Mit ‘Sachwertinvestments’ getaggte Artikel

Die 15 besten laufenden Energie-Beteiligungen

Mittwoch, 13. November 2019

Wer sich in einer Energie-Beteiligung investiert möchte die Erneuerbaren Energien fördern und eine angemessene Rendite erzielen. FONDSprofessionell hat jetzt eine Liste mit den 15 am besten laufenden Energie-Beteiligungen veröffentlicht.

Was sind Energie-Beteiligungen?

Grundsätzlich kann man sich mit „Beteiligungen“ an einem gemeinsamen Projekt beteiligen, in der Praxis also Geld für ein gemeinsames Projekt zur Verfügung stellen. Läuft das Projekt gut, gibt’s das Geld und eine hübsche Rendite zurück; läuft das Projekt eher schlecht, gibt’s nur eine kleinere Rendite oder gar nur einen Teil des eingesetzten Geldes zurück – im Extremfall kann das auch gar nichts sein.

Solche Beteiligungsmodelle gibt es schon sehr lange. Seit 2013 wurden sie gesetzlich streng geregelt und wer zum Beispiel in einen sogenannten Alternative-Investment-Funds AIF investiert, erhält den gleichen gesetzlichen Schutz wir derjenige, der in einen offenen Investmentfonds investiert.

Trotzdem: das Image der Beteiligungsmodelle ist nach wie vor sehr schlecht, besonders weil es vor der gesetzlichen Regulierung 2013 Betrugsfälle gab und weil manche Beteiligungsmodelle inhaltlich nicht funktionierten. Besonders häufig gingen die sogenannten Schiffsbeteiligungen schief, in denen Anleger vor der Wirtschaftskrise 2008 auf den Kauf von Frachtschiffen setzten, die dann nicht mehr ausgelastet waren und hohe Verluste einfuhren.

In unserem Fall möchten wir uns nur um eine Gruppe der Beteiligungen kümmern, nämlich um die Beteiligungen im Bereich der Erneuerbare-Energien, kurz um Energie-Beteiligungen.

Die Untersuchung

Das Fachmagazin FONDSprofessionell hat im Magazin 3/2019 den Artikel „Steiler Anstieg der Performance“ die Sachwert- und Beteiligungsbranche analysiert. Es ging konkret um Beteiligungen, die aktuell noch am Markt sind, also noch leben (im Gegensatz dazu kann man natürlich auch Beteiligungsmodelle untersuchen, die bereits komplett abgewickelt sind).

Damit Sie einen Eindruck von diesem Markt erhalten: Die Deutsche Bundesbank führt in der Kapitalmarktstatistik rund 3.200 Beteiligungen in die rund 107 Milliarden Euro investiert sind. Im Jahr 2018 schütteten diese Fonds mehr als sechs Milliarden Euro aus, was einer Rendite von 5,8 Prozent auf das eingesetzte Eigenkapital der Anleger entspräche.

Fondsprofessionell hat 775 Produkte analysiert mit einem Investitionsvolumen von 51,5 Milliarden Euro. Darunter waren 104 Erneuerbare-Energien-Fonds.

Die Performance der Top 15 der laufenden Energiebeteiligungen

FondsAuflage-
jahr
Auszahlungen
2016
Auszahlungen
2017
Auszahlungen
2018
Auszahlungen
gesamt seit Beginn
Auszahlungen
pro Jahr in %
WKN Windenergiefonds Westküste199820%10%20317%14,41%
DSF Windenergiefonds Borsum-Ahlerstedt20004%24%23%169,2%8,46%
Umweltkontor Windpark Borne III und Welbsleben200122%20%22%147%7,74%
WPD Windpark Mistorf/ Groß Schwiesow200113%19%22%145%7,63%
DSF Solarenergiefonds Bavaria200412%11%20%144,14%9,01%
WPD Windpark Besdorf/Bokhorst199922%20%10%130%6,19%
KGAL Energy Class 2200617%11%16,2%124,9%8,92%
DIL Windkraft-Fonds Nr. 17-2120037,2%8,95%16,43%122,67,21%
KGAL Fonds 172 Solarenergie Miegersbach20059%10,5%14%122%8,13%
WPD Wind Invest 2200617%15%19%118%8,43%
WKN Windpark Seelow200215%10%12%118%6,56%
BVT Windpark Ostbüren200216%14%8%117,5%6,53%
Energiekontor Windpark Beerfelde200218%21%0%117%6,5%
WKN Windpark Apensen200115%15%11%115%6,05%
Lloyd Fonds Windpark Breberen200510%20%12%115%7,67%

Quelle: FONDSprofessionell 3/2019

Aktuelle Erneuerbare Energien Beteiligungen

Die Auswahl an Beteiligungsmodellen im Bereich der Erneuerbaren Energien ist in den letzten Jahren deutlich zurück gegangen. Zum einen ist hierfür die Regulierung verantwortlich, die für wesentlich gesteigerte Anforderungen an die Emissionshäuser sorgte und damit für eine Professionalisierung der Angebote. Zum anderen hat der weitgehende Stopp des Ausbaus der Erneuerbaren Energien in Deutschland in den letzten Jahren zu viel weniger möglichen Anlageobjekten gesorgt.

Anbieter, die jetzt noch am Markt sind, gehören also zu den Profis, die sich stark auf Erneuerbare Energien Beteiligungen konzentrieren oder die ausschließlich in diesem Segment der Sachwertbeteiligungen tätig sind.

