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Urlaub Teil 2 – Nachhaltige Urlaubsregionen

Freitag, 21. Juli 2017
Zusammenfassung: Klimafreundliche Entspannung ist möglich. Nachhaltige Tourismus-Konzepte sorgen dafür, dass Gast, Region sowie Klima und Umwelt als Gewinner aus dem Urlaub hervorgehen. Fünf deutsche Regionen überzeugen dabei besonders und wurden im Bundeswettbewerb Nachhaltige Tourismusdestinationen ausgezeichnet. Sieger unter den nachhaltigen Regionen: das Biosphärengebiet Schwäbische Alb.

 

 

 

Urlaub – Zeit für Begegnungen.

Klimafreundliche Entspannung ist möglich, wie auch in unserem gleichnamigen Beitrag vom 14. Juli 2017 zu lesen. Immer mehr Regionen entdecken die wirtschaftlichen Vorteile von nachhaltigem Handeln. Denn immer mehr Urlauber bevorzugen Urlaubsziele abseits der Routen des Massentourismus. Orte, die echte Begegnungen ermöglichen, mit der Natur und den Menschen vor Ort.

 

Tourismus hat sich zu einem weltweit bedeutenden Wirtschaftsfaktor entwickelt. Dabei sind die Angebote innerhalb der Branche sehr breit gefächert und spiegelt sämtliche gesellschaftlichen Trends wider. Verglichen mit der Lebensmittel-Branche, die vom billigen Discounter-Angebot bis zur Delikatesse aus Manufakturbetrieben ein weiteres Spektrum abdeckt, hält auch die Reise-Industrie für nahezu jeden Anspruch und jeden Geldbeutel das passende Angebot bereit. Angefangen beim niedrig-preisigen Pauschalangebot, über ausgeklügelte Individualreisen an exotische Destinationen, Kultur- und Bildungsreisen bis hin zum Familienurlaub auf dem Bio-Bauernhof. Denn die Reisefreude ist ein gemeinsames Merkmal der ansonsten eher sesshaften westlichen Gesellschaft.

 

 

Das Urlaubsthema wandelt sich

Saure-Gurken-Zeit – am liebsten mit Gurken aus der Region.

Urlaub ist ein beliebtes Thema in den Medien – gerade zur sogenannten „saure-Gurken-Zeit“. Aber auch in der medialen Aufbereitung lässt sich mittlerweile eine Veränderung in der Berichterstattung feststellen.

 

So schreibt das Magazin der Süddeutschen Zeitung in ihrer aktuellen „Abschiedskolumne“ einen Brief an die kommenden Generationen und entschuldigt sich für ihren klimaschädlichen Lebensstil, der für abgebrochene Eisberge, gerodete Regenwälder und überfischte Meere verantwortlich zeichnet. Dabei beschreibt die Kolumne das Handeln wider besseres Wissen. Schließlich verabschieden sich auch die nicht vom verschwenderischen Lebensstil, die es eigentlich besser wissen könnten. Der Verzicht auf eine Flugreise, die man sich finanziell leisten kann, fällt vielen schwer – CO2-Ausstoss und Generationengerechtigkeit hin und her.

 

Weniger hart geht die Hamburger „Zeit“ mit ihren Lesern ins Gericht. Stattdessen gibt die Wochenzeitung einige Denkanstöße und umsetzbare Ratschläge mit ins Gepäck. Einer der wichtigsten Tipps dabei ist, dorthin zu reisen, wo man willkommen ist und weder Zäune noch Mauern den Gast von den Einheimischen trennt.

 

 

Nachhaltiger Tourismus kennt nur Gewinner

Gute Geldanlage: Musterdepots Vermögensaufbau bei Grünes GeldEin Auftrag, dem nachhaltige Urlaubsregionen gerne nachkommen, denn stimmige Tourismuskonzepte kennen nur Gewinner. Den Gast, der Erholung findet und neue Eindrücke mitnimmt sowie die Wirtschaft vor Ort, die von den Gästen profitiert. Darüber hinaus gewinnen auch Umwelt und Klima, denn moderne nachhaltige Reiseprogramme beinhalten auch vielfältige Maßnahmen, um die Natur langfristig zu erhalten und zu schützen.

 

Ein umweltbewusster Urlaub beginnt bei gut ausgebauten Möglichkeiten für eine klimafreundliche Mobilität, geht über bewusste Ernährung, die regionale Angebote mit einschließt und umfasst auch gerechte Arbeitsbedingungen im Hotel sowie die respektvollen Einbeziehung der jeweiligen Kultur. Je nach Vorliebe des Reisenden, können diese Faktoren den Ausschlag für eine bestimmte Region geben.

 

 

5 Top-Regionen für nachhaltigen Tourismus

Eine nachhaltige Reise zu planen, kann schwierig sein, denn eine unüberschaubare Zahl von Anbietern schmückt sich mit den unterschiedlichsten Bezeichnungen, die mit dem Thema Nachhaltigkeit in Verbindung stehen können, aber nicht müssen. Eine gute Orientierung im Dschungel von Bio-, Natur- und Öko-Reisen bieten die Reiseziele an sich. So zeichnet der Bundeswettbewerb Nachhaltige Tourismusdestinationen in jedem Jahr die Region oder Stadt aus, die durch ein besonders tragfähiges und nachhaltiges Tourismus-Konzept überzeugt. Initiatoren des Wettbewerbs sind das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), das Bundesamt für Naturschutz (BfN) sowie der Deutsche Tourismusverband (DTV).

 

In diesem Jahr kamen fünf der 27 Bewerber ins Finale und wurden von einer Experten-Jury vor Ort genauestens unter die Lupe genommen.

 

 

Nummer eins der nachhaltigen Destinationen: die Schwäbische Alb

Mit weitem Blick über die Alb – die Hohenzollern Burg.

Als Sieger ging dabei das Biosphärengebiet Schwäbische Alb hervor. Das Gebiet liegt südöstlich von Stuttgart und vom Albvorland bis in den Osten zu den weitläufigen Hochflächen der Schwäbischen Alb. Typisch für die Landschaft sind Wachholderheiden, Streuobstwiesen und wilde Buchenwälder. Darüber hinaus ist die Albregion geprägt durch beeindruckende Burgen und Schlösser sowie typische schwäbische Dörfer und Kleinstädte.

 

Da die Kulturlandschaft als besonders schützenswert gilt, wurde die Region bereits 2009 von der UNESCO als Biosphärengebiet anerkannt. Mit dem neuen Status als Biosphäre startete die Region mit vielfältigen Projekten und regionalen Initiativen zur nachhaltigen Entwicklung. Im Mittelpunkt stand dabei der Schutz der Biodiversität sowie eine Steigerung der regionalen Wertschöpfung durch eine forcierte Einbindung lokaler Partner.

 

Wachholderheide – ein besonderer Geruch!

Fast die Hälfte der gestarteten 200 Projekte beschäftigte sich dabei um die nachhaltige Entwicklung im Tourismus. Dazu zählen zum einen traditionsbewusste Landwirte, die vielfältige regionale Produkte erzeugen, aber auch Vermarkter, Restaurants und Hotels. Gemeinsames Ziel ist es, durch qualitativ hochwertige Angebote zu entwickeln und das touristische Angebot weiter zu optimieren. Neben dem reichhaltigen Angebot für Genießer, zählen dazu auch eine umfangreiche Beschilderung der Wander- und Radwege, Routen zur Naturbeobachtung und barrierefreie Angebote.

 

Darüber hinaus werden die Partnerunternehmen des Biosphärengebietes bei ihren Nachhaltigkeitsanstrengungen professionell unterstützt. Kleinere Unternehmen erhalten eine Energieeffizienz- oder Umweltberatung, größere Unternehmen Betriebe werden im Umweltbereich zertifiziert. Außerdem durchlaufen die anerkannten Biosphären-Hotels das strenge europäische Umweltmanagementsystem EMAS.

 

Als Leuchtturm-Projekt gilt die Ferienanlage „Hofgut Hopfenburg“, die als naturnaher und integrativer Ferienanlage ihren Gästen ein nachhaltiges Natur- und Kulturerlebnis bietet. Urlauber können hier auch Tipis, Zirkuswagen aber auch historische Schäfer- und – Heidewagen als Schlafplatz auswählen und so in vergangene Zeiten abtauchen. Das Hofgut bietet außerdem ein vielfältiges Freizeitangebot. Neben Ausflügen in die Natur, mit dem Rad, zu Fuß oder auf dem Pferderücken, können Gäste auch traditionelle Handwerke erlernen.

 

 

Finalisten und Sonderpreisträger

Schützen vor Inflation: Sachwerte wie Windkraftbeteiligungen, Fotovoltaik, BHKWNeben dem Preisträger Biosphärengebiet Schwäbische Alb konnten sich noch vier weitere Bewerber für das Finale qualifizieren und gehören damit auch sicher zu den nachhaltigsten Urlaubsgebieten in Deutschland.

