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17 Nachhaltigkeitsziele – Schritt für Schritt zum Ziel

Freitag, 20. Juli 2018
Zusammenfassung: 2015 haben die Vereinten Nationen einen ambitionierten Katalog für eine nachhaltigere Entwicklung weltweit verabschiedet. Die 17 formulierten Nachhaltigkeitziele sollen die dringlichsten globalen Baustellen angehen und bis zum Jahr 2030 sichtbare Ergebnisse liefern.

 

Ziele zur nachhaltigen Entwicklung der – UN-Masterplan für die Zukunft

 

Nachhaltigkeit ist das Gebot der Stunde – weltweit! Daher haben die Vereinten Nationen 17 Ziele formuliert, um die Grundlagen einer besseren sozialen und ökologischen Gesellschaft zu schaffen und zugleich Entwicklung, Bildung und Fortschritt zu stärken.

 

Ehrgeizige Ziele, die die Staatengemeinschaft bis zum Jahr 2030 umsetzen will. Mit dieser Agenda begegnen die Vereinten Nationen den großen Herausforderungen unserer Zeit, der Bekämpfung von Hunger, Mangelernährung und Armut, dem Ausbau des Zugangs zu klimafreundlichem Strom, sauberem Wasser sowie dem forcierten Kampf gegen die Auswirkungen der fortschreitenden Erderwärmung.

 

Verabschiedet wurden die Ziele zur nachhaltigen Entwicklung (Sustainabilty Development Goals, kurz SDGs) im Jahr 2015 von der UN-Vollversammlung. Innerhalb von 15 Jahren – so der Plan – sollen die in 17 Punkten und insgesamt 169 Unterpunkte formulierten Ziele erreicht werden. Hauptanliegen ist es, die Zukunft des Lebens auf diesem Planeten auch für die kommenden Generationen sicherzustellen. Daher stehen die absoluten Basics auf den ersten Plätzen der 17 Ziele: Bekämpfung von Hunger und Armut – kurzum der Weg in die Zukunft ist kein Weg, den die Industrienationen alleine beschreiten können – keine Land darf zurückgelassen werden, alle haben ihren Beitrag zu leisten.

 

Dabei bilden die Nachhaltigkeitsziele die Nachfolge der vorangegangenen Millenniumsziele. Diese fokussierten jedoch in erster Linie die – zweifelsohne große – Verantwortung der Industrienationen. Diesmal werden auch die Entwicklungs- und Schwellenländer mit in die Pflicht genommen. Eine wichtige Erkenntnis, die aus den teilweise völlig verfehlten Entwicklungen der Millenniumsziele resultiert. Schließlich ist es nicht erstrebenswert, dass ärmere Länder auf dem Weg zu mehr Wohlstand und Nachhaltigkeit den Umweg der Industrienationen über Umweltzerstörung und Massenkonsum nehmen.

 

 

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Nachhaltige Staaten – Volksrepublik China

Freitag, 24. März 2017
Zusammenfassung: China, das Land der Mitte, ist ein Land der Extreme: Auf der einen Seite ein gewaltiger CO2-Ausstoß, auf der anderen Seite enorme Anstrengungen beim Ausbau Erneuerbarer Energien. Hochtechnisierte Industrienation mit ständig wachsenden Mega-Städten, gleichzeitig eine zunehmend vernachlässigte Landbevölkerung. Hohe Standards in der Bildung, niedrige in Sachen Menschenrechte. Bei der Bewertung der Erreichung der Nachhaltigkeitsziele nimmt China Rang 76 ein. Es bleibt abzuwarten, wie das Land seine Position weiter ausbaut.

 

 

Das traditionelle China-Bild …

Klimakrise, Naturzerstörung, Bevölkerungswachstum, ein immer tiefer werdender Graben zwischen Arm und Reich, Kriege um Rohstoffe, extreme Unterschiede, wenn es um Fragen von Demokratie, Gleichberechtigung und Bildung gibt. Die weltweiten Konflikte sind vielfältig und komplex.

 

Dennoch haben sich immerhin 193 Staaten in den Vereinten Nationen zusammengeschlossen und 2015 gemeinsam insgesamt 17 Ziele , detaillierter aufgeschlüsselt in insgesamt 169 konkrete Zielvorgaben, beschlossen, um eine globale nachhaltige Entwicklung voranzubringen. Alle Staaten sind dabei aufgefordert, bis 2030 geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um ein stabiles, sozial- und ökologisch verträgliches Wirtschafts- und Sozialsystem in ihrem Land sicher zu stellen. Ein wichtiges gemeinsames Anliegen ist es, die fortschreitende Erderwärmung wirksam zu stoppen. Konkretes Ziel ist es, die ansteigende Durchschnittstemperatur auf der Erde nicht höher als 2 Grad Celsius, verglichen mit dem vorindustriellen Zeitalter, ansteigen zu lassen.

