Mit ‘rentenversicherung’ getaggte Artikel

Richtig versteuern: Erträge aus kapitalbildenden Lebens- und Rentenversicherung

Montag, 16. September 2019
Zusammenfassung: Für ab 2005 abgeschlossene kapitalbildende Lebens- und Rentenversicherungen wurden die Besteuerungsregelungen geändert. Gewinne daraus müssen seit dem versteuert werden. Diese Regelung greift in diesem Jahr erstmals für die Verträge mit der steuerbegünstigen Laufzeit von zwölf Jahren. Versicherte sollten sich jetzt gut informieren, damit sie ihre Steuervorteile korrekt geltend machen.

 

 

Versicherungspolicen im Blick behalten!

Früher war alles besser – so wird immer wieder geklagt und voller Sehnsucht die gute alte Zeit verklärt. Ob das stimmt oder nicht, sei dahingestellt. Fakt ist, dass die Welt an Komplexität rasant zugenommen hat, Zusammenhänge und Verflechtungen kaum noch zu überblicken sind und einfache Erklärungen in der Regel nicht der ganzen Wahrheit entsprechen.

 

Wer die Komplexität der Moderne akzeptiert, weiß, dass Antworten und Lösungen umfangreicher sind als früher. Das trifft nicht nur auf das Weltall und die Zukunft der Menschheit zu, sondern leider auch auf die Steuerregelungen für Lebensversicherungen. Denn die lassen sich längst nicht mehr kurz und knapp erklären.

 

 

 

 

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Geldanlage für Neugeborene: Die 7 besten Möglichkeiten

Mittwoch, 17. Juli 2019

Für Babys Geld anlegen

 

Wunderbar: die Schwangerschaft ist geschafft, das Neugeborene ist auf der Welt! Mutter, Vater und Kind sind überglücklich, sicher auch Oma und Opa.

 

Eine idealer Zeitpunkt einen ersten finanziellen Grundstock für das Neugeborene zu bilden, denn jeder kennt das sogenannte 8. Weltwunder, den Zinseszinseffekt. Wer jedes Jahr Zinsen erzielt, bildet kurzfristig noch kein Vermögen, langfristig wird er reich. 

 

Ein Beispiel gefällig? Nehmen wir an, der Vater von Jesus hätte im Jahre 0 einen Betrag von 1 Euro angelegt. Er wäre gut im verhandelnt gewesen und hat einen Zinssatz von 5 Prozent heraus gehandelt. Wieviel Geld hätte er heute, im Jahr 2019?

 

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Lebensversicherung optimieren: Wir zeigen Ihnen die 3 wichtigsten Schritte

Freitag, 24. Mai 2019

Zusammenfassung: Bei Lebensversicherungen und Rentenversicherungen handelt es sich häufig um die größten Kapitalanlagen im Leben eines Deutschen. Mehrere Hundertausend Euro kommen zum Ablauf oft zusammen. Schließlich wird meist viele Jahrzehnte eingespart und es soll die Rentenphase spürbar aufgebessert werden.

 

Doch nach dem Vertragsabschluss kümmert sich meist niemand mehr um den Vertrag. Dabei können mit einer geschickten Vorgehensweise leicht einige Tausend Euro mehr herausgeholt werden. Wir zeigen Ihnen in 3 Schritten wie Sie Ihren bestehenden Vertrag optimieren können.

 

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Main-Echo Wirtschaftstipp 01/2019: Die besten Geldanlagen 2019 – Teil 4 Lebens- und Rentenversicherungen

Freitag, 15. Februar 2019

 

WIRTSCHAFTSTIPP

 

Gerd Junker

 

Geschäftsführer Grünes Geld

 

 

 

Haben Sie in den letzten Jahren mit Freunden und Bekannten gesprochen, die eine in den 1970er oder 1980er Jahren abgeschlossene Lebensversicherung ausgezahlt bekommen haben? Und waren die Leute mit den Ergebnissen zufrieden? Wohl kaum, denn die damals prognostizierten Werte sind heute deutlich unterschritten worden.

 

Dabei haben viele eine Rendite von 4 Prozent und mehr erzielt und diese steuerfrei ausgezahlt bekommen. Kein schlechtes Ergebnis für ein sicheres Investment.

Auch 2018 boten Lebens- oder Rentenversicherungen mit 2,4 Prozent im Branchendurchschnitt mehr als jede Bank. Wer die fondsgebundene Variante wählt, kann langfristig sogar auf Aktien-Renditen von 6 Prozent hoffen. Und das bei geringem Risiko.

 

Hinzu kommen die auch heute noch vorhandenen Steuervorteile, so dass trotz hoher Kosten Lebens- und Rentenversicherungen bei einer Anlagedauer von 12 oder mehr Jahren immer eine Überlegung wert sind. Nur sollten Sie sich bei Abschluss einer Lebensversicherung sicher sein, denn eine Kündigung kostet unnötig Geld.

