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Sichere Geldanlage 2017: Teil 3 Lebens- und Rentenversicherungen

Montag, 16. Januar 2017

 

 

In den Zeiten des historischen Zinstiefs sind Kapitalanleger weiterhin auf der Suche nach sicheren, besser rentierlichen Geldanlagen. Ich möchte deshalb einen Ausblick für die wichtigsten Anlageklassen auf das neue Jahr 2017 geben. Wer prüfen möchte, wie treffsicher diese Aussagen für die jeweiligen Vorjahre waren, kann dies hier tun: 2012, 2013, 2014, 2015 und 2016.

 

Teil 1 – Aktien und Aktienfonds
Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds
Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen
Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds
Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

Teil 3 – Sichere Geldanlage in Lebens- und Rentenversicherungen

 

 

Trotz gut 90 Millionen Verträgen (Quelle: GDV) ist die Lebens- und Rentenversicherung in Deutschland eine oft verkannte und falsch verstandene Lösung zur Absicherung gegen Langlebigkeit. Denn es gibt nur ein wirkliches Alleinstellungsmerkmal der Lebensversicherungen / Rentenversicherungen: das Risiko des Einzelnen, viel länger zu leben, als er es vielleicht selbst geglaubt hat und damit am Ende des Geldes vielleicht noch viel Leben übrig zu haben, wird durch eine Rentenversicherung vom Versichertenkollektiv aufgefangen.

 

Während das Aufstocken der gesetzlichen Rente früher ein Luxusproblem und lediglich für ausgefallene Hobbies notwendig war, ist bei dem heute erreichen Rentenniveau (2015: reale Durschnittsrente West 1.133 Euro pro Monat) das Aufstocken eine schlichte Notwendigkeit, um Wohnen, Essen und Kleidung auch im Ruhestand kaufen zu können. Umso wichtiger ist es deshalb, dass auch das Aufstocken „lebenslang“ geschieht, denn wer zum Beispiel 90 wird und dann kein Geld mehr hat, ist auf Angehörige oder Sozialhilfe angewiesen. Wer möchte das schon.

 

Doch wieso sind Lebens- und Rentenversicherungen in Deutschland dafür kaum bekannt und werden fast ausschließlich als Kapitalanlage gesehen?

 

Das liegt sich daran, dass Lebens- und Rentenversicherungen immer schon steuerlich privilegiert wurden. Bis 2004 waren alle damit erzielten Gewinne steuerfrei (ab Laufzeit 12 Jahre) und auch heute verzichtet der Staat in der Ansparphase komplett auf Steuern, in der Auszahlphase gibt er sicher sehr großzügig (Halbeinkünfteverfahren bei Kapitalauszahlung; Ertragsanteilsbesteuerung bei Leibrente (wenn 12 Jahre Laufzeit / mind. 62 als Rentenbeginnalter).

 

Die Ausgangslage für Rentenversicherungen und Lebensversicherung, speziell wenn Sie fondsgebunden sind, ist also nach wie vor sehr gut. Allerdings, die Situation hat sich gegenüber früher verschlechtert. Trotzdem: schon ab einer Anlagedauer von 10 bis 15 Jahren schneiden Lebens- und Rentenversicherungen meist auch als reine Kapitalanlage sehr gut ab.

 

 

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Wir sollten für die weitere Analyse zwischen fondsgebundenen und klassischen Renten- und Lebensversicherungen unterscheiden. Übrigens: alle modernen Tarife sind gleichzeitig Lebens- und auch Rentenversicherung, denn der Versicherungsnehmer kann später wählen, wie er sein Geld ausgezahlt bekommen möchte – als Kapitalauszahlung (=Lebensversicherung) oder als Rente (=Rentenversicherung).

 

 

 

Klassische Rentenversicherungen und Lebensversicherungen

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Augen auf: Rentenversicherungen sind meist besser als ihr Ruf

Bei klassischen Lebensversicherungen legt die Versicherungsgesellschaft das Geld für den Kunden an. Dafür wird ein garantierter Zinssatz zugesagt, hinzu kommen die darüber hinaus erzielten Überschüsse.

 

Die Regeln für die Kapitalanlage sind gesetzlich vorgegeben und sehr konservativ. Unter dem Strich wird wenig in Aktien, viel in festverzinsliche Wertpapiere angelegt.

 

Damit können die Garantien zwar gut abgebildet werden – die klassischen Lebensversicherungen sind aber vom allgemeinen Zinsniveau abhängig. Die von ihnen gutgeschriebenen Überschüsse sind „nachlaufend“ und „glättend“, so dass kleine Schwankungen im Zinsniveau nicht spürbar sind.

 

Langfristige Trends wie die Zinssenkungen seit der Immobilienkrise 2008 machen sich aber voll bemerkbar. So ist der maximale Zins, den Lebensversicherungen Ihren Kunden zusagen dürfen, seit 1.1.2017 auf nur noch 0,9 Prozent p.a. auf den Sparanteil begrenzt worden. Hinzu kommen die Überschüsse; abgezogen werden müssen die Kosten – unter dem Strich kann ein Kunde nach z.B. 15 Jahren Laufzeit in vielen Fällen mit einer Verzinsung von vielleicht 1,5 bis 2,5 Prozent p.a. rechnen.

 

Für klassische Lebens- und Rentenversicherungen kommt also alles auf die Zinsen an. Wenn diese steigen, werden auch die erzielten Renditen der Lebensversicherungen wieder ansteigen. Allerdings gilt auch hier, dass die Lebensversicherungen „nachlaufend“ sind, d.h. für nächsten 2 bis 4 Jahre wird es bei eher niedrigen Zinsen bleiben. Was danach kommt hängt von den Notenbanken ab.

 

Die Aussichten 2017: Das konkrete Jahr wird nur niedrige Renditen für klassische Angebote bringen können. Wenn die Zinsen wieder steigen (in Europa vielleicht ab 2018), werden mit zeitlicher Verzögerung auch die Erträger wieder anziehen.

 

 

 

 

Fondsgebundene Rentenversicherungen und Lebensversicherungen

Anders sieht die Lage bei fondsgebundenen Rentenversicherungen und Lebensversicherungen aus. Hier wird das Anlegergeld in Investmentfonds angelegt. Wer die richtigen auswählt und zum Beispiel langfristig auf Aktien setzt, kann sehr hohe Renditen erzielen.

 

Aber Achtung: wer bei Abschluss eine der zahlreichen fondsgebundenen Lebensversicherungen mit Garantie wählt, leidet meist auch unter dem Niedrigzins. Garantiert wird zum Beispiel, dass zu Rentenbeginn mindestens alle eingezahlten Beiträge zur Verfügung stehen. Was sich sinnvoll anhört führt in der Praxis und bei 0,9 % Garantiezins allerdings dazu, dass – abhängig von Gesellschaft, Lebensalter, Renteneintrittsalter, etc. – nur noch 20 Prozent der Anlegergelder in die Fonds fließen. Der Rest wird so angelegt, dass die Garantie erfüllt wird, also im sogenannten Deckungsstock (siehe oben) und ist damit stark vom allgemeinen Zinsniveau abhängig.

 

Die Aussichten 2017: Für fondsgebundene Rentenversicherungen und Lebensversicherungen gelten die 2017-Prognosen von Teil 1 (Aktien und Aktienfonds) und Teil 2 (Anleihen und Anleihefonds).

