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Nachhaltige Geldanlagen: Die 7 wichtigsten Fragen verständlich beantwortet

Freitag, 20. Oktober 2017
Nachhaltige Geldanlagen haben den Anspruch einer doppelten Rendite: neben der finanziellen Rendite wollen sie auch eine ethische Rendite erzielen. Wir haben die 7 wichtigsten Fragen zu u nachhaltigen Geldanlagen für Sie beantwortet.

 

 

 

 

1. Wie kann Geld überhaupt nachhaltig sein?

Diese Frage ist berechtigt – schließlich ist Geld zunächst einmal neutral. Geld ist aufgesammelt Handlungs-Energie, gespeicherte Energie. Diese Energie kann der Mensch einsetzen, für etwas Gutes oder für etwas Schlechtes. Das ist ähnlich wie beim Messer, mit dem man Butter schmieren oder jemanden umbringen kann.

 

Die nachhaltige Geldanlage hat zum Ziel, dass das Geld nur in solche Projekte, Unternehmen und Staaten fließ, die etwas sinnvolles und ethisch Einwandfreies tun. Vom Geldfluss abgeschnitten werden die nicht nachhaltigen Unternehmen, zum Beispiel aus den Bereichen Waffenproduktion, Kinderarbeit, Umweltverschmutzung oder Agrochemie. Entsprechend verschlechtert sich derern Situation.

 

 

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7 x Wissenswertes über nachhaltige Geldanlagen

Freitag, 18. August 2017

Zusammenfassung: Nachhaltige Geldanlagen werden zunehmend beliebter. Teilweise werden die Investments in soziale und ökologische Projekte jedoch auch noch mit Misstrauen betrachtet und mit Spenden verwechselt. Höchste Zeit, mit einigen Vorurteilen aufzuräumen und die Vorteile der grünen Geldanlagen in den Vordergrund zu rücken.

 

 

Nachhaltig die Welt verändern.

„Geld regiert die Welt“ – so heißt es oft lapidar, wenn eine weltpolitische Entwicklung mal wieder vollkommen fehl läuft, wirtschaftliche Interessen zu ökologischen Schieflagen führen und Menschenrechtsverletzungen aus ökonomischen Interessen billigend in Kauf genommen werden.

 

Aber nicht das Geld regiert die Welt, sondern die Menschen, die das Geld besitzen – und hier fängt die Schieflage schon an. Denn der Oxfam Armutsbericht  bringt es immer wieder auf den Punkt: Die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich immer weiter. Aktuell verfügt ein Prozent der Weltbevölkerung über mehr als die Hälfte des weltweiten Vermögens.

 

Weitere 20 Prozent der Weltbevölkerung verfügen fast vollständig über die andere Hälfte des Vermögens. Lediglich fünf Prozent des Vermögens verteilt sich auf die verbleibende Mehrheit von fast 80 Prozent der Menschen.

 

Eine eklatante Ungleichheit, die es zu bekämpfen gilt. Und dieses Ziel haben sich auch die Vereinten Nationen gesetzt und in ihren 17 Nachhaltigkeitszielen festgeschrieben,  die die Staatengemeinschaft bis zum Jahr 2030 erreichen will.

 

Kann diese Ungleichheit wirklich gestoppt werden und wie? – Viele Wege führen zum Ziel. Dazu zählen ein fairer Welthandel, faire Entlohnung der Arbeit, Förderung von bezahlbaren und sauberen Energien, Zugang zu Bildung, Hilfe zur Selbsthilfe und so vieles mehr.

 

Eine der wichtigsten Voraussetzungen ist dabei auch immer die Finanzierung der Projekte. Eine ausgezeichnete Möglichkeit die Entwicklung mit voranzutreiben sind daher nachhaltige Geldanlagen, denn sie nutzten das Kapital als Hebel zur Veränderung. Bei aktuell ca. 5,85 Billionen Geldanlagen der Deutschen ein gewaltiger Hebel.

 

Das Leben ist zwar kein Hollywood-Streifen, aber es wäre doch trotzdem schön, wenn am Ende „die Guten“ gewinnen würden. Auf dem Weg zu diesem „Happy End“ helfen die folgenden 7 Fakten zu nachhaltigen Geldanlagen, den Weg konsequent zu beschreiten und möglichst viele Anleger von den Vorteilen dieser Investments zu überzeugen.

 

 

1. Nachhaltige Geldanlagen sind keine Spende

Geldanlagen sind keine Spenden.

Vielfach werden nachhaltige Geldanlagen noch als Nischenprodukt für „Gutmenschen“ angesehen und nicht als Möglichkeit, Geld sinnvoll und dennoch sicher anzulegen. Denn die Investments sind keine Spende. Zwar wird das angelegte Geld – wie auch viele Spendengelder – für vielfältige ökologische, ethische und soziale Projekte verwendet, damit hört die Gemeinsamkeit aber auch schon auf. Denn statt einer Spendenbescheinigung erhalten Anleger attraktive Rendite und bringen eine nachhaltige Entwicklung auf den Weg.

 

 

2. Nachhaltige Geldanlagen sind vielseitig

Hilfe zur Selbsthilfe durch Mikro-Kredite.

Die Idee der Mikrofinanz-Systems ist vielen Menschen bekannt – nicht zuletzt durch die Verleihung des Friedensnobelpreis 2006 an Muhammad Yunus aus Bangladesch, der die Idee der Anschubfinanzierung zur Selbsthilfe in den armen Regionen der Welt stark belebt hat.

 

Mikrofinanz-Kredite sind auch definitiv eine Möglichkeit, Geld nachhaltig anzulegen, aber sicher nicht die Einzige. Der Markt an nachhaltigen Geldanlagen umfasst heute nahezu sämtliche gängigen Finanzprodukte. So gibt es nachhaltige Sparpläne für die unterschiedlichen Anlegertypen, Fonds, Sachwerte, wie beispielsweise Windkraftanlagen oder Forstbeteiligungen und vieles mehr.