 

 

 

 

 

Erschienen im Wirtschaftsteil der größten Tageszeitung am bayerischen Untermain, Main-Echo, Gesamtausgabe, 5. Januar 2019

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.
 

Monatlich 100 Euro sparen! – Wie geht das am besten?

Montag, 29. Oktober 2018
Zusammenfassung: Welche Wege gibt es, um mit 100 Euro  monatlich etwas Sinnvolles und Rentables für die Altersvorsorge oder zum allgemeinen Ansparen zu tun? Direkte Fondsanlagen und fondsgebundene Renten bieten die besten Chancen.

 

 

 

Private Altersvorsorge und Sparen für die Zukunft – diese Themen bewegen viele Menschen. Besonders wichtig sind diese Themen in den Lebensjahren zwischen 40 und 60. Denn in dieser Zeit besteht noch die Chance, Lücken zu schließen und so die Weichen für einen angenehmen Lebensabend zu stellen.  Denn wer im Alter nicht  auf den gewohnten Standard verzichten möchte, muss  die Lücke zwischen gesetzlicher Rente und dem tatsächlichen Bedarf  rechtzeitig schließen.

 

Wer regelmäßig einen festen Betrag sparen möchte, steht heute vor der Herausforderung, die richtige Anlagemöglichkeit unter vielen zu finden. Das ehemals beliebte und einfach zu führende Sparbuch hat längst ausgedient. Um eine gute Vorsorge für das Alter zu betreiben, müssen neue Wege der Geldanlage beschritten werden.

 

 

 

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Wie geht grüne Altersvorsorge ? – Beispiel Grüne Rente der Stuttgarter

Mittwoch, 12. September 2018

Gastbeitrag von Klaus-Peter Klapper / Stuttgarter Versicherung a.G.

 

Nachhaltige Altersvorsorge am Beispiel GrüneRente

 

Viele Kunden finden in ihrem persönlichen Umfeld sehr wahrscheinlich Bereiche, in denen Nachhaltigkeit bereits eine wichtige Rolle spielt. Immer mehr Menschen pflegen einen nachhaltigen Lebensstil und engagieren sich in Sachen Umwelt und Soziales. Man denke hier zum Beispiel an Bio-Lebensmittel oder fair gehandelte Produkte, Elektro-Autos oder Strom aus erneuerbaren Energien. An diesen Beispielen erkennt man, wie vielfältig das Thema Nachhaltigkeit ist. Auch bei der Geldanlage gewinnt es immer mehr an Bedeutung. Zahlreiche Vermittler berichten uns, dass das Thema in ihren Kundengesprächen immer wichtiger wird, auch und gerade in der betrieblichen Altersversorgung.

 

 

 

Erneuerbare Energien sind Teil der Kapitalanlage in der Grünen Rente (Bildquelle: Pixabay)

 

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Hilfe – in der Jahresmitteilung meines Rentenvertrages ist viel zu wenig Geld!

Montag, 28. Mai 2018
Zusammenfassung: Anleger in Rentenverträgen erhalten jährlich eine Mitteilung über den Vertragsstand. In den ersten 10 Jahren sind diese Mitteilungen meist frustrierend: dabei bleiben lohnt sich aber.

 

In den letzten Wochen haben Sie die möglicherweise die Jahresmitteilung Ihres Rentenvertrages erhalten.

 

Das kann ein privater Rentenvertrag sein, eine Rürup-Rente, eine Riester-Rente oder die betriebliche Altersvorsorge.

 

Es kann ein fondsgebundener Tarif sein oder eine klassische Rente. Es kann ein von Grünes Geld vermittelter Vertrag sein oder von einem anderen Anbieter. Es kann ein Vertrag von der Continentalen, von Helvetia, dem Volkswohl Bund, der Stuttgarter, der Alten Leipziger oder von Oeco Capital sein.

 

Häufig haben wir dazu in den letzten Wochen Anfragen unserer Mandanten erhalten. Meist mit dem Tenor, „Ich habe bereits X Euro eingezahlt, aber in der Jahresmitteilung ist nur ein Betrag von Y Euro als aktueller Vertragsstand enthalten! Das ist viel zu wenig!“.

 

1.) Die Abrechnung der Gesellschaften sind korrekt

 

In den 18 Jahren seit Bestehen unseres Unternehmens ist uns kein Fall bekannt, in dem eine Abrechnung der Gesellschaft falsch gewesen wäre. Sie können also davon ausgehen, dass auch Ihre Abrechnung korrekt ist.

 

2.) Wieso ist der Vertragsstand so niedrig?

 

Die Älteren unter uns werden sich noch an die früheren Zeiten erinnern – damals war bekannt, dass ein Rentenvertrag oder eine Lebensversicherung „in den ersten Jahren noch nichts enthält„. Warum? Die Vertragskosten eines solchen Vertrags wurden zum größten Teil gleich zu Beginn dem Vertragsguthaben belastet, man startete also deutlich im Minus.

