Mit ‘Rentenvertrag’ getaggte Artikel

An Weihnachten Grünes Geld verschenken

Donnerstag, 23. November 2017

Wir leben in einer Gesellschaft, in der wirklich jeder alles hat. Trotzdem zerbrechen wir uns jedes Jahr erneut die Köpfe darüber, was man denn Interessantes und gleichzeitig wertvolles und nützliches verschenken könnte. Das gleicht häufig einem Bauern, der seinen Kühen auf der Weide nochmal etwas Gutes tun möchte und seinen Rasenschnitt aus dem Garten anbietet.

 

Warum gehen Sie nicht mal einen außergewöhnlichen Weg und verschenken etwas Sinnvolles, das garantiert gut ankommt? Verschenken Sie Zukunft und Wohlstand und helfen Sie dabei gleichzeitig Mensch und Natur. Dabei ist uns noch nie zu Ohren gekommen, dass jemand ein Geldgeschenk alles unschön empfunden hätte…

 

Besonders für Kinder und Jugendliche sind unsere außergewöhnlichen Geschenkideen bestens geeignet!

 

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Garantiezins Lebensversicherung 2015: Welche Sparten betrifft es, was bedeutet es für Sie?

Dienstag, 07. Oktober 2014

 

Der Garantiezins für die Lebensversicherung 2015 sinkt für alle Gesellschaften in Deutschland ab. Das betrifft natürlich auch unsere im Angebot befindlichen, nach ethisch-ökologischen Gesichtspunkten anlegenden Gesellschaften. In diesem Artikel wollen wir die wichtigsten Fragen dazu beantworten.

 

Was ist der Garantiezins überhaupt?

In verschiedenen Versicherungssparten wird der Sparanteil der eingezahlten Versicherungsbeiträge zu dem bei Vertragsabschluss festgelegten Garantiezins verzinst. Der Sparanteil ist dabei der eingezahlte Beitrag minus der Kosten. Dieser Garantiezins wird von den Gesellschaften dann über die komplette Vertragsdauer tatsächlich eingehalten, das ist meist über viele Jahrzehnte. Die Gesellschaften dürfen dabei nicht einen selbst gewählten, möglicherweise viel zu hoch angesetzten Garantiezins verwenden. Es gibt einen gesetzlich vorgeschriebenen Höchstrechnungszins. Nur dieser darf maximal verwendet werden. Die meisten Gesellschaften verwenden diesen Höchstrechnungszins als Garantiezins in ihren Verträgen. Eine Absenkung des gesetzlich vorgegebenen Höchstrechnungszins wirkt sich deshalb bei praktisch allen Gesellschaften aus.

 

Im Gegensatz zum Garantiezins, können die Gesellschaften höhere Zinsen durch erwirtschaftete Überschüsse in den Verträgen gutschreiben. Die Auszahlungen der Kunden haben also in den meisten Fällen einen höheren Zinssatz erzielt, als nur den Garantiezins.

 

Und was passiert mit dem Garantiezins für Lebensversicherungen in 2015?

Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase wird es für die Gesellschaften immer schwieriger, gute Zinssätze zu erzielen. Es geht ihnen ähnlich wie dem normalen Sparer. Deshalb wurde beschlossen, dass für neu abgeschlossene Verträge ab dem 1.1.2015 nur noch ein niedrigerer Garantiezins versprochen werden darf.

Er sinkt von aktuell 1,75% auf dann 1,25% pro Jahr

Hier die historische Betrachtung:

01.01.1980: 3 Prozent
01.07.1986: 3,50 Prozent
01.07.1994: 4 Prozent
01.07.2000: 3,25 Prozent
01.01.2004: 2,75 Prozent
01.01.2007: 2,25 Prozent
01.01.2012: 1,75 Prozent
01.01.2015: 1,25 Prozent

 

Auf welche Sparten wirkt er sich aus?