 

Die vier weiteren Regionen sind das Biosphärenreservat Bliesgau im südöstlichen Saarland, die Nordeifel, die Residenzstadt Celle und die Nordseeinsel Juist. Letztere wurde mit einem der Sonderpreise ausgezeichnet.

 

 

Norseeinsel Juist – Klimaschutz und Energieeffizienz

Öko-Insel Nummer eins: Juist!

Die autofreie Nordseeinsel Juist wurde von der Jury des Bundeswettbewerb Nachhaltige Tourismusdestinationen in diesem Jahr mit dem mit dem Sonderpreis Klimaschutz, Ressourcen- und Energieeffizienz ausgezeichnet. Und das mit einigem Recht, den die kleine Insel gilt schon lange nicht nur als Zauberland („Töwerland“), sondern auch als Vorreiterin in Sachen regionalem Klimaschutz und Ressourceneffizienz.

 

Das ambitionierte Ziel der Insel ist es, bis 2030 klimaneutral zu sein. Dafür hat Juist ein Klimaschutzkonzept entwickelt und wird bei der Durchführung von einem Klimaschutzmanagers unterstützt. So bezieht die Kurverwaltung bereits seit einigen Jahren Strom aus erneuerbaren Quellen und fördert vielfältige Maßnahmen für einen nachhaltigen Tourismus. Unter anderem wurde ein CO2-Fußabdruck für die Tourist-Info erstellt. Durch die Kompensation Emissionen arbeitet die Tourist-Info seit zwei Jahren klimaneutral – als einzige in Deutschland.

 

Weitere Aktivitäten der Inselgemeinde sind ein wöchentlicher Veggietag in den Restaurants, um den engen Zusammenhang zwischen klimaschädlichen Treibhausgasen und Fleischerzeugung zu verdeutlichen. Auch weitere Klimaschutzaktivitäten der Insel sind für die Gäste direkt erlebbar. Bei der großen Fahrradtour „Juist unplugged“ präsentiert die Insel die wichtigen Nachhaltigkeits-Orte auf dem aktiven Eiland und setzt damit innovative Akzente in Tourismus-Region.

 

  

Allgäu – Regionalität ist Trumpf

Mit dem Sonderpreis Regionalität wurde in diesem Jahr die größte zusammenhängende deutsche Tourismusregion geehrt, das Allgäu.

 

Allgäuer Käsespatzen – lecker mit Zutaten aus der Region.

Die Region zwischen Voralpenland und Allgäuer Alpen hat es sich zum Ziel gesetzt, das Allgäu als führende, zukunftsfähige und nachhaltige Marke im Bereich Tourismus aufzustellen. Getragen wird das Tourismuskonzept durch eine breit aufgestellte Partnerstrategie. Dabei verpflichten sich Markenpartner zu umfangreichen Aktivitäten im Bereich Nachhaltigkeit. Damit sollen auch hochwertige, regionale und gesunde Produkte stärker gefördert werden. Das Konzept „Made im Allgäu“ geht bereits auf. Regionale Produkte werden über den Großhandel gezielt an die lokale Gastronomie und Hotellerie vertrieben.

 

Als Leuchtturm-Projekt hat das Allgäu die Allgäuer Alpwirtschaftskultur und den Alpgenuss als „immaterielles Kulturerbe“ initiiert. Mit von der Partie sind 40 anerkannten Alpgenuss Betrieben mit original Allgäuer Spezialitäten – ganz in der Philosophie der Slow Food-Bewegung.

 

 

Mobil in der Sächsischen Schweiz

Vielseitig & faszinierend – die Sächsische Schweiz.

Urlaub in ländlichen Regionen bedeutete bislang an vielen Orten auch Urlaub mit dem Auto. Denn in vielen Gegenden wurden in den vergangenen Jahren Bahn- und Bushalte gestrichen und die Fahrpläne ausgedünnt. Nicht so in der Sächsischen Schweiz, die mit dem Sonderpreis für nachhaltige Mobilität ausgezeichnet wurde. Die Region im Osten des Freistaats Sachsen grenzt an die Tschechische Republik und ist landschaftlich geprägt durch das Elbsandsteingebirge und die Nationalparks Sächsische und Böhmische Schweiz, die zusammen da größte zusammenhänge Waldgebiet Mitteleuropas bilden.

 

Nachhaltiger Tourismus ist ein wichtiges Thema der Region. Um hier eine klimafreundliche Mobilität zu gewährleisten, engagiert sich die Sächsische Schweiz bereits seit 2003 in der Initiative „Fahrtziel Natur“, einer Kooperation der Umweltverbände NABU, BUND, VCD und der Deutschen Bahn.

 

Im Rahmen dieses Netzwerks wurden die regionalen Mobilitätsleistungen durch bessere Linienführungen und Vertaktungen verbessert und damit auch an die touristischen Bedürfnisse angepasst. Das Verkehrskonzept wird auch weiterhin ausgebaut und optimiert, ein Mobilitätsmanager auf Landkreisebene wird in den kommenden drei Jahren Maßnahmen für eine umweltgerechte Mobilität umsetzen. Um das Angebot auch für Urlauber bekannt zu machen, gibt jede lokale Tourist-info auch Fahrplanauskünfte für den öffentlichen Personennahverkehr. Zusätzlich wird auch der umweltfreundliche Individualverkehr gefördert. So stehen an vielen Orten E-Bike Verleih- und Akkuladestationen zur Verfügung.

 

 

Naturerlebnis in der Vorpommern

Wilde Flußlandschaft der Peene.

Eine wilde Flusslandschaft in Vorpommern bietet die Peeneregion mit einer artenreichen Tier- und Pflanzenwelt. Das Gebiet ist darüber hinaus mit verschiedenen Naturschutzgebieten, Vogelschutzgebieten, Fauna-Flora-Habitat und Naturpark dem Naturschutz unterstellt.

 

Durch die naturbelassene Flusslandschaft sind die Tourismus-Angebote der Peeneregion durch Wasserwanderwege, Rad- und Wandertouren geprägt. Ein besonderes Angebot des Gebietes ist das „Abenteuer Flusslandschaft“ als nachhaltiges Naturerlebnis. So ist beispielsweise eine Tour auf Peene im Solarboot möglich, bei der auch das Catering aus regionalen Produkten besteht.

 

 

Positiv Spuren hinterlassen

 

Eindrücke mitnehmen, nicht nur hinterlassen.

Grünes Geld, Ihr Experte für nachhaltige Geldanlagen wünscht Ihnen viel Freude bei der Planung Ihres nachhaltigen Urlaubs und eine gute Erholung.

 

Eine alte Reise- und Wanderweisheit besagt: „Hinterlasse nichts als deine Fußabdrücke.“ In Zeiten des vieldiskutierten ökologischen Fußabdrucks, lässt sich noch hinzufügen, dass der Abdruck nicht zu tief werden sollte. Sinnvoll ist es daher, nicht nur nachhaltig zu reisen, sondern auch nachhaltig zu investieren, denn mit Geldanlagen in klimaschützende Projekte, wie beispielsweise Aufforstungsprojekte, können Sie nicht nur eine attraktive Rendite erwirtschaften, sondern auch einen wichtigen Beitrag für die Zukunft des Planeten leisten.

 

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

Urlaub Teil 1 – 7 Tipps für klimafreundliche Entspannung

Freitag, 14. Juli 2017
Zusammenfassung: In den Sommermonaten ist bei vielen Menschen Urlaubszeit. Zeit, die ganz unterschiedlich genutzt werden kann. Besonders angenehm: Wenn die sinnvolle Entspannung Mensch, Natur und Klima gleichermaßen nutzt.

 

 

 

Sommer – jetzt Fernweh oder Ruhebdürfnis stillen!

Natürlich kann jeder Arbeitnehmer seine Urlaubstage nehmen, wann immer es ihm beliebt, beziehungsweise wie es mit dem Unternehmen und den Kollegen zu vereinbaren ist. Dennoch sind die Sommermonate untrennbar mit Ferien, Urlaub, Reisen und Entspannung verbunden. Und wer zu Schulzeiten sechs freie Wochen schätzen und lieben gelernt hat, freut sich auch im weiteren Leben über eine Verschnaufpause in dieser Zeit.

 

Wo das am besten geht, haben wir übrigens in unserem Beitrag über nachhaltige Urlaubsregionen dargestellt.

 

„Wer lebt, stört“, schrieb einst Tankred Dorst. Und auch wenn der kürzlich verstorbene Dramatiker diesen Satz mehr auf die Abgründe des zwischenmenschlichen Lebens bezogen hat, so ist die Essenz auch in Zeiten der Klimakrise und Umweltzerstörung zutreffend. Denn wer lebt, konsumiert, mobil ist, reist – kurzum aktiv am Leben teilnimmt, erzeugt auch eine ganze Menge klimaschädlicher Treibhausgase und hinterlässt durch seinen Wasser- und Ressourcenverbrauch einen tiefen ökologischen Fußabdruck.