 

Wer seinen Vertrag kündigte, bekam in den ersten Jahren also nichts zurück.

 

Mittlerweile wurde das geändert und die Hauptkosten werden auf die ersten 5 Vertragsjahre verteilt (wer mehr wissen will: Zillmerung). Damit starten die Verträge nicht mehr im Minus, aber trotzdem ist das Vertragsguthaben meist noch deutlich unterhalb dessen, was man eingezahlt hat.

 

3.) Soll ich den Vertrag deshalb kündigen: keinesfalls!

 

Wer den Sachverhalt von 2.) nicht kennt und seine Jahresmitteilung erhält, denkt unmittelbar über eine Kündigung nach. Denn offensichtlich ist das ja ein „schlechter“ Vertrag der nur Geld vernichtet.

 

Natürlich ist das nicht wirklich der Fall und eine Kündigung wäre töricht – sie würde tatsächlich zu Verlusten führen.

 

Man muss sich bewusst machen, weshalb man diesen Vertrag abgeschlossen hat. Es sind 3 Vorteile:

 

1.) Die Gesamtkosten sind niedrig: Gerade heute hatte ich den im November 2016 abgeschlossenen fondsgebundenen Vertrag eines 17jährigen Mädchens diskutiert. Wenn das Mädchen die Vertragslaufzeit wie vorgesehen einhält, reduziert sich die Rendite von z.B. angenommenen 6% pro Jahr der Fonds durch die Vertragskosten auf 5,64 Prozent. Die Kosten machen also nur 0,36 Prozent pro Jahr aus. Das ist ein sehr niedriger Wert der bei Wertpapierdepots kaum erreicht wird. Wichtig: diese Vorteile spielen die Verträge erst ab einer Laufzeit von 12 bis 15 Jahren aus – wer kürzer anlegt, sollte bei einem Wertpapierdepot bleiben.

 

2.) Die steuerliche Belastung ist gering: Wichtig für den Anleger ist immer, was nach Kosten und Steuern in seinem Geldbeutel ankommt. Hier sind die Rentenverträge praktisch immer günstiger als eine Direktanlage in einem Wertpapierdepot, auch wenn die Besteuerungsgrundlagen je nach Vertrag anders sind (z.B. Halbeinkünfteverfahren, Ertragsanteilsverfahren, nachgelagerte Besteuerung, etc.). Was viele nicht wissen: in einem normalen Depot fällt die Abgeltungssteuer von 25 Prozent auf den Gewinn an (zzg. Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer sind das rund 28%) – diese wird über Rentenverträge verhindert. Wichtig: auch diese Vorteile spielen die Verträge erst ab einer Laufzeit von 12 bis 15 Jahren aus – wer kürzer anlegt, sollte bei einem Wertpapierdepot bleiben.

 

3.) Einzige Möglichkeit Langlebigkeit abzusichern: Neben den unter 1.) und 2.) erwähnten Renditevorteilen bieten Rentenverträge auch als einzige Option die Möglichkeit, sich eine wirklich lebenslange Rente auszahlen zu lassen. Auch wenn man entgegen seinen Planungen vielleicht 95, 100 oder 105 Jahre alt wird. Eine Rentenversicherung zahlt bis zum Lebensende, eine angesparte Geldsumme kann irgendwann am Ende sein!

 

Wenn sich also an Ihren grundlegenden Lebensumständen nichts geändert hat, sollten Sie auch weiterhin Ihren Vertrag besparen. Alles andere wäre töricht.

 

 

 

Haben Sie noch Fragen dazu?

 

 

 

  

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

 

Main-Echo Wirtschaftstipp 04/2018: Lebensversicherung kündigen – Soll ich oder soll ich nicht?

Samstag, 28. April 2018

 

WIRTSCHAFTSTIPP

 

Carmen Junker


Geschäftsführer Grünes Geld

 

 

 

In den letzten zehn Jahren fragten meine Mandanten immer öfter, ob sie ihre Lebensversicherung kündigen sollen oder nicht. Sie waren besorgt wegen sinkender Auszahlungswerte und den Aussagen von Crash-Propheten, die das Ende der Geldwerte verkünden. In Punkto Altersvorsorge über Versicherer besteht eine große Unsicherheit.

 

In Deutschland laufen aktuell rund 85 Millionen Lebens- und Rentenversicherungsverträge – 10 Millionen weniger als 2004. Viele Policen wurden am Ende der Laufzeit ausgezahlt. Einige hingegen gekündigt. Ob eine Kündigung sinnvoll ist, lässt sich nicht pauschal beantworten.

