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Sichere Geldanlage 2016: Teil 5 Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

Dienstag, 19. Januar 2016

 

 

In den Zeiten des historischen Zinstiefs sind Kapitalanleger weiterhin auf der Suche nach sicheren, besser rentierlichen Geldanlagen. Ich möchte deshalb einen Ausblick für die wichtigsten Anlageklassen auf das neue Jahr 2016 geben. Wer prüfen möchte, wie treffsicher diese Aussagen für die jeweiligen Vorjahre waren, kann dies hier tun:  2012, 2013, 2014 und 2015.

 

 

Teil 1 – Aktien und Aktienfonds
Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds
Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen
Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds
Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraftanlagen

 

Sachwerte sind der Königsweg aus der aktuellen Nullzinsphase und der Phase der negativen Realzinsen. Von negativen Realzinsen spricht man, wenn die Differenz aus Zinsen und Preissteigerungsrate negativ ist, das Geld auf der Bank oder in Staatsanleihen also nach Berücksichtigung der Inflation an Wert verliert.

 

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Rohstoff-Investments: Der Abbau ist meist inakzeptabel und verlangt Mutter Erde und den Menschen viel ab. Hier: Braunkohle Abbau in Garzweiler.

 

Der grundsätzliche Vorteil von Sachwerten: ihr Wert ist unabhängig von Papierwerten wie Euro, Dollar oder Franken. Trotzdem sind Sachwerte im Jahr 2015 nicht immer eine gute Anlageidee gewesen. Zu sehr schmerzte der Preisverfall bei den Rohstoffen. Ob Öl, Nickel, Kupfer oder Gold: die Preise sind durch die Bank gesunken.

 

Der Grund dafür: die sich abschwächende Nachfrage nach Rohstoffen aus China. Dabei wächst China real weiterhin, aber eben nicht mehr so stark wie geplant. Während die Rohstoffmärkte von den Planzahlen ausgingen und entsprechend die Kapazitäten ausbauten, ging die Nachfrage zurück und die Preise sind eingebrochen.

 

Wir rechnen damit, dass sich die Preise unter hoher Volatilität stabilisieren und im Anschluss wieder teils kräftig anziehen„, so die Commerzbank. Wann jedoch der Tiefpunkt durchschritten ist, lässt sich nicht sagen.

 

Für ethisch-ökologische Anleger waren die meisten Sachwertinvestments in 2015 sehr lohnend. Meist handelt sich dabei um die Erneuerbare Energien Anlagen, die aus Sonnenenergie, Windenergie oder Wasserkraft Strom erzeugen. Sowohl das Sonnenjahr als auch das Windjahr waren in Deutschland 2015 gut, so dass die geplanten Einnahmen von meist 5 bis 8 Prozent auf das Anlegerkapital erzielt werden konnten.

 

Differenzierter musste man 2015 lediglich die Holzinvestments betrachten. Die Direktinvestments für Aufforstungen von Holz oder Wald hatten ein gutes Jahr, lediglich in Einzelfällen gab es Verwerfungen wie zum Beispiel verzögerte Ernten wegen Starkregen oder niedrigere Verkaufspreise für Holz, weil die Energiepreise gesunken waren. Bei Holzfonds, die in Aktien von Holzunternehmen investierten, war 2015 ein schwächeres, wenn auch noch ein insgesamt gutes Jahr. Letztlich kamen dort 2,3 Prozent Plus zustande – in Zeiten von Nullzinsen immer noch ein ansehnliches Ergebnis.

 

 

 

Sachwerte mit regelmäßigen Rückflüssen sind gefragt

Geldanlage in Wald.

Wald: schön für Auge, Tiere und Geldbeutel

Sachwerte sind ein weiter Begriff – neben Rohstoffen und Edelmetallen geht es auch um Immobilien, Erneuerbare Energien Kraftwerke, Holzinvestments und viele weitere Kategorien. Ich möchte hier einen Blick auf den häufig genannten Sachwert Gold werfen, Immobilien habe ich im Beitrag vom 15. Januar 2016 beleuchtet, und außerdem auf die grünen Sachwertthemen Holz und Energie.

