Mit ‘Recycling’ getaggte Artikel

Plastiktüte? – Nein Danke!

Donnerstag, 27. September 2018
Zusammenfassung: Plastik ist überall präsent. Der sparsame und sinnvolle Einsatz ist auch noch vertretbar. Zum echten Problem wird Plastik, wenn es in die Natur gerät. Deshalb lautet das Gebot der Stunde: Plastik vermeiden! Besonders dann, wenn es nur als einmalige Verpackung dient.

 

 

„Hemdchenbeutel“ am Obststand – jetzt lieber einen Korb geben!

 

 

Bio-Lebensmittel und Öko-Produkte boomen in Deutschland. Immer mehr Verbraucher interessieren sich für die Herkunft ihrer Konsumgüter, natürliche Materialien liegen im Trend. ABER: Deutschland ist auch ein Plastikland.

 

Insgesamt 95.000 Tonnen Kunststoff wandern allein durch Plastiktüten verursacht bereits nach einem kurzen Einsatz in den Müll – oder in den Sammelsack aus Plastik vom „Grünen Punkt“. Das sind rund 6,1 Milliarde Plastiktüten aus dem Handel plus 3,1 Milliarden der sogenannten Hemdchenbeutel. Diese kommen vor allem an den Obst- und Gemüseständen der Verbrauchermärkte zum Einsatz.

 

Alles in allem liegt Deutschland mit rund 76 Plastiktüten pro Person und Jahr unter dem durchschnittlichen Verbrauch der europäischen Nachbarstaaten. Denn hier werden im Schnitt immerhin fast 200 Plastiktüten verbraucht – dabei sind die dünnen Hemdchenbeutel nicht mitgezählt.

 

 

 

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Mobiltelefone – Smart und fair kaufen, behalten, Geld sparen

Dienstag, 20. Dezember 2016
Zusammenfassung: Mobiltelefone, Smartphones, Handys – sie haben das Alltagsleben massiv verändert und bieten ihren Nutzern viele attraktive Funktionen. In der Herstellung sind diese Geräte allerdings weniger smart. Beim Abbau der notwendigen Metalle und Mineralien werden Mensch und Natur brutal ausgebeutet. Auswege bieten ein bewusster Umgang mit den Geräten: lange Nutzung, alternative Anbieter, Reparatur und Recycling.

 

 

Smartphones sind aus dem alltäglichen Leben nicht mehr wegzudenken.

Smartphones sind aus dem alltäglichen Leben nicht mehr wegzudenken.

Zum Weihnachtfest werden sie wieder auf vielen Gabentischen liegen: Smartphones erfreuen sich ungebrochener Beliebtheit. Kein Wunder, schließlich vereinigt dieses kleine Gerät unzählige Funktionen, für die noch vor wenigen Jahren viele unterschiedliche Geräte notwendig waren. Telefon, Computer, Kamera, Navigationsgerät, Diktiergerät, MP3-Player, Radio – mit einem Smartphone hat man einfach alles im Griff.

 

Laut Branchenverband Bitkom e.V. planen rund 30 Prozent der Deutschen planen, sich zum Jahresende selbst ein neues Smartphone anzuschaffen. Weitere 5 Prozent planen ein Smartphone als Geschenk.

 

 

Mobiltelefone entwickeln sich zu Wegwerfartikeln

Oftmals sind die vermeintlich alten Modelle noch voll funktionstüchtig, jedoch nicht mehr auf dem letzten Stand der technischen Entwicklung. Die alten Geräte werden teilweise weiterverkauft oder innerhalb der Familie oder des Freundeskreises weitergegeben. Viele Altgeräte landen jedoch auf dem Müll beziehungsweise bei der Wertstoffwiederverwertung. Die durchschnittliche Nutzungsdauer eines Smartphones liegt mittlerweile unter zwei Jahren.

 

Die kurze Nutzungsdauer eines Smartphones hat einen hohen Ressourcenverbrauch zur Folge. Darüber hinaus ist die Handy-Produktion auch ein Treiber von blutigen Auseinandersetzungen im Kampf um die begehrten Rohstoffe zur Handy-Produktion. Ebenso zeichnen Mobiltelefone auch für einen massiven Raubbau an der Umwelt verantwortlich.

 

 

Wertvolle Rohstoffe in Mobiltelefonen

Während bei vielen technischen Produkten Entwicklung, Know-how und Marketing die entscheidenden Kostenfaktoren darstellen und die Materialien kaum eine preisliche Rolle spielen, sind in Mobiltelefonen wertvolle Rohstoffe enthalten: unter anderem Gold, Platin, Kupfer, Coltan und die Metalle von sogenannten Seltenen Erden.