 

Wie weit die einzelnen Staaten bei der Erreichung der Ziele bereits gekommen sind, soll regelmäßig evaluiert und im SDG-Index (Sustainable Development Goals) veröffentlicht werden. Dabei haben im ersten Jahr besonders die Länder Nordeuropas gut abgeschnitten. Dennoch sind auch die Nachhaltigkeits-Vorreiter noch von einem optimalen Wert entfernt. Die besondere Hürde ist hier, wie das hohe Konsumniveau nachhaltiger gestaltet werden kann. Am unteren Ende der Tabelle finden sich die ärmsten Länder der Erde wieder. Hier müssen in erster Linie Hunger, Wassermangel und wirtschaftliche Armut bekämpft werden. 

 

In unserer Serie haben wir bislang die Spitzenreiter aus Skandinavien, den deutschsprachigen Wirtschaftsraum, die USA sowie die MENA-Staaten vorgestellt. Mit einem Blick in das Reich der Mitte, nach China, beenden wir die Serie zu nachhaltigen Staaten.

 

 

China – das große Land der großen Gegensätze

… das moderne China – wachsende Millionen-Städte.

China, offiziell die Volksrepublik China, nimmt in der Rangliste der nachhaltigsten Staaten Platz 76 ein. Mit 1,37 Milliarden Einwohnern ist China das bevölkerungsreichste Land der Erde. Flächenmäßig nimmt China den vierten Platz hinter Russland, Kanada und den USA ein. Entsprechend seiner Ausdehnung und den daraus resultierenden unterschiedlichen topographischen Unterschieden, ist China ein Land der Extreme: Auf der einen Seite stehen 15 Metropolregionen, in denen jeweils mehr als 10 Millionen Menschen leben und die rasant weiter wachsen, zuletzt rund 2 Prozent pro Jahr. Auf der anderen Seite existieren sehr dünn besiedelte Gebiete, wie etwa die Innere Mongolei, wo noch ein sehr traditioneller Lebensstil gepflegt wird.

 

Chinas wirtschaftliche Einordnung hat sich in den vergangenen Jahren vom Schwellenland zu einer führenden Industrienation mit gewandelt. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt reiht sich China auf Platz 2 hinter den USA ein. China hat sich dabei sehr stark im HighTech-Bereich positionieren können.

 

Problematisch zu sehen sind allerdings weiterhin die autoritären politischen Strukturen im Land. Zensur und Menschenrechtsverletzungen stehen trotz der zunehmenden Öffnung des Landes noch immer an der Tagesordnung.

 

 

Dicke Luft in China

Atemmasken gehören zum alltäglichen Bild in den Großstädten.

Regelmäßiger Smog-Alarm – Menschen mit Schutzmasken – besonders die Bewohner der chinesischen Millionenstädte leiden unter der starken Luftverschmutzung. Dennoch ziehen Jahr für Jahr Tausende vom Land in die Metropolen, um am wirtschaftlichen Aufschwung und der rasanten technologischen Entwicklung teilzuhaben.

 

Als einer der führenden Industrienationen zeichnet China auch maßgeblich für einen hohen CO2-Ausstoß verantwortlich. Dabei ist der genaue Anteil schwer zu ermitteln. Schätzungen gehen von einer CO2-Emission zwischen 6 und 8 Tonnen jährlich pro Einwohner aus. Teilweise wird China auch gut ein Viertel der weltweiten Treibhausgas-Emissionen zugeschrieben. Dabei spiele vor allem die starke Nutzung von Kohle in der Schwerindustrie eine belastende Rolle.

 

 

Klima- und Energiepolitik Chinas

China steht daher vor der Herausforderung, den ökonomischen Erfolg weiter auszubauen und gleichzeitig umwelt- und klimaschonender zu wirtschaften. Daher hat sich das Land ehrgeizige Ziele gesteckt, was den Ausbau Erneuerbarer Energien betrifft. Das Land hat den Klimaschutzvertrag der UN-Klimakonferenz von Paris ratifiziert und sich damit verpflichtet, seinen Beitrag zu leisten, um die Erderwärmung wirksam zu stoppen. Darüber hinaus hat China auch ein starkes Interesse daran, die benötigte Energie günstig im eigenen Land produzieren zu können. Entsprechend liegt der Fokus der chinesischen Regierung auf der Realisierung einer nachhaltigen Energiepolitik.