 

 

 „Bleibe im Lande und nähre dich redlich?“

Sicher ist der biblische Rat, zu Hause zu bleiben und keine Abenteuer in fernen Landen zu suchen, gut für die Umwelt. Es spricht aber auch einiges gegen die extreme Stubenhockerei. Denn auch die alte Weisheit „reisen bildet“ wird – nicht zu Unrecht – immer wieder bemüht. Wer mit offenen Augen unterwegs ist, lernt die Welt kennen und erweitert seinen Horizont. Der Austausch mit Menschen aus anderen Regionen, Ländern und Kulturen ist bereichernd. Andere Landschaften präsentieren eine ungewöhnliche Tier- und Pflanzenwelt. Fremde Speisen geben eine Idee von der globalen Vielfalt – abseits vom Einheitsgeschmack. Und was man kennen- und schätzen gelernt hat, ist man auch bereit zu bewahren und zu schützen.

 

 

7 klimafreundliche Tipps zur Entspannung

Gleichgültig, ob Sie sich in diesem Sommer für ein weiteres oder näheres Reiseziel entscheiden – oder das heimische Sofa beziehungsweise den Liegestuhl zu ihrem Lieblingsort wählen, wir von Grünes Geld wünschen Ihnen jedenfalls eine entspannte Zeit, gute Erholung und viele interessante Erlebnisse und Begegnungen. Als kleine Anregung haben wir für Sie sieben klimafreundliche Tipps zusammengestellt, die Ihre persönliche Sommerzeit bereichern können.

 

 

Tipp 1: Ecocamping statt Glamping

Camping – ganz nah an der Natur.

Die feste Behausung verlassen und raus ins Freie. Camping hat schon lange das Billig-Urlaub-Image verlassen und  in allen Einkommens- und Altersklassen seine treuen Fans gefunden. Dass die Gruppe der Camping-Freunde sich weiter vergrößert, liegt an zwei neuen Trends auf dem Campingplatz.

 

Da ist zum einen das Glamping“. Der Begriff setzt sich aus den beiden Wörtern „Glamour “ und Camping zusammen. Damit ist bereits der Name Programm. Denn wem Camping bislang zu beschwerlich war oder wer bereits damit Schwierigkeiten hatte, das Zelt aufzubauen und am Bunsenbrenner Mahlzeiten zu bereiten, kann beim Glamping einen gewissen Komfort genießen. Beim „Glamping“ stehen trendige und moderne Lodge-Zelte oder andere Mobilheime bereits fix und fertig eingerichtet bereit. Vom Hotelaufenthalte unterscheidet sich diese Unterkunft durch ihre Nähe zur Natur, vom klassischen Camping durch den ungewöhnlichen Komfort.

 

Auf der anderen Seite ist das „Ecocamping“ im Kommen. Beim Ecocamping setzen die Campingbetriebe auf ein besonders umwelt- und klimafreundliches Angebot. Beispielsweise werden zur Warmwasserbereitung Solarkollektoren genutzt und Strom von der platzeigenen Photovoltaikanlage zur Verfügung gestellt. Auch das klassische Konservenangebot vom Campingplatz-Kiosk sucht man hier vergeblich. Beim Ecocamping können Outdoor-Freunde nachhaltig produzierte Lebensmittel aus der Region kaufen und zubereiten. Damit die klimabewussten Camper auch ohne Auto anreisen können, bieten viele Plätze auch die komplette Campingausstattung im Verleih an.

 

 

Tipp 2: Ausflüge statt Fernflüge

Wer eine Fernreise plant, hat zunächst einmal einiges an Arbeit und Kosten vor sich. Das beginnt bei der langwierigen Recherche bezüglich der unterschiedlichen Reiseanbieter, geht über die Beschaffung notwendiger Impfungen und Reisedokumente bis hin zum Packen für alle Eventualitäten. Wenn die ersehnte Traumreise dann nicht hundertprozentig den Wünschen entspricht, ist die Enttäuschung oft groß. Wer in den Ferien auf unterschiedliche Wünsche und Bedürfnisse eingehen muss, ist oft mit einem nahen Reiseziel und vielfältigen Ausflügen gut beraten. Das schont Nerven, Reisekasse und Klima gleichermaßen und sorgt dennoch für vielfältige neue Erfahrungen.

 

 

Tipp 3: Straßenbahn statt Straßenkreuzer

Unterwegs den richtigen Weg finden …

Im Urlaub aktiv und auf eigene Faust das Land kennenlernen. Um vor Ort mobil zu sein, setzen viele Touristen auf Leihwagen. Das kann in wenig besiedelten Gegenden alternativlos sein. In Städten sollten Urlauber jedoch auf die lokalen Verkehrsmittel zurückgreifen. Gerade mit dem öffentlichen Nahverkehr kommt man in den europäischen Metropolen gut ans Ziel, muss sich nicht auf den Verkehr konzentrieren und erlebt Land und Leute ganz unmittelbar. Natürlich muss auch am Urlaubsziel ein Fahrschein gelöst werden. Wer sich vor dem Tarifdschungel fürchtet, dem sei ein Besuch in der estnische Hauptstadt ans herz gelegt. Denn in Tallin sind seit 2013 die öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos.

 

 

Tipp 4: Weg statt Ziel – Entschleunigen

Unzählige Alltäglichkeiten entstehen aus Zeitnot. So wird beispielsweise das Auto für kurze Strecken eingesetzt, um Zeit zu sparen. Das ist menschlich verständlich, wenn auch nicht gut für das Klima. Die freie Zeit einmal bewusst nutzen, um all das zu tun, wofür im täglichen Arbeitsalltag keine Zeit bleibt – das schärft den Sinn für die Veränderbarkeit von Gewohnheiten und entschleunigt auf angenehme Weise.

 

Eine Abkühlung finden und entschleunigen …

Warum also nicht einmal eine lange Wandertour entlang einer reizvollen Landschaft unternehmen. Das Ziel ist dabei zweitrangig. Interessant sind alte Kultur- und Pilgerwege wie etwa die vielfältigen Teilstrecken des Jakobswegs, die sich über ganz Europa – auch weit ab vom Getümmel in Santiago de Compostela – erstrecken oder den Olavsweg in Skandinavien. Auch wer in die Ferne schweift, kann beim Wandern Ruhe finden. Der 3.500 Kilometer lange Fernwanderweg Appalachian Trail verspricht ein USA-Bild, abseits der gängigen Berichterstattung.

 

Wer den Weg genießen kann, bekommt unterwegs die erwünschte Entspannung. Auch Rad fahren kann diesen Erholungseffekt herbeiführen. Zugliebhaber schwören teilweise auch bei langen Wegen auf Nahverkehrsverbindungen und selbst Autofahrer schonen mit mehr Zeit Tank und Umwelt.

 

 

Tipp 5: Anregungen statt Aufregungen

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat 2017 zum „International Year of Sustainable Tourism for Development“ erklärt. Grund für diese Entscheidung war es, dass ein nachhaltig konzipierter Tourismus einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Regionen beitragen kann.

 

Entscheidend dafür sind existenzsichernde und menschenwürdige Arbeitsplätze, verbesserte Handelschancen vor Ort sowie die Möglichkeit zur Völkerverständigung und der Wertschätzung anderer Kulturen. Das gilt für den internationalen Tourismus genauso, wie für den Tourismus im eigenen Land.

 

Gerade der Urlaub im eigenen Land – ohnehin das Lieblingsreiseland der Deutschen – wartet mit insgesamt 41 UNESCO Welterbestätten auf. Damit die Deutschlandreise nicht kreuz und quer geht und der thematische Faden nicht abreißt, wurden die vielfältigen Naturlandschaften und pulsierenden Städte in acht abwechslungsreichen UNESCO-Routen zusammengefasst.

 

So führt beispielsweise die rund 750 Kilometer lange Route „Visionäre und Vordenker“ ihre Besucher von Berlin mach Frankfurt. Stationen sind unter anderem die Bauhaus-Stadt Dessau, Orte der Reformation wie Eisleben und Wittenberg sowie die Heldenstadt Leipzig.

 

Wer im Urlaub weniger Kultur und mehr Natur bevorzug, findet mit der Route „Zwischen Alpen und Bodensee“ landschaftlich reizvolle Ziele zwischen Stuttgart und München.

 

 

Tipp 6: Probieren statt studieren

Entspannung und Erholung bedeutet für viele Menschen auch, den Kopf frei machen von den alltäglichen Anforderungen. Die freie Zeit ist auch eine gute Gelegenheit, neue Dinge auszuprobieren und zu erlernen. Am liebsten etwas, was die Sinne belebt und rein gar nichts mit der beruflichen Tätigkeit zu tun hat. Hoch im Kurs stehen seit Jahren Sportangebote wie Nordic Walking, Yoga, aber auch ausgefallenere Kurse wie Zen-Bogenschießen spricht viele an.

 

Selbstgemacht – mit viel Zeit und Muse!

Auch wenn Kochen im Alltag eine teilweise lästige Aufgabe darstellt, freuen sich viele Erholungssuchende über Kochkurse, die zu einer kulinarischen Weltreise oder zu einer speziellen Richtung einladen. Das Schöne an diesen Kursen – wer später zu Hause im Alltag etwas nachkocht, holt sich das Urlaubsgefühl – wenigstens für eine Weile – wieder zurück.