 

China baut seine Marktmacht in Sachen Mobilfontechnologie massiv aus und hat durch große Vorkommen der begehrten Seltenen Erden die notwendigen Rohstoffe im Land. Mehr als die Hälfte der Seltenen Erden werden in China, nahe der Wüste Gobi, abgebaut. Dieser Abbau stellt die Umwelt auf eine harte Prüfung. Die Metalle werden mit Säuren aus aufgebohrten Gesteinen chemisch ausgewaschen. Zurück bleiben hochgiftige und radioaktive Abfälle, die in künstlichen Seen gelagert werden. Da die Umweltauflagen in China in diesem Bereich nicht sonderlich streng sind, besteht in den Abbauregionen eine große Gefahr, dass Grundwasser und den angrenzenden Gelben Fluss verseucht werden.

 

 

Raubbau durch Recycling

Innere Werte: Handys und Smartphones seltene Rohstoffe.

Innere Werte: Handys und Smartphones enthalten seltene Rohstoffe.

Bereits vor der großen Smartphone-Welle hat allerdings die chinesische Stadt Guiyu in der Provinz Guangdong den traurigen Titel „Computerschrott-Hölle“ erworben. Schon seit den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts arbeiten die Menschen in dort, unterstützt von unzähligen Wanderarbeitern, auf riesigen Deponien für Elektronikgeräte. Der Elektroschrott wird dabei in erster Linie aus den USA, Europa, Japan und Taiwan angeliefert.

 

In Guiyu werden dann Drucker, Monitore, Computer und zunehmend auch mobile Geräte auseinandergenommen, um an die wertvollen Metalle zu kommen. Was auf den ersten Blick nach einem sinnvollen Recycling klingt, sieht in der Realität anders aus. Die Arbeiter schmelzen über offenen Kohlefeuern Computerplatinen, Kabel und Transistoren in einem Quecksilberbad, um an die begehrten Metalle zu kommen. Die Arbeiter verfügen dabei kaum über angemessen Schutzkleidung und atmen die giftigen Quecksilberdämpfe ein und tragen Verätzungen davon. Gleichzeitig geraten Chemikalien direkt in den Boden und machen das Trinkwasser in der Region ungenießbar.

 

Rund 1,5 Millionen Tonnen alter Elektronikgeräte werden pro Jahr in Guiyu verarbeitet. Die Schattenseiten der Wiederverwertung werden hier deutlich: Die Gesundheit der Arbeiter und die Umwelt werden massiv geschädigt.

 

 

Krieg um Rohstoffe im Kongo

Obwohl offiziell seit 2002 in der Demokratischen Republik Kongo Frieden herrscht, stehen blutige Konflikte im Land noch immer an der Tagesordnung. Und obwohl das Land über wertvolle Rohstoffvorkommen verfügt, zählt der Kongo zu den ärmsten Staaten weltweit. Denn seit vielen Jahren liefern sich unterschiedliche Gruppen erbitterte Kämpfe um die Minen, in denen Erze, in erster Linie Coltan, abgebaut werden, wertvolle Rohstoffe für die Handyproduktion. Schätzungen zufolge sind bei diesem Krieg bereits fünf Millionen Menschen gestorben. Der dänische Dokumentarfilmer Frank Piasecki Poulsen hat bereits 2010 in seinem Film „Blood in the Mobile“ die unmenschlichen Arbeitsbedingungen im Kongo gezeigt und Mobilfunkanbieter aufgefordert, mehr Verantwortung zu übernehmen.

 

 

4 Wege aus dem Smartphone-Dilemma

Kaum ein Smartphone-Käufer möchte Krieg, Ausbeutung und Raubbau an der Umwelt willentlich und wissentlich unterstützten. Aber deshalb auf die Errungenschaften der Technik verzichten? Mit den folgenden vier Vorschlägen, kann die Smartphone-Nutzung nachhaltiger gestaltet werden.

 

 

1. Mobiltelefone lange nutzen

Im Allgemeinen laufen Handy-Verträge über zwei Jahre. Alle zwei Jahre möchte also der Netzanbieter den Vertrag verlängern und bietet gleichzeitig ein neues Gerät günstig an. Da der Preis des neuen Vertrags-Handys weit unter dem Listenpreis liegt, greifen viele zu, obwohl das bisherige Gerät noch gut funktioniert. In Sachen Nachhaltigkeit ein fataler Fehler und auch finanziell gesehen eine Milchmädchenrechnung, denn auch ein günstiges Gerät, das nicht gebraucht wird, ist sinnlos ausgegebenes Geld.