 

 

Fazit: Auch wenn Rentenversicherungen und Lebensversicherungen viel Kritik einstecken mussten, bleibt ihre Funktion trotz Zinstief erhalten – eine gut planbare Absicherung für den Ruhestand zu erhalten, die auf jeden Fall bis zum Lebensende ausreicht. Das Zinstief wirkt sich auf klassische Rentenversicherungen und Lebensversicherungen negativ aus, trotzdem bleibt das übliche Zinsplus gegenüber kurzfristigen Geldern wie Bankeinlagen oder Bausparverträgen. Davon weitgehend unberührt sind die Renditen fondsgebundener Verträge, die bei langfristigen Sparzielen nach Kosten und Steuern nach wie vor zum Besten gehört was der Anlagemarkt bietet.

 

 

Nachhaltige Rentenversicherung

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Wussten Sie schon? Mit nur 10€ können Sie sich für die nächsten 50 Jahre einen höheren Garantiezins sichern (bis 31.12.16)

Freitag, 07. Oktober 2016
Zusammenfassung: Die Bundesregierung hat beschlossen den Garantiezins zum 31.12.2016 abzusenken. Dadurch werden viele Absicherungsprodukte, insbesondere im Bereich der Altersabsicherung, teurer. Sich vor dem 31.12.16 beraten zu lassen kann mehrere Zehntausend Euro sparen.

 

Die demografische Entwicklung und die kontinuierlich sinkenden Zinsen sind für die Sparer in Deutschland eine teuflische Mischung. Denn seit Jahren kennen die Veränderungen an den bei den Deutschen sehr beliebten Renten- und Berufsunfähigkeitsversicherungen nur Verschlechterungen.

 

Nachdenken und Nachrechnen lohnt sich: wer bis 31.12.16 handelt vermeidet höhere Kosten.

Nachdenken und Nachrechnen lohnt sich: wer bis 31.12.16 handelt, kann höhere Kosten vermeiden.

Beispiele für die kontinuierliche Verschlechterungen gefällig? Bis 31.12.2004 waren die Auszahlungen aus Lebens- oder Rentenversicherungen komplett steuerfrei. Ab 2005 leider nicht mehr, ein Nachteil von häufig 20.000 bis 30.000 Euro zum Ende der Laufzeit eines Vertrages. Der Garantiezins, also der Zinssatz, mit dem die eingezahlten Beiträge nach Abzug der Kosten mindestens verzinst werden, wird von der Bundesregierung praktisch vorgeschrieben und fällt, und fällt und fällt. Zum 1.1.2007 sank er von 2,75 auf 2,25 Prozent. Zum 1.1.2012 dann auf 1,75 Prozent, zum 1.1.2015 auf 1,25 Prozent. Und nun, zum 1.1.2017, wird der Garantiezins auf nur 0,9 Prozent gesenkt.

 

Das ist bitter für alle nach dem 1.1.2017 abgeschlossenen Renten- und Berufsunfähigkeitsversicherungsverträge (und einige andere Versicherungstarife).

 

Deshalb hat ein regelrechter Run auf Renten- und Berufsunfähigkeitsversicherungen eingesetzt, denn viele Mandanten möchten sich noch den hohen Zins sichern.

 

Garantiezins: Vorsicht bei späteren Erhöhungen der Einzahlungen

 

Doch Achtung: Bei den meisten Gesellschaften ist der Garantiezins für heute festgeschriebene Beiträge zwar für alle Zukunft garantiert, aber spätere Erhöhungen der monatlichen Beiträge, zum Beispiel weil man mehr zur Seite legen möchte, werden nur mit dem späteren (wohlmöglich niedrigeren) Zins berechnet. Das gleiche gilt für spätere Zuzahlungen, auch für diese gilt fast immer der spätere, wohlmöglich ungünstigere, Garantiezins.

 

Wie kann ich mir für alle Eventualitäten den Garantiezins sichern?

 

An dieser Stelle ist uns eine Gesellschaft positiv aufgefallen, die auch für alle zukünftigen Erhöhungen des Beitrags – zum Beispiel weil man mehr verdient und dann mehr sparen kann – den bis 31.12.2016 angebotenen hohen Zins garantiert. Und das für alle Zeiten: oft 50 Jahre oder mehr (ein heute 30jähriger mit einer Lebenserwartung von rund 90 Jahren hat sich 60 Jahre Garantiezins gesichert). Allerdings sind diese Erhöhungen und Nachversicherungen in der Höhe begrenzt, man sollte also die genauen Tarifdetails prüfen.

 

Die 2. Besonderheit bei diesen Tarifen: Die Besparung ist schon ab ausgesprochen niedrigen 10 Euro im Monat möglich. Wer also im Moment (zum Beispiel wegen eines Studiums) noch keine großen Summen sparen kann, der kann sich durch Abschluss eines solchen Vertrages die günstigen Konditionen warm halten. In diesem Fall ist einen Erhöhung auf 100 Euro monatlichem Beitrag immer möglich; ansonsten gelten die einschränkenden Bedingungen für Erhöhungen des Beitrags und für Nachversicherungen.

 

Vergleichen lohnt sich: Bis zu 15% und mehr Beitragsvorteil in der Altersvorsorge

 

Garantiezins-Retter: bis zu 15% Beiträge einsparen

 

Das in der Darstellung gezeigte Beispiel demonstriert die Vorteile des Garantiezins-Retters anhand eines üblichen Verlaufs: Modellhafte Darstellung für den Tarif R1, Eintrittsalter 30 Jahre, Endalter 67 Jahre, Versicherungsbeginn vor dem 31.12.2016, Startbeitrag 100 EUR mtl., Beitragsrückgewähr, Kapitalrückgewähr. Die mögliche Beitragsersparnis durch den Garantiezins-Retter entspricht dem Beitragsvorteil für die gleiche garantierte Leistung des aktuellen Tarifs gegenüber einer Tarifsimulation mit dem aktuellen Tarif bei gleicher Gesamtverzinsung und niedrigerem Garantiezins von 0,90 % p.a.

 

Wieso profitiere ich auch in der Berufsunfähigkeitsversicherung von einem Abschluss vor dem 31.12.2016?

 

Dass der Garantiezins in der Altersvorsorge, auch bei den beliebten fondsgebundenen Policen, eine wichtige Rolle spielt, leuchtet ein. Er ist die Berechnungsgrundlage für sämtliche garantierte Zusagen, wie zum Beispiel bei der Rentenhöhe pro für die Rente verfügbaren Euro,  für die Beitragsgarantien, Ablaufgarantien und ähnlichem.

 

Weniger klar ist der Zusammenhang bei den Berufsunfähigkeits-Verträgen. Die von Verbraucherschützern  als unentbehrlich empfohlene Absicherung muss im Notfall den Ausfall der Arbeitskraft kompensieren, also nicht selten 500.000 Euro oder mehr an den Versicherten auszahlen.

 

Der Hintergrund: Für den Leistungsfall der Berufsunfähigkeitsversicherung bilden Versicherer bilanzielle Reserven und verzinsen diese mit dem Garantiezins. Um die Leistungen erbringen zu können, müssen bei einer Senkung des Garantiezins folglich die Reserven erhöht werden. Diese Erhöhung der Reserven kann nur über steigende Beitragseinnahmen finanziert werden.

 

Wie hoch fällt die Beitragserhöhung nach dem 31.12.2016 aus?