 

Um den Einzelfall zu prüfen, gibt es für Verbraucher eine objektive und einfache Möglichkeit: Die Verbraucherorganisation „Bund der Versicherten (BdV)“ hat einen kostenfreien Onlinerechner entwickelt. Unter http://bit.ly/2JKayzv gelangen Sie zum BdV Lebens- und Rentenversicherungsrechner. Mittels weniger Daten erfahren Sie, ob sich Ihr Vertrag lohnt und erhalten Musterschreiben um Daten bei den Versicherern abzufragen.

 

 

Erschienen im Wirtschaftsteil der größten Tageszeitung am bayerischen Untermain, Main-Echo, Gesamtausgabe, 28. April 2018

 

 

 

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin  und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker: „Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen.“

 

 

 

 

Rückkaufswert der Lebensversicherung – Verluste vorprogrammiert

Freitag, 11. August 2017
Zusammenfassung: Lebensversicherungen sind Verträge, die auf einen langen Zeitraum ausgerichtet sind. Wenn jedoch die regelmäßigen Beiträge zur Belastung werden, denken Versicherte über eine Auslösung des Vertrags nach. Der jeweilige Rückkaufswert gibt Auskunft über den aktuellen Wert der Police. Generell ist die vorzeitige Beendigung des Vertrags wirtschaftlich nicht vorteilhaft.

 

 

Beliebte Geldanlage: Kapitallebensversicherungen.

Wer eine Kapitallebensversicherung abschließt, geht eine langfristige Bindung ein. Schließlich gehen dem Vertragsabschluss persönliche Überlegungen und Planungen sowie eine ausführliche Beratung voran.

 

Im Allgemeinen beträgt die Laufzeit der Lebensversicherung mindestens zwölf Jahre. Teilweise bieten sich auch längere Laufzeiten von 20 oder 30 Jahren an, um eine höhere Rendite zu erzielen und den Zinseszinseffekt voll auszunutzen.

 

 

Langfristige Verträge in kurzlebigen Zeiten

Ein norddeutsches Sprichwort besagt: „Zeit, Ebbe und Flut wartet auf niemand.“ Und die Umstände, unter denen einstmals eine Lebensversicherung abgeschlossen wurde, verändern sich über die Jahre rasch. Schließlich sind die teilweise gewählten zwölf Jahre in unserer schnelllebigen Zeit eine halbe Ewigkeit; wer schon bei den Kindern an die Rente denkt kann auch schnell einen über viele Jahrzehnte laufenden Vertrag erhalten.

 

Auch bei solider Planung – die Zukunft ist ungewiss.

Innerhalb dieser kleinen Ewigkeit verändern sich Lebensumstände radikal. Ehen werden geschlossen – und das längst nicht mehr für die Ewigkeit, denn das Scheidungsrisiko steigt bereits nach drei Ehejahren signifikant an und ebbt erst nach elf Jahren wieder ab. Darüber hinaus verändern Kinder die Lebenssituation. Auch berufliche Wechsel oder gar der Verlust der Arbeitsstelle können eine radikale Veränderung der wirtschaftlichen Situation verursachen – und plötzlich ist nichts mehr so, wie es bei Vertragsbeginn einmal gewesen ist. Aber, wie schon der legendäre Fußballtrainer Dragoslav Stepanovic sagte: „Lebbe geht weider!“

 

Auch wenn der Blick in die Zukunft generell schwierig ist, gut ist es in jedem Fall, die persönlichen Finanzen im Blick zu behalten. Dazu gehört es auch, den Wert – in diesem Falle Rückkaufswert – seiner Lebensversicherung zu kennen – auch wenn Kündigung und Rückkauf ein Verlustgeschäft darstellen.

 

Viele Versicherungsnehmer ziehen diesen Schritt dennoch in Betracht, um einen raschen Ausweg aus finanziellen Engpässen zu finden. Immerhin endet rund jeder dritte Lebensversicherungsvertrag im Rückkauf. Eine stolze Zahl, bei immerhin rund 90 Millionen laufender Verträge in Deutschland. Insgesamt wurden im Jahr 2015 Policen im Wert von rund 13 Milliarden Euro beendet.

 

 

Rückkaufsrechte – gesetzlich festgelegt oder vertraglich vereinbart

Wer – aus welchen Gründen auch immer – seine Kapitallebensversicherung aufgeben will, hat die rechtlich zugesicherte Möglichkeit, die Police an die Versicherungsgesellschaft zurück zu verkaufen. Der Versicherer kauft also dem Versicherungsnehmer die Rechte ab, die er durch den Abschluss der Police einmal erworben hat.

 

In Deutschland wird der Rückkauf von Lebensversicherungsverträgen konkret durch das Versicherungsvertragsgesetz geregelt. Darin sieht der Gesetzgeber vor, dass Versicherte generell ein Rückkaufsrecht haben – vorausgesetzt, es besteht zu diesem Zeitpunkt ein echter Rückkaufswert. Unter diese gesetzliche Regelung fallen damit die klassischen Kapitallebensversicherungen sowie die fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherung in der Zeit zwischen Vertragsbeginn und Rentenzahlung, der sogenannten Aufschubzeit.

