Mit ‘soziale Verantwortung’ getaggte Artikel

Weltweite Proteste gegen Banker: Gelingt der Politik nun die Wende?

Montag, 17. Oktober 2011

Endlich ist es soweit, endlich stehen die Bürger auf und wehren sich gegen die Fesseln einer viel zu mächtigen, viel zu starken Banken-Branche. Denn von nachhaltigem Investment ist dort nicht zu finden. In ca. 80 Ländern der Erde hieß das Motto der Demonstrationen: „Wir sind 99%“. Und damit ist viel ausgedrückt – denn die 1% der Banker treiben die 99% der restlichen Bevölkerung durch ihr Handeln in immer höhere, und immer schwieriger zu beherrschende Schuldensituationen.

 

Um zu verstehen was in der Finanzwelt geschieht, sollte man zunächst den Blick in die Vergangenheit richten. Noch in den 60er Jahren waren die Bankmitarbeiter normal bezahlt – so wie andere Angestellte und Manager eben auch. Das Bankensystem war – seit den 1929er Finanzverwerfungen – stark reguliert und konzentrierte sich auf seine Kernaufgabe: die Versorgung der Realwirtschaft mit Krediten.

 

Anfang der 80er kam die Wende. Marktliberale Politiker wie Reagan und Thatcher deregulierten den Bankensektor. Alles änderte sich. Quasi ohne Grenzen entwickelte sich eine Finanzwirtschaft, die sich nur noch nebenbei mit der Kreditvergabe an die Realwirtschaft beschäftigte. Während früher die Geldströme gleich groß waren wie die Warenströme, werden heute nur noch 1-5 Prozent der Geldströme durch Warenströme gedeckt. Der Rest: Finanztransaktion ohne wahren Wert für die Menschen.

 

Occupy Wall Street Proteste

Weltweit gehen die Menschen auf die Straße. Es ist wichtig, dass die Finanzwelt strengere Regeln auferlegt bekommt.

Diese Finanzwirtschaft lässt über die Jahre auch immer gierigere Mitarbeiter und Manager entstehen – quasi eine Folge dessen, dass man ohne Grenzen spekulieren und Geld verdienen kann. Wie gesagt, in den 60er verdienten Banker soviel wie die anderen. Heute: im Jahr 2007 lag der durchschnittliche (!) Bonus pro Banker an der Wall Street bei 200.000 Dollar! Und wer dachte, die 2008er Finanzkrise würde das ändern, muss sich die Augen reiben – außer einer kurzen Delle ist nichts geblieben, Boni sprudeln wie zu besten Zeiten.

 

Andere Indizien für eine aus den Fugen geratene Branche gefällig? Die Rendite auf das eingesetzte Kapital will Josef Ackermann, Chef der Deutschen Bank, bei 25% sehen. Das ist sein Ziel. Sie investieren 1000 Euro in die Deutsche Bank und erhalten jährlich 250 Euro dafür zurück. Das klingt fast zu schön um wahr zu sein, oder? Der Hintergrund: solche Zahlen können in etablierten Branchen nur erzielt werden, wenn etwas massiv aus dem Gleichgewicht geraten ist. Denn diese Gewinn müssen auf Kosten anderer gehen – irgend jemand muss das ja bezahlen. Bei den Banken ist das immer mehr der Staat, als wir Bürger. Beispiel: die Banken leihen Griechenland Geld. Weil Griechenland gefährdet ist, verlangen sie dafür sehr hohe Zinsen. Wenn Griechenland die Gelder nicht zurück zahlen kann, müsste die Bank das Geld abschreiben. Aber dafür hat es ja auch die überhöhten Zinsen gegeben. In der Realität ist es aber so, dass die Bank nun den Staat zur Hilfe ruft und von ihm das Geld für die