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KakaoWald – Süßes und sinnvolles Natur-Investment

Freitag, 09. September 2016
Zusammenfassung: Schokolade macht glücklich. Zum Glück beitragen können Anleger mit dem langfristigen Projekt KakaoWald. Hier wird Edel-Kakao in Peru angebaut und der Schutz von Regenwäldern in Panama unterstützt.

 

 

Kakao – Eine bitter-süße Erfolgsgeschichte

Die Frucht des Kakao-Baums birgt ein süßes Geheimnis.

Die Frucht des Kakao-Baums birgt ein süßes Geheimnis.

Kakao, das „braune Gold“ ist in weiten Teilen Mittel- und Südamerikas bereits seit mehr als 3.500 Jahren bekannt. Kakao galt bei den Azteken als ein Geschenk der Götter und auch den Indios war die Kakaopflanze heilig, die Kakaobohnen dienten sogar als offizielles Zahlungsmittel. Als Christoph Kolumbus bei seiner ersten Begegnung mit den Azteken an der Küste vom heutigen Honduras jedoch als Willkommensgabe unter anderem einen Sack mit Kakaobohnen bekam und das traditionell scharf-bittere Getränk angeboten bekam, war der Seefahrer wenig überzeugt. Den Wert des Kakaos entdeckte nur wenig später der spanische Eroberer Hernando Cortes. Dieser stellte fest, dass das Getränk Kraft spendet und Müdigkeit verschwinden lässt. Nach der Zerstörung des Aztekenreichs legten die Kolonialherren große Kakaoplantagen in Mittelamerika, Teilen Südamerikas und den karibischen Inseln an.

 

Der Kakao trat als begehrte Kolonialware vom spanischen Hof aus seinen Siegeszug in ganz Europa an. Allerdings verschwanden die ursprünglichen Rezepturen und so wurde aus den Kakaobohnen fortan ein süßes Getränk mit Honig, Rohrzucker, Vanille und weiteren Gewürzen zubereitet.

 

 

Kakao im Wandel

Der Weg vom Kakao-Getränk zur Schokolade in Tafeln dauerte noch fast dreihundert Jahre: Erst Mitte des 19. Jahrhunderts experimentierten britische, deutsche und holländische Unternehmen an den ersten „Essschokoladen“. Der Durchbruch gelang aber den Schweizern, die bis heute zu den führenden Schokoladenproduzenten und -konsumenten gehören. Dabei hat sich in erste Linie die Milchschokolade durchsetzen können.

 

Seit Ende des 20. Jahrhunderts wurde die Schokolade neu entdeckt und wanderte – vielfach wieder befreit von Milch, Zucker und Nüssen – von der Süßigkeiten- in die Gourmetabteilung. Hier stand wieder die Kakaobohne im Mittelpunkt, die unterschiedlichen Aromen sowie die Spezifika des Kakaos unterschiedlicher Anbaugebiete. Von Trendforschern als „Sensual Food“ identifiziert, ist Schokolade eines der Lebensmittel, das mit Genuss und Qualität besondere geschmackliche Kriterien erfüllt. Darüber hinaus gelten die enthaltenen Flavonoide und Antioxidantien in den Kakaobohnen als gesundheitsfördernd. Insofern findet der rohe zerstoßene Kakao in Form von „Cacao Nibs“ auch positive Beachtung bei Raw-Food-Anhängern.

 

Wer sich mit den hochprozentigen Schokoladensorten nicht hundertprozentig anfreunden konnte, wurde im Zuge des generellen Schoko-Trends dennoch rehabilitiert: Denn Schokolade macht glücklich. Grund hierfür soll das sogenannte Glückshormon Serotonin sein, das im menschlichen Körper entsteht wenn das in der Schokolade enthaltene Tryptophan abgebaut wird. Experten halten jedoch die Tryptophan Menge in Schokolade für zu gering und erklären die mit Schokolade verbundenen Glücksgefühlte eher psychologisch. Mit dem Schokoladengenuss werden angenehme Erinnerungen verbunden und damit ein Wohlbefinden ausgelöst. In Deutschland werden aktuell rund neun Kilogramm Schokolade pro Kopf und Jahr vernascht.

