Mit ‘Pestizide’ getaggte Artikel

Alles öko? – 10 wichtige Naturmaterialien zur Textilherstellung

Freitag, 03. November 2017
Zusammenfassung: Kleidung ist ein menschliches Grundbedürfnis. In Deutschland wird dieses Bedürfnis mehr als befriedigt - die meisten Kleiderschränke sind gut gefüllt. Im Sinne der Nachhaltigkeit ist daher der Leitspruch „Qualität statt Quantität“ ein guter Kompass durch die Konsumwelt. Wir stellen die 10 wichtigsten Naturmaterialien zur Textilherstellung vor.

 

 

Bisher erschien in der Serie „Alles öko?“: Büro & Schule

Die nächste Folge erscheint Mitte November: Küche & Einkaufen

 

Textilien: Chemie-Cocktail oder natürliche Materialien?

 

„Kleider machen Leute“ – der alte Spruch hat kaum an Wahrheit eingebüßt. Die Art sich zu kleiden, sagt noch immer viel über Menschen aus. Auch Modeverweigerer zeigen mit ihrem Stil, dass Ihnen Kleidung gleichgültig ist. Denn in der Mode ist es wie in Beziehungen: „Man kann nicht nicht kommunizieren“. Und so lässt sich aus der Kleidung eines Menschen viel lesen. Kleidungsstücke geben Auskunft über die Herkunft einer Person, über die Höhe des Einkommens, die Einstellung zu Qualität, zum Zeitgeist und vieles mehr. Aber Kleidung kann ausgetauscht, abgelegt, verliehen werden – und schon gerät der gesamte Wertekanon wieder durcheinander und sagt nichts über die wirkliche Einstellung einer Person. „Kleider machen Leute“ gilt also nur für einen Augenblick.

 

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Fair Trade – Vielen Dank für die Blumen!

Freitag, 10. Februar 2017
Zusammenfassung: Am 14. Februar ist Valentinstag. Der Tag an dem sich traditionell viele Paare mit Blumen beschenken. Was viele nicht wissen, die beliebten Rosen und unzählige weitere Blumenarten kommen von großen Plantagen, auf denen Menschen für geringen Lohn hart arbeiten und zudem noch schutzlos Pestiziden ausgeliefert sind. Eine echte Alternative sind fair gehandelte Blumen, wie sie mittlerweile an vielen Orten angeboten werden.

 

 

Nachhaltig Schenken – eine Herzensangelegenheit.

Blumenhändler und Gärtnereien können sich in der kommenden Woche freuen. Am Valentinstag, dem 14. Februar, werden sich wieder viele Paare mit Blumen beschenken. Die unangefochtene Nummer eins der beliebtesten Schnittblumen ist – keine Überraschung – die Rose. 45 Prozent der Deutschen entscheiden sich beim Kauf für das edle Gewächs. Chrysanthemen und Tulpen teilen sich mit jeweils abgeschlagenen 11 Prozent die Plätze zwei und drei.

 

Knapp 3 Milliarden Euro pro Jahr setzt der deutsche Einzelhandel mit Schnittblumen um – das sind rund 37 Euro pro Strauß. Da die klassischen Geschenkanlässe – wie beispielsweise Geburtstag oder Hochzeitstag – über das gesamte Jahr verteilt liegen, stellt der Valentinstag einen echten Höhepunkt im Geschäftsjahr dar. Entsprechend wird der heilige Valentin, Namensgeber des Tages, auch scherzhaft als Schutzheiliger der Blumenhändler tituliert.

 

 

Ein alter Brauch setzt sich durch

De facto gilt Valentin als Schutzpatron der Verliebten. Er lebte im 3. Jahrhundert unserer Zeitrechnung und war Bischof von Terni in Italien. Da er Liebespaare nach christlichem Ritus traute und damit das Verbot des römischen Kaisers Claudius II. ignorierte, wurde er enthauptet und bald darauf als Märtyrer verehrt. Der Valentinstag setzte sich seit dem 15. Jahrhundert besonders in England durch. Paare schickten sich an diesem Tag kleine Geschenke und Gedichte. Englische Auswanderer nahmen den Valentinsbrauch mit nach Amerika, wo er sich gesellschaftlich fest im Jahresverlauf verankerte. Entsprechend kam die Sitte, den Valentinstag zu begehen, nach dem zweiten Weltkrieg über die USA auch nach Deutschland. Befördert durch die Werbung von Seiten des Einzelhandels, allen voran der Blumengeschäfte, hat der Valentinstag mittlerweile auch in Deutschland einen festen – wenn auch nicht extrem bedeutsamen – Platz gefunden.

 

 

Blumen sind das beliebteste Valentinsgeschenk

Blumen sind in Deutschland das beliebteste Geschenk zum Valentinstag. 77 Prozent der Schenkenden entscheiden sich dafür. Süßigkeiten nehmen den zweiten Platz ein. Ebenfalls beliebt sind Briefe und Karten, ein romantisches Abendessen oder Musik.

 

Wer Blumen verschenkt, gibt etwas Lebendiges und Vergängliches. Eine Geste, die immer wiederholt werden und damit einen festen Platz im Leben einnehmen kann. Darüber hinaus stehen Blumen auch für Freude und Natürlichkeit.