 

 

2. Mobiltelefone aus dem Gebrauchtmarkt

Alles, was nicht neu produziert werden muss, schont Ressourcen und damit die gesamte Umwelt. Im Fall eines Smartphone-Kaufs ist es sicher sinnvoll, ein gebrauchtes Gerät zu wählen. Denn so werden menschenrechtsverletzende und umweltzerstörende Unternehmen nicht unterstützt und neuer Elektroschrott vermieden. Angenehmer Nebeneffekt für den Käufer: eine ordentliche Geldersparnis.

 

 

3. Wenn es ein neues Smartphone sein muss

Eine Alternative zu den gängigen Smartphone-Modellen bietet seit 2013 die niederländische Fairphone B.V. Das Unternehmen befolgt bei der Entwicklung und Produktion soziale und ökologische Nachhaltigkeitskriterien und hat es sich zum Ziel gesetzt, ein ressourcenschonendes Smartphone zu entwickeln und zu vermarkten. Seit einem Jahr ist das überarbeitete Fairphone 2 auf dem Markt. Dieses ist modular aufgebaut. Mit Hilfe eines Feinmechanik-Schraubendrehers können einzelne Komponenten leicht ausgetauscht werden Das erhöht die Lebensdauer des Gerätes und spart unnötigen Abfall. Fairphone B.V. lässt die Fairphones zwar auch in Asien produzieren, verfügt jedoch über hohe Standards in Sachen Arbeitssicherheit, faire Bezahlung und ökologische Nachhaltigkeit. So legt das Unternehmen nicht nur seine Produktion offen, sondern gibt auch Auskunft über die Herkunft und Zulieferer der verwendeten Rohstoffe.

 

Ebenfalls in diesem Feld aktiv ist seit 2014 das hessische Familienunternehmen SHIFT GmbH, das mit seinen Shiftphones und Notebooks ebenfalls faire und ökologisch nachhaltige und Coltan-freie Geräte auf den Markt gebracht hat.

 

 

4. Reparatur und – wenn wirklich gar nichts mehr geht – Recycling

Smartphones gehen auch einmal kaputt. Besonders anfällig ist das Display. Hier lohnt sich eigentlich immer eine Reparatur. Auch bei größeren Reparaturen ist es durchaus sinnvoll, das Gerät nicht gleich durch ein neues Modell zu ersetzen. Wenn allerdings wirklich nichts mehr zu machen ist, zählt das Mobiltelefon zu den Elektroaltgeräten und muss entsprechend entsorgt werden.

 

Obwohl Mobiltelefone wertvolle Materialien enthalten und im chinesischen Guiyu im großen Stil Metalle ausgeschmolzen werden, ist die Recyclingquote generell noch gering. Insgesamt werden weniger als 20 Prozent der wegegeworfenen Elektronikgeräte weltweit recycelt. Die deutsche Umwelthilfe sowie viele Umwelt- und Naturschutzverbände nehmen alte Handys und Smartphones gerne entgegen und führen diese der professionellen Wiederverwertung zu. Tipps zum Umgang mit Altgeräten gibt auch die Organisation Germanwatch.

 

 

Faire Mobiltelefone – ethische Geldanlagen

Die Geschichte des Handys ist komplex, aber faire Alternativen sind im Kommen. Ebenso verhält es sich auch in Sachen Geldanlagen. Mussten früher nur die Erträge stimmen, interessieren sich zunehmend Anleger auch dafür, welche Unternehmen, Staaten und Technologien mit dem investierten Geld unterstützt werden. Grünes Geld  ist Experte für ethisch-ökologische Geldanlagen. Hier können Sie sicher sein, dass Ihr Geld nicht bei Unternehmen landet, die für Ausbeutung, Krieg und Umweltzerstörung verantwortlich sind.

 

Zum Grünes Geld Test

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Trinkflaschen für unterwegs und zu Hause – Comeback des guten Geschmacks

Freitag, 18. November 2016
Zusammenfassung: Eigene Trinkflaschen für unterwegs liegen im Trend. Dabei erleben auch Glasflaschen ein kleines Comeback. Im Handel wird der Markt noch immer von den energieaufwändig produzierten PET-Flaschen dominiert. Umweltbewusste Verbraucher erteilen jedoch dem gekauften Wasser zunehmend eine Absage und nutzen Leitungswasser gegen den Durst, unterwegs und zu Hause.

