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Die 7 wichtigsten Punkte für einen sonnigen Ruhestand

Mittwoch, 27. September 2017

Die langjährige Niedrigzinsphase wird uns noch einige Jahre begleiten. Das zwingt viele Menschen zu Umdenken und Neu-Berechnen, denn jedes Jahr Null-Zins frisst weitere gefährliche Lücken in die privaten und betrieblichen Altersvorsorge-Lösungen.

 

Deshalb muss umfassend geprüft werden, wie der Ruhestand konkret für die einzelne Person aussieht – und zwar unter Einbeziehung aller Vermögenswerte. Mit dazu gehört die Prüfung von Themen wie Nachlassregelung und Vollmachten für den Ernstfall.

 

Mit den 7 wichtigsten Punkten für einen sonnigen Ruhestand möchten wir einen guten Überblick in das komplexe Thema geben. Sie werden sehen, dass die einzelnen Inhalte gut zu verstehen und im Einzelfall meist schnell beherrschbar sind. Bei Fragen kommen Sie gerne auf uns zu (Kontakt).

 

Abschnitt 1: Wer erbt was?

Ein Erbe: hoffentlich interessanter als dieses Fahrzeug

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wer eigentlich Ihr Vermögen erben wird? Oder haben Sie sich schon einmal gefragt, von wem Sie selbst noch eine Erbschaft erwarten?

 

Falls es kein Testament gibt, greift die gesetzliche Erbfolge. Falls es ein Testament gibt, gilt für die Berechnung des Pflichtteils eines Erben: mindestens die Hälfte dessen, was ihm laut gesetzlicher Erbfolge zugestanden hätte (als Barabfindung).

 

Einen Anspruch auf einen Pflichtteil haben zum einen die sogenannten Abkömmlinge. Das sind die leiblichen oder adoptierten Kinder oder – sofern diese nicht mehr leben – die jeweils nachfolgende Generation, also Enkel oder Urenkel. Ein Anrecht auf einen Pflichtteil sieht das Gesetz außerdem für Ehegatten oder eingetragene Lebenspartner sowie bei kinderlosen Paaren auch für die Eltern vor. Geschwister dagegen können keinen Pflichtteil geltend machen.

 

Die gesetzliche Erbfolge geht nach dem Ordnungsprinzip, oder einfacher: Das Gut rinnt wie das Blut.

 

Im einfachsten Falle erben die Kinder (oder deren Kinder), gemeisam mit dem Ehepartner, das Vermögen eines Verstorbenen. Das nennt man Erben 1. Ordnung. Ohne Abkömmlinge erbt die sogenannte 2. Ordnung, also Eltern, Geschwister und Nichten/Neffen.

 

Ein weitverbreiteter Irrtum ist die 100-Prozent Vererbung an den überlebenden Ehepartner. Wie würden Sie zum Beispiel die Frage beantworten, wer verstorben sein muss, damit er Ehepartner wirklich alles erbt?

 

Das wäre nur dann der Fall, wenn es keine Kinder / Enkel / Urenkel gibt, keine Eltern, keine Geschwister, keine Nichten/Neffen und keine Großeltern mehr. Wie wahrscheinlich ist das? Wie sähe es in Ihrem eigenen Fall aus?

 

Hier eine Tabelle zum Erbe des Ehepartners in einer Zugewinngemeinschaft (häufigste Form der Ehe in Deutschland; es gibt daneben noch die sogenannte Gütertrennung):

 

 

Zugewinngemeinschaft

1. Ordnung

(Kinder, Enkel)

2. Ordnung

(Eltern, Geschwister)

3. Ordnung

(Großeltern)

Weitere Ordnungen
Anteil des Ehegatten am Erbe 1/2 3/4 3/4  voll (1/1)

 

 

 

 

 

 

 

Abgesehen vom Pflichtteil können Sie die Erbschaft jedoch mit einem Testament nach Ihrem Willen recht frei gestalten.

 

Dabei gilt im Todesfall immer das jüngste aufgefundene Testament. Ein Testament können Sie beim Notar verfassen und hinterlegen lassen, aber auch ein selbst erstelltes, (komplett) handschriftliches Testament hat die gleiche Gültigkeit. Häufig spart man übrigens Kosten, wenn man das Testment selbst verfasst, sich jedoch von einem auf Familienrecht spezialisierten Anwalt beraten lässt.

 

Tipp: Bedenken Sie beim Themen Erben nicht nur das eigene Vermögen. Häufig ist auch ein Vermögen zu erwarten, das Sie als Erbe erhalten. Vielleicht von den Eltern, vielleicht von Tante oder Onkel. Gehen Sie auch diese Themen offen an und besprechen Sie mit den Vererbenden die Strategie.

 

Bei ausreichender Zeit lässt sich möglicherweise viel Erbschaftssteuer sparen. Die Freibeträge für Ehepartner (500.000 €) oder Kinder (400.000 €) sind grundsätzlich gut und werden häufig nur bei Immobilienvermögen überschritten, aber schon nicht verheiratete Lebensgefährten oder Nichten und Neffen haben nur 20.000 Euro Freibetrag.

Abschnitt 2: Den Staat beim Erbe leer ausgehen lassen

Der Staat braucht Geld … viel Geld, um seinen umfangreichen Aufgaben vom Straßenbau über die Ausbildung der Kinder bis hin zur inneren und äußeren Sicherheit nachzukommen. Entsprechend lässt er sich die Chance nicht entgehen und erhebt Steuern beim Erben (und in gleicher Höhe beim Schenken).

 

Die gute Nachricht vorweg: nahe Verwandte wie Kinder oder Ehepartner müssen häufig nichts bezahlen. Die Freibeträge sind üppig gestaltet, bei Ehepartnern zum Beispiel 500.000 Euro:

 

Verwandtschaftsgrad Freibetrag Steuersatz
(abhängig von der Höhe des Vermögens)
Ehegatten 500.000 Euro 7 bis 30 Prozent
Eingetragene Lebenspartner 500.000 Euro 7 bis 30 Prozent
Kinder und Stiefkinder 400.000 Euro 7 bis 30 Prozent
Enkel und Stiefenkel 200.000 Euro 7 bis 30 Prozent
Eltern im Erbfall 100.000 Euro 7 bis 30 Prozent
Eltern bei Schenkung 20.000 Euro 15 bis 43 Prozent
Geschwister, Nichten, Neffen 20.000 Euro 15 bis 43 Prozent
Übrige Personen (z.B. nicht eheliche Lebengefährten, Patenkinder, Freunde) 20.000 Euro 30 bis 50 Prozent

 

Lassen Sie uns ein Beispiel für Menschen betrachten, die möglicherweise gar nicht an Erbschaftssteuern dachten – und trotzdem plötzlich viel zahlen müssen:

 

Zur Immobilienfinanzierung hat ein Mann einen Risiko-Lebensversicherung über die Todesfallsumme von 200.000 Euro abgeschlossen. Seine Lebensgefährtin ist nicht mit ihm verheiratet, jedoch als Begünstigte im Vertrag eingetragen – sollte er also versterben, möchten man das Geld aus der Lebensversicherung ihr zugute kommen lassen, damit sie den offenen Kredit damit abbezahlen kann. Eine übliche Vorgehensweise.

 

Außerdem erbt sie auch das Haus, sollte ihr Partner versterben.

 

Sollte der Mann jetzt tatsächlich versterben, geht das Finanzamt wie folgt vor: Der Wert der Immobilie wird festgesetzt, zum Beispiel auf 250.000 Euro. Abzüglich der offenen Kredite von z.B. 200.000 und zuzüglich der ausgezahlen Lebensversicherung in Höhe von 200.000 Euro erbt die Lebensgefährtin also 250.000 Euro.

 

Abzüglich ihres Freibetrages als „Übrige Person“ von 20.000 Euro muss sie demnach 230.000 Euro versteuern; bei einem Steuersatz von 30 Prozent sind das 69.000 Euro alleine an Erbschaftssteuer. Möglicherweise muss sie jetzt sogar das Haus verkaufen.

 

Tipp: Bei der korrekten Gestaltung der Risiko-Lebensversicherung hätte die Steuerlast auf Null Euro reduziert werden können. Dieser und weitere Fälle lassen sich einfach so gestalten, dass Erbschafts- oder Schenkungssteuer vermieden werden. Übrigens lassen sich die Freibeträge durch Schenkung alle 10 Jahre neu ausschöpfen.

 

Abschnitt 3: Selbst bestimmen, was im Fall eines Unfalls oder Krankheit getan werden soll

 

Unfälle kommen überraschend und haben manchmal langwierige Folgen

Erst vor wenigen Wochen erreichte mich persönlich morgens im Büro eine Nachricht per WhatsApp: ein sehr guter Freund, den ich seit Kindestagen an kenne, war auf seinem Arbeitsweg verunglückt.

 

Der Fahrer eines entgegenkommendes Fahrzeuges war eingeschlafen und auf seine Fahrbahnseite geraten. Mein Freund erlitt sehr viele Knochenbrüche, auch lebensbedrohliche, und wurde in ein künstliches Koma versetzt.

 

Er als Patient war nicht mehr ansprechbar, trotzdem mussten medizinische Entscheidungen getroffen werden. Häufig geht es dabei um Fragen um Leben und Tod. Immer ist die Frage präsent: wie hätte wohl der Betroffene entschieden? Wie lässt sich hier das Recht auf medizinische Selbstbestimmung wahren?

 

Die Lösung stellt die Patientenverfügung dar; ein Dokument, in dem man in guten Tagen und wohlüberlegt festlegt, welche medizinischen Maßnahmen getroffen werden sollen und welche nicht.

 

Tipp: Die Patientenverfügung sollte auf jeden schriftlich verfasst sein und unterschrieben werden. Sie ist jederzeit widerrufbar und änderbar. Damit im Notfall auch der Zugriff auf die Verfügung gewährleistet ist, sollten Kopien bei Vertrauenspersonen und dem Hausarzt hinterlegt werden.

 

Abschnitt 4: Noch einen Schritt weiter – wer darf sich kümmern wenn was passiert?

 

Im Abschnitt 3 haben wir den Fall behandelt, dass man seinen Willen nicht mehr äußern kann und medizinische Entscheidungen getroffen werden müssen.

 

Doch gerade bei länger anhaltenden Situationen, zum Beispiel bei einem langjährige Schwerstpflegefall, müssen über die direkten medizinischen Entscheidungen hinaus noch weitere Entscheidungen gefällt und Unterschriften geleistet werden.

 

Nicht selten sind zum Beispiel Immobilien für einen Pflegebedürftigen nicht mehr bewohnbar. Doch ein Verkauf der Alt-Immobilie und der Erwerb einer geeigneten Immobilie oder der Umzug in ein Pflegeheim erfordern wirtschaftlichen Sachverstand und Entscheidungsbefugnisse. Dafür reicht die Patientenverfügung nicht aus

 

Um jemanden zu bevollmächtigen, dass er in Ihrem Namen handeln darf, benötigen man eine Vorsorgevollmacht. In diese werden alle notwendigen Details geregelt.

 

Lassen Sie sich also von einem spezialisierten Anwalt dazu beraten. Es gibt jedoch auch Vorlagen, die die häufigsten Konstellationen und Fragestellungen bearbeiten – möglicherweise sind solche Vorlagen ausreichend. Bei Buchung einer Ruhestandsplanung von Grünes Geld wird Ihnen dazu eine Vorlage übergeben.

 

Tipp: Seit über 10 Jahren gibt es das Zentrale Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer. Dort können Sie Patientenverfügung und Betreuungsverfügungen eingetragen werden, so dass diese auch für im Notfall und nach vielen Jahren, in denen man gar nicht mehr an diese Papiere dachte, schnell gefunden werden.

 

Abschnitt 5: Neben Sicherheit muss in der Altersvorsorge auch die Rendite stimmen

 

Das Ausland hat für die Einstellung der Deutschen sogar einen Begriff geprägt: German Angst. Es geht um ein difuses Angstgefühl der Deutschen, was sich unter anderem in der sehr zurückhaltenden deutschen Außenpolitik äußert.

 

Die vielleicht bedeutendere Ausprägung ist das Geldanlage-Verhalten der Deutschen: vermeintliche Garantien und vermeintlich feste Zinsen werden überbewertet, langfristige Chancen damit außen vor gelassen.

 

Dabei bieten gerade die meist sehr langen Ansparzeiträume für die Altersvorsorge ideale Vorraussetzungen für schwankungsintensive Anlageformen, die dafür aber auch die höchsten Renditen erwirtschaften. Lassen Sie uns das an einem Beispiel erkennen.