 

Wieviel die Absenkung des Garantiezinses von derzeit 1,25 % auf nur noch 0,9 % im nächsten Jahr ausmacht, kommt immer auf den individuellen Fall an. Wir haben hier typische Berechnungen der Gesellschaft LV1871 aufgeführt, die einen Vorteil in der Größenordnung zwischen 7,7 Prozent und 14,7 Prozent ergeben:

 

Bis zu 15 Prozent Vorteil durch Abschluss dieses Jahr

 

 

Wie kann ich mir den grünen Garantiezins für 50 Jahre sichern?

 

Natürlich konzentrieren wir uns ausschließlich auf Rentenverträge mit ethisch-ökologischen Auswahlkriterien. Aber auch hier gelten die gesetzlichen Rahmenbedingungen, also die Absenkung des Garantiezinses. Übrigens ist das auch für fondsgebundene Verträge wichtig, denn bei der Verrentung oder bei Optionen wie der Beitragsgarantie zählt der Garantiezins.

 

 

Was ist zu tun?

 

–> Lassen Sie sich ein unverbindliches Angebot von uns erstellen. Das geht schon ab Monatsbeiträgen von 10 Euro.

 

–> Reichen Sie den Antrag rechtzeitig vor Ablauf des Jahres ein, denn die Alt-Konditionen gelten nur bei bis 31.12.2016 angenommenen Verträgen.

 

 

 

Unverbindliches Angebot anfordern

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Sichere Geldanlage 2016: Teil 3 Lebens- und Rentenversicherungen

Donnerstag, 14. Januar 2016

 

 

In den Zeiten des historischen Zinstiefs sind Kapitalanleger weiterhin auf der Suche nach sicheren, besser rentierlichen Geldanlagen. Ich möchte deshalb einen Ausblick für die wichtigsten Anlageklassen auf das neue Jahr 2016 geben. Wer prüfen möchte, wie treffsicher diese Aussagen für die jeweiligen Vorjahre waren, kann dies hier tun:  2012, 2013, 2014 und 2015.

 

lebensversicherung-rentenversicherungTeil 1 – Aktien und Aktienfonds
Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds
Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen
Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds
Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

Teil 3 – Sichere Geldanlage in Lebens- und Rentenversicherungen

Wer sein Kapital in Lebensversicherung oder Rentenversicherungen anspart, hat in den letzten Jahren die allgemeine Zinsentwicklung auch zu spüren bekommen. Sicherlich unterschiedlich stark – wer in eine fondsgebundene Rentenversicherung einzahlt muss mit weniger Einbußen rechnen als mit einer klassischen Lebensversicherung, aber auch ihn trifft die Absenkung der Zinsen.

 

Die Absenkung des allgemeinen Zinsniveaus hat als Folge eine Absenkung der erzielbaren Renditen mit Staatsanleihen und festverzinslichen Wertpapieren – das wirkt sich direkt auf den sogenannten Deckungsstock der Lebens- und Rentenversicherungen aus, der hauptsächlich daraus besteht. Mit dem Deckungsstock garantiert die Versicherungsgesellschaft zum einen eine Mindestverzinsung, zum anderen erzielt sie meist Überschüsse und kann so das Kapital des Anlegers mit 3 bis 4 Prozent jährlich verzinsen.

 

Wo wird der Deckungsstock eingesetzt? Folgende Tabelle soll das verdeutlichen.

 

Art der Lebens- / Rentenversicherung

Einsatz des Deckungsstockes

Klassische Lebens- / Rentenversicherung – in der Ansparphase: Anlage des Kundengeldes
– in der Rentenphase: zur Auszahlung der lebenslangen Rente
Fondsgebunden Lebens- / Rentenversicherung mit Auszahlung einer lebenslangen Rente – in der Ansparphase: kein Einsatz, außer bei Zusatzoptionen wie der Beitragsgarantie
– in der Rentenphase: zur Auszahlung der lebenslangen Rente
Fondsgebunden Lebens- / Rentenversicherung mit Auszahlung einer konstanten Geldsumme (keine Langlebigkeitsabsicherung) – in der Ansparphase: kein Einsatz, außer bei Zusatzoptionen wie der Beitragsgarantie
– in der Rentenphase: kein Einsatz

 

 

 

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Klassische Rentenversicherungen und Lebensversicherungen

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Augen auf: Rentenversicherungen sind meist besser als ihr Ruf

Wie oben dargelegt, ist die klassische Rentenversicherung oder Lebensversicherung am stärksten von Änderungen der Renditen des Deckungsstockes betroffen, denn das Kapital des Anlegers ist sowohl in der Anspar-, als auch in der Rentenphase dort angelegt.

 

Durch die zum 1.1.2015 erfolgte Absenkung des maximalen Zinssatzes, den die Versicherungen Ihren Kunden garantieren dürfen, hat diese Anlageform in den Augen vieler an Attraktivität verloren. Bei nüchterner Betrachtung stellt man allerdings fest, dass sich die Differenz zwischen dem Bankzinssatz und der Garantieverzinsung praktisch nicht verändert hat. Während früher bei einem Zinsniveau von 3 bis 3,5 Prozent ein Garantiezinssatz von 4,5 Prozent geboten wurde, wird heute bei Zinsen von praktisch 0 Prozent ein Garantiezinssatz von 1,25 Prozent angesetzt. Die Differenz bleibt praktisch gleich.

 

Teilweise wurde im Jahresverlauf 2015 schon die komplette Abschaffung des Garantiezinssatzes für Lebens- und Rentenversicherungen diskutiert. Diese Diskussion ist jedoch beendet worden, es besteht weiterhin der Garantiezinssatz von 1,25 Prozent.

 

Sollte das Zinsniveau durch die Europäische Zentralbank EZB jedoch weiterhin so niedrig gehalten werden, könnte eine erneute Absenkung, vielleicht auf 1,0 oder gar 0,75 Prozent, zum 1.1.2017 ins Haus stehen.

 

 

Fondsgebundene Rentenversicherungen und Lebensversicherungen

Wie oben beschrieben erfolgt die Anlage der Kundengelder bei fondsgebundenen Renten- oder Lebensversicherungen nicht in dem vom Kapitalmarktzins abhängigen Deckungsstock der Versicherer, sondern in vom Kunden wählbaren Investmentfonds. Das können Aktienfonds, Rentenfonds, Mischfonds oder verschiedenste Themenfonds sein.

 

Der Kunde ist damit normalerweise vom gesunkenen Zinsniveau nur in der Rentenphase abhängig. Kunden, die ältere Verträge mit höheren Garantiezinsen besitzen, können sich auf diese Zinssätze verlassen. Allerdings: ohne das Niedrigzinsumfeld hätten diese Kunden von deutlich höheren Überschüssen profitiert, während sich nach aktuellem Stand die Auszahlungen näher am Garantiezins befinden.

 

 

Fazit: Allen Unkenrufen zum Trotz haben Renten- und Lebensversicherungen weiterhin Ihre Daseinsberechtigung. Fondsgebundene Versicherungen erzielen die Renditen unabhängig vom Zinsniveau und auch klassische Lebensversicherungen konnten den Abstand zu den allgemeinen Zinsen praktisch konstant halten. Und schließlich locken die steuerfreie Ansparphase, die steuergünstige Auszahlphase und kostenlose Fonds-Tausch-Möglichkeiten nach wie vor. Und die Sicherheit deutscher Lebensversicherungen kann weiterhin als sehr hoch eingestuft werden.

 

 

 

Nachhaltige Rentenversicherung

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Sind Lebensversicherungen eigentlich recycelbar?