 

Die Schattenseite des Brauchs: Rund 80 Prozent der hier verkauften Blumen werden aus Ländern importiert, wo sie unter umweltzerstörenden und ausbeuterischen Bedingungen angebaut werden. Besonders betroffen sind Länder Afrikas, wo Blumen und Pflanzen auf großen Farmen angebaut werden. Um eine möglichst hohe Ernte zu erreichen werden auch hier – wie bei der konventionellen Landwirtschaft – hochgiftige Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Diese werden aus Flugzeugen über die weitläufigen Felder gespritzt, gleichgültig, ob dort gerade Pflücker arbeiten oder nicht. Arbeitsschutz spielt also eine sehr untergeordnete Rolle. Darüber hinaus sind die Löhne für die harte Arbeit auf diesen Plantagen kaum existenzsichernd.

 

Besonders perfide: Während bei uns – Gleichberechtigung hin oder her – vor allem Frauen mit Blumen beschenkt werden, arbeiten im anstrengenden Blumenanbau in den Ländern der sogenannten Dritten Welt in erster Linie Frauen.

 

 

Das schönste Blumengeschenk: Fairer Handel

Rosen aus fairem Handel machen nicht nur den Beschenkten Freude.

Auch für den Kauf von Blumen gibt es sinnvolle Alternativen. Blumen mit dem Fair Trade-Siegel stehen für ein Geschenk, dass sozial- und umweltverträglich angebaut wurde. So bringen Blumen nicht nur den Beschenkten Freude, auch die Produzenten und Landarbeiter profitieren von den verbesserten Bedingungen.

 

Fair gehandelte Blumen gibt es mittlerweile in vielen Supermärkten, Gartenzentren und bei ausgewählten Floristen. Positiv ist hier, dass Kunden vermehrt auf das Fair Trade-Siegel achten. Die fair gehandelten Blumen kommen derzeit aus 55 Produzentenorganisationen in Kenia, Äthiopien, Tansania, Uganda, Simbabwe, Ecuador, El Salvador, Sri Lanka und Costa Rica. Insgesamt arbeiten mehr als 48.000 Arbeitskräfte weltweit auf den Blumenfarmen. Allein 46.000 Menschen arbeiten in Afrika im arbeitsintensiven Anbau der Schnittblumen. Führende Länder sind hier Kenia und Äthiopien. Dabei spielt der Handel mit Blumen und mit Pflanzen eine wichtige wirtschaftliche Rolle in den Ländern, denn der Verkauf in alle Welt bringt Devisen. Für Kenia hat sich die Blumenindustrie zur zweitgrößten Devisenquelle entwickelt. Platz eins nimmt der Anbau von Tee ein.

 

 

Fair und bio – auch bei Blumen das perfekte Arrangement

Fair Trade-Blumen werden nach strengen sozialen und ökologischen Standards angebaut. So werden die Arbeits- und Lebensbedingungen in den Ländern nachhaltig verbessert. Gleichzeitig werden international wettbewerbsfähige Produkte hergestellt und vermarktet. Das gibt den Ländern eine wirtschaftliche Perspektive.

 

Die Arbeitskräfte auf Fair Trade-zertifizierten Blumenfarmen erhalten zum einen den gesetzlichen Mindestlohn, der im jeweiligen Land vorgeschrieben ist. Diese Festlegung ist in einigen Ländern nicht existenzsichernd. Daher gibt es zu dem die Vereinbarung, die Löhne sukzessive anzupassen. So werden langfristig sichere Arbeitsplätze geschaffen, mit denen die Menschen ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Neben der Bezahlung sind Arbeitsschutz und Arbeitnehmerrechte wichtige Fragen im fairen Handel. Daher müssen in Fair Trade-Betrieben Schutzkleidung gestellt und Schulungen zum Umgang mit Arbeitsmitteln durchgeführt werden. Außerdem werden feste Arbeitsverträge mit verbindlichen Regelungen zur Arbeitszeit abgeschlossen. Ebenfalls müssen für uns selbstverständliche Arbeitnehmerrechte wie Mutterschutz und Gewerkschaftsfreiheit garantiert werden.

 

 

Wermutstropfen Wasser

Fair Trade-Blumenfarmen verfügen über strenge Regelungen zum Umweltschutz. Die Initiative hat daher Konzepte für eine sparsame Bewässerung ihrer Felder und betreibt auch Kläranlagen sowie ein umfassendes Kompost- und Müllmanagement.

 

Dennoch ist die Wasserfrage ein Wermutstropfen auch im Fair Trade-Anbau. Denn die Bewässerung der Pflanzen ist generell aufwändig und kann zu Wasserknappheit führen. Positiv ist jedoch, dass durch die Vermeidung von Pestiziden Boden und Grundwasser nicht weiter belastet werden.

 

 

Ethische und soziale Investments schaffen Gewinner auf beiden Seiten

Durch den Kauf von Blumen – und natürlich auch anderen Produkten aus fairem Handel – werden die festgefahrenen Wirtschaftsprinzipien nachhaltig verändert. An die Stelle des ausbeuterischen Handels, bei dem es Gewinner und Verlierer gibt, tritt ein ethisches Wirtschaften, das eine soziale Wirkung und damit Win-Win-Situationen schafft.