 

Kochen spricht verschiedene Sinne an. Es kann aber auch eine interessante Erfahrung sein, sich einmal auf einen Sinn besonders zu konzentrieren. Zum Beispiel den Geschmackssinn. Einen Geschmack zuverlässig – ohne die üblichen optischen und werblichen Einflüsse – zu identifizieren ist eine große Kunst, die ein hohes Maß an Achtsamkeit erfordert. Degustationskurse wird das Bewusstsein für Aromen und Geschmacksrichtungen geschult. Angeboten werden diese Seminare von Weinkellereien, Kaffeeröstereien, Schokoladenmanufakturen, Ölmühlen und vielen anderen Herstellern.

 

 

Tipp 7: Machen statt zuschauen

Hilfsprojekte im Urlaub aktiv unterstützen – sicher nicht für jeden eine geeignete Urlaubsbeschäftigung. Für einige jedoch sicher eine sinngebende Erfahrung, aus der Kraft für den Alltag geschöpft werden kann.

 

Gesucht werden dabei nicht nur Ärzte zum Einsatz in Krisengebieten. Mittlerweile existieren Plattformen unterschiedlicher Anbieter, die Helfer mit den unterschiedlichsten Fähigkeiten und unterschiedlichen Zeitbudgets an Projekte vermitteln. Die Plattform TeachSurfing beispielsweise vermittelt auch für kurze Zeiträume Reisende an Projekte, um erste Sprachkenntnisse zu unterrichten  oder Freizeitaktivitäten zu betreuen. Reiseanbieter Travel Beyond vermittelt Hilfswillige in verschiedene Länder und organisiert die gesamte Reise. Unter anderem werden Trinkwasserprojekte in Äthiopien oder Regenwaldprojekte in Ecuador unterstützt.

 

Anpacken bei gemeinsamen Hilfsprojekten.

Auch ökologische Projekte freuen sich über Freiwilligenarbeit. Bei Biosphere Expeditions oder dem Earthwatch Institute  können Urlauber gemeinsam mit Wissenschaftlern und Experten an Artenschutz-, Naturschutz- und Hilfsprojekten arbeiten, für die ansonsten aus dem universitären Betrieb keine Mittel zur Verfügung stehen.

 

Die meisten Projekte sind in Asien, Süd- und Mittelamerika und Afrika angesiedelt. Um in diesen Bereichen aktiv zu sein, ist aber nicht zwingend eine weite Reise notwendig. Umwelt- und Naturschutzverbände benötigen immer wieder ehrenamtliche Helfer. Unterstützung ist beispielsweise zu Zeiten der Krötenwanderung gefragt, aber auch die regelmäßige Überwachung und Pflege von Nist- und Brutkästen, Wasserqualitäten und ähnliche Arbeiten erfordern begeisterte Mitstreiter.

 

Grabe wo du stehst – Selbst archäologische Ausgrabungen und Kartierungen können im Urlaub zu Hause angegangen werden. Dabei werden Laien von Wissenschaftlern angeleitet, sind hautnah an den Projekten beteiligt und erfahren viel über die heimische Region und über ihre eigenen Fähigkeiten. Wer mehr zur Theorie neigt, die Arbeit in Archiven nicht scheut und sich für die Entwicklung der Region und die Sozial- und Mentalitätsgeschichte interessiert, kann sich in lokalen Geschichtsvereinen und Geschichtswerkstätten auch temporär – engagieren.

 

Grünes Geld, Ihr Experte für nachhaltige Geldanlagen wünscht Ihnen einen erholsamen, erlebnisreichen oder auch abenteuerlichen Urlaub – eben einen Sommer, wie Sie ihn sich wünschen! Und wenn Sie etwas für die Reduktion des CO2 Fußabdrucks Ihrer Urlaubsreise tun möchten, investieren Sie nachhaltig! Seien es nun Anlagen in Klimaschutz oder Aufforstungsprojekte. Neben der Gutschrift der finanziellen Rendite können Sie damit noch einen Bonus auf Ihr CO2 Konto verbuchen.

 

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

7 tolle Ausflugtipps für die Sommerferien

Dienstag, 20. Juni 2017
Zusammenfassung: Sommerzeit ist Ferienzeit. Auch wer keinen Urlaub geplant hat, kann auch viele interessante Dinge in seiner näheren und ferneren Umgebung entdecken. Eine Vielzahl moderner Museen mit interessanten Angeboten lassen kaum Langweile aufkommen. Das Thema Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Umwelt ist dabei integrativer Bestandteil der innovativen Ausstellungskonzepte, die jung und alt gleichermaßen ansprechen. Die Ausflugstipps eignen sich teilweise auch für eine sinnvolle Unterbrechung auf einer längeren Reise.

 

 

Gemeinsame Ausflüge erweitern den Horizont.

In dieser Woche beginnen die Sommerferien in einigen nördlichen Bundesländern und bis Mitte September werden sich alle Schülerinnen und Schüler bundesweit über sechs Wochen Freizeit gefreut haben. Auch wer keine schulpflichtigen Kinder hat nutzt die Sommerzeit gerne zur Erholung, für Urlaubsreisen in nahe und ferne Gegenden oder zu kürzeren Ausflügen in interessante Städte oder reizvolle Landschaften.

 

Während der eine seinen Koffer – respektive Rucksack – packt und sich zu einem nahen oder fernen Ziel aufmacht, planen andere eine entspannte Zeit zu Hause, am Badesee, im Freibad oder auch auf dem Sofa. Das Angebot ist vielfältig und bietet nahezu für jedes Alter und jeden Geldbeutel zahlreiche Möglichkeiten, seine Freizeit ganz nach eigenem Gusto zu verbringen.

 

Wer einen nachhaltigen Lebensstil pflegt, achtet auch bei seinem Reiseverhalten auf klimaverträgliche Mobilität und bezieht umweltschonendes Verhalten am Erholungsort mit in seine Urlaubsplanung mit ein.

 

Urlaub, Ferien, Reisen, unterwegs sein – das ist nicht nur erholsam und eine willkommene Abwechslung zum Arbeitsalltag. Die freie Zeit kann auch hervorragend genutzt werden, um neue Eindrücke zu gewinnen. Eine gute Gelegenheit dazu bieten unsere Ausflugstipps, die für jung und alt gleichermaßen viel Neues und Interessantes bieten. Die Empfehlungen eignen sich gut als Tagesausflüge, als Alternativprogramm, wenn das Sommerwetter mal nicht mitspielen will oder auch als willkommene Unterbrechung auf einer längeren Fahrt.

 

 

Tipp 1: Universum Bremen – auf dem Weg zur Nordsee

Die Küstenorte am Meer und die ost- und nordfriesischen Inseln zählen zu den beliebtesten Urlaubsorten der Deutschen. Besonders beliebt sind die langen Sandstrände, das angenehme Klima und die beeindruckende und vielfältige Landschaft. Wer sich auf den Weg in den Norden macht, hat in der Hansestadt Bremen eine ausgezeichnete Möglichkeit, eine Rast zu machen.

 

Das Universum, in der Nähe der Universität Bremen gelegen, bietet seit 2000 eine vielseitige Dauerausstellung rund um die drei Themengebiete Technik, Mensch und Natur. Die Wissenschaftsausstellung ist in einem eigens dafür gebauten Wal-förmigen Gebäude untergebracht. Grundkonzept ist es, die Themengebiete erlebbar zu machen. Für junge Besucher lädt eine extra Abteilung, die Milchstraße – zu einfachen Versuchen und zum freien Experimentieren ein. Ergänzt wird das Angebot des Universums durch regelmäßige Sonderausstellungen, Science Shows und einem Dunkel-Café. Im weitläufigen Außenbereich befindet sich – neben Experimentierstationen zum den Themen Wasser und Tönen – ein 27 Meter hoher Aussichtsturm. Auf der oberen Etage können Besucher die Windstärke messen oder einfach nur die weite Sicht über die Hansestadt genießen. Das Universum ist täglich geöffnet. Der Eintritt beträgt 16 Euro, Familientickets sind für 40 Euro zu haben.

 

 

Tipp 2: Klimahaus Bremerhaven – immernoch auf dem Weg zur Nordsee

Klimahaus: interessant von innen und aussen!

Wer die Fahrt nach Norden weiter fortsetzt, kann das Klimahaus Bremerhaven 8° Ost besuchen. Das 2009 eröffnete wissenschaftliche Ausstellungshaus liegt in den sogenannten Havenwelten in direkter Nachbarschaft zum Auswandererhaus  und zum Zoo am Meer.

 

Das Klimahaus zeigte in seinen Anfängen die anthropogenen Einflüsse auf die Veränderung von Klima und Wetter. Seit 2012 sind die Ausstellungsbereiche neu konzipiert und in die drei Bereiche Reise, Perspektiven und Chancen aufgeteilt. Besucher begeben sich über neun Stationen in unterschiedlichen Ländern auf eine Reise durch die unterschiedlichen Klimazonen der Erde. Das besondere: Temperaturen und Luftfeuchtigkeit werden weitestgehend nachempfunden. Wer im Klimahaus unterwegs ist, sollte an eine warme Jacke denken, denn zwischen sechs Grad minus und 35 Grad plus ist alles möglich.