 

Bereits 2013 investiert China mehr in den Ausbau Erneuerbarer Energien als in Kohle und deckte mehr als 20 Prozent seines Strombedarfs durch Wasserkraftwerke, Windkraft- und Photovoltaikanlagen.

 

Besonders stark investierte China dabei in die Sonnenenergie. Mit einer 12 Gigawatt Photovoltaik-Kapazität konnte das Land seine Kapazitäten in diesem Bereich verdoppeln und plant eine jährliche Erweiterung der Kapazität um mindestens 14 Gigawatt.

 

Auch im Bereich der Windenergie zeigt sich China engagiert und hat bis Ende des vergangenen Jahres bereits Windkraftanlagen mit einer Leistung von insgesamt 168, 7 Gigawatt aufgebaut. Mit dieser Leistung nimmt China weltweit die führende Rolle im Bereich Windenergie ein.

 

Für den Ausbau der Wasserkraftwerke hat China enorme Anstrengungen unternommen. Mit dem Drei-Schluchten-Damm am Jangtse, dem drittgrößten Fluss der Erde, hat China das größte Wasserkraftwerk weltweit aufgebaut. Das gewaltige Infrastrukturprojekt zeigt auch den hohen Stellenwert der Stromgewinnung in der nationalen Politik. Schließlich wurden für die Realisierung des Stausees bislang insgesamt 1,3 Millionen Menschen umgesiedelt, schätzungsweise eine weitere halbe Million Menschen müssen folgen, wenn sich der Wasserspiegel anheben wird.

 

 

Ungleichgewicht Industrie und Landwirtschaft

China hat sich im internationalen Rennen um tragfähige wirtschaftliche Lösungen für mehr Nachhaltigkeit gut aufgestellt. Laut Analysen des US-amerikanische Worldwatch Institute gilt China als weltweit führender Produzent von Energiesparlampen, Windkraftanlagen und Photovoltaik-Modulen. Die Entwicklung technologischer Innovationen wird weiterhin durch die starke finanzielle Unterstützung von Forschungsprogrammen von staatlicher Seite begünstigt.

 

Wirtschaftlicher Fortschritt und umweltschonendes Handeln müssen Hand in Hand gehen, um eine nachhaltige Entwicklung zu realisieren. Aber eine nachhaltige Entwicklung basiert auf zahlreichen weiteren Säulen. In China ist – nicht zuletzt durch die starke Fokussierung auf die Industrie und Produktion – eine regelrechte Landflucht zu verzeichnen. Damit gerät das Gleichgewicht zwischen Urbanisierung und einer nachhaltigen Entwicklung auf dem Land – eines der 17 UN-Ziele – aus der Balance. Besonders strukturschwache Regionen Chinas leiden unter dieser Entwicklung. Beispielhaft für die Vernachlässigung der Landwirtschaft ist auch der bereits erwähnte Drei-Schluchten-Damm. Hier wurden die fruchtbaren Böden in der Jangtse-Region der Energiewirtschaft geopfert, die umgesiedelte Landbevölkerung muss zukünftig in weniger ertragreichen Gegenden leben. Schätzungen zu Folge, muss für den gleichen landwirtschaftlichen Ertrag eine fünfmal so große Fläche als am Jangtse bewirtschaftet werden. Angesichts des Bevölkerungsreichtums Chinas eine durchaus kritische Entwicklung.

 

 

Zwischenbilanz der Zielerreichung Chinas

Fit für die Wirtschaft – chinesische Schüler liegen im internationalen Vergleich vorne.

Für eine expandierende Wirtschaftsmacht ist der 76. Rang auf dem Zielerreichungsindex nur ein mäßiges Ergebnis. Für ein Land mit extremen Gegensätzen und einer langen Geschichte als Schwellenland dagegen, ist die Bilanz durchaus beachtlich. Im Gegensatz zu den USA, bei denen im Bewertungssystem der Zielerreichung die Ampel nur zwei mal auf „grün“ stand, kann China hier in drei Bereichen gute Ergebnisse für sich verbuchen: Gut bewertet wird die Qualität der Bildung, der Bereich „Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“ sowie „Partnerschaften zur Erreichung der Ziele“. Dabei wird jedoch auch deutlich, dass die Teilziele auch genauer unter die Lupe genommen werden müssen. So verzeichnet China zwar nur eine geringe Arbeitslosigkeit, jedoch ist das Land in den vergangenen Jahren eher durch extrem belastende Arbeitsverhältnisse in die Schlagzeilen geraten. Beispielsweise durch den enorm hohen Druck in der Handy-Produktion. Ebenfalls kritisch ist, dass für den Bereich der Kinderarbeit keine Daten vorliegen, die in die Beurteilung einfließen.

