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News im Solarbereich: Wattner kauft zu, Kürzung vom Bundestag verabschiedet, Direktvermarktung nimmt zu

Freitag, 30. März 2012
RätzlingenRätzlingen: Das neueste Solarkraftwerk für den SunAsset 3 steht hier.

Wattner übernimmt das Solarkraftwerk Rätzlingen

 

Das Solarkraftwerk Rätzlingen I wurde in den vergangenen Tagen von Wattner übernommen. Somit wird es nun in den Solarfonds SunAsset 3 mit eingebracht. Das Solarkraftwerk wurde auf einer Gewerbefläche in Niedersachsen Ende 2011 errichtet. Die Leistung der Anlage beträgt 5,6 Megawatt. Die Investitionssumme hat eine Höhe von ca. 10,5 Millionen Euro.

 

Noch in der ersten Hälfte diesen Jahres – und somit gemäß den aktuellen Übergangsregelungen des EEG noch mit alter Vergütung, wird in Rätzlingen noch eine zweite Anlage mit einer Leistung von 5,1 Megawatt errichtet werden. Es wird somit eine Gesamtleistung von rund 11 Megawatt entstehen. Die Investitionssumme für Rätzlingen wird sich auf ca. 19 Millionen Euro erhöhen.

 

Der SunAsset 3 investiert lediglich in deutsche Solarkraftwerke. Neben dem Standort Rätzlingen hat der Solar Fonds auch Anlagen in Fürstenwalde und Rüsselsheim/Opel I erworben. Die Investitionssumme in Anlagen mit Vergütung aus dem Jahr 2011 beträgt mehr als 31 Millionen Euro. Mit Berücksichtigung des Rätzlingen II und weiteren geplanten Zukäufen von Anlagen bzw. Errichtungen von Anlagen, besitzt der SunAsset 3 eine positive Investitionsbilanz.

 

Die Fondslaufzeit des SunAsset 3 läuft bis Ende 2019 und ist somit unter 8 Jahren, was einer kurzen Laufzeit entspricht. Ein großer Vorteil für Investoren ist, dass sie nicht bloß von den laufenden Erträgen der Solarkraftwerke profitieren, sondern am Ende der Fondslaufzeit auch an der Veräußerung der Solaranlagen beteiligt sein werden.

 

 

Kürzung der Einspeisevergütung wurde vom Bundestag abgesegnet

 

Wie zu erwarten war, hat der Bundestag die Neuerungen des EEG-Gesetztes – und somit die Kürzung der Solarförderung – bewilligt. Ab dem 1. April 2012 wird das neue Gesetz nun gelten.

 

Besonders wichtig für Investoren von Erneuerbare Energien Fonds ist jedoch die Information, dass eine langfristige Übergangsregelung verhandelt wurde. Denn dadurch können Dachanlagen, deren Netzanschluss bis spätestens 24. Februar 2012 beantragt waren bis zum 30. Juni 2012 zu alten Vergütungssätzen ans Netz gehen. Dies gilt auch für planfestgestellte Freiflächenanlagen.

Konversionsflächen-Freiflächenanlagen können sogar bis zum 30. September 2012 noch mit der alten Vergütung in Betrieb genommen werden.

Bereits bestehende Anlagen profitieren weiterhin bis zum Ablauf von 20 Jahren von der zur Zeit der Inbetriebnahme geltenden Einspeisevergütung.

 

 

Direktvermarktung von Solarstrom in Deutschland

 

Aufgrund des Marktprämienmodells des EEG werden seit Anfang diesen Jahres die Betreiber von Erneuerbare-Energien-Kraftwerken dazu angesporen, ihren Strom vermehrt direkt am freien Markt zu veräußern. Dies kann entweder direkt an der Strombörse oder auch über Wiederverkäufer geschehen. Dem Betreiber steht es nun frei, ob er seinen Strom nach dem EEG vergüten lassen möchte oder ob er ihn selbst vermarktet. Bei Direktvermarktung erhält der Betreiber von der EEG dann ausschließlich den Differenzbetrag zwischen dem am freien Markt erzielten Preis und der ihm zustehenden EEG-Vergütung. Die Folge daraus ist eine automatische Verringerung der EEG-Umlage.

 

Das Konzept des  Marktprämienmodells scheint aufzugehen. Seit Einführung hat sich der direkt vermarktete grüne Strom im Gegensatz zum Vormonat um 14% erhöht. Im März wurde insgesamt eine Strommenge von ca. 19,5 Gigawatt erreicht.

Den mit Abstand größten Anteil an direkt vermarkteter Energie liefern mit über 90% die Windkraftwerke. Der größte Anstieg konnte jedoch bei der Solarenergie festgestellt werden. Im Vergleich zum Vormonat war im März ein Anstieg von faszinierenden 80% festzustellen.