 

Beispiel: Eine 37jährige Frau mit einem Jahreseinkommen von 40.000 Euro. Davon gehen aktuell 18,7% in die gesetzliche Rentenversicherung, also 7.480 Euro jährlich. Eine grundsätzliche Faustformel besagt, von diesem Betrag 50% zu nehmen und in eine private Altersvorsorge zu investieren, also in unserem Fall 50% von 7.480 Euro, also 3.740 Euro jährlich oder 310 Euro monatlich.

 

Einzahlung 310 Euro monatlich über 30 Jahre

Altersvorsorge ohne Wertschwankungen

(klassischer Rentenvertrag, Renditeannahme 3% p.a.)

Altersvorsorge mit Wertschwankungen

(Fondgebundener Rentenvertrag, Renditeannahme 6% p.a.)

Kapital nach 30 Jahren

181.100,06 Euro

312.956,66 Euro

Ergibt monatliche garantierte Rente von

(Abschätzung, unverbindlich)

543 Euro

939 Euro

 

Übrigens gibt es gerade bei der ethisch-ökologischen Geldanlage sehr gute, langfristige Möglichkeiten im Aktienmarkt. Denn Aktien nachhaltiger Unternehmen bieten den Menschen Lösungen, die immer mehr nachgefragt und immer mehr gebraucht werden.

 

Entsprechend sollte eine günstige Geschäftsentwicklung die Folge sein, so dass die Unternehmenswerte und damit auch die Aktienkurse der Unternehmen überproportional steigen (siehe auch unser Musterdepot Wachstum).

 

Tipp: Wer die Zahlen analysiert kommt bei der langfristigen Geldanlage an Aktien nicht vorbei (mehr: Rendite-Dreieck) . Lassen Sie sich von Experten beraten, wie Sie typische Fehler bei der Aktienanlage vermeiden und gleichzeichtig die Steuern auf den Gewinn gering halten.

 

Abschnitt 6: Das fiese Geheimnis … Ihre Rente wird jährlich weniger

 

Stellen Sie sich vor, Sie haben alles richtig gemacht: Sie haben Ihre gesetzliche Rente ausgerechnet, Sie haben eine Rentenlücke identifiziert und Sie haben über Jahre hinweg monatlich etwas zur Seite gelegt, um diese Lücke zu schließen.

 

Schließlich sind Sie 67 Jahre alt und gehen in Rente. Und in der Tat, die Berechnungen waren richtig, Sie konnten Ihre Lücke schließen, alles ist perfekt. Für viele Menschen enden an dieser Stelle Ihre Überlegungen.

 

Leider begehen sie damit einen fatalen Fehler. Denn eine Frau, die mit 67 Jahren in Rente geht, hat noch laut aktueller Vorgabe (Sterbetafel 2004R) eine Lebenserwartung von weiteren 24 Jahren (!).

 

Was wird in diesen 24 Jahren geschehen? Die schleichende Inflation wird an der Kaufkraft ihrer Rente knappern.

 

In den 24 Jahren wird die Kaufkraft von zum Beispiel 100 Euro absinken, bei 2% jährlicher Inflation auf nur noch 62,17 Euro.

 

Theoretisch gibt es dafür die jährlichen Rentensteigerungen. Doch lassen Sie uns ansehen, ob diese die Inflationsraten in der Vergangenheit ausgleichen konnten:

 

Netto-Rentenentwicklung in Deutschland

Tatsächliche Rentenentwicklung nach Inflation: meist negativ (Quelle: Helvetia)

 

Das Diagramm zeigt deutlich, dass die Rente in den meisten Jahren effektiv weniger wird. Das muss auch so sein, denn immer weniger Beitragszahler stehen immer mehr Rentenempfängern gegenüber (Demografische Entwicklung); die Rente muss abnehmen.

 

Tipp: Um die abnehmende Renten auszugleichen sollten Sie schnell reagieren. Zwei Möglichkeiten kommen meist in Frage. Möglichkeit 1: Sie sparen einen zusätzlichen Betrag fürs Alter an. Möglichkeit 2: Sollten Sie Ihre bisherige private Altersvorsorge auf klassischen Produkten aufgebaut haben, prüfen Sie den Wechsel in Anlagen mit höherer Renditeerwartung.

 

Abschnitt 7: Verdrängt oder Problem angegangen … wahrscheinlich werden Sie pflegebedürftig.

 

Das Schöne ist, dass wir alle immer älter werden. Durchschnittlich rund 15 Jahre im Vergleich zu den Großeltern. Wurden Ihre Großeltern zum Beispiel 75 Jahre alt, können Sie schon mit rund 90 Jahren Lebensalter rechnen.

 

Das weniger Schöne ist, dass die Pflegebedürftigkeit mit zunehmendem Lebensalter auch deutlich zunimmt. Besonders in den Jahren ab 80 – dort ist jeder 5. von Pflegebedürftikeit betroffen. Ab dem Lebensalter 85 sind es sogar 4 von 10 Menschen.

 

Die durchschnittliche Pflegedauer beträgt dabei rund 5 Jahre. Nimmt man aktuell rund 3.000 Euro für stationäre Pflege pro Monat an, kommen erhebliche Summen zusammen.

 

Beispiel: 3.000 Euro im Monat sind in der Rentenphase eine stattliche Summe. Zieht man eine staatliche Rente von z.B. 1.200 Euro ab und geht von Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung von 2.005 Euro (Pflege Grad 5), berücksichtigt für die Versorgung des Partners für Mieter und Lebensunterhalt 700 Euro, bleibt eine Einkommenslücke im Pflegefall von 495 Euro.

 

Tipp: Diese Lücke kann durch spezielle private Pflegeversicherungen gedeckt werden. Der Nachteil: die Verzinsung in der Einzahlungsphase ist meist sehr gering und, sollte kein Pflegefall eintreten, hat man umsonst eingezahlt.

 

Alternativ kann der Aufbau einer zusätzlichen Altersvorsorge in Erwägung gezogen werden. Schließlich steigt das Risiko einer Pflegebedürftigkeit erst ab dem Alter von 70 Jahren an, so dass in der Regel ausreichend Zeit für den Aufbau bleibt.

 

Die Rendite in der Ansparphase kann deutlich höher sein als bei einer Pflegeversicherung und die Auszahlung erfolgt eben auch dann, wenn nie eine Pflegebedürftigkeit auftreten sollte.

 

Moderne Verträge lassen dabei auch die Entnahmen von Einmalsummen (z.B. wegen Umbaumaßnahmen bei auftretender Pflegebedürftigkeit) zu, z.B. als sogenannte Cash-Option.

 

Wie geht’s weiter:

 

–> ZUM RUHESTANDSPLANER (ganzheitliche Ruhestandsplanung) <–

 

–> ZUM GRÜNES GELD TEST (Geldanlage, monatliches Ansparen) <–

 

–> KONTAKT ZU GRÜNES GELD (persönliches Gespräch) <–

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

Altersvorsorge – Gut geplant in den Ruhestand

Dienstag, 26. September 2017
Zusammenfassung: Die Zeit nach dem Erwerbsleben wird zwar auf der einen Seite sehnlichst erwartet, auf der anderen Seite treibt auch viele Menschen die Sorge, für das Alter nicht ausreichend finanziell abgesichert zu sein. Hinzu kommen viele Fragen zu Testament, Versicherungen und Pflege, die am besten frühzeitig geklärt werden sollten. Eine solide Ruhestandsplanung sollte daher frühzeitig angegangen werden, am einfachsten mit dem Grünes Geld Ruhestandsplaner.

 

 

Gut geplant in den Ruhestand.

Auf das Berufsleben bereiten Schulen, Ausbildungsstätten und Hochschulen vor. Auf den Ruhestand bereitet jedoch nur die Schule des Lebens vor – und dabei gibt es keinen verbindlichen Lehrplan.

 

Ein persönlicher Plan für die Zeit nach der Erwerbsarbeit ist jedoch mittlerweile eine wichtige Aufgabe im Leben, denn kaum ein Berufsstand kommt ohne eine solide private Altersvorsorge aus. Was früher fast nur Selbstständige betraf, ist mittlerweile ein wichtiges Thema für nahezu alle Erwerbstätigen geworden.

 

 

 

Ruhestand – Grund zur Freude oder zur Sorge?

Der Ruhestand zählt zu den freiesten Abschnitten im Leben. Keine festen Verpflichtungen mehr, Zeit für die Dinge, die in den vergangenen Jahren zu kurz gekommen sind, zwanglos neuen und alten Interessen nachgehen – kaum jemand, der sich nicht auf diese Zeit freut.

 

Eine bittere Pille müssen jedoch viele Schlucken: das reguläre Renteneintrittsalter ist angestiegen. Und wenn die Zahl der Beitragszahler weiter sinkt, ist es gut möglich, dass die Altersgrenze weiter angehoben wird. Wer nach 1964 geboren wurde, muss derzeit bis zum 67. Lebensjahr arbeiten. Dennoch verkürzt sich – statistisch gesehen – die Zeit des Ruhestands nicht. Denn die Lebenserwartung steigt weiter an. Auch führt die moderne medizinische Versorgung dazu, dass viele Menschen ihren Ruhestand bei guter Gesundheit genießen können.

 

Mind the gap – Versorgungslücken schließen.

Der Ruhestand bringt jedoch auch finanzielle Veränderungen mit sich. Das Einkommen entfällt. An seine Stelle treten Rentenzahlungen, die – je nach Art der Rente, der früheren Höhe des Einkommens und der Zeit, in der Rentenbeiträge eingezahlt wurden – höher oder niedriger ausfallen.

 

 

Wird das Geld also im Ruhestand ausreichen? – Werden mögliche Pflege- und Gesundheitskosten höher ausfallen als gedacht? Werden unvorhergesehene Ereignisse Rücklagen angreifen oder die Inflation das Sparvermögen minimieren? Wie werden sich die Kapitalmärkte entwickeln? Wird mein aufgebautes Vermögen für den Rest meines Lebens als Zusatzversorgung ausreichen?

 

Fragen, die sich viele zukünftige Rentner besorgt stellen. Sicher gibt es kaum pauschale und allgemeingültige Antworten auf diese Fragen. Dennoch sollte der Ruhestand keine Reise ins Ungewisse darstellen. Denn auch auf diesen Lebensabschnitt kann sich jeder vorbereiten. Je früher, desto besser.

 

 

Neuen Lebensabschnitt gut vorbereiten in fünf Schritten

Jeder neue Lebensabschnitt muss gut vorbereitet sein. So wie vor der Berufs- oder Studienwahl eingehende Informationen eingeholt, Perspektiven ermittelt und Vergleiche angestellt wurden. Viele werden auch bei der Familiengründung unzählige Ratgeber gelesen und Kurse besucht haben, um gut vorbereitet und kompetent in die neue Lebensphase einzutreten. Warum also nicht auch den Ruhestand in Ruhe planen?

 

 

Erster Schritt: Wieviel Geld steht mir im Ruhestand zur Verfügung?

Am Anfang der Ruhestandsplanung steht die Analyse. Dafür wird eine Finanzübersicht aus allen voraussichtlichen Einnahmen und Ausgaben erstellt, mit denen im Alter zu rechnen ist.

 

Frühzeitig Ordnung in die eigenen Angelegenheiten bringen.

Im Allgemeinen bestehen die Einnahmen aus der gesetzlichen Rente. Die genaue Höhe bemisst sich nach der Anzahl der erworbenen Rentenpunkte. Je nach dem, wieviele Beitragsjahre gearbeitet wurde und ob die Einkünfte oberhalb oder unterhalb des Durchschnittsverdienstes gelegen habe, werden Entgeltpunkte auf dem Rentenkonto gutgeschrieben. Wie hoch die zu erwartende Rentenzahlung voraussichtlich einmal sein wird, teilt die Deutsche Rentenversicherung ihren Mitgliedern jährlich mit, sofern sie über 27 Jahre alt sind und bereits fünf Jahre beitragspflichtig gearbeitet haben. Mit 43 Jahren kommt zudem eine Erinnerung, um die Vollständigkeit des Rentenkontos zu gewährleisten. Ein wichtiger Zeitpunkt, um fehlende Angabe ergänzen zu lassen. Außerdem besteht dann bis zum 45. Lebensjahr die Möglichkeit, auch nachträglich freiwillige Beiträge einzuzahlen, um etwa eine längere Ausbildungszeit nachzuversichern.

