Mit ‘Plastikmüll’ getaggte Artikel

Vier Pioniere für den Klimaschutz

Dienstag, 05. Dezember 2017
Zusammenfassung: Vorbilder motivieren. Gerade das Engagement von Prominenten kann viele Menschen dazu bewegen, selbst aktiv zu werden – oder sich mit dem Thema aktiv auseinander zu setzen. Vier Beispiele für ein Engagement im Umwelt- und Klimaschutz.

 

Positive Entwicklungen anstoßen!

 

Das Rahmenprogramm der diesjährigen Weltklimakonferenz in Bonn hat es gezeigt: Auch Vorkämpfer in Sachen Klimaschutz können wie Popstars gefeiert werden. Bestes Beispiel war der Auftritt des ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore. Ebenfalls für Beifall sorgte die Rede des ehemaligen Gouverneurs von Kalifornien Arnold Schwarzenegger – und es waren sicher nicht die Fans seiner früheren Terminator-Filme, die klatschten, als Schwarzenegger Kaliforniens Engagement im Bereich der Erneuerbaren Energien vorstellte. Für sein Enagement wurde Schwarzenegger nur wenig später mit dem Medienpreis „Umwelt-Bambi“ ausgezeichnet.

 

Die persönlichen Auftritte belegen, wie wichtig es ist, ein an sich abstraktes Thema – wie den globalen Klimaschutz – durch Beispiele und Projekte, aber auch durch Persönlichkeiten, Vorbilder und Pioniere greifbar und verstehbar zu machen.

 

 

(mehr …)

10 Fakten über den Plastikmüll in der Nordsee die Sie kennen sollten

Dienstag, 30. Juni 2015

 

Waren Sie heute schon Einkaufen? Beim Supermarkt, im Kleidergeschäft oder im Schreibwarenhandel? Falls ja, dann stehen die Chancen gut, dass Sie eine Plastiktüte für Ihren Einkauf bekommen haben. Einfach so dazu geschenkt. Weil es viel bequemer ist, als eine eigene Tasche von zu Hause mitzubringen. Oder weil der Einkauf spontan war. Doch nichts im Leben bleibt ohne Auswirkungen, auch wenn manche recht entfernt sind. Im Fall der Plastiktüten sind es tote Vögel in der Nordsee, oder Fische oder Krebse. Denn unser Plastikmüll verstopft die Mägen der Tiere oder fängt sie wie eine Falle und lässt sie jämmerlich verenden.

 

 

Kunststoffmüll im Meer

Die Nordsee vor Plastikmüll schützen

 

 

Wie in unserem Blogbeitrag Schön: EU zieht in den Kampf gegen Plastiktüten vom 3. März 2015 berichtet, ist das Thema seit Jahren bekannt. Man weiß, dass unser Plastik die Meere zumüllt und aufgrund der schieren Menge und der langen Zeiträume, bis sich Kunststoff auflöst, praktisch nie verschwindet. Aber welche belastbaren Fakten gibt es dazu? Wir haben die 10 wichtigsten Fakten über den Plastikmüll für Sie zusammen getragen.

 

1.) 97 Prozent aller Eissturmvögel haben Plastik im Magen

 

Wie die Wochenzeitung “Die Zeit” in ihrer Ausgabe vom 25. Juni 2015 berichtet, haben Wissenschaftler, unter Ihnen der Biologe Nils Guse, in ihrer Arbeit “Der Eissturmvogel als Indikator für die Plastikmüllbelastung der Nordsee” heraus gefunden, dass 97 Prozent aller Eissturmvögel Plastikmüll im Magen haben. Im Durchschnitt enthält der Magen 30 Plastikpartikel.

 

2.) Der erste industriell gefertigte Kunststoff: Bakelit 1907

 

Die Kunststoffe, oder umgangssprachlich Plastik, eroberten in den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg die Industrieländer und schließlich die ganze Welt. Hergestellt aus Rohöl ist Kunststoff formbar, widerstandsfähig und vor allem unglaublich billig. Was die wenigsten wissen: der erste industriell gefertigte Kunststoff war Bakelit im Jahr 1907. Es folgten Nylon, Zelluloid, Cellophan, Resopal und  Styropor.

 

3.) Seit 1950 Produktion x 300

 

Der Siegeszug in den 1950er Jahren und den folgenden Jahrzehnten hängt nur zum Teil mit der Explosion der Weltbevölkerung zusammen – weitgehend ist er auf die weite Verbreitung des neuen Materials zurück zu führen. Während die Weltproduktion an Kunststoff 1950 noch 1 Million Tonnen betrug, stellen wir mittlerweile 300 Millionen Tonnen jährlich her.

