Bausparverträge abgeschlossen hatten, ob dies sinnvoll sei. Sie baten mich um eine Einschätzung, ob sich die Ansparung der Verträge mit 50 € monatlich lohnen würde, denn schließlich gäbe es spezielle Boni für Kinder. Eine persönliche Meinung dazu hatte ich bereits im Vorfeld, doch wollte ich es mit harten Zahlen, Berechnungen und Fakten darlegen, denn nur so kann eine Anlageform abschließend beurteilt werden.

 

Für den Sparer stellt sich in der aktuellen Niedrigzinsphase die besondere Situation, dass er bei Garantiezinsen nicht einmal mehr ein Prozent im Jahr auf seine Anlagen erwarten kann. Wenn dann noch Kontoführungsgebühren hinzukommen, beträgt das Guthaben am Ende der Sparzeit teilweise sogar weniger als die Einzahlungssumme. Dass sich monatliches Sparen mit der richtigen Anlageform lohnen kann, belegt die aktuelle Auflistung des BVI mit realen Vergangenheitsentwicklungen.

 

 

Infografik gibt Überblick

 

Eine Gegenüberstellung der einzelnen Sparformen zeigt die Unterschiede bei den Endguthaben sehr deutlich. Bei diesen enormen Differenzen fällt die Entscheidung leicht, welche Vertragsform in der jetzigen Zeit angebracht ist.

 

 

 Vergleich der Sparplanmöglichkeiten

 

 

Sicherheit statt Garantie mit Aktienfonds

 

Wer 10 Jahre lang 100 € in Aktienfonds mit weltweiter Streuung gespart hat, konnte sich zum Stichtag 30. Juni 2015 über eine jährliche Wertentwicklung von 7,4 Prozent oder über ein Ergebnis von 17.572 € freuen. Bei 15 Jahren Spardauer waren es schon 28.299€. Das häufiger gehörte Argument, dass noch einiges an Kosten weggehen würde, wurde in der Berechnung berücksichtigt. Alle Kosten inklusive des bei Kauf fälligen Ausgabeaufschlag wurden in der Berechnung der Wertentwicklung abgezogen.  Sparer die deutschen Aktiengesellschaften treu geblieben waren, konnten sich sogar über eine Rendite über die letzten 10 Jahre von 8,3 Prozent pro Jahr freuen.

 

Vergangenheitsentwicklungen sind zwar keine Garantie für die Zukunft, doch wenn ähnliche Entwicklungen in einer Regelmäßigkeit in der Vergangenheit auftreten, liegt die Vermutung nahe, dass eine künftige Entwicklung in der Zukunft möglich ist. Möglicherweise beträgt die Rendite dann ein oder zwei Prozent mehr oder weniger, doch die Richtung ist ähnlich. In Punkto Sicherheit kann die Aktienfondsanlage ebenfalls überzeugen, denn ein Totalverlust ist ausgeschlossen. Denn das würde bedeuten, dass eine Vielzahl von Unternehmen nicht mehr existieren würde oder ausfallen müsste. Das Motto lautet also Sicherheit statt Garantie.

 

 Sparplanergebnisse BVI

 

 

Prämiensparer ungenügend

 

Zwar können Prämiensparverträge von Banken und Sparkassen mit Garantien punkten, doch  die Rendite ist nicht ausreichend um die Anlageformen tatsächlich attraktiv erscheinen zu lassen. Als Beispiel haben wir einen üblichen Sparvertrag einer deutschen Sparkasse hergenommen. Im Grunde ist der Sparvertrag ein ganz normales Sparkonto mit einer Kündigungsfrist von 3 Monaten. Man wählt jedoch eine fixe monatliche Sparleistung von mindestens 20€. Erhöht werden können die Sparraten nicht, Reduzierungen sind möglich bis zur Mindestrate. Während der Laufzeit erhält man Zinsen, die flexibel angepasst werden können. Derzeit werden 0,15% p.a. gezahlt. Das besondere ist jedoch die Prämie, denn die Sparkasse zahlt zusätzlich zum Zins am Ende des Sparjahres, allerdings erst nach dem dritten Jahr eine verzinsliche Prämie auf den im Jahr geleisteten Sparbetrag. Bei 100€ monatlichem Sparbetrag beläuft sich die Prämie nach Ablauf des vierten Sparjahres  auf 12 Euro, im fünfzehnten Jahr das mit 25 Prozent Bonus werbewirksam herausragend dargestellt wird, auf 300€. Was sich auf den ersten Blick vielleicht viel anhört, wirkt bei näherer Betrachtung schon nicht mehr ganz so attraktiv.