Prinzipiell auf alle Sparten in denen der Garantiezins zur Anwendung kommt – das ist mehr als man auf Anhieb erwarten würde. Zum einen sind das die klassischen Lebensversicherungen, bei denen die Gesellschaft in der Ansparphase mit dem Garantiezins arbeitet. Ebenso bei klassischen Rentenversicherungen, bei denen zusätzlich auch in der Rentenphase mit dem Garantiezins gearbeitet wird. Aber auch bei fondsgebundenen Rentenversicherungen, bei denen in der Ansparphase das Kapital in frei wählbaren Investmentfonds angelegt wird, hat es Auswirkungen: die Rentenphase wird nämlich meist durch den Versicherer verwaltet, es gilt der Garantiezins. Und auch bei Optionen wie zum Beispiel der Beitragsgarantie zählt der Garantiezins. Insgesamt trifft es folgende Sparten:

 

– klassische Lebensversicherung

– klassische Rentenversicherung

– fondsgebundene Rentenversicherung

– Riester-Renten

– Basisrenten (Rürup)

– betriebliche Altersvorsorge (Direktversicherungen)

– Pflegeversicherungen

– Berufsunfähigkeitsversicherungen

– Erwerbsunfähigkeitsversicherungen

– …

 

Wie wirkt es sich in konkreten Zahlen aus?

Die konkreten Zahlen sind natürlich in jedem Einzelfall anders, aber aufgrund der expotenziellen Eigenschaften des Zinseszins-Effektes ist die Absenkung um 0,5 Prozentpunkte pro Jahr gewaltig. Hier Beispiele von Helvetia:

 

 

Garantiezins-Lebensversicherung-2015

Unverbindliches Rechenbeispiel Garantiezins Lebensversicherung 2015

 

Der relativ klein anmutende Zinsunterschied macht am Ende also einen Verlust von bis zu 19% aus.

 

Garantiezins Lebensversicherung 2015: Wer sollte reagieren?

Jeder der noch Lücken im Rahmen seiner Altersvorsorge oder der Absicherung gegen die Risiken Berufsunfähigkeit, Erwerbsunfähigkeit oder Pflegefall hat, sollte noch vor Dezember 2015 prüfen. Denn klar ist: Ein Abschluss im Jahr 2015 wäre ärgerlich, hätte man sich die besseren Konditionen des Jahres 2014 noch sichern können.

 

Besitzer von laufenden Verträgen, die bereits in der Vergangenheit abgeschlossen wurden, sollten die Vertragssituation ebenfalls prüfen. Abhängig von der Vertragsgestaltung kann es auch für Sie sinnvoll sein, einen gewünschte höhere Absicherung bereits in 2014 durchzuführen. Eine spätere Erhöhung in 2015 oder noch später wird möglichweise mit niedrigeren Garantiezinsen bestraft.

 

Achtung: Es wird mit einem hohen Interesse der Kunden gerechnet. Damit sichergestellt ist, dass ein Vertrag auch wirklich noch in 2015 zustand kommt, sollte der entsprechende Antrag bis Ende November eingereicht werden.

 

 

 

jetzt-informieren-garantiezins-lebensversicherung-2015

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Grüne Altersvorsorge: Private Rentenversicherung

Mittwoch, 19. März 2014

Im ersten Teil unserer Serie „grüne Altersvorsorge“ haben wir uns mit der entstehenden Deckungslücke beschäftigt, im zweiten Teil mit dem Thema Fondssparplan. Heute möchte ich Ihnen das Thema private Rentenversicherung gut verständlich erklären; natürlich in Form von ethisch-ökologisch ausgewählten Anlagemöglichkeiten. Riester-Verträge oder Rürup-Renten schauen wir uns in späteren Beiträgen an.

 

 

Bei der privaten Rentenversicherung zahlt der Anleger sein Geld aus ganz normal versteuertem Einkommen in einen Rentenvertrag ein. Der große Vorteil gegenüber Banksparplänen, Bausparverträgen oder Fondssparplänen ist die steuerliche Bevorzugung von privaten Rentenverträgen:

 

 

1.) Während der Ansparphase erfolgt überhaupt keine Besteuerung. Über Jahrzehnte hinweg kann der Sparer also den Aderlass der jährlichen Abgeltungssteuer (25% plus Solidaritätszuschlag plus Kirchensteuer) vermeiden. Damit erzielt er auch einen Zinseszins-Effekt auf Geld, das ansonsten durch die Steuer entzogen werden würde.

