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Nachhaltige Branchen 6 – Banken und Finanzdienstleister

Dienstag, 13. Juni 2017

Serie nachhaltige Branchen: EnergiewirtschaftPharmaAutomobilSüßwarenLebensmittelBanken / Finanzdienstleister

 

Zusammenfassung: Nachhaltigkeit hat sich in vielen Branchen zu einem relevanten Wettbewerbsfaktor entwickelt. Während jedoch produzierende Betriebe an harten Faktoren gemessen werden können, muss die Nachhaltigkeit im Dienstleistungsbereich differenzierter ermittelt werden, denn hier geht es verstärkt um die Auswirkungen der Geldströme. Auch Banken und Finanzdienstleister bemühen sich um mehr Nachhaltigkeit und bieten zunehmend ökologische und soziale Geldanlagen an.

 

 

Nachhaltige Unternehmensführung – mehr als nur Recycling-Umschläge.

Nachhaltiges Wirtschaften hat sich vom Trend zum wettbewerbsentscheidenden Faktor entwickelt, dem sich kaum eine Branche noch verschließen kann und will. Um die Nachhaltigkeit einer Branche beziehungsweise eines einzelnen Unternehmens jedoch sicher zu beurteilen, bedarf es klarer Regeln.

 

Denn nur so können Nachhaltigkeitsziele verbindlich definiert und vergleichbar überprüft werden. Besonders wichtig in diesem Bereich ist außerdem das Zusammenspiel der unterschiedlichen Aspekte, wie beispielsweise Beschaffungsmanagement, Mitarbeiterführung und natürlich die Nachhaltigkeitsaspekte des Produktes selbst.

 

Denn ein Unternehmen, das umweltzerstörende Produkte fördert oder produziert, lässt sich kaum als nachhaltig einstufen – selbst dann nicht, wenn sämtliche Briefe in recycelten Umschlägen verschickt werden und die Kantine Bio-Essen anbietet. Denn bei Nachhaltigkeit geht es um die ausgewogene Balance zwischen dem Mensch und seiner Umwelt.

 

Im sechsten Teil unserer Serie zu nachhaltigen Branchen beschäftigen wir uns heute teilweise mit uns selbst und gehen der Frage nach, welche Anstrengungen in Sachen Nachhaltigkeit aktuell Banken und Finanzdienstleister unternehmen.

 

 

Vom Imageteil zum Nachhaltigkeitsbericht

Bereits seit mehr als einem Viertel Jahrhundert betonen besonders große Finanzkonzerne regelmäßig ihre Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft. Im Imageteil der jährlichen Geschäftsberichte waren für dieses Engagement stets einige Seiten reserviert. Die dort beschriebenen Aktivitäten, etwa im Bereich Umweltschutz, gingen anfänglich kaum über Selbstverständlichkeiten hinaus, begegneten aber auch dem wachsenden Interesse der Öffentlichkeit an diesen Fragen.

 

Damit gaben die ersten Imageteile bereits einen Impuls für die kommenden Nachhaltigkeitsberichte, die für börsennotiere Unternehmen ab 500 Mitarbeiter gemäß der europäischen CSR-Richtlinie seit diesem Jahr verpflichtend ist. Die Richtlinie zur sozialen Verantwortung der Unternehmen (Corporate Social Responisbility, CSR) spiegeln dabei auch ein generelles Umdenken wider, dass sich – wenn auch langsam – durch die Wirtschaft zieht: Unternehmen sind nicht mehr allein ihren Eigentümern gegenüber Rechenschaft schuldig, sondern müssen die Auswirkungen ihrer Unternehmensführung auch gegenüber der gesamten Gesellschaft verantworten.

 

Das Ganze im Blick behalten.

Die Entwicklung geht damit von der reinen Shareholder-Orientierung hin zu einer Orientierung an den Ansprüchen der internen und externen Stakeholdern. In der Praxis bedeutet das, dass Unternehmen zunehmend das Ziel der Gewinnmaximierung um weitere Ziele erweitern, die ein sinnvolles und nachhaltiges Wirtschaften einschließen und die Ansprüche der unterschiedlichen Interessensgruppen mit berücksichtigen.

 

Eine Entwicklung, die auch kleine und mittelständische Unternehmen betrifft, denn der Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit ist von der Unternehmensgröße unabhängig und wird von Seiten der Kunden und der Öffentlichkeit an nahezu jedes Unternehmen gestellt.

 

Für kleinere Unternehmen ist zwar kein Nachhaltigkeitsbericht vorgeschrieben, aber auch sie tuen gut daran, ihren Einsatz in diesem Bereich zu dokumentieren und zu publizieren. Ein weg ist dabei auch die Gemeinwohl-Bilanz, die sich für Unternehmen unterschiedlichster Größe gleichermaßen anbietet.