 

Immerhin fünf mal steht die Ampel auf „gelb“. Dazu Zählen die Bereiche der Armutsbekämpfung, Gleichberechtigung, der Zugang zu sauberem Wasser, nachhaltiger Konsum und Produktion und schließlich auch der Ausbau sauberer Energie.

 

Extremer Aufholbedarf zeigt sich – aller Anstrengungen im Ausbau Erneuerbarer Energien zum Trotz – noch im Klimaschutz. Außerdem erreicht China desolate Werte im Bereich Schutz der Meere und Gewässer. Weiterhin problematisch bleiben die mangelnden demokratischen Strukturen des Landes, die sich in der ungünstigen Bewertung des Nachhaltigkeitsziels „Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen“ niederschlägt.

 

 

Entwicklungshilfe und Investitionen

Eine Anforderung der UN ist es, dass die reichen Staaten die ärmeren Länder bei der Erreichung der Nachhaltigkeitsziele unterstützen. Auch China hat beim UNO-Nachhaltigkeitsgipfel angekündigt, zwei Milliarden Dollar für einen entsprechenden Entwicklungsfonds bereitzustellen. Das positioniert China als wirtschaftlich erfolgreiche Industrienation. Auf der anderen Seite sind große Teile Chinas selbst noch schwach entwickelt. Damit spiegelt China generell die globale Komplexität wieder, die kaum noch mit den bestehenden Einordnungen und Begrifflichkeiten zu erklären ist. Als hybrides Staatswesen vereint die China Merkmale einer hochentwickelten Volkswirtschaft, eines Schwellen- und eines Entwicklungslandes.

 

Neben Chinas Entwicklungshilfe, investiert das Land bereits seit Jahren in wirtschaftlich wenig entwickelte Staaten Afrikas und Lateinamerikas. Bis 2030 sollen in diese Richtung mindestens zwölf Milliarden Dollar fließen. Dabei beurteilen andere Industrienationen das Engagement Chinas vor allem als Eigennutz und gehen davon aus, dass China so seinen enormen Rohstoffbedarf  und seine aufstrebende Stellung absichern will.

 

 

Ethische und ökologische Ziele gemeinsam erreichen

China ist ein interessanter Fall, denn hier zeigen sich die vielfältigen Widersprüche der Moderne und die Schwierigkeit einer Beurteilung.

 

Das Land bringt sich als eine führende Volkswirtschaft in Stellung und betreibt geradezu vorbildlich den Ausbau Erneuerbarer Energien. Gleichzeitig vergrößern Menschenrechtsverletzungen, Abhängen der Menschen auf dem Land und mangelnde Partizipationsmöglichkeiten der Bevölkerung den Abstand zu den Standards vieler westlicher Staaten. Interessant ist daher, wie die einzelnen Staaten ihre Nachhaltigkeitsstrategien weiter umsetzen werden und wie die Platzierungen im nächsten SDG-Index aussehen werden.

 

Klar ist aber auch, dass ökonomische Interessen nicht von ethischen und ökologischen Aspekten abgekoppelt werden können. Das gilt für Volkswirtschaften genauso wie für die ganz individuelle Finanzplanung. Grünes Geld , kompetenter Anbieter nachhaltiger Geldanlagen, bietet daher seinen Kunden ein breites Angebot an sinnvollen Investments, die Unternehmen und Staaten unterstützen, die einen entscheidenden Beitrag für Mensch, Umwelt und Klima leisten.

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Weltwassertag – Wasser eine unserer wertvollsten Ressourcen

Mittwoch, 22. März 2017
Zusammenfassung: Wasser ist Leben – aber der Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen ist keine Selbstverständlichkeit. Eines der wichtigsten Ziele einer nachhaltigen Entwicklung ist daher der Schutz des Wassers. Seit 1993 rufen die Vereinten Nationen den jährlichen Weltwassertag am 22. März als Aktionstag aus. In diesem Jahr steht der Umgang mit Abwasser im Mittelpunkt des World Water Day. Angesichts der wachsenden Weltbevölkerung sind Investitionen im Wasserbereich besonders wichtig. Wasserfonds stellen ein sinnvolles ethisches und ökologisches Investment dar, das sehr gute Entwicklungsaussichten hat.