Donnerstag, 28. Mai 2015

Für viele Konsumgüter wurden im Sinne der Kreislaufwirtschaft bereits Konzepte entwickelt, um die darin enthaltenen Rohstoffe zu verwerten und so den Lebenszyklus insgesamt zu verlängern. Die Ideen reichen ja nach Natur der Sache vom Recycling bis hin zur vollständigen Wiederverwertung. Auf die Idee, dass auch Finanzprodukte recycelfähig sein können, würde man spontan nicht kommen.

 

Dabei liegt es auf der Hand, das besonders langlebige Produkte, wie beispielsweise Textilien, Möbel, Autos, Schallplatten oder Bücher einen zweiten Nutzer finden können, wenn sich der ursprüngliche Käufer davon trennen möchte. Webseiten, wie Ebay leben davon und beweisen, dass man mit Kreislaufwirtschaft ein gutes Geschäft machen kann.

 

Gut im doppelten Wortsinne: Zum einen, weil es sich offenbar für Käufer und Verkäufer wirtschaftlich rentiert (also eine Rendite erwirtschaftet) und zum anderen, weil ein Wiederverkauf an einen Zweitnutzer auch die Ressourcen schont, weil dadurch insgesamt weniger produziert werden muss.

 

 

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Das Leben bringt viele Unwägbarkeiten. Wenn die Lebensversicherung nicht mehr passt – warum nicht recyceln?

 

Die Lebensversicherung: Auf lange Frist ausgelegt

 

Ein Beispiel für ein langlebiges Wirtschaftsgut im Finanzsektor ist die Kapitallebensversicherung. Dabei handelt es sich um ein Produkt, dessen Laufzeit meist mindestens 12 Jahre beträgt und das zum Teil auch für 20 oder gar 30 Jahre abgeschlossen wird.

 

Ratingagenturen verweisen in der Regel darauf, dass die Rendite umso höher ausfällt, desto länger die Laufzeit der Police ist. Das liegt einerseits daran, dass die Versicherungsgesellschaft mehr Möglichkeiten hat, die Prämien langfristig anzulegen, andererseits ist es der Zinseszinseffekt, der die Rendite bei Langzeitpolicen besonders ansteigen lässt.

 

Vertragslaufzeit: Das Leben geht weiter

 

Dabei haben lange Vertragslaufzeiten natürlich nicht nur Vorteile. Denn wer weiß schon, was in 10 oder gar 20 Jahren passiert, nachdem man einen Versicherungsvertrag abgeschlossen hat? Ehen werden geschlossen und wieder geschieden, Kinder werden geboren und neue Tätigkeitsfelder entstehen, während bisherige verlorengehen.

 

Da kann nicht nur die monatliche Prämie schnell zur Last werden, auch kann der angesparte Rückkaufswert, über dessen Höhe die Versicherungsgesellschaft jährlich informiert, sinnvoll zur Finanzierung von anderen Dingen, beispielsweise einer Immobilie eingesetzt werden. Was soll man also mit so einer lästig gewordenen Lebensversicherung tun?

 

 

Würden Sie ein ausgelesenes Buch in den Müll werfen?

 

Der erste Gedanke ist natürlich, die Lebensversicherung einfach zu kündigen. Aber würden Sie ein Buch in den Müll werfen, nachdem Sie es ausgelesen haben? Oder Ihr Auto verschrotten, nur weil sie sich ein neues Modell kaufen wollen?

 

Bedenken Sie: Die Kündigung einer Lebensversicherung hat nicht nur das sofortige Erlöschen des Versicherungsschutzes zur Folge, die Versicherungsgesellschaft muss auch langfristig geplante Gelder abziehen und bestraft jede Vertragskündigung mit hohen Stornokosten, die bereits mit dem Rückkaufswert abgezogen sind.

 

Die Prämien der Lebensversicherungen fließen nicht selten in den Erwerb von Staatsanleihen, aber auch in Langfristdarlehen und Investments zur Finanzierung von Großanlagen im Infrastruktur- und Energiebereich. So manches Wasserkraftwerk und mancher Windpark ist unter anderem durch Versicherungsgesellschaften finanziert worden.

 

Für den Versicherten bleibt nach Abzug der Stornokosten oft nicht mehr viel übrig, von einer guten Rendite kann dann auch keine Rede mehr sein.

 

 

Lebensversicherungen werden weitergeführt

 

Nicht zuletzt warnen auch Verbraucherschützer vor der vorzeitigen Vertragskündigung, der die meisten Vorteile zunichtemacht, die einem ursprünglich bei Vertragsabschluss versprochen wurden. Dabei gibt es schon seit über 10 Jahren eine Alternative zur Kündigung: Der Verkauf der Lebensversicherung auf dem Zweitmarkt.

 

Hier kaufen Unternehmen die Lebensversicherungen an und führen diese an Stelle des ursprünglich Versicherten bis zur Endfälligkeit weiter. Der Verkäufer der Police erhält vom Ankaufsunternehmen einen Kaufpreis gezahlt, der ein paar Prozent über dem Rückkaufswert liegt.

 

Da die Versicherung mit dem Ziel angekauft wird, diese weiterzuführen, bleibt der versicherten Person ein Rest-Versicherungsschutz gemäß AGB sogar erhalten, denn der Ankäufer zahlt an Stelle des Versicherten die Prämien weiter.

 

Der Zweitmarkt für Lebensversicherungen hilft also allen Beteiligten: Den Versicherten, der Versicherungsgesellschaft und den Projekten, in denen die Versicherungsgelder angelegt sind.

 

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat daher einen der größten Ankäufer Policen Direkt als besonders gelungenes Beispiel für nachhaltige Unternehmensführung bezeichnet. Handeln auch Sie nachhaltig: Denken Sie zuerst über den Verkauf auf dem Zweitmarkt nach, wenn Sie sich von Ihrer Lebensversicherung trennen möchten.

 

 

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Portraitfoto Matthias Wühle – Gastbeitrag –
Matthias Wühle
studierte Betriebswirtschaftsehre, Geschichte und Philosophie in Frankfurt und Mainz und ist seit 2012 als Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei Policen Direkt Versicherungsvermittlung GmbH in Frankfurt am Main, dem Marktführer im Zweitmarkt für Lebensversicherungen, tätig. Sein Schwerpunktthema sind Lebensversicherungen und alles rund ums Recycling von Deutschlands beliebtester Altersvorsorge.

Sichere Geldanlage 2015: Teil 3 Lebens- und Rentenversicherungen

Samstag, 17. Januar 2015

 

 

Auch in diesem Jahr möchte ich einen Ausblick auf das kommende Jahr geben – welche Anlageklassen haben dieses Jahr Potenzial, welche sollte man meiden. Natürlich kann niemand mit Gewissheit sagen, wie sich das Jahr entwickelt, allerdings zeigen die Ausblicke der Jahre 2012, 2013 und 2014 dass die Treffsicherheit hoch ist.

 

Teil 1 – Aktien und Aktienfonds
Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds
Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen
Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds 
Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

Teil 3 – Sichere Geldanlage in Lebens- und Rentenversicherungen

Das Zinstief hat die Branche der Versicherer auch erfasst. Der gesetzlich zugelassene Höchstrechnungszins, also der Zinssatz, der maximal verwendet werden darf um garantierte Werte von zum Beispiel Lebens-, Renten-, Pflege- oder Berufsunfähigkeitsversicherungen zu berechnen, wurde vom Gesetzgeber zum 1.1.2015 gesenkt. Von 1,75% auf 1,25%.