 

 

Banken und Finanzdienstleister – Geld verändert die Welt

Auf den ersten Blick ist Nachhaltigkeit kein anspruchsvolles Thema für Banken und Finanzdienstleister. Die Branche unterliegt einer wachsenden Virtualisierung und Digitalisierung. Standardtransaktionen sind nahezu lückenlos automatisiert, die Finanzdienstleister verbrauchen also nur wenige Ressourcen und konzentrieren sich auf Beratungsdienstleistungen und Handel. Hier setzt der zweite Blick an, denn Geld verändert die Welt.

 

Im Zuge des gesteigerten Interesses an einem verantwortungsvollen Finanzmanagement, müssen sich Banken und andere Finanzdienstleister die Frage stellen lassen, welche Auswirkungen eine bestimmte Geldanlage auf die gesamte Gesellschaft haben wird und nach welchen Kriterien Kredite vergeben werden. In diesem Bereich ist der Nachhaltigkeitsbegriff eng mit der unternehmerischen Sozialverantwortung verknüpft.

 

 

Nachhaltige Finanzprodukte

Nachhaltige Finanzprodukte sind bislang noch immer ein Nischenprodukt innerhalb der Finanzwirtschaft. Allerdings nimmt das Interesse an stetig zu. Nachhaltige Geldanlagen, sind durchgehend ökologisch und ethisch einwandfrei konzipiert.

 

Die Produktpalette ist dabei breit aufgestellt. Zu den klassischen nachhaltigen Geldanlagen zählen beispielsweise Mikrofinanzprodukte, die eine Vergabe von Klein- und Kleinstkrediten an Unternehmensgründer in Entwicklungs- und Schwellenländern ermöglichen.

 

 

 

 

 

 

Anleger erwirtschaften hier eine gute Rendite durch die überdurchschnittliche Zahlungsmoral der Kreditnehmer  sowie durch die Zinserträge, denn Mikrokrediten sind zwar Hilfe zur Selbsthilfe, jedoch keine Almosen.

 

Die richtigen Kriterien anlegen.

Ein weiteres wachsendes Feld im Bereich der nachhaltigen Geldanlagen sind Investments in Erneuerbare Energien und in weitere Projekte zum Thema Klimaschutz. In diesen Bereichen bieten Finanzdienstleister unterschiedliche Produkte an, Anleger können sich durch Direktbeteiligungen, Fondsanteilen oder Fondssparpläne am Auf- und Ausbau von Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energien beteiligen.

 

Dazu zählen Solar- und Windparks, Wasserkraftanlagen, Biomasseanlagen und Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung. Die Rendite aus diesen Anlagen resultiert – je nach Investment – aus dem Verkauf der sauberen Energie, teilweise auch aus dem vorteilhaften Weiterverkauf der Energieanlagen.

 

Im Bereich der Klimaschutzanlagen fließen Gelder in Technologien für eine verbesserte Energieeffizienz, aber auch in richtungsweisende Projekte, wie beispielsweise Meerwasserentsalzungsanlagen oder moderne Recyclingprojekte.

 

Eine weiteres Feld der Geldanlagen im Bereich des Klimaschutzes ist außerdem das Investment in Aufforstungsprojekte. Dabei werden biodiverse Mischwälder auf gerodeten Flächen neu angelegt. Teile der Waldflächen werden nachhaltig bewirtschaftet. Erträge bringen diese Investments durch den Verkauf von entnommenen Edelhölzern sowie landwirtschaftlichen Produkten wie beispielsweise Kakao.

 

 

Gut ist, wer Gutes tut – und Schlechtes meidet

Finanzdienstleister, die ethische und soziale Geldanlagen anbieten und ihre Kunden zu diesem Thema fair beraten, leisten unbestritten einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit der Branche. Ebenso bedeutsam ist es allerdings auch, die gleichen hohen ethischen Kriterien an zulegen, wenn es um konventionelle Investments geht.

 

Denn Unternehmen, die im Zusammenhang mit Kinderarbeit, Ausbeutung und Diskriminierung stehen, umweltzerstörende Technologien produzieren oder Teil der Kriegsindustrie sind, gehören nicht in das Feld der Nachhaltigkeit.

 

Um hier Kunden mehr Transparenz zu bieten, arbeiten viele Anbieter mit einem sogenannten Ethik-Filter. Dieser Filter definiert bestimmte Ausschlusskriterien, die – je nach Anbieter – unterschiedlich sind.

 

Die so geprüften Wertpapiere umfassen im allgemeinen keine Anlagen aus dem Bereich der Atomenergie, Rüstung und definierten Teilen der Chemie- und Pharmabranche. Außerdem sind menschenrechtsverletzende Unternehmen ausgeschlossen. Der Finanzdienstleister Grünes Geld, verwendet beispielsweise einen Ethik-Filter bei seinen Erneuerbare Energie Fonds, Umweltfonds, Solar Fonds, Wind Fonds und Mikrofinanzfonds.

 

Gute Finanzberater können ihren Kunden detaillierte Angabe zu den jeweiligen Kriterien geben und umfassend beraten. Darüber hinaus haben Anleger auch die Möglichkeit, eigene ethische Vorstellungen in ihr Anlage-Portfolio einzubringen.