 

Im World Future Lab können Besuchergruppen die Zukunft unseres Planeten selbst in die Hand nehmen und unter anderem überlegen, wie Südseeinseln vor dem Untergang durch einen steigenden Meeresspiegel gerettet werden können. Bei diesem Planspiel sind Kooperationsbereitschaft, Strategie und Kreativität gleichermaßen gefragt. Zugleich wird deutlich, dass jede Entscheidung sich nicht nur unmittelbar, sondern auch global auswirkt. Das Klimahaus öffnet täglich seine Pforten. Einzelticket gibt es ab 16 Euro, Familientickets ab 35 Euro.

 

 

Tipp 3: Ozeanum Stralsund – auf dem Weg zur Ostsee

Faszinierende Meereslebewesen.

Während die einen die Nordsee lieben, bevorzugen die anderen die gezeitenunabhängige Ostsee. Wer sich im Urlaub im Nord-Osten des Landes befindet, sollte einen Besuch im Ozeanum in Stralsund einplanen. Das Museum hat es sich zum Ziel gesetzt, die Bedeutung der Weltmeere als wichtigen Teil des globalen Klimasystems deutlich und erlebbar zu machen. Ebenfalls ein Thema ist dabei der Einfluss des Menschen auf den Lebensraum Meer sowie die Problematik des Artensterbens. Das Ozeanum wurde 2008 eröffnet und für sein hervorragendes Konzept bereits zwei Jahre später als Europäisches Museum des Jahres ausgezeichnet. Das moderne Naturkundemuseum gehört zur Stiftung Deutsches Meeresmuseum, die über drei weitere Museumsstandorte in der Region verfügt

 

Das Ozeanum begeistert Besucher aller Altersklassen vor allem durch seine riesigen Aquarien, in denen die unterschiedlichsten Lebenswelten in den Meeren durch Panoramabecken hautnah erlebbar werden. Jüngere Besucher werden sich auch für die Fütterungen in den Aquarien sowie der Humboldtpinguine begeistern können. In der Dauerausstellung „1:1 Riesen der Meere“ arbeitet das Museum mit der Umweltschutzorganisation Greenpeace zusammen. Hier werden lebensgroße Modelle von Walen und anderen Meeresriesen präsentiert. Das Ozeanum ist täglich geöffnet. Erwachsenentickets gibt es für 17 Euro, Kindertickets ab 7 Euro.

 

 

 

Tipp 4: Ökolarium Vejle – auf dem Weg in Richtung Norden

Wer einen Urlaub in Dänemark plant oder sich auf dem Weg nach Schweden befindet, sollte im süddänischen Städtchen Vejle Halt machen und im Ökolarium auf Entdeckungsreise gehen.

 

Das Wissens- und Erlebniscenter ist grob in die drei Bereiche „Natur und Umwelt“, Wasser sowie „Ressourcen und Klima“ aufgeteilt und bietet eine kurzweilige und umfangreiche Ausstellung zu nahezu allen Aspekten der ökologischen Nachhaltigkeit. Besucher können an den unterschiedlichen Stationen Wissenswertes zu den Themengebieten Natur, Umwelt, Energie, Klima, Ernährung, Gesundheit und Innovation erfahren und ausprobieren. Damit bietet das Ökolarium eine aktive Wissensvermittlung und spannende Spielerlebnisse. So kann der Waldboden kriechend erforscht, Müll sortiert und die Kanalisation erforscht werden. Dazu gibt es Anregungen für eine umweltfreundliche Wohnungseinrichtung und Möglichkeiten des Upcyclings. Ebenfalls interessant ist die Ernährung der Zukunft und welche Rolle Insekten dabei spielen werden. Der Eintritt ins Ökolarium ist frei. Die Öffnungszeiten können auf der Website abgerufen werden.

 

 

Tipp 5: Ecomare Texel – Richtung Westfriesland

Sympathischer Meeressäuger.

Die Niederlande zählt zu den beliebten Auslandsdestinationen im Sommer. Schließlich laden Küste und Insel auch hier zu einem angenehmen Strandurlaub ein. Wer sich darüber hinaus für die Natur im und am Wattenmeer interessiert und Fauna und Flora der Region näher kennenlernen will, kommt im Ecomare  auf Texel voll auf seine Kosten. Das weitläufige Ausstellungsgelände in der Dünenlandschaft der westlichsten Nordseeinsel präsentiert umfangreich die Besonderheiten der Landschaft und ihrer Tier- und Pflanzenwelt. Großangelegte Aquarien und flache Becken, die von Oben eingesehen werden können, ermöglichen einen ausgezeichneten Einblick auf das Leben im Meer.

 

Das Ecomare ist dabei nicht nur Naturkundemuseum, sondern zugleich auch als Robbenauffangstation angelegt. Junge verlassene Robben, aber auch ältere oder verletzte Tiere werden hier gepflegt und für eine Rückkehr in ihren natürlichen Lebensraum vorbereitet. Die Fütterung der Robben und Schweinswale ist ein besonderer Publikumsmagnet. Das Ecomare hat täglich geöffnet. Der Eintritt für Erwachsene beträgt 12,75 Euro, für Kinder 8,75 Euro. Wer seine Tickets vorab online kauft, kann sparen

 

 

Tipp 6: Panarbora Waldbröl – Nordrhein-Westfalen

Perspektivwechsel – der Wald von oben.

Wer beim Bundesland Nordrhein-Westfalen noch immer an nur an Industrie und Ruhrpott-Romantik denkt, wird im Bergischen Land eines Besseren belehrt. Seit 2015 lockt der Naturerlebnispark Panarbora bei Waldbröl Besucherströme an. Highlight der Anlage ist dabei ein fast zwei Kilometer langer Baumwipfelpfad mit einem 40 Meter hohe Aussichtsturm. So können Naturliebhaber den Wald aus einer neuen Perspektive genießen. Außerdem umfasst der luftige Weg eine umfangreiche Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit Umweltschutzverbänden und Waldbauerngruppen erarbeitet wurde. Dabei werden die Unterschiede zwischen Urwäldern und Wirtschaftswäldern erläutert, die Veränderungen in der Landschaft erklärt und der gesamte Lebensraum des Waldes detailliert vorgestellt.

 

Auch wer lieber mit beiden Beinen auf dem Boden bleibt, kann in Panarbora einiges erleben: Interessante Waldwege, ein Heckenirrgarten und ein Abenteuerspielplatz runden das Angebot ab. Wer gar nicht mehr nach Hause möchte, findet in der Jugendherberge Panarbora Unterkunft. Öffnungszeiten und Eintrittspreise des Waldwipfelpfads und der gesamten Anlage finden sich hier.

 

 

Tipp 7: bioversum – Darmstadt-Kranichstein

Natur lässt sich an vielen Orten entdecken. Das bioversum  im Jagdschloss Kranichstein, in der Nähe von Darmstadt, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die engen Zusammenhänge zwischen biologischen, ökologischen und kulturellen Entwicklungen sichtbar zu machen und die biologische Vielfalt langfristig zu schützen. Am Beispiel eines Buchenwaldes zeigt der Ausstellungsort das komplexe Verhältnis zwischen Mensch und Natur. Darüber hinaus bietet das bioversum in einem Freilandlabor  vielfältige Möglichkeiten, die Natur zu entdecken und Ideen für einen Schutz der Artenvielfalt mit in den persönlichen Alltag einzubringen. Das bioversum ist liegt landschaftlich reizvoll eingebettet, so dass sich ein Besuch des vergleichsweise kleinen Museums durchaus lohnt. Viele Angebote sind dabei auch besonders für jüngere Kinder geeignet. Das bioversum hat montags geschlossen. Der Eintritt beträgt 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.

 

 

Lernen ohne Langeweile

Gute Angebote statt erhobenem Zeigefinger.

Nachhaltigkeit, Klima- und Naturschutz – das sind die Hauptthemen der vorgestellten Ausstellungsorte. Das besondere an allen Empfehlungen: an diesen Lern- und Erlebnisorten werden die wichtigen Themen unserer Zeit anschaulich und erlebbar aufbereitet – weit entfernt von einer Pädagogik mit dem sprichwörtlich erhobenen Zeigefinger. Damit bieten die modernen Museumskonzepte nicht nur ein anspruchsvolles Angebot für alle Besucher, sondern auch eine gelungene und anregende Abwechslung. Vor allem Familien werden sich über diese Alternativen zu zum Freizeitpark freuen.

 

Grünes Geld, Ihr Experte für nachhaltige Geldanlagen, wünscht gute Erholung und einen schönen Sommer!

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

Klimaschutz im Alltag – 10 gute Ideen

Dienstag, 06. Juni 2017
Zusammenfassung: Große Weltrettungsaktionen sind das Werk vieler. Mit 10 einfachen Ideen für mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit hat jeder Einzelne im Alltag die Möglichkeit, seinen Beitrag zu leisten und die Welt auch für kommende Generationen lebenswert zu erhalten.

