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Nachhaltige Branchen 2 – Pharmabranche

Montag, 11. März 2019

Serie nachhaltige Branchen: EnergiewirtschaftPharmaAutomobilSüßwarenLebensmittelBanken / Finanzdienstleister

 

Zusammenfassung: Die Pharmabranche steht aufgrund verschiedener Skandale in der Vergangenheit generell unter einem starken Rechtfertigungsdruck.  Daher sind die Unternehmen besonders gefordert, wenn es um Faktoren der Nachhaltigkeit geht. Entsprechend haben sich Großkonzerne in den vergangenen Jahren verstärkt engagiert und beim Ranking der Nachhaltigkeitsberichte gute Ergebnisse erzielen können. Der anfängliche Elan der gesamten Branche hat jedoch etwas nachgelassen. Dennoch gibt es auch hier viele engagierte Unternehmen, die sich ehrgeizige Nachhaltigkeitsziele gesetzt haben und diese konsequent umsetzen.

 

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Essen statt Wegwerfen – aktiv gegen die Lebensmittelverschwendung vorgehen

Freitag, 21. April 2017
Zusammenfassung: Weltweit haben 795 Millionen Menschen Hunger. Gleichzeitig landen jährlich rund 220 Tonnen essbarer Lebensmittel in den Abfalltonnen der Industrienationen. Dabei besteht ein enger Zusammenhang zwischen der Lebensmittelverschwendung auf der einen Seite und der Armut auf der anderen Seite der Welt. Ein ethisch verantwortungsvoller Umgang mit Nahrung muss ins Bewusstsein rücken. Vielfältige Initiativen machen sich für das Thema stark.

 

 

Lebensmittel gehören auf den Teller.

Die beiden ersten Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen sind die Bekämpfung von Armut und Hunger bis zum Jahr 2030. Diese Ziel weltweit zu erreichen, wird nicht einfach sein. Denn Kriege, Naturkatastrophen und die Folgen der Klimaerwärmung stellen enorme Hemmnisse dar. Hinzu kommen vielfältige globale wirtschaftliche Verflechtungen, die zu tiefen Gräben zwischen Arm und Reich geführt haben und schwer zu überwinden sind.

 

Aktuell leben fast 7,5 Milliarden Menschen auf der Erde. Davon haben 795 Millionen Menschen in den sogenannten Entwicklungsländern nicht genug zu essen. Die Mehrheit der Hungernden lebt im Wirtschaftsraum Asien/Pazifik. Gemessen am Anteil der Bevölkerung ist jedoch Afrika am stärksten vom Hunger betroffen. Dort werden 20 Prozent der Bevölkerung nicht satt. Hunger ist damit die größte Geisel der Menschheit und jährlich für mehr Tote verantwortlich als AIDS, Malaria und TBC zusammen.

 

 

Hunger versus Überfluss

Manch einer erinnert sich noch an die Belehrungen seiner Eltern oder Großeltern. Diese forderten mit Nachdruck dazu auf, den Teller leer zu essen, weil in Afrika Kinder hungern müssen. Daran war zwar nicht der kindliche Esser schuld, jedoch war und ist der Hunger in den armen Ländern eng verknüpft mit dem Überfluss und der Lebensmittelverschwendung in den Industrienationen.

 

Im Zuge der Globalisierung verstärkt sich diese Abhängigkeit noch weiter. Die Weltbevölkerung wächst weiter an. Bevölkerungsreiche Staaten wie beispielsweise China – das derzeit noch zu den Schwellländern zählt – verbessern ihre wirtschaftliche Situation. Das bringt veränderte Lebensgewohnheiten mit sich. In der Folge nimmt die Nachfrage nach Lebensmitteln rasant zu, in erster Linie nach Fleisch und anderen tierische Erzeugnissen.

 

Eine kritische Entwicklung für Umwelt und Klima auf der einen Seite, denn gerade tierische Lebensmittel benötigen viel Fläche und Wasser. Darüber hinaus trägt die industrielle Tierhaltung auch zum vermehrten Ausstoß vom klimaschädlichen Treibhausgas Methan bei.

 

Getreideanbau kann viele Menschen satt machen.

Auf der anderen Seite ist der steigende Fleischkonsum auch ein Problem, da in der Viehzucht Getreide als Futtermittel genutzt wird. Um ein Kilo Schweinfleisch zu erzeugen, müssen drei Kilo Getreide verfüttert werden, bei Rindfleisch liegt die Bilanz noch ungünstiger. Hier werden sieben Kilo Getreide benötigt. Bei einer Weltbevölkerung, die sich gerade anschickt, die 10 Milliarden-Grenze zu überschreiten, wird die Frage nach der Ernährungssicherheit überlebenswichtig, denn der steigende Fleischkonsum in den reichen Teilen der Welt trägt entscheidend zu einer Verknappung von Getreide und zu steigenden Preisen auf dem Weltmarkt bei. Damit werden Grundnahrungsmittel in den armen Ländern teuer – teilweise unerschwinglich.

 

Um diese enormen Mengen Getreide anzubauen werden große Ackerflächen benötigt. Um diesen Landbedarf zu decken kaufen reiche Staaten zunehmend Land in den Entwicklungsländern auf. Dafür werden traditionell arbeitende Kleinbauern häufig von ihrem Land vertrieben und zwangsenteignet. Sie stehen nach dem Verlust ihres Landes vor dem wirtschaftlichen Aus.

 

Ein bewusster und verantwortungsvoller Umgang mit Lebensmittel in den Industrienationen und Schwellenländern kann diese Faktoren entschärfen. Denn hier schließt sich wieder der Kreis: Weggeworfene Lebensmittel in den Industrienationen fehlen in den Hunger-Regionen. Für das eingangs zitierte Bild vom „Teller leer essen“ sollte die Konsequenz allerdings lauten: Lieber nicht mehr als benötigt auftischen und einkaufen. So landen Nahrungsmittel nicht im Abfall.

 

 

Nicht einfach „ab in die Tonne“

Experten gehen davon aus, dass rund ein Drittel aller Lebensmittel weltweit nicht nicht gegessen wird, sondern auf dem Müll landet.