 

Das gilt nicht nur für die Dinge die wir kaufen, sondern auch für das Geld, das wir anlegen. Grünes Geld, erfahrener Anbieter von ethischen und ökologischen Investments, zeigt Ihnen, wie Sie Ihr Geld mit sozialer Verantwortung anlegen und gleichzeitig attraktive Erträge erwirtschaften können. Da bleibt genug übrig für einen fair gehandelten Blumenstrauß.

 

Informieren Sie sich hier über Ihre passende Geldanlage.

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

 

Fair und bio – Kaffee und Tee ohne bitteren Nachgeschmack

Freitag, 13. Januar 2017
Zusammenfassung: Kaffee und Tee zählen zu den beliebtesten Getränken. Kaffee steht in Deutschland auf Nummer eins, Tee hat weltweit die Nase vorn. Allerdings werden für die beiden Heißgetränke Menschen ausgebeutet und die Umwelt geschädigt. Bewusster Konsum, Fair Trade-Produkte und ökologischer Anbau können dem entgegen wirken.

 

 

Der Duft von frischem Kaffee belebt die Sinne.

Kaffee oder Tee? – Diese Frage stellt sich noch gar nicht so lange in Deutschland. Bis weit in die fünfziger und sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts war hierzulande der echte Bohnenkaffee oder auch der schwarzer Tee dem Sonntag oder besonderen Anlässen vorbehalten. Zu teuer waren die edlen Getränke, als dass sie für den Massenkonsum geeignet waren. Mit ansteigendem Wohlstand entwickelten sich Kaffee und Tee zu Alltagsgetränken, die jederzeit, nahezu überall in beliebiger Menge zur Verfügung stehen.

 

Und auch wenn die Weltmarktpreise schwanken und in den letzten Jahren sogar etwas angestiegen sind: Die ehemals luxuriösen Getränke sind heute für jeden Durchschnittsverbraucher erschwinglich. Allerdings zahlen Menschen in den Erzeugerländern einen hohen Preis für unseren Konsum.

 

 

Lieblingsgetränk Kaffee – fair und bio schmeckt er noch besser

Kaffee ist das unangefochtene Lieblingsgetränk der Deutschen. Während sich die Anfangs nur wohlhabende Bürger Kaffee leisten konnte, trat im Zuge der Industrialisierung Kaffee seinen Siegeszug in der gesamten Bevölkerung an. Mit jährlich rund 150 Litern pro Person steht Kaffee in der Beliebtheit noch vor Wasser und Bier. Entsprechend ist Deutschland der zweitgrößte Importeur für Kaffee weltweit, hinter der Nummer eins, den USA.

 

Biologischer angebauter und fair gehandelter Kaffee findet sich mittlerweile in nahezu jedem Supermarkt. De facto greifen Verbraucher jedoch immer noch mehrheitlich zu konventionellen Produkten. Weltweit beherrschen nur  5 multinationale Konzerne fast die Hälfte (45 Prozent) des Kaffeemarktes.

 

 

Harte Landarbeit für geringe Löhne

Die Arbeit auf der Kaffee-Plantage ist kaum existenzsichernd.

Der größte Teil des Kaffeeanbaus geschieht durch Kleinbauern, die kaum noch auf dem eigenen Land arbeiten und für ihre harte Arbeit nur geringe Löhne erhalten, häufig weniger als 2 Dollar am Tag. Dabei befinden sich die Kleinbauern gegenüber den Händlern in einer schwachen Verhandlungsposition, viele von ihnen haben keine Informationen über den Markt und die möglichen Preise. Durch kleine Anbauflächen und entsprechend geringer Ernten befinden sich kleine Kaffeebauern und ihre Familie in einer Armutsfalle, aus der es kaum ein Entrinnen gibt. Die frühere Ausbeutung durch Kolonialherren ist jetzt dem ausbeuterischen Preisdruck der multinationalen Konzerne gewichen.

 

Eine Perspektive für einen gerechteren Handel bieten Kooperativen. Durch den Zusammenschluss von Kleinbauern können gerechte und sichere Löhne erzielt werden. Unterstützt werden Kooperativen von Kaffeebauern von Fair Trade-Organisationen, Gepa und kirchlichen Initiativen wie beispielsweise die Christliche Initiative Romero. Durch diese Unterstützung erhalten Kaffeebauern auch wirtschaftliche Beratung und Zugang zur Krediten. So können die Kooperativen ihre Produktivität und Qualität steigern und ihre Wettbewerbsfähigkeit auf- und ausbauen.

 

 

Ökologischer Anbau schont die Umwelt

Zu den sozialen und ethischen Aspekten kommen beim Kaffeeanbau auch große ökologische Herausforderungen hinzu. Neben der generellen Problematik von Monokulturen für das Ökosystem, treten auch – verursacht durch die fortschreitende Erderwärmung – vermehrt Schädlinge und Krankheiten an den Kaffeepflanzen auf.