 

 

Damit sind auch Lebens- und Rentenversicherungen tendenziell unattraktiver geworden. Allerdings ist die Bedeutung des Garantiezinses nur eine Komponente, um Lebensversicherungen und Rentenversicherungen zu beurteilen. Denn normalerweise kommt der Garantiezins nicht zum tragen, praktisch alle Versicherer zahlen in der Praxis deutlich höhere Zinsen als den Garantiezins.

 

 

Als Geldanlage dienen klassische und fondsgebundene Lebensversicherungen und Rentenversicherungen. Für beide gelten grundsätzlich andere Bedingungen.

 

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Klassische Rentenversicherungen und Lebensversicherungen

Bei klassischen Rentenversicherungen und Lebensversicherungen gibt der Anleger sein Geld dem Versicherer, und dieser verwaltet das Geld und versucht mit den vorgeschriebenen Anlageklassen, zum großen Teil Staatsanleihen, langfristige Gewinne zu erzielen. Für diese Geldanlagen garantiert er einen Zinssatz (ab 1.1.2015 in aller Regel 1,25% p.a.) und zahlt darüber hinaus erwirtschaftete Überschüsse.

 

Bei dieser Anlageform muss die Entwicklung der Zinsen über die gesamt Anlagedauer, oftmals mehrere Jahrzehnte, abgeschätzt werden. Ein hohes allgemeines Zinsniveau begünstigt auch die Lebensversicherungen und Rentenversicherungen, ein niedriges drückt auch die tatsächlich erwirtschafteten Zinsen.

 

Nach den Ankündigungen des Chefs der Europäischen Zentralbank EZB werden die Zinsen in Europa wohl auf mehrere Jahre hinaus auf ihrem niedrigen Niveau bleiben. Kurzfristig ist also nicht mit einer Verbesserung der Situation zu rechnen.

 

Langfristig gibt es 2 Möglichkeiten: Entweder die Zinssituation normalisiert sich, zumindest teilweise, und damit können auch die Lebensversicherungen und Rentenversicherungen wieder höhere Renditen erzielen. Die andere Möglichkeit sind langfristig tiefe Zinsen, so wie es die langfristige Zinskurve aus den Niederlanden, die bis ins 17. Jahrhundert zurück reicht, nahelegt. Dann würden auch die von Rentenversicherungen und Lebensversicherungen erzielbaren Renditen niedrig bleiben, wenn auch wahrscheinlich oberhalb der Inflationsraten. Zusammen mit den gewährten Steuervorteilen also weiterhin eine bessere Anlageform als Bankanlagen – bei vergleichbar hoher Sicherheit.

 

Fondsgebundene Rentenversicherungen und Lebensversicherungen

Komplett anders sieht die Situation bei fondsgebunden Rentenversicherungen und Lebensversicherungen aus. Dort erfolgt die tatsächliche Anlage der Gelder nämlich in vom Anleger wählbare Investmentfonds. Damit gelten die gleichen Aussichten wie in Teil 1 (Aktien und Aktienfonds) und in Teil 2 (Anleihen und Anleihefonds) dargestellt. Speziell wer an Aktien denkt, die sich perfekt für die langfristige Geldanlage und die Altersvorsorge eignen, also rosige Aussichten in 2015 ebenso wie langfristig.

 

Fazit: Auch wenn der Garantiezins zum 1.1.2015 abgesenkt wurde, haben sowohl klassische als auch fondsgebundene Lebensversicherungen und Rentenversicherungen ihre Daseinsberechtigung. Speziell fondsgebundene Lebensversicherungen, die gegenüber direkten Lösungen in Aktien, Anleihen, Aktienfonds oder Anleihefonds erhebliche Steuervorteile bieten und mit gratis Fondswechseln locken, bleiben auch 2015 die beste Lösung für die Absicherung des Lebensstandards im Alter.

 

Innerhalb unserer Musterdepots spielen Anleihen hier eine wichtige Rolle:

 

 

 Nachhaltige Rentenversicherung

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Wussten Sie schon? Mit nur 10€ können Sie sich für die nächsten 50 Jahre einen höheren Garantiezins sichern (bis 31.12.14)

Freitag, 17. Oktober 2014

 

 

Die demografische Entwicklung und die kontinuierlich sinkenden Zinsen sind für die Sparer in Deutschland eine teuflische Mischung. Denn seit Jahren kennen die Veränderungen an den bei den Deutschen sehr beliebten Renten- und Lebensversicherungen nur Verschlechterungen.

 

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garantiezins senkung 2015

 

So waren bis 31.12.2004 die Auszahlungen aus Lebens- oder Rentenversicherungen steuerfrei. Ab 2005 leider nicht mehr. Der Garantiezins, also der Zinssatz, mit dem die eingezahlten Beiträge nach Abzug der Kosten mindestens verzinst werden, wird von der Bundesregierung praktisch vorgeschrieben und fällt, und fällt und fällt. Zum 1.1.2007 sank er von 2,75 auf 2,25 Prozent. Zum 1.1.2012 dann auf 1,75 Prozent. Und nun, zum 1.1.2015, wird der Garantiezins auf nur 1,25% gesenkt.

 

Das ist bitter für alle nach dem 1.1.2015 abgeschlossenen Renten- und Lebensversicherungsverträge.

 

Deshalb hat ein regelrechter Run auf Renten- und Lebensversicherungen eingesetzt, denn viele Anleger möchten sich noch den hohen Zins sichern.

 

 

Garantiezins: Vorsicht bei späteren Erhöhungen der Einzahlungen

Doch Achtung: Bei den meisten Gesellschaften ist der Garantiezins für heute festgeschriebene Beiträge zwar für alle Zukunft garantiert, aber spätere Erhöhungen der monatlichen Beiträge, zum Beispiel weil man mehr zur Seite legen möchte, werden nur mit dem späteren (wohlmöglich niedrigeren) Zins berechnet.

 

 

 

Wie kann ich mir für alle Eventualitäten den Garantiezins sichern?

An dieser Stelle ist uns eine Gesellschaft positiv aufgefallen, die im Rahmen einer ganz neuen Tarifgeneration auch für alle zukünftigen Erhöhungen des Beitrags – zum Beispiel weil man mehr verdient und dann mehr sparen kann – den bis 31.12.2014 angebotenen hohen Garantiezins garantiert. Und das für alle Zeiten: oftmals 50 Jahre oder mehr (ein heute 30jähriger mit einer Lebenserwartung von rund 90 Jahren hat sich 60 Jahre Garantiezins gesichert).

 

Die 2. Besonderheit bei diesen Tarifen: Die Besparung ist schon ab ausgesprochen niedrigen 10 Euro im Monat möglich. Wer also im Moment (zum Beispiel wegen eines Studiums) noch keine großen Summen sparen kann, der kann sich durch Abschluss eines solchen Vertrages die günstigen Konditionen warm halten. Da Rentenversicherungen oftmals Laufzeiten von 50 oder mehr Jahren haben sind 0,5 Prozent weniger Garantiezins sehr viel.

 

Beispielberechnung für Absenkung des Garantiezinses

 

garantiezins-beispielrechnung-absenkung-2015

 

 

Wie kann ich mir den grünen Garantiezins für 50 Jahre sichern?

 

Natürlich gibt’s bei uns nur Rentenverträge mit ethisch-ökologischen Auswahlkriterien. Aber auch hier gelten die gesetzlichen Rahmenbedingungen, also die Absenkung des Garantiezinses. Übrigens ist das auch für fondsgebundene Verträge wichtig, denn bei der Verrentung oder bei Optionen wie der Beitragsgarantie zählt der Garantiezins.