 

Ein nachhaltiger Umgang mit Lebensmitteln endet nicht damit, ökologische erzeugte Produkte aus der Region in der richtigen Saison einzukaufen. Es geht auch darum, Mengen richtig zu kalkulieren, keine Vorräte verderblicher Produkte zu horten – „es könnte ja überraschend Besuch kommen“ – und sich nicht sklavisch an das Mindesthaltbarkeitsdatum zu halten. Denn viele Lebensmittel sind auch noch weit darüber hinaus genießbar. Um das zuverlässig zu beurteilen, sollten Konsumenten mehr auf ihre eigene Wahrnehmung achten, denn auf das Kalenderdatum.

 

 

Keine krummen Geschäft: Gemüse jenseits der Norm

Knackiges Gemüse in Bestform bleibt selten liegen.

Das gleiche gilt für Obst und Gemüse. Hier setzt die Verschwendung bereits ein, bevor sich die ersten braunen Stellen zeigen könnten: Enorme Mengen der Ernte werden bereits als Ausschuss aussortiert, bevor sie in den Handel erreichen. Schätzungen zu Folge werden in Europa zwischen 20 und 40 Prozent der Ernte nicht gegessen. Krummes Gemüse landet im Müll, wird geschreddert und untergepflügt oder verfüttert.

 

Entsprechend liegen Kartoffeln, Karotten, Gurken & Co. gleichförmig und wohlgewachsen in den Lebensmittelgeschäften. Obwohl die sogenannte Gurkenkrümmungsverordnung der Europäischen Union, wie einige andere Normierungen von Obst und Gemüse bereits 2009 außer Kraft trat, setzt der Handel auch weiterhin auf optisch einwandfreie Ware. Das bedeutet in der Praxis, dass natürlich gewachsene Früchte nur geringe Chancen haben, verkauft zu werden. Genormtes Aussehen ist wichtiger als Qualität und Geschmack. Vielfach geben Handelskonzerne den Landwirten Vorgaben, welche Farbe und Größe die Obst- und Gemüsesorten haben müssen. Dabei spielt nicht einmal unbedingt die Käuferpräferenz eine Rolle, vielmehr sind hier auch logistische Faktoren, wie die Größe von Packkisten entscheidend.

 

Angesichts des Aufwands an Wasser und Energie in der Landwirtschaft sowie dem Bodenbedarf sicher keine nachhaltige Lösung. Ob Kunden auch Früchte jenseits der Norm akzeptieren, versuchen verschiedene Initiativen unter dem Motto „Esst die ganz Ernte“ herauszufinden. Das Berliner Catering-Unternehmen „Culinary Misfits“ greift bei seinen vielfältigen Gemüsegerichten bewusst zur Ware jenseits der üblichen Norm und bietet zudem Workshops an, um die kulinarischen Außenseiter zurück auf die Teller zu bringen. Ihre Empfehlungen an die Kunden ist es, auf Märkten und in Hofläden auch bewusst krummes Gemüse zu kaufen, denn die Nachfrage bestimmt das Angebot entscheidend mit.

 

 

Spannend wie ein Krimi: „Taste the Waste“

Nicht nur krummes Gemüse landet im Müll, Lebensmittel werden an nahezu allen Stationen eines Produktes entsorgt, sei es beim Transport, in der weiterverarbeitenden Industrie, im Handel, in Restaurants und Kantinen und schließlich auch beim Endkunden selbst. In Deutschland werden geschätzt zwischen 10 und 20 Tonnen essbarer Lebensmittel im Jahr weggeworfen, wieviele es genau sind, lässt sich kaum noch ermitteln. Das Worldwatch Institut geht davon aus, dass in den Industriestaaten jährlich rund 220 Millionen Tonnen an Nahrung nicht verwertet werden. Diese Menge entspricht in etwa der gesamten Lebensmittelproduktion Afrikas südlich der Sahara.

 

2011 brachte ein Dokumentarfilm die enorme Lebensmittelverschwendung in den Industrienationen in die öffentliche Diskussion. Der Regisseur Valentin Thurn zeigte mit „Taste the Waste“ den Umgang mit Lebensmitteln in den reichen Ländern. Dabei beleuchtete er die Einflüsse der Lebensmittelkonzerne, des Handels und der Werbung und sprach mit Initiativen, die sich kreativ gegen die Verschwendung einsetzen.

 

Backwaren – jederzeit in beliebiger Menge verfügbar.

In einem der eindrucksvollsten Beiträge des Films geht es um Brot, dem in Deutschland beliebtesten Grundnahrungsmittel. Da Bäckereien in großen Verbrauchermärkten vertraglich zusichern müssen, dass auch kurz vor Ladenschluss eine breite Palette an Brotsorten vorgehalten wird, ist die Anzahl der nichtverkauften Ware am Ende des Tages enorm. Ein Bäcker zeigt, wie er mit den alten Broten seine Backöfen betreibt. Damit spart er Heizöl ein, produziert jedoch direkt wieder Überschuss. Brot, das verbrannt und nicht gegessen wird.

 

Eine globale Perspektive wird am Beispiel von Bananen eingenommen: In einem französischen Großmarkt sortiert eine Mitarbeiterin aus Kamerun eingeflogene Bananen aus ihrem Heimatland aus. Denn diese können aufgrund von Flecken nicht verkauft werden. Gleichzeitig können sich in Kamerun viele Menschen keine Bananen leisten. Wegen der hohen europäischen Nachfrage sind die Preise stark angestiegen.

 

 

Foodsharing – Essensretter

In „Taste the Waste“ werden zwei sogenannte „Mülltaucher“ gezeigt, die durch das Durchsuchen von Abfalltonnen nahezu ihren gesamten Lebemsmittelbedarf decken. Ein sehr radikaler Ansatz als Zeichen gegen die Lebensmittelverschwendung. Es haben sich in den letzten Jahren jedoch auch bundesweit foodsharing-Initiativen zu einem Verein zusammengeschlossen, der möglichst vielen Menschen ermöglicht, Lebensmittel vor der Mülltonne zu retten.

 

Guten Ideen gegen Lebensmittelverschwendung setzen sich durch.