Öko-Plantagen verzichten auf synthetische Dünger und Pestizide und setzen auf natürliche Mittel, wie etwa die Anpflanzung von Schattenbäumen, die für ein besseres Klima im Anbaugebiet sorgen. Gedüngt wird mit organischen Mitteln. Biologisch angebauter und fair gehandelter Kaffee verspricht Genuss ohne Ausbeutung von Mensch und Umwelt.

 

 

3 Tipps für bewusste Kaffeegenießer

1. Beim Kaffeekauf auf Fair Trade- oder Gepa-Siegel achten sowie auf verlässliche Gütesiegel des biologischen Anbaus.

 

2. Wer auf den guten Geschmack eines fairen Bio-Kaffees gekommen ist, sollte auch beim Kaffeegenuss außer Haus keine Abstriche machen und in Cafés und Restaurants nach entsprechenden Produkten fragen.

 

3. Kaffee ist ein Genussmittel mit einem aufwändigen Herstellungsprozess und einem langen Transportweg. Eine interessante, preiswerte und schmackhafte Alternative sind auch Kaffee-Ersatz-Produkte aus dem Naturkostladen. Lupinen und Malzkaffees sind längst kein „Muckefuck“ mehr sondern haben sich zu schmackhaften und bekömmlichen Getränken gemausert.

 

 

Nicht nur abwarten und Tee trinken

Tee steht auch für Ruhe und Ausgeglichenheit.

Etwa jeder siebte Erwachsene bezeichnet sich selbst als Teetrinker und verzichtet völlig auf Kaffee, mehr als die Hälfte der Bevölkerung trinkt beides gerne. Mit Tee gemeint ist dabei der Aufguss aus den Blättern der Teepflanze, also der schwarze, grüne und weiße Tee sowie der chinesische Olong.

 

Mit Tee werden Werte wie Ruhe und Ausgeglichenheit in Verbindung gebracht, wohingegen Kaffee auch für Hektik, Eile und Stress steht. Trotz des puristischen und sauberen Images von Tee gilt in der Herstellung: Ob ein Landarbeiter auf einer Kaffee- oder Teeplantage arbeitet ist nur ein geographischer Unterschied.

 

 

Nur 3 Konzerne kontrollieren den internationalen Teemarkt

Denn genau wie in den Kaffeeländern Afrikas, Süd- und Mittelamerikas stehen auch in den Teeanbaugebieten Asiens und Afrikas Ausbeutung und Umweltzerstörung an der Tagesordnung. Und auch hier liegt die Marktmacht bei wenigen Playern: Die weltweite Teeproduktion wird von lediglich drei Konzernen kontrolliert.

 

Entsprechend sind diese Unternehmen auch in der Lage Preise zu diktieren und die ausbeuterischen Produktionsprozesse weiter zu treiben. Auf den afrikanischen und asiatischen Teeplantagen liegen die Löhne der Arbeiter mehrheitlich weit unter den nationalen Mindestlöhnen und sind damit nicht existenzsichernd.

 

 

Pestizidrückstände im Tee

Viele konventionell angebaute Tees sind mit Pestizidrückständen belastet

Ökologisch bedenklich ist dabei auch, dass die Umweltstandards der Teeanbauländer generell niedrig liegen und kaum konsequent durchgesetzt werden. Entsprechend hoch ist auch der Einsatz von Pestiziden. Diese schädigen die Umwelt genauso wie die Gesundheit der Arbeiter.

 

Nicht zuletzt aber auch die Gesundheit der Teetrinker weltweit, denn regelmäßige Untersuchungen belegen eine hohe Pestizidbelastung des Endproduktes. Beunruhigend, denn Pestizide in Lebensmitteln gelten als Verursacher von Krebserkrankungen, hormonellen Störungen und Missbildungen.

 

Wie beim Kaffeeanbau existieren auch im Teemarkt bäuerliche Kooperativen, die sich für fairen und umweltverträglichen Anbau einsetzen

 

 

3 Tipps für bewusste Teetrinker:

1. Auch beim Teekauf geben Fair Trade- oder Gepa-Siegel sowie die Gütesiegel des biologischen Anbaus eine verlässliche Information über Anbau und Handel des Tees.

 

2. Teetrinker haben es in Lokalen oft schwer und müssen sich mit einer eingeschränkten Auswahl zwielichtiger Beuteltees zufrieden geben. Tee sollte auch unterwegs ein Genuss sein. Achten Sie auf Lokale mit spezieller Teekarte und fragen Sie nach fairen und biologischen Produkten.

 

3. Wie Kaffee ist auch Tee ein Genussmittel, das energieaufwändig produziert und transportiert wurde. Klassische Alternativen zu schwarzen und grünen Tees sind Kräuter- und Früchtetees aus regionalem Anbau. Als trendige „Infusions werden diese Aufgüsse in vielen interessanten Geschmacksrichtungen angeboten.

 

 

Nachhaltig genießen, wirkungsvoll investieren

Fair gehandelter und biologisch angebauter Kaffee und Tee beweist, dass die Wirtschaftspraxis multinationaler Konzerne nicht alternativlos ist.

 

Es liegt allerdings auch in der Hand der Verbraucher, sich für Genuss mit Respekt vor Mensch und Umwelt zu entscheiden und einen Beitrag für eine gerechtere Welt zu leisten.