 

Ein regelmäßiger und kritischer Blick auf dieses Scheiben ist ratsam. Denn wer seine Ausgaben im Alter ermittelt hat – und diese können sehr unterschiedlich ausfallen, je nach dem, ob Miete gezahlt werden muss, regelmäßige Verpflichtungen, wie beispielsweise Unterhaltszahlungen bestehen – kann hier leicht seine Versorgungslücke ermitteln.

 

Dass eine Lücke besteht, ist zur Normalität geworden. Um die Versorgungslücke zu schließen, muss also noch geprüft werden, welche weiteren Einnahmen im Ruhestand zur Verfügung stehen. Gibt es beispielsweise eine zusätzliche betriebliche Rente und welche privaten Vorsorgeprodukte, beispielsweise eine private Rentenversicherung, wurden bereits abgeschlossen. Aus diesen Angaben kann dann errechnet werden, ob noch weiterhin eine Versorgungslücke besteht und wie groß diese ist.

 

 

Zweiter Schritt: Versorgungslücken schließen

Wer nach der Prüfung seines Finanzplans für den Ruhestand eine Einkommenslücke ermittelt hat, sollte sich umgehend mit einer zusätzlichen privaten Altersvorsorge befassen.

Hier bieten sich dann unterschiedliche Lösungen an. Je nach dem, wieviel Geld aktuell angelegt werden kann, wie hoch die Versorgungslücke ist und wieviel Zeit bis zum Ruhestand noch bleibt.

 

Eine einfache Möglichkeit, auch mit kleinen Summen ein Sparvermögen zu erzielen, ist das Monatssparen. Auch eine fondsgebundene Lebensversicherung kann ein wichtiger Baustein der Altersvorsorge sein.

 

Welches Produkt am besten passt, sollte frühzeitig mit einem unabhängigen Finanzberater geklärt werden. Dieser sollte zudem auch eine Expertise im Bereich der Ruhestandsplanung mitbringen, wie beispielsweise Gerd Junker von Grünes Geld. Denn zu einer soliden und tragfähigen Planung des Ruhestandes gehört mehr, als das gegeneinander aufaddieren von Einkünften und Ausgaben. Ebenso wichtig ist es, über die Besteuerungen von Renteneinkünften und Auszahlungen aus Versicherungen im Klaren zu sein und auch die Absicherung der Familie nicht zu vergessen.

 

 

Dritter Schritt: Nicht die Augen verschließen

Wer noch fit und agil den Ruhestand antritt, hat kaum Lust, sich jetzt ausführlich mit Krankheit und Tod zu befassen. Denn zum einen tut das niemand gern, zum anderen bekommt die freudig erwartete freie Zeit im Alter durch diese Fragen einen kleinen unangenehmen Beigeschmack. Aber wie heißt es so schön im Plattdeutschen „Wat mutt, dat mutt!“

 

Umgehen lässt sich dieses unangenehme Thema im Ruhestand, wenn es einfach vorher geklärt wird. Optimalerweise im Rahmen der Ruhestandsplanung. Denn Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung sind auch „Mitten im Leben“ eine sinnvolle Dokumentation, damit Ehepartner, Lebensgefährte oder Kinder im Ernstfall Entscheidungen im gewünschten Sinne treffen können.

 

 

Vierter Schritt: Erben und Vererben

Die Vorbereitung auf den Ruhestand ist nicht allein auf die grundsätzliche finanzielle Absicherung beschränkt. Denn gerade auch ausreichende finanzielle Mittel fordern Entscheidungen. Kommt es beispielsweise günstiger, sein Vermögen zu vererben oder ist eine Schenkung vorteilhafter für die Nachkommen?

 

Wer etwas zu vererben hat, sollte sich außerdem überlegen, ob die gesetzliche Nachlassregelung für die Familien- und Verwandtschaftsverhältnisse passend ist, oder ob eine abweichende Regelung getroffen werden soll. Ist dies der Fall, muss ein rechtssicheres Testament verfasst werden. Sinnvoll ist es zudem, das Schriftstück sicher zu hinterlegen. Das Testament lässt sich jederzeit wieder ändern.

 

Manch ein Ruheständler kann aber auch selbst mit einem Nachlass rechnen. Sprechen Sie rechtzeitig und offen mit den Personen, von denen Sie ein Erbschaft erwarten können: oftmals Eltern oder aber auch Onkel und Tanten ohne eigene Kinder.

 

Denn während bei einem Erbe von den Eltern mit meist 400.000 Euro ein hoher Freibetrag gilt (der aber auch bei Immobilien schnell überschritten sein kann), gilt bei Vererbung von Tante / Onkel meist nur ein Freibetrag 20.000 Euro.

 

Darüber müssen Erbschaftssteuern gezahlt werden. Mit sinnvoller und rechtzeitiger Planung lassen sich diese vermeiden, ohne dass die Erblasser den Zugriff auf das Geld komplett abgeben.

 

Fünfter Schritt: Versicherungen überprüfen

Wer in Ruhestand geht, möchte im neuen Lebensabschnitt nicht nur gut abgesichert, sondern auch gut versichert sein. Daher ist es auch geboten, die laufenden Policen zu überprüfen und auf die neuen Anforderungen anzupassen.

 

Unbesorgt in die Zukunft blicken.

Ein Muss sind nach wie vor die Krankenversicherung, eine private Haftpflicht zur Abdeckung von Personen-, Sach- und Vermögensschäden sowie für alle Autobesitzer natürlich auch die KFZ-Haftpflicht.

 

Bei der Haftpflichtversicherung kann geprüft werden, ob der Umstieg auf einen Seniorentarif sinnvoll ist. Wichtig ist es auch, immer wieder zu prüfen, ob die Police noch mit der Lebenssituation zusammenpasst. Wer beispielsweise im Alter bei seinen Kindern wohnt, kann in vielen Fällen über den Versicherungsschutz der Kinder in Anspruch nehmen.

 

Ob der Abschluss einer privaten Pflegeversicherung sinnvoll ist, muss von Fall zu Fall abgewogen werden. Wer über eine ausreichende Altersvorsorge verfügt, aus der über einen längeren Zeitraum zusätzliche Pflegekosten abgedeckt werden können, braucht nicht unbedingt eine private Pflegeversicherung.

 

Sinnvoll kann eine solche Police sein, wenn zwischen den tatsächlichen Pflegekosten und den eigenen Einkünften sowie der gesetzlichen Pflegeversicherung eine Lücke klafft. Schließlich möchte kaum ein Pflegebedürftiger seine Angehörigen unnötig finanziell belasten.

 

Auch wer im Pflegefall zu Hause versorgt werden will, kann eine private Pflegeversicherung mit höheren Leistungen für ambulante Pflege abschließen. In jedem Fall ist eine gute Beratung im Vorfeld wichtig, in der die Wünsche, Vorstellungen und Möglichkeiten des Versicherungsnehmers abgeklärt werden – und das am besten so früh wie möglich, denn die Kosten der privaten Pflegeversicherung steigen drastisch mit der Höhe des Eintrittsalters.

 

Wer in Zeiten der Erwerbstätigkeit eine Rechtsschutzversicherung mit Berufsrechtsschutz abgeschlossen hat, sollte die Police mit Eintritt in den Ruhestand umstellen.

 

Ganz klar ausgedient haben mit dem Eintritt in den Ruhestand die Berufsunfähigkeitsversicherung und die Krankentagegeld– bzw. Krankenhaustagegeldversicherung.

 

 

Guter Rat muss nicht teuer sein

Die Planung und Vorbereitung des Ruhestandes ist ein größeres Projekt, das frühzeitig angegangen werden sollte. Je früher, desto besser. Aber wer noch voll im Berufsleben steht, hat oft wenig Zeit und Muse, um sich diesem komplexen Thema zu stellen.

 

Zudem ist das eigene Altern mit all seinen Facetten, möglicher Pflegebedürftigkeit und Krankheitsrisiken kein Feld, dass sich völlig frei von Emotionen abarbeiten lässt. Daher gilt hier – wie in vielen Dingen des Lebens – die Devise: frühzeitig Hilfe in Anspruch nehmen.

 

Denn ein ausgebildeter Ruhestandsexperte bietet die umfassende Kompetenz, um mit Voraussicht die finanziellen Fragen ausführlich zu klären, Lösungen für mögliche Versorgungslücken aufzuzeigen, einen umfassenden Versicherungsschutz zu planen und auf wichtige Dokumentationen, wie etwa Vollmachten und Testamente hinzuweisen.

 

Grünes Geld, erfahrener Anbieter ethischer und ökologischer Geldanlagen, hat in diesem Bereich die Zeichen der Zeit erkannt und bietet einen unkomplizierten und günstigen Einstieg in die persönliche Ruhestandsplanung.

 

Auf Basis eines zehnminütigen Online-Tests, werden alle wichtigen Themengebiete der Ruhestandsplanung ermittelt und anschließend im Rahmen eines ein- bis zweistündigen Online-Tutorials via Internet und Telefon besprochen. Darüber hinaus bietet Grünes Geld auch einen persönlichen Termin im Aschaffenburger Büro an. Dabei zeigt sich, dass guter Rat nicht teuer sein muss: Die Online-Berartung kostet 59 Euro, für die gleiche Beratung im Büro werden 89 Euro fällig.

 

 

 

 

Carmen Junker   Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“. Mehr zu ihr und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

 

Private Altersvorsorge – aktiv gegen Altersarmut

Dienstag, 04. Juli 2017
Zusammenfassung: Berichte über zunehmende Altersarmut verunsichern viele Menschen. Altersvorsorge ist daher ein wichtiges Thema, das früh in der Lebensplanung eine Rolle spielen sollte - der Zinseszins ist wichtig. Vielfältige Angebote ermöglichen eine zusätzliche Versorgung neben der gesetzlichen Rente. Dabei ist der Einstieg auch schon mit geringen regelmäßigen Einlagen möglich. Besonders gut für eine positive Entwicklung der Zukunft: ökologische und ethische Geldanlagen bei der Altersvorsorge berücksichtigen.

 

 

 

Die Lebenserwartung steigt.

„Nicht das Alter ist das Problem, sondern unsere Einstellung dazu.“ Das wusste schon der römische Philosoph und Staatsmann Cicero. Und die Einstellungen zum Alter sind sehr unterschiedlich. Denn genauso, wie es die viel beschworene „Jugend von heute“ nicht gibt und die Biographien der Menschen zwischen zwanzig und Mitte sechzig auf unterschiedlichsten Wegen verlaufen, so sind auch die Lebenssituationen in der Gruppe der älteren Bevölkerung sehr verschieden.

 

Wie die Lebenssituation im Alter konkret aussieht, ist nicht nur von strukturellen gesellschaftlichen Bedingungen bedingt, sondern hängt auch stark von der jeweiligen Vorgeschichte jedes Einzelnen ab. Sicher stellen der Eintritt in den Ruhestand und der Abschied aus dem Erwerbsleben einen tiefen Einschnitt in die persönliche Lebensgeschichte dar. Aufgrund individueller körperlicher und psychischer Veränderungsprozesse steigt die Wahrscheinlichkeit, stärker auf medizinische und – besonders im fortschreitenden Alter – auf pflegerische Hilfe angewiesen zu sein.

 

 

Aktiv und mobil bleiben

Dennoch ziehen sich viele grundsätzliche Einstellungen durch das gesamte Leben. Wer in jungen Jahren sportlich aktiv war, wird sicher versuchen, diese Aktivität auch im Alter umzusetzen.

 

Wichtig ist es dann jedoch, sich auch mit einer – möglicherweise – eingeschränkteren körperlichen Fitness abfinden zu können und das zu genießen, was noch umgesetzt werden kann. Wer sein Leben zufrieden geführt hat, wird aller Voraussicht nach seine generelle Lebensfreude behalten und wer viel Wert auf soziale Kontakte innerhalb und außerhalb der Familie gelegt hat, wird im Ruhestand diese Beziehungen weiterpflegen.

 

Der Verlust der Selbstständigkeit im Alter stellt allerdings für viele Menschen ein Schreckensszenario dar. Denn eine eingeschränkte Mobilität beispielsweise, kann die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Allerdings hat sich gerade in diesem Bereich in den vergangenen Jahren viel getan. Barrierefrei Innenausbauten ermöglichen bis ins hohe Alter ein selbstständiges Leben im gewohnten Umfeld. Darüber hinaus hat sich der Markt an Hilfsmitteln – vom einfachen Gehstock bis hin zum E-Scooter – weiter entwickelt und bietet für nahezu jede Lebenssituation eine passende Lösung.

 

 

Rentenreform begegnet der demographischen Veränderung

Auch im Herbst des Lebens reiche Ernte einfahren.