In gemeinnützigen Projekten arbeiten Privatpersonen mit lokalen Supermärkten, Händlern und Herstellern zusammen. Überschüssige Produkte werden abgeholt und verteilt, teilweise wird gemeinsam gekocht oder ganze Veranstaltungen versorgt. Auch übrige Lebensmittel und zubereitete Speisen aus Haushalten können über diese Initiativen geteilt werden. Das ist nicht nur sinnvoll, sondern schont auch die Haushaltskasse. Laut foodsharing e.V. werfen Privatpersonen in Deutschland Jahr für Jahr Lebensmittel im Wert von 22 Milliarden Euro weg, fast 300 Euro pro Person.

 

Die Gründe für die massenhafte Entsorgung von Essen sind vielfältig. 84 Prozent der Verbraucher geben an, dass die Ware verdorben oder das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen sei. Ob die Lebensmittel dennoch genießbar gewesen wären, lässt sich dann kaum noch ermitteln. Vermeidbar wäre aber die Lebensmittelverschwendung durch eine bessere Planung. Immerhin ein Viertel der Kunden gibt an, Lebensmittel wegzuwerfen, weil zu viel eingekauft wurde. Dabei machen Obst und Gemüse die Hälfte der Lebensmittel im Abfall aus. Verbraucherinitiativen gehen davon aus, dass gut 50 Prozent der in Deutschland weggeworfenen Lebensmittel durch eine vorausschauende Planung und richtigere Lagerung hätten gerettet werden können. Daher organisieren viele foodsharing-Initiativen auch Vorträge, Seminare und Kochkurse, um Wissen über eine sinnvolle Planung, Zubereitung und Aufbewahrung von Essen zu vermitteln.

 

 

 

 

Klima-Killer durch Lebensmittel-Müll und Massentierhaltung

Massentierhaltung ist für die Klimakrise mitverantwortlich.

Wenn Lebensmittel, also organische Stoffe, auf Mülldeponien landen, entsteht Methan, ein klimaschädliches Treibhausgas, das für die Erwärmung der Erdatmosphäre mit verantwortlich zeichnet. Rund 15 Prozent der globalen Methan-Emissionen basieren auf Lebensmittel-Müll, weitere 65 Prozent entstehen in der Nutztierhaltung. Damit stehen mindestens 80 Prozent der Methan-Emissionen im Zusammenhang mit den Ernährungsgewohnheiten der Industrienationen.

 

Reduziert werden kann die Entstehung von Methan durch die Kompostierung organischer Abfälle oder durch Verwertung in Biogasanlagen. Noch effektiver wirkt die Reduzierung von Lebensmitteln im Müll und von Lebensmitteln tierischer Herkunft.

 

 

Respektvoller Umgang mit Lebensmitteln

Das Problem der Lebensmittelverschwendung ist in vielen Köpfen angekommen. Immerhin geben fast 70 Prozent der Haushalte, die regelmäßig Lebensmittel wegwerfen an, dies mit einem schlechten Gefühl zu tun. Das Gefühl trügt nicht, denn weggeworfene Lebensmittel in den reichen Staaten sorgen indirekt für den Hunger in armen Ländern. Ein ethischer und respektvoller Umgang mit Nahrung ist daher eine wichtige Voraussetzung um den Hunger in der Welt zu beenden.

 

Viele wichtige Entscheidungen hängen mit den Flüssen des Geldes zusammen. „Die Geldanlage grün zu gestalten ist eine Abstimmung der Bevölkerung mit den Füßen. Das sollten wir alle nutzen. Denn es ist wirklich einfach umzusetzen“, so Gerd Junker, Geschäftsführer von Grünes Geld. Wer daher auch bei seinen Geldanlagen auf ethische und ökologische Kriterien achtet, leistet nicht nur einen wertvollen Beitrag für das globale Miteinander, sondern kann auch mit interessanten Erträgen rechnen. Grünes Geld, erfahrener Anbieter von ethischen und ökologischen Geldanlagen, berät Sie umfassend und kompetent.

 

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

Fair und bio – Kaffee und Tee ohne bitteren Nachgeschmack

Freitag, 13. Januar 2017
Zusammenfassung: Kaffee und Tee zählen zu den beliebtesten Getränken. Kaffee steht in Deutschland auf Nummer eins, Tee hat weltweit die Nase vorn. Allerdings werden für die beiden Heißgetränke Menschen ausgebeutet und die Umwelt geschädigt. Bewusster Konsum, Fair Trade-Produkte und ökologischer Anbau können dem entgegen wirken.

 

 

Der Duft von frischem Kaffee belebt die Sinne.

Kaffee oder Tee? – Diese Frage stellt sich noch gar nicht so lange in Deutschland. Bis weit in die fünfziger und sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts war hierzulande der echte Bohnenkaffee oder auch der schwarzer Tee dem Sonntag oder besonderen Anlässen vorbehalten. Zu teuer waren die edlen Getränke, als dass sie für den Massenkonsum geeignet waren. Mit ansteigendem Wohlstand entwickelten sich Kaffee und Tee zu Alltagsgetränken, die jederzeit, nahezu überall in beliebiger Menge zur Verfügung stehen.

 

Und auch wenn die Weltmarktpreise schwanken und in den letzten Jahren sogar etwas angestiegen sind: Die ehemals luxuriösen Getränke sind heute für jeden Durchschnittsverbraucher erschwinglich. Allerdings zahlen Menschen in den Erzeugerländern einen hohen Preis für unseren Konsum.

 

 

Lieblingsgetränk Kaffee – fair und bio schmeckt er noch besser

Kaffee ist das unangefochtene Lieblingsgetränk der Deutschen. Während sich die Anfangs nur wohlhabende Bürger Kaffee leisten konnte, trat im Zuge der Industrialisierung Kaffee seinen Siegeszug in der gesamten Bevölkerung an. Mit jährlich rund 150 Litern pro Person steht Kaffee in der Beliebtheit noch vor Wasser und Bier. Entsprechend ist Deutschland der zweitgrößte Importeur für Kaffee weltweit, hinter der Nummer eins, den USA.