 

 

Durst ist schlimmer als Heimweh - gut wenn die Trinkflasche immer dabei ist.

Durst ist schlimmer als Heimweh – gut wenn die Trinkflasche immer dabei ist.

Trinken ist wichtig. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt gesunden Erwachsenen mindesten 1,5 Liter Flüssigkeit pro Tag. Dass dieser Ratschlag nicht verhallt, zeigt sich spätestens seit den neunziger Jahren: Die Wasserflasche ist seit dem ein unverzichtbaren Accessoire auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule, bei Sport und Freizeit. Dabei zeigt sich die Trinkflaschen-Mode vielseitig: Angefangen bei der dünnwandigen PET-Flasche, über Fahrradflaschen aus dickerem Kunststoff oder trendigem Alu bis hin zu Glasflaschen, mit und ohne Hülle.

 

Doch bei den Getränkeflaschen geht es nicht allein ums Design. Spätestens seit der Diskussion um Bisphenol-A, kurz: BPA, hat die Plastikflasche – bis dahin besonders beliebt aufgrund ihres geringen Gewichts und ihrer Stabilität – einen Knacks bekommen. Zunehmend rücken auch andere Materialien ins Interesse der durstigen Kunden.

 

 

Bei Plastikflaschen auf BPA-freie Produkte achten

BPA ist ein Bestandteil von Hart- und Weichmachern in Kunststoffen. Zu finden ist BPA in Flaschen aus Polycarbonat (PC), in vielen weiteren durchsichtigen Kunststoffprodukten und auch in der inneren Beschichtung von Konserven- und Getränkedosen. Gefährlich wird BPA, wenn es sich aus den Produkten löst und auf die Lebensmittel übergeht. Das kann beispielsweise durch Wärme entstehen, etwa, wenn die Trinkflasche in der Sonne liegt.

 

BPA zählt zu den am häufigsten verwendeten synthetischen Chemikalien weltweit, die – Studien zufolge – in der Luft, in den Meeren und auch vielfach bereits im menschlichen Körper nachgewiesen werden können. Die Substanz hat eine östrogen-ähnliche Wirkung, greift also in den Hormonhaushalt des Menschen ein und wird in Zusammenhang mit Entwicklungs- und Verhaltensstörungen, Unfruchtbarkeit und Krebserkrankungen gebracht. Seit 2011 ist BPA in Babyflaschen europaweit verboten.

 

BPA-freie Trinkflaschen sind durchaus eine gute Wahl für unterwegs, denn sie sind leicht, lassen sich einfach reinigen und beliebig häufig wieder füllen. Gute Produkte tragen die Kennzeichnung BPA-frei. Allerdings sind nicht alle Trinkflaschen aus Kunststoff unbedingt geschmacksneutral. Wer also auch ab und zu Tee oder Säfte transportiert, wird sich möglicherweise über einen Nachgeschmack oder Verfärbungen ärgern.

 

Gute Kritiken bekommen in den letzten Jahren Trinkflaschen aus Tritan, einem Copolyester-Kunststoff. Die Flaschen sind generell frei von BPA und zudem geschmacksneutral, stabil, wärmebeständig und damit verbunden – spülmaschinenfest. Der Nachteil an diesem Produkte: wie alle Kunststoffe ist die Wiederverwertung ökologisch schwierig.

 

 

BPA-freier Energiefresser: PET-Flaschen

PET-Flaschen sind Pfandflaschen, nicht Mehrwegflaschen!

PET-Flaschen sind Pfandflaschen, nicht Mehrwegflaschen!

Neben den persönlichen Trinkflaschen, die beliebig oft wieder gefüllt werden können, sind die PET-Flaschen noch immer sehr beliebt und verbreitet. Sie sind, was BPA anbelangt, gesundheitlich unbedenklich und werden im Rahmen eines Pfandsystems verkauft. Allerdings handelt es sich hier keineswegs um Mehrwegflaschen.