 

 

Nachhaltiger Kakao-Anbau – Fair für Natur und Mensch

Nachhaltig produziert auch mit hohem Kakao-Anteil ohne bitteren Nachgeschmack.

Nachhaltig produziert auch mit hohem Kakao-Anteil ohne bitteren Nachgeschmack.

Bis heute sind weite Teile Süd- und Mittelamerikas trotz der Kakaovorkommen nicht wirklich glücklich geworden. Die Eroberung der Länder, die Zerstörung der alten Hochkulturen und die Versklavung und Unterdrückung der indigenen Bevölkerung wirken immer noch nach.

 

Gleichzeitig findet ein enormer Raubbau an der Natur statt. Weite Teile der Regenwälder sind bedroht und gefährden damit auch den Fortbestand seltener Tier- und Pflanzenarten sowie des weltweiten Klimas insgesamt.

 

Positiv in diesem Zusammenhang: Das Interesse der Verbraucher an ökologischen und fair gehandelten Produkten wächst. Veränderungen sind also durchaus möglich und vollziehen sich bereits in vielfältigen Projekten.

 

Der KakaoWald

Ein interessantes Projekt ist der KakaoWald von ForestFinance.  Anleger investieren hier in den nachhaltigen Anbau von Kakao-Pflanzen in Peru. Ein Teil der Investitionen wird zugleich zum Schutz des Primärwaldes in Panama eingesetzt.

 

Dabei verfügt die Bonner ForestFinance-Gruppe über einige Erfahrung auf diesem Gebiet. Seit mehr als 20 Jahren ist das Unternehmen in Aufforstungsprojekten in Panama, speziell in der Provinz Bocas del Toro, aktiv. Die Regenwälder Panamas gelten als besonders artenreich. Hier sind uralte Bäume mit zusammenhängenden Baumkronen sowie seltene Pflanzen zu finden. Schätzungsweise 30 Millionen, teils stark bedrohte Tierarten sind hier beheimatet. Begünstigt wird die biologische Vielfalt durch die geographische Lage zwischen Atlantik und Pazifik, die viel salzhaltige Luft und mineralreichen Regen mit sich bringt. Durch den Abbau von Bodenschätzen ist der Waldbestand jedoch auch stark gefährdet. Die Waldprojekte von ForestFinance werden regelmäßig durchforstet, ein Viertel der Waldfläche dient ausschließlich dem Naturschutz.

 

Der KakaoWald in Peru wird mit vielen unterschiedlichen Pflanzen aufgeforstet. Die Besonderheit: Kakao wird hier wirklich im Wald und nicht auf einer Plantage angebaut. Diese Agroforstsysteme stehen für Biodiversität und Artenvielfalt.

 

Nach jahrhundertelanger Ausbeutung ist es nun auch wichtig, dass die Menschen vor Ort von ihren Schätzen profitieren. Die Mitarbeiter vor Ort erhalten von ForestFinance faire Löhne, Sozialleistungen und sind unfallversichert. Die geschaffenen Arbeitsplätze sind langfristig angelegt. Die Kakaobauern bringen ihr traditionelles Wissen mit ein und werden in Entscheidungsprozesse mit einbezogen.

 

 

Eine Investition ohne bitteren Nachgeschmack

Investitionen in den KakaoWald von ForestFinance unterstützen die Aufforstung nachhaltiger Kakaowälder in Peru und schützen den Regenwald in Panama. Wer sich mit dem Thema Wald beschäftigt, plant in langen Zeiträumen. Entsprechend ist beträgt die Laufzeit von KakaoWald 25 Jahre. Der Gedanke beim Kakaowald entspricht eher den Gedanken beim Kauf einer Eigentumswohnung: lange Zeit halten, immer wieder von regelmäßig wiederkehrenden Einnahmen profitieren.

 

Anleger, die in KakaoWald investieren wollen, pachten eine Fläche von mindestens 1.000 Quadratmetern Agro-Mischforst zum Preis von einmalig 3.250 Euro (pro 1.000 Quadratmeter). Die Investition wird dabei aufgeteilt in 20 Prozent zum Schutz der Regenwälder in Panama, die weiteren 80 Prozent gehen in den Anbau von Kakao-Bäumen in peruanischen Mischwäldern. Hier wird hochwertiger Edel-Kakao hergestellt, der den Kriterien des biologischen Landbaus und des fairen Handels entspricht.