 

Wenn Sie sich näher für Geldanlagen in Mikrofinanzen interessieren, sehen Sie sich unser entsprechendes Musterdepot Soziale Verantwortung an.

 

 

 

3. Nachhaltigkeit ist mehr als „öko“

Nachhaltigkeit hat sich zu einem Schlagwort entwickelt, das zwar positiv besetzt ist, jedoch keine verbindliche inhaltliche Aussage macht. Ursprünglich entstammt der Nachhaltigkeitsbegriff aus der Forstwirtschaft und bezeichnete das Wirtschaften, bei dem nur so viel Holz dem Wald entnommen wird, wie auch nachgepflanzt wird.

 

Heute bezieht sich die Bezeichnung der Nachhaltigkeit im Allgemeinen auf die Auswirkungen einer Handlung oder eines Produktes auf Umwelt und Klima. Diese sollen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung dauerhaft ausgeglichen werden.

 

Auch für den Begriff der nachhaltigen Geldanlagen existiert keine gesetzliche oder allgemein anerkannte Definition. Die Bewertung eines Investments als nachhaltig kann nach 200 bis 300 Kriterien geschehen. Dabei werden vielfältige Faktoren des Umweltschutz sowie soziale und ethische Aspekte der generellen Unternehmensführung berücksichtigt.

 

Generell werden unter nachhaltigen Geldanlagen Investments verstanden, die nicht nur klassische finanzielle Ziele wie Werterhalt, Sicherheit und gute Erträge verfolgen, sondern auch gleichzeitig einen Beitrag zu einer positiven ökologischen, ethischen und sozialen Entwicklung leisten. Entsprechend dieser Werte, dienen nachhaltige Geldanlagen dem Natur-, Umwelt- und Klimaschutz, stehen für gerechte und existenzsichernde Bezahlung und wenden sich gegen Kinder- und Zwangsarbeit. Nachhaltige Projekte richten sich gegen Diskriminierungen, sei es aufgrund des Geschlechts, der Herkunft, Nationalität, Religion oder Hautfarbe. Ebenso werden mit dem nachhaltig angelegten Geld keine Waffen und Kriegsgüter unterstützt.

 

Die nachhaltigen Unternehmen herausfiltern.

Um diese Kriterien sicher zu stellen und zu gewährleisten, nutzen Anbieter nachhaltiger Geldanlagen einen sogenannten Ethik-Filter. So wird etwa bei Wertpapieren mit Ethik-Filter überprüft, ob die Unternehmen, in die investiert werden soll, den strengen Nachhaltigkeits-Kriterien entsprechen. Im Allgemeinen werden so Unternehmen aus der Rüstungsindustrie, Teile der Chemie- und Pharmabranche und konventionelle Energie-Anbieter ausgeschlossen. Unternehmen, die Mitarbeiter diskriminieren oder auf Kinderarbeit setzen, finden sich ebenfalls nicht in den Geldanlagen wieder. Ob und wie der Ethik-Filter angewendet wird, erfahren Anleger von ihrem Finanzberater sowie aus den Verkaufsprospekten ihres Investments.

 

Allgemein nachhaltige Geldanlagen finden Sie in unseren Musterdepots Vermögensaufbau.

 

 

4. Nachhaltige Geldanlagen können auch persönliche Werte abbilden

In vielen Bereichen, sind die Ansprüche an eine nachhaltige Entwicklung Konsens. Nahezu alle Anleger in diesem Bereich können sich darauf einigen, dass Kriege, Kinderarbeit und Umweltzerstörung in keiner Weise finanziell unterstützt werden sollen.

 

Aber viele Anleger haben darüber hinaus auch noch einen persönlichen Wertekanon, nach dem sie handeln und investieren wollen. Beispielsweise wollen Veganer kaum ihr Geld in Unternehmen investieren, die mit der Massentierhaltung in Verbindung stehen, sei es aus ethischer Überzeugung oder aus Gründen des Klimaschutzes. Auch werden praktizierende Katholiken  einer Geldanlage in Unternehemen wenig abgewinnen können, die Verhütungsmittel herstellen oder im Bereich der Gen- und Stammzellenforschung aktiv sind.

 

Hier können erfahrene Anbieter nachhaltiger Geldanlagen umfassend beraten und eine entsprechende Blacklist zusammenstellen, die Branchen und Bereiche definiert, in die nicht investiert werden darf.

 

 

5. Nachhaltiges investieren kann Werte durchsetzten

Stimm- und Rederechte effektiv nutzen.

Ausschlusskriterien sind eine Seite Medaille der nachhaltigen Geldanlagen. Die andere Seite ist eine aktive Herangehensweise, die auf das Verhalten von Unternehmen einen direkten Einfluss nehmen will. Dieser Engagement Ansatz, baut auf die Macht des Geldes.

 

Investoren versuchen dabei, beispielsweise durch die Ausübung ihrer Stimmrechte bei Aktionärsversammlungen, auf den Kurs des Unternehmens Einfluss zu nehmen. Neben der Hauptversammlung ist dies auch durch einen direkten Dialog mit der Unternehmensführung möglich. Obgleich dieser Weg in der harten Wirtschaftswelt etwas träumerisch klingen mag, kann auch dieser dynamische Prozess Erfolge verzeichnen. Schließlich haben zunehmend mehr Unternehmen ein Interesse daran, ihr Engagement in Sachen Nachhaltigkeit zu unterstreichen.

 

 

6. Nachhaltige Geldanlagen sind keine Modeerscheinung

Ausgewogen und ausbalanciert.

Der Markt für nachhaltige Geldanlagen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Mit einem Plus von rund dreißig Prozent ist der Markt im vergangenen Jahr in Deutschland, Österreich und in der Schweiz überproportional gewachsen. In den drei Ländern wurden gemäß der Jahresstatistik des FNG – Forum Nachhaltige Geldanlagen ökologische und ethische Investments im Wert von 420 Milliarden Euro getätigt. Darüber hinaus wurden rund vier Billionen Euro in Anlagen investiert, die einzelne Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigen.