Kein Wunder, denn die Lebenserwartung steigt seit Jahren stetig an. Gleichzeitig hat sich allerdings auch die demografische Verteilung in unserer Gesellschaft verändert. Die klassische Alterspyramide mit einer breiten Basis junger Menschen hat sich zur demographischen Zwiebel bzw. Urne gewandelt. Verantwortlich dafür zum einen die ständig sinkende Geburtenrate und zum anderen der höhere Anteil Älterer sowie die generell gestiegene Lebenserwartung die damit auch ein erhöhtes durchschnittliches Alter mit sich bringt.

 

Gerade die abnehmende Zahl der erwerbstätigen – und damit auch die Anzahl der rentenbeitragspflichtigen – Personen, wirkt sich auf die zukünftige Rente aus. Prognosen zufolge wird die Anzahl der erwerbstätigen Personen bis zum Jahr 2040 um etwa 15 bis 30 Prozent  abnehmen.

 

Diese Veränderungen haben bereits vor Jahren zu einer umfangreichen Reform des gesetzlichen Rentenversicherungssystems  geführt. Mit der Veränderung der Rentenformel sollte die gesetzliche Alterssicherung gegenüber der veränderten demographischen Entwicklung abgesichert werden. Die Veränderung im Rentensystem hat allerdings auch zu einer starken Verunsicherung innerhalb der Bevölkerung geführt.

 

Private Vorsorge soll gesetzliche Rente ergänzen

Die klassische gesetzliche Rentenversicherung (GRV) war bis dahin integraler Bestandteil der deutschen Sozialstaatlichkeit. Sie umfasste neben der Altersrente auch Leistungen bei verminderter Erwerbsunfähigkeit und die Versorgung der Hinterbliebenen im Todesfalle. Mit einem Anteil von rund 80 Prozent der Gesamteinahmen stellte sie den Löwenanteil der Alterssicherung dar. Ergänzt wurde die GRV allerdings auch schon vor der Rentenreform um die Leistungen der betrieblichen Altersversorgung und unterschiedliche private Vorsorgemöglichkeiten.

 

Mit der Reform der gesetzlichen Rentenversicherung wurden Beitragszahler stärker in die Pflicht genommen, selbstständig für ihren Lebensabend vorzusorgen. Diese private Altersvorsorge ist freiwillig, wird jedoch von Seiten des Staates finanziell gefördert.

 

Die aus der Rentenreform Anfang des neuen Jahrtausends resultierende Riester-Rente wird mittlerweile von vielen Experten aus den unterschiedlichsten Lagern als wenig geeignet gesehen, die reduzierte GRV ausreichend zu ergänzen. Eine Ergänzung der GRV ist allerdings dringend angeraten, wenn Arbeitnehmer nach der Erwerbsphase an das bisherige Einkommens-Niveau anknüpfen wollen.

 

 

Schreckgespenst Altersarmut

Altersarmut ist kein vollkommen neues Phänomen. Das Thema erfährt jedoch aktuell eine enorme Aufmerksamkeit. Das liegt vor allem daran, dass in früheren Zeiten die Altersarmut fast ausschließlich in sozialen Randgruppen vorkam. Betroffen waren in erste Linie Menschen mit einer sehr kurzen und lückenhaften Erwerbsbiographie.

 

Im Alter aktiv und abgesichert am Leben teilnehmen.

Der Mehrheit der älteren, nicht mehr erwerbstätigen Menschen in Deutschland geht es aktuell finanziell nicht schlecht. Die sogenannten „Best Ager“ werden jedoch in den kommenden Jahren von einer neuen Rentner-Generation abgelöst werden. Diese haben durch Minijobs, Erwerbstätigkeit im Niedriglohnsegment sowie Zeiten der Erwerbslosigkeit nicht ausreichende Rentenpunkte gesammelt – geschweige denn private Altersvorsorge betrieben.

 

Einer aktuellen Studie der Wirtschaftsforschungsinstitute DIW und ZEW zufolge, wird bis zum Jahr 2036 jeder fünfte Neurentner von Altersarmut bedroht sein. Das bedeutet, dass rund 20 Prozent der heutigen End-Vierziger weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung haben wird und damit armutsgefährdet ist. Bereits die Generation der „Babyboomer“ der geburtenstarken Jahrgänge, die in fünf Jahren das Rentenalter erreicht haben werden, sind von dieser Entwicklung bedroht. Damit ist Altersarmut in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

 

Dabei sehen die Forscher der Studie nicht nur ein strukturelles Problem. Viel würden aktuell die Risikogruppen kaum durch sinnvolle Vorschläge gegen die drohende Gefahr angesprochen werden. Den Schlüssel für eine ausreichende Alterssicherung sehen Experten in erster Linie in sozialversicherungspflichtigen und existenzsichernden Arbeitsverhältnissen.

 

 

Herausforderung Alterssicherung meistern

Auch wer mit beiden Beinen fest im Erwerbsleben steht, ist heute mehr denn je gefordert, den möglichen Gefahren ins Auge zu sehen und Vorsorge für das Alter zu treffen. Je früher, desto besser!

 

Denn eine frühe aktive Haltung zum Thema Altersvorsorge kann nicht nur Versorgungslücken frühzeitig erkennen und diesen begegnen. Sie helfen auch, diffuse Ängste und Befürchtungen zu vermeiden. Obgleich Umfragen ergeben haben, dass mehr als 60 Prozent der aktuell Berufstätigen daran zweifeln, im Alter ausreichend versorgt zu sein, stecken auch mehr als die Hälfte den Kopf in den Sand und sehen keinen Sinn in einer privaten Vorsorge.

 

Grund für diese Vogel-Strauß-Mentalität ist zum einen das unübersichtliche Angebot an privaten Altersvorsorgeprodukten sowie eine für Laien teilweise schwer zu durchdringende Förderungsregeln. Zum anderen ist die Bedeutung der privaten Vorsorge noch nicht in den Köpfen angekommen. Zu fest sitzt die alte Gesinnung, dass sich der Staat schon kümmern werde.

 

Hier sind gerade junge Erwerbstätige gefordert, die alten Denkmuster zu durchbrechen. Schließlich haben sie noch ausreichend Zeit, eine solide und sinnvolle Altersvorsorge aktiv zu betreiben. Neben den erworbenen gesetzlichen Rentenansprüchen und einer betrieblichen Altersvorsorge, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten für eine private Altersvorsorge.

 

 

Standort bestimmen und persönlichen Weg finden

So wie die Entscheidung für einen Beruf eine individuelle Entscheidung darstellt und eine angemessene Phase der Planung und Überlegung erfordert, muss auch der Ruhestand gut geplant werden – auch wenn diese Zeit noch unendlich weit entfernt zu liegen scheint. Deshalb ist es sinnvoll, sich ausführlich beraten zu lassen, um eine passende Lösung zu finden.

 

Für immer mehr Menschen ist es darüber hinaus nicht nur wichtig, wie viel am Ende ausgezahlt wird, sondern ebenso, wo und wie ihr Geld während der langen Ansparphase für die spätere Altersvorsorge, eingesetzt wird. Wer sich hier für ökologische und ethische Geldanlagen entscheidet, investiert nicht nur in die eigene Zukunft, sondern genauso in eine intakte Natur und in eine gerechtere Welt.

 

Eine nachhaltige Altersvorsorge ist kein Produkt von der Stange. Deshalb ist es sinnvoll, frühzeitig mit einem erfahrenen Experten, wie Grünes Geld, die passende Lösung zu finden. Als unabhängiger Finanzberater und Spezialist für ökologische und ethische Geldanlagen ist Grünes Geld in der Lage, umfassend über sinnvolle Fördermöglichkeiten und steuerliche Aspekte der geplanten Altersvorsorge zu beraten. Dabei behält Grünes Geld stets im Blick, dass die Rendite der nachhaltigen Altersvorsorge für den Anleger ein relevantes Kriterium ist. Hier hat sich in der Praxis gezeigt, dass grüne Geldanlagen durchaus mit den Erträgen der konventionellen Angebote mithalten können.

 

 

Früher Vogel statt Vogel-Strauß – Ideen zur Altersvorsorge

Der frühe Vogel fängt de Wurm.

Ein altes Sprichwort besagt „Der frühe Vogel fängt den Wurm“. Wer mit dem Kopf jedoch im Sand steckt, hat keine Chance an den schmackhaften Wurm zu kommen. Daher lautet die Devise, ein geringes Renten-Niveau und zunehmende Altersarmut sind erste Themen, die mehr zu Eigeninitiative und Aktivität auffordern, als zu Schockstarre.

 

 

Eine gute Anlagemöglichkeit bieten Investmentfonds, denn die abgestimmte Auswahl unterschiedlicher Wertpapiere bietet Sicherheit und interessante Erträge zwischen sechs und acht Prozent. Darüber hinaus können Fonds für die Altersvorsorge zum Beginn der Rente mit niedrigeren Abgaben versteuert werden.

 

Eine weitere interessante Lösung für die Altersvorsorge ist die Grüne Privatrente, die als private Rentenversicherung bereits ab 50 Euro im Monat bedient werden kann. Während der Ansparphase von mindestens 12 Jahren profitieren Anleger von einem guten Zinseszins-Effekt. In dieser Zeit bleiben außerdem sämtliche Gewinne steuerfrei, bei der regelmäßigen Rentenauszahlung wird die geringere Ertragsanteilsbesteuerung angewendet, wer sich für eine komplette oder teilweise Auszahlung der Rente entscheidet spart durch das sogenannte Halbeinkünfte-Verfahren. Die mit 25 Prozent recht hohe Abgeltungssteuer kommt bei der Grünen Privatrente nicht zum Zug.

 

 

Planung und Beratung sind Trumpf

Wer sich früh für eine private Altersvorsorge entscheidet, hat eine lange Einzahlungsphase vor sich. Entsprechend ist es möglich, mit geringen Beiträgen anzufangen. Generell hat sich die Faustregel bewährt, rund zehn Prozent des Einkommens in die private Altersversorgung zu investieren. Wer selbstständig arbeitet, sollte mindestens das Doppelte einkalkulieren.

 

Für eine umfassende Ruhestandsplanung, die auch Themen wie Patientenverfügung oder Erben & Schenken umfasst, können Sie auch einfach unseren Online-Ruhestands-Planer besuchen.

 

Wie das konkret aussehen kann, welche nachhaltigen Geldanlagen zu Ihnen passen und welche Art der Anlage für ihre persönliche Lebenssituation und ihre Vorstellungen von der Zukunft am besten geeignet sind, ermittelt Grünes Geld mit Ihnen zusammen. Gemeinsam finden wir Ihren Weg, um Vermögen für Ihre Altersvorsorge aufzubauen.

 

 

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

 

51% der Deutschen bezweifelen die private Altersvorsorge

Donnerstag, 27. April 2017
Zusammenfassung: Obwohl sich die meisten Deutschen Sorgen um Ihre finanzielle Lebenssituation im Alter machen, zweifeln 51 Prozent daran, dass mit privater Vorsorge daran etwas geändert werden könnte. Hinderlich sind die vielfältigen und komplizierten Förderregelungen. Eine individuelle Analyse ist notwenige. Beispielrechnungen zeigen sonst Verluste von mehr als 50.000 Euro bei der Altersvorsorge auf.

 

Das Handelsblatt zitiert heute (27. April 2017) eine repräsentative Umfrage unter 3381 deutschen Erwerbstätigen. Die Ergebnisse sind kaum zu glauben: 61 Prozent der befragten Berufstätigen befürchten „im Alter finanziell nicht zurecht zu kommen“.  Dieser Wert nimmt zu, im Jahr 2016 glaubten das nur 44 Prozent. Trotzdem wollen die Menschen nichts privat vorsorgen, da über die Hälfte (51 Prozent) an dem Sinn der privaten Vorsorge zweifelt.

 

Unrealistische Forderungen an den Staat

 

Offensichtlich stellen sich die Erwerbstätigen den Staat jedoch als Goldesel vor, der einfach nur ein bisschen mehr Gold produzieren sollte. Denn die allermeisten der befragten Erwerbstätigen und Rentner fordern eine höhere gesetzliche Rente – aber ohne dass die Staatsverschuldung ansteigen solle, so das Handelsblatt. Wie der Staats das leisten können soll, bleibt offen.

 

 

 

Der Staat: ein riesiger Apparat zur Umverteilung der steuerlichen Einnahmen. Jedoch keine unendliche Geldquelle, auch wenn das manche Deutsche so sehen.