 

Damit ist die Investition über Ländergrenzen gestreut. Erste Erträge durch die Kakao-Ernten sind bereits nach einigen Jahren möglich, ab dem sechsten Jahr ist eine jährliche Ausschüttung geplant. Diese soll mit 3.510 Euro pro Hektar KakaoWald starten und auf 4.240 Euro ansteigen.

 

Als langfristiges Natur-Investment ist KakaoWald von verschiedenen Faktoren, wie etwas klimatischen Veränderungen, schwankenden Ernteerträgen oder veränderlichen Weltmarktpreisen, abhängig. Bei einem erwartungsgemäßen Verlauf liegt die Renditeprognose jedoch bereits bei fünf bis sieben Prozent jährlich. Versteuert werden die Erträge übrigens als Einkünfte aus dem Betrieb einer Forst- und Landwirtschaft.

 

Grünes Geld bietet KakaoWald von ForestFinance als grüne Geldanlage an. Besonders interessant ist das Projekt für Anleger, die eine langfristige Geldanlage suchen, die hohen Ansprüchen an soziale und ökologische Kriterien entspricht. Darüber hinaus ist die bietet die Investition in ein konkretes Projekt eine hohe Identifikation mit dessen Zielen. Im Falle des KakaoWaldes kommt noch das positive Gefühl hinzu, welches Schokolade vermittelt.

 

 

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Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

Wie die Lima Klimaschutzvereinbarung den weltweiten Klimaschutz aufhält

Donnerstag, 18. Dezember 2014

 

Wie in unserem Beitrag vom 1. Dezember 2014 berichtet muss man bei der kürzlich abgeschlossenen Weltklima-Konferenz der UNO in Lima (Peru) mit äußerster Vorsicht auf die Ergebnisse schauen. Schließlich ist es ein hochpolitisches Umfeld und Tricksereien sind an der Tagesordnung. Leider muss man nun feststellen, dass diese Konferenz für den weltweiten Klimaschutz eine Belastung ist und ihn eher aufhält als stützt.

 

 

 

 

 

 

uno-klimaschutz-konferenz-lima-peru

Ziel war ja die Vorbereitung eines Weltklimaschutzabkommens in Paris im nächsten Jahr (dort findet die nächste Konferenz statt). Ob dieses Abkommen jemals zustande kommen wird ist fraglich, ob es dem Klima dient noch viel fraglicher. Denn das Abkommen soll erst 2020 in Kraft treten und die überlastete Atmosphäre wird wohl weiter mit Klimagas vollgepumpt.

 

 

Es sieht leider so aus, dass es diese Regierungen nicht schaffen werden, einen wirklich wirksamen Klimaschutz zu schaffen.  Denn schon alleine das Ziel, nämlich die Reduktion des Ausstoßes der Klimagase zu verringern, ist zu lasch. Alles andere als das Ziel 0-Emission ist für unsere schwitzende Mutter Erde zu wenig.

 

 

Was wurde auf der Klimakonferenz in Lima beschlossen?

Offiziell heißt der Beschluss Lima Call for Climate Action und er wurde nach langwierigen Verhandlungen, 2 Tage später als geplant, erreicht. Wirklich beschlossen wurde auf diesen 43 Seiten Text allerdings nur sehr wenig. Vielmehr geht es um Optionen und Handlungsmöglichkeiten. Es geht lediglich um eine Grundlage, auf deren Basis weiter verhandelt werden kann. Es geht um Grundlagenarbeit für den Kongress in Paris nächstes Jahr. Allerdings ist diese Arbeit noch rudimentär, dass viele an einem Vertrag in Paris schon heute zweifeln.

 

Der größte Erfolg, und da sind sich die Teilnehmer der Konferenz einig, er der, dass nun weiter verhandelt wird. Seit den konkreten Zielen der Kyoto-Konferenz von 1997 gab es nichts vergleichbares mehr. Man bleibt im Ungewissen und die Klimakonferenz, die ein Speerspitze des Klimaschutzes war, ist nunmehr eher Zuschauer geworden. Die Kommunen und Gemeinden, die Unternehmen und Bürger schreiten Schritt-für-Schritt voran. Aber die UN Klimakonferenz bleibt stehen. Trauig.