 

So gibt es auch kirchliche Leitlinien, die Geldanlagen gemäß christlicher Werte- und Moralvorstellungen definieren. Ebenso ist es möglich, Bereiche wie Massentierhaltung aus Geldanalgen auszuschließen. Gerade für Veganer und Klimaschützer eine interessante Option, mehr Nachhaltigkeit in die persönliche Vermögensplanung einzubeziehen.

 

 

Nachhaltigkeit kommt aus der Nische

Nachhaltigkeit kommt aus der Deckung.

Dass Ökobanken und spezialisierte Finanzdienstleister, Nachhaltigkeitskriterien in ihrem Angebot souverän berücksichtigen und ihre Kunden entsprechend umfassend und kompetent beraten, ist selbstverständlich.

 

Durch die steigende Nachfrage von Kundenseite stehen jetzt allerdings auch die konventionellen Anbieter aus der Finanzbranche vor der Herausforderung, ökologisch-sozial einwandfreie Finanzprodukte anzubieten. Entsprechend muss die Branche zügig Spezialisten einbinden oder aus eigenen Reihen weiterbilden, denn Kunden, die ihr Geld nachhaltig anlegen, haben dezidierte Vorstellungen und fragen kritisch nach.

 

Um diese Aufgabe weltweit voran zu bringen, hat 2005 eine Gruppe institutioneller Investoren die „UN Principles for Responsible Investment“, kurz PRI-Richtlinien, entwickelt. Angestoßen wurde diese Initiative für verantwortliches Investieren durch den damaligen UN-Generalsekretärs Kofi Annan.

 

Mittlerweile haben mehr als 1.200 Investoren weltweit das Programm unterzeichnet, die immerhin rund 15 Prozent des global investierten Kapitals verwalten. Die Unterzeichnenden verpflichten sich gemäß der PRI-Richtlinie, die Umwelt zu schützen, soziale Standards einzuhalten und das Unternehmen gut zu führen.

 

Allerdings liegt die Definitionshoheit, was das konkret bedeutet, bei den teilnehmenden Unternehmen selbst, Mindestkriterien, die erfüllt werden müssen, existieren nicht. Um für mehr Glaubwürdigkeit zu sorgen, wurde 2014 eine Berichtspflicht eingeführt, in der die Mitglieder darlegen, wie sie die Richtlinien in der Praxis umsetzen.

 

In Deutschland haben 47 Unternehmen die Prinzipien für verantwortliches Investieren unterzeichnet, das sind im Vergleich zu den europäischen Nachbarmärkten wenig. Zu den Mitgliedern zählen unter anderem Allianz Global Investors (AGI), Bayern Invest und Deka Investment.

 

Für einen konkreten Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung in allen Bereichen des Unternehmens hat sich die Sparda-Bank München eG entschieden. Sie engagiert sich als erste deutsche Bank für die Gemeinwohl-Ökonomie und veröffentlicht bereits zum dritten Mal eine Gemeinwohl-Bilanz. Hier legt die Sparda-Bank transparent nieder, in welchen Bereichen bereits eine gute soziale und ökologische Unternehmensführung gelungen ist und welche Ziele sich das Unternehmen darüber hinaus setzt.

 

Gemessen wird darüber hinaus auch die Nachhaltigkeit der angebotenen Finanzprodukte. Dabei erreicht die genossenschaftliche Bank gute Ergebnisse für ihr solides, transparentes und faires Einlagen- und Kreditgeschäft. Das Unternehmen bezieht außerdem bereits zu einhundert Prozent Strom aus erneuerbaren Energien und will sich auch in anderen ökologischen Bereichen stärker engagieren.

 

 

Nachhaltigkeit leben – sinnvoll investieren

Immer mehr Menschen interessieren sich für das Thema Nachhaltigkeit und fragen zunehmend nach, anfänglich nur bei Produkten, verstärkt jetzt auch bei Dienstleistungen wie in etwa in der Finanzbranche.

 

Eine gute Entwicklung, denn Geld eröffnet weitreichende Möglichkeiten, um Veränderungen in Gang zu bringen. Daher ist es wichtig, dass Geldströme in die richtige Richtung fließen, zum Wohle möglichst vieler Menschen.

 

Seit mehr als zehn Jahren berät Grünes Geld, erfahrener Experte für nachhaltige Geldanlagen, seine Kunden im Bereich der ökologischen und sozialen Geldanlagen, Vermögensaufbau und –verwaltung. Gerade in Zeiten der niedrigen Zinsen suchen Kunden nach neuen Anlageprodukten und –strategien. Hier bieten wir Konzepte für jeden Anlegertyp und nahezu jede Anlagesumme.

 

Mit unseren nachhaltigen Anlageprodukten finanzieren unsere Kunden nicht nur positive Veränderungen, sondern sind selbst Teil einer gesellschaftlichen Veränderung geworden und haben durch ihre Anlagestrategie selbst erlebt, das Geld viel bewegen kann und gleichzeitig attraktiven Erträge bringt. Denn eine sinnvolle Geldanlage dient dem Gemeinwohl genauso wie dem Kundenwohl.