 

Bei anderen Verträgen kann ein Rückkaufsrecht vertraglich vereinbart werden. Ohne Rückkaufrecht sind in der Regel Risikolebensversicherungen. Außerdem Rentenversicherung, die bereits ausgezahlt werden sowie Rentenversicherungen in der Aufschubzeit ohne vereinbarte Todesfallleistung.

 

 

Rückkaufswert – der Zeitwert der Lebensversicherung

Rückkauf bedeutet Verluste – Geduld lohnt sich …

Versicherungsgesellschaften informieren ihre Kunden jährlich über die Höhe des angesparten Rückkaufswertes der Versicherungspolice ihrer Lebensversicherung. – Ein Standardbrief, der unter normalen Umständen schnell in der Ablage verschwindet. Es sei denn, der Kunde überlegt aktuell tatsächlich sich von seinem Versicherungsvertrag zu trennen. Zum Beispiel, weil die monatlichen Belastungen nicht in die derzeitige Lebens- und Finanzsituation passen (auch wenn dann die Beitragsfreistellung die passendere Lösung wäre…).

 

Der Rückkaufswert beschreibt damit dem Zeitwert der Versicherungspolice. Die Versicherungsgesellschaft garantiert damit das Recht, die Police zurückzugeben und dem Versicherten die zugeteilten Überschussanteile und – seit 2008 – die Hälfte der Bewertungsreserven anteilig auszuzahlen.

 

Wer sich – aus welchen Gründen auch immer – für den Rückkauf seiner Lebensversicherung entscheidet, muss wissen, dass dieser Schritt – vor allem am Anfang der Laufzeit – nicht gerade lukrativ ist. Das gilt nicht nur für den Versicherungsnehmer, sondern auch für die Versicherungsgesellschaft. Schließlich plant diese mit den laufenden Beiträgen langfristige Anlagen, um optimale Erträge zu erwirtschaften.

 

Ein weiterer Nachteil beim Rückkauf von Lebensversicherungen: Der aktuelle Rückkaufswert fällt nie höher aus, als die Auszahlung im Todesfall. Sollte der Rückkaufswert über der vertraglich vereinbarten Todesfallleistung liegen, verwendet die Versicherungsgesellschaft das Geld für die Bildung beitragsfreier Versicherungen.

 

 

Keine Steuererleichterung bei Rückkäufen

Wer seine Lebensversicherung vor Ablauf der Mindestlaufzeit von zwölf Jahren zurückgibt, verliert nicht nur Geld durch fehlende Überschussbeteiligungen und Erträge, sondern lässt sich auch steuerliche Vorteile entgehen.

 

Rückkauf bedeutet auch Steuern.

Denn seit 2005 gelten für neu abgeschlossene Lebensversicherungen, neue Regelungen. Waren vormals die Erträge der private Renten- oder Kapitallebensversicherungen  bei einer einmaligen Auszahlung steuerfrei, müssen diese Gelder aktuell versteuert werden. Betroffen sind dabei sämtliche privaten Lebens- und Rentenversicherungen. Nach Ablauf der Vertragslaufzeit werden die Erträge nach den Regelungen des Alterseinkünftegesetz vorgelagert versteuert. Da die Beiträge zu diesen Versicherungen auf bereits versteuertem Einkommen stammen, greifen hier Erleichterungen, um eine Doppelbesteuerung zu vermeiden. Die Versicherungsnehmer erhalten im Rahmen ihrer Einkommenssteuererklärung Geld zurück, je nach Steuerklasse bis zu 50 Prozent der vorgelagerten Besteuerung . Allerdings nur, wenn die Mindestlaufzeit eingezahlten wurde. Wer sich für einen Rückkauf entscheidet, muss die entsprechenden Erträge voll versteuern.

 

 

Neu: Die Ermittlung des Rückkaufswertes bei Verträgen ab 2008

Schlechtes Geschäft hin oder her – manchmal mag kein Weg am Rückkauf vorbei führen. Gute Nachricht für Versicherte, die ihren Vertrag ab 2008 abgeschlossen haben: für den Rückkauf dieser Policen sieht der Gesetzgeber generell einen Mindestrückkaufswert  vor. Dabei gilt für Kapitallebensversicherungen die Faustregel: der Rückkaufswert entspricht dem Deckungskapital der Versicherung, aus dem normalerweise die Lebensversicherung nach Ablauf der Vertragslaufzeit ausbezahlt wird.

 

Beim Rückkauf werden entsprechend der Sparanteil der geleisteten Beiträge sowie die für den Versicherungszeitraum zugeteilten Überschussbeteiligungen und Zinsen ausgezahlt. Allerdings werden von diesem Betrag auch noch anteilig Vertriebs- und Abschlusskosten sowie weitere Aufwendungen für die Verwaltung abgezogen. Auch ein Stornoabschlag ist möglich, muss aber angemessen und vertraglich vereinbart worden sein.