 

Die tatsächliche Verzinsung des Vertrages incl. gewährter Boni beträgt 1,19 Prozent pro Jahr. Die Mehrzahl der Sparer rechnet sich vor Abschluss eines Sparvertrages nicht die Effektive Verzinsung aus denn zu deutlich werden Boni in den Werbeunterlagen dargestellt. Und die Bonussätze von bis zu 50% erscheinen verlockend.

 

Bausparvertrag größter Verlustbringer

 

Mit Bonus werben auch die Bausparkassen, vom Junior Bonus über Rendite Bonus zum Treue Bonus. Dies verdeckt die unattraktive Verzinsung und Wertentwicklung der Bauspartarife. Bausparen mag für Finanzierungen oder Menschen mit dem Wunsch in absehbarer Zeit ein Bauvorhaben zu starten sinnvoll sein. Für die Ansparung für Kinder und Enkelkinder ist es trotz Junior Bonus ungenügend. Die Verzinsung beläuft sich gegenwärtig nicht einmal auf ein Prozent, es fällt eine Abschlussgebühr an und es werden Kontoführungskosten verrechnet. Insbesondere für sehr junge Kinder, da sie eine lange Sparzeit vor sich haben, wirkt sich diese Form des monatlichen Sparens sehr nachteilig aus.

 

In unserer Modellrechnung haben wir einen Tarif zu Grunde gelegt, der insbesondere für Kinder und Enkelkinder empfohlen wird. Erstaunlich ist, dass bei einer Verzinsung von 0,25 Prozent p.a. nach 15 Jahren weniger Endguthaben vorhanden ist als eingezahlt wurde. Dies kann auch der Juniorbonus der gewährt wird, wenn der Abschluss im Alter von  0-15 Jahren erfolgte und nach mindestens 7 und höchstens 15 Jahren die Mindestansparung und die Bewertungszahl von 208 erreicht werde, nicht auffangen. Dieser Bonus ist in seiner Höhe abhängig von der Bausparsumme und beläuft sich beispielsweise auf  100 Euro Juniorbonus für Bausparsumme ab 10.000 Euro, 200 Euro ab 20.000 Euro und 300 Euro ab 30.000 Euro. Das Ergebnis nach 15 Jahren Sparzeit ist ein Verlust von 285 €.

 

Um tatsächlich Vermögen zu bilden und nicht zu vernichten mit den monatlichen Sparmöglichkeiten ist es also dringend notwendig auf die richtige Anlageform zu setzen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

Sparplan: die 7 wichtigsten Fragen und Antworten

Donnerstag, 25. September 2014

 

Sparpläne sind ideal um sich allmählich ein kleines Vermögen anzusparen. Doch stimmt das wirklich? Was muss ich beachten? Wie sicher sind sie? Und was ist ein Sparplan eigentlich? Die wichtigsten Fragen dazu haben wir hier zusammen gestellt.

 


 

 

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Blick in ein reales Mandanten-Depot von Grünes Geld: Die schwarze Linie zeigt das investierte Geld. Bei einem Sparplan ergibt das ein Treppen-Diagramm, da jeden Monat ein kleiner Beitrag hinzu kommt. Der Gesamtwert ist “nach allen Kosten” (Bild: Grünes Geld GmbH).

 

Frage 1: Ein Sparplan – was ist das eigentlich genau?

Wer monatlich 25, 100 oder auch 500 Euro zur Seite legen will, kann einen Sparplan abschließen. Das geht auf Banken, doch dort sind die Zinsen derzeit unattraktiv. Häufig wird ein Sparplan mit Fonds gewählt, das verspricht eine wesentlich bessere Wertentwicklung. Diese Fonds können in einem Fondsdepot verwahrt werden und unterliegen dann der Abgeltungssteuer. Oder Sie werden im Rahmen einer Rentenversicherung bespart, dann sind die Kosten etwas höher – aber die Gesamtrendite “nach Steuern” meist besser (es greift dann die Ertragsanteilsbesteuerung).

Frage 2: Macht ein Sparplan Sinn?