 

 

Was ist zu tun?

 

–> Lassen Sie sich ein unverbindliches Angebot von uns erstellen. Das geht schon ab Monatsbeiträgen von 10 Euro.

 

–> Reichen Sie den Antrag rechtzeitig vor Ablauf des Jahres ein, denn die Alt-Konditionen gelten nur bei bis 31.12.2014 angenommenen Verträgen.

 

 

 

Unverbindliches Angebot anfordern

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Garantiezins Lebensversicherung 2015: Welche Sparten betrifft es, was bedeutet es für Sie?

Dienstag, 07. Oktober 2014

 

Der Garantiezins für die Lebensversicherung 2015 sinkt für alle Gesellschaften in Deutschland ab. Das betrifft natürlich auch unsere im Angebot befindlichen, nach ethisch-ökologischen Gesichtspunkten anlegenden Gesellschaften. In diesem Artikel wollen wir die wichtigsten Fragen dazu beantworten.

 

Was ist der Garantiezins überhaupt?

In verschiedenen Versicherungssparten wird der Sparanteil der eingezahlten Versicherungsbeiträge zu dem bei Vertragsabschluss festgelegten Garantiezins verzinst. Der Sparanteil ist dabei der eingezahlte Beitrag minus der Kosten. Dieser Garantiezins wird von den Gesellschaften dann über die komplette Vertragsdauer tatsächlich eingehalten, das ist meist über viele Jahrzehnte. Die Gesellschaften dürfen dabei nicht einen selbst gewählten, möglicherweise viel zu hoch angesetzten Garantiezins verwenden. Es gibt einen gesetzlich vorgeschriebenen Höchstrechnungszins. Nur dieser darf maximal verwendet werden. Die meisten Gesellschaften verwenden diesen Höchstrechnungszins als Garantiezins in ihren Verträgen. Eine Absenkung des gesetzlich vorgegebenen Höchstrechnungszins wirkt sich deshalb bei praktisch allen Gesellschaften aus.

 

Im Gegensatz zum Garantiezins, können die Gesellschaften höhere Zinsen durch erwirtschaftete Überschüsse in den Verträgen gutschreiben. Die Auszahlungen der Kunden haben also in den meisten Fällen einen höheren Zinssatz erzielt, als nur den Garantiezins.

 

Und was passiert mit dem Garantiezins für Lebensversicherungen in 2015?

Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase wird es für die Gesellschaften immer schwieriger, gute Zinssätze zu erzielen. Es geht ihnen ähnlich wie dem normalen Sparer. Deshalb wurde beschlossen, dass für neu abgeschlossene Verträge ab dem 1.1.2015 nur noch ein niedrigerer Garantiezins versprochen werden darf.

Er sinkt von aktuell 1,75% auf dann 1,25% pro Jahr

Hier die historische Betrachtung:

01.01.1980: 3 Prozent
01.07.1986: 3,50 Prozent
01.07.1994: 4 Prozent
01.07.2000: 3,25 Prozent
01.01.2004: 2,75 Prozent
01.01.2007: 2,25 Prozent
01.01.2012: 1,75 Prozent
01.01.2015: 1,25 Prozent

 

Auf welche Sparten wirkt er sich aus?

Prinzipiell auf alle Sparten in denen der Garantiezins zur Anwendung kommt – das ist mehr als man auf Anhieb erwarten würde. Zum einen sind das die klassischen Lebensversicherungen, bei denen die Gesellschaft in der Ansparphase mit dem Garantiezins arbeitet. Ebenso bei klassischen Rentenversicherungen, bei denen zusätzlich auch in der Rentenphase mit dem Garantiezins gearbeitet wird. Aber auch bei fondsgebundenen Rentenversicherungen, bei denen in der Ansparphase das Kapital in frei wählbaren Investmentfonds angelegt wird, hat es Auswirkungen: die Rentenphase wird nämlich meist durch den Versicherer verwaltet, es gilt der Garantiezins. Und auch bei Optionen wie zum Beispiel der Beitragsgarantie zählt der Garantiezins. Insgesamt trifft es folgende Sparten:

 

– klassische Lebensversicherung

– klassische Rentenversicherung

– fondsgebundene Rentenversicherung

– Riester-Renten

– Basisrenten (Rürup)

– betriebliche Altersvorsorge (Direktversicherungen)

– Pflegeversicherungen

– Berufsunfähigkeitsversicherungen

– Erwerbsunfähigkeitsversicherungen

– …

 

Wie wirkt es sich in konkreten Zahlen aus?

Die konkreten Zahlen sind natürlich in jedem Einzelfall anders, aber aufgrund der expotenziellen Eigenschaften des Zinseszins-Effektes ist die Absenkung um 0,5 Prozentpunkte pro Jahr gewaltig. Hier Beispiele von Helvetia:

 

 

Garantiezins-Lebensversicherung-2015

Unverbindliches Rechenbeispiel Garantiezins Lebensversicherung 2015

 

Der relativ klein anmutende Zinsunterschied macht am Ende also einen Verlust von bis zu 19% aus.

 

Garantiezins Lebensversicherung 2015: Wer sollte reagieren?

Jeder der noch Lücken im Rahmen seiner Altersvorsorge oder der Absicherung gegen die Risiken Berufsunfähigkeit, Erwerbsunfähigkeit oder Pflegefall hat, sollte noch vor Dezember 2015 prüfen. Denn klar ist: Ein Abschluss im Jahr 2015 wäre ärgerlich, hätte man sich die besseren Konditionen des Jahres 2014 noch sichern können.

 

Besitzer von laufenden Verträgen, die bereits in der Vergangenheit abgeschlossen wurden, sollten die Vertragssituation ebenfalls prüfen. Abhängig von der Vertragsgestaltung kann es auch für Sie sinnvoll sein, einen gewünschte höhere Absicherung bereits in 2014 durchzuführen. Eine spätere Erhöhung in 2015 oder noch später wird möglichweise mit niedrigeren Garantiezinsen bestraft.

 

Achtung: Es wird mit einem hohen Interesse der Kunden gerechnet. Damit sichergestellt ist, dass ein Vertrag auch wirklich noch in 2015 zustand kommt, sollte der entsprechende Antrag bis Ende November eingereicht werden.

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Lebensversicherung: Die 3 wichtigsten Gesetzesänderungen

Samstag, 05. Juli 2014

Die Lebensversicherung ist nach wie vor eine der beliebtesten Altersvorsorge-Lösungen der Deutschen. Mit rund 90 Millionen Policen gibt es mehr Lebensversicherungsverträge als Bundesbürger (!). Der Hintergrund: das angelegte Geld ist sehr sicher und um die tägliche Arbeit der Geldanlage, um das Suchen attraktiver Investitionen, kümmert sich die Versicherungsgesellschaft. Hinzu kommen erhebliche Steuervorteile gegenüber einer selbst getätigten Geldanlage mit Abgeltungssteuer. Am Freitag dem 4. Juli 2014, also am Tag des Sieges der Deutschen Fußballnationalmannschaft im Viertelfinale der Fußball-WM in Brasilien mit 1:0 gegen Frankreich, hat der Bundestag jetzt ein Paket zur Stabilisierung der Lebensversicherungs-Branche beschlossen.