 

Die gesetzliche Neuregelung für Verträge ab 2008 bietet den Vorteil, dass die Abschlusskosten der Versicherung auf die ersten fünf Jahre gleichmäßig verteilt werden und seit 2015 zudem begrenzt sein müssen.

 

Versicherte profitieren von der Regelung, denn wer bislang mehr Beiträge eingezahlt hatte als der aktuelle Rückkaufswert betrugt – und das war in den ersteSonderkonditionen mit den Grünes Geld Newsn fünf Jahren die Regel – machte mit dem Rückkauf nur Verluste, denn der Wert der Police belief sich im Allgemeinen auf Null.

 

Grund dafür war die Abschlussprovision – also die Vertriebskosten – der Versicherung. Durch den Abzug dieser Kosten vom Rückkaufswert der Police, begann quasi jede Lebensversicherung mit einem negativen Wert. Durch die neue gesetzliche Regelung hat jede Lebensversicherung, die ab 2008 abgeschlossen wurde einen positiven Rückkaufswert, denn die Kosten werden gezillmert. Hinter diesem Begriff, der auf den Versicherungsmathematiker August Zillmer zurückgeht, steht die Verrechnung der Abschlusskosten auf die Versicherungsbeiträge. Während allerdings Zillmer im 19. Jahrhundert noch von einem Jahresbeitrag zur Deckung der Abschlusskosten ausging, sieht die aktuelle gesetzliche Regelung seit 2015 einen Prozentsatz von maximal 2,5 Prozent der gesamten Beiträge – also auch aller künftigen – vor.

 

 

Alt: Die Ermittlung des Rückkaufswertes bei Verträgen vor 2008

Im Allgemeinen steigt der Rückkaufswert der Lebensversicherung an, je länger die Police bereits läuft. Daher ist es wichtig, auch die Regelungen zum Rückkaufswert für Versicherungsverträge vor 2008 genauer unter die Lupe zu nehmen.

 

Gemäß der aktuellen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (BGH) gilt für Lebensversicherungen, die zwischen 1994 und 2007 abgeschlossen wurden die Regelung, dass der Rückkaufswert der Police mindestens der Hälfte des Deckungskapitals entspricht. Dabei wird das Deckungskapital nicht gezillmert. Entsprechend werden von diesem Betrag zwar Verwaltungskosten abgezogen, nicht aber die Abschluss- und Vertriebskosten. Ebenso entfallen Storno- und Kündigungsgebühren.

 

 

Rückkauf von fondsgebundenen Lebensversicherungen

Wer eine fondsgebundene Lebensversicherung abgeschlossen hat und sich für einen Rückkauf entscheidet, kann mit ähnlichen Regelungen wie bei anderen Versicherungspolicen rechnen. Bei Verträgen seit 2008 wird der Rückkaufswert nach dem Wert der Fondsanteile. Auch hier gilt, dass die Vertriebs- und Abschlusskosten der Police gleichmäßig auf die ersten fünf Jahre der Laufzeit verteilt werden müssen.

 

Für Policen, die vor 2008 abgeschlossen wurden hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass sich die Höhe des Rückkaufswertes mindestens an der Hälfte des Fondsguthabens bemisst. Dabei dürfen die Versicherer zwar Verwaltungskosten abziehen, nicht jedoch die hohen Vertriebskosten.

 

 

Erst Beratung – dann Entscheidung

Entscheidungen gemeinsam treffen!

Der Rückkauf einer Lebens- oder Rentenversicherung sollte gut überlegt sein. Schließlich handelt es sich hier um ein Verlustgeschäft, denn der Versicherte verliert nicht nur den vereinbarten Versicherungsschutz, sondern verzichtet auch auf große Teile seine Ansprüche aus Schlussüberschüssen. Zudem muss er die Erträge aus dem frühzeitig beenden Vertrag voll versteuern. Viel bleibt dann oft nicht übrig.

 

Wer also finanziell in der Klemme steckt und kurzfristig Geld benötigt, sollte zunächst einen kühlen Kopf bewahren und seine persönliche Situation genau analysieren. Am besten mit zusammen mit Profis.

 

Grünes Geld, Experte für nachhaltige Geldanlagen, bietet seinen Kunden auch als unabhängiger Finanzexperte Lösungen zur privaten Altersvorsorge an und verfügt über eine weitreichende Erfahrung in diesem Bereich. Gerd Junker, Geschäftsführer von Grünes Geld rät daher: „Die Entscheidung für einen Rückkauf der Lebensversicherung sollte nicht allein im stillen Kämmerlein passieren. Wichtig ist es, mit einem Finanzexperten die Situation zu besprechen, um finanzielle Nachteile zu vermeiden.“

 

Die vorzeitige Beendigung des Vertrags mit den entsprechenden finanziellen Einbußen kann so in vielen Fällen abgewendet werden. Kunden profitieren dann weiter von einem Versicherungsschutz, geplanten Auszahlungen und steuerlichen Vorteilen.