 

Sachwert Gold in 2016: An gleicher Stelle vor rund 1 Jahr habe ich die Bedeutung von Gold als Krisenwährung und Angst-Anlage hervorgehoben. Da die großen Ängste der Immobilien-, Bank- und Währungskrisen abgeklungen sind, sagte ich für 2015 Kursrückgänge für Gold voraus. Und in der Tat hat Gold rund 12 Prozent an Wert in 2015 verloren. Eine richtige Trendwende ist für mich nicht erkennbar, es könnte jedoch ein Boden gefunden sein. Gold sollte von Anlegern weiterhin nur als Notfall-Reserve, dann physisch zu Hause, in Betracht kommen. Die Abbaubedingungen sind meist so unbefriedigend für Natur und Mensch, dass Gold für sozial-ökologische Anleger darüber hinaus kaum in Betracht kommt.

 

Sachwert Holz in 2016: Langfristig ist Holz weiterhin für jeden Anleger interessant. 2015 haben Holzinvestments jedoch auch ihre negative Seite gezeigt – da Holz als Energieträger genutzt wird und die  Energiepreise in 2015 auf breiter Front gefallen sind, sind die Preise für manche Holzsorten ebenfalls gefallen. Die Zukunftsaussichten bleiben rosig für alle, die mittel- und langfristig interessiert sind – und das sollten alle Holzanleger sein. Investiert werden kann in Holzunternehmen weltweit oder in einzelne Holzanbauprojekte.

 

Windkraft, Solar, Wasserkraft: Die positiven Beschlüsse der Weltklimakonferenz in Paris im Dezember 2015 geben allen Erneuerbaren Energien Auftrieb. Um das 2-Grad-Ziel zu erreichen, müssen weltweit neue Kapazitäten für Kraftwerke aus nachwachsenden Energieträgern errichtet und betrieben werden. Anleger winken Renditen zwischen 5 und 10 Prozent pro Jahr. Allerdings muss der Anleger auf Streuung achten, denn Projekte tragen immer ein Projektrisiko. Interessante Projekte sind aktuelle im Bereich Blockheizkraftwerke, Windkraft oder gemischt Blockheizkraftwerke / Solar am Markt.

 

 

Fazit: In der Niedrigzinsphase, die auch noch die nächsten Jahre anhalten wird, bieten Sachwerte eine gute Alternative um Vermögen aufzubauen. Bei den Sachwerten muss unterschieden werden: Gold und Rohstoffe sind spekulativ und generell kein nachhaltiges Investment, andere Formen wie Waldinvestments, Windkraft oder Wasserkraft bleiben aussichtsreich.

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Sichere Geldanlage 2015: Teil 5 Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

Dienstag, 20. Januar 2015

 

 

Auch in diesem Jahr möchte ich einen Ausblick auf das kommende Jahr geben – welche Anlageklassen haben dieses Jahr Potenzial, welche sollte man meiden. Natürlich kann niemand mit Gewissheit sagen, wie sich das Jahr entwickelt, allerdings zeigen die Ausblicke der Jahre 2012, 2013 und 2014 dass die Treffsicherheit hoch ist.

 

Teil 1 – Aktien und Aktienfonds
Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds
Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen
Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds
Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraftanlagen

 

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Wasserkraft: saubere Energieform, guter Sachwert

Im August letzten Jahres tagten die wichtigsten Zentralbanker der Welt im amerikanischen Jackson Hole, um die langfristigen Aussichten zu beurteilen und ihre Strategien abzugleichen. Dabei wurde eines deutlich: die lockere Geldpolitik wird fortgesetzt. In der Zwischenzeit wurde diese Worte bestätigt, Mario Draghi als Präsident der Europäischen Zentralbank EZB hat durchgesetzt, dass Staatsanleihen von der EZB gekauft werden dürfen.