 

In Deutschland konnte in 2016 ein Zuwachs von rund 15 Prozent im Markt für nachhaltige Geldanlagen verzeichnet werden. Die Entwicklung wurde zum einen von einer wachsenden Anzahl privater Investoren getrieben, die ihre persönlichen Werte auch zum Maßstab ihrer Geldanalagen machen, zum anderen haben – eben angestoßen durch diese Bewegung – immer mehr institutionelle Anleger das Potenzial der nachhaltigen Werte entdeckt.

 

Das rasant gestiegene Interesse an den ökologischen und sozialen Investments mag vielleicht den Gedanken an eine Modeerscheinung Nahe legen, Fakt ist jedoch, dass die Entwicklung und der Erfolg der nachhaltigen Geldanlagen bereits auf ein Erfolgsgeschichte von fast einem Viertel Jahrhundert zurückblicken kann.

 

Wenn heute rund 25 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen  stammt, ist das nicht zuletzt der Erfolg privater Anleger, die seit den neunziger Jahren mit großem Engagement in Windkraftwerke, Photovoltaikanlagen und Biogasprojekte investiert haben – also in Unternehmen, die mittlerweile in Deutschland mehrere hunderttausend Arbeitsplätze stellen und die beschlossene Energiewende entscheidend mittragen.

 

 

7. Nachhaltige Geldanlagen bieten Sicherheit und solide Erträge

Nachhaltige Investments lösen den ewigen Widerstreit zwischen Geld und gutem Gewissen ein für allemal auf. Beides ist möglich und nötig, um eine positive Entwicklung voranzubringen. Nachhaltig investieren bedeutet also keinesfalls, auf unsichere oder unrentable Anlagen zu setzen.

 

Wissenschaftliche Untersuchungen haben sich – vor allem aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach ökologischen und ethischen Investments – tiefergehend mit Anlagen auseinandergesetzt und kommen mehrheitlich zum Ergebnis, dass nachhaltige Geldanlagen in der Rendite nicht zurückstehen. Wer also nachhaltig investiert kann mit soliden und marktüblichen Erträgen rechnen.

 

Schwarze Schafe gibt es in jeder Branche.

Vorsicht ist – wie auch bei allen konventionellen Geldanlagen – geboten, wenn überdurchschnittliche Rendite versprochen wird, denn auch im Markt der nachhaltigen Geldanalgen tummeln sich mittlerweile schwarze Schafe.

 

Wer sich also für eine grüne Geldanlagen entscheidet, geht keine erhöhten Risiken aufgrund der Nachhaltigkeit ein. Genauso, wie bei einer konventionellen Geldanlage, müssen sich Anleger allerdings im Vorfeld generell damit auseinandersetzen, wie hoch die Rendite ausfallen soll, welche Risiken eingegangen werden und wann das angelegte Geld zur Verfügung stehen soll.

 

Wenn diese Fragen geklärt sind, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, in nachhaltige Projekte zu investieren. Wer auf höhere Rendite und langfristige Geldanlagen zielt, findet in nachhaltigen Direktinvestments eine gute Möglichkeit, hohe Erträge zu erwirtschaften und zugleich eine sehr transparente Form der Geldanlage mit einer hohen Wirkung zu realisieren.

 

Wer sich mehr Sicherheit und Flexibilität wünscht, investiert in ausgewählte Umweltfonds, die in unterschiedlich zusammengestellten Musterdepots angeboten werden. Das ist nicht nur mit großen Summen möglich, sondern kann auch über einen individuellen monatlichen Sparplan verlaufen, der es auch bei noch geringem Einkommen ermöglicht, bereits in jungen Jahren ein kleines Vermögen aufzubauen.

 

 

Grünes Geld, erfahrener Anbieter nachhaltiger Geldanlagen, ist bereits seit 2001 im Markt aktiv und beweist mit seinem Erfolg, dass ökologische, soziale und ethische Investments absolut keine Modeerscheinung sind. Anleger können hier sicher gehen, dass ihr Geld gemäß festgelegten ethischen und ökologischen Kriterien investiert wird und entsprechend einen wertvollen Beitrag für Umwelt, Klima und Gesellschaft leisten.

 

Bei Grünes Geld finden alle Anlegertypen, ihre passende nachhaltige Geldanlage. Sei es im Bereich der Erneuerbare Energie Fonds, Umweltfonds, Solar Fonds, Wind Fonds oder Mikrofinanzfonds.

 

 

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Private Altersvorsorge – aktiv gegen Altersarmut

Dienstag, 04. Juli 2017
Zusammenfassung: Berichte über zunehmende Altersarmut verunsichern viele Menschen. Altersvorsorge ist daher ein wichtiges Thema, das früh in der Lebensplanung eine Rolle spielen sollte - der Zinseszins ist wichtig. Vielfältige Angebote ermöglichen eine zusätzliche Versorgung neben der gesetzlichen Rente. Dabei ist der Einstieg auch schon mit geringen regelmäßigen Einlagen möglich. Besonders gut für eine positive Entwicklung der Zukunft: ökologische und ethische Geldanlagen bei der Altersvorsorge berücksichtigen.

 

 

 

Die Lebenserwartung steigt.

„Nicht das Alter ist das Problem, sondern unsere Einstellung dazu.“ Das wusste schon der römische Philosoph und Staatsmann Cicero. Und die Einstellungen zum Alter sind sehr unterschiedlich. Denn genauso, wie es die viel beschworene „Jugend von heute“ nicht gibt und die Biographien der Menschen zwischen zwanzig und Mitte sechzig auf unterschiedlichsten Wegen verlaufen, so sind auch die Lebenssituationen in der Gruppe der älteren Bevölkerung sehr verschieden.

 

Wie die Lebenssituation im Alter konkret aussieht, ist nicht nur von strukturellen gesellschaftlichen Bedingungen bedingt, sondern hängt auch stark von der jeweiligen Vorgeschichte jedes Einzelnen ab. Sicher stellen der Eintritt in den Ruhestand und der Abschied aus dem Erwerbsleben einen tiefen Einschnitt in die persönliche Lebensgeschichte dar. Aufgrund individueller körperlicher und psychischer Veränderungsprozesse steigt die Wahrscheinlichkeit, stärker auf medizinische und – besonders im fortschreitenden Alter – auf pflegerische Hilfe angewiesen zu sein.

 

 

Aktiv und mobil bleiben

Dennoch ziehen sich viele grundsätzliche Einstellungen durch das gesamte Leben. Wer in jungen Jahren sportlich aktiv war, wird sicher versuchen, diese Aktivität auch im Alter umzusetzen.

 

Wichtig ist es dann jedoch, sich auch mit einer – möglicherweise – eingeschränkteren körperlichen Fitness abfinden zu können und das zu genießen, was noch umgesetzt werden kann. Wer sein Leben zufrieden geführt hat, wird aller Voraussicht nach seine generelle Lebensfreude behalten und wer viel Wert auf soziale Kontakte innerhalb und außerhalb der Familie gelegt hat, wird im Ruhestand diese Beziehungen weiterpflegen.

 

Der Verlust der Selbstständigkeit im Alter stellt allerdings für viele Menschen ein Schreckensszenario dar. Denn eine eingeschränkte Mobilität beispielsweise, kann die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Allerdings hat sich gerade in diesem Bereich in den vergangenen Jahren viel getan. Barrierefrei Innenausbauten ermöglichen bis ins hohe Alter ein selbstständiges Leben im gewohnten Umfeld. Darüber hinaus hat sich der Markt an Hilfsmitteln – vom einfachen Gehstock bis hin zum E-Scooter – weiter entwickelt und bietet für nahezu jede Lebenssituation eine passende Lösung.

 

 

Rentenreform begegnet der demographischen Veränderung

Auch im Herbst des Lebens reiche Ernte einfahren.

Kein Wunder, denn die Lebenserwartung steigt seit Jahren stetig an. Gleichzeitig hat sich allerdings auch die demografische Verteilung in unserer Gesellschaft verändert. Die klassische Alterspyramide mit einer breiten Basis junger Menschen hat sich zur demographischen Zwiebel bzw. Urne gewandelt. Verantwortlich dafür zum einen die ständig sinkende Geburtenrate und zum anderen der höhere Anteil Älterer sowie die generell gestiegene Lebenserwartung die damit auch ein erhöhtes durchschnittliches Alter mit sich bringt.

 

Gerade die abnehmende Zahl der erwerbstätigen – und damit auch die Anzahl der rentenbeitragspflichtigen – Personen, wirkt sich auf die zukünftige Rente aus. Prognosen zufolge wird die Anzahl der erwerbstätigen Personen bis zum Jahr 2040 um etwa 15 bis 30 Prozent  abnehmen.

 

Diese Veränderungen haben bereits vor Jahren zu einer umfangreichen Reform des gesetzlichen Rentenversicherungssystems  geführt. Mit der Veränderung der Rentenformel sollte die gesetzliche Alterssicherung gegenüber der veränderten demographischen Entwicklung abgesichert werden. Die Veränderung im Rentensystem hat allerdings auch zu einer starken Verunsicherung innerhalb der Bevölkerung geführt.

 

Private Vorsorge soll gesetzliche Rente ergänzen

Die klassische gesetzliche Rentenversicherung (GRV) war bis dahin integraler Bestandteil der deutschen Sozialstaatlichkeit. Sie umfasste neben der Altersrente auch Leistungen bei verminderter Erwerbsunfähigkeit und die Versorgung der Hinterbliebenen im Todesfalle. Mit einem Anteil von rund 80 Prozent der Gesamteinahmen stellte sie den Löwenanteil der Alterssicherung dar. Ergänzt wurde die GRV allerdings auch schon vor der Rentenreform um die Leistungen der betrieblichen Altersversorgung und unterschiedliche private Vorsorgemöglichkeiten.

 

Mit der Reform der gesetzlichen Rentenversicherung wurden Beitragszahler stärker in die Pflicht genommen, selbstständig für ihren Lebensabend vorzusorgen. Diese private Altersvorsorge ist freiwillig, wird jedoch von Seiten des Staates finanziell gefördert.

 

Die aus der Rentenreform Anfang des neuen Jahrtausends resultierende Riester-Rente wird mittlerweile von vielen Experten aus den unterschiedlichsten Lagern als wenig geeignet gesehen, die reduzierte GRV ausreichend zu ergänzen. Eine Ergänzung der GRV ist allerdings dringend angeraten, wenn Arbeitnehmer nach der Erwerbsphase an das bisherige Einkommens-Niveau anknüpfen wollen.

 

 

Schreckgespenst Altersarmut

Altersarmut ist kein vollkommen neues Phänomen. Das Thema erfährt jedoch aktuell eine enorme Aufmerksamkeit. Das liegt vor allem daran, dass in früheren Zeiten die Altersarmut fast ausschließlich in sozialen Randgruppen vorkam. Betroffen waren in erste Linie Menschen mit einer sehr kurzen und lückenhaften Erwerbsbiographie.

 

Im Alter aktiv und abgesichert am Leben teilnehmen.

Der Mehrheit der älteren, nicht mehr erwerbstätigen Menschen in Deutschland geht es aktuell finanziell nicht schlecht. Die sogenannten „Best Ager“ werden jedoch in den kommenden Jahren von einer neuen Rentner-Generation abgelöst werden. Diese haben durch Minijobs, Erwerbstätigkeit im Niedriglohnsegment sowie Zeiten der Erwerbslosigkeit nicht ausreichende Rentenpunkte gesammelt – geschweige denn private Altersvorsorge betrieben.

 

Einer aktuellen Studie der Wirtschaftsforschungsinstitute DIW und ZEW zufolge, wird bis zum Jahr 2036 jeder fünfte Neurentner von Altersarmut bedroht sein. Das bedeutet, dass rund 20 Prozent der heutigen End-Vierziger weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung haben wird und damit armutsgefährdet ist. Bereits die Generation der „Babyboomer“ der geburtenstarken Jahrgänge, die in fünf Jahren das Rentenalter erreicht haben werden, sind von dieser Entwicklung bedroht. Damit ist Altersarmut in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

 

Dabei sehen die Forscher der Studie nicht nur ein strukturelles Problem. Viel würden aktuell die Risikogruppen kaum durch sinnvolle Vorschläge gegen die drohende Gefahr angesprochen werden. Den Schlüssel für eine ausreichende Alterssicherung sehen Experten in erster Linie in sozialversicherungspflichtigen und existenzsichernden Arbeitsverhältnissen.

 

 

Herausforderung Alterssicherung meistern

Auch wer mit beiden Beinen fest im Erwerbsleben steht, ist heute mehr denn je gefordert, den möglichen Gefahren ins Auge zu sehen und Vorsorge für das Alter zu treffen. Je früher, desto besser!

 

Denn eine frühe aktive Haltung zum Thema Altersvorsorge kann nicht nur Versorgungslücken frühzeitig erkennen und diesen begegnen. Sie helfen auch, diffuse Ängste und Befürchtungen zu vermeiden. Obgleich Umfragen ergeben haben, dass mehr als 60 Prozent der aktuell Berufstätigen daran zweifeln, im Alter ausreichend versorgt zu sein, stecken auch mehr als die Hälfte den Kopf in den Sand und sehen keinen Sinn in einer privaten Vorsorge.

 

Grund für diese Vogel-Strauß-Mentalität ist zum einen das unübersichtliche Angebot an privaten Altersvorsorgeprodukten sowie eine für Laien teilweise schwer zu durchdringende Förderungsregeln. Zum anderen ist die Bedeutung der privaten Vorsorge noch nicht in den Köpfen angekommen. Zu fest sitzt die alte Gesinnung, dass sich der Staat schon kümmern werde.

 

Hier sind gerade junge Erwerbstätige gefordert, die alten Denkmuster zu durchbrechen. Schließlich haben sie noch ausreichend Zeit, eine solide und sinnvolle Altersvorsorge aktiv zu betreiben. Neben den erworbenen gesetzlichen Rentenansprüchen und einer betrieblichen Altersvorsorge, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten für eine private Altersvorsorge.

 

 

Standort bestimmen und persönlichen Weg finden

So wie die Entscheidung für einen Beruf eine individuelle Entscheidung darstellt und eine angemessene Phase der Planung und Überlegung erfordert, muss auch der Ruhestand gut geplant werden – auch wenn diese Zeit noch unendlich weit entfernt zu liegen scheint. Deshalb ist es sinnvoll, sich ausführlich beraten zu lassen, um eine passende Lösung zu finden.

 

Für immer mehr Menschen ist es darüber hinaus nicht nur wichtig, wie viel am Ende ausgezahlt wird, sondern ebenso, wo und wie ihr Geld während der langen Ansparphase für die spätere Altersvorsorge, eingesetzt wird. Wer sich hier für ökologische und ethische Geldanlagen entscheidet, investiert nicht nur in die eigene Zukunft, sondern genauso in eine intakte Natur und in eine gerechtere Welt.

 

Eine nachhaltige Altersvorsorge ist kein Produkt von der Stange. Deshalb ist es sinnvoll, frühzeitig mit einem erfahrenen Experten, wie Grünes Geld, die passende Lösung zu finden. Als unabhängiger Finanzberater und Spezialist für ökologische und ethische Geldanlagen ist Grünes Geld in der Lage, umfassend über sinnvolle Fördermöglichkeiten und steuerliche Aspekte der geplanten Altersvorsorge zu beraten. Dabei behält Grünes Geld stets im Blick, dass die Rendite der nachhaltigen Altersvorsorge für den Anleger ein relevantes Kriterium ist. Hier hat sich in der Praxis gezeigt, dass grüne Geldanlagen durchaus mit den Erträgen der konventionellen Angebote mithalten können.

 

 

Früher Vogel statt Vogel-Strauß – Ideen zur Altersvorsorge

Der frühe Vogel fängt de Wurm.

Ein altes Sprichwort besagt „Der frühe Vogel fängt den Wurm“. Wer mit dem Kopf jedoch im Sand steckt, hat keine Chance an den schmackhaften Wurm zu kommen. Daher lautet die Devise, ein geringes Renten-Niveau und zunehmende Altersarmut sind erste Themen, die mehr zu Eigeninitiative und Aktivität auffordern, als zu Schockstarre.

 

 

Eine gute Anlagemöglichkeit bieten Investmentfonds, denn die abgestimmte Auswahl unterschiedlicher Wertpapiere bietet Sicherheit und interessante Erträge zwischen sechs und acht Prozent. Darüber hinaus können Fonds für die Altersvorsorge zum Beginn der Rente mit niedrigeren Abgaben versteuert werden.

 

Eine weitere interessante Lösung für die Altersvorsorge ist die Grüne Privatrente, die als private Rentenversicherung bereits ab 50 Euro im Monat bedient werden kann. Während der Ansparphase von mindestens 12 Jahren profitieren Anleger von einem guten Zinseszins-Effekt. In dieser Zeit bleiben außerdem sämtliche Gewinne steuerfrei, bei der regelmäßigen Rentenauszahlung wird die geringere Ertragsanteilsbesteuerung angewendet, wer sich für eine komplette oder teilweise Auszahlung der Rente entscheidet spart durch das sogenannte Halbeinkünfte-Verfahren. Die mit 25 Prozent recht hohe Abgeltungssteuer kommt bei der Grünen Privatrente nicht zum Zug.

 

 

Planung und Beratung sind Trumpf

Wer sich früh für eine private Altersvorsorge entscheidet, hat eine lange Einzahlungsphase vor sich. Entsprechend ist es möglich, mit geringen Beiträgen anzufangen. Generell hat sich die Faustregel bewährt, rund zehn Prozent des Einkommens in die private Altersversorgung zu investieren. Wer selbstständig arbeitet, sollte mindestens das Doppelte einkalkulieren.

 

Für eine umfassende Ruhestandsplanung, die auch Themen wie Patientenverfügung oder Erben & Schenken umfasst, können Sie auch einfach unseren Online-Ruhestands-Planer besuchen.

 

Wie das konkret aussehen kann, welche nachhaltigen Geldanlagen zu Ihnen passen und welche Art der Anlage für ihre persönliche Lebenssituation und ihre Vorstellungen von der Zukunft am besten geeignet sind, ermittelt Grünes Geld mit Ihnen zusammen. Gemeinsam finden wir Ihren Weg, um Vermögen für Ihre Altersvorsorge aufzubauen.

 

 

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

 

Frühjahrsgutachten der Immobilienwirtschaft warnt vor Preisblase im deutschen Markt

Freitag, 17. Februar 2017
Zusammenfassung: In ihrem jährlichen Frühjahrsgutachten warnen die Immobilienweisen des Wirtschaftsverbandes Zentraler Immobilien Ausschuss e. V. vor einer Immobilienblase in Deutschland. Besondere Hinweise dafür bilden die extremen Diskrepanzen zwischen Kauf- und Mietpreis in den sieben beliebtesten deutschen Metropolen. Besonders in München und Berlin werden die Preise sinken. Wer hier in Immobilien investiert, zahlt überteuerte Preise und wird mittelfristig keine entsprechenden Mieterträge realisieren können.

 

 

Immobilienbesitz gilt in deutschland als erstrebenswert.

Im vergangenen Jahr sorgte die deutsche Immobilienwirtschaft mit einem Investitionsvolumen von rund 52,9 Milliarden Euro für einen wichtigen wirtschaftlichen Stabilitätsfaktor im Land.

 

Immobilienbesitz ist in Deutschland nicht selbstverständlich, gilt jedoch innerhalb der Bevölkerung über alle Einkommens- und Altersklassen hinweg als durchaus erstrebenswert. Immobilieneigentum zählt damit zu den beliebtesten Werten der Deutschen. Rund die Hälfte der privaten Haushalte verfügt über Haus- und Grundbesitz, dazu zählen Ein- und Mehrfamilienhäuser, Eigentumswohnungen und Grundstücke. Aber auch Büro- und Industrieobjekte gelten als grundsolide und wertbeständige Geldanlage. Doch der vermeintlich sichere Immobilienmarkt hat durchaus seine Tücken.

 

Nun warnt auch der „Rat der Immobilienweisen“ des Zentralen Immobilien Ausschuss e. V. (ZIA) in seinem diesjährigen Frühjahrsgutachten vor einer großen Preisblase im deutschen Immobilienmarkt. Und diese Blase droht, so die Wirtschaftsauguren, bald zu platzen.

 

Das Gutachten der ZIA wird seit 15 Jahren jährlich herausgegeben. Zum Weisenrat gehören sowohl Verbandsmitglieder als auch Mitglieder der Bundesregierung. Die Frühjahrsprognosen sollen Transparenz in den bundesdeutschen Immobilienmarkt bringen und Grundlagen für die Weichen für die weitere Entwicklung dieses Wirtschaftszweiges stellen.

 

 

Steiler Preisanstieg in den Ballungsräumen

Wirtschaftsweise warnen vor einer Immobilienblase.

In den vergangenen Jahren sind die Preise für Immobilien in Deutschland rasant angestiegen. Kein Wunder, denn Angebot und Nachfrage bestimmen bekanntlich den Preis. Und während das Angebot generell limitiert ist, steigt die Nachfrage weiter an.

 

Besonders stark wird diese Entwicklung in den Ballungsgebieten spürbar. In vielen Großstädten ist die Miete für attraktive Wohnungen und Häuser auch für Gut- und Besserverdiener kaum noch bezahlbar. Auch die Kaufpreise sind in die Höhe geschossen. Der Zentrale Immobilien Ausschuss e.V., Interessensverband der Immobilienwirtschaft, bestätigt in seinem Gutachten einen Preisanstieg für Eigentumswohnungen von satten 37 Prozent gegenüber dem Jahr 2010. Dass diese Entwicklung immer schneller fortschreitet, zeigt die Preisentwicklung innerhalb eines Jahres: 2016 waren die Immobilienpreise verglichen mit dem Vorjahr bereits um 8,4 Prozent angestiegen. Entsprechend warnt der Verband vor vollkommen überzogenen Kaufpreisen. Diese Entwicklung kritisch im Blick, warnen Experten bereits seit Längerem vor einer Immobilienblase.

 

 

Schere zwischen mieten oder kaufen öffnet sich immer weiter

„Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr“, schrieb einst der Dichter Rainer Maria Rilke. Auf die heutige Marktsituation angepasst heißt das, mieten kommt vielfach günstiger als der Erwerb von Wohneigentum. Und diese Schere klafft, so der Frühjahrsbericht der Immobilienwirtschaft, immer stärker auseinander.

 

Sonderkonditionen mit den Grünes Geld NewsDabei bewerten die Immobilienexperten die extreme Kluft zwischen Miet- und Kaufpreisen als klares Signal für eine Blasenbildung, denn seit gut fünf Jahren steigen die Kaufpreise im Vergleich zu den Mieten sehr viel stärker an. So sind die Mieten seit 2010 um 9,4 Prozent angestiegen. 2016 fiel die Mietsteigerung mit 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr eher moderat aus.

 

Insgesamt bewerten die Experten die durchschnittlichen Preise für Immobilien deutschlandweit im Vergleich zu den Mietpreisen als rund 16 Prozent zu teuer. Noch extemer sieht das Bild in den Großstädten aus. Hier liegen die Kaufpreise unverhältnismäßig über den entsprechenden Mietpreisen. Spitzenreiter ist hier München. In der bayerischen Hauptstadt ist „eigener Herd“ wirklich „Goldes wert“, denn Kaufwillige müssen rund 75 Prozent mehr für eine Immobilie hinblättern, als es gegenüber dem Mietniveau angemessen wäre. In der Bundeshauptstadt Berlin und der Schwaben-Metropole Stuttgart sind es noch saftige 50 Prozent, Frankfurt und Hamburg liegen mit 40 Prozent höherem Kaufpreis als gerechtfertigt ebenfalls weit vorne, immerhin 36 Prozent zu viel zahlen Kaufwillige in Köln.

 

Warum bevorzugen dennoch weiterhin viele den Immobilienkauf gegenüber der Miete? Mentalitätsgründe sind sicher nur ein Teil der Wahrheit, denn in einer immer mobiler werdenden Arbeitsgesellschaft spielen Haus- und Wohnungseigentum keine übergeordnete Rolle mehr. Besonders jüngere Menschen stehen dem Immobilienerwerb nicht mehr so positiv gegenüber wie die ältere Generation.

 

Interessanter sind hier sicher die wirtschaftlichen Aspekte. Da sind zum einen die anhaltend niedrigen Zinsen. Diese machen die Finanzierung einer Immobilie durchaus interessant. Zum anderen rechnen Immobilienkäufer allerdings mittelfristig mit einer weiteren Verknappung von attraktiven Objekten und einem starken Anstieg der Mietpreise. Ist das wirklich der Fall, sparen sich Immobilienbesitzer den hohen Mietzins. Anleger, die ihre Immobilie vermieten rechnen mit sicheren und steigenden Einnahmen. Dies ist jedoch, so die Immobilienexperten, ein Trugschluss.

 

 

Infrastrukturelle Entwicklung im Blick

Sicher werden Großstädte wie München und Berlin auch zukünftig beliebt sein, jedoch haben gerade hier in den letzten Jahren Politik und Wirtschaft auf die starke Nachfrage reagiert und viele neue Wohnungen gebaut. Mittelfristig gehen die Experten davon aus, werden die Mieten bei Neuverträgen hier wieder sinken, da der Zuzug ebenfalls nachlasse.

 

Neben den klassischen Boom-Regionen nimmt dagegen der Zuzug und entsprechend die Nachfrage in Städten zu, die bislang auf dem Immobilienmarkt nicht ganz oben auf der Agenda standen. Dazu zählen Leipzig und Rostock in Ostdeutschland sowie Erlangen und Regensburg in Süddeutschland.

 

 

Überblick behalten – nachhaltig investieren

Immobilien können eine interessante Geldanlage sein. Das Frühjahrsgutachten der Immobilienwirtschaft zeigt aber auch, wie wichtig es ist, die aktuellen Entwicklungen stets im Blick zu behalten und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen.

 

Auch im Immobiliengeschäft werden Nachhaltigkeitsfaktoren immer wichtiger. Viele umweltschonende Baumaßnamen ermöglichen einen niedrigen Energieverbrauch. Davon profitiert nicht nur das Klima, auch Bewohner freuen sich über geringe Nebenkosten. Wer also also in Erneuerbare Energien investiert, unterstützt den Ausbau wichtiger Infrastruktur – auch ohne den direkten Kauf von Immobilien.

 

Grünes Geld, unabhängiger Berater für nachhaltige Geldanlage, hat mehr als 300 ethische und ökologische Investments im Angebot, die eine solide Wertentwicklung versprechen. Lassen sie sich beraten und finden Sie mit uns Ihre passende Geldanlage.

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

Garantiezins Lebensversicherung 2015: Welche Sparten betrifft es, was bedeutet es für Sie?

Dienstag, 07. Oktober 2014

 

Der Garantiezins für die Lebensversicherung 2015 sinkt für alle Gesellschaften in Deutschland ab. Das betrifft natürlich auch unsere im Angebot befindlichen, nach ethisch-ökologischen Gesichtspunkten anlegenden Gesellschaften. In diesem Artikel wollen wir die wichtigsten Fragen dazu beantworten.

 

Was ist der Garantiezins überhaupt?

In verschiedenen Versicherungssparten wird der Sparanteil der eingezahlten Versicherungsbeiträge zu dem bei Vertragsabschluss festgelegten Garantiezins verzinst. Der Sparanteil ist dabei der eingezahlte Beitrag minus der Kosten. Dieser Garantiezins wird von den Gesellschaften dann über die komplette Vertragsdauer tatsächlich eingehalten, das ist meist über viele Jahrzehnte. Die Gesellschaften dürfen dabei nicht einen selbst gewählten, möglicherweise viel zu hoch angesetzten Garantiezins verwenden. Es gibt einen gesetzlich vorgeschriebenen Höchstrechnungszins. Nur dieser darf maximal verwendet werden. Die meisten Gesellschaften verwenden diesen Höchstrechnungszins als Garantiezins in ihren Verträgen. Eine Absenkung des gesetzlich vorgegebenen Höchstrechnungszins wirkt sich deshalb bei praktisch allen Gesellschaften aus.

 

Im Gegensatz zum Garantiezins, können die Gesellschaften höhere Zinsen durch erwirtschaftete Überschüsse in den Verträgen gutschreiben. Die Auszahlungen der Kunden haben also in den meisten Fällen einen höheren Zinssatz erzielt, als nur den Garantiezins.

 

Und was passiert mit dem Garantiezins für Lebensversicherungen in 2015?

Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase wird es für die Gesellschaften immer schwieriger, gute Zinssätze zu erzielen. Es geht ihnen ähnlich wie dem normalen Sparer. Deshalb wurde beschlossen, dass für neu abgeschlossene Verträge ab dem 1.1.2015 nur noch ein niedrigerer Garantiezins versprochen werden darf.

Er sinkt von aktuell 1,75% auf dann 1,25% pro Jahr

Hier die historische Betrachtung:

01.01.1980: 3 Prozent
01.07.1986: 3,50 Prozent
01.07.1994: 4 Prozent
01.07.2000: 3,25 Prozent
01.01.2004: 2,75 Prozent
01.01.2007: 2,25 Prozent
01.01.2012: 1,75 Prozent
01.01.2015: 1,25 Prozent

 

Auf welche Sparten wirkt er sich aus?

Prinzipiell auf alle Sparten in denen der Garantiezins zur Anwendung kommt – das ist mehr als man auf Anhieb erwarten würde. Zum einen sind das die klassischen Lebensversicherungen, bei denen die Gesellschaft in der Ansparphase mit dem Garantiezins arbeitet. Ebenso bei klassischen Rentenversicherungen, bei denen zusätzlich auch in der Rentenphase mit dem Garantiezins gearbeitet wird. Aber auch bei fondsgebundenen Rentenversicherungen, bei denen in der Ansparphase das Kapital in frei wählbaren Investmentfonds angelegt wird, hat es Auswirkungen: die Rentenphase wird nämlich meist durch den Versicherer verwaltet, es gilt der Garantiezins. Und auch bei Optionen wie zum Beispiel der Beitragsgarantie zählt der Garantiezins. Insgesamt trifft es folgende Sparten:

 

– klassische Lebensversicherung

– klassische Rentenversicherung

– fondsgebundene Rentenversicherung

– Riester-Renten

– Basisrenten (Rürup)

– betriebliche Altersvorsorge (Direktversicherungen)

– Pflegeversicherungen

– Berufsunfähigkeitsversicherungen

– Erwerbsunfähigkeitsversicherungen

– …

 

Wie wirkt es sich in konkreten Zahlen aus?

Die konkreten Zahlen sind natürlich in jedem Einzelfall anders, aber aufgrund der expotenziellen Eigenschaften des Zinseszins-Effektes ist die Absenkung um 0,5 Prozentpunkte pro Jahr gewaltig. Hier Beispiele von Helvetia:

 

 

Garantiezins-Lebensversicherung-2015

Unverbindliches Rechenbeispiel Garantiezins Lebensversicherung 2015

 

Der relativ klein anmutende Zinsunterschied macht am Ende also einen Verlust von bis zu 19% aus.

 

Garantiezins Lebensversicherung 2015: Wer sollte reagieren?

Jeder der noch Lücken im Rahmen seiner Altersvorsorge oder der Absicherung gegen die Risiken Berufsunfähigkeit, Erwerbsunfähigkeit oder Pflegefall hat, sollte noch vor Dezember 2015 prüfen. Denn klar ist: Ein Abschluss im Jahr 2015 wäre ärgerlich, hätte man sich die besseren Konditionen des Jahres 2014 noch sichern können.

 

Besitzer von laufenden Verträgen, die bereits in der Vergangenheit abgeschlossen wurden, sollten die Vertragssituation ebenfalls prüfen. Abhängig von der Vertragsgestaltung kann es auch für Sie sinnvoll sein, einen gewünschte höhere Absicherung bereits in 2014 durchzuführen. Eine spätere Erhöhung in 2015 oder noch später wird möglichweise mit niedrigeren Garantiezinsen bestraft.

 

Achtung: Es wird mit einem hohen Interesse der Kunden gerechnet. Damit sichergestellt ist, dass ein Vertrag auch wirklich noch in 2015 zustand kommt, sollte der entsprechende Antrag bis Ende November eingereicht werden.

 

 

 

jetzt-informieren-garantiezins-lebensversicherung-2015

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Geld erfolgreich anlegen: Was ist zu beachten?

Donnerstag, 11. September 2014

Wer Geld zur Verfügung hat, das aktuell nicht benötigt wird, möchte es so anlegen, dass es möglichst sicher ist und möglichst auch eine gute Rendite bringt. Die negativen Erfahrungen, die einige Bankkunden in den vergangenen Jahren mit ihren Geldanlagen machen mussten, haben dazu geführt, dass die Kunden misstrauischer geworden sind. Für viele Menschen spielen bei der Geldanlage neben Sicherheit und Rendite auch ethische Aspekte eine Rolle, die sie durch alternative Geldanlagen verfolgen möchte.

Geld anlegen mit Perspektive und ethischem Anspruch

Mehr dazu im E-Book Geld anlegen auf http://www.meinegeldanlage.com.

 

Wenn Geld über einen längeren Zeitraum angelegt werden soll, ist die Planung wichtig. Der Anleger solle sich darüber klar werden, ob er bereit ist, für höhere Erträge Risiken einzugehen und ob und wann ein bestimmter Betrag zur Verfügung stehen sollte. Nachhaltige Geldanlagen bewirken, dass die finanzielle Zukunft gut überlegt abgesichert wird. Wer dazu noch darauf achtet, dass mit den Investitionen bestimmte ethische Ziele verfolgt werden, tätigt in doppeltem Sinn nachhaltige Geldanlagen und kann seine Erträge mit ruhigem Gewissen genießen.

 

Die Zukunft nicht nur für sich selbst sichern

Wer mit seinem Ersparten oder Mitteln aus einer Erbschaft nicht nur sich selbst etwas Gutes tun möchte, sondern auch an die Umwelt und seine Mitmenschen denken will, kann Projekte fördern, die diese Ziele unterstützen. Eine alternative Geldanlage, mit dem der Ausbau alternativer Energien gefördert oder eine Verbesserung der weltweiten Ernährungssituation verbessert werden soll, kann durchaus gute Rendite bringen. Viele Informationen zu alternativen Geldanalgen gibt es im Internet. Wer seine Geldanlage gut plant, kann damit auch Gutes tun und wichtige Projekte für die Zukunft aller Menschen auf den Weg bringen.