 

 

 

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

Nachhaltige Banken: Girokonto jetzt auch bei Triodos

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Seit der Wirtschaftskrise haben Nachhaltige Banken einen starken Zulauf. Viele Kunden möchten ganz genau wissen, wie mit ihrem Geld gearbeitet  und in welche Anlagen oder Projekte investiert wird. Finanzunternehmen wie die GLS Bank, EthikBank, UmweltBank oder die Triodos Bank legen sehr viel Wert auf Transparenz und arbeiten mit sogenannten „Negativ- und Positiv-Kriterien“. Das bedeutet, dass beim Einsatz des zur Verfügung gestellten Geldes ethische, soziale und/oder ökologische Aspekte zu Grunde gelegt werden. Investitionen in Rüstungs- und Atomgeschäfte sind zum Beispiel genauso ausgeschlossen, wie Spekulationen mit Lebensmitteln. Weitere, typische Ausschlußkriterien sehen wie folgt aus:

 

– Verletzung von Menschenrechten
– schlechte Arbeitsbedingungen
– Kinderarbeit
– Tierversuche
– Einsatz von Gentechnik
– umweltschädliche Arbeitsweise

 

Demgegenüber stehen positive, fördernswerte Aspekte, die je nach Unternehmen bzw. Projekt variieren können. Eine sozial-ökologische Ausrichtung ist in der Regel Grundvoraussetzung und wird ergänzt durch besonderes Engagement in punkto Klimaschutz, Bildung,  einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen oder zum Beispiel mit Förderung von entwicklungspolitischen Zielen. Bei einigen der aufgeführten Banken können die Kunden sogar ganz gezielt festlegen, in welchem Themenbereich mit ihrem Geld gearbeitet wird.

 

Kornfeld, ökologische Landwirdschaft

Die Umweltbank  finanziert ausschließlich Umweltprojekte, wie zum Beispiel ökologischen Landbau.

 

Die Banken bieten unterschiedliche Produkte an, meist von klassischen Bankprodukten über Projektbeteiligungen bis hin zu Riesterverträgen und Basisrenten. Jedoch ist die Auswahl durchaus unterschiedlich und wird kontinuierlich angepasst.

So bietet seit kurzem  auch die Triodos Bank die Möglichkeit an, ein Girokonto zu eröffnen. Damit gibt es jetzt bei drei der vier wichtigsten, nachhaltigen Banken in Deutschland die Möglichkeit, ein Girokonto zu führen. Hier die aktuellen Konditionen für Privatkunden im Vergleich:

 

 
  GLS Bank EthikBank UmweltBank Triodos Bank
Kontoführungsgebühr 2,- €/mtl.
5,- €/mtl.
kein Girokonto verfügbar 3,50 €/mtl.
Kontoführung online, telefonisch, schriftlich
online, telefonisch online, telefonisch
Bankkarte 15,- € p.a.
inklusive 15,- € p.a.
Kosten f. Online-Banking
keine keine keine

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Übrigens, wem die Zinsen auf dem Girokonto oder Tagesgeldkonto doch zu niedrig sind, kann sich auch gerne mal ein Sicherheitsdepot von uns ansehen. Dort ist auch eine tägliche Verfügbarkeit gegeben und die Verzinsung liegt trotzdem höher. Man sollte das Geld aber schon 2-3 Jahr im Depot lassen.

 

 

 

 

 

 

 

Verfasser des Beitrages

Jasmin Messina-Hamann unterstützt seit Oktober 2012 Grünes Geld GmbH als Berater-Assistentin. Jasmin Messina-Hamann:“Ich freue mich, dass ich – neben meinem persönlichen Engagement (z. B. bei Greenpeace) – auch beruflich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Nachhaltigkeit auch in der Finanzbranche kein Fremdwort mehr ist.“

Mikrofinanz bleibt soziales Investment – auch wenn es für viele Anleger aus finanziellen Gründen interessant ist

Montag, 30. Januar 2012

 

 

Video:  Was ist eigentlich Mikrofinanz? Was hat es mit dem Friedensnobelpreis-Träger Mohammed Yunus zu tun? Ist es wirklich eine soziale Geldanlage und wie wird das alles Überprüft?

 

Gerade nach Übertreibungen in Indien und der konstant positiven Wertentwicklung von Mikrofinanz-Geldanlagen, die deutlich oberhalb der Zinsen der Banken liegt, stellt sich die Frage, wie sozial Mikrofinanz ist. Edda Schröder, eine der Top-Expertinnen auf diesem Gebiet in Deutschland, erklärt warum Mikrofinanz weiterhin so wichtig für die Menschen in den wirtschaftlich ärmeren Länder ist.

 

Edda Schröder ist Geschäftsführerin von Invest in Visions. Invest in Visions hat im Sommer letzten Jahres den ersten frei zugänglichen Mikrofinanz Fonds in Deutschland auf den Markt gebracht und ermöglicht es damit jedem Anleger, sein Geld in Mikrofinanz anzulegen. Solche Nachhaltigkeitsfonds und der Gedanke der Mikrofinanzen gelten als Schlüsselinstrument zur Bekämpfung der Armut, denn im Gegensatz zu Spenden oder herkömmlicher Entwicklungshilfe sind Mikrofinanzen keine Almosen, sondern beteiligen die Kreditnehmer als gleichberechtigte Partner am Wirtschaftskreislauf.