 

 

Wasser ist Leben!

Mehr als 70 Prozent der Erdoberfläche ist mit Wasser bedeckt – dennoch ist der Zugang zu sauberem Trinkwasser – eines der dringlichsten Bedürfnisse der Menschheit – nicht weltweit sichergestellt. Aber auch Länder, in denen der Zugang zu Wasser kein besonderes Problem darstellt, können ihre Augen nicht vor der globalen Problematik verschließen: Verschmutzung der Weltmeere, rapide Verringerung der Süßwasservorräte, Absinken des Grundwasserspiegels und eine schlechte Wasserqualität in vielen Gegenden der Welt, darüber hinaus Dürren und eine generell schlechte Erreichbarkeit von Wasserstellen.

 

 

Der Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen ist seit 2010 ein offizielles – wenn auch nicht einklagbares – Menschenrecht. Dieses elementare Menschenrecht wird jedoch ständig verletzt. Laut Schätzungen der Umweltorganisation WWF haben derzeit mehr als 780 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, 2,6 Milliarden Menschen müssen ohne eine minimale sanitäre Versorgung auskommen. Besorgniserregende Zahlen, denn angesichts der wachsenden Weltbevölkerung wird das Problem sich weiter verschärfen.

 

 

Weltweiter Tag des Wassers

Seit fast einem Viertel Jahrhundert befassen sich die Vereinten Nationen intensiv mit dem Thema und haben 1993 den Weltwassertag („Tag des Wassers“ oder „World Water Day“) ins Leben gerufen, der alljährlich am 22. März terminiert ist. Anstoß für den Weltwassertag war die UN-Konferenz „Umwelt und Entwicklung“, die 1992 in Rio de Janeiro stattfand und aus der heraus sich auch das entwicklungs- und umweltpolitische Aktionsprogramm „Agenda 21“ entwickelte. Verantwortlich für den „Tag des Wassers 2017“ zeichnen das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) gemeinsam mit der UNESCO, UN-HABITAT, UNEP, der Weltbank und UN-DESA.

 

In diesem Jahr steht der Weltwasserstag unter dem Motto „Wastewater – Abwasser“. Der Aktionstag hat zum Ziel, die breite Öffentlichkeit international für das wichtige Thema „Schutz des Wassers“ zu sensibilisieren und – vor allem in den Industrienationen – ihren eigenen Umgang mit der lebenswichtigen Ressource zu überdenken. Um das zu erreichen, sind alle Staaten aufgefordert, geeignete lokale Aktionen durchzuführen und auf die globale Bedeutung des Weltwassertages hinzuweisen.

 

 

Lokale Aktionen bringen das Thema in die Öffentlichkeit

In Deutschland beispielsweise stellt das Umweltbundesamt (UBA) regelmäßig am Tag des Wassers einen speziellen Gewässertyp vor und liefert vielfältige Informationen darüber welchen  Beitrag der Gewässertyp für das Ökosystem leistet und welche Lebensräume er bietet. „Gewässertyp des Jahres 2017“ ist der tiefe, große, kalkarme Mittelgebirgssee, der in Deutschland immer als Talsperre auftritt und meist in einer waldreichen Gegend liegt.

 

Der Weltwassertag bietet aber auch Nichtstaatlichen Organisationen (NGO) eine gute Gelegenheit, kritische Wasserthemen öffentlichkeitswirksam zu platzieren und darauf aufmerksam zu machen, dass viele Menschen auf der ganzen Welt keinen Zugang zu sauberem Wasser haben. Neben Umwelt- und Sozialverbänden machen auch Frauenrechtsorganisationen an diesem besonderen Tag auf die Rolle der Frauen bei der Beschaffung von Wasser in den Entwicklungsländern aufmerksam.

 

 

Abwasser als Ressource nutzen

Der Weltwassertag 2017 steht unter dem Motto „Wastewater – Abwasser“.

Zum Schwerpunktthema Abwasser veröffentlichen die Vereinten Nationen auch ihren aktuellen „World Water Development Report“. Das Thema Abwasser steht dabei in engem Zusammenhang mit der 6. Forderung der UN-Nachhaltigkeitsziele (SDG), die eine generelle „Verfügbarkeit und nachhaltigen Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle Menschen“ gewährleisten soll. Ein Teilaspekt dieses speziellen Nachhaltigkeitsziels ist es, den Anteil des unbehandelten Abwassers zu halbieren. Außerdem soll die Wiederaufbereitung des Abwassers verstärkt vorangetrieben werden, um eine unbedenkliche Wiederverwertung weltweit zu ermöglichen.