 

 

Das Pariser Abkommen auf den Kopf gestellt.

Der Juni startete sonnig, für das globale Klima gab es jedoch schlechte Nachrichten. Der US-amerikanische Präsident Donald Trump verkündete offiziell den Ausstieg seines Landes aus dem Pariser Klimaschutzabkommen. Das Abkommen, so Trump, sei ungerecht, die Reduzierung von klimaschädlichen Treibhausgasen sei zu teuer für sein Land.

 

Positiv an der Entwicklung: Offensichtlich beurteilen große US-Unternehmen und viele Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens die Lage völlig anders. Unter anderem erklärte der Chef von General Electric, dass – angesichts der Realität des Klimawandels – die Industrie jetzt die Führung übernehmen müsse und sich nicht auf die Regierung verlassen könne.

 

Gegen Trumps Entscheidung richteten sich auch die Unternehmensführungen von Branchengrößen wie dem Elektronikhersteller Apple und dem Sportartikelunternehmen Nike. Der CEO des Elektroautobauers Tesla, Elon Musk, erklärte zudem, dass er Donald Trump zukünftig nicht mehr beraten werde. Wie es weiter gehen wird, ist eine Frage, über die sich Trump sorgen muss, denn auch wenn die Klimakrise noch lange nicht abgewendet ist zeigt sich, dass die Notwendigkeit des Klimaschutzes und die Förderung Erneuerbarer Energien mehrheitliche internationaler Konsens sind.

 

Manchmal picksig – aber es lohnt sich!

Seit 45 Jahren wird am 5. Juni der „Internationale Tag der Umwelt“ begangen. An diesem Aktionstag der Vereinten Nationen beteiligen sich rund 150 Staaten, um die vielfältigen Zusammenhänge zwischen Umweltzerstörung und Bedrohung der Menschheit aufzuzeigen. Während dieses langen Zeitraum – vom Beginn der siebziger Jahr bis heute – haben sich die Akzente im Umweltschutz verändert. Während in den Anfangsjahren Themen wie Gewässerschutz und Maßnahmen gegen sauren Regen und Waldsterben im Vordergrund standen, rückten in den letzten Jahren verstärkt Themen des Klimaschutzes in den Vordergrund, denn die Klimakrise stellt die Klammer für nahezu alle Bedrohungsszenarien dar.

 

Im Dezember haben wir in unserem Blog drei Ideen für gute Vorsätze im neuen Jahr gegeben. Jetzt – fast ein halbes Jahr später – sind die Vorsätze sicher längst abgehakt, in Fleisch und Blut übergegangen und aus dem Alltag nicht mehr weg zudenken? Oder kam ständig das ein oder andere dazwischen und die Umsetzung der Ideen schlummert zwar noch im Hinterkopf, ist aber vorerst noch auf der langen Liste der Dinge, die dringend noch erledigt werden sollten. Wie auch immer…heute möchten wir nachlegen und nochmals aufrütteln.

 

Für kleine und große Maßnahmen in Sachen Umwelt-, Klimaschutz und mehr Nachhaltigkeit im Alltag ist es nie zu spät. Am leichtesten fällt es den Meisten, mit Kleinigkeiten zu beginnen, die leicht und schnell zu realisieren sind. Deshalb haben wir heute zehn Ideen für mehr Klimaschutz im Alltag zusammengetragen, deren Umsetzung nur einen kleinen Aufwand bedeutet, jedoch eine große Wirkung zeigen kann.

 

 

1. Auf dem Wochenmarkt einkaufen – regional & reichhaltig

Wer Lebensmittel aus der Region einkauft, schont das Klima. Denn lange Transportwege entfallen. Zudem wird die regionale Wirtschaft gestärkt, denn das Geld landet nicht bei den großen multinationalen Lebensmittelkonzernen. Gut ist es außerdem, saisonales Obst und Gemüse zu bevorzugen, denn so werden CO2-Emissionen vermieden, die durch die Zucht in beheizten Gewächshäusern oder durch die Aufbewahrung in Kühlhäusern entstehen. Wer außerdem auf Ware aus ökologischem Anbau setzt, ist in Sachen Klimaschutz auf der sicheren Seite. Gerade im Sommer macht der Einkauf auf den lokalen Wochen- und Bauernmärkten sowie bei den örtlichen Einzelhändlern besonders viel Spaß, denn das reichhaltige Angebot an Beeren, Früchten, Kräutern, Salaten und vielfältigen Gemüsesorten macht Lust auf gute Küche. Zudem finden Gartenfreunde hier auch eine reichhaltige Auswahl an Pflanzen. Ergänzt wird das Angebot vielfach durch lokale Milch-, Fleisch- und Fischprodukte, Honig und Marmeladen sowie Backwaren von Handwerksbetrieben.

 

 

2. Stell’ dir vor es gibt kein Fleisch und keiner merkt es

Vielfalt statt Einfalt.

Wer mit schwer beladenen Körben im Sommer vom Markt kommt plant häufig ein gemütliches Essen mit der Familie und Freunden. Grillen steht dabei noch immer hoch im Kurs. Allerdings ist der hohe Fleischkonsum in den Industrienationen und die damit verbundene Massentierhaltung.

 

Mit ein Grund für den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase. Besonders schlecht schneidet Rindfleisch ab, denn um ein Kilogramm Fleisch zu produzieren, müssen gut 15 Kilogramm pflanzliches Futter aufgewendet werden. Dafür wird eine landwirtschaftliche Fläche benötigt, auf der im Verhältnis rund 120 Kilogramm Karotten und 80 Kilogramm Äpfel geerntet werden könnten. Mittlerweise gibt es viele hervorragende Rezepte für ein veganes oder vegetarisches Grillvergnügen. Dabei triumphieren viele Speisen – wie etwa Gemüsespieße – optisch über die Bratwurst, so dass der Verzicht kaum auffällt. Wer nicht völlig fleischlos glücklich ist, sollte sich wenigsten in der Menge beschränken. Übrigens: Auch bei der Grillkohle sollten Klimaschützer die Augen offen halten. Gute Grillkohle sollte als Nebenprodukt einer nachhaltigen Holzverarbeitung stammen

 

 

3. Zu Fuß und auf dem Rad – das Umfeld genießen und neu entdecken

Neue Wege befahren.

Bei schönem Wetter das Auto stehen lassen und den Weg zur Arbeit, zu Einkäufen oder Veranstaltungen mit dem Rad oder Fuß genießen – das ist ein Luxus, den man sich häufiger leisten sollte. Die Vorteile für Umwelt und Klima liegen auf der Hand. Aber auch die persönliche Lebensqualität kann vielfach durch veränderte Gewohnheiten verbessert werden.

 

Wer samstags mit dem Rad zum einkaufen auf den Markt fährt, muss sich nicht über mangelnde und teure Parkmöglichkeiten ärgern. Wenn der tägliche Arbeitsweg ohne PKW zurückgelegt werden kann, fließt die sportliche Betätigung direkt in den Alltag ein.

 

Zudem können oftmals andere Wege, beispielsweise durch Parks und Felder genutzt werden, die auch positiv auf die Psyche auswirken. Wer den Radverkehr in den Innenstädten scheut, findet vielleicht auch zu Fuß Entspannung, besonders angenehm ist es dabei, wenn der Weg variiert werden kann und so immer wieder neue Impulse für die Sinne bietet.

 

 

4. Warum in die Ferne schweifen – Fliegen ist nicht unbedingt schöner!

Klimaschäden ausgleichen.

Reisebüros und –portale haben mittlerweile das ganze Jahr über Saison. Dennoch ist der Sommerurlaub noch immer als Hauptreisezeit fest im Jahresrhythmus vieler Deutscher fest verankert. Fernweh und die Sehnsucht nach verlässlichem Sonnenschein sind der Grund dafür, dass Flugreisen besonders beliebt sind.

 

Allerdings belastet gerade der Flugverkehr das Klima stark. Besonders problematisch sind dabei nicht nur Fernreisen, sondern auch die zunehmenden Anzahl von Flügen zu nahgelegenen Zielen. Viele davon ließen sich auch mit dem Zug erreichen. Das dauert oft nicht einmal sehr viel länger, denn Bahnhöfe befinden sich meist mitten in den Städten.

 

So entfallen die – oft langen – Anfahrtswege zum Flughafen und zurück. Außerdem gibt es bei der Bahn keine langen Eincheckzeiten. Wer dennoch eine Flugreise plant, sollte auch einen Ausgleich für den Klimaschaden mit einkalkulieren. Das kann zum einen durch eine Zahlung an ein zertifiziertes Klimaschutzprojekt sein oder durch ein direktes Investment, beispielsweise durch die Beteiligung an Aufforstungsprojekten.

 

 

5. Autofahren – aber richtig

Ganz stehen lassen ist auch eine Alternative.