 

Auch mit ethischen und ökologischen Investments lassen sich Schalter im Wirtschaftssystem umlegen, denn nicht ist so wirkungs- und machtvoll wie Geld.

 

Grünes Geld bietet rund 300 nachhaltige Geldanlagen für nahezu jede Investitionssumme. Nehmen Sie sich also ein Tasse Ihres Lieblingsgetränks und machen Sie den Grünes Geld Test.

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

O du fröhliche – 5 nachhaltige Geschenkideen für Weihnachten

Freitag, 02. Dezember 2016
Zusammenfassung: Weihnachten ist ein klassisches Familienfest. Geschenke gehören für die meisten Menschen dazu. Nachhaltige und sinnvolle Geschenke bringen nicht nur dem Beschenkten Freude, sondern nutzen auch Umwelt und Klima.

 

Weihnachten rückt näher – und wie in jedem Jahr stehen viele von uns jetzt vor der Frage: Mit was kann ich meinen Lieben eine Freude bereiten? Wer während des Jahres bewusst konsumiert, ökologisch sinnvolle Produkte bevorzugt und auch die Arbeitsbedingungen nicht außer acht lässt, unter denen viele Dinge hergestellt werden, wird auch in der Weihnachtszeit sinnvolle und nachhaltige Geschenke bevorzugen. Denn so sind die Geschenke nicht nur zur Freude der Beschenkten, sondern nutzen auch Klima, Umwelt und Menschen in aller Welt.

 

1. „O Tannenbaum“ – Das Geschenk für die ganze Familie

Öko-Weihnachtsbäume nadeln pestizidfrei.

Öko-Weihnachtsbäume nadeln pestizidfrei.

25 Millionen Weihnachtsbäume wurden im vergangenen Jahr in Deutschland verkauft. Der immergrüne Nadelbaum – Zeichen des Lebens und der Hoffnung – ist damit eines der wichtigsten Weihnachtssymbole und gehört in vielen Haushalten zu einem richtigen Weihnachtsfest einfach dazu. Mit dem Weihnachtsbaum kommt allerdings nicht unbedingt ein Stück Natur ins Haus, sondern oftmals eine kleine Giftmülldeponie aus einer Baumplantage. Weihnachtsbäume werden noch immer zu großen Teilen als Monokulturen in Plantagen gezüchtet und dort entsprechend mit Pestiziden und künstlichen Düngern behandelt. Vielfach wurde auch das umstrittene Glyphosat in Weihnachtsbäumen nachgewiesen.

 

Wer also beim Baumkauf auf Umweltverträglichkeit achtet – und das tun bereits zehn Prozent der Kunden – bevorzugt Bäume aus ökologischer Forstwirtschaft. Mittlerweile bieten viele Gärtnereien und Gartenzentren Bäume mit dem niedrigschwelligen BIO-Siegel, aber auch mit den strengeren Naturland- und Bioland-Siegeln an. Hier können Verbraucher sicher gehen, dass ihr Weihnachtsbaum nicht mit Giften belastet ist und in der Natur keinen Schaden durch Intensiv-Plantagen angerichtet hat. Wer seinen Baum beim kommunalen Forstamt kauft oder im Wald aussucht, kann sie auch vor Ort darüber informieren, welche ökologischen Kriterien angewendet werden und ob Pflanzengifte zum Einsatz kommen.

 

 

2. „Der Christbaum ist der schönste Baum“ – Bäume gegen die Klimakrise

Ein geschmückter Weihnachtsbaum ist festlich und stimmungsvoll. Ein Baum in der Natur speichert das klimaschädliche CO2 und sorgt dafür, die drohende Klimaerwärmung unseres Planeten abzuwenden. Natürlich schafft das ein Baum nicht alleine. Um die Klimakrise effektiv aufzuhalten, benötigt die Erde 1.000 Milliarden neuer Bäume, das sind rund 150 Bäume pro Mensch. Auf diese Rechnung kam 2007 der damals neunjährige Felix Finkbeiner und fing sofort an zu pflanzen. Mittlerweile hat die von ihm gegründete Organisation Plant-for-the-Planet bereits 14 Milliarden Bäume gepflanzt, viele davon in der Provinz Cancun in Mexiko, wo die Stiftung mittlerweile eigene Aufforstungsflächen unterhält.

 

Bäume für Plant-for-the-Planet sind auch ein ausgezeichnetes Weihnachtsgeschenk und bereits ab einem Euro zu haben. Der Beschenkte bekommt einen Gutschein mit Code und kann dann zusätzlich auf der Website im virtuellen Wald seinen Lieblingsbaum verewigen. Wem diese Geschenkidee zu ideell ist, kann auch mit dem Kauf der Guten Schokolade die Aktion wirkungsvoll unterstützen und Fairgehandeltes naschen: mit fünf verkauften Tafeln Schokolade wird ebenfalls ein Baum gepflanzt.