 

Das grüne Investment von Invest in Visions finden Sie in unserem „Musterdepot Soziale Verantwortung„.

 

Alle Informationen zum Musterdepot für Mikrofinanzen

 

 

 

 

 

 

 

 

Ethisphere: Die nachhaltigsten Unternehmen entwickeln sich besser als der Rest

Freitag, 02. September 2011
World´s Most Ethical Companies 2011

110 Unternehmen zählen dieses Jahr zu den World´s Most Ethical Companies.

Die World´s Most Ethical Companies Bezeichnung wird von Ethisphere verliehen und würdigt solche Unternehmen, die nicht bloß behaupten ethisch zu wirtschaften, sondern ihre Worte auch wirklich in die Tat umsetzen. Es sind Unternehmen, die in einem nachhaltigen Investment oder einem sozialem Fonds enthalten sind, welche von nachhaltigen Banken angeboten werden. Ein WME-Preisträger sticht in seiner Branche hervor durch eine nachhaltige ethische Führung.

 

Eine festgelegte Anzahl von Unternehmen auf der Liste gibt es nicht. Die World´s Most Ethical-Bezeichnung tragen all diejenigen Unternehmen, die verglichen mit ihren Branchenkollegen ein führendes Ethikprogramm auf die Beine gestellt haben. In diesem Jahr sind 110 Unternehmen auf der Liste vertreten, Dazu zählen 36 neu hinzugefügte Unternehmen. 26 Stück wurden von letztem auf dieses Jahr aus der Liste gestrichen. Grund dafür, dass Unternehmen von der Liste wieder verschwinden sind Ethik-Verletzungen und die steigende Konkurrenz innerhalb einer Branche.

 

In die Ethik zu investieren zahlt sich aus: WME-Preisträger weisen stets eine etwas bessere Entwicklung auf als normale Unternehmen, auch zu Zeiten einer Rezession.

 


 

Unser Tipp für ein nachhaltiges ethisches InvestmentEinmalsparen Sicherheit 5000+ Ethik

 

Projekt Einmalsparen Sicherheit 5000+ Ethik
Laufzeit täglich kündbar
Mindestanlagesumme 5.000 Euro
Rendite 2009: 8,88%2010: 5,80%
Besonderheit – Langfristige stabile Wertzuwächse
– Täglich kündbar

– Sie investieren nachhaltig

– Alle ausgewählten Nachhaltigkeitsfonds berücksichtigen strenge Ethik-Filter

 

Alle Informationen bei gruenesgeld24.de

 

 


 

Der World´s Most Ethical Companies Selektierungsprozess:

 

1. Ein Methodik-Komitee aus führenden Anwälten, Professoren, Beamten und Organisationsführer unterstützt Ethisphere bei der Gestaltung einer Scoring-Methode für die World´s Most Ethical Companies Awards.

 

2. Im Laufe des Jahres (bis 2011) haben Unternehmen aus der ganzen Welt einen Antrag für den WME-Award eingereicht. Mit Hilfe der Informationen aus den Anträgen und zusätzlichen Informationen, die Ethisphere gesammelt hatte, wurde eine Liste der Halbfinalisten erstellt.

 

3. Alle Halbfinalisten wurden benachrichtigt und dazu aufgefordert einen Fragebogen auszufüllen in Bezug auf Ethik, Unternehmensführung und Unternehmensverantwortung.

 

4. Anschließend führte Ethisphere eine Datenanalyse bei mehreren hundert Unternehmen durch, basierend auf deren Antworten vom Fragebogen und zusätzlichen Dokumenten und Informationen, die Ethisphere recherchiert hatte. Für jedes Unternehmen wurde ein EQ-Wert ermittelt anhand der Ergebnisse des Fragebogens, bemessen mit Hilfe von sieben verschiedenen Kategorien. Diese sind: Gesellschaftliches Engagement und Verantwortung des Unternehmens; Unternehmensführung; Innovationen, die zum öffentlichen Wohlbefinden beitragen; Branchen-Leadership; Führung des Geschäftsleiters; Ansehen und Erfolgsgeschichte des Unternehmens; interne Regelungen und Ethik-Programme.

 

5. Das Unternehmen mit der höchsten EQ-Punktzahl einer jeden Branche wurde ein World´s Most Ethical Unternehmen.

 

Die Liste aller WME-Unternehmen finden Sie unter folgendem Link

Deutschlands Wasserwege: Die Qualität der Flüsse lässt auch 2011 zu wünschen übrig

Donnerstag, 25. August 2011

Deutschlands Flüssen geht es nicht gut – Durch eine wissenschaftliche Studie der Universität Koblenz-Landau, des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und der Technischen Universität Bergakademie Freiberg wurde deutlich, dass noch immer große Mengen an Schadstoffen in deutschen Flüssen nachgewiesen werden können.