Der größte Vorteil des Sparplans ist, dass sich der Sparer selbst überlistet. Er muss nichts mühsam zur Seite legen und dann irgendwann einmal anlegen. Er ist nicht auf zufällig vorkommende Geldsummen angewiesen. Er spart regelmäßig ganz bequem etwas an.

Bei Sparplänen die das Geld letztlich an schwankenden Börsen anlegen vermeidet der Sparer außerdem einen unglücklichen Zeitpunkt beim Einstieg erwischt zu haben. Denn er steigt ja jeden Monat neu ein – letztlich über Dutzende, Hunderte von Einstiegszeitpunkten.

Frage 3: Bringt der Sparplan überhaupt was?

Wer ein paar Jahre Zeit hat, der kann mit einem sinnvollen Sparplan praktisch nur Gewinn machen. Allerdings hängt die Höhe des Gewinns von 3 Faktoren ab: Sparbeitrag, Kursgewinn und Anspardauer. Für alle drei gilt, je höher / länger umso besser. Der wichtigste Faktor ist dabei die Anspardauer – sie geht am stärksten in die Ergebnisse ein (siehe auch Beitrag Altersarmut vermeiden: Die 3 Geheimnisse). Lieber einen kleineren Beitrag längere Zeit sparen als umgekehrt. Eine Indikation über den Wertverlauf können Sie oben im Diagramm eines realen Depots bei Grünes Geld sehen.

Frage 4: Gibt es irgendwelche Garantien?

Es kommt darauf an. Sparpläne in Fonds haben als Indikator die Vergangenheit der letzten 200 Jahre – wenn sich die Zukunft in etwa so verhält wie die Vergangenheit, wird ein gutes Ergebnis erzielt. Bei Fonds in Rentenversicherungen kann man Garantien dazu wählen: zum Beispiel die Beitragsgarantie, das heißt dass die Gesellschaft zu Beginn der Rente zumindest die eingezahlten Beiträge garantiert. Bei klassischen Rentenversicherungen ist ohnehin der Garantiezins vorhanden (bis 31.12.14: 1,75%, ab 1.1.2015: 1,25%), zu dem noch Überschüsse hinzu kommen. Aber Vorsicht: Garantien kosten Geld (Rendite) und sollten deshalb nur vor sehr vorsichtigen Menschen gewählt werden.

Frage 5: Was mache ich wenn die Kurse fallen?

Am besten freuen: denn niedrige Kurse bedeuten, dass für den konstanten Sparbeitrag (zum Beispiel 200 Euro monatlich) viel mehr Anteile am Fonds gekauft werden. Wer zum Beispiel in der Krise 2008/2009 Anteile kaufte, kann sich heute meist über eine Verdopplung des Anteilspreises freuen. Wichtig ist nur: beim späteren Verkauf sollten die Kurse wieder gestiegen sein. Davon kann man bei den weltweiten anlegenden Fonds ausgehen.

Frage 6: Lieber Sparplan oder Einmalanlage?

 

Die Frage stellt sich natürlich nur für Menschen, die einen bestimmten, größeren Geldbetrag gerade zur Verfügung haben. Wer ohnehin keinen einmaligen Geldbetrag im Moment hat, der kann ohnehin nur einen Sparplan wählen. Aber für die anderen ist es natürlich eine Überlegung, ob sie das Geld auf einmal einzahlen oder lieber gestückelt über zum Beispiel 12 Monate. Bei der Einmalanlage hängt viel vom Einstiegszeitpunkt ab. Ist dieser gerade sehr günstig, dann ist die Einmalanlage besser. Ist dieser aber gerade schlecht, also die Kurse hoch, dann wäre der Sparplan besser. Der Sparplan nimmt letztlich das Einstiegs-Zeitpunkt-Risiko heraus und ist deshalb die sicherere Methode.

Frage 7: Sollten die Anlageziele in die der Sparplan investiert lieber stark schwanken oder besser konstant sein?

Für Sparpläne gilt eindeutig: Je mehr die zu kaufenden Anteilspreise schwanken, umso besser. Denn bei starken Schwankungen kommt der Vorteil des Sparplans voll zum Tragen: Man kauft bei niedrigen Preisen (Kursen) viel ein, bei hohen Preisen (Kursen) kauft man automatisch weniger ein. Dieser Effekt (Fachsprache: Cost-Averaging) kann leicht bis zu 5% mehr Kapital am Ende ausmachen. Deshalb bei Sparplänen tendenziell stärker schwankende Wertpapier wählen.

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.