 

Biologischer angebauter und fair gehandelter Kaffee findet sich mittlerweile in nahezu jedem Supermarkt. De facto greifen Verbraucher jedoch immer noch mehrheitlich zu konventionellen Produkten. Weltweit beherrschen nur  5 multinationale Konzerne fast die Hälfte (45 Prozent) des Kaffeemarktes.

 

 

Harte Landarbeit für geringe Löhne

Die Arbeit auf der Kaffee-Plantage ist kaum existenzsichernd.

Der größte Teil des Kaffeeanbaus geschieht durch Kleinbauern, die kaum noch auf dem eigenen Land arbeiten und für ihre harte Arbeit nur geringe Löhne erhalten, häufig weniger als 2 Dollar am Tag. Dabei befinden sich die Kleinbauern gegenüber den Händlern in einer schwachen Verhandlungsposition, viele von ihnen haben keine Informationen über den Markt und die möglichen Preise. Durch kleine Anbauflächen und entsprechend geringer Ernten befinden sich kleine Kaffeebauern und ihre Familie in einer Armutsfalle, aus der es kaum ein Entrinnen gibt. Die frühere Ausbeutung durch Kolonialherren ist jetzt dem ausbeuterischen Preisdruck der multinationalen Konzerne gewichen.

 

Eine Perspektive für einen gerechteren Handel bieten Kooperativen. Durch den Zusammenschluss von Kleinbauern können gerechte und sichere Löhne erzielt werden. Unterstützt werden Kooperativen von Kaffeebauern von Fair Trade-Organisationen, Gepa und kirchlichen Initiativen wie beispielsweise die Christliche Initiative Romero. Durch diese Unterstützung erhalten Kaffeebauern auch wirtschaftliche Beratung und Zugang zur Krediten. So können die Kooperativen ihre Produktivität und Qualität steigern und ihre Wettbewerbsfähigkeit auf- und ausbauen.

 

 

Ökologischer Anbau schont die Umwelt

Zu den sozialen und ethischen Aspekten kommen beim Kaffeeanbau auch große ökologische Herausforderungen hinzu. Neben der generellen Problematik von Monokulturen für das Ökosystem, treten auch – verursacht durch die fortschreitende Erderwärmung – vermehrt Schädlinge und Krankheiten an den Kaffeepflanzen auf.

Öko-Plantagen verzichten auf synthetische Dünger und Pestizide und setzen auf natürliche Mittel, wie etwa die Anpflanzung von Schattenbäumen, die für ein besseres Klima im Anbaugebiet sorgen. Gedüngt wird mit organischen Mitteln. Biologisch angebauter und fair gehandelter Kaffee verspricht Genuss ohne Ausbeutung von Mensch und Umwelt.

 

 

3 Tipps für bewusste Kaffeegenießer

1. Beim Kaffeekauf auf Fair Trade- oder Gepa-Siegel achten sowie auf verlässliche Gütesiegel des biologischen Anbaus.

 

2. Wer auf den guten Geschmack eines fairen Bio-Kaffees gekommen ist, sollte auch beim Kaffeegenuss außer Haus keine Abstriche machen und in Cafés und Restaurants nach entsprechenden Produkten fragen.

 

3. Kaffee ist ein Genussmittel mit einem aufwändigen Herstellungsprozess und einem langen Transportweg. Eine interessante, preiswerte und schmackhafte Alternative sind auch Kaffee-Ersatz-Produkte aus dem Naturkostladen. Lupinen und Malzkaffees sind längst kein „Muckefuck“ mehr sondern haben sich zu schmackhaften und bekömmlichen Getränken gemausert.

 

 

Nicht nur abwarten und Tee trinken

Tee steht auch für Ruhe und Ausgeglichenheit.

Etwa jeder siebte Erwachsene bezeichnet sich selbst als Teetrinker und verzichtet völlig auf Kaffee, mehr als die Hälfte der Bevölkerung trinkt beides gerne. Mit Tee gemeint ist dabei der Aufguss aus den Blättern der Teepflanze, also der schwarze, grüne und weiße Tee sowie der chinesische Olong.

 

Mit Tee werden Werte wie Ruhe und Ausgeglichenheit in Verbindung gebracht, wohingegen Kaffee auch für Hektik, Eile und Stress steht. Trotz des puristischen und sauberen Images von Tee gilt in der Herstellung: Ob ein Landarbeiter auf einer Kaffee- oder Teeplantage arbeitet ist nur ein geographischer Unterschied.

 

 

Nur 3 Konzerne kontrollieren den internationalen Teemarkt

Denn genau wie in den Kaffeeländern Afrikas, Süd- und Mittelamerikas stehen auch in den Teeanbaugebieten Asiens und Afrikas Ausbeutung und Umweltzerstörung an der Tagesordnung. Und auch hier liegt die Marktmacht bei wenigen Playern: Die weltweite Teeproduktion wird von lediglich drei Konzernen kontrolliert.

 

Entsprechend sind diese Unternehmen auch in der Lage Preise zu diktieren und die ausbeuterischen Produktionsprozesse weiter zu treiben. Auf den afrikanischen und asiatischen Teeplantagen liegen die Löhne der Arbeiter mehrheitlich weit unter den nationalen Mindestlöhnen und sind damit nicht existenzsichernd.

 

 

Pestizidrückstände im Tee

Viele konventionell angebaute Tees sind mit Pestizidrückständen belastet

Ökologisch bedenklich ist dabei auch, dass die Umweltstandards der Teeanbauländer generell niedrig liegen und kaum konsequent durchgesetzt werden. Entsprechend hoch ist auch der Einsatz von Pestiziden. Diese schädigen die Umwelt genauso wie die Gesundheit der Arbeiter.

 

Nicht zuletzt aber auch die Gesundheit der Teetrinker weltweit, denn regelmäßige Untersuchungen belegen eine hohe Pestizidbelastung des Endproduktes. Beunruhigend, denn Pestizide in Lebensmitteln gelten als Verursacher von Krebserkrankungen, hormonellen Störungen und Missbildungen.