 

 

 

Klar ist, dass der demografische Wandel, die Hauptursache für niedrigere Renten im Alter, von den Deutschen weiterhin nicht verstanden wird. Verkürzt gesagt führen fallende Geburtenraten seit 1965 dazu, dass immer weniger junge Leute ins Erwerbsleben eintreten und damit Beiträge in die Rentensysteme einzahlen. Aber genau aus diesen Einzahlungen werden die Renten bestritten, so dass immer weniger Einzahler immer mehr Geldempfänger (=Rentner), tragen müssen.

 

Selbst 15 Jahre nachdem der Umstieg zur teilweise privat finanzierten Altersabsicherung eingeleitet worden ist, zitiert das Handelsblatt den Ökonomen Christian Traxler von der Hertie Schoof of Governance: „Es hat sich noch keine Kultur zusätzlicher Vorsorge in Deutschland entwickelt“. Jugendforscher Klus Hurrelmann von der Universität Bielfeld stellt fest, dass die Jungen zwar um die Versorgungslücke wüssten, aber unsicher seien, was dagegen zu tun sei.

 

Förderdschungel in Deutschland verhindert einfache Entscheidungen

 

Wer sich mit dem Altersvorsorge in Deutschland auseinander setzt wird von der schieren Vielfalt erschlagen.

 

Zunächst gibt es natürlich die Gesetzliche Rentenversicherung die für Arbeitnehmer und deren Angehörige sowohl für eine Grund-Rente im Alter, aber auch für Rentenzahlungen bei Erwerbsunfähigkeit, sorgt. Beamte haben es übrigens deutlich besser: statt der eher kleinen gesetzlichen Rente freuen Sie sich über üppige Pensionen, die direkt aus den Steuergeldern gezahlt werden. Demografie spielt für Beamten also kaum eine Rolle.

 

Förderdschungel bei der Altersvorsorge in Deutschland: 8 Förderwege (mindestens)

 

Dann gibt es die betriebliche Altersvorsorge, auf die jeder Arbeitnehmer einen gesetzlichen Anspruch hat. Häufig hat sich der Arbeitgeber für einen sogenannten Durchführungsweg bereits entschieden; von diesen Wegen gibt es übrigens 5 (!).

 

Und schließlich gibt es die private Altersvorsorge. Hierunter fallen dann die sogenannten Riesterverträge, Rürupverträge oder die privaten Rentenversicherungen. Die Förderungen dieser Verträge sind höchst kompliziert und in typisch deutscher Manier recht kompliziert gestaltet, um eine maximale Gerechtigkeit zu erreichen. Sie reichen von direkten Geld-Einzahlungen des Staates in Verträge, über Anerkennung der Beiträge zur steuerlichen Absetzbarkeit bis zum Verzicht auf die auf Gewinne von Geldanlagen erhobenen Kapitalertragssteuern. Die Besteuerung der Rentenauszahlungen erfolgt dann übrigens auch unterschiedlich, je nachdem, aus welchem Vertrag die Renten kommen.

 

An individueller Lösungen führt kein Weg vorbei

 

Bei der Altersvorsorge geht es um Entscheidungen, die sich meist über Jahrzehnte hinweg auswirken. Wer hier eine falsche Entscheidung trifft, verschlechtert leicht seinen Lebensabend erheblich.

 

 

Beispiel:

 

 

300 Euro Ansparung vom 25. bis zum 67. Lebensjahr

 

 

Ergebnis mit 5 Prozent jährlicher Rendite: 500.019,40 Euro

Ergebnis mit 4,5 Prozent jährlicher Rendite: 438.564,89 Euro

 

Differenz: 61.454,51 Euro

 

 

Darüber hinaus möchte der moderne Vorsorgesparer auch sichergehen, dass sein Geld keine unsauberen Dinge unterstützt. Schließlich wurden schon Streubombenhersteller in Riester-Verträgen gefunden. Auch das ethisch-ökologische Themenfeld will entsprechend professionell abgedeckt werden.

 

 

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

 

Was bringt das Jahr 2017? – 5 wichtige Neuigkeiten

Freitag, 09. Dezember 2016
Zusammenfassung: Gesetzliche Änderungen in Sachen Rente und Steuererklärung, sinkender Garantiezins bei Versicherungen - das Jahr 2017 hält einige Neuerungen bereit, über die jeder Bescheid wissen sollte. Und es gibt ein Extra-Geschenk für alle: Ein einmaliger gesetzlicher Feiertag,

 

 

Immer gut zu wissen, was die Stunde geschlagen hat!

Immer gut zu wissen, was die Stunde geschlagen hat!

Nur noch drei Wochen bis zum Jahresende. Was wird das neue Jahr bringen? Für das eigene Leben, die Familie, den Beruf? Einige haben bereits konkrete Pläne, andere lassen sich überraschen, denn es lässt sich nicht alles beeinflussen.

 

 

Jeder kann jedoch informiert und vorbereitet sein, wenn es um gesetzliche Änderungen geht, denn da hält das Jahr 2017 einige Neuerungen bereit. Auch in Sachen Klima- und Umweltschutz soll sich im kommenden Jahr einiges bewegen. Zwei kleine Beispiele weisen den Weg in eine nachhaltige Entwicklung.

 

 

1. Ein gesetzlicher Feiertag für alle

Generell führt sich das Jahr 2017 gut ein, denn es schenkt allen Arbeitnehmern  bundesweit einen Feiertag: Einmalig wird 2017 der Reformationstag am 31. Oktober gesetzlicher Feiertag sein. Anlass ist der 500. Jahrestag des Thesenanschlags des Kirchenreformers Martin Luther. Seit der Wiedervereinigung ist der Reformationstag als arbeitsfreier Tag nur in den neuen Bundesländern verankert.

 

 

 

2. Leichter Rentenanstieg im März

Die genauen Zahlen liegen noch nicht vor, jedoch können Rentner ab März 2017 aller Voraussicht nach mit einem Rentenanstieg von etwa 2 Prozent rechnen. Grund für die Erhöhung ist positive Lage auf dem Arbeitsmarkt, denn steigende Beitragszahlungen bewirken steigende Renten. Wichtig bleibt es jedoch weiterhin für alle Erwerbstätigen, die zusätzliche Altersvorsorge nicht zu vernachlässigen.

 

 

3. Flexibler Übergang vom Erwerbsleben in die Rente

Die Tendenz war seit Jahren klar zu erkennen: Das Rentenalter rückt immer weiter nach hinten. Bislang mussten Arbeitnehmer, die bei einem Renteneintritt mit 63 Jahren und einem Zusatzverdienst über der 450-Euro-Grenze mit empfindlichen Einbußen bei der Rentenzahlung rechnen.

 

Die neue Flexi-Rente soll jetzt dabei helfen, den Übergang vom Erwerbsleben zur Rente nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. Damit begegnet die neue Regelung den vielfältigen Möglichkeiten, die jetzt bereits in Anspruch genommen werden, etwa eine vorgezogene Rente zu beziehen und gleichzeitig noch einer Beschäftigung nachzugehen. Ab 2017 gilt für ein zusätzliches Einkommen neben der Rente eine Obergrenze von jährlich 6.300 Euro.

 

Wer darüber hinaus Einkünfte erzielt, bekommt 40 Prozent von der darüber liegenden Summe von der Rente abgezogen. Diese Änderung ist für viele interessant, da durch die Rentenreformen der vergangen Jahre auch bislang Besserverdienende zunehmend auf weitere Einkünfte angewiesen sein werden. Von der Neuregelung profitieren dann auch Arbeitgeber: Sie müssen für Mitarbeiter im Rentenalter keine Beiträge zur Arbeitslosenversicherung abführen.

 

 

4. Lass‘ es langsam angehen: Neue Abgabetermine für die Steuer

Ab 2017 gelten neue Fristen für die Steuererklärung. Diese muss dann bis zum 31. Juli des folgenden Jahres beim Finanzamt abgegeben werden. Gleichzeitig müssen Belege nicht mehr eingereicht werden. Das bedeutet jedoch nicht, dass nicht mehr gesammelt werden muss, denn das Finanzamt kann diese nach Bedarf nachfordern.

 

Wer bei der Steuererklärung die Hilfe eines Steuerberaters in Anspruch nimmt, hat mit der Steuererklärung künftig Zeit bis zum Monatsletzten des Februars den übernächsten Jahres. Noch eine kleine Neuigkeit aus dem Bereich Steuern für 2017: Der steuerliche Grundfreibetrag und der Kinderfreibetrag steigen leicht an.

 

 

5. Garantiezins fällt – Versicherungsbeiträge steigen

Eine Änderung, die auf den ersten Blick kaum zu erkennen ist, viele aber dennoch empfindlich treffen kann: Der Garantiezins wird am dem 1. Januar 2017 gesenkt und fällt damit unter die 1-Prozent-Marke. Mit diesem Zinssatz werden die Sparanteile von Versicherungsverträgen verbindlich verzinst. Da aktuell die Zinsen generell in den Keller gerutscht sind, ist es für Versicherungsunternehmen schwierig, die alten garantierten Zinsen zu erwirtschaften.

 

Entsprechend werden ab 2017 bei Neu-Verträgen sehr viel geringe Garantiezinsen wirken. Von dieser Veränderung sind sämtliche neuen Verträge für Lebensversicherungen und Risiko-Lebensversicherungen sowie Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherungen betroffen. Ebenfalls wirkt sich der gefallene Garantiezins auf Rentenversicherungen sowie Riester- und Rürup-Renten aus. Insgesamt ist bei gleichen Leistungen mit bis zu 15 Prozent höheren Beiträge gegenüber dem Vorjahr zu rechnen. Wer in diesem Jahr noch einen Vertrag abschließt ist, ist also klar im Vorteil und profitiert noch vom garantierten Zinssatz in Höhe von 1,25 Prozent.

 

 

Nachhaltigkeit 2017 – 2 Lichtblicke

  1. Kein Müll in den Straßen von San Francisco
Gut vorbereitet und mit positivem Blick ins neue Jahr!

Gut vorbereitet und mit positivem Blick ins neue Jahr!

Das Jahr 2017 startet in Kalifornien zwar erst neun Stunden später als bei uns, in Sachen Abfallvermeidung ist San Francisco jedoch ab 2017 mehr als eine Nasenlänge voraus.

 

Die Stadt hat beschlossen, ab dem kommenden Jahr völlig auf Coffee-To-Go-Einweg-Becher, Take-away-Verpackungen und Verpackungschips aus Styropor zu verzichten. Damit sollen die enormen Müllmengen reduziert und die Umwelt geschützt werden. Styropor ist zwar prinzipiell recyclingfähig, in der Praxis zerfällt der leichte Kunststoff jedoch schnell in kleine Teile, die vielfach verweht auch in Seen und im Meer landen. Dort sind sie für Tiere lebensgefährlich.

 

Bereits vor zehn Jahren hatte die Stadt die Nutzung von Polystyrol-Verpackungen verboten. Mit der neuen Verordnung kommt San Francisco seinem ambitionierten Ziel näher, bis 2020 sein kommunales Zero-Waste-Konzept erfolgreich umzusetzen.

 

 

  1. Freies Parken für Car-Sharing

Ab September 2017 sind kostenfreie Stellplätze für Car-Sharing-Fahrzeuge in deutschen Städten geplant. Mit dieser Maßnahme will das Bundesverkehrsministerium das Auto-Teilen attraktiver machen. Gerade Großstädte mit einem hohen Verkehrsaufkommen und wenig Park- und Stellplätzen können von dieser Regelung profitieren und ihre Bürger durch ortsnahe Car-Sharing-Angebote motivieren, Autos gemeinschaftlich zu nutzen.

 

 

Ausblick 2018

Ein Jahr vergeht wie im Fluge – deshalb noch ein kleiner Ausblick auf das übernächste Jahr, denn hier stehen Neuerungen für Fondsanleger ins Haus.