Apropos Reisen. Wer mit dem Auto unterwegs ist hat zwar nicht unbedingt das klimafreundlichste Fortbewegungsmittel gewählt, kann aber auch in diesem Bereich dafür sorgen, dass das Klima nicht unnötig belastet wird. Sinnvoll ist es dazu, auf sparsame Fahrzeuge zu setzen und – wenn möglich – einen Elektro- oder Hybridantrieb zu wählen.

 

Umweltfreundlicheres Autofahren ist allerdings fast mit jedem Modell möglich. In den USA hat sich dabei bereits das Hypermiling als Wettbewerb etabliert, bei dem die Fahrer versuchen, durch eine sparsame Fahrweise, möglichst lange Strecken mit einer Tankfüllung zurückzulegen. Die „Tricks“ sind dabei für jeden umsetzbar. Zum einen genügt der Blick auf den Tacho, bei maximal 120 Stundenkilometern kann bei längeren Strecken bereits viel CO2 eingespart werden.

 

Wichtig ist es auch, den Drehzahlmesser zu beobachten und rechtzeitig hochzuschalten, denn bei rund 2.000 Umdrehungen bleibt der Verbrauch niedrig. Auch der richtige Reifendruck wirkt sich positiv auf den Benzinverbrauch aus. Bereits 0,2 Bar zu wenig führen zu rund 10 Prozent höherem Verbrauch. Kleinigkeiten, die auch viel bringen: Energiefresser wie Stand- und Sitzheizung, Klima- und Stereoanlage nur bei Bedarf nutzen und keinen unnötigen Ballast spazieren fahren. Dachgepäckträger und ähnliches sollten nach ihrem Einsatz wieder in der Garage landen.

 

 

6. Auch ein Kühlschrank hat einmal Ruhe verdient

Mal in Ruhe abschalten – auch den Kühlschrank.

Im Sommer einer der besten Küchenhelfer: Der Kühlschrank, denn hier lagern Speisen und Getränke angenehm kühl und sicher vor Verderben. Wer einen neuen Kühlschrank kauft, sollte auf die Energieeffizient des Gerätes, ebenfalls ist ein Standort mit Abstand zu Wärmquellen wie Backofen und Heizungen sinnvoll – so weit so gut.

 

Aber auch im laufenden Betrieb lässt sich noch viel Energie sparen, denn eine Lagerung von rund sieben Grad Celsius bringen gegenüber kühleren Temperaturen bereits eine bemerkbare Stromersparnis. Ebenfalls positiv wirkt sich ein voller Kühlschrank aus, denn Luft zu kühlen ist aufwändig. Wer nicht genug Lebensmittel im Haus hat kann auch einfach mit Wasserflasche oder dem sonstigen Getränkevorrat die Lücken füllen. Wichtig für einen optimalen Energieverbrauch ist das regelmäßige Abtauen.

 

Eine gute Gelegenheit dazu bietet sich während der Urlaubszeit, denn dann muss der Kühlschrank erst nach der Rückkehr wieder angeschaltet werden. Um die letzten Vorräte vorher zu verbrauchen, bietet sich ein auch „Restessen“ mit Freunden an oder man verschenkt seine übrigen Lebensmittel, beispielsweise über eine Foodsharing-Plattform.

 

 

7. Sommermode – Nachhaltigkeit ist „cool“

Frischer Wind im Kleiderschrank.

Da wir gerade vom Verschenken sprechen, Sharing-Communities kommen in der Mitte der Gesellschaft an. Förderer der Idee, Kleidung zu tauschen, zu verschenken und in Läden – wie beispielsweise Oxfam – zu kaufen, ist zum einen der beliebte Vintage-Look, aber auch das gestiegene Interesse an eine nachhaltig produzierten Kleidung  ohne Ausbeutung, Kinderarbeit, Pestizide und unnötigem Ressourcenverbrauch.

 

 

Den richtigen Schalter umlegen – mit Ökostrom

Wer in der Urlaubszeit einen sommerlichen Regentag vor sich hat, freut sich im Allgemeinen auf einen gemütlichen Lesenachmittag oder ähnlich beschauliche Dinge. An einem solchen Tag bietet sich aber auch eine gute Möglichkeit, sich endlich um die Dinge zu kümmern, die bereits lange auf Erledigung warten. Zum Beispiel der Umstieg auf einen Ökostromanbieter.

 

 

9. Was bleibt – der CO2-Fußabdruck

Den Fußabdruck nicht zu tief werden lassen.

Wer bereits Ökostrom bezieht und sein Lieblingsbuch ausgelesen hat, unternimmt vielleicht an einem Tag mit Sommerregen einen erfrischenden Spaziergang – vielleicht sogar Barfuß. Wer dann zurück in Haus kommt, hinterlässt feuchte Fußabdrücke, die bald wieder verschwunden sind.

 

Anders sieht das mit dem persönlichen CO2-Fußabdruck aus, denn die eigene Bilanz der CO2-Emissionen kann sich nachdrücklich negativ auf das globale Klima auswirken. Ein Regentag ohne besondere Pläne ist daher ein perfekter Termin, um über den eigenen Energieverbrauch, den Lebensstil und viele andere Gewohnheiten nachzudenken. Im Netz gibt es mehrere CO2-Rechner, mit denen der eigene Fußabdruck ermittelt werden kann.

 

 

10. Haushaltskasse optimieren

Regentage gehören zum Sommer in Deutschland – und das ist eigentlich auch gut so. Daher noch ein Tipp für eine sinnvolle Indoor-Aktivität: Klimaschutz und Nachhaltigkeit durch persönliches Verhalten zu betreiben ist sehr gut. Noch effektiver werden jedoch viele Aktionen, wenn sich viele zusammentun und Projekte anschieben, die einen relevanten Beitrag für den Klimaschutz leisten können. Eine gute Möglichkeit bieten daher nachhaltige Geldanlagen, denn hier können Anleger sicher sein, dass ihr Geld nur ethischen und ökologischen Projekten landet. Kompetente Beratung in diesem Bereich bietet Grünes Geld.

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

Zehn nachhaltige Buchtipps für Herbst und Winter

Dienstag, 25. Oktober 2016
Zusammenfassung: Unzählige Verlage haben in der letzten Woche auf der Frankfurter Buchmesse ihr Verlagsprogramm vorgestellt. Erfreulich: Es gibt eine ganze Menge Titel zu den Themen Nachhaltigkeit, Ökologie und Klimaschutz.

 

 

Bücher sind zeitlos!

Bücher sind zeitlos!

Herbstzeit ist Lesezeit. Gleichgültig, ob vor dem heimischen Kamin oder unterwegs im Bus, ob in der klassischen Buchform oder auf dem eBook-Reader – Lesen ist ein Dauertrend und die Verlage bieten ein breitgefächertes Programm für jeden Geschmack.

 

Anlässlich der Frankfurter Buchmesse haben wir uns nach Büchern zu den Themen Nachhaltigkeit, Erneuerbaren Energien und umweltbewusstes Leben umgesehen. Dabei sind wir mehr als fündig geworden. Diese Themen bewegen also durchaus weite Teile der Bevölkerung.

 

Zehn interessante Titel möchten wir Ihnen heute kurz vorstellen. Empfehlungen zum selber Lesen oder vielleicht sogar schon als Geschenktipp, denn in knapp zwei Monaten ist Weihnachten.

 

 

1. „Ein Prozent ist genug“

von Jorgen Randers und Graeme Maxton

Immer eine Lektüre wert: Der aktuelle Bericht an den Club of Rome. Jorgen Randers hat bereits als Autor am legendären Bericht „Die Grenzen des Wachstums“ von 1972 mitgearbeitet, Graeme Maxton ist Generalsekretär des Club of Rome und Verfasser zahlreicher Bestseller. Das Thema ist bekannt: Auf der einen Seite die Verfechter des sogenannten Degrowth, des negativen Wachstums, um die globale Ungleichheit und Klimakrise abzuwenden. Auf der anderen Seite die Befürworter eines quasi grenzenlosen Wirtschaftswachstums im zweistelligen Bereich, die immer noch die Mehrheit stellen. Zwischen diesen scheinbar unvereinbaren Fronten vermittelt der Club of Rome einem dritten Weg für Politik und Wirtschaft, überwindet starre Denkblockaden und zerstört den Mythos der – mittlerweile sprichwörtlichen – Alternativlosigkeit. Mit einem ausgearbeiteten Maßnahmenkatalog präsentieren die Autoren die Lösung für Industrieländer mit geringem Wirtschaftswachstum: Auf der Agenda stehen die Bekämpfung von sozialer Ungleichheit, Arbeitslosigkeit und Klimawandel – und ein Wachstum von einem Prozent.