 

Die Zielsetzung macht deutlich, dass Abwasser kein Abfall ist, der einfach nur entsorgt werden muss. Stattdessen wird klar unterstrichen, dass Abwasser eine wichtige Ressource darstellt und – wieder aufbereitet – als ein unentbehrlicher Ersatz für Frischwasser in der Landwirtschaft und in der Industrie genutzt werden muss. Darüber hinaus wird auch die erneute Verwendung von Inhaltsstoffen des Abwassers thematisiert. Diese könnten beispielsweise als Nährstoffe bei der Produktion von Düngemitteln eingesetzt werden.

 

 

In Wasser investieren – Lebensgrundlagen bewahren

Wasser ist wertvoll und bereits heute eine erbittert umkämpfte Ressource. Während die Weltbevölkerung weiter anwächst – mittlerweile gehen Experten von 10 Milliarden Menschen im Jahr 2050 aus – sinken die Süßwasservorräte der Erde. Ursache dafür ist nicht zuletzt die Klimakrise, aber auch der generelle Raubbau an Natur leistet einen Beitrag an der Verknappung des lebenswichtigen Guts.

 

Vor diesem eher Hintergrund, entwickeln sich Geldanlagen in diesem Bereich sehr gut. Eine Investition in die wertvolle Ressource Wasser ist daher in vielerlei Hinsicht sinnvoll. Unter ökologischen und ethischen Gesichtspunkten können so die Umwelt geschützt und das Menschenrecht auf sauberes Wasser unterstützt werden. Darüber hinaus versprechen Wasserinvestments sehr gute Erträge und nutzen so auch direkt den Anlegern.

 

Wer sich für eine Geldanlage im Bereich Wasser entscheidet, hilft aktiv dabei mit, die Wasserversorgung weltweit sicherzustellen. Im Rahmen der unterschiedlichen Wasserfonds werden Unternehmen gefördert, die mit verschiedenen Technologien einen Beitrag dazu leisten, dem weltweiten Wassermangel zu begegnen. Vielfach engagiert sind – passend zum Thema Abwasser des Weltwassertages – Hersteller von Filtersystemen, Reinigungsanlagen und Rohrleitungen. Ebenfalls interessant sind Firmen, die sich der Wassergewinnung verschrieben haben. Dazu zählen beispielsweisen Meerwasserentsalzungsanlagen oder auch Pumpenhersteller für den Brunnenbau.

 

 

Nachhaltige Investments müssen nicht kompliziert sein

Die passenden Geldanlagen zu finden ist dabei nicht schwer, wenn man sich auf einen erfahrenen Finanzexperten verlassen kann, der die gleichen ethischen und ökologischen Ansprüchen vertritt, wie der Anleger.

 

 

Grünes Geld, hat als unabhängiger Finanzdienstleister für nachhaltige Geldanlagen ein Musterdepot  zusammengestellt, das die besten Wasserfonds im Markt umfasst. Dabei achtet Grünes Geld sowohl auf die inhaltliche Ausrichtung im Sinne einer grünen Geldanlage, als auch auf die Stabilität und Performance der Investments.

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

Nachhaltige Staaten – Die USA

Freitag, 24. Februar 2017
Zusammenfassung: Die USA erreichen im Ranking der nachhaltigsten Staaten den 25. Platz. Besonders das weitere Engagement des Staates im Bereich der Erneuerbaren Energien und des nachhaltigen Konsums wird aktuelle problematisch gesehen. Insgesamt zeigen die USA jedoch auch Defizite in der Armutsbekämpfung und in der Gleichberechtigung. Abzuwarten ist auch, welche Handlungsfelder der neue US-Präsident vorrangig besetzen wird und ob Trump den Wahlkampfslogan von der „Klimalüge“ weiter aufrecht erhalten wird.

 

 

Nachhaltigkeitspolitik in den USA – mit dabei aber nicht in der ersten Reihe.

Mit der Verabschiedung von 17 gemeinsamen Zielen durch die Vereinten Nationen sind alle Staaten der Welt seit 2015 verbindlich aufgefordert, bis zum Jahr 2030 die nationalen Weichen für mehr Nachhaltigkeit zu stellen. Dazu zählt die Sicherung der Grundbedürfnisse wie Ernährung und Zugang zu sauberem Trinkwasser genauso wie gesteigerte Anstrengungen in Sachen Klimaschutz, Bildung, Chancengleichheit sowie eine gerechtere Wirtschaftsordnung. Ziel ist es, die Lebensgrundlagen zu verbessern und auch für die kommenden Generationen zu gewährleisten.