Niedrigzins wird bleiben–Sachinvestments als einzige Alternative

Sonntag, 16. November 2014

 

Die Wochenzeitung “Die Zeit” hat in der aktuellen Ausgabe vom 13. November 2014 als Titelthema AUSGESPART. Die Behauptung: die Niedrigzinsen  oder Nullzinsen könnten für immer so bleiben. Zinsen sind letztendlich der Preis für Geld, und Geld ist mittlerweile mehr im Kreislauf als gebraucht wird. Die Folge: Der Preis des Geldes sinkt, die Zinsen fallen weltweit und bleiben niedrig. Bank-Sparer, die dem System noch weiteres Geld hinzufügen wollen, werden bestraft.

 

 

Niedrigzins: So sind die Sätze aktuell

Prinzipiell, so die Zeit, liegt Geld auf der Bank und vermehrt sich. Da sei eine schöne, eine beruhigende Erkenntnis. Eine, an die man sich gerne gewöhnen würde. Sie hätte nur einen Fehler: Sie stimme nicht mehr. Dann folgt eine Tabelle mit Zinsen, die deutsche Kreditinstitute für Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist anbieten:

 

 

 

Bank Zinsen pro Jahr
Deutsche Bank 0,05 %
Targobank 0,1 %
Commerzbank 0,05 %
HypoVereinsbank 0,01 %

 

 

 

Dagegen steht einen Tabelle mit der tatsächlichen Preissteigerung bei Gütern des alltäglichen Lebens:

 

Artikel Preissteigerung im letzten Jahr
Kinokarten 2,4 %
Kinderjacken 3,5 %
Hackfleisch 0,3 %
Vollkornbrot 0,9 %

 

 

 

Es wird klar: Die Preissteigerungsraten (aktuell in Deutschland laut Zeit: 0,8%) sind niedriger als das, was man an Zinsen erhält (spätestens nach Steuern).

 

Niedrigzins: Woher kommts?

Sicher hat die Politik seit der Finanz- und seit der Euro-Krise nichts gegen niedrige Zinsen. Schließlich entschulden sich Staaten immer dann automatisch, wenn sie weniger an Zinsen für ihre Staatsanleihen zahlen müssen als die Inflationsrate hoch ist (Finanzielle Repression, wir berichteten in unserem Artikel vom 13. Januar 2012).

 

Allerdings leitet der Artikel in Der Zeit den Gedanken auf eine andere, tiefgründigere Ursache. Denn die Niedrigzinsen sind ein weltweites Phänomen, während die Euro-Krise ja nur Europa und (eingeschränkt) die USA betraf. Die Zinsen sind auch in China niedrig, wo Staatsschulden kein Thema sind.

 

Wichtig ist zu verstehen, wie das Zins-System funktioniert. Der Anleger zahlt sein Geld auf der Bank ein und erhält dafür einen Zins. Die Bank verleiht das Geld zu einem höheren Zins an Privatleute, hauptsächlich aber an Unternehmen damit diese neue Maschinen kaufen oder expandieren können.

 

Das Problem: es werden gar nicht mehr so viele Kredite von der Wirtschaft benötigt. Das weiß man, weil die Europäische Zentralbank (EZB) sehr wenig Anfragen nach ihrem billigen Geld von den einzelnen Banken erhält. Die Banken rufen das billige EZB-Geld nicht ab, weil es wenig Nachfrage nach Investitionskrediten gibt. Über die Gründe dafür lässt sich nur spekulieren. Das können Sättigungseffekte der Märkte sein. Das mögen aber auch prall gefüllt Cash-Polster der Konzerne und Unternehmen sein, die sich dann gar kein Geld mehr von Banken borgen brauchen.

 

Klar ist jedoch, wenn weniger Geld gebraucht wird, dann fällt auch der Preis den man für das Geld zahlen muss (nämlich der Zins). Es gibt Niedrigzinsen.

 

Und genau das ist der wahre Grund für die niedrigen Zinsen, deren Talfahrt ja bereits vor Ausbruch der Euro-Krise begann. So möchten die deutschen Sparer insgesamt 3,84 Billionen Euro bei Banken und Versicherern anlegen. Doch die daraus machbaren Investitionskredite sind viel mehr, als gebraucht wird.

 

Offensichtlich sind sinkende Zinsen ohnehin eine langfristige Tatsache. Die längsten Aufzeichnungen über Zinsen gibt es in den Niederlanden:

 

Niedrigzinsen-bleiben-wohl-noch-laenger

 

Hier werden die Zinsen für 10jährige niederländische Staatsanleihen aufgezeigt. Diese dienen als ein guter Indikator für das Zinsniveau. Klar erkennbar ist der langfristig rückläufige Trend, der nur von einigen neueren Zins-Spitzen unterbrochen ist.

 

 

Wie sollte man auf den Niedrigzins reagieren?

 

Klassische Bankanlagen oder Lebensversicherungen können meist nur 0,5 bis 2,5 Prozent an Verzinsung bieten. Zuwenig als dass man damit etwas erreichen könnte. Die einzige Alternative sind Sachinvestments, wie Beteiligungen an Windkraft, Solarparks, Wasserkraftwerken, Wäldern, Immobilien oder Aktien. In eingeschränktem Maße auch an Unternehmensanleihen.

 

Hiermit lassen sich bei ausreichender Anlagedauer und guter Streuung auf interessante Weise Renditen von 6 bis 10 Prozent pro Jahr erzielen. Eine hohe ökologische Wirkung wird außerdem noch erzielt.

 

 

 

 

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.