 

Wie beim Kaffeeanbau existieren auch im Teemarkt bäuerliche Kooperativen, die sich für fairen und umweltverträglichen Anbau einsetzen

 

 

3 Tipps für bewusste Teetrinker:

1. Auch beim Teekauf geben Fair Trade- oder Gepa-Siegel sowie die Gütesiegel des biologischen Anbaus eine verlässliche Information über Anbau und Handel des Tees.

 

2. Teetrinker haben es in Lokalen oft schwer und müssen sich mit einer eingeschränkten Auswahl zwielichtiger Beuteltees zufrieden geben. Tee sollte auch unterwegs ein Genuss sein. Achten Sie auf Lokale mit spezieller Teekarte und fragen Sie nach fairen und biologischen Produkten.

 

3. Wie Kaffee ist auch Tee ein Genussmittel, das energieaufwändig produziert und transportiert wurde. Klassische Alternativen zu schwarzen und grünen Tees sind Kräuter- und Früchtetees aus regionalem Anbau. Als trendige „Infusions werden diese Aufgüsse in vielen interessanten Geschmacksrichtungen angeboten.

 

 

Nachhaltig genießen, wirkungsvoll investieren

Fair gehandelter und biologisch angebauter Kaffee und Tee beweist, dass die Wirtschaftspraxis multinationaler Konzerne nicht alternativlos ist.

 

Es liegt allerdings auch in der Hand der Verbraucher, sich für Genuss mit Respekt vor Mensch und Umwelt zu entscheiden und einen Beitrag für eine gerechtere Welt zu leisten.

 

Auch mit ethischen und ökologischen Investments lassen sich Schalter im Wirtschaftssystem umlegen, denn nicht ist so wirkungs- und machtvoll wie Geld.

 

Grünes Geld bietet rund 300 nachhaltige Geldanlagen für nahezu jede Investitionssumme. Nehmen Sie sich also ein Tasse Ihres Lieblingsgetränks und machen Sie den Grünes Geld Test.

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

Mikrofinanz – Anständige Rendite durch ethische Geldanlagen

Freitag, 11. November 2016
Zusammenfassung: Mikrofinanz-Fonds ermöglichen Klein- und Kleinstkredite in Entwicklungs- und Schwellenländern. Für Anleger sind diese Fonds eine gute Möglichkeit soziales Engagement und attraktive Rendite miteinander zu verbinden.

 

 

Mikrofinanz-Kredite ermöglichen eine selbstständige Arbeit.

Mikrofinanz-Kredite ermöglichen eine selbstständige Arbeit.

Manche Entwicklungen laufen auf den ersten Blick gesehen parallel und zeigen keine direkten Berührungspunkte: Da wäre zum einen der Trend zu mehr Nachhaltigkeit. Innerhalb unserer Gesellschaft wächst das Interesse an ökologischen und sozialen Themen, Konsumenten achten zunehmend auf Produkte aus fairem Handel und biologischem Anbau. Zum anderen ist es aktuell schwierig, gut verzinste und sichere Geldanlagen zu finden.

 

Und gerade hier ist eine positive Verbindung möglich, denn Mikrofinanz-Fonds bieten Anlegern beides: eine sinnvolle ethische Geldanlage und einen attraktiven Wertezuwachs.

 

 

Mit kleinen Krediten große Entwicklungen anstoßen

Die Idee ist nicht neu: Klein- oder Kleinstkrediten ermöglichen eine Anschubfinanzierung für Menschen in den Entwicklungs- und Schwellenländern Afrikas, Asiens, Lateinamerikas sowie Osteuropas. Ziel ist es, mit dem geliehenen Geld eine selbstständige Arbeit und damit verbunden eine langfristige Existenzsicherung zu ermöglichen.

 

Stark belebt wurde die Mikrofinanz-Idee in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts durch Muhammad Yunus, Wirtschaftsprofessor aus Bangladesch. Da sich die Mikrokredite vielfach als wirkungsvoller Weg aus der Armut erwiesen, wurde Yunus als Vordenker des Mikrofinanz-Systems, im Jahr 2006 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

 

Gerade in den armen Ländern haben viele Menschen keine Möglichkeit, bei Banken einen Kredit zu bekommen. Dabei fehlen oft nur geringe Summen, um ein kleines Geschäft aufzubauen, einen Handwerksbetrieb zu gründen oder ein Feld neu zu bewirtschaften. Mikrofinanz-Projekte ermöglichen diesen Menschen einen Kleinstkredit ohne eine Sicherheit zu verlangen und erheben dafür Zinsen vergleichsweise niedrige Zinsen. Diese sind für westliche Verhältnisse zwar hoch, jedoch im Vergleich zu den Wucherzinsen von lokaler Geldverleiher ein faires Geschäft für alle. Zumal die Mikrofinanz-Geber mit relativ hohen Fixkosten wirtschaften und oft weite und unwegsame Strecken bis zu ihren Kunden zurücklegen müssen.

 

Der wirtschaftliche Erfolg stärkt die Rolle der Frauen in der Gesellschaft.

Der wirtschaftliche Erfolg stärkt die Rolle der Frauen in der Gesellschaft.

Kreditnehmer sind übrigens in erster Linie Frauen. Hier ist eine Mikrofinanzierung besonders wichtig, denn Frauen ist selbst sogar der Zugang zu Geld mit Wucherzinsen verwehrt. Ausgestattet mit einem Kleinkredit finanzieren sie jedoch Saatgut, Marktstände, Nähmaschinen und andere Werkzeuge und Waren, um eine existenzsichernde Arbeit in den Bereichen Handel, Handwerk oder in der Landwirtschaft aufzubauen. Durch ihre wirtschaftlichen Erfolge entkommen Frauen zunehmend aus Abhängigkeitsverhältnissen und verbessern ihre gesellschaftliche Stellung.

 

Und das mit nachhaltigem Erfolg: So liegt die Rückzahlungsquote in den Mikrofinanz-Ländern zwischen 95 und 98 Prozent und damit um einiges höher als in den Industrienationen. Grund für die geringen Zahlungsausfälle ist eine andere Einstellung gegenüber dem Kreditgeber: Während in der ersten Welt Banken selten als Partner auftreten dem Kunden besondere Loyalität verpflichtet wären, ist die Rückzahlung eines Kredits in Entwicklungs- und Schwellenländern auch eine Frage der Ehre – verbunden mit dem Stolz, es geschafft zu haben.