 

 

3. „Alle Jahre wieder“ – Abos bringen regelmäßig Freude

Für manche Menschen ist es durchaus sehr schwierig, das passende Geschenk zu finden, denn viele Bedürfnisse sind befriedigt und ein reduzierter Lebensstil liegt mittlerweile durchaus im Trend. Hier kann ein Zeitschriften-Abonnement über das gesamte Jahr regelmäßig Freude bringen. Besonders angenehm für Menschen, die sich über das Jahr nicht so häufig treffen: Die monatlichen Lieferung der Zeitschrift ruft auch immer wieder den Schenker ins Gedächtnis.

 

Ein Klassiker für den bewussten Konsumenten: Die Zeitschrift Öko-Test bietet monatlich bis zu zehn Produkttests und informiert umfassend zu den jeweiligen Schwerpunktthemen. Darüber hinaus schreibt das Magazin über Trends, Politik und Umwelt, Bauen und Wohnen sowie Finanzen und Versicherungen.

 

Wer sich für gutes Essen und nachhaltige Lebensmittelproduktion interessiert und sich für Rezepte und Restaurant-Tipps interessiert, freut sich gewiss über das Slow Food Magazin, das zweimonatlich erscheint.

 

Umfassender konzipiert ist zeozwei, das Magazin für Klimapolitik und –kultur. Vier mal im Jahr liefert das Heft Berichte zu den Themen ökologisch Leben, erneuerbare Energien, Klimawandel und Nachhaltigkeit.

 

 

4. „Eine Muh, eine Mäh, eine täterätätä“ – Nutztiere mieten

Wenn schon Fleisch, dann bitte aus artgerechter Haltung.

Wenn schon Fleisch, dann bitte aus artgerechter Haltung.

Lebensmittelskandale in der Fleischindustrie, katastrophale Zustände in den Mastbetrieben, ökologisch fatale Folgen durch Massentierhaltung. Vielen Menschen ist die Lust auf Fleisch vollkommen vergangen. Wen allerdings doch ab und an Gelüste nach Braten, Schinken oder Wurst und Co. überkommen, möchte doch gerne wissen, woher das Fleisch stammt und wie das Tier gehalten wurde. Eine pfiffige Idee dazu hatte ein Bio-Bauer aus Niederbayern. Er vermietet Ferkel und Kälber. Seine Kunden zahlen einen Grundbetrag und monatliches Futtergeld, nach etwa einem Jahr bringt der Landwirt das Tier zum Metzger, der den unangenehmen Teil übernimmt. Der Kunde erhält dann das Fleisch seines Miet-Tiers nach Wunsch verarbeitet. Das Geschäftsmodell ist an sich nicht neu und nannte sich früher „Lohnmast“. Der Vorteil für den Bauern: Der Kunde steht gleich zu Beginn fest und sichert die Existenz des Hofs. Der Vorteil für den Kunden: Er erhält Bio-Fleisch und kann sich jederzeit vor Ort über die Haltung und Fütterung seines Ferkels oder seines Kalbs informieren.

 

Wer dem Fleisch abgeschworen hat, kann auch eine Patenschaft für Nutztiere übernehmen. So bietet beispielsweise der Demeter-Hof Andechser eine Kuhpatenschaft an. Paten erhalten regelmäßig Grüße aus dem Stall und zweimal im Jahr ein Genusspaket. Ganz uneigennützig sind die Patenschaften für alte Nutztiere. Diese landen nicht beim Abdecker, sondern beispielsweise im Altersheim für Kühe.

 

 

5. „Kling, Glöckchen, klingelingeling“ – Geldgeschenke für Kinder und Jugendliche

Gerade für Kinder und Jugendliche sind Geldgeschenke besonders attraktiv. Schließlich ermöglichen sie, für die Zukunft vorzusorgen und den Weg ins weitere Leben zu ebnen. Auch ein unschlagbarer Vorteil für regelmäßige Schenker: Wenn das Konzept für eine sinnvolle Geldanlage erst einmal steht, sind die kommenden Geschenke nicht schwer in der Vorbereitung und helfen so mit bei einer stressfreien Vorweihnachtszeit.

 

Ein gutes Angebot bietet die FIL Fondsbank GmbH (FFB) mit dem FondsdepotJunior an. Die Depotführung ist bei Vertragsabschluss bis zum 31. Dezember 2017 kostenfrei. Eingezahlt werden müssen monatlich mindestens 25 Euro, einmalige Einzahlungen sind ab 50 Euro möglich. So kommt über die Jahre ein kleines Vermögen zusammen, dass später für Ausbildung, Reisen oder größere Anschaffungen genutzt werden kann.

 

Grünes Geld berät zum kostenfreien FondsdepotJunior der FFB. Außerdem verfügt Grünes Geld noch über viele weitere Angebote aus den Bereichen der ökologischen und ethischen Geldanlagen. So können Geldgeschenke optimal im Einklang mit Klima, Umwelt und Mensch gestaltet werden. Wir wünschen eine angenehme Vorweihnachtszeit!

 

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Carmen Junker

Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

 

Bienen in Gefahr – Mensch in Gefahr

Mittwoch, 29. Juni 2016
Zusammenfassung: In den vergangenen Jahren beunruhigten mehrfach Nachrichten über das weltweite Bienensterben. Vielfach wurde der Parasitenbefall durch die Varroamilbe verantwortlich gemacht. Aber auch strukturelle Veränderungen und Pestizide machen Bienen das Leben schwer.