 

Lebensversicherung: die 3 wichtigsten Änderungen

Urlaub in den Alpen: durch niedrigere Auszahlungen für viele Deutsche schwerer geworden (Bild: Grünes Geld GmbH)

 

Die Lebensversicherung ist wegen der anhaltenden Niedrigzinsphase in Bedrängnis. Einige schlecht wirtschaftende Gesellschaften haben zukünftig deshalb Schwierigkeiten, die versprochenen Zinsen zu zahlen. Das jetzt beschlossene Paket verlangt den Versicherern und den Kunden nun einiges ab. Ob es wirkt, ist umstritten.

 

Was sind die wesentlichen Punkte für die Lebensversicherung?

 

1.) Beteiligung der Kunden an den Bewertungsreserven: Wenn ein Kunde sein Geld aus der Lebensversicherung zurück erhält, erhält er bisher auch die Hälfte Bewertungsreserven (stille Reserve) ausgezahlt. Das Problem: das geht zu Lasten von Kunden, deren Verträge noch lange laufen. In Zukunft sollen diese Reserven nur noch so ausgeschüttet werden, dass die Garantiezusagen für die restlichen Versicherten nicht gefährdet sind. Steigen die Kapitalmarktzinsen wieder, soll auch diese Begrenzung wieder entfallen.

2.) Dividenden-Sperre: Die unter Punkt 1.) genannte Entlastung ist gekoppelt an eine Dividenden-Sperre für die Eigentümer der Versicherungsgesellschaften. Damit wird des schwieriger für die Versicherer, Aktionäre und andere Kapitalgeber zu finden. In Zeiten, in denen die Eigenkapitalanforderungen immer höher werden (Solceny II), ist das für die Lebensversicherung problematisch.

3.) Garantiezins-Senkung. Die Versicherungsunternehmen dürfen Ihren neuen Kunden (dies gilt immer nur für neue Verträge, rückwirkend kann hier keine Änderung beschlossen werden) einen maximalen Garantiezins auf das Anlagekapital versprechen, aktuell sind dies maximal 1,75% p.a. Zum 1.1.2015 sinkt dieser Garantiezins auf dann 1,25% p.a. Wer sich also mit dem Abschluss einer Police trägt, sollte seine Überlegungen vor dem 31.12.2014 abschließen, solange gibt es noch die höheren Alt-Verträge. Das betrifft nicht nur die Lebensversicherung, sondern auch Rentenversicherungen, Berufsunfähigkeitsversicherungen, Pflegeversicherungen oder Kinderabsicherungen.

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Grüne Altersvorsorge: Private Rentenversicherung

Mittwoch, 19. März 2014
Die private Rentenversicherung erfreut sich großer Beliebtheit, denn sie ist die flexiblste Form, um sich eine wirklich lebenslange Rente aus eigenem Vermögen aufzubauen und auszahlen zu lassen. Die ethisch-ökologischen Varianten überzeugen mit finanzieller Leistung und mit Sinn für Mensch und Natur.

 

 

Im ersten Teil unserer Serie „grüne Altersvorsorge“ haben wir uns mit der entstehenden Deckungslücke beschäftigt, im zweiten Teil mit dem Thema Fondssparplan. Heute möchte ich Ihnen das Thema private Rentenversicherung gut verständlich erklären; natürlich in Form von ethisch-ökologisch ausgewählten Anlagemöglichkeiten. Riester-Verträge oder Rürup-Renten schauen wir uns in späteren Beiträgen an.

 

 

Bei der privaten Rentenversicherung zahlt der Anleger sein Geld aus ganz normal versteuertem Einkommen in einen Rentenvertrag ein. Der große Vorteil gegenüber Banksparplänen, Bausparverträgen oder Fondssparplänen ist die steuerliche Bevorzugung von privaten Rentenverträgen:

 

 

1.) Während der Ansparphase erfolgt überhaupt keine Besteuerung. Über Jahrzehnte hinweg kann der Sparer also den Aderlass der jährlichen Abgeltungssteuer (25% plus Solidaritätszuschlag plus Kirchensteuer) vermeiden. Damit erzielt er auch einen Zinseszins-Effekt auf Geld, das ansonsten durch die Steuer entzogen werden würde.

Der konkrete Effekt kann hier angesehen werden. Wir gehen dabei von einem 30jährigen Verheirateten aus, der 6% in seiner Fondsentwicklung jährlich erzielt, kirchensteuerpflichtig ist,  und 100 Euro monatlich spart.

 

 

Berechnung aus Helvetia Software-Tool, alle Angaben ohne Gewähr; Basiszins abhängig von allg. Zinsniveau; derzeit 0,87% (Stand März 2018).

 

Es sind also nach Ablauf von 35 Jahren steuerliche Effekte zu spüren, die einen deutlichen Vorteil der fondsgebundenen Police von mehr als 25.000 Euro ausmachen. Wichtig ist natürlich das „Durchhalten“, denn wer frühzeitig aussteigt, würde in vielen Fällen mit den Fondssparplan besser gestellt sein.

 

 

2.) Wenn 12 Jahre Laufzeit und Alter von mindestens 62 gegeben sind: Niedrige Besteuerung nach Halbeinkünfteverfahren (bei Kapitalauszahlung) oder sehr niedrige Besteuerung nach Ertragsanteilsverfahren (bei Verrentung des Kapitals). Hier zündet also die 2. Phase der steuerlichen Begünstigung der privaten Rentenversicherung. Wer sich sein Kapital komplett auszahlen lässt hat dabei allerdings unter Umständen keinen Vorteil, wer sich eine Rente auszahlen lässt, hat praktisch immer einen steuerlichen Vorteil.

 

3.) Wenn 2 versicherte Personen eingesetzt werden (z.B. Vater oder Mutter des Versicherungsnehmers) und eine der beiden Personen verstirbt: steuerfreie Auszahlung der Todesfallleistung, also effektiv eine der letzten Möglichkeiten komplett steuerfrei anzusparen. An dieser Stelle kann man vom „Uli Hoeness“ Effekt sprechen. Denn der ehemalige Bayern-Manager wollte ja auch gerade die Besteuerung seiner Gewinne aus dem Kapitalvermögen verhindern. Mit dieser Lösung wäre ihm das völlig legal gelungen. 

 

Hintergrund ist die Tatsache, dass Auszahlungen einer Lebensversicherung beim Tod der versicherten Person steuerfrei (ohne Einkommenssteuer) erfolgen. Typischerweise werden dann bei einem solchen Vertrag als Versicherungsnehmer der Beitragszahler eingesetzt. Als versicherte Person wird er ebenfalls eingesetzt, jedoch zusätzlich auch noch jemand, der zum Beispiel ca. 30 Jahre älter ist. Das wäre vielleicht – aber nicht zwingend – ein Elternteil. Verstirbt dann das Elternteil, zum Beispiel im Alter von 85 Jahren, so wird die Todesfallleistung steuerfrei ausgezahlt. Die Todesfallleistung entspricht dabei dem aktuell im Vertrag befindlichen Kapital.

 

Unterscheidung „klassische Rentenversicherung“ gegenüber fondsgebundener Rentenversicherung

 

Der Anleger hat die Wahl zwischen einer „klassischen Rentenversicherung“ und einer fondsgebundenen Rentenversicherung. Bei der klassischen Variante wird sein Geld von Vertragspartner autonom ohne Einfluss des Anlegers verwaltet. Der Anbieter garantiert dabei eine Mindestverzinsung des eingezahlten „Sparanteils“, also der nach Kosten in den Vertrag tatsächlich fließenden Gelder. Dieser Mindestzins darf aktuell nur maximal 0,9 % p.a. betragen; gilt dann aber für die komplette Vertragslaufzeit.