 

Mittlerweile gibt es weltweit unzählige Anbieter von Mikrokrediten. Die einhundert größten Player weltweit verwalten ein Finanzvolumen von rund 52 Milliarden US-Dollar. Der Bedarf an Mikrokrediten wird auf rund 300 Milliarden US-Dollar geschätzt.

 

 

„Wegen Überfüllung geschlossen“

Fondsanbieter werben im Allgemeinen um ihre Kunden. Dass Fonds wegen zu hoher Beteiligung quasi „wegen Überfüllung geschlossen“ sind, kommt selten vor, so jedoch geschehen beim Mikrofinanz-Fonds Invest in Visions (IIV) im letzten Vierteljahr. Daher steht der Fall IIV exemplarisch für das enorm gewachsene Interesse der Anleger an Mikrofinanz-Investments. Sie profitieren von guten Renditen, einer hohen Sicherheit und sie legen ihr Geld mit guten Gewissen an. Denn waren bis vor kurzem Mikrofinanz-Fonds nur für institutionelle Anleger geöffnet, kommen jetzt auch vermehrt private Anleger und Stiftungen zum Zuge.

 

 

Risikoarm – Renditestark

Mikrofinanz-Fonds streuen ihre Investitionen geografisch meist über mehre Regionen und achten auf Investments in unterschiedlichen Bereichen wir Landwirtschaft, Handel, Handwerk oder Dienstleistungen. So können beispielsweise Einbußen durch Ernteausfälle in einem Landstrich mit den Erträgen aus einem anderen Bereich optimal ausgeglichen werden. Darüber hinaus überwachen die Fondsgesellschaften sämtliche allgemeinen und besonderen Risiken zuverlässig.

 

Die Mikrofinanz-Fonds vergeben Kredite an Mikrofinanz-Institute in den jeweiligen Ländern. Vor dort werden die Mikrokredite zur Existenzgründung an künftige Kleinunternehmer vor Ort vergeben.

 

Damit nicht nur das angelegte Geld sondern auch die ursprüngliche Mikrofinanz-Idee gesichert ist, überwachen die Fondsmanager auch die Mikrofinanz-Institute in den jeweiligen Ländern und prüfen deren Geschäftspraktiken. So können Investoren sicher sein, dass ihr Geld sozial und ethisch angelegt ist.

 

Mikrofinanz-Fonds sind von den Entwicklungen der weltweiten Aktienmärkte unabhängig und unterliegen nur geringen Schwankungen. So bieten diese Fonds solide Renditen ab zwei Prozent. Ein Wertzuwachs, der sich beim aktuellen Zinsniveau und den Sicherheiten eines Mikrofinanz-Fonds, durchaus sehen lassen kann.

 

 

Mikrofinanz-Fonds für private Anleger

Mikrofinanz-Fonds sind erst seit knapp zehn Jahren in Deutschland überhaupt als Fonds-Kategorie zugelassen. 2011 wurde dann der erste Mikrofinanz-Fonds für private Investoren geöffnet: Invest in Visions (IIV). Dieser Fonds hat in den vergangenen fünf Jahren keinen Wertverlust erfahren. Investoren konnten während dieses Zeitraums eine Rendite von rund 2,5 Prozent jährlich verzeichnen.

 

Das Fonds-Management des IIV stellt strenge Nachhaltigkeits-Anforderungen an die Mikrofinanz-Institute in Asien, Südamerika und Osteuropa. Neben der Kreditvergabe sind die Institute besonders aufgefordert, ihren Kunden Schulungen zu umweltfreundlicher Landwirtschaft und nachhaltigem Einsatz sonstiger Ressourcen anzubieten. Insgesamt hat IIV bereits 64.000 Mikro-Kredite ermöglicht.

 

Bereits seit zehn Jahren ist der Mikrofinanz-Fonds Dual Return Fund – Vision Microfinance im Markt aktiv. Seit 2016 können sich nun auch private Anleger in Deutschland an diesem Fonds beteiligen. In den vergangenen Jahren erwirtschaftete dieser Fonds eine durchschnittliche Rendite von 2,9 Prozent. Wie IIV zählt der Dual Return Fund zu den Anbietern mit einem hohen Nachhaltigkeitsanspruch und hat bislang 234.000 Mikro-Kredite in 50 verschiedenen Staaten ermöglicht. Auch hier legen die Fonds-Manager viel Wert auf dir Förderung ökologischer Projekte, beispielsweise zum Schutz des Trinkwassers in den verschiedenen Ländern.

 

 

Mikrofinanz-Fonds – soziales Investment zahlt sich aus

Ethische Geldanlagen wie Mikrofinanz-Fonds ermöglichen es, mit Anstand durchaus anständige Erträge zu erwirtschaften. Und das bei einem geringen Risiko und einer soliden Wertentwicklung.

 

Grünes Geld bietet Mikrofinanz-Fonds im Rahmen eines monatlichen Sparplans an, aber auch als einmaliges Investment. Das Monatssparen ist ab 100 Euro monatlich möglich, einmalige Anlagen ab 5.000 Euro. In beiden Fällen ist Ihr Geld nicht langfristig festgelegt, sondern quartalsweise verfügbar.

 

Informieren Sie sich über Mikrofinanz-Fonds – So übernehmen Sie Verantwortung für soziale Belange und Ihr Vermögen.

 

 

 

Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

Energie aus Erneuerbaren Quellen ist für die Zukunft unabdingbar

Freitag, 15. Juni 2012
Erneuerbare Energien

Fossile Brennstoffe nehmen immer weiter ab. Der Umstieg auf Erneuerbare Energien ist daher unausweichlich.