 

Massenhaftes Bienensterben weltweit! – Die Nachrichten der vergangenen Jahre zerstörten die heile Welt, mit der Bienen sonst in Verbindung gebracht werden. Denn kaum einem Insekt wird soviel Sympathie entgegengebracht wie der Biene. Die Honigbiene (lateinisch Apis Mellifica) ist quasi das kleinste unter den heimischen Nutztieren. Als Honig- und Wachslieferantin eine zuverlässige Partnerin. Die Eigenschaften, die diesem Tier zugeschrieben werden, sind durchweg positiv, werden sie doch mit Fleiß und Attraktivität („eine flotte Biene“) in Verbindung gebracht. Zudem bekommen Kinder schon seit Generationen den Fortbestand der Menschheit anhand des Beispiels von „Blumen und Bienen“ erklärt. Aber gerade im Zusammenhang mit dem Fortbestand der Menschheit wird aktuell vermehrt das Genie Albert Einstein zitiert: „Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“ Auch wenn die Herkunft des Zitates nicht genau belegt werden kann, die Botschaft ist einleuchtend und erschreckend zugleich.

 

Das vermehrte Bienensterben

Nahezu alle Pflanzen sind vom Überleben der Bienen abhängig.

Nahezu alle Pflanzen sind vom Überleben der Bienen abhängig.

Bienen spielen eine wichtige Rolle im Erhalt des weltweiten Ökosystems. Auf ihrer täglichen Nahrungssuche tragen sie Pollen von Blüte zu Blüte und bestäuben so rund 80 Prozent aller Nutz- und Wildpflanzen. Damit trägt die Biene entscheidend zum Erhalt der Artenvielfalt bei und sorgt für die Verbreitung von Pflanzen. Kurz gesagt zeichnet die Biene für die Nahrungsmittelversorgung der gesamten Menschheit maßgeblich verantwortlich.

In den vergangenen Jahren mehrten sich weltweit Nachrichten zum Sterben ganzer Bienenvölker. Allein in Deutschland ist nach Angaben des Deutschen Imkerbundes die Zahl der Bienenvölker seit 1952 von 2,5 Millionen auf heute weniger als eine Million zurückgegangen.

 

Parasiten und Pestizide

Wie es zum Massensterben der Bienen gekommen ist bleibt weitgehend unklar. Wahrscheinlich ist es das Zusammenspiel unterschiedlicher Faktoren.

Stark im Fokus stand dabei der Parasitenbefall ganzer Bienenvölker durch die Varroamilbe. Die Milbe ist vermutlich Ende der siebziger Jahre mit importierten Bienen nach Europa gekommen und ernährt sich vom Blut der Bienen. Die Milben vermehren sich auf der Brut, so dass die jungen Bienen bereits beim Schlüpfen geschwächt sind und kurze Zeit später sterben. Aber Krankheitserreger sind nicht allein verantwortlich für den Rückgang der Bienenpopulationen.

Mitverursacher sind auch die Pestizide in der industriellen Landwirtschaft. Industrielles Saatgut wird oft mit Pestiziden aus der Gruppe der Neonicotinoiden behandelt. Dieses Nervengift stellt eine tödliche Gefahr für Bienen dar. Bereits 2013 sind drei Pestizidwirkstoffe aus der Gruppe der Neonicotinoide von der EU verboten worden. Dagegen legten Anfang 2014 die Herstellerkonzerne BASF, Bayer und Syngenta bei der EU-Kommission eine Klage ein, da sie nicht ausreichende Belege für die Gefährdung der Bienen sahen. 2017 steht eine Neubewertung durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit – EFSA an.

 

Eine Welt ohne Bienen?

Wie eine Welt ohne Bienen aussehen könnte, beschreibt der kanadische Autor Douglas Coupland in seinem skurrilen Zukunftsroman „Generation A“ aus dem Jahr 2009. In seiner Geschichte sind alle Bienen weltweit ausgestorben. Obst und Gemüse sind nahezu unbezahlbare Delikatessen, denn jede Pflanze wird handbestäubt. Sämtliche Nahrungsmittel werden industriell hergestellt. In diese Welt passiert eines Tages das quasi Unmögliche: Fünf junge Menschen werden zeitgleich auf unterschiedlichen Kontinenten von Bienen gestochen.

 

 

Gute Geldanlage: Musterdepots Vermögensaufbau bei Grünes Geld

 

 

Obgleich es sich eindeutig um einen Science Fiction handelt, steigen unweigerlich Bilder von chinesischen Wanderarbeitern auf, die vielfach durch die Medien gingen. Auch sie bestäubten, ausgestattet mit einem kleinen Pinsel, Apfelbäume mit Pollenpulver. Einzug hielten diese Bilder auch im Film „More than Honey“ des Schweizer Dokumentarfilmers Markus Imhoof aus dem Jahr 2012, in dem er sich mit dem weltweiten Bienensterben auseinandersetzt.

Bereits 2009 beschäftigte sich auch der US-amerikanischen Film „Bienen – Himmelsvolk in Gefahr“ mit dem mysteriösen Bienensterben.