Der konkrete Effekt kann hier angesehen werden. Wir gehen dabei von einem 30jährigen Alleinstehenden aus, der 6% in seiner Fondsentwicklung jährlich erzielt, kirchensteuerpflichtig ist, anfangs den vollen Sparerpauschbetrag von 801 Euro zur Verfügung hat (nimmt um 5% jährlich ab), und 100 Euro monatlich spart.

 

 

Fondsgebundene Rentenversicherung gegenüber Fondssparplan

(Berechnungen aus Helvetia-Software, ohne Gewähr)

 

 

Es sind also nach Ablauf von 35 Jahren steuerliche Effekte zu spüren, die einen deutlichen Vorteil der fondsgebundenen Police von mehr als 12.000 Euro ausmachen. Wichtig ist natürlich das „Durchhalten“, denn wer bis zum 29. Jahr aussteigt, würde mit dem Fonds-Sparplan besser fahren.

 

 

2.) Wenn 12 Jahre Laufzeit und Alter von mindestens 62 gegeben sind: Niedrige Besteuerung nach Halbeinkünfteverfahren (bei Kapitalauszahlung) oder sehr niedrige Besteuerung nach Ertragsanteil (bei Verrentung des Kapitals). Hier zündet also die 2. Phase der steuerlichen Begünstigung der privaten Rentenversicherung. Wer sich sein Kapital komplett auszahlen lässt hat dabei allerdings unter Umständen keinen Vorteil, wer sich eine Rente auszahlen lässt, praktisch immer. 

 

 

Mit den Daten aus dem obigen Beispiel gespeist, ergibt sich nach aktuell gültiger Besteuerung folgendes Bild:

 

 

Steuereffekt Auszahlphase Rentenversicherung

(Berechnungen aus Helvetia-Software, ohne Gewähr)

 

Besonders sticht der Steuervorteil also bei einer Auszahlung des Kapitals in Form einer Rente ins Auge. Beim gewählten Beispiel ist die Auszahlung als Einmalbetrag praktisch gleich hoch. Bei einer Auszahlung als lebenslange Rente ist der Vorteil hier über 22 Prozent.

 

3.) Wenn 2 versicherte Personen eingesetzt werden (z.B. Vater oder Mutter des Versicherungsnehmers) und eine der beiden Personen verstirbt: steuerfreie Auszahlung der Todesfallleistung, also effektiv eine der letzten Möglichkeiten komplett steuerfrei anzusparen. An dieser Stelle kann man vom „Uli Hoeness“ Effekt sprechen. Denn der ehemalige Bayern-Manager wollte ja auch gerade die Besteuerung seiner Gewinne aus dem Kapitalvermögen verhindern. Mit dieser Lösung wäre ihm das völlig legal gelungen. 

 

Hintergrund ist die Tatsache, dass Auszahlungen einer Lebensversicherung beim Tod der versicherten Person steuerfrei (ohne Einkommenssteuer) erfolgen. Typischerweise werden dann bei einem solchen Vertrag als Versicherungsnehmer der Beitragszahler eingesetzt. Als versicherte Person wird er ebenfalls eingesetzt, jedoch zusätzlich auch noch jemand, der zum Beispiel ca. 30 Jahre älter ist. Das wäre vielleicht – aber nicht zwingend – ein Elternteil. Verstirbt dann das Elternteil, zum Beispiel im Alter von 85 Jahren, so wird die Todesfallleistung steuerfrei ausgezahlt. Die Todesfallleistung entspricht dabei dem aktuell im Vertrag befindlichen Kapital.