 

Im SDG-Index (Sustainable Development Goals), der die Zielerreichung der einzelnen Länder bewertet, lautet die Devise allerdings nicht „America first“. Die Vereinigten Staaten von Amerika rangieren hier auf Platz 25. In den Top Ten vertreten sind alle 5 skandinavischen Länder, sowie Deutschland, Österreich, die Schweiz, die Niederlande und Großbritannien.

 

Im dritten Teil unserer Serie zu nachhaltigen Staaten nehmen wir daher die Nachhaltigkeitspolitik der USA genauer unter die Lupe.

 

 

Das Land der grenzenlosen Gegensätze

Die USA – kaum ein anderer Staat setzt so viele positive wie negative Assoziationen frei. Auch beim Thema Nachhaltigkeit sind die USA das Land der unbegrenzten Gegensätze. So stehen auf der einen Seite Vorreiter des Nachhaltigkeitsdenkens wie Jimmy Carter, Al Gore und Leonardo DiCaprio. Auf der anderen Seite wurde Klimawandelleugner Donald Trump als Präsident vereidigt.

 

Bewahrenswertes Naturerbe – zum Beispiel der Yosemite Nationalpark.

Der ehemalige US-Präsident und Friedensnobelpreisträger Jimmy Carter beauftragte den Kongress während seiner Amtszeit 1977 mit der umfassenden Umweltstudie „Global 2000 – Zeit zum Handeln“. Die Studie untersuchte Zustand und Entwicklung der Umwelt und den daraus resultierenden Auswirkungen auf die Menschheit bis zum Jahr 2000. Die international viel beachtetet Studie prognostizierte massive Umweltprobleme, eine Bevölkerungsexplosion und wies – bereits 1980 – auf die deutlichen Signale einer von Menschen verursachten Klimaveränderung hin. Das Werk gilt noch immer als richtungsweisend in Fragen der Umwelt- und Klimapolitik.

 

Al Gore, US-Vizepräsident unter Bill Clinton und ebenfalls Friedensnobelpreisträger setzte diesen Weg in den 90er Jahren fort und veröffentlichte mehrere umweltpolitische Bestseller, in denen er vor den Umweltproblemen der Zeit und der ungerechten weltweiten Ressourcenverteilung warnt. Sein bekanntestes Werk, „Eine unbequeme Wahrheit“ , griff dezidiert die Gefahren der Erderwärmung durch den exzessiven CO2-Ausstoß auf. Der auf dem Buch basierende Film wurde sogar 2007 mit dem Oscar für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet. Al Gore ist auch nach seiner politischen Laufbahn dem Umweltthema treu geblieben: Seit 2004 ist er Vorsitzender von „Generation Investment Management“, einem Unternehmen, das sich wie die Grünes Geld GmbH auf Investments im Nachhaltigkeitssektor spezialisiert hat.

 

Auf das Medium Film setzt auch US-Schauspieler und UN-Friedensbotschafter Leonardo DiCaprio. Der Titanic-Star ist bereits seit mehreren Jahren im Klimaschutz aktiv und hat im vergangenen Jahr mit seinem Dokumentarfilm „Before the Flood“ eindringliche Bilder über die bereits sichtbaren Auswirkungen der Erderwärmung auf die Menschen weltweit gezeigt. Einen wichtigen Beitrag gegen die weltweite Klimakrise sieht er dabei im Ausbau Erneuerbarer Energien.

 

Die aufgeführten Beispiele zeigen eine Seite der Vereinigten Staaten, die sich den aktuellen Herausforderungen wie die Verteilung des Reichtums, Klimawandel und nachhaltiger Umgang mit unseren Ressourcen nicht verschließt. Die andere Seite der USA ist ebenfalls bekannt: Die USA steht mit einem CO2-Ausstoß Anteil von 15,99 Prozent (jährlich rund 17 Tonnen pro Person) auf dem unrühmlichen 2. Platz hinter China (jährlich rund 7 Tonnen pro Person), das für einen prozentualen Anteil von 28 Prozent der weltweiten CO2 Emissionen verantwortlich ist. Für den aktuellen Lebensstandard der USA hinterlässt das Land den tiefsten ökologischen Fußabdruck weltweit. Um seine Bedürfnisse zu decken, benötigen die USA 6 Planeten, der weltweite Durchschnitt liegt derzeit bei 1,35 Planeten. Und während Barack Obama mit seinem „Clean Power Plan“ Kohlekraftwerken im Land strenge Emissionsgrenzen vorschrieb, ist seit diesem Jahr mit Donald Trump ein Kohle-Lobbyist und Leugner der Klimakrise Präsident der USA.