Beide Filme beleuchten – neben Parasitenbefall, Pestiziden und Umweltveränderungen – auch den Beitrag der Bestäubungs-Industrie in den USA als Grund für das massenhafte Bienensterben: Bienenvölker werden quer durch Staaten gefahren, um je nach Saison verschiedene Obst-, Gemüse- oder Getreidepflanzen zu bestäuben. Die Bienen kommen so mit unterschiedlichsten Pestiziden in Berührung, werden durch Monokulturen oder künstlich ernährt und mit Chemikalien behandelt. Teilweise wird auch der enorme Stress durch den Transport für das Sterben der Bienen verantwortlich gemacht.

 

Was tun? – Bienenfreundliche Lebensräume schaffen und erhalten

Auch das generelle Wegbrechen und die starken Veränderungen der natürlichen Lebensräume tragen zum Verschwinden der Bienen bei. Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) schlägt daher vor, die Landschaften weltweit wieder bienenfreundlicher zu machen.

 

In den Umwelt- und Naturschutzverbänden in Deutschland ist das Thema bereits angekommen. Vielfach werden hier Anleitungen und Tipps für eine bienenfreundliche Garten- und Balkonbepflanzung gegeben. Aber auch der Aufbau von Insektenhotels, Hobby-Imkerei und Bienenpatenschaften befindet sich im Aufschwung. Zunehmend stellen Schulen, Unternehmen und Institutionen ihre Dächer und Gartenbereiche für Bienenstöcke zur Verfügung. Prominentes Beispiel hierfür der Kult-Fußballclub St. Pauli siedelt im April dieses Jahres zwei Bienenvölker im Stadion am Millerntor an, um auf das Bienensterben aufmerksam zu machen und seine ökologische Verantwortung zu demonstrieren.

 

Ökologische Verantwortung zu übernehmen, wird darüber hinaus auch mit ökologisch orientierten Geldanlagen ermöglicht. Mit Förderung der alternativen Landwirtschaft oder Investitionen in Unternehmen, die stark über Umweltschutzkriterien innerhalb ihrer Produktionsabläufe nachdenken, schützen wir auf indirektem Weg die Bienen.

 

Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

Schattenseiten des blühenden Handels mit dekorativen Blumen

Dienstag, 17. Mai 2011

In den fünf Auktionssälen in Aalsmeer/Holland werden pro Tag fast 20 Millionen Schnittblumen und über 2 Millionen Topf- und Grünpflanzen verkauft. Vor Weihnachten, Ostern, Muttertag und Valentinstag steigen die Zahlen sogar noch bis auf das Dreifache. Der Blumenhandel floriert ! Aber auf wessen Kosten ? Die Gewinne werden nicht in den Erzeugerländern wie Kenia, Simbabwe, Kolumbien oder Ecuador gemacht, sondern im Norden. Laut Berechnungen der Initiative Vamos e.v. werden beispielsweise in Kenia am See Naivasha seit 1980 Blumen angebaut. Pro Hektar und Tag werden 60 Kubikmeter Wasser benötigt, das inzwischen für die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung fehlt. Zudem wird der See durch Dünger und Pflanzenschutzmittel massiv verunreinigt – die Arbeiterinnen kommen mit diesen von der Weltgesundheitsorganisation als hochgiftig eingestuften Substanzen unmittelbar in Kontakt. Proteste werden gewaltsam unterdrückt. Ähnlich sieht es in den anderen Herstellerländern aus.

Kommerzieller Anbau von dekorativen Blumen - meistens unter Ausbeutung von Mensch und Natur

Blumenkauf mit gutem Gewissen ?

 

Je höher die Nachfrage nach fair gehandelten Schnittblumen, desto mehr wird auch die Produktion dieser Blumen unterstützt und gefördert.

Erkennen kann man fair gehandelte Schnittblumen an folgenden Labeln:

 

Das Flower Label Program (FLP) garantiert umfangreiche festgelegte Standards an sozialen und umweltfreundlichen Kriterien.

 

Auch das Fairtrade Siegel steht für Produkte, die zu fairen Bedingungen gehandelt werden. Fairtrade Partner erhalten zudem eine Prämie, mit der soziale Projekte finanziert werden. Fairtrade Blumen gibt es inzwischen in vielen Supermärkten und bei Blumenketten.

 

Internationale soziale und ökologische Standards sind die Grundlage auch für die Organisation fair flowers fair plants (FFP). 80% der mit dem Siegel FFP versehenen Pflanzen kommen aus den Niederlanden. Ebenfalls von dort kommt das MPS-Siegel, das Züchter, Händler und Exporteure zertifiziert.

 

Das Bioland-Siegel zeichnet deutsche Ökoblumen aus.

 

Durch den Kauf von fair gehandelten Produkten helfen Sie mit, den Lebensstandard der Menschen in den Herstellungsländern entscheidend zu verbessern, angemessene Löhne und Arbeitsbedingungen herzustellen und Kinderarbeit zu vermeiden. Wenn Sie mehr über die Wirkung Ihres angelegten Geldes im sozialen und ökologischen Bereich erfahren möchten, stehen Ihnen die Experten von Grünes Geld gern zur Seite.