 

Das 2003 gesetzlich eingeführte Pfand ist lediglich eine Verpflichtung zur Rücknahme der leeren Flaschen durch den Handel. Die meisten PET-Flaschen sind heute Einwegflaschen und werden nach ihrem kurzen Leben dem Recycling zugeführt. Einen besonderen Namen im Bereich der Flaschenrückgabesysteme hat sich Tomra aus Norwegen gemacht. Das Unternehmen, das unter anderem als Investitionswert in den Grünes Geld Musterdepots Balance zu finden ist, bündelt die Geschäftsbereiche Sammelsysteme und Sortierlösungen. Weltweit hat Tomra bereits über 65.000 Pfandautomaten in Betrieb genommen. Sie sorgen damit für die kontrollierte Flaschenrücknahme der PET-Flaschen. Dabei besteht eine PET-Flasche im Allgemeinen zu einem Viertel aus recycelten Flaschen. Das übrige Material wird geschreddert und eingeschmolzen zu Folien und Textilfasern verarbeitet. Dabei geht fast die Hälfte des Materials bei der Aufbereitung verloren, es handelt sich also mehr um ein Downcycling als um eine nachhaltige Wiederverwertung. Da diese Prozesse einen enormen Energie- und Rohstoffverbrauch erfordern und zudem PET-Flaschen häufig einen weiten Transportweg von zentralen Abfüllanlagen im Ausland bis zum Verbraucher zurücklegen, sind PET-Flaschen in ihrer CO2-Bilanz mangelhaft.

 

 

Edelstahl und Aluminium – glänzende Alternativen?

Eine gute Alternative zu Kunststoffen kann eine Trinkflasche aus Edelstahl sein. Robust, rostfrei und nicht allzu schwer. Dabei noch geschmacksneutral und einfach zu reinigen. Generell sind auch keine gesundheitsschädigenden Stoffe in Edelstahlflaschen enthalten. Ein Risiko ergibt sich allerdings für alle, die unter der weit verbreiteten Nickelallergie leiden, je nach Legierung sind die angebotenen Flaschen nicht garantiert nickelfrei. Gute Anbieter geben dazu Auskunft.

 

Leicht, formschön und farbenfroh – Aluminiumflaschen waren lang Zeit der Trendsetter unter den Trinkflaschen. Allerdings ist Aluminium in seiner Gewinnung energieaufwändig und nicht gerade umweltschonend. Ein weiteres Problem: Viele Modelle sind innen beschichtet. An sich eine gute Idee, denn vielfach ist die ungünstige Verbindung von säurehaltigen Getränken und Aluminium nicht hinlänglich bekannt. Allerdings enthält die Beschichtung möglicherweise BPA und dies kann bei einer beschädigten Beschichtung leicht ins Getränk übergehen.  Darüber hinaus wird Aluminium mit Demenz- und Krebserkrankungen in Verbindung gebracht.Damit ist sind Alu-Flaschen keine optimale Wahl.

 

 

Glasklar eine gute Entscheidung – Trinkflaschen aus Glas

Eine Glasflasche ist optimal für die Aufbewahrung von Getränken geeignete. Sie sind hygienisch, können in der Spülmaschine gesäubert werden und völlig geschmacksneutral. Allerdings sollte beim Kauf einer Glasflasche für unterwegs auch darauf geachtet werden, dass der Verschluss BPA-frei ist. „Glück und Glas, wie leicht bricht das!“ – Der große Nachteil einer Glasflasche ist die Bruchgefahr. Viele Flaschen werden daher mittlerweile mit einem Schutzmantel aus gepolstertem Stoff, Kork oder Silikon angeboten. Ein weiteres Manko der Glasflasche ist das Gewicht. Wer also unterwegs die Möglichkeit hat, seine Flasche frisch zu füllen, kann getrost auf ein kleines Modell zurückgreifen, das entsprechend leichter ist. Darüber hinaus sind einige besonders bruchsichere Modelle im Angebot, diese sind allerdings auch schwerer als die ansonsten üblichen Glasflaschen.

 

 

Und zu Hause? Mineralwasser versus Leitungswasser

Das Leitungswasser in Deutschland zählt zu den am besten kontrollierten und hochwertigsten Lebensmitteln überhaupt. Die Trinkwasserverordnung legt dabei fest, dass dieses Wasser ohne gesundheitliche Bedenken und Krankheitserreger, keimarm, farb-, geruchs- und geschmacklos aus der heimischen Leitung kommen muss. Dagegen unterliegt gekauftes Wasser der weniger strengen Mineralwasserverordnung.

 

Warum also Getränkekisten schleppen – gleichgültig aus welchem Material. Getränkekaraffen, wie sie in vielen Lokalen auf den Tisch kommen zieren auch die Tafel zu Hause. Wer auf das prickelnde Gefühl der Kohlensäure nicht verzichten möchte, ist mit einem Wassersprudler gut beraten. Diese sind seit mehreren Jahren auch mit Glasflaschen verfügbar.