 

Fonds haben sich zu einer beliebten Geldanlage entwickelt, in Deutschland verwaltet die Branche ein Gesamtvermögen in Höhe von 2,8 Billionen Euro. Die Reform der Investmentbesteuerung sieht vor, dass die Fonds ab 2018 mit 15 Prozent besteuert werden. Aktuell werden die Anleger besteuert, nicht aber der Fonds selbst. Laut BVI sollen Kleinanleger jedoch nicht stärker als bisher belastet werden. Sie sollen daher weniger Abgeltungssteuer zahlen. Ab 2018 entfällt außerdem der Bestandsschutz für Fonds, die vor 2009 erworben wurden, diese konnten bis dato steuerfrei verkauft werden. Dies ist eine gute Möglichkeit für Anleger ihr Anlageportfolio neu zu prüfen. Denn viele halten seit Jahren an sich nur mittelmäßig entwickelnden Fonds fest nach dem Motto, lieber weniger Rendite – dafür aber steuerfrei. Auch hat die Bestandsregelung bisher einige davon abgehalten ihr Depot ethisch-ökologisch auszurichten, da man sich von den steuerfreien Fonds nicht trennen wollte. Ab 2018 müssen jedoch auch die Gewinne aus vor 2009 gekauften Fondsanteilen versteuert werden. Generell gilt hier jedoch ein lebenslanger  Freibetrag von 100.000 Euro, der kontinuierlich bei Verkäufen aufgebraucht wird. Spätestens gegen Herbst 2017 sollte die Depotstruktur geprüft werden um optimal für die Änderung aufgestellt zu sein. 

 

Grünes Geld, ihr Experte für nachhaltige Geldanlagen begleitet auch künftig die rechtlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen und berät Sie kompetent und umfassend.

 

 

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Carmen Junker

Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

 

Wie Sie sich Ihre Altersvorsorge ohne Riester und trotz Nullzins aufbauen

Freitag, 20. Mai 2016
Zusammenfassung: Wer auf staatliche Zuschüsse verzichtet kann in kostengünstigere Geldanlagen einsteigen. Damit erhält er mehr Rente und vererbt sogar noch Kapital.

 

Die Sachlage ist klar: immer mehr Rentner müssen von immer weniger Arbeitnehmern getragen werden. Die Folge: eine gesetzliche Rente, die für einen auskömmlichen Lebensabend sorgen könnte, wird es nicht mehr geben. Obwohl ein heute 30jähriger sein ganzes Leben lang arbeitet, wird er aus der Rentenkasse nur noch eine Art Grundsicherung erhalten, zum Sterben zu viel, zum Leben zu wenig. Wer aber statt Wasser und Brot lieber Pasta, Salat und Fruchtsäfte genießen möchte, muss zusätzlich etwas tun.

 

Für die immer mehr werdenden Selbstständigen stellt sich die Frage ohnehin. Diese haben zwar meist das Glück, nicht in die gesetzlichen Rentensysteme gezwungen zu werden, müssen dafür aber entsprechend selbst vorsorgen.

 

 

Wer blickt noch durch beim Förder-Dschungel?

Auch der Staat hat das erkannt und viele Wege geschaffen, wie man privat zusätzliches Kapital zur Seite legen kann und dafür staatliche Förderungen erhalten kann. Die Anzahl ist kaum noch zu überschauen: Riester-Versicherung, Riester-Bausparvertrag, Riester-Banksparplan, Riester-Fondssparplan, Rürup, Pensionskasse, Direktversicherung, Pensionszusage, vermögenswirksame Leistungen, usw.

 

Richtig analysiert und angewendet, kann mit den staatlichen Wegen tatsächlich ein finanziell interessantes Ergebnis erzielt werden. Doch mit Einschränkungen und Restriktionen sind die staatlichen Förderungen immer verbunden, kompliziert und unverständlich sind die Regelungen darüber hinaus, und so mancher Durchführungsweg stellt sich als Irrweg heraus. Nicht erst Hort Seehofer erkannte zum Beispiel: „Die Riester-Rente ist gescheitert.“ (Merkur, 9. April 2016)

 

Doch es geht auch ohne die Fallstricke, Restriktionen und Nullzinsen der staatlich geförderten Produkte. Mit recht einfachen Mitteln kann man sich eine Altersvorsorge selbst aufbauen, die sicher und flexibel ist. In den meisten Fällen kommt dabei auch das beste finanzielle Ergebnis heraus.

 

 

 

Phase 1: Die Ansparphase

Frage 1: Wieviel soll ich sparen?

 

Der lange Weg zum Ruhestand: Nachdenken zahlt sich aus.

Die klassische Anwort auf die Frage, wieviel soll ich monatlich zur Seite legen, ist kompliziert und unscharf: man überlegt, wieviel zusätzliche Rente braucht man, und rechnet dann zurück, wieviel man monatlich sparen muss. Ich habe diese Übung in der Praxis schon ausreichend durchgeführt – und viele Enttäuschungen erlebt. Denn wer kann seriös abschätzen, wieviel Zusatzbedarf in der Zukunft besteht? Wer kann abschätzen, wie sich sein Einkommen in den nächsten 20, 30 oder 40 Jahren verändern wird? Welche Erbschaften stehen an, welche Krankheiten, Ausbildungen etc. müssen finanziert werden? Welche Inflationsrate gilt für die nächsten 20 Jahre?

 

 

Deshalb hier ein pragmatischer Ansatz:

 

 

Für Arbeitnehmer: Schauen Sie sich Ihr Netto-Gehalt an. Davon nehmen Sie 10 Prozent für die Altersvorsorge her. Warum? Das ist lediglich ein Zehntel des Geldes, das sie monatlich zur Verfügung haben. Von 10 Euro also nur 1 Euro. Das muss jeder leisten können. Jetzt kommt Teil 2: Von jeder zukünftigen Lohn-Erhöhung nehmen Sie 50% zur Erhöhung Ihrer Beiträge für die Altersvorsorge. Die anderen 50% behalten Sie für die schönen Dinge des Lebens.

 

 

Für Selbstständige: Die für Arbeitnehmer geltenden 10% des Netto-Gehaltes sind zu wenig – schließlich fehlen bei Ihnen ja die gesetzliche Rente bzw. sonstige gesetzlich vorgeschriebene Rentensysteme. Der normale Arbeitnehmer zahlt 18,7 Prozent – gerundet 20 Prozent seines Brutto-Lohnes. Damit lässt sich eine Grundabsicherung erreichen. Wenn Sie jedoch ein bisschen mehr im Alter haben wollen, dann satteln Sie hier noch etwas obendrauf. Dann sind wir bei 30% Ihres Unternehmerlohns (also tatsächliche Lohn-Zahlungen plus Ihren Unternehmensgewinn). Auch hier gilt: von Lohnerhöhungen oder höherem Gewinn zahlen Sie 50% in die Rente ein, die anderen 50% bleiben Ihnen selbst.

 

 

Frage 2: Wie soll ich ansparen?

 

 

Ich habe Ihnen in der Überschrift versprochen, dass ich Ihnen ein Weg anbieten kann, der die Nullzinsen umgeht. Denn von den Null-Zinsen sind die allermeisten der aktuellen und üblichen, staatlich geförderten Ansparformen betroffen. Selbst fondgebunden Varianten, zum Beispiel bei Riester-Verträgen, leiden unter den Null-Zinsen. Denn der Gesetzgeber verlangt eine Garantie für die eingezahlten Beiträge – in der Folge muss ein Teil der Beiträge in den sogenannten Deckungsstock des Versicherers gehen, der aber nur noch mit aktuell 0,9 % Verzinsung angesetzt wird. Entsprechend gehen auch in fondsgebundenen Riester-Verträgen oftmals 70 oder 80 Prozent der Gelder in den Deckungsstock.

 

 

Um die Nullzinsen zu umgehen sollten Sie deshalb in den Sachwert Aktien investieren. Aktien sind Anteile an Unternehmen – diese profitieren von den Nullzinsen sogar, denn die Konjunktur wird durch niedrige Zinsen angekurbelt.

 

 

Sie glauben Aktien seien risikoreich? Kurzfristig haben Sie damit völlig recht. Doch je länger Ihr Anlagehorizont ist, umso kalkulierbarer werden Aktien. Und dank Investmentfonds können auch Laien in Aktien investieren, denn ein Fondsmanager kümmert sich dann um den Kauf- und Verkauf von Einzeltiteln.

 

 

In der folgenden Grafik sehen Sie den Zusammenhang: wer 30 Jahre in einen Aktienfonds anspart, wird immer sehr zufrieden sein:

Fondssparplan: Bei 30 Jahren Spardauer super sicher. Bei kürzeren Anlagedauern sollten Rentenfonds hinzugenommen werden (Grafik: BVI)

Fondssparplan: Bei 30 Jahren Spardauer super sicher. Bei kürzeren Anlagedauern sollten Rentenfonds hinzugenommen werden (Grafik: BVI)

 

 

Man kann am Diagramm aber auch erkennen: Bei einer 10jährigen Anspardauer kann in Extremfällen wie der Finanzkrise 2008 die Rendite negativ werden. Deshalb empfehlen wir bei Zeiträumen von 20 und weniger Jahren die Beimischung von festverzinslichen Wertpapieren. Je kürzer die Anlagedauer, desto niedriger sollte der Aktienanteil sein.

 

 

Die Ansparung sollte also in eine Auswahl von Investmentfonds erfolgen. Damit lassen sich Renditen deutlich oberhalb der Bank-Zinsen mit einer hohen Sicherheit erzielen, wenn man die empfohlenen Spardauern einhält. Hier mein Vorschlag:

 

 

Anspardauer bis 5 Jahre: Monatssparen Sicherheit (hier klicken)

Anspardauer von 5 bis 9 Jahren: Monatssparen Balance (hier klicken)

Anspardauer ab 10 Jahre: Monatssparen Wachstum (hier klicken)

 

Extra Tipp: Steuern sparen durch Fondspolice

 

Wer in einen Fondssparplan anspart, wird mit einer hohen Sicherheit eine gute Rendite, langfristig zwischen 6 und 8 Prozent, erzielen. Doch eine Tatsache trübt die Freude – die Besteuerung der Gewinne. Für alle Ausschüttungen aus den Fonds und bei allen Umschichtungen zwischen Fonds greift nämlich der Fiskus zu. Die Abgeltungssteuer plus Solidaritätszuschlag und eventuell Kirchensteuer summieren sich auf gewaltige 28 Prozent, die von den Gewinnen einbehalten werden. Dieses Geld fehlt besonders für den Zinseszins-Effekt, denn dieses Geld ist verloren und kann nicht mehr für Sie arbeiten.

 

 

Deshalb mein Tipp: sparen Sie bei der Altersvorsorge nicht in einem Wertpapierdepot an. Sparen Sie bei der Altersvorsorge in eine sogenannte Fondspolice an. Dabei wird Ihr Geld ebenfalls wieder in Fonds angelegt, diese unterliegen aber keiner ständigen Besteuerung. Erst wenn Sie sich zum Rentenbeginn Ihr Kapital auszahlen lassen, wird die Steuer erhoben. Und dann nur nach dem Halbeinkünfteverfahren (bei Verträgen mit mind. 12 Jahren Laufzeit und Mindestalter 62 Jahre).

 

Gleiche Rendite der Geldanlage, aber weniger Steuern: Vorteil der Fondspolice (Berechnungen: Helvetia)

Gleiche Rendite der Geldanlage, aber weniger Steuern: Vorteil der Fondspolice (Berechnungen: Helvetia, Basis 30 Jahre Anspardauer, 30-Jähriger, 250 Euro monatlicher Sparbetrag)

 

 

Wichtig: In unserem Fall nutzen Sie keine Rentenzahlung, sondern lassen sich das Kapital zu Rentenbeginn auszahlen.

Für mehr Informationen zur Fondspolice, klicken Sie hier.

 

Phase 2: Die Rentenphase

Sie haben sich also in den vergangen Jahren ein hübsches Sümmchen zusammen gespart. Bleiben wir bei den Zahlen aus dem obigen Beispiel, wären das 183.000 Euro (Halbeinkünfteverfahren).

Sie könnten sich damit eine lebenslange Rente einer Versicherung auszahlen lassen. Im obigen Beispiel einer Fondspolice würde dann keine Steuer zum Ende der Ansparphase anfallen, es würden also 206.010 Euro für die Rente zur Verfügung stehen. Daraus errechnet beispielsweise die Helvetia eine lebenslange Rente von rund 600 Euro (Stand 2016). Nachteil: Wenn Sie versterben, ist das Kapital verbraucht – Hinterbliebene erhalten dann nichts mehr (es gibt einige kostenpflichte Optionen, um das zu vermeiden; im Normalfall ist das Geld aber komplett oder zum größten Teil verbraucht).

Es gibt aber eine andere Lösung, die das Kapital nicht verzehrt und für Ihre Hinterbliebenen erhält. Die sogenannte 4% Regel.

Was besagt die 4% Regel?

Wer sein Geld zu 60% in Aktien, zu 40% in Rentenpapiere anlegt, kann jährlich 4% des Kapitals entnehmen, ohne dass sich das Kapital aufzehren würde. Okay – im Gegensatz zur lebenslangen Rente einer Lebensversicherung kann ich mir also nicht nur regelmäßig eine Rente auszahlen lassen, sondern ich kann auch jederzeit über meine Gesamtsumme verfügen? Und wenn ich versterbe, bleibt das Geld für meine Hinterbliebenen, zum Beispiel meinem Ehepartner, erhalten? Die verblüffende Antwort darauf ist: ja.