 

Er äußerte am Rande der Sitzung in Jackson Hole auch die Meinung, dass negative Realzinsen im Europa des Jahres 2020 noch gelten werden. In den USA sieht er positive Realzinsen etwas früher, bereits 2019.

 

Negative Realzinsen bedeuten für die Anleger, dass die Inflationsrate höher als der Zinssatz auf ihr Spareinlagen ist. Real bedeutet das für den Bürger, dass sein Vermögen jedes Jahr abnimmt. Der Wirtschaftsprofessor Max Otte geht von einer tatsächlichen Inflationsrate von aktuell 4 bis 5 Prozent pro Jahr aus, also einer realen negativen Verzinsung von rund 4 Prozent pro Jahr. 10.000 Euro Anlagesumme werden so nach 10 Jahren also nur noch rund 6.500 Euro wert sein.

 

Alternative zu Niedrigzinsen bis 2020: Sachwerte

Entgehen kann der Anleger dieser Enteignung (auch: Financial Repression, siehe unseren Blogbeitrag dazu aus dem Jahr 2012) mit Sachwerten, das gilt auch für das kommende Jahr 2015. Er muss sich nur dessen bewusst sein, dass Sachwertinvestitionen etwas aufwendiger sind, da man die Investition verstehen sollte.

 

 

Sachwert Gold in 2015: Der Goldpreis hängt stark von der Angst der Menschen ab. Zum Höhepunkt der Immobilien-, Finanz- und Staatsschuldenkrise in den Jahren 2008 bis 2011 stieg der Goldpreis bis auf 1.881 US-Dollar pro Feinunze. Seitdem haben sich die Zukunftsängste der Menschen beruhigt, entsprechend fiel der Goldpreis wieder auf aktuell 1.290 US-Dollar (Stand: 20.1.2015, 10:00 Uhr). Der Goldpreis bleibt entsprechend unberechenbar und Gold sollte nur als Versicherung gegen extreme Krisenfälle gehalten werden. Denn physisches Gold, direkt zugreifbar, kann im Notfall immer gegen Nahrungsmittel getauscht werden. Ich sehe für 2015 keine wesentliche Erholung des Goldpreises voraus.

 

Sachwert Holz in 2015: Ich stehe weiterhin zu dem Gedanken, dass jeder Anleger 10% seines Vermögens in Holz halten sollte. Ähnlich wie Gold ist es ein extrem lange genutzter Sachwert, der seinen Preis kaum verlieren kann. Holz wird auf absehbare Zeit von den Menschen dringend benötigt, sei es zum Möbelbau oder zur Energiegewinnung. Im Gegensatz zu Gold nimmt der Wert eines Waldes jedoch stetig zu, denn das Holzvolumen wächst automatisch. Der Holzanleger gewinnen deshalb auch bei konstanten Preisen.

 

Windkraft, Solar, Wasserkraft: Der Betrieb von Sachwerten wie Windkraftanlagen, Solaranlagen oder Wasserkraftwerken bleibt auch 2015 attraktiv. Allerdings spielt bei Erneuerbaren Energien die staatliche Förderung eine Rolle, so dass menschliche Handlungen zu beachten sind. Wasserkraft benötigt zum Beispiel keine Zuschüsse, da Strom aus Wasserkraftwerken ohne Förderungen konkurrenzfähig ist. Allerdings gibt es für Wasserkraft nur wenige neue Standorte und entsprechend wenige Projekte, aktuell gefällt uns ein Wasserkraftprojekt in Kanada. Windkraft ist noch auf staatliche Förderung angewiesen, interessante Projekte gibt es aktuell in England und in Finnland.

 

 

 

Fazit: In der Niedrigzinsphase, die auch noch die nächsten Jahre anhalten wird, bieten Sachwerte eine gute Alternative um Vermögen aufzubauen. Bei den Sachwerten muss unterschieden werden: Gold und Rohstoffe sind spekulativ und generell kein nachhaltiges Investment, andere Formen wie Wald, Windkraft oder Wasserkraft bleiben aussichtsreich.

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.