Deutsche Flüsse - Wasserqualität ist weiterhin bedenklich

Deutsche Flüsse - Wasserqualität ist weiterhin bedenklich

 

Als Basis der Untersuchung dienten die Flüsse Elbe, Aller, Ems und Weser. Über einen Zeitraum von zehn Jahren hinweg wurden die Flüsse auf zahlreiche Stoffe hin überprüft. Die Gewässer wurden dauerhaft auf insgesamt 331 Schadstoffe hin untersucht. Dabei wurden Vorkommen und Schädlichkeit der Stoffe beurteilt. Abschließend fand eine Evaluation der Gewässer statt, die Aufschluss über die Belastung beziehungsweise der Wasserqualität geben soll.

 

Die Studie ergab, dass insgesamt 257 Stoffe nachgewiesen werden konnten, teilweise in sehr hohen Konzentrationen. Die Wissenschaftler konnten außerdem nachweisen, dass ein Großteil der gefundenen Substanzen teilweise erhebliche Auswirkungen auf Flora und Fauna hat. Beispielsweise sind Kleintiere wie Flusskrebse besonders betroffen.

 

Abschließend kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass die Ziele der EU weiten Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), die 2015 in großen deutschen Flüssen zum Tragen kommen soll, aller Wahrscheinlichkeit nach nicht erreicht werden können. Sofern die Schadstoffbelastung nicht abnimmt, ist ein erreichen der Ziele unrealistisch. Ein Ziel der WRRL ist beispielsweise die „schrittweise Reduzierung prioritärer Stoffe und Beenden des Einleitens/Freisetzens prioritär gefährlicher Stoffe“.

 

Weiterhin übt die Studie Kritik an der WRRL, da diese nur 33 von den insgesamt 331 geprüften Stoffen berücksichtigt. Durch die Studie konnte außerdem nachgewiesen werden, dass ein Großteil der 33 Stoffe der WRRL kaum Auswirkungen auf die Wasserqualität hat. Ein Ausweis der Wasserqualität eines Flusses nach WRRL Standard ist somit als kritisch zu bewerten.

 

Wasser: Die natürlichen Süßwasservorkommen in Europa sind ein wichtiger Teil der ökologischen Infrastruktur und in der Regel hochempfindliche Ökosysteme. Weltweit wird es mehr und mehr zur Herausforderung die Wasserversorgung der Menschen zu gewährleisten. Umso wichtiger sind eine nachhaltige Förderung der globalen Wasserversorgung,  sowie die Gewährleistung von sauberem Trinkwasser. Mit einer Investition in einen Wasserfonds oder mit den Musterportfolios „Wasser Monatssparen“ und „Wasser Einmalsparen“ haben Anleger beispielsweise die Möglichkeit sich am Ausbau der Wasserversorgung in Entwicklungsländern zu beteiligen.

 

 

 


 

Unser Tipp für ein nachhaltiges Investment im Bereich Wasser: Wasser Monatssparen 100+ Ethik

 


Projekt Wasser Monatssparen 100+ Ethik
Laufzeit täglich kündbar
Mindestanlagesumme 100 Euro
Wertentwicklung 2009: 31,37%
2010: 23,91%
Besonderheit – Sehr gute Chancen bei guter Stabilität- Ethik- Kriterien werden berücksichtigt- Täglich kündbar. Um Schwankungen auszugleichen sollte die Anlagedauer möglichst 8 Jahre oder mehr betragen- Sie helfen das globale Wasserproblem zu bekämpfen

 Link zum Musterdepot Sicherheit 5000+ Ethik


 


 

White Owl WOC Nachhaltigkeitsfonds 4 – Bonus für Frühzeichner bis 9.9.11

Montag, 22. August 2011

Der Berliner Anbieter White Owl will Ende August mit einem soliden und auf Sicherheit ausgelegten Solarfonds auf den Markt kommen und für Furore sorgen. Der White Owl WOC Nachhaltigkeitsfonds 4 investiert in 8 bereits errichtete Solarfonds in Italien. Der Vorteil: die Einspeisevergütungen stehen bereits fest.

 

In Italien sinken die Einspeisevergütungen nach dem aktuellen Gesetz von Monat zu Monat. Je früher ein Solarpark ans Netz geht, desto höher ist die Einspeisevergütung. Beim White Owl WOC Nachhaltigkeitsfonds 4 sind die Solarkraftwerke bereits errichtet – der Umweltfonds kann also exakt kalkulieren.

 

Die Laufzeit geht über die Förderungsdauer von 20 Jahren, für Erneuerbare Energien Fonds im üblichen Rahmen. Der Vorteil – wenn die Kredite zurück gezahlt sind, kann der Fonds sehr hohe Ausschüttungen aus den Stromerlösen leisten. Beim White Owl WOC Nachhaltigkeitsfonds 4 sind das in den Jahren 2028, 2029 und 2030 ca. 23, 26 und 36 % pro Jahr. Aber auch die anfänglichen Rückflüsse von 7,6% (ab 2012) sind attraktiv und für Solarfonds angemessen. Die steuerliche Situation ist freundlich – die Ausschüttungen unterliegen lediglich dem Progressionsvorbehalt und werden entsprechend niedrig besteuert.