 

4.) Das Plastik-Meer Problem wird bekannt: Charles J. Moore

 

Wir schreiben die letzten Jahre der 1990er. Die Welt ist im Börsenboom-Zeitalter angelangt, Bill Clinton ist Präsident der USA und macht mit persönlichen Affären auf sich aufmerksam. Da durchquert der amerikanische Meeresforscher Charles J. Moore den Nordpazifik entdeckt eine riesige Ansammlung von Plastikteilen – so groß wie Mitteleuropa. Der erste Müllstrudel, angetrieben durch Erdrotation und Wind und Strömung, ist entdeckt und und macht das Problem weiten Kreisen der Bevölkerung bekannt.

 

5.) Wohl größte Plastikmüll-Deponie Deutschlands: Die Nordsee

 

Während sich die Entdeckung des ersten Plastikmüllstrudels im weit entfernten Pazifik vor der Haustüre von noch nicht weit entwickelten Schwellenländern abträgt, wächst auch der Plastikmüll in der Nordsee. Man schätzt den Plastikmüll in der Nordsee nach Angaben der Zeit auf mittlerweile 700.000 Kubikmeter. Das entspricht in etwa dem Verbrauch an Rohöl der größten Volkswirtschaft der Welt, der USA, an einem kompletten Tag.

 

6.) Entsorgung von Plastikmüll durch China: bis zu 3,5 Millionen Tonnen

 

Jedes Land entsorgt Plastik im Meer – auch Deutschland. Doch während es sich in Deutschland üblicherweise nur um die Abfälle von Schiffen handelt, die nach wie vor einfach während der Fahrt illegal entsorgt werden, geht es in aufstrebenden Ländern noch um ganz andere Mengen. Alleine China entsorgt nach Untersuchungen einer Gruppe von Wissenschaftlern, veröffentlicht im Science, jährlich zwischen 1,3 und 3,5 Millionen Tonnen im Meer.

 

7.) Die Top 5 der Plastiksünder

 

Diese Länder entsorgen alle mindestens 80 Prozent Ihres Mülls falsch, also verklappen direkt im Meer oder schütten den Kunststoff auf offene Deponien, von wo aus er durch den Wind aufs Meer geweht wird:

 

 

 

top-5-plastikmuell-suender-laender

Grafik: Grünes Geld GmbH

 

 

 

8.) Wie lange dauert es eigentlich, bis Kunststoffe vollständig zerfallen?

 

Auch vorbildliche europäische Staaten wie Deutschland oder die ganzen Nordsee Anrainerstaaten bringen kaum noch Plastikmüll ins Meer. Aber woher kommt dann die unheimlich große Verschmutzung? Die Antwort liegt in der Vergangenheit, denn so lange brauchen moderne Kunststoffe in etwa, bis sie zerfallen:

 

Kunststoff


Zerfalldauer in Jahren

PET Flasche

450 Jahre

Plastiktüte

10 bis 20 Jahre

Styroporbecher

50 Jahre

Angelschnur

600 Jahre

Quelle: Die Zeit, Ausgabe 25.6.2015

 

 

 

9.) Kontrollierte Schiffe: 365 von 10.000

 

Seit 1983 gib es das “Internationale Übereinkommen zur Verhütung der Meeresverschmutzung durch Schiffe”, das die größte Quelle für neue Kunststoff-Verschmutzungen in der Nordsee, die Schifffahrt, regulieren will.  Die Schiffe müssen ihren Müll an Bord sammeln und trennen, in den Häfen werden sie von der Wasserschutzpolizei kontrolliert. Der einzige Haken: von rund 10.000 Schiffen jährlich in Hamburg werden nur 365 kontrolliert. Das sind weniger als 4 Prozent.

 

 

 

kontrollierte-schiffe-hamburg

Weniger als 4 Prozent der Schiffe in Hamburg werden kontrolliert (Grafik: Grünes Geld GmbH)

 

 

10.) 643 Produkte enthalten Mikroplastik

 

Mikroplastik – was ist das? Das sind winzige Kunststoffkügelchen, die sich in sehr vielen täglich benutzten Produkten befinden. Sie werden genutzt als Schleifmittel um in Cremes zum Beispiel überschüssigen Talg oder tote Hautzellen abzutragen. Oder als Filmbildner in Shampoos oder als Bindemittel in Gesichtscremes.

 

Mikroplastik muss nicht auf die Verpackungen geschrieben werden. Trotzdem nehmen wir Menschen das Mikroplastik auf und lassen es in die Weltmeere gelangen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat einen Einkaufsratgeber heraus gebracht, in dem 643 Kosmetika mit Mikroplastik aufgezählt sind, unter anderem von Avon, Balea, Clinique, Garnier, L`Oréal, Nivea, Shiseido, The Body Shop, Vichy oder Yves Rocher.

 

 

 

 

 

musterdepots-vermoegensaufbau

 

 

 

 

 

Interesse an unseren Themen? Holen Sie sich die Grünes Geld News und erhalten Sie Insider-Tipps und Frühzeichnerboni.

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.