 

Gerade wenn eine Police bereits länger als fünf Jahre läuft, sind unnötige Verluste vorprogrammiert. Je nach Situation des Kunden ergeben sich zum Rückkauf unterschiedliche Alternativen, die ebenfalls aus einem finanziellen Engpass heraushelfen können. Die Möglichkeiten sind hier vielfältig. So kann eine Beitragsfreistellung eine gute Lösung sein, wenn der Vertrag zwar gute Erträge liefert, die Beiträge jedoch nicht aufgebracht werden können. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, den Vertrag zu beleihen oder einen teilweisen Rückkauf durchzuführen und damit nur einzelne Teile des Vertrags kündigen.

 

Auch der Verkauf der Police an einen professionellen Ankäufer ist meist lukrativer als der Rückkauf. Dabei werden alle Rechte auf Auszahlungen nach Ablauf des Vertrags verkauft. Neben dem daraus direkt verfügbaren Geld profitiert der Versicherte weiterhin vom Versicherungsschutz, denn im Todesfalle erhalten die Hinterbliebenen die festgesetzte Todesfallsumme.

 

 

 

 

Carmen Junker   Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“. Mehr zu ihr und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

 

Verbraucherschutz: Wie Sie 3.000 Euro und mehr aus Ihrer Lebensversicherung aus den Jahren 1994 bis 2007 herausholen können

Dienstag, 25. Juli 2017
Zusammenfassung: Der halbstaatliche Finanztest empfiehlt in seiner Ausgabe 8/2017 bei Lebensversicherungen, die zwischen dem 29. Juli 1994 und dem 31. Dezember 2007 abgeschlossen worden sind, einen Widerspruch zu prüfen. Auch lange nach Vertragsende lassen sich oft noch Tausende Euro Nachschlag holen. Ein Urteil des Bundesgerichtshof BGH macht das möglich.

 

 

Was ist der Hintergrund?

Gut gefüllte Kassen bei Versicherern: allerdings werden Reserven für Niedrigzinsphase noch benötigt.

Es geht um Lebensversicherungen nach dem sogenannten Policenmodell. Dabei wird dem Versicherungsnehmer erst zusammen mit der Versicherungspolice das Kleingedruckte wie zum Beispiel die Verbraucherinformationen oder die Allgemeinen Versicherungsbedingungen übersendet. Nach Empfang selbiger hatte der Verbraucher 14 Tage (ab 2004: 30 Tage) das Recht, schriftlich zu widersprechen – ansonsten ist die Versicherung rechtskräftig abgeschlossen.

 

In den Dokumenten mussten die Versicherer jedoch darauf hinweisen, dass diese Widerspruchsfrist vorhanden ist und läuft. Dieser Hinweis war dem Bundesgerichtshof in den meisten Fällen jedoch zu unpräzise oder schwach (Urteil vom 7. Mai 2014, Az. IV ZR 76/11). Der BGH fordert zum Beispiel, dass der Hinweis, dass der Widerspruch in Textform erfolgen muss, meist fehlte. Außerdem hätte die Belehrung optisch hervorgehoben sein müssen, was sie häufig ebenfalls nicht war.

 

Da also die Belehrung über das Widerrufsrecht in diesem Sinne nicht ausgesprochen wurde, entsteht damit ein ewiges Widerrufsrecht des Kunden.

 

Inwieweit die Forderungen des BGH moralisch vertretbar sind und man daraus einen Vorteil schlagen möchte, muss jeder selbst für sich entscheiden. Klar ist: der Urteilsspruch der Richter erfolgte viele Jahre nachdem die Widerrufsklauseln millionenhaft gedruckt wurden. Zu dem Zeitpunkt, als die Versicherer die Widerrufsbelehrungen abdruckten, konnte niemand ahnen, dass 20 Jahre später ein Richter diese für ungültig erklären würde. Insbesondere die Forderung nach eine optisch abgesetzten Widerrufsbelehrung ist schon weit von der gelebten Realität der damaligen Zeit entfernt.

 

 

Welche Verträge sind betroffen?

Ob Ihr konkreter Vertrag betroffen ist, muss im Einzelfall geprüft werden – die Chancen stehen aber sehr gut. Es betrifft jedoch nur die Veträge mit Abschluss zwischen 29. Juli 1994 und 31. Dezember 2007. Mittlerweile gibt es nämlich das Policenmodell nicht mehr, da es mit europäischem Recht nicht vereinbar war.

 

Es geht um klassische und fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherungen, Riester- und Rürup-Rentenversicherungen.