 

Bonus: Anleger die bereits jetzt eine unverbindliche Reservierung zeichnen, können sich bei tatsächlichem Beitritt bis 9. September 2011 eine Sondervergütung in Höhe von 25 Basispunkten sichern. Sprechen Sie uns an. Weitere Details finden Sie bei der White Owl WOC Nachhaltigkeitsfonds 4 Vorstellung auf gruenesgeld24.de.

Ökofonds: In welchen steckt der Nordsee-Verschmutzer Shell?

Freitag, 19. August 2011

Wer in Ökofonds investiert will vor allem eines: sein Geld soll nicht die Umwelt oder die Menschen schädigen. Dass mit einer solchen Strategie auch noch das finanzielle Ergebnis passt, ist ein schöner Zusatzeffekt.

 

Um so schlimmer, dass es auch ein Jahr nach dem BP-Öldesaster im Golf von Mexiko einige Fondsmanager diesen Grundsatz immer noch nicht verinnerlicht haben. Das hat eine Untersuchung der Grünes Geld GmbH ergeben, die Ölmultis – in vielen Fällen den aktuell durch die größte Nordsee-Ölkatastrophe seit 10 Jahren belasteten Shell-Konzern – in Ökofonds nachgewiesen hat. Stand waren die Fondsdaten zum 30.6.2011.

 

In immerhin 16 Ökofonds befinden sich die Ölkonzerne wieder. Jeder Ölkonzern betreibt Raubau an der Natur und die Erfahrung der letzten Jahrzehnte zeigt, dass die Technologie nicht beherrschbar ist. Immer wieder kommt es zu katastrophalen Vorfällen, immer wieder werden große Gebiete mit Öl kontaminiert. Immer wieder sterben unzählige Lebewesen.

 

Die führenden und ernsthaften Ökofonds-Anbieter haben deshalb die Ölbranche generell ausgeschlossen. Zurecht, wie man an den immer wieder kehrenden Katastrophen sieht.

 

Ölverschmierter Vogel

Für einige Ökofonds kein Problem: Ölkonzerne und das durch sie verursachte Leid

Um so erstaunlicher: Es gibt Ökofonds, die Ölkonzerne als stärkste Position in Ihrem Portfolio haben. Man stelle sich das bitte vor: man tritt mit dem Anspruch des nachhaltigen Investments auf und investiert dann das meiste Geld in einen Umweltverschmutzer größter Dimension. Dieses Green-Washing in solcher Form findet man tatsächlich beim „EuropaDexia Sustainable Europe C“ und beim „KBC Eco Fund Sustainable Euroland“. In beiden Fällen handelt es sich bei der größten Position um, sie ahnen es, Shell.

 

Auch wieder auffällig: der Liga-Pax-Cattolico-Union der katholischen Pax-Bank (Bank „für Kirche und Caritas) fällt erneut durch schwache Ausschlusskriterien auf. Die Kirchenleute haben einen der weltgrößten Ölmultis Chevron als 4. größte Position gelistet. Wikipedia über Chevron: Umweltschutzorganisationen werfen Chevron vor, durch die Erdölförderung in Ecuador Regenwaldgebiete verseucht und zerstört zu haben. Zudem weigert sich die Firma bis heute für die Folgen aufzukommen. Chevron erhielt dafür 2006 den Public Eye Award für besonders verantwortungsloses Verhalten gegenüber Mensch und Umwelt. Chevron wurde im Februar 2011 von einem Gericht in Ecuador zu einer Strafe von 8,6 Milliarden US-Dollar, der Höchsten jemals gegen einen Ölkonzern wegen Umweltschäden verhängten Strafe, verurteilt. Chevron will gegen das Urteil vorgehen.“

 

 

 

Hier die Liste der Umweltfonds und Ökofonds mit Ölkonzernen im Portfolio:

 

Ökofonds mit Ölkonzernen ISIN Holdings
Dexia Equities L Sustainable World C LU0113400591 1,40%ROYAL DUTCH SHELL REG. SHARES CLASS B EO -,07
     1,80%EXXON MOBIL CORP. REGISTERED SHARES O.N.
     