 

 

Klimaschutz in allen Bereichen des Alltags

Glücklicherweise gibt es viele sinnvolle Möglichkeiten, seinen Durst unterwegs und zu Hause zu stillen. Wer im Kleinen an Umwelt und Klima denkt, sollte dieses Thema auch nicht bei den wichtigen Dingen des Alltags vernachlässigen, beispielsweise bei den Finanzen. Schließlich ist es von großer Bedeutung, die Macht des Geldes nicht nur als mündiger und anspruchsvoller Konsument zu nutzen. Vielmehr noch können die persönlichen Anlagestrategien bewirken. Investieren Sie Ihr Geld in nachhaltige Geldanlagen mit transparenten ethischen, sozialen und ökologischen Standards.

 

Grünes Geld berät sie als erfahrener und kompetenter Berater zu mehr als 300 ethisch-ökologischen Geldanlagen. So bringen Sie positive Entwicklungen ins Rollen, unterstützen Unternehmen, die unseren und Ihren hohen Ansprüchen genügen und erwirtschafteten darüber hinaus eine attraktive Rendite. Gemeinsam finden wir das passende Finanzprodukt für Sie.

 

 

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Carmen Junker

Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

Low Waste – Wider die Wegwerfgesellschaft

Dienstag, 02. August 2016
Zusammenfassung: Die Müllerberge wachsen. Besonders der Anteil an Verpackungsmüll hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Viele innovative und auch wiederbelebte Ideen regen an zum Müllvermeiden und zum bewussten Konsum.

 

 

Verpackungsmüll macht aktuell einen Großteil des Müllaufkommens aus - auch in Privathaushalten.

Verpackungsmüll macht aktuell einen Großteil des Müllaufkommens aus – auch in Privathaushalten.

Ein durchschnittlicher Erwachsener wiegt in Deutschland 76 Kilogramm und produziert pro Jahr 453 Kilogramm Haushaltsmüll. Ob das Durchschnittsgewicht eine Diät erfordert, ist von unterschiedlichen Faktoren wie Körpergröße und Gesundheitszustand abhängig. Die Müllmenge pro Kopf sollte jedoch der Umwelt zuliebe dringend reduziert werden. Und nicht zu vergessen, auch Recycling-Verfahren sind energieaufwändig und stellen keinen Freibrief für eine Wegwerfkultur dar.

 

Die rund neun Zentner Haushaltsmüll pro Person setzen sich zusammen aus sogenannten Wertstoffen wie Glas, Papier und Plastik. Dazu kommen Haus- und Sperrmüll, Elektroschrott, organische Abfälle und – als kleinsten Anteil – sonstige Abfälle.

 

 

Verpackungsmüll nimmt zu

Mehr als 200 Kilogramm vom gesamten Abfallaufkommen entfallen mittlerweile auf Verpackungsmüll. Dafür gibt es im Wesentlichen drei Gründe: Zum einen werden Lebensmittel zunehmend mehrfach verpackt. So steckt das Frühstücksmüsli beispielsweise nicht nur im Plastikbeutel, sondern wird dazu noch im Umkarton verpackt. Praktisch für die Industrie, denn Schachteln lassen sich passgenau stapeln; praktisch für den Handel, denn die Packung wirkt größer. Unpraktisch für die Umwelt, denn zwei produzierte Verpackungen müssen entsorgt werden.

 

 

Draußen nur Kännchen? – Nein, Einwegbecher!

Kaffeetrinken unterwegs geht auch ohne Abfall.

Kaffeetrinken unterwegs geht auch ohne Abfall.

Ein weiterer Grund liegt strukturell in der steigenden Anzahl an Single-Haushalten. Kleinere Produkteinheiten sind im Vergleich zu Großpackungen stärker verpackt. Dazu kommt noch, dass der Trend zu Speisen und Getränken außer Haus geht. Diese sind meist aufwändig verpackt. Inbegriff dieser Entwicklung ist der Kaffee-to-go-Becher. Diese bestehen im Allgemeinen aus Papier, das mit Kunststoff beschichtet ist und entsprechend nicht recycelt werden kann. Laut Berechnungen der Deutschen Umwelthilfe fallen in Deutschland jährlich 2,8 Milliarden Einweg-Kaffeebecher an, die im allgemeinen in der Müllverbrennung landen. Um diese Menge an Bechern herzustellen, werden an Rohstoffen noch 64.000 Tonnen Holz, 1,5 Milliarden Liter Wasser und 11.000 Tonnen Kunststoff benötigt. Hinzu kommt noch der Energieaufwand, mit dem eine Kleinstadt ein Jahr lang versorgt werden könnte.