 

 

Der Schaden durch die Klimakonferenz

Der Kompromiss von Lima schiebt die Entscheidung um ein weiteres Jahr hinaus. Ein weiteres Jahr werden UN-Mitarbeiter und Regierungsmitarbeiter aus der ganzen Welt durch die Gegend jetten. Ein Jahr wird weiter Hoffnung auf einen neuen Weltklimavertrag gesetzt. Und letztlich werden in Paris entweder die Verhandlungen komplett platzen, oder es wird eine vollkommen untaugliche Vereinbarung stehen, die selbst  das viel zu lasche 2-Grad-Ziel für die maximale Erderwärmung nicht einhalten kann.

 

Es wäre besser gewesen, das Scheitern dieses UN-Prozesses einzugestehen.

 

Lima in Peru: Hätte neue Hoffnung für den Klimaschutz gegben sollen

All die Energie der Kämpfer für ein sauberes Klima könnte besser genutzt werden. Es könnten Initiativen für 100% Erneuerbare Energien in Angriff genommen werden. Es könnte das neue, inoffiziell Ziel der engagierten Klimaretter von max. 350 ppm CO2 in der Erdatmosphäre angegangen werden, statt auf vollkommen unzureichende 2 Grad Celsius hin zu arbeiten.

 

 

Wie’s gehen würde

Klimaschutz findet immer dann statt, wenn sich die Menschen in den Regionen engagieren. Wenn viele Millionen mit machen und Druck auf die Politik auslösen. Dann zerfällt das fossil-atomare Wirtschaftssystem und macht Platz für das 100% Erneuerbare Energien System. Das Beispiel E.ON, wo sich ein großer Konzern aufspaltet, zeigt die Richtung an. Außerdem werden aktive Kohlenstoffsenken benötigt und diese müssen gefördert werden – das können Wälder sein, Biokohle oder Biolandwirtschaft.

 

Und vor allem müssen sich alle Menschen für die Abschaffung der Subventionen für die Alt-Energien einsetzen. Alleine Deutschland hat bereits über 300 Milliarden in 40 Jahren in die Kernkraft investiert, und die Kohlesubventionen sind seit vielen Jahren legendär. So werden Arbeitsplätze, die eigentlich überholt sind, immer weiter am Leben erhalten. Besser wäre klaren Tisch zu machen und die Menschen möglichst in anderen Industriezweigen in gute, wichtige Beschäftigungsverhältnisse zu bringen.

 

 

 Fuer-mich-interessante-Energiefonds

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Schönes Weihnachtsgeschenk von ForestFinance: CacaoInvest kann Rendite erhöhen

Dienstag, 16. Dezember 2014

 

Rechtzeitig zum Jahresende gibt’s eine gute Nachricht vom Bonner Waldinvestment Anbieter ForestFinance: das beliebte CacaoInvest kann seine Rendite anheben und kommt nun auf 6,6% IRR-Rendite.

 

 

cacaoinvest-forestfinanceCacaoInvest: Wie funktioniert es?

Bei CacaoInvest wird das Anlagekapital zur Hälfte in die Aufforstung von Mischwäldern in Panama, zur anderen Hälfte zur Aufforstung von Kakao-Bäumen in Peru eingesetzt. Damit erhält der Anleger das Beste aus 2 Welten: die langfristige Rendite kommt durch die Edelbäume in Panama. Vorher profitiert der Anleger bereits von den Kakaobäumen, denn bei diesen kann die Kakao-Ernte bereits nach dem 5. Jahr beginnen. Es gibt deshalb ab dem 5. Jahr jährliche Ausschüttungen aus dem Verkauf von fertig produzierter, natürlich fairer Edelschokolade aus den eigenen Beständen.

 

Wie konnte nun die Renditeprognose erhöht werden?

ForestFinance pflanzt bereits seit einigen Jahren Kakao und gewinnt immer mehr an Erfahrung. Die bisherigen Ergebnisse sind erfreulich: die Preise für fair gehandelten Edel-Kakao, wie er nur an wenigen Standorten überhaupt hergestellt werden kann, entwickeln sich gut. Und die Ernteerträge sind höher als gedacht. Die Folge: statt bisher 5,4% pro Jahr prognostiziert ForestFinance nun 6,6% p.a. an Rendite.