Der wichtigste Energieträger der aktuellen Zeit ist Öl. Es dient für die Stromerzeugung und vorallem als Treibstoff für Autos, Schiffe und vielen weiteren Fahrzeugen. Wie auch alle anderen fossilen Brennstoffe ist Öl mittlerweile nur noch deutlich begrenzt vorhanden. Die Produktionsmenge weiter zu steigern ist nur noch schwer möglich. Die meisten verbliebenen Ressourcen befinden sich tief unter dem Meeresboden. Eine Bergung dieser Ressourcen wird immer riskanter. Dies hat vorallem BP unter Beweis gestellt, als 2010 das Bohrinselunglück im Golf von Mexiko geschah.

 

Schätzungen zufolge soll sich der Hunger nach Energie bis 2037 um fast ein Drittel erhöhen. An dem zusätzlichen Energieverbrauch tragen zu 90% aufstrebende Nationen, insbesondere China, bei. Denn da der Wohlstand in den Schwellenländern stetig steigt, wächst automatisch auch die Nachfrage nach Öl in diesen Ländern. Doch trotz diesem enormen Anstiegs wird in der Zukunft ein einzelner Chinese nur die Hälfte an Energie verbrauchen wie ein US-Amerikaner.

 

Auch in näherer Zukunft werden fossile Brennstoffe weiterhin die größte Rolle für unsere Energieversorung spielen. Doch die Rohstoffe sind endlich. Daher ist es dringend erforderlich unser Augenmerk immer verstärkter auf erneuerbare Energieformen zu richten, damit auch langfristig eine tragfähige Energieversorgung gewährleistet werden kann. Der Schritt zu einer nachhaltigen Energieversorung ist mit vielen Chancen und aber auch Herausforderungen verbunden. Für nachhaltige Investoren enstehen dadurch zahlreiche Investmentmöglichkeiten. Informationen über beispielsweise Erneuerbare Energien Fonds finden Sie auf „Grünes Geld“ oder bei einer Umweltbank Ihres Vertrauens.

 

Für die Wende zu einer nachhaltigen Energieversorgung bedarf es an gigantischen Investitionssummen. Experten der Internationalen Energieagentur zufolge, bestehe bis zum Jahr 2035 ein Bedarf von über 40.000 Milliarden Euro. Benötigt werde das Geld hauptsächlich um die Infrastruktur wie Stromnetze, Kraftwerke oder Speicheranlagen zu errichten. Zwar ist die benötigte Summe erschreckend rießig, jedoch muss man das Vorhaben langfristig betrachten. Windkrafträder oder Solaranlagen benötigen keine Treibstoffe wie Öl oder Kohle. Atom- oder Kohlekraftwerke hingegen sind auf die immer teurer werdenden Kraftstoffe angewiesen. Des Weiteren sind die Kosten für die Beseitigung von Altlasten bei Gezeitenkraftwerken oder geothermischen Anlagen um ein vielfaches geringer als beispielsweise bei Atomkraftwerken (Bei Atomkraftwerken sind bis heute noch nicht einmal zuverlässige Lösungen für die Atommüllversorung vorhanden).

 

Das größte Problem für eine nachhaltige Energieversorung stellt bisher noch die Unberechenbarkeit unserer Natur dar. Auf der ganzen Welt sind die Sonneneinstrahlungen unterschiedlich, mal wehen richtige Stürme über das Land und mal bewegt sich kein Lüftchen. So kommt es dazu, dass teilweise zu viel oder zu wenig Energie vorhanden ist. Um eine konstante sichere Energieversorung gewährleisten zu können ist es daher notwendig, Wege zu finden, wie man Energie effizient speichern kann und jederzeit in passender Menge zur Verfügung hat. Lösungsansätze sind dafür bereits vorhanden. So ist es beispielsweise möglich „überschüssigen“ Strom in Wasserstoff, welcher als Energieträger dient, umzuwandeln oder Hitze aus Solaranlagen in Salzspeichern zu sichern.

 

Eine entscheidene Rolle für die nachhaltige Energieversorgung spielen auch der Ausbau effizienter Stromnetze und die stärkere internationale Verbundenheit. Denn so ist es möglich, dass lokale Stärken gemeinsam genutzt werden können. Zu den lokalen Stärken zählen z.B. die Photovoltaik aus den südlichen Ländern, die Pumpwasserspeicher aus den norwegischen Fjorde oder die Windkraft aus den Küstengebieten.

 

Biodiesel

Für die Produktion von nachhaltigen Treibstoffen werden rießige Anbauflächen benötigt.

Dass unser Strom nicht bloß einfach aus der Steckdose kommt, sondern irgendwo auch produziert werden muss, ist heutzutage schon gut erkennbar. Nicht selten ist es, dass der Nachbar Solarzellen auf dem Dach hat, auch ist es nichts mehr Außergewöhnliches an Windkraftanlagen vorbeizufahren. Die Produktion Erneuerbarer Energie hat also auch Einfluss auf unser Umfeld. Insbesondere die Natur bekommt davon auch etwas zu spüren. Große Staudämme beispielsweise beeinflussen lokale Ökosysteme, viele Landschaften werden aufgrund von Flutungen mit Wasser bedeckt und rießige Landflächen, welche durch Rodung gewonnen wurden, werden für den Anbau von Kraftstoffen wie Biodiesel oder Ethanol benötigt. Hinsichtlich dieser Nachteile der erneuerbaren Energie bestehen uns noch große Herausforderungen bevor.

 

Doch von Woche zu Woche entstehen neue Ideen von Wissenschaftlern und forschenden Unternehmen, welche die Entwicklung von effizienteren Solarzellen, neuartigen Energiespeichern und vielen weiteren neuen Technologien vorantreiben. So ist man aktuell beispielsweise darum bemüht Treibstoffe mittels Algen zu produzieren oder Unterwassergezeitenkraftwerke zu erbauen.

 

Es ist also durchaus möglich eine langfristig nachhaltige Energieversorgung zu entwickeln. Um die Lösungen der bestehenden Herausforderungen jedoch realisieren zu können, benötigt es an Investoren, die in diese Entwicklungen investieren. Der Erneuerbare Energien – Markt wird eine immer bedeutendere Rolle spielen. Die aktuelle Entwicklung der Aktien der Solarindustrie zeigt bereits auf, dass es langfristig durchaus interessant ist, in diesen Markt zu investieren. Gute Beispiele an Solarfonds oder anderen Ökofonds finden Sie auf „Grünes Geld“.