 

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Online-Versender: Wenn der Postmann täglich klingelt

Drittes Puzzleteil beim hohen Anteil an Verpackungsmüll ist der rasante Anstieg des Internet-Handels. War das Klingeln des Paketdienstes noch vor zwanzig Jahren in einem Privathaushalt nur selten zu hören, ist es heute nicht ungewöhnlich, dass unterschiedliche Lieferanten mehrmals am Tag Pakete abliefern. Und hier stehen die Kartonagen häufig in einem absurden Verhältnis zum bestellten Produkt.

 

Mit seinem Anteil an Verpackungsmüll stellt Deutschland den Spitzenreiter im Vergleich zu anderen Ländern der Europäischen Union dar. Besonders stark gestiegen ist dabei der Anteil an Plastikabfall. Mitgespielt hat hier der psychologische Faktor: Die Einführung des „gelben Sacks“, also der Müllsammlung von Kunststoff als Wertstoff. Aber: Glas- und Papier erreicht durchgängig gute Recyclingquoten, Kunststoff wird jedoch überwiegend verbrannt.

 

 

Die Müll-Diät

Angesichts der produzierten Müllmengen ist das Nachdenken über den eigenen Abfall sicher sinnvoll. Generell zu beachten: Alles, was ich kaufe, wird irgendwann einmal Abfall sein. Gleichgültig, ob es sich um Lebensmittel handelt oder um einen Staubsauger. Nicht nur der Inhalt eines Produkts ist von Bedeutung, sondern auch die Verpackung. Fünf Ideen und Trends für eine Müll-Diät geben Anregungen für das alltägliche Leben.

 

  1. Die radikale Null-Diät

Zero Waste – keinen Abfall mehr produzieren. Ein Trend der zum Nachdenken anregt. Sicher sehr effektiv, jedoch, wie eine Null-Diät, schwierig durchzuhalten. Aktuell angeregt ist die Diskussion um die nahezu komplette Müllvermeidung von verschiedenen Bloggern, besonders durch Shia Su, die neben ihrem Blog „Wasteland Rebel“ ein Buch zum Thema veröffentlich hat. Ihr Restmüll eines Jahres passt in ein Einmachglas. Klar bei diesem Konzept: Nichts bleibt wie bisher, denn ohne „selbermachen“ und viel Eigeninitiative funktioniert der Zero-Waste-Lebensstil nicht. In einigen Großstädten etablieren sich „Unverpacktläden“, die direkt in die mitgebrachten Vorratsgläser und –dosen abfüllen und bei denen nur der Müll der Großverpackung anfällt. Ein Trend, der von vielen Verbrauchern durchaus begrüßt wird, denn unnütze Verpackungen bringen mittlerweile selbst gemäßigte Gemüter in Rage. Paradebeispiel hier: Die in Plastikfolie verpackte Salatgurken aus dem Supermarkt.

 

 

  1. Die Plastik-Diät

Einseitige Ernährung kann ein Problem sein, einseitig auf Plastik zu verzichten dagegen nicht. Die herkömmlichen Kunststoffe basieren auf Mineralölen, die Recyclingquote ist verschwindend. Bestenfalls erhalten Kunststoffabfälle in Pflanztöpfen, Gartenbänken oder Schulranzen ein zweites Leben. Besser also, Plastik erst gar keinen großen Raum im Alltag zu geben. Für viele Dinge des Haushalts gibt es ökologisch einwandfreie Alternativen, Büroartikel und Kosmetikprodukte befinden sich ebenfalls auf dem Vormarsch. Erfreulich: Der Verbrauch von Plastiktüten ist bereits stark zurückgegangen, denn nicht nur Supermärkte geben keine kostenlosen Tüten ab, auch bei vielen Bekleidungsgeschäften und Kaufhäusern haben Plastiktüten mittlerweile ihren Preis. Die Alternative ist denkbar einfach: Eigene Taschen mitbringen. Die Drogeriemarktkette DM macht es ihren Kunden noch einfacher, sie bietet Pfand-Stofftaschen an.

 

 

  1. Früher Henkelmann, heute Lunchbox

Selbstgemachte Mahlzeiten mitnehmen liegt im Trend.

Selbstgemachte Mahlzeiten mitnehmen liegt im Trend.