 

Allerdings erzielen die Gesellschaften üblicherweise mehr Rendite. Inklusive dieser Überschüsse verzielen gute Gesellschaften aktuell eine Gesamtverzinsung zwischen 2 bis 2,5 Prozent auf den Sparanteil. Im ethisch-ökologischen Sektor sind die Gesellschaften „Stuttgarter“ mit der „Grünen Rente“ sowie die Oeco Capital führend.

 

Bei fondsgebundenen Rentenverträgen hingegen wird das Geld des Anlegers in Investmentfonds angelegt. Jeder Anbieter bietet dabei eine bestimmte Auswahl von oftmals mehreren dutzend bis mehreren hundert Fonds. Die Auswahl der Fonds kann dabei jederzeit geändert werden – bei den meisten Anbietern mehrere Male pro Jahr ohne Kosten – und, im Gegensatz zu einem Fondssparplan, auch ohne Gebühren.

 

Doch wie sieht die langfristige Wertentwicklung bei klassischen und fondsgebundenen Varianten aus? Wir haben dazu den Vergleich gemacht mit jemandem, der 35 Jahre lang monatlich 100,00 Euro einzahlen würde. Um für die fondsgebundene Variante möglichst realistische Ergebnisse zu erhalten, wurde die tatsächliche Entwicklung des bekanntesten deutschen Börsen-Barometers, des DAX, zugrunde gelegt. Es wurden also tatsächliche Werte verwendet – keine theoretischen. Das Ergebnis ist eindeutig:

 

Ergebnisse Anlage mit klassischer Police oder mit fondsgebundener Police

(Fondsgebunde Police gegenüber einer klassischen mit Ist-Werten: fondsgebunden liegt weit vorne. Quelle: Software von Volkswohl Bund, keine Gewähr für die Richtigkeit).

 

Der Unterschied ist wirklich groß, obwohl die Aktienmärkte in den vergangenen Jahren viele Krisen (Anschläge 11. September 2001, Finanzkrise, Golf-Kriege, etc.) durchlaufen mussten. Aber letztlich haben sich die Aktienmärkte immer wieder erholt und eine überlegene Rendite erzielt. Die tatsächliche, nach Kosten erzielte Rendite bei der fondsgebundene Variante lag bei 7,72% pro Jahr. Die tatsächliche, nach Kosten erzielte Rendite der klassischen Variante (nach Berechungsgrundlagen 19.3.14) liegt dagegen bei 3,63% pro Jahr.

 

Fazit

Wer für seine Rente etwas tun möchte und monatlich Geld anspart, kann das gut über eine private Rentenversicherung tun. Die gegenüber einem Fondssparplan höheren Kosten der Rentenverträge werden durch steuerliche Vorteile in der Anspar- als auch in der Rentenphase, überkompensiert. Gegenüber Riester- oder Rürup-Varianten hat die private Rentenversicherung den Vorteil der höheren Flexibilität. Es können bei vielen modernen Verträgen Zwischenentnahmen vorgenommen werden. Bei der Frage Garantiezins oder fondsgebundene Variante zeigen die Zahlen der Vergangenheit, dass sich fondsgebundene Policen deutlich besser entwickelten.

 

 Weitere Teile der Serie:

Die Versorgungslücke

Fondssparplan

Private Rentenversicherung

Riesterrente

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Lebensversicherungen bald mit noch weniger Zinsen?

Freitag, 10. Januar 2014

Die Lebensversicherungen sind eine beliebte Kapitalanlage für die Deutschen. Den 80,2 Millionen Deutschen stehen rund 90 Millionen Policen gegenüber – rechnerisch hat also jeder Bundesbürger mehr als eine Lebensversicherung bestehen. Nun droht Ungemach: Die Deutsche Aktuarvereinigung hat eine Absenkung des sogenannten Garantiezinses auf nur noch 1,25% vorgeschlagen. Die Bundesregierung folgt üblicherweise dem Vorschlag der Versicherungs-Mathematiker.

 

 

 

angst-wegen-garantiezinsUm was geht es konkret? Wer eine kapitalgebundene Lebens- oder Rentenversicherung abschließt, bekommt von der Versicherungsgesellschaft einen garantierten Zinssatz für den Sparanteil seiner eingezahlten Beiträge zugesichert. Der Sparanteil ist dabei der eingezahlte Beitrag minus die Kosten der Versicherung. Der garantierte Zinssatz bei Abschluss des Vertrages bleibt über die gesamte Vertragslaufzeit konstant.

 

Dieser Zinssatz ist nach oben gedeckelt – die Bundesregierung schreibt den Versicherungsunternehmen vor, welchen Zinssatz sie maximal Ihren Kunden garantieren dürfen. Deshalb ist die korrekte Bezeichnung auch “Höchstrechnungszins”. Fast alle Unternehmen verwenden diese Obergrenze dann auch für den Garantiezins in Ihren Angeboten.

 

Der Höchstrechnungszins, kurz Rechnungszins, wird aus der Durchschnittsrendite zehnjähriger Rentenpapiere abgeleitet. Rentenpapiere notieren auf historisch niedrigen Zinsständen und entsprechend ist eine Anpassung des Rechnungszinses praktisch unumgänglich. Hintergrund ist, dass die Lebensversicherer den größten Teil Ihrer Anlagegelder in Rentenpapieren anlegen. Die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV) ist der führende Bundesverband für Aktuare.

 

Der aktuelle Rechnungszins liegt bei 1,75%. Der neue Vorschlag von 1,25% könnte zum 1.1.2015 bereits in Kraft treten. Damit ist langfristig die Inflation kaum auszugleichen.

 

Allerdings ist der reine Garantiezins für den Versicherten nicht ausschlaggebend. Hinzu kommen die Beteiligungen an Überschüssen und Schlussgewinnen. So summiert sich die Verzinsung meist auf einen Wert zwischen 3,5% und 4,0% bezogen auf die tatsächlich eingezahlten Beiträge (Achtung: die häufig genannte Gesamtverzinsung bezieht sich in der Regel nur auf den Sparanteil und liegt entsprechend höher – aktuell im Durchschnitt lt. Assekurata bei 4,65%).

 

Wer also einen über mehrere Jahrzehnte laufenden Renten- oder Lebensversicherungsvertrag abschließt, sollte sich nicht rein vom Garantiezins leiten lassen (die Allianz hat sogar bereits Produkte ohne Garantiezins entwickelt). Wichtig ist die langfristige Zinsentwicklung, und diese wird in den nächsten Jahrzehnten sicher noch vielen Schwankungen nach oben und unten unterliegen. So wird auch der Zins eines heute abgeschlossenen Vertrages noch viele Aufs- und Abs mitmachen.

 

Unser Tipp: Bei vielen Menschen muss noch etwas für die Altersvorsorge getan werden. In einigen Fällen wird die klassische Renten- oder Lebensversicherung der richtige Weg sein – dann lohnt sich eine Beratung so bald als möglich, um einer möglichen Absenkung des Garantiezinses ein Schnäppchen zu schlagen ohne einen kurzfristigen Entscheidungsdruck (möglicherweise zum Ende des Jahres) aufkommen zu lassen.

 

Welche Grünen Anlagemöglichkeiten von uns betrifft der Rechnungszins:

 

Grüne private Rentenversicherung

Grüne Riester-Rente

Grüne Basis-Rente

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.