 

Die 4% Regel ist von vielen berechnet und überprüft worden. Trotzdem habe ich selbst auch nochmal eine Überprüfung vorgenommen – und zwar erstmals mit nachhaltigen Renten- und Aktienfonds. Ich habe dabei gleich mit einem kräftig negativen Jahr begonnen und habe die Weltfinanz-Krise von 2008, in der erstmalig sowohl die Renten- als auch die Aktienmärkte kräftig verloren, mit einbezogen.

 

Hier das Ergebnis in Tabellenform:

4Prozent-Regel-funktioniert-praechtig

Die 4%-Regel funktioniert auch in schwierigen Phasen (Berechnung: Grünes Geld, die Entnahme im Jahr 2002 ist erhöht durch der Ausgabeaufschlag der Fonds).

 

Interessant ist auch die Entwicklung des Kapitals über die Jahre:

 

 

Klar erkennbar: trotz extremer Bedingungen bleibt das Kapital erhalten (Berechnung: Grünes Geld GmbH)

Gut erkennbar: trotz extremer Bedingungen und jährlichen Auszahlungen i.H.v. 4% bleibt das Kapital erhalten (Berechnung: Grünes Geld GmbH, ohne Gewähr, Vergangenheitsbetrachtungen lassen keine Rückschlüsse auf zukünftige Entwicklungen zu)

 

Fazit:

Wer es geschickt anstellt, kann ohne staatliche Restriktionen sicher und lukrativ eine Altersvorsorge aufbauen. Im Gegensatz zu den gesetzlich geförderten lebenslangen Renten bleibt dann das Kapital auch noch für die Hinterbliebenen erhalten. Der Ansatz: in einer Fondspolice monatlich 10% des Netto-Einkommens (bei Selbstständigen: 25% des Einkommens) ansparen. Zu Rentenbeginn die Kapitaloption wählen und nach der 4%-Regel das Geld anlegen.

 

 

Mehr-zum-Rentenplan-ohne-Staat

 

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Der Rentenschock: der Präsident der Rentenversicherung sieht rote Zahlen voraus und fordert die Anhebung des Beitragssatzes

Montag, 02. März 2015

 

 

Wie das Handelsblatt in seiner heutigen Ausgabe berichtet steht bei der Deutschen Rentenversicherung (DFV) Ärger an. Während die zuständige Ministerin Andreas Nahles (SPD) noch von “…verlässlich und solide finanziert” spricht, geht der Präsident der entsprechenden Bundesanstalt aufgrund mehrerer Punkte von einer notwendigen Anhebung des Beitragssatzes in 2018 oder 2019 aus. Auch das Rentenniveau wird immer weiter sinken.

Diese Diskussion muss man vor dem Kontext sehen, dass das Rentenniveau ohnehin drastisch sinkt. Es hat heute die Höhe von 50,5 Prozent des Nettoeinkommens und soll bis 2030 plangemäß auf nur noch 43 Prozent sinken. Dabei sind das die Vor-Steuer-Zahlen, in Wirklichkeit kommen also keine 43 Prozent im Geldbeutel des Rentners an.

 

 

 

Absinken-des-Rentenniveaus

Seit Jahren beschlossen: Absenkung der Renten auf nur noch 43% des Nettoverdienstes (Grafik: Grünes Geld GmbH).

 

 

Die staatliche Rentenversicherung nimmt Versicherungsbeiträge durch die Lohn- und Gehaltszahlungen auf monatlicher Basis ein und gibt diese gleich wieder zur Finanzierung der Renten aus. Quasi als Puffer auf dem Konto müssen mindestens 0,2 Monatsausgaben einbehalten werden. Das ist sehr wenig, im Jahr 2005 passiert deshalb bereits das Unglaubliche: die Konten der Rentenversicherung waren leer, der Bund musste kurzfristig 900 Millionen Euro überweisen um die Dezember-Renten sicherzustellen.

 

Genau aus diesem Grund fordert Axel Reimann, Präsident der Deutschen Rentenversicherung, gegenüber dem Handelsblatt die Verdoppelung der Mindestreserve auf 0,2 Monatsausgaben. In diesem Fall müsste der Beitragssatz zu Beginn 2018 deutlich steigen.

 

Aber auch ohne diese, durchaus sinnvolle, Erhöhung der Reserven müssten die Beiträge, wohl 2019, angehoben werden. Ansonsten müssten die Mindest-Reserven aufgezehrt werden.

 

Hauptgründe für die Schieflage der Rentenversicherung sind der demografische Wandel und die Rentengeschenke der augenblicklichen Bundesregierung. Nach der im Handelsblatt veröffentlichten Meinung Reimanns müssten diese Geschenke, namentlich die Mütter-Rente und die Rente mit 63, aus Steuermitteln gezahlt werden. Schließlich sind es allgemeine Geschenke, die nichts mit der Rentenversicherung selbst zu tun haben.

 

Statt dessen werden sie aus den laufenden Beiträgen der Arbeitnehmer gezahlt und Finanzminister Schäuble kürzt sogar noch die Zuschüsse zur Rente, alleine in den vergangenen beiden Jahren um 2,25 Milliarden Euro. Um es mit Heinrich Heine zu sagen: Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaft gebracht.

 

Es ist also immer deutlicher zu sehen, dass die staatlichen Renten für Arbeitnehmer höchstens noch ein Drittel der Renteneinkommen decken werden. Die Menschen in Deutschland müssen mehr für das Alter vorsorgen, zum Beispiel mit den staatlich geförderten Lösungen wie betrieblicher Altersvorsorge, Riester- oder Basisrenten-Verträgen oder mit privaten Rentenverträgen.

 

 

 

 

kampf-gegen-altersarmut

 

 

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: "Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten." Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Rente: Vor- und Nachteile der beliebtesten Möglichkeiten

Donnerstag, 07. August 2014

Zusammenfassung: Die Rente im Ruhestand kommt üblicherweise aus verschiedenen Quellen. Gesetzliche Rentenversicherung, Betriebsrenten, private Rentenverträge und ausgezahlte Lebensversicherungen sind die wichtigsten. Dabei sind einige flexibler als andere. Wir sagen Ihnen, welche Arten wie zu bewerten sind, besonders im Hinblick auf die extremen Niedrigzinsen.

 

Rente: viele Komponenten führen zum Erfolg

Rente genießen – her der Anblick auf Pompejanum (ganz links) und Schloss Aschaffenburg (Bild: Grünes Geld GmbH).

 

Beim Übergang vom Arbeitsleben in den Ruhestand kann es schon kompliziert werden. Neben der kompletten Umstellung des Lebens muss auch dafür gesorgt werden, dass für eine ausreichend lange Zeit ein ausreichendes, monatliches Einkommen zur Verfügung steht. Die monatlichen Ausgaben müssen gedeckt sein, zumal die meisten Menschen heutzutage fit in den Ruhestand gehen und entsprechend noch viel erleben möchten. Um alles noch komplizierter zu machen, speist sich bei vielen Menschen die Rente auch noch aus verschiedenen Quellen.

 

Jeder Einkommensart hat ihre individuellen Vor- und Nachteile; jede auch eine gewisse Berechtigung. Am Ende werden Sie herausfinden, dass es meist auch die geschickte Kombination ist, die Sie zu Ihrem Ziel führt. Wir haben uns die beliebtesten Möglichkeiten für die Rente angesehen.

 

Rente Nummer 1: Gesetzliche Rente, Pensionen, Betriebsrenten

 

Die meisten Menschen in Deutschland beziehen im Ruhestand eine Rente aus diesen Arten. So beziehen aktuell 14,2 Millionen Menschen im Gebiet der alten Bundesländer einer Alters-Rente aus der Deutschen Rentenversicherung, im Gebiet der neuen Länder sind das 3,4 Millionen.

 

Zum 1.1.2014 betrug für den Eckrentner die monatliche Altersrente 1.266,30 Euro – also für jemanden, der über 45 Jahre jeweils genau ein durchschnittliches Einkommen hatte.

 

Wie hoch die eigene gesetzliche Rente ist, lässt sich durch den jährlich zugesendete Prognose-Rechnung in etwa abschätzen. Aber Achtung: vorher in Ruhestand gehen kostet kräftige Abzüge und die Steigerung der Renten bis zum Ruhestand ist nicht kalkulier- und planbar.

 

Vorteile dieser Rente: von gesetzlicher Rente, Pensionen und in der Regel auch von Betriebsrenten: die monatliche Rentenzahlung ist sehr gut planbar; die Sicherheit hoch. Gefährdet werden die Systeme höchstens durch instabile Währungen (Währungsreform), wobei durch das Umlageverfahren (aktuelle Einzahler zahlen direkt für die Rentenbezieher) auch dies abgefangen werden könnte.

Nachteile dieser Rente: die Verzinsung des eingezahlten Beiträge ist meist gering. Verstirbt der Renten-Bezieher frühzeitig wurde relativ wenig an Rente ausgezahlt, so dass in vielen Fällen eine negative Rendite (Verluste) zu befürchten sind. Bei Tod des Renten Empfängers verfallen prinzipiell alle Ansprüche (Ausnahmen wie Witwenrente ausgenommen).

 

Renten berechnen sich nach dem Jahresverdienst

Wer genau so viel verdient wie der Durchschnitt, erhält für das Jahr einen Rentenpunkt (Daten: DRV (alte Bundesländer), Grafik: Grünes Geld GmbH)

 

Rente Nummer 2: Garantierte Zahlungen

 

Hierunter fallen in Deutschland zum Beispiel die Auszahlungen aus privaten Rentenversicherungen, Riester-Rentenversicherungen, Rürup-Rentenversicherungen oder Sofort-Renten gegen Einmalbeitrag (oftmals wird der Einmalbeitrag aus der Auszahlung einer Lebensversicherung gespeist).

 

In all diesen Fällen ist die Vorgehensweise gleich:  zu Beginn der Rentenzahlung steht der Versicherungsgesellschaft eine bestimmte Summe, zum Beispiel 150.000 Euro, zur Verfügung. Aus dieser  Summe zahlt sie eine monatliche Rente bis an das Lebensende. Der Versicherte weiß also, dass er, auch wenn er sehr alt wird, immer seine Rente erhält. Das sogenannte Langlebigkeitsrisiko ist damit ausgeschlossen. Die Höhe der Rente kalkuliert sich nach der Formel „Pro 10.000 Euro Kapital erhält der Renten-Bezieher eine monatliche Rente“ von X Euro, wobei X in der Regel bei Werten zwischen 30 und 40 liegt. Im Beispiel mit den 150.000 Euro könnte das eine Rente von monatlich 600,00 Euro ergeben.

 

Vorteil dieser Rente: die Sicherheit ist ebenfalls als relativ hoch einzuschätzen. Das Langlebigkeitsrisiko ist abgedeckt, Rentenversicherungen sind meist steuerlich begünstigt (Ertragsanteilsbesteuerung statt Abgeltungssteuer). Über Optionen (z.B. garantierte Rentenzahlungszeit von 10 Jahren, Restkapitalauszahlung bei Tod des Empfängers der Rente) kann das Vermögen auch bei Tod gesichert werden.

Nachteile dieser Rente: Die Verzinsung ist nach Kosten eher gering. Nur wer deutlich länger lebt als der Durchschnitt, kann eine gute Rendite erzielen.

 

 

Rente Nummer 3: Depots für die Rente

 

Die dritte häufig gewählte Variante sind fondsbasierte Wertpapier-Depots mit einer breiten Auswahl an festverzinslichen Wertpapieren und Aktien. Gut gestreut über viele Länder, Währungen, Branchen und Wirtschaftsräume bieten Sie eine hohe Sicherheit und die höchsten Rendite-Chancen. Getreu der

 

Faustformel, dass der Aktien-Anteil in einem Depot in etwa der Formel 100-Lebensalter

 

entspricht, könnte also ein 65-jähriger in seinem Depot 35% Aktien halten, 65% würden in Festverzinslichen angelegt. Das entspricht unserem Musterdepot Sicherheit.