 

Es geht um regulär beendete Versicherungsverträge, für noch laufende Verträge und für gekündigte Verträge. Um das also nochmals klar zu machen: Auch wenn Sie Ihren Vertrag schon vor einigen Jahren ausgezahlt bekommen haben, können Sie wegen der fehlerhaften Widerspruchsbelehrung einen deutlichen Nachschlag erhalten.

 

Aber Achtung: wenn Sie einen laufenden Vertrag haben und mit diesem Vertrag zufrieden sind, sollten nicht widersprechen (siehe unten).

 

Was ist der Vorteil für Sie als Kunden?

Wenn ein Widerspruch erfolgreich ist, muss die Versicherung alle Einzahlungen und die durch die Einzahlungen erzielten Kapitalerträge auszahlen. Es müssen also auch die Kosten, zum Beispiel für Vertrieb und Abschluss, wieder ausgezahlt werden.

 

Lediglich die Beiträge für den in Anspruch genommenen Versicherungsschutz, wie zum Beispiel Beitragsanteile für den Todesfallschutz, dürfen vom Versicherungsunternehmen einbehalten werden.

 

Was sich schwierig liest, bedeutet in der Praxis häufig einen Vorteil von mehreren Tausend Euro gegenüber dem Rückkaufswert den eine Gesellschaft auszahlt, wenn der Vertrag gekündigt wird, oder gegenüber der Ablaufleistung bei Auszahlung der Lebensversicherung.

 

Beispiele von Kunden

Finanztest führt zwei konkrete Kundenbeispiele an.

 

 

Harald Börgardts, 52jähriger Elektrotechniker, zwei Lebensversicherungen der Aachener Münchner LV AG aus 2003 und 2005: Während ihm die Gesellschaft einen Rückkaufswert von nur 2.432 Euro vorschlug, berechnete ein Dienstleister Auszahlungen in Höhe von 6.768 Euro. Die macht Hr. Börgardts geltend und erhielt sie nach dem Klageweg ausgezahlt. Nach Abzug der Kosten des Dienstleisters bleibt ihm ein Plus von 2.633 Euro.

 

 

Martina W., 60jährige Physiotherapeutin, drei Versicherer und insgesamt 8 Rentenversicherungen zwischen 1994 und 2007 abgeschlossen: Der Mehrwert für alle 8 Verträge, bei denen in allen 8 Fällen die Widerrufsbelehrung falsch war, beträgt 80.000 Euro (!). Bisher hat nur eine Gesellschaft (Clerical Medical) einen Widerspruch akzeptiert. Für diesen Vertrag hat Martina W. im Jahr 2014 einen Rückkaufswert von 30.266 Euro erhalten und weitere 5.795 Euro als Nutzungsentschädigung.

 

Schritt-für-Schritt: Was können Sie tun?

1.) Vor dem Ausstieg überlegen, ob er überhaupt sinnvoll ist. Häufig war der Sparanteil mit einer Garantieverzinsung von 3,25 Prozent (2001 bis 2004) oder gar 4,0 Prozent (1994 bis 2000) verzinst, was heute sehr attraktiv ist. Ist Ihre Versicherung mit einem Berufsunfähigkeitsschutz gekoppelt, würde dieser entfallen: einen neuen zu bekommen, ist wegen strenger Gesundheitsfragen häufig nicht mehr möglich und meist deutlich teurer. Auch der Todesfallschutz einer Police entfällt. Und schließlich können Steuervorteile verloren gehen.

 

2.) Suchen Sie die Unterlagen: Ursprüngliche Police mit der möglicherweise fehlerhaften Widerspruchsbelehrung sowie den aktuellen Stand der Versicherung und welche Beträge schon ausgezahlt wurden (falls welche ausgezahlt wurden).

 

3.) Lassen Sie Ihren Vertrag prüfen. Teilweise unternehmen das spezialisierte Fachanwälte für Versicherungsrecht oder Dienstleister, die sich darauf spezialisiert haben. Auch die Verbraucherzentrale Hamburg prüft das für 85 Euro (vzhh.de)

 

4.) Sie können, zum Beispiel wenn Sie nicht rechtsschutz versichert sind, auch selbst Widerspruch einlegen. Die Verbraucherzentrale Hamburg bietet dazu einen Musterbrief für 90 Cent zum Download an. Dazu benötigen Sie jedoch auch ein finanzmathematisches Gutachten, das Sie ebenfalls bei der Verbraucherzentrale Hamburg bestellen können.

 

5.) Da es nach Einschätzung von Experten um Milliarden an Rückzahlungen geht versuchen die Versicherungsgesellschaften alles, um Sie abzuwimmeln. Der Versicherungsombudsmann in Berlin steht Ihnen deshalb kostenlos zur Seite. Meist halten sich die Versicherungen an dessen Empfehlungen.

 

Sie haben einen möglicherweise passenden Vertrag und suchen Hilfe? Treten Sie in Kontakt mit uns.

 

 

 

 

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.