 

 

 cacao-invest-forestfinance

 

 

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4 Fakten über die Klimakonferenz in Lima die Sie bestimmt noch nicht kannten

Montag, 01. Dezember 2014

 

 

Der Schlitten bleibt in der Garage, die Rentiere rennen nicht sondern grasen auf saftig grünen Weiden. Keine Geschenke. Der Weihnachtsmann kann bereits in diesem Jahrhundert nicht mehr vom Nordpol aus starten. Soviel steht fest – das ewige Eis wird weg sein. Ein Umzug nach Grönland oder die Westantarktis werden nichts bringen – Schnee- und eisfrei. Die Ergebnisse ungezählter Studien und Untersuchungen lassen keinen anderen Schluss zu, als dass die Klimakatastrophe von Menschenhand gemacht ist. Deshalb wird sich heute, am 1. Dezember 2014, die mittlerweile 20. UN-Klimakonferenz im peruanischen Lima versammeln. [Die letzte Konferenz war in 2012 in Doha – hier interessante Ergebnisse einer Umfrage, die wir vorher durchführten und die erstaunlich gut die Ergebnisse vorhersagten.]

 

 

un-klimakonferenz-in-lima

Lima in Peru: Hier findet ab 1.12.2014 die 20. UN-Klimakonferenz statt (Karte: Google Maps).

 

 

 

Für uns Grund genug, Ihnen 4 Fakten über die Klimakonferenz der 195 teilnehmenden Länder zu präsentieren, die Sie so wahrscheinlich noch nicht kannten. Man sollte sich dazu vor Augen führen, dass sich die Länder bereits 2010 einigten, die  Klimaerwärmung auf 2 Grad Celcius zu begrenzen.

 

Fakt 1: Zwischen den offiziellen Zielen und den Selbstverpflichtungen der Länder klaffen Welten

 

Davon, dass wir die Klimaerwärmung vermeiden oder rückgängig machen wollen, spricht ohnehin niemand mehr. Aber zumindest auf maximal 2 Grad begrenzen – darauf haben sich die Länder geeinigt. Das Problem: nachdem der Top-Down Ansatz (Wieviel dürfen wir maximal emittieren? Das dann herunter gebrochen auf die Länder) nicht funktionierte, will man nun mit Selbstverpflichtungen agieren. Jedes Land soll sich selbst zu Klimazielen verpflichten, die dann zum gewünschten Ergebnis führen sollen.

 

Gemessen werden die globalen Treibhausemissionen übrigens in Gigatonnen CO2-Äquivalenten. Davon emittierte die Erde 1990 rund 35 pro Jahr. Im Jahr 2000 dann rund 38 per Anno. Weitere 1o Jahre später, also 2010, waren es schon 47 (!). Ohne Änderungen wären es in 2050 rund 80. Um das 2 Grad-Ziel zu erreichen benötigt man jedoch eine Senkung bis 2050 auf nur noch 20 Gigatonnen. Und jetzt raten Sie mal, wo wir mit den freiwilligen Selbstverpflichtungen der USA, China, der EU und der anderen Länder in 2050 wirklich heraus kommen würden?

 

Bei gut 60 Gigatonnen pro Jahr, also 3x soviel wie geplant. Das entspräche dann einem 3,6 Grad Szenario der Erderwärmung. Wie die Reduktion von 60 (freiwillig) auf 20 gelingen soll, ist eine ungelöste Frage.

 

Fakt 2: Die Lösungsvorschläge der einzelnen Staaten sind nicht vergleichbar

 

In Lima sollen alle Staaten ihre Lösungsvorschläge für ihre eigenen Einsparungen vorschlagen. Nur: die Vorschläge werden vollkommen unterschiedlich aussehen und überhaupt nicht vergleichbar sein.

 

So geht Deutschland von einem Basisjahr 1990 aus. Von diesem Stand aus sollen die Emissionen bis 2020 um 40% gesenkt werden. In 1990 haben zum Beispiel noch die DDR-Industrieanlagen und Heizungen für einen sehr hohen CO2-Ausstoß gesorgt, so dass Ziele für Deutschland mit der Basis 1990 einfacher zu erreichen sind. Die EU folgt dem Beispiel Deutschlands und nimmt ebenfalls 1990 als Basisjahr.