 

 

2. „Mit Vollgas so weiter?“

von Bernhard Enzensberger

Gegen das Dogma eines unbefristeten und grenzenlosen Wachstums wendet sich auch der österreichische Autor Bernhard Enzensberger und überträgt diese Thematik speziell in den Energiebereich. Denn auch hier ist längst bekannt, dass eine Energiewende kommen muss, jedoch sind die konkreten Maßnahmen zur Umsetzung umstritten. Enzensberger ist Wirtschaftsingenieur und arbeitet seit rund zehn Jahren im Bereich Energie- und Umwelttechnik. Dabei sieht er die technologischen Herausforderungen zur Reduktion von CO2-Emissionen oder Speicherkonzepte für erneuerbare Energien als geringste Hürde an. Wichtig ist an erster Stelle eine veränderte gesellschaftliche Einstellung. Seine Forderung an die Politik: Ein klares Bekenntnis zur Energiewende. Seine Forderung an die Konsumenten: informieren, reflektieren, aktiv handeln. Durch die Vorstellung von vorbildlichen Projekten ein interessanter Beitrag zum Thema Energiewende.

 

 

3. „Klimasparbuch 2017“

herausgegeben von oekom e.V.

München, Frankfurt, Stuttgart, Mainz, Salzgitter, Emsland, Rheinhessen und viele weitere Kommunen und Regionen machen mit beim der Klimasparbuch-Serie, die von oekom e.V. gemeinsam mit den jeweiligen Städten und regionalen Klimaschutzagenturen jährlich herausgegeben werden. Während das klassische Sparbuch der Banken keine überzeugenden Zinsen mehr bringt, können sich die Erträge aus dem „Klimasparbuch 2017“ schon eher sehen lassen. Denn in diesem Ratgeberbuch für die ganze Familie geht es darum, das Klima zu schützen und zugleich die Hauhaltkasse zu schonen. Neben konkreten Tipps für einen geringen CO2-Ausstoß umfasst das „Klimasparbuch“ auch rund 60 Gutscheine und Rabatte. Je nach Gemeinde können das beispielsweise ein gratis Brot vom Bio-Bäcker, vergünstige Preise bei öko-fairer Bekleidung, kostenfreier Eintritt in relevante Veranstaltungen oder ein vergünstigter Slow Food-Kochkurs an der örtlichen VHS sein. So werden regionale klimaschonende Angebote bekannter gemacht. Eine Idee, die sich hoffentlich bundesweit weiter ausbreitet.

 

 

4. „FAIRreisen“

von Frank Herrmann

Nach seinem erfolgreichen Fairtrade-Ratgeber „Fair einkaufen – aber wie?“ präsentiert Reise- und Umwelt-Experte Frank Herrmann jetzt mit „FAIRreisen“ ein Handbuch für alle, die umweltfreundlich und sozialverträglich die Welt entdecken wollen. Ein ernstes Thema, denn Reisen bildet nicht nur, der Massentourismus der vergangenen Jahre hat ernsthafte Auswirkungen auf Klima, Umwelt und die Bevölkerung vor Ort. Herrmann gibt, unterstützt durch zahlreiche Checklisten und Infokästen, umfangreiche Hintergrundinformationen und Tipps. Damit präsentiert sich das Buch als rundum-sorglos-Paket zur Reisevorbereitung. Angefangen bei der Frage, ob Trekkingkleidung ökologisch und fair produziert wird, über ausführliche Vorstellung von Gütesiegeln im Tourismusbereich, bis hin zur Frage ob eine Kreuzfahrt ökologisch sein kann und wie der CO2-Ausstoß einer Reise kompensiert wird – „FAIRreisen“ lässt keine Frage unbeantwortet. Abgerundet wird das Handbuch durch einen ausführlichen Serviceteil.

 

 

5. „Der leise Atem der Zukunft“

von Ulrich Grober

Ulrich Grober ist vielen Naturfreunden durch sein Buch „Vom Wandern“ bekannt. Darüber hinaus beschäftigt sich der Autor mit den Bereichen Ökologie und Nachhaltigkeit. „Der leise Atem der Zukunft“ beschäftigt sich mit beiden Feldern und spürt dem wachsenden Interesse an nachhaltigen Werten in Krisenzeiten nach, denn immer mehr Menschen befinden sich auf der Suche nach Entschleunigung, Gelassenheit und einem einfachen und sinnvollen Leben.

Ulrich Grober gibt einen optimistischen Reisebericht von seinen sechs verschiedenen Wanderungen durch Deutschland und beschreibt seine Erfahrungen auf philosophische und poetische Weise. Ein Buch mit vielfältigen Denkanstößen.

 

 

 

 

6. „Ökoroutine“

von Michael Kopatz

Routine – kling langweilig, ist aber der einfachste Weg, neue Handlungsmuster im Alltag konsequent umzusetzen. Damit wir wirklich das tun, was wir für richtig halten, denn ein nachhaltiger Lebensstil ist durchaus möglich, wenn das ökologische Handeln zur Routine wird. Es geht also auch ohne tägliche Auseinandersetzung mit Klimakrise, Weltwirtschaft und Massentierhaltung. Ein erfolgreiches Beispiele dafür, dass diese Routine durchaus greift, ist die Mülltrennung. Doch Michael Kopatz bleibt nicht auf dieser einfachen Ebene, sondern zeigt viele einfache politische Vorschläge für alle Lebensbereiche und fordert auch von Seiten der Politik neue Standards. „Ökoroutine“ ist eine inspirierende Lektüre. Autor Kopatz ist Sozialwissenschaftler und befasst sich in seiner Forschung mit den Fragen zur Umsetzung einer Lebensstilwende.

 

 

7. „Denk mal! 2017“

Fesselnde Lektüre.

Fesselnde Lektüre.

von Harald Welzer, Güner Yasemin Balci, Nils Minkmar, Ahmad Mansour, Byung-Chul Han und anderen

Wem für umfassende Sachbücher sowohl Zeit als auch Muse fehlen, kann sich in „Denk mal! 2017“ wiederfinden. Denn das Lesebuch bietet Anregungen und Denkanstöße verschiedener Autoren in Aufsatzlänge an. Durch die Vielfalt auch ein gutes Buch für Einsteiger in die Themenwelt Nachhaltigkeit, für Fortgeschrittene neue Anstöße und Auffrischungen. Immer lesenswert: der Beitrag von Harald Welzer, der mit „Selbst denken“ ein Standardwerk geschaffen hat.

 

 

 

8. Slow Food Genussführer Deutschland 2017/18

herausgegeben von Slow Food Deutschland e.V.

Zum dritten Mal präsentiert der Verein Slow Food Deutschland seinen Genussführer, der jetzt schon das Zeug zum Klassiker hat. Anstelle eines faden Restaurantführers in dem es nur um die Sterne-Auszeichnungen einzelner Gbeliebteste-musterdepots-von-gruenes-geldourmet-Tempel geht, zeigt Slow Food regionale Küche mit guten Zutaten und bietet eine umfassende Warenkunde. Denn der Vereinigung liegt der Erhalt der regionalen Vielfalt besonders am Herzen. Detailliert werden Slow Food-Lokale und ihr besonderes Angebot vorgestellt. Dabei reicht die Bandbreite von traditionellen Lokalen bis hin zu experimentellen Restaurants. Für alle Empfehlungen gilt jedoch: Hier wird serviert, was aus der Region kommt, biologisch erzeugt wurde und in die Jahreszeit passt. Ein Muss für alle, die gerne ausgehen oder sich durch die Beschreibungen inspirieren lassen wollen.

 

 

9. Gelassen Gärtnern

von Charles Dowding

„Gelassen Gärtnern“ nimmt auf unterhaltsame Weise 99 Gartenmythen unter die Lupe, entlarvt oder bestätigt diese und unterhält passionierte Gärtner und Laien gleichermaßen. Der britische Autor Charles Dowding ist Biogärtner erster Sunde und hat bereits mehrere Gartenratgeber verfasst. Ins Reich der Mythen gehört demnach das Entfernen von Blättern am Tomatenstrauch um das Reifen der Früchte zu fördern. Erreicht wird allerdings nur eine intensivere Färbung. Wer also gelassen bleibt und auf das Blätterzupfen verzichtet, hat mehr Zeit – zum Beispiel um im Liegestuhl zu lesen.

 

 

10. „Unter der Erde – Tief im Wasser

von Akesandra Mizielinska du Daniel Mizielinski

Zu guter Letzt noch ein Buchtipp aus dem Kinderbuchregal. Nach dem einschlagenden Erfolg des Landkartenbuch „Alle Welt“ ein neues Werk aus der Feder der beiden polnischen Autoren. Das „Wendebuch“ – es lässt sich von beiden Seiten lesen – führt durch unbekannte Welten, nämlich durch das innere der Erde und in die Tiefen des Ozeans. Eine faszinierende Bilderbuchreise zu Goldminen, der tiefsten U-Bahn der Welt, Vulkanausbrüchen, der Tierwelt am Meeresgrunde und vielen anderen Sehenswürdigkeiten in den Tiefen. Wie sein Vorgänger überzeugt „Unter der Erde – Tief im Wasser“ durch eine liebevolle grafische Gestaltung. Ein wunderschönes und wertiges Buch, nicht nur für Kinder.

 

 

 

 

Wer sich für anspruchsvolle Bücher und Nachhaltigkeitsthemen interessiert, sollte die gleichen hohen Ansprüche auch an seine Finanzen stellen. Grünes Geld bietet nachhaltige Geldanlagen von denen Klima, Umwelt und Menschen profitieren.

 

 

 

Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.