DEXIA SUSTAINABLE WORLD C (CAP) BE0946893766 1,70%EXXON MOBIL CORP. REGISTERED SHARES O.N
     
DWS INVEST RESPONSIBILITY LD LU0145639620  3,10%ROYAL DUTCH SHELL
     
Invesco Umwelt und Nachhaltigkeits-fonds DE0008470477 4,70%TOTAL
     
KBC Eco Fund World Div1 BE0177657500 1,43%IMPERIAL OIL LTD
     
Sarasin Sustainable Eq. Global LU0097427784 2,09%STATOIL ASA
     
UBS(Lux) EF Eco Performance P LU0076532638  1,85%TULLOW OIL
     
Liga-Pax-Cattolico-Union LU0152554803 2,10%Chevron
     
EuropaDexia Sustainable Europe C BE0173540072 4,58%ROYAL DUTCH SHELL
     
Pictet European Sustainable Equities P Cap1) LU0144509717 2,20%Total
    1,50%Royal Dutch Shell
     
SEB Ethical Europe A LU0030166333 3,43%Royal Dutch Shell
     
KBC Eco Fund Sustainable Euroland BE0175717504  5,25%ROYAL DUTCH SHELL
     
Dexia Sustainable North America C BE0173901779 3,18%EXXON MOBIL
     
Dexia Sustainable Europ. Bal. High C BE0169199313 2,31%ROYAL DUTCH SHELL
     
Dexia Sustainable Europ. Balanced Low C Cap. BE0159412411 1,50%ROYAL DUTCH SHELL
     
Dexia Sustainable European Bal. Medi-um C Cap BE0159411405 1,57%ROYAL DUTCH SHELL

 

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Unser Tipp für ein Ölkonzern-freies Investment: Monatssparen Standard 50+ Ethik

 


Musterdepot Monatssparen Standard 50+ Ethik
Laufzeit täglich kündbar
Mindestanlagesumme ab 50 Euro monatlicher Sparrate
Wertentwicklung 2009: 11,6%
2010: 0,4%
2011: – 2,2%
Besonderheit – Langfristig stabile Wertzuwächse

– Täglich kündbar

– Sie investieren nachhaltig

– Alle ausgewählten Nachhaltigkeitsfonds berücksichtigen strenge Ethik-Filter

 

Link zum Musterdepot Sicherheit 5000+ Ethik


 


 

 

 

 

 

 

 

Nachhaltige Anlagen

Sonntag, 07. August 2011

Die Möglichkeiten der Investitionen und Anlagen werden immer komplexer, so beschreibt Jürg Zeltner, CEO des Health Management der UBS die derzeitige Lage auf dem Mark.„Nie war die Komplexität der internationalen Finanzmärkte höher als heute, und sie nimmt ständig zu. Diese Entwicklung bietet Anlegern und Investoren zahlreiche Chancen. Andererseits braucht man Erfahrung, Wissen und die Ressourcen, um schnell und zielsicher die richtigen Entscheidungen treffen zu können, wenn man das Anlagerisiko minimieren will.“ Immer mehr Anleger entscheiden sich für nachhaltige Anlagen.
Die Nachfrage nach nachhaltigen Anlageprodukten soll nun durch eine neue Transparenzregelung deutlich gesteigert werden. Seit letztes Jahr eine Änderung im Versicherungsaufsichtsgesetz in Kraft getreten ist, müssen Verbraucher nun schon vor Vertragsabschluss über entsprechende Anlageziele informiert werden.
Walter Kahlenbrn, Geschäftsführer des Forums Nachhaltige Geldanlagen (FNG) bezeichnete diese Änderung als „Meilenstein für nachhaltiges, sozial und ökologisch verantwortliches Investment in der betrieblichen Altersvorsorge“. Frankreich und Großbritannien dienen in diesem Fall als Vorbild für dieses Format, wo durch die Berichtspflicht keine wirtschaftlichen Nachteile erkennbar wurden.
Das Gesetz schreibt vor, dass nun auch alle Pensionskassen von Betrieben und betriebliche Direktversicherungen ihren Kunden jährlich vorlegen müssen, ob und wie sie ökologische, soziale und ethische Kriterien bei der Kapitalanlage berücksichtigen. Laut verschiedener Studien, könnten Pensionskassen nur von nachhaltigen Kapitalanlagen profitieren, da diese hohe Renditen bieten und ihnen zudem ein positiveres Image verschaffen.  Es zeigte sich, dass Kapitalrendite und Gewinn pro Aktie nachhaltig wirtschaftender Konzerne weitaus besser abschnitten als die nicht- nachhaltiger Konzerne. Für viele deutsche Nachbarländer ist dieses System keine Neuigkeit. So wuchs der Markt nachhaltiger Kapitalanlagen allein in Großbritannien um 18 Prozent innerhalb eines Jahres.
Es ist Anlegern möglich, gezielt in nachhaltige Branchen wie erneuerbare Energien, Wasseraufbereitung und Umwelttechnik zu investieren. Dies kann die Chancen auf hohe Renditen erhöhen, Analysten warnen jedoch vor dem Risiko einer starken Konzentration und einer starken Abweichung von der konventionellen Benchmark und empfehlen Themenanlagen als Beimischung.
Es wird geraten, in die aus ökologischer, ökonomischer und sozialer Sicht Besten einer Branche zu investieren. Dies wird als „Best in Class“ Ansatz bezeichnet. Dieser gewährleiste eine breite Diversifikation und ein überschaubares finanzielles Risiko. Trotzdem müsse man selbstverständlich immer mit einem Restrisiko rechnen.
Großanleger haben mittlerweile verbreitet die Gelegenheit, ihre Portfolios nach Best-in-Class, Negativ und Positivkriterien zu prüfen und zu verwalten.