 


 

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Anleihen von nachhaltig wirtschaftenden Staaten haben eine bessere Rendite

Dienstag, 09. August 2011
Euro

Die Nachhaltigkeitsanalyse von Staatsanleihen wird in Zukunft eine immer wichtigere Rolle aufgrund von einer Ressourcenknappheit spielen.

Für Anleger von nachhaltigen Investments, wie etwa einem Ökofonds oder Umweltfonds, dürfte die Studie der Bank Sarasin aus Basel von Interesse sein. Diese kam nämlich zu dem Ergebnis, dass Anleihen von nachhaltig wirtschaftenden Staaten gegenüber nicht nachhaltigen Emittenten einen Renditevorteil besitzen. In den Jahren 2009 und 2010 hatten stark nachhaltig wirtschaftende Staaten einen über dem Durchschnitt liegenden Werteverlauf aufzuweisen, davon betroffen sind Industrie- aber auch Schwellenländer.

 

Europäische Staaten, die keinen großen Wert auf Nachhaltigkeit legten, hatten bislang deutlich mehr unter der Euroschuldenkrise zu leiden, da sie sich finanziell und ökologisch übernommen hatten. Die Bank Sarasin nennt als Faktor für nachhaltige Volkswirtschaften die langfristige Verfügbarkeit von Ressourcen und die sparsame Verwendung damit. Auf eben dieses Kriterium achteten traditionelle Kreditratings für Staaten nicht, folglich wurden sie aufgrund der Euroschuldenkrise kontinuirlich nach unten angepasst und verloren somit an Aussagekraft als zuverlässige Zukunftsindikatoren.

 

Eine besonders differenzierte Wertentwicklung war in den Schwellenländern zu beobachten. Anleihen von nachhaltig wirtschaftenden Süd- und Mittelamerikastaaten wie z.B. Chile oder Costa Rica, verliefen klar positiver als etwa Anleihen von Russland oder China, wo ein verantwortungsbewusster Umgang mit Ressourcen bis jetzt noch nicht gehandhabt wird. In Zukunf wird die Ressourcenknappheit eine immer wichtigere Rolle spielen, wodurch auch die Nachhaltigkeitsanalyse für Staatseinleihen immer wichtiger werden wird.

 


 

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Metallische Rohstoffe – ein Segen für die Förderländer ?

Dienstag, 21. Juni 2011

Ohne Metalle ist unser Leben kaum mehr vorstellbar. Ein großer Teil der alltäglich verwendeten Produkte – von Baumaterialien, Fahrzeugen und Maschinen in den Fabriken bis hin zu modernen Kommunikationsgeräten – könnten ohne Metalle nicht gebaut werden. „Da der Abbau und auch der größte Teil der ersten Verarbeitungsschritte der metallischen Rohstoffe nicht in Deutschland stattfinden, kennen die meisten Verbraucherinnen und Verbraucher die damit verbundenen Probleme nicht. Doch dies darf die hiesigen Unternehmen nicht aus ihrer Verantwortung für Missstände in ihrer Zulieferkette entlassen“, sagt Friedel Hütz-Adams, Hauptautor einer Studie, die heute vom SÜDWIND-Institut für Ökonomie und Ökumene vorgestellt wird. SÜDWIND setzt sich weltweit ein für wirtschaftliche, soziale und ökologische Gerechtigkeit.

Kinderarbeit in Goldminen

Kinderarbeit in Goldminen ist gängige Praxis in den Förderländern der Rohstoffe

Beim Abbau von metallischen Rohstoffen – vor allem Metalle wie Aluminium, Gold, Mangan oder Seltene Erden – gibt es massive soziale und ökologische Missstände. In vielen Minengebieten existieren Landkonflikte, die Arbeitsbedingungen in den Förderregionen sind teilweise schlecht und auch die Weiterverarbeitung der Rohstoffe verursacht massive Probleme. In der Studie wird herausgestellt, dass diese Probleme in Ländern wie Indonesien, der Demokratischen Republik Kongo, Indien, China, Bolivien und Gabun zur Folge haben, dass die Menschen dort oft nicht vom vermeintlichen Rohstoffreichtum profitieren.

 

Das ist für SÜDWIND wieder einmal Anlass, auf diese Sachverhalte aufmerksam zu machen und die Einhaltung sozialer und ökologischer Mindeststandards sowie grundlegender Menschenrechte beim Abbau und der Verarbeitung der nach Deutschland gelieferten Rohstoffe zu fordern.

„Während viele Unternehmen und die Bundesregierung nach Wegen suchen, um der deutschen Industrie den Zugang zu preiswerten metallischen Rohstoffen zu erleichtern, werden die entwicklungspolitischen, sozialen und ökologischen Auswirkungen von deren Förderung häufig nicht beachtet“, so Hütz-Adams weiter.

 

Diese Studie ist die erste in einer Serie von vier Studien zum Thema Rohstoffe, die im Jahr 2011 bei SÜDWIND erscheinen. In den nachfolgenden Studien wird auf Lösungsansätze bei entwicklungspolitischen sowie klimarelevanten Problemen eingegangen. Des weiteren setzt sich die Studie mit der Rolle von Banken und Investoren auf dem Metallmarkt auseinander so wie auch mit der Rolle, die Verbraucherinnen und Verbraucher dabei spielen können.

 

Quelle: SÜDWIND

 

Unser Tipp:

Helfen Sie ganz gezielt den wirtschaftlich benachteiligten Menschen der Entwicklungs- und Schwellenländer!  Zum Beispiel mit dem Instrument Mikrofinanz. 2006 wurde mit Mohammad Yunus eine maßgebliche Ikone der Mikrofinanz mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Positiver Nebeneffekt: Die Wertentwicklung in dieser Sparte verläuft sehr konstant.

 

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Wertentwicklung z.B. 2009: 2,24% ; 2010: 6,06%
Besonderheiten a.) schwankungsarme und sichere Anlage in Mikrofinanz und ausgewählte SRI-Fonds
b.) Geldanlage, die Menschlichkeit fördert und soziale Verantwortung übernimmt