 

 

Wie geht es weiter mit der Energiepolitik der USA?

Der Amtsbeginn des neuen US-Präsidenten wird international kritisch in Hinblick auf die weitere Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen begleitet. Befürchtet wird ein Ausbremsen der Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsziele, besonders im Bereich der Energiepolitik.

 

Denn um die Gefahren des fortschreitenden Klimawandels tatsächlich zu reduzieren, sind vor allem die Länder gefragt, die zu den Hauptverursachern der Treibhausgase gehören. Nach der Unterstützung des Pariser Abkommens durch die USA bestand berechtigte Hoffnung auf ein Umdenken. Nachdem jedoch Trump mehrfach den Klimawandel als Verschwörungstheorie gebrandmarkt hat, befürchten Experten weltweit einen herben Rückschlag für die internationale Klimaschutzpolitik. Diese muss sich gegebenenfalls auch ohne die USA weiter bewegen, um eine globale Dekarbonisierung voranzutreiben.

 

 

No Fake – Faktencheck Nachhaltigkeit

Der SDG-Index bewertet nach einem Ampelsystem, wie weit ein Staat die 17 definierten Nachhaltigkeitsziele bereits erreicht hat. Im Fall der USA , steht die Ampel lediglich in 2 Bereichen auf grün: Der Zugang zu saubere Trinkwasser und sanitären Anlagen sowie im Bereich Industrie, Innovation und Infrastruktur. 3 der 17 Ampeln stehen auf gelb, nämlich in den Nachhaltigkeitsfeldern Gesundheit, Bildung und nachhaltige Kommunen. Die verbleibenden 12 Ampeln zeigen auf rot. Besonders bitter: Hier schneidet nicht nur die Entwicklung im Bereich der sauberen Energieentwicklung und im nachhaltigen Konsum schlecht ab. Die USA zeigt auch extreme Defizite in der Armutsbekämpfung und Gleichberechtigung. Das belegt, dass die UN-Nachhaltigkeitsziele auch für reiche Industrienationen weiterhin eine Handlungsaufforderung darstellen.

Die Vereinigten Staaten von Amerika können sich theoretisch vollständig selbst mit Energie versorgen. Der Gesamtverbrauch von rund 4.000 Milliarden kWh entspricht einem pro Kopf Verbrauch von rund 12.000 kWh jährlich. Damit stehen die USA im Energieverbrauch weltweit an zehnter Stelle.

 

EU-weit werden rund 18 Prozent der Energie nachhaltig erzeugt, Deutschland führt dabei mit fast einem Drittel Ökostrom-Anteil. Dagegen zeigen die USA in diesem Bereich extremen Nachholbedarf. 36 Prozent des Energieverbrauchs wird noch mit Erdöl gedeckt, 29 Prozent aus Erdgas, 16 Kohle und 9 Prozent aus Atomkraft. Immerhin 10 Prozent stammen aus Erneuerbaren Energien, die in den vergangenen Jahren zunehmen ausgebaut wurden.

 

Allerdings fehlt hier ein nationales tragfähiges Konzept für Solar-, Wind-, Biomasse- und geothermischer Energie. 29 US-Bundesstaaten haben sich jedoch selbst freiwillige Ziele gesteckt, um den Ausbau Erneuerbarer Energien voran zu bringen. Vorreiter sind hier Vermont und der Sonnenstaat Kalifornien.

 

 

Nachhaltigkeit braucht ein Konzept

Das Beispiel der USA zeigt, dass es ohne ein politisch und gesellschaftlich getragenes Konzept schwer ist, Nachhaltigkeitsziele konsequent umzusetzen. Die Anstrengungen lohnen sich jedoch sicher.

 

Seien Sie konsequent in der Verfolgung Ihrer Ziele und setzen Sie auf nachhaltige Geldanlagen. Denn das Geld, das Sie hier investieren bringt nicht nur eine positive soziale und ökologische Entwicklung ins Rollen sondern lässt auch Ihr Vermögen wachsen. Grünes Geld, Experte für nachhaltige Geldanlagen, berät Sie zu mehr als 300 nachhaltigen Finanzprodukten. Hier finden Sie Ihr Finanzkonzept.

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.