Früher eine Selbstverständlichkeit: Mahlzeiten zu Hause zubereiten und zur Arbeit, auf Reisen, für die Schule oder zu Freizeitaktivitäten mitnehmen. Der blecherne Henkelmann wird jetzt Lunchbox genannt und hat sich den Essgewohnheiten angepasst: Je nach Vorliebe präsentiert sich das Essen für unterwegs in der japanisch unterteilten Bento-Box oder dem Salatbecher mit integriertem Besteck und dem Extrafach für das Dressing. Dazwischen existiert natürlich auch noch die quasi zeitlose Brotdose. Nahezu verpackungsfreier Genuss für unterwegs. Ein weiterer positiver Aspekt im Zeitalter der Lebensmittelskandale und – unverträglichkeiten: Die Inhaltsstoffe sind bekannt.

 

 

 

  1. Hasenbrot, Resteverwertung, Foodsharing

Was früher an Proviant wieder den Weg nach Hause nahm, kam als Hasenbrot auf den Tisch. Die Erinnerung an Not- und Hungerzeiten war bis in die sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts noch so präsent, dass das Wegwerfen von Lebensmitteln nahezu undenkbar war. Aktuell landen jährlich rund 20 Millionen Tonnen an Lebensmitteln in Deutschland im Müll. Zum einen in privaten Haushalten, aufgrund abgelaufener Haltbarkeitsdaten, zu einem großen Teil jedoch bereits im Handel, der aussortiert, was etwaigen Qualitätsansprüchen nicht mehr genügen könnte. Angesichts weltweiter Hungerkatastrophen eine ethisch fragwürdige Praxis, denn hier geht es nicht nur um den Überfluss in unserem Land, sondern um den Einfluss des Massenkonsums in den Industriestaaten auf die Weltmarktpreise. Entsprechend steigen die Preise für Nahrungsmittel in Entwicklungsländern an und werden unerschwinglich. Gegentrend und Impulsgeber hier: Foodsharing-Initiativen, die Lebensmittel vor dem Müll oder auch aus dem Müll retten, verteilen, gemeinsam zubereiten oder weitergeben. Für einige Städte gibt es auch Apps, die einen Austausch von Lebensmitteln organisieren.

 

 

  1. Reparieren geht über Konsumieren

Wenn es sich nicht gerade um Lebensmittel und andere Verbrauchsgüter handelt, so lautet auch eine wichtige Frage zur Müllvermeidung: Wie lange ist das Produkt im Einsatz? Denn vermeintlicher Abfall kann durch eine Reparatur vermieden werden. Umweltfreundliches Verhalten wird hier jedoch von Industrie und Handwerk nicht ganz leicht gemacht: Vielfach werden Produkte mit geplanten Obsoleszenzen gefertigt. Das bedeutet, dass die Dinge nur eine bestimmte Zeit funktionieren und dann ersetzt werden müssen. Teilweise werden Kleinelektrogeräte nicht mehr verschraubt und lassen sich entsprechend nicht mehr öffnen. Eine Reparatur wird vielfach nicht angeboten oder liegt nahezu beim Neupreis. Die Konsequenz: Unterhaltungselektronik, Waschmaschinen, Kleingeräte und vieles mehr landen auf dem Müll. Entsprechend werden neue Produkte verkauft, die auch wieder aufwändig verpackt sind. Gegenkonzepte werden oft auf kommunaler Ebene geboten. Teils durch Reparaturwerkstätten die in Verbindung mit Arbeitsloseninitiativen stehen, teils durch regionale Leistungsverzeichnisse von Umweltverbänden. Hilfe und Unterstützung beim selbst reparieren bieten bundesweit auch sogenannte „Repair Cafés“. Was gar nicht mehr repariert werden kann, erfährt teilweise durch Upcycling-Projekte eine neue Verwendung oder dient als Ersatzteillager.

 

 

Die Welt nicht weiter überlasten

Müll vermeiden, bewusst mit den natürlichen Ressourcen umgehen, wichtige Schritte, um die Umwelt zu erhalten. Seit rund drei Jahrzehnten werden jährlich mehr erneuerbare Ressourcen verbraucht und mehr CO2 ausgestoßen, als die Erde innerhalb eines Jahres wieder bereitstellen beziehungsweise verkraften kann. Der Stichtag innerhalb eines Jahres, an dem dieses Vermögen aufgebraucht ist, wird als Earth-Overshoot-Day (auch World-Overshoot-Day) bezeichnet. Während 1986 die Menschheit dieser Berechnungn entsprechend ab dem 19. Dezember auf Kredit lebte, ist der Overshoot-Day seit dem kontinuierlich nach vorne gerückt und in diesem Jahr für den 8. August errechnet worden.

 

Ein bewusster Umgang mit unseren Ressourcen sowie sinnvolle und nachhaltige Geldanlagen können dazu beitragen, dass der Overshoot-Day wieder an Silvester statt findet.

 

 

 

Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.