 

Unterscheidung „klassische Rentenversicherung“ gegenüber fondsgebundener Rentenversicherung

 

Der Anleger hat die Wahl zwischen einer „klassischen Rentenversicherung“ und einer fondsgebundenen Rentenversicherung. Bei der klassischen Variante wird sein Geld von Vertragspartner autonom ohne Einfluss des Anlegers verwaltet. Der Anbieter garantiert dabei eine Mindestverzinsung des eingezahlten „Sparanteils“, also der nach Kosten in den Vertrag tatsächlich fließenden Gelder. Dieser Mindestzins darf aktuell nur maximal 1,75% p.a. betragen. Für die Zukunft gibt es Pläne, diesen sogar auf 1,25% zu reduzieren.

 

Allerdings erzielen die Gesellschaften üblicherweise mehr Rendite. Inklusive dieser Überschüsse verzielen gute Gesellschaften aktuell eine Gesamtverzinsung zwischen 4,5 bis 5 Prozent auf den Sparanteil. Im ethisch-ökologischen Sektor sind die Gesellschaften „Stuttgarter“ mit der „Grünen Rente“ sowie die Oeco Capital (Tochterunternehmen der Concordia) führend.

 

Bei fondsgebundenen Rentenverträgen hingegen wird das Geld des Anlegers in Investmentfonds angelegt. Jeder Anbieter bietet dabei eine bestimmte Auswahl von oftmals mehreren dutzend bis mehreren hundert Fonds. Die Auswahl der Fonds kann dabei jederzeit geändert werden – bei den meisten Anbietern mehrere Male pro Jahr ohne Kosten – und, im Gegensatz zu einem Fondssparplan, auch ohne Gebühren.

 

Doch wie sieht die langfristige Wertentwicklung bei klassischen und fondsgebundenen Varianten aus? Wir haben dazu den Vergleich gemacht mit jemandem, der 35 Jahre lang monatlich 100,00 Euro einzahlen würde. Um für die fondsgebundene Variante möglichst realistische Ergebnisse zu erhalten, wurde die tatsächliche Entwicklung des bekanntesten deutschen Börsen-Barometers, des DAX, zugrunde gelegt. Es wurden also tatsächliche Werte verwendet – keine theoretischen. Das Ergebnis ist eindeutig:

 

Ergebnisse Anlage mit klassischer Police oder mit fondsgebundener Police

(Fondsgebunde Police gegenüber einer klassischen mit Ist-Werten: fondsgebunden liegt weit vorne. Quelle: Software von Volkswohl Bund, keine Gewähr für die Richtigkeit).

 

Der Unterschied ist wirklich groß, obwohl die Aktienmärkte in den vergangenen Jahren viele Krisen (Anschläge 11. September 2001, Finanzkrise, Golf-Kriege, etc.) durchlaufen mussten. Aber letztlich haben sich die Aktienmärkte immer wieder erholt und eine überlegene Rendite erzielt. Die tatsächliche, nach Kosten erzielte Rendite bei der fondsgebundene Variante lag bei 7,72% pro Jahr. Die tatsächliche, nach Kosten erzielte Rendite der klassischen Variante (nach aktuellen Berechungsgrundlagen) liegt dagegen bei 3,63% pro Jahr.

 

Fazit

Wer für seine Rente etwas tun möchte und monatlich Geld anspart, kann das gut über eine private Rentenversicherung tun. Die gegenüber einem Fondssparplan höheren Kosten der Rentenverträge werden durch steuerliche Vorteile in der Anspar- als auch in der Rentenphase, überkompensiert. Gegenüber Riester- oder Rürup-Varianten hat die private Rentenversicherung den Vorteil der höheren Flexibilität. Es können bei vielen modernen Verträgen Zwischenentnahmen vorgenommen werden. Bei der Frage Garantiezins oder fondsgebundene Variante zeigen die Zahlen der Vergangenheit, dass sich fondsgebundene Policen deutlich besser entwickelten.

 

 Weitere Teile der Serie:

Die Versorgungslücke

Fondssparplan

Private Rentenversicherung

Riesterrente

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.