 

Rente Sicherheitsdepot gut geeignet

Renditeerwartung rund 5%, wenig Schwankung: für die Rente geeignetes Depot wie das Grünes Geld Sicherheitsdepot

 

Es werden dabei feste monatliche Auszahlungen eingerichtet. Eine sehr konservative und vorsichtige Faustformel ist die

 

4% -Regel zu Beginn des Ruhestands:

 

Die jährliche Auszahlung sollte rund 4% des Depots betragen. Ein Depot mit einem Wert von 200.000 Euro würde nach dieser Regel eine Auszahlung von 8.000 Euro erlauben. Je nach Entwicklung des Depots (z.B. jährliche Wertentwicklung 6%) kann damit sogar eine Rente ohne Verzehr des Kapitals erreicht werden.

 

Vorteile dieser Rente: Die Rendite ist bei dieser Form die höchste. Bei Anwendung der konservativen 4%-Regel kann es gelingen, eine Rente zu beziehen ohne dass das Kapital verzehrt wird. Nach z.B. 10 Jahren ist dann auch eine kräftige Erhöhung der Rentenzahlungen möglich. Wer mit einem höheren Anteil an Festverzinslichen agiert, erzielt trotz niedriger Schwankungen immer noch bessere Renditen als bei den oben genannten Möglichkeiten. Bei Tod des Renten Beziehers steht das Depot ohne Abzüge für die Erben zur Verfügung.

Nachteile dieser Rente: Wenn die Rentenzahlung so hoch gewählt wird, dass das Kapital aufgezehrt wird, könnte das Depot verbraucht werden und die Rentenzahlung entsprechend ausfallen. Steuerlich ist die Variante über eine Rentenversicherung günstiger.

 

Was ist eine Ruhestandsplanung?

Wer alle Dinge, die den Ruhestand betreffen können, planen möchte, der kümmert sich auch um Dinge wie Patientenverfügung, Testamente, Vorsorgevollmachten, Steuern und Schenkungen. Am besten mit einem Experten. Gerne stehen wir für eine umfassende Ruhestandsplanung zur Verfügung.

 

 

 

 

Interesse an unseren Themen? Holen Sie sich die Grünes Geld News und erhalten Sie Insider-Tipps und Frühzeichnerboni.

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Grünes Geld stellt vor: Beraterin Martina Grubba

Donnerstag, 08. Mai 2014

1.) Martina, Du bist jetzt seit einigen Monaten im Team von Grünes Geld. Was hat Dich daran gereizt, in ein Unternehmen zu gehen, das ethisch-ökologische Geldanlagen zum Thema hat?

 

Ich habe mich bewusst für das Unternehmen Grünes Geld entschieden, da hier der ökologisch orientierte Privatanleger im Vordergrund steht. Ein breites Spektrum an Anlageformen bietet dem Anleger die Möglichkeit individuell und nachhaltig sein Geld anzulegen. Er kann frei entscheiden, wohin sein Geld geht, ob einzelne Projekte aus den Bereichen Holz, Solar oder Wind für ihn das Richtige sind oder er sich zum Beispiel mit monatlichen Einzahlungen sich an 100 Unternehmen des Klima-Sektors weltweit beteiligen möchte. Auf jeden Fall stehen immer die Natur und der Mensch im Mittelpunkt.

 

Martina Grubba bereichert das Grünes Geld Team seit Anfang des Jahres.

Martina Grubba bereichert das Grünes Geld Team seit Anfang des Jahres.

 

2.) Im Finanzbereich sind die Themen Vermögensaufbau einerseits und Absicherung andererseits eng verknüpft. Grünes Geld steht primär für den Vermögensaufbau, also für die Kapitalanlagen. Deine bisherige Karriere hatte den Schwerpunkt im Gebiet Absicherung. Welche Vorteile ergeben sich durch diese Konstellation?

 

Wenn der Kunde sich für einen nachhaltigen Vermögensaufbau entschieden hat, ist es natürlich auch wichtig dieses Vermögen zu sichern, z. B. die Frage nach der Absicherung bei Berufsunfähigkeit, Altersvorsorge – letztlich: ist meine Familie abgesichert wenn mir heute etwas passiert? Auch die Ausbildung der Kinder spielt hier eine große Rolle. Sehr positiv finde ich, dass es mittlerweile Versicherungsunternehmen gibt, die auch den Aspekt der Nachhaltigkeit umgesetzt haben und der Kunde mitbestimmen kann, wohin sein Geld geht. Das hat mich überzeugt.

 

Durch die Verbindung von nachhaltigem Vermögensaufbau und Absicherung ist es uns möglich, den Kunden individuell rundum zu beraten.

 

3.) Wie unterscheidet sich Dein typischer Berater-Alltag bei Grünes Geld von dem, was Du vorher getan hast? Sind ethisch-ökologisch orientierte Anleger andere Mandanten?

 

Ethisch-ökologische Anleger haben sich sehr oft schon mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt. Manchmal haben Sie auch schon bereits in einzele Projekte investiert und suchen nun eine sinnvolle Alternative zu Ihrem Depot. Der Kontakt findet fast ausschließlich über das Telefon oder auch über unsere Internet-Präsentation statt, sodass ich am Telefon sehr genau zuhöre, um was es dem Kunden wirklich geht, um Ihm dann eine interessante Möglichkeit aufzuzeigen. Natürlich gibt es auch Termine bei uns Im Büro oder beim Kunden vor Ort. Dieses ist besonders dann vorteilhaft, wenn der Kunde auch im Bereich Absicherung eine Beratung wünscht und seine Unterlagen mitbringt.

 

Gemeinsam mit dem Kunden sein Ziel zu erreichen, dieses motiviert mich.

 

Martina Grubba erreichen Sie unter martina.grubba (@) gruenesgeld24.de oder telefonisch unter 0 60 21 – 369 29 – 20.

 

Altersarmut vermeiden: Die 3 Geheimnisse

Dienstag, 10. September 2013

Kennen Sie das Verhalten eines Frosches im Wasserglas, bei dem das Wasser allmählich erwärmt wird? Der Frosch bleibt einfach im immer wärmer werdenden Wasser bis er verkocht und stirbt. Würde der selbe Frosch in ein Glas bereits heißen Wassers springen, würde er sofort aus dem Glas fliehen und seinen sicheren Tod vermeiden. Er stirbt, weil ihm der Schock des heißen Wassers fehlt! Was hat das mit der Altersarmut in Deutschland zu tun? Nun, auch der demografische Wandel geht nur langsam, aber stetig voran, und auch das Abschmelzen der Renten ist ein langsamer, von der Rürup-Kommission 2003 eingeleiteter, schleichender Prozess (Nachhaltigkeitsfaktor der Renten). Keiner merkt es so richtig, weil es so langsam von statten geht.

 

altersarmut

Dabei sind die Renten mittlerweile schon spürbar abgeschmolzen – den finanziell gut gepolsterten Ruhestand früherer Generationen erreichen auch heutige Rentner kaum noch. So beträgt die durchschnittliche gesetzliche Rente für Männer in den alten Bundesländern nur noch 987 Euro, für Frauen gar nur 495 Euro (http://www.tagesschau.de/inland/faqrente102.html). Allerdings profitieren von der aktuellen Rentnergeneration noch viele von alten, üppigen Betriebsrenten. Auch das wird in Zukunft viel weniger der Fall sein, denn Betriebsrenten in der Ausgestaltung der 70er und 80er Jahre sind meist passé.

 

Fest  steht deshalb, dass die Altersarmut in Deutschland noch viel weiter um sich greifen wird. Laut einer Emnid-Umfrage für den Focus glauben gar nur noch 17% der 40 bis 49jährigen an die gesetzliche Rente.

 

Der Königsweg aus dieser unerfreulichen Situation ist die eigene Vorsorge, der Aufbau eines eigenen Vermögens.

 

Zum Aufbau dieses Vermögens gibt es 3 Geheimnisse – diese zuntersuchen wir hier. Wer sich dieser Geheimnisse bedient, kann mit einfachen Mitteln und ohne sich das Leben zu vermiesen eine passende Altersvorsorge aufbauen.

 

1.) Wie viel kann ich monatlich Ansparen?

2.) Wie lange habe ich noch Zeit bis zur Rente?

3.) Was macht die Verzinsung meines Kapitals aus?

 

Wie viel kann ich monatlich Ansparen?

 

Ich habe mal mit einer 30jährigen Ansparzeit und einem erzielten Zinssatz von 5% gerechnet (im Moment erscheint das hoch, aber wer auf 30 Jahre schaut, sollte bedenken, dass die Zinsen auch wieder steigen werden):

 

Monatliche Sparrate

25 Euro

100 Euro

500 Euro

1.000 Euro

1.500 Euro

Endsumme nach 30 Jahren

20.893 Euro

83.572 Euro

417.864 Euro

835.726 Euro

1.253.589 Euro

Endsumme nach 30 Jahren mit 3% jährlich steigender Sparrate (Dynamik)

 

29.722 Euro

 

118.889 Euro

 

594.445 Euro

 

1.188.890 Euro

 

1.783.335 Euro

(Rendite 5% p.a. nach Kosten und Steuern, Laufzeit 30 Jahre)

 

Einfluss der Sparrate auf das Ergebnis: linearer Zusammenhang, also: doppelte Anstrengung bedeutet doppeltes Ergebnis.

 

Wichtigkeit der Ansparrate: WICHTIG

 

 

Wie lange habe ich noch Zeit bis zur Rente?

 

Ich habe mit einer monatlichen Sparrate von 500 Euro und einem erzielten Zinssatz von 5% gerechnet (auch hier gilt: das erscheint im Moment zwar hoch, aber wer auf 30 Jahre schaut, sollte bedenken, dass die Zinsen auch wieder steigen werden):

 

Zeit bis zum Rentenbeginn

10 Jahre

20 Jahre

30 Jahre

40 Jahre

50 Jahre

Endsumme bei 500 Euro Sparrate

77.964 Euro

206.373 Euro

417.864 Euro

766.189 Euro

1.339.885 Euro

Endsumme bei 500 Euro Sparrate und 3% jährlicher Steigerung der Sparrate (Dynamik)

 

88.298 Euro

 

264.095 Euro

 

594.445 Euro

 

1.193.381 Euro

 

2.253.544 Euro

(5% p.a. nach Kosten und Steuern, 500 Euro Sparrate)

 

Einfluss der Ansparzeit auf das Ergebnis: exponentieller Zusammenhang, z.B. : 5fache Zeit bringt 17faches Ergebnis!

 

Bedeutung der Ansparzeit: EXTREM WICHTIG

 

 

Was macht die Verzinsung meines Kapitals aus?

 

Ich habe hier mit einer monatlichen Sparrate von 500 Euro und einer 30jährigen Anspardauer gerechnet :

 

Verzinsung (nach Steuern und Kosten) 1% 3% 5% 8% 12%
Endsumme bei 500 Euro Sparrate / 30 Jahre

209.988,95 Euro

292.096 Euro

417.864 Euro

750.147 Euro

1.764.956 Euro

Endsumme bei 500 Euro Sparrate / 30 Jahren und 3% jährlicher Steigerung der Sparrate (Dynamik)

 

325.776 Euro

 

433.672 Euro

 

594.445 Euro

 

1.006.009 Euro

 

2.217.397 Euro

(30 Jahre Anspardauer, 500 Euro Sparrate)

 

Einfluss der Verzinsung auf das Ergebnis: Eine Vervierfachung der Rendite von 3% auf 12% bedeutet eine Versechsfachung des Endergebnisses.

 

Bedeutung der Verzinsung: EXTREM WICHTIG

 

 

Fazit: Die Untersuchung der 3 wichtigsten Faktoren im Kampf gegen die Altersarmut jedes einzelnen zeigt sich die unterschiedliche Bedeutung. Der wichtigste Faktor dabei ist die Anspardauer.

 

Sie müssen so früh als möglich anfangen, jeden Monat etwas für’s Alter zur Seite zu legen. Wir persönlich haben das für unsere Kinder bereits getan – dank Anspardauern von rund 60 Jahren werden sie sogar mit kleinen Ansparsummen eine gute Ausgangslage haben.

 

Der 2. wichtige Punkt ist die erreichte Verzinsung des Kapitals. Werden langfristig 6% nach Steuern und Kosten erzielt es einfach eine ganz andere Sache als wenn nur 3% erzielt werden. Das Ergebnis ist nicht nur eine Verdoppelung, sondern viel mehr.

 

Nicht unbedeutend, aber eben auch kein “Turbo” für die Altersvorsorge, ist die Höhe des monatlich gezahlten Beitrags. Doppelter Beitrag bedeutet doppelte Rente – aber auch nicht mehr. Deshalb ist die Höhe auf dem 3. Platz der wichtigsten Faktoren zur Vermeidung der Altersarmut gelandet.

 

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: "Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten." Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.