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Die besten nachhaltigen Unternehmen weltweit

Freitag, 25. März 2011
Näherin

Leider wird immer noch bei der Mehrzahl der Unternehmen gegen internationale Arbeitsstandards verstoßen

Die Unternehmen und Konzerne der Welt stehen inzwischen unter Beobachtung seitens der Zivilgesellschaft und nachhaltiger Investoren. Kein Konzern der Welt kann sich mehr auf Unwissenheit berufen, wenn es um menschenverachtende Arbeitsbedinungungen in Schwellenländern geht. Bewertungsagenturen für Nachhaltigkeit wie Oekom Research analysieren Unternehmen und weisen u.a. auf Verstöße gegen international anerkannte Arbeits- und Umweltstandards hin. So hatten sie auch 2010 wieder einiges zu tun.

 

 

Oekom Research hat ermittelt, dass weltweit nur jedes sechste Unternehmen die beste Bewertung, den sogenannten Prime Status von Oekom verdient hat.

 

Untersucht wurden weltweit 3.100 Unternehmen. Davon ist leider immer noch die Mehrzahl (56%) von einer nachhaltigen Unternehmensführung und Wirtschaftsweise sehr weit entfernt. Nachhaltigkeit in der Geschäftspolitik ist dort Fehlanzeige. Immerhin eine Anzahl von 26 % der Unternehmen hat eine Basis für nachhaltige Wirtschaftsweise gelegt. Übrig beleiben knapp 18% der Unternehmen, die die Auszeichnung Prime Status verdienen, insgesamt 550 von denen etwa 350 aus konventionellen Branchen, wie z.B. der Chemie-, Finanz-, IT- oder Automobilbranche, stammen.
Die verbleibenden 200 Unternehmen kommen aus Branchen der Nachhaltigkeit wie der Erneuerbaren Energien. Dies sind meist kleinere und spezialisierte Unternehmen.

 

Bei den DAX 30 Werten führt SAP die Liga an. Von möglichen 100 Punkten erzielt SAP immerhin 67. Henkel und BMW notieren knapp dahinter.
Zunehmend interessieren sich nachhaltige Investoren für den Bereich der Schwellenländer, da dort die höchsten Steigerungs- und Renditeerwartungen angenommen werden.

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Zunehmend interessieren sich nachhaltige Investoren für den Bereich der Schwellenländer, da dort die höchsten Steigerungs- und Renditeerwartungen angenommen werden.

 

Hier sind nachhaltig agierende Unternehmen allerdings dünn gesät, nur 2% der analysierten Unternehmen erhielten den Prime Status. Verstöße gegen internationale Arbeitsrichtlinien, sind bei 50% der Computer- und Unterhaltungselektronikhersteller zu finden.
Bei 40% der Bergbauunternehmen sind Menschenrechtsverletzungen zu beanstanden. Kartellrechtsverstöße, wie z.B. illegale Preisabsprachen und Marktbeherrschung, sind bei 3 von 4 Unternehmen in der Unterhaltungselektronikbranche nachzuweisen. Gerade beim Punkt gesellschaftliche Verantwortung, fallen viele Unternehmen durchs Raster. Einzelne Ausnahmen gibt es zwar auch hier, die es durchaus mit deutschen oder europäischen Prime Werten aufnehmen können. Die brasilianische Naturkosmetikfirma Natura Cosméticos ist ein solches Unternehmen. Oekom geht davon aus, da der steigenden Nachfrage nach ethisch korrekten Emerging Markets Investments ein knappes Angebot gegenübersteht, dass sich durch den Druck auf die Unternehmen in den Entwicklungsländern verstärktes Nachhaltigkeitsengagement entwickelt.

 

Im ethisch-ökologischen Anlagesegment werden aktuell weltweit 8 Billionen Euro veranlagt. Europaweit sind es 5 Bilionen, die nach überwiegend soften Nachhaltigkeitskriterien verwaltet werden.
Es geht darum den Volumenszuwachs wie in den letzten Jahren massiv zu steigern. Jedoch bedarf es mit zunehmendem Volumen und dem starken Auseindanderdriften von Nachhaltigkeitsvorstellungen eindeutige Qualitätsmerkmale. Auch eine Weiterentwicklung der Kapitalanlagen ist nötig, um die Aufgabe, nämlich die Umsteuerung der Unternehmen hin zur Umwelt- und sozialverträglichen Wirtschaftsweise zu gewährleisten.

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