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Umweltbank – Positive Berichte auf der Hauptversammlung

Montag, 01. August 2016

Die Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH haben am 30. Juni 2016 die Hauptversammlung der Umweltbank in der Meistersingerhalle in Nürnberg besucht. Die beiden Vorstände Goran Bašic und Stefan Weber konnten ihre Aktionäre mit positiven Berichten und der siebten Dividendenerhöhung in Folge erfreuen. Das Führungsduo, das erst seit Mai 2015 die Geschicke der Umweltbank lenkt, hat gemeinsam mit den 132 Mitarbeitern in nahezu allen Geschäfts-, Umwelt- und Sozialzahlen neue Bestwerte erreicht.

 

 

„Wieder einmal das beste Ergebnis in der Geschichte der Umweltbank“ (Stefan Weber)

 

Die Aktie der Umweltbank AG, die einzige grüne Bankaktie Deutschlands, hat seit ihrem Start am 25. Juni 2001 eine phänomenale Wertentwicklung an den Tag gelegt. Von der Erstnotierung bis heute zeigt die Aktie eine positive Wertentwicklung von knapp 700 Prozent. Auch das Jahr 2015 brachte eine Kurssteigerung von 51 Euro auf knapp 84 Euro pro Aktie. Die Dividende von  1,40 Euro je Aktie wurde auf der Hauptversammlung am 30. Juni 2016 in Nürnberg beschlossen.

 

Per 31. Dezember 2015 förderte die Umweltbank Umweltprojekte mit einem Gesamtvolumen von 2.318,6 Millionen Euro. Das Nachsteuerergebnis nach Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken lag bei 34,1 Millionen Euro (Vorjahr: 27,6 Millionen). Ein Ergebnis von 6,15 Euro je Aktie (Vorjahr: 4,97 Euro je Aktie).

 

Dabei hat sich die grüne Bank in keinem leichten Umfeld bewegt. Wie alle Banken in Deutschland leidet sie unter den Kosten, die mit der verstärkten Regulierung verbunden sind. Eine weitere Belastung stellen die Niedrigzinsen dar. So wird die vorgeschriebene Barreserve, die Banken bei der Bundesbank halten müssen,  bereits 2015 mit Negativzinsen von -0,3 Prozent p.a. belastet. Damit sind der Bank Zinsaufwendungen entstanden, wo vormals ein kleiner Zinsertrag zu vermelden war.

 

Die Niedrigzinsen hatten jedoch auch positive Folgen. So sank der Zinsaufwand der Bank für Anlegergelder, beispielsweise für den UmweltSparbrief und das UmweltPlusKonto, um etwa 5 Millionen Euro. Damit stieg der Zinsüberschuss um 7,5 Prozent auf 49,1 Millionen Euro. Mit einer durchschnittlichen Zinsmarge von 2,06 Prozent steht die Bank auf einem soliden Fundament.

 

 

Bild Board Umweltbank Hauptversammlung

v.l. Aufsichtsräte: Heinrich Klotz, Edda Schröder, Günther Hofmann, Vorstände: Goran Bašic und Stefan Weber (Bildquelle: Carmen Junker)

„Die Umweltbank spekuliert nicht!“ (Stefan Weber)

Im Finanzierungsbereich liegt die Sonnenenergie etwas geringer als im Jahr zuvor, während Wind- und Wasserkraftprojekte einen stärkeren Anteil mit 29,5 Prozent einnehmen. Der Anteil der ökologischen Baufinanzierung liegt bei 29,6 Prozent. Herausragend ist, dass die Umweltbank bei der Kreditvergabe Umweltkriterien anwendet und bereits satzungsgemäß nur Projekte mit positiver ökologischer Wirkung finanziert. Zur Abstufung nutzt die Bank ein Rating, das die Bonität nach ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten beeinflusst. Etwa 80 Prozent der finanzierten Projekte haben im Schulnotenbewertungssystem die Note 1 bezüglich Ökologie bekommen. Neu finanziert wurden im vergangenen Jahr 499 Projekte mit einem Durchschnittsbetrag von 176.000 Euro.

 

Uns freut es besonders, dass die Aktie der Umweltbank ein Paradebeispiel ist für nachhaltiges Investment mit einer interessanten finanziellen Rendite. Während klassische Finanztitel mit immer neuen Hiobsbotschaften aufwarten, vermeldet die Umweltbank von Jahr zu Jahr positive Ergebnisse, Dividendensteigerungen, Kurszuwächse und positive Umweltwerte.

 

 

Ökologische Dividende von 553 kg CO2-Einsparung je Aktie

Die auf der Hauptversammlung vorgestellte CO2-Bilanz stellt sich positiv dar. Dabei wurden Anregungen eines Aktionärs aus dem Vorjahr aufgenommen und die Berechnungsmethode verfeinert. Auch in diesem Jahr hatte dieser Aktionär weitere Anregungen und Kritikpunkte zur Ausweisung der Werte.

 

Der Vorstand verständigte sich mit ihm darauf, nochmals die neuen Anregungen zu prüfen und bei Bedarf mit aufzunehmen. Im Jahr 2016 wird die CO2-Bilanz im Rahmen einer Master-Thesis einer vollständigen Überarbeitung unterzogen, die vom Umweltrat der Bank begleitet wird.

 

Insgesamt weist die Bank ein Plus an CO2-Einsparung für 2015 von 298.367 Tonnen über die kreditfinanzierten Projekte aus. Die ökologische Dividende liegt bei 553,5 kg CO2-Einsparung je Aktie.

 

Professor Dr. Roland Klose von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V. sprach dem Vorstand der Umweltbank großes Lob aus. Klose, der mit der Schutzvereinigung etwa 30.000 Aktionäre vertritt, würdigte die erfolgreiche Tätigkeit, die Dividendenerhöhung und nicht zuletzt die angemessene Vorstandsvergütung der Umweltbank, die er als homöopathisch im Vergleich zur Vorstandsvergütung der Deutschen Bank bezeichnete. In allen Bereichen diente Klose die Deutsche Bank als Negativbeispiel und er freute sich, dass es mit der Umweltbank ein Finanzunternehmen gibt, das Positives berichten kann.

 

Zustimmung gab es von den Aktionären nicht nur für die Dividendenerhöhung sondern auch für die Kapitalerhöhung, die im Rahmen der Emission von CoCo-Bonds notwendig wurde. CoCo-Bonds sind die Nachfolger von Genussrechten um weiterhin haftendes Eigenkapital für das Wachstum im Kreditgeschäft zu ermöglichen. Damit wurden 15 Millionen haftendes Eigenkapital eingeworben. Die Anleihe wurde meist von Kunden oder Bestandsaktionären gezeichnet. Die Ausgabe ist inzwischen abgeschlossen.

 

Wir von Grünes Geld freuen uns über die hervorragende Entwicklung der Umweltbank. Als Aktionäre und auch als Partner, die ihre Kraft daran setzen, nachhaltige und ökologische Kapitalanlagen voranzubringen. Die Umweltbank ist ein zuverlässiger Partner im Bereich der Kreditfinanzierung für ökologische Projekte.

 

Wir wünschen uns, dass die positive Entwicklung der letzten Jahre weiterhin anhält. Die Grünes Geld GmbH bleibt dem Hause UmweltBank AG weiterhin eng verbunden.

 

 

 

Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.