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Main-Echo Wirtschaftstipp 18/2019: Gilt noch die alte Börsenregel „Sell in May“?

Dienstag, 25. Juni 2019

 

WIRTSCHAFTSTIPP

 

Carmen Junker

 

Geschäftsführer Grünes Geld

 

 

 

Eine alte Börsenregel empfiehlt:  „Sell in May and go away“. Anleger sollten also vor Beginn des Sommers ihr Depot räumen und in den umsatzschwachen Monaten Börsengeschäfte meiden. Stimmt diese Weisheit heute noch? Schließlich kann – dank Smartphone – jeder, zu jeder Zeit und von jedem Ort aus die aktuellen Kursentwicklungen verfolgen und entsprechend handeln. 

 

Eine aktuelle Studie nimmt dazu den Zeitraum 1989 bis 2018 genau unter die Lupe: Wer 10.000 Euro in den DAX investiert hat, jedes Jahr im Mai verkauft und im September wieder kauft, kann sich über rund 28.000 Euro mehr freuen, als Investoren, die ohne Unterbrechung dabei geblieben sind. Die Strategie geht in 17 von 30 Jahren auf, in 13 Jahren bringt sie Verluste. Wer die Statistik genauer betrachtet, kommt auf die Regel „im Juni verkaufen – im Oktober kaufen“. Steuern und Transaktionskosten wurden jedoch nicht berücksichtigt und beeinflussen erheblich die Rendite.

Lassen Sie sich nicht von Börsenweisheiten beirren. Setzen Sie auf eine langfristige Anlagestrategie mit nachhaltigen Unternehmen. Das bringt interessante Renditen – unabhängig von der Jahreszeit.

 

 

Erschienen im Wirtschaftsteil der größten Tageszeitung am bayerischen Untermain, Main-Echo, Gesamtausgabe, 4. Mai 2019

 

 

 

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin  und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker: „Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen.“