 

Anders die USA: Dort wird 2005 als Basisjahr verwendet. Nach dem Wirtschaftsboom der 1990er Jahre waren die Emissionen damals sehr hoch. Dann kamen die Finanz- und Wirtschaftskrise so wie der Fracking-Boom (klimaschonendes Gas statt Kohle) und senkten die Emissionen automatisch.

 

Indien oder China haben gleich eine ganz andere Idee: Statt eine Deckelung oder Reduktion wollen sie ihre Treibhausgase in Abhängigkeit vom Wirtschaftswachstum dämpfen.

 

Wie soll damit etwas erreicht werden? Wie soll das überprüft werden?

 

Fakt 3: Es wird getrickst wo’s geht

Eine gute Idee ist die Anrechnung von Klimaschutzmaßnahmen, die eine Industrienation in Entwicklungsländern umsetzt und finanziert. Die damit erzielten Einsparungen darf sich das Industrieland anrechnen lassen. Aber Achtung: wer denkt, dass die Einsparungen nur einmal gezählt werden würde, kennt die komplizierten Wege internationaler Diplomatie nicht: auch das Entwicklungsland darf sich diese Einsparungen anrechnen lassen. Die Maßnahme zählt also doppelt. Effekt pro Jahr: rund 1,6 Gigatonnen zu viel gerechnet.

 

Ein anderer Fall: die EU möchte bis 2030 die Energieeffizienz um 27 Prozent erhöhen. Wie viel das an CO2 einspart hängt natürlich davon ab, wie viel Primärenergie überhaupt gebraucht wird. Studien aus dem Jahr 2007 sagen dazu, dass in 2030 rund 1.880 Mio. Tonnen Öl-Äquivalent verbraucht würde. Aber Achtung: mittlerweile gab es eine Finanz-, Wirtschafts- und Währungkrise. Aktuelle Studien gehen von einem Verbrauch in 2030 von nur noch 1.483 Mio. Tonnen aus. Entsprechend sollte die EU Ihre Zahlen anpassen – tut sie aber nicht, denn das könnte anstrengendere Ziele zur Folge haben.

 

Fakt 4: Ein Fingerzeit auf Entwicklungsländer ist nicht angebracht

 

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Pro Kopf-Emissionen in Tonnen: Deutschland muss auch noch viel tun (Grafik: Grünes Geld GmbH, Zahlen aus “Die Zeit”)

 

 

 

Wer sich die aktuellen Zahlen der Emissionen pro Kopf ansieht muss Unterscheidungen treffen. Ausreißer  wie Katar zeigen, wie man es nicht tun sollte. Industrienationen kann man gut vergleichen, dort stechen die USA sicherlich negativ heraus. Aber auch Deutschland liegt oberhalb des EU-Durchschnitts, was zwar mit der höheren Industriedichte zu tun hat, aber auch zeigt, dass in Deutschland noch viel getan werden muss. Indien schließlich hat allen Grund zu fragen, weshalb es CO2 einsparen soll, wo doch die spezifischen Werte noch weit von Industrienationen entfernt sind.

 

Das 2050-Ziel mit 2 Tonnen pro Kopf erscheint heute zwar kaum erreichbar, wäre bei entsprechender Anstrengung aber in 35 Jahren gut machbar.

 

Ein konsequente Umstieg auf die Erneuerbaren Energien würde helfen. Wir müssen das Ziel 100% Erneuerbare Energien anstreben. Dass das geht ist die Überzeugung aller Experten. Es muss nur intelligent gemacht werden. Gute Beispiele dazu zeigt auch Frank Farenski Film “Leben mit der Energiewende” der jetzt in einer neuen Version zur Verfügung steht. Er ist kostenfrei auf Youtube abrufbar.

 

Wer nicht nur auf die Politik waren möchte, kann jederzeit selbst aktiv werden. Neben der Dämmung der eignen 4 Wände, einer neuen Heizungsanlage oder dem Kauf von Photovoltaikzellen kann man sein Geld auch in Unternehmen investieren, die Klimaschutz aktiv voran treiben. Das bringt Klimaschutz und gute Renditen. Mehr dazu hier:

 

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: "Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten." Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.