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Nachhaltige Staaten – Skandinavien hat die Nase vorn

Dienstag, 31. Januar 2017
Zusammenfassung: Nachhaltigkeit – Kaum ein anderer Begriff hat so stark an Bedeutung gewonnen. Mit Recht, denn Nachhaltigkeit ist überlebenswichtig geworden. Um die Zukunft „enkelgerecht“ zu gestalten, also unsere Lebensgrundlagen für kommende Generationen zu erhalten, haben die Vereinten Nationen Entwicklungsziele für alle Staaten verabschiedet. Bislang hat kein Land dieser Erde diese Ziele vollständig erreicht. Auf einem guten Weg befinden sich unter anderem die skandinavischen Staaten, Deutschland nimmt mit Rang 6 eine gute Position ein.

 

 

Nachhaltigkeit: Die Welt auch für kommende Generationen erhalten!

Nachhaltigkeit – kaum ein anderes Schlagwort hat in den vergangenen Jahren so an Bedeutung gewonnen. Einfach erklärt besagt Nachhaltigkeit, dass nur soviel verbraucht werden darf, wie wieder bereitgestellt (nachgehalten) werden kann –  ein Prinzip, das in der Forstwirtschaft angewendet wird und bei dem nur soviel Holz entnommen werden darf, wie Bäume nachgepflanzt werden. In der modernen Debatte um den Fortbestand unseres Planeten hat sich der Begriff der Nachhaltigkeit weiterentwickelt und bezeichnet die Art des Wirtschaftens, das die Chancen der kommenden Generationen nicht verschlechtert.

 

Die Beurteilung der Nachhaltigkeit ist, angesichts der globalen Klimakrise und den extremen Unterschieden zwischen arm und reich, ein bedeutender Faktor in der Beurteilung von Entwicklungen, Entscheidungen, Produkten aller Art, aber auch von Staaten geworden.

 

 

Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen

2015 haben die Vereinten Nationen auf dem Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung 17 Ziele beschlossen, die bis 2030 weltweit umgesetzt werden sollen. Alle Staaten sind dabei aufgefordert, eine nachhaltige Entwicklung auf wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Ebene zu sichern. Das bedeutet konkret, dass bei gleichzeitigem Wirtschaftswachstum ein stabiles ökologisches System erhalten werden muss. Außerdem sind die Staaten gefordert, das Auseinanderdriften der Gesellschaft aufzuhalten und Gleichberechtigung, Bildung und Chancengleichheit zu fördern. Darüber hinaus wird die Verantwortung der Staaten betont, für die Ernährungssicherheit, Wasser- und Sanitärversorgung sowie den Zugang zu nachhaltiger und moderner Energie Sorge zu tragen.

 

2016 wurde der erste SDG-Index (Sustainable Development Goals) für die UN-Nachhaltigkeitsziele veröffentlicht. Demnach sind noch alle Länder weit vom Ziel entfernt. Während sich die Industrienationen noch in den Bereichen des nachhaltigen Konsums und der damit verbundenen Entlastung von Umwelt und Klima schwer tun, haben Entwicklungsländer auch weiterhin mit der Eindämmung von Hunger und Armut zu kämpfen.

 

Spitzenreiter beim Erfüllen der UN-Nachhaltigkeitsvorgaben sind die skandinavischen Länder. Schweden, Dänemark und Norwegen belegen die drei Spitzenplätze.

 

 

Nachhaltigkeitsratings für die Finanzmärkte

Nachhaltigkeitsratings haben sich auch zu einem Faktor für die Finanzmärkte entwickelt. Ratingagenturen bewerten dafür die einzelnen Staaten nach Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekten (ESG-Analyse) und liefern Informationen über die jeweilige soziale und ökologische Performance. So können nachhaltige Anlagekonzepte entwickelt und die Chancen innerhalb der Märkte optimal genutzt werden.

 

 

Mustergültiges Skandinavien

Gesunde Wälder – aber auch Schweden muss seinen CO2-Ausstoß reduzieren.

Die Nachhaltigkeit von Staaten wird nach Faktoren wie etwa Bürger- und Menschenrechte, nationale Klimapolitik und dem Verbreitungsgrad von Korruption bewertet. Dazu existieren verschieden Indices, die – unter Berücksichtigung von rund 140 Indikatoren (Sustainable Governance Indicators) – die Zukunftsfähigkeit der Staaten bewerten. Der „Policy Performance Index“ misst dabei den Reformbedarf eines Landes und vergleicht systematisch die ökonomische, soziale und ökologische Nachhaltigkeit. „Quality of Democracy Index“ untersucht die rechtsstaatlich-demokratischen Rahmenbedingungen des Landes und bewertet deren Qualität. Der „Governance Index“ nimmt die Reformfähigkeit des Landes unter die Lupe und untersucht die Leistung der Regierung sowie die Beteiligung und Kontrolle durch Bürger, Parlament und gesellschaftliche Gruppierungen.

 

Innerhalb dieser Bewertungsraster schneiden die Länder Nordeuropas vorbildlich ab. Ihr Vorteil: Gerade im Bereich der gesellschaftlichen Gleichstellung verfügen die Skandinavier über ein gewachsenes Selbstverständnis. Auch in der Bildungspolitik verzeichnen die Nordeuropäer gute Erfolge. Wie alle europäischen Staaten müssen aber auch Schweden, Dänemark und Norwegen ihren CO2-Ausstoß weiter reduzieren.

 

 

Schweden

Schweden wird auf den ersten Blick schnell mit positiven ökologischen und sozialen Werten in Zusammenhang gebracht – weite Waldflächen, ein solides Bildungssystem, eine lange Tradition in Sachen Gleichberechtigung. Aber ganz ohne eigene Anstrengungen geht es auch in Schweden nicht und diese Anstrengungen zu unternehmen, scheuen sich die Nordeuropäer nicht.

 

Schweden hat die Zeichen der Zeit früh erkannt und ist mit der Gestaltung einer nachhaltigen Gesellschaft bereit seit 1999 beschäftigt. 2001 veröffentlichte die Regierung eine nationale Nachhaltigkeitsstrategie, die ein fester Bestandteil der Regierungsarbeit bildet. In jedem Herbst veröffentlicht die Regierung neue Vorschläge für mehr ökologische Nachhaltigkeit. Diese haben einigen Erfolg, denn Schweden liegt mit einem CO2-Ausstoß von durchschnittlich 5,17 Tonnen pro Jahr und Person deutlich unterhalb des europäischen Durchschnitts von 8,33 Tonnen. Kein Wunder, denn das Land setzt konsequent auf Erneuerbare Energien: 22,7 Prozent der Energieversorgung stammt bereits aus regenerativen Quellen (europäischer Durchschnitt bei 11,7 Prozent). Der Anteil fossiler Energieträger beträgt nur noch 9,5 Prozent (europaweiter Durchschnitt bei 51,7 Prozent).

 

 

Dänemark

Auch in unserem nordeuropäischen Nachbarland Dänemark ist Nachhaltigkeit ein wichtiger Bestandteil der Landespolitik. Die Dänen setzen diese im Sinne der Agenda 21 fortschreitend um und integrieren ihren Nachhaltigkeitsansatz dabei nicht nur in die Umweltpolitik. Die Prinzipien werden auch in der Forstwirtschaft, im Verkehrswesen, in der Energieversorgung sowie in der Industrie umgesetzt. 2001 hat das dänische Parlament seine nationale Nachhaltigkeitsstrategie erklärt. Diese umfasst auch eine grüne Steuerreform und die Halbierung des Konsums innerhalb der kommenden 50 Jahre. 43,1 Prozent der Energie stammt in Dänemark bereits aus erneuerbaren Quellen; von der Atomenergie haben sich die Dänen bereits 1985 verabschiedet und 2003 die letzte Anlage stillgelegt. Mit 7,24 Tonnen CO2-Ausstoß pro Person und Jahr liegt Dänemark zwar noch unterhalb des Durchschnitts in Europa, hat aber noch Optimierungsspielraum.

 

 

Norwegen

Auch Norwegen hat sich bereits mit dem Aktionsplan Agenda 21, der aus der UN-Konferenz von Rio 1992 und der Rio-Nachfolgekonferenz entstanden ist, auf den Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung ihrer Gesellschaft begeben. Norwegen liegt mit 7,8 Tonnen durchschnittlichen CO2-Ausstoß nur knapp unter dem europäischen Mittel. In Sachen Energiegewinnung setzt Norwegen mit 92,7 Prozent auf Wasserkraftwerke.

 

 

Nachhaltig Investieren leicht gemacht

Wer sein Geld nachhaltig anlegen will, baut auf ethische und ökologische Investments in Branchen und Märkten, die sich für den Erhalt von Menschenrechten, Umwelt und Klima einsetzen. Aber es ist in der vernetzten globalen Wirtschaft nicht immer leicht, den Überblick über die vielfältigen Verflechtungen in den Wirtschafts- und Finanzmärkten zu behalten. Gut, wenn man sich dann auf einen erfahrenen Finanzberater verlassen kann, der die hohen Ansprüche an ethisch-soziale Geldanlagen teilt. Grünes Geld, unabhängiger Finanzberater und Spezialist für nachhaltige Geldanlagen, hat mehr als 300 geprüfte Geldanlagen im Angebot.

 

 

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

 

 

SAP Nachhaltigkeitstag mit RobecoSAM

Freitag, 18. Dezember 2015

 

 

SAP wurde bereits 1972 gegründet, ist das größte außeramerikanische Softwareunternehmen und unterstützt mit seinen rund 75.000 Mitarbeitern Unternehmen weltweit bei sämtlichen Geschäftsprozessen. In Rankings nimmt SAP die Spitzenposition im Bereich Nachhaltigkeit in der Softwarebranche ein. Doch wie nachhaltig verhält sich SAP wirklich, wie weit ist Nachhaltigkeit bereits in der DNA und in den Köpfen der Mitarbeiter verankert? Um dieser Frage nachzugehen, hat RobecoSAM für einen Tag interessierte Fachbesucher am 2. Dezember 2015 zu SAP eingeladen, darunter Grünes Geld Geschäftsführer Gerd Junker.

 

 

 

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Zentrale des Nachhaltigkeitsführers SAP in Walldorf am 2. Dezember 2015 (Bild: Grünes Geld GmbH)

 

 

 

 

RobecoSAM – die Nachhaltigkeits-Informationsflut strukturieren

Das in Zürich ansässige SAM Beratungshaus wurde vor wenigen Jahren vom holländischen Finanzriesen Robeco übernommen und heißt seitdem RobecoSAM. RobecoSAM ist einer führenden Anbieter von Nachhaltigkeitsresearch für die Finanzbranche und wertet öffentliche und nicht-öffentliche Informationen zu großen börsennotierten Unternehmen aus, um daraus eine Bewertung der Nachhaltigkeit eines spezifischen Unternehmens zu erzeugen. RobecoSAM ist 20 Jahre am Markt und beschäftigt rund 130 Mitarbeiter.

 

Von RobecoSAM werden rund 3.000 Unternehmen weltweit jährlich Nachhaltigkeits-Fragenkataloge zugesendet. Die Fragenkataloge sind sehr umfangreich und die Antworten vertraulich. Sie bilden die Basis für das Nachhaltigkeitsrating.

 

Aushängeschild ist das Nachhaltigkeitsresearch für einen der bekanntesten Nachhaltigkeits-Indizies, den Dow Jones Sustainability Index (DJSI), der aktuell rund 320 Aktien-Titel beinhaltet, die in 59 definierten Industrien zu den jeweils 10 Prozent der nachhaltigsten Unternehmen dieser Industrien gehören.

 

Seit 1997 werden eigene nachhaltige Investmentprodukte von RobecoSAM gemanagt. Jedes SAM Produkte erfüllt entsprechend die hauseigenen Nachhaltigkeitskriterien. Aber auch das Mutter-Unternehmen, Robeco, profitiert davon. Denn als einige der wenigen Banken in Europa gelten (abgeschwächte) ESG Kriterien für alle Produkte von Robeco. ESG steht für die Berücksichtigung von Enviromental, Social und Governance Kriterien.

 

SAP: Nachhaltigkeit ganz konkret

 

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Gruppe von Nachhaltigkeitsexperten bei SAP 5.12.2015

SAP führt jährlich eine Befragung unter allen Mitarbeitern des Konzerns durch. Während bei der ersten Befragung zum Thema Nachhaltigkeit das nur für 77 Prozent der Mitarbeiter wichtig war, waren es bei der letzten Befragung 2014 bereits 90 Prozent. Das Thema ist also in den Köpfen der Mitarbeiter angekommen.

 

2008 wurde der erste Nachhaltigkeitsbericht von SAP veröffentlicht, der dann ab 2012 in den allgemeinen Geschäftsbericht integriert wurde.

 

Auch von der Überwachung der Nachhaltigkeits-Kennzahlen ist eindrucksvoll umgesetzt. Das Softwareunternehmen hat ein Dash-Board entwickelt, in dem jeder SAP Mitarbeiter Nachhaltigkeitskennzahlen wie den Energieverbrauch vom Gesamtunternehmen, aber auch von den Abteilungen bis zu 4 Ebenen unterhalb des Vorstandes aktuell betrachten kann.

 

Und auch im direkten Umgang mit den Mitarbeitern lässt sich Nachhaltigkeit erahnen. Bei SAP sind neben den Getränken auch die Speisen der Mitarbeiter in der Kantine gratis, es gibt ausreichen Ruhezonen und stockwerksweise Kaffee-Bars mit Bedienung und gratis Kaffee- / Teegetränken. Der Mitarbeiterzufriedenheit, ebenfalls jährlich durch Fragen ermittelt, steigt. Seit dem Tiefpunkt von rund 70 Prozent vor wenigen Jahren werden jetzt wieder rund 90 Prozent erreicht (Branchenschnitt: ca. 60 Prozent).

 

SAP, RobecoSAM – was bringt der Ansatz?

 

Soziales und ökologisches lässt sich nur schwer messen. Zu unterschiedlich sind die Ansätze, zu unterschiedlich ist das, was gemacht wird. Zu unterschiedlich sind auch die Sichtweisen in den unterschiedlichen Ländern: während wir in Deutschland froh sind, der Atomkraft ein Ende gesetzt zu haben, gilt Atomkraft in den USA teilweise als umweltfreundlich, weil CO2 vermeidend.

 

RobecoSAM’s Ansatz ist Best-in-Class, man unterteilt also alle Unternehmen in Branchen. bewertet die Unternehmen und stellt eine Rangfolge innerhalb dieser Branche auf. Vorteil: man motiviert Unternehmen aller Branchen, mehr für die Nachhaltigkeit zu tun, in der Folge in der Nachhaltigkeits-Rangliste aufzusteigen und damit schließlich mehr Investoren-Gelder anzuziehen. Bei vielen anderen Ansätzen, bei denen Branchen außen vor bleiben, gibt es für die ausgeschlossenen überhaupt keine finanzielle Motivation, nachhaltiger zu werden.

 

Entsprechend gibt es bei RobecoSAM eine Branche für Softwareunternehmen wie SAP, innerhalb dieser die Unternehmen bewertet und ge-rankt werden. SAP steht aktuell dort auf dem Sonnenplatz, es gilt für RobecoSAM als nachhaltigstes Unternehmen seiner Branche. Die Umsetzung bei SAP ist professionell, Nachhaltigkeit in den Unternehmensleitlinien und im Management verankert. Der zuständige Vorstand fährt beispielsweise einen Elektro-BMW i3 oder es wurde eine Mitfahr-Software für die SAP Mitarbeiter eingeführt, die mittlerweile hohe Summen an CO2 Emissionen einspart.

 

Von daher ist der Best-in-Class Ansatz, wie hier gelebt, sinnvoll und bringt etwas. Er hilft, mehr Nachhaltigkeit im Alltag und bei mehr Unternehmen zu etablieren.

 

Wer noch dedizierter sein will, investiert jeodch gezielter. Also lieber direkt in Unternehmen, die Windräder, Photovoltiakzellen oder Dämm-Materialien herstellen. Oder er geht in Projekte, beteiligt sich an Kraftwerksparks für Erneuerbare Energien oder an Aufforstungsprojekten. Aber Vorsicht: je enger mein Investitionsziel, um so höher die Risiken. Aber umso höher auch die Chancen, finanziell wie ethisch-ökologisch.

 

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Nachhaltigkeit bei Geschäftsbanken enttäuschend

Donnerstag, 01. März 2012
Banken

Geschäftsbanken schneiden bezüglich Nachhaltigkeit katastrophal ab.

Zu einem besonders enttäuschendem Ergebnis musste Oekom Research kommen, nachdem sie 294 Geschäftsbanken aus fast 40 Ländern auf Nachhaltigkeit analysiert hatten: Keine einzige Bank stellte sich als eine nachhaltige Bank heraus. Egal welcher Geschäftsbereich betrachtet wurde, sei es Kreditvergabe oder internationale Projektfinanzierung; Banken haben vielfältige Möglichkeiten eine nachhaltige Entwicklung zu fördern, doch diese Möglichkeiten werden nur in den seltesten Fällen auch ausgenutzt.

 

Von den insgesamt 294 Banken schafften ausschließlich 23 Stück (das sind 7,8%) im aktuellen Branchenrating den Primestatus. Dieser Status besagt, dass die Banken die Mindenstanforderungen an das Nachhaltigkeitsmanagement erfüllt haben. Generell war es nur 73 Banken möglich, sich für ein detailliertes Nachhaltigkeitsrating zu qualifizieren. Eingestuft wurden die bewerteten Banken anhand einer Skala von A+ (beste Note) bis hin zu D- (schlechteste Note). Die HVB Group erreichte die Note C+ und war die beste unter den bewerteten Banken. Platz 2 und 3 gingen an die australische Westpac und die belgische Dexia. Beide erhielten ebenfalls die Note C+.

 

Insgesamt 29 Banken sind es, die von den G20-Staaten als systemrelevant anerkannt worden sind. Äußerst erschütternd ist die Feststellung, dass keine einzige dieser Banken großen Wert auf Nachhaltigkeit legt. Ausschließlich sechs der 29 Banken wurden mit einem Prime Status belegt. Zu diesen Banken gehören unter anderem die Deutsche Bank, die belgische Dexia und die britische Lloyds Banking Group. 11 der 29 Banken erhielten ein sehr schlechtes Rating für ihr Nachhaltigkeitsmanagement.

 

Fazit ist somit, dass alle großen Geschäftsbanken von dem Status „nachhaltige Banken“ noch sehr weit entfernt sind. Wer auf Banken mit gutem Nachhaltigkeitsmanagement vertrauen möchte, sollte daher den Weg zu Umweltbanken suchen.

Deutsche Bank stürzt im Nachhaltigkeits-Ranking ab

Donnerstag, 23. Februar 2012
Deutsche Bank

Die Deutsche Bank fiel beim Ranking rapide von Platz 10 auf Platz 24.

Alle zwei Jahre findet von der internationalen Nachhaltigkeitsratingagentur Sustainalytics eine Auswertung statt, die besagt wie nachhaltig DAX-Unternehmen wirtschaften. Bewertet wird dabei anhand der Kriterien Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung. Die Studie gehört zu den umfangreichsten und aussagekräftigsten Studien ihrer Art. Unternehmen mit einer schlechten Platzierung haben nur eine geringe Chance in Umweltfonds und Soziale Fonds aufgenommen zu werden.

 

Platz 1 und 2 der nachhaltigsten DAX-Unternehmen gehen wie bereits vor zwei Jahren an BMW und Henkel. BMW besticht vorallem durch einen erneut geringeren CO2-Ausstoß seiner Fahrzeuge sowie einer umweltfreundlicheren Produktion. Henkel punktet anhand von weiter gesteigerten Standards bei Zulieferern.

 

Der große Verlierer des diesjährigen Ratings ist die Deutsche Bank.  Sie fiel von Platz 10 auf Platz 24 und ist somit alles andere als eine nachhaltige Bank. Als Grund dafür nannte der Sustainalytics-Analyst Klug vorallem „kontroverse Geschäftstätigkeiten, die zuletzt auch für Schlagzeilen in den Medien gesorgt hatten“. Punktemäßig blieb die Deutsche Bank auf fast dem selben Stand wie vor 2 Jahren, während die meisten anderen DAX-Unternehmen hingegen an Punkten gewinnen konnten.

 

Die Schlusslichter des Ratings sind mit Platz 28, 29 und 30 die Unternehmen Commerzbank, Fresenius Medical Care und Fresenius.

 

Mit Platz 24 und Platz 28 liegen die im DAX vertretenen Banken deutlich weit hinten. Als nachhaltige Banken sind sie überhaupt nicht zu bezeichnen. Viele Kunden bemerken dies, daher steigt die Interesse an Umweltbanken wie Ethikbank, Umweltbank oder GLS Bank immer mehr. Einen Vergleich der Umwelt Banken haben wir bereits im November 2011 an dieser Stelle gezogen.

 

Hier die komplette Rating-Liste:

 

 

Gesamtrang 2011 Unternehmen         Punkte 2011       
1 BMW 83,0
2 Henkel 81,7
3 Volkswagen 79,1
4 Eon 77,7
5 SAP 77,4
6 Munich Re 77,2
7 BASF 76,4
8 Dt. Telekom 76,0
9 RWE 75,5
10 Deutsche Börse 73,9
11 Linde 73,4
12 Metro 72,3
13 Adidas 72,2
14 Merck 71,0
15 Deutsche Post 70,8
16 Bayer 70,5
17 Allianz 69,8
18 MAN 68,4
19 Daimler 68,3
20 Dt. Lufthansa 68,1
21 Siemens 67,7
22 Infineon 67,4
23 Heidelb. Cement 64,8
24 Deutsche Bank 64,8
25 Beiersdorf 64,5
26 K+S 64,2
27 ThyssenKrupp 63,9
28 Commerzbank 62,5
29 FMC 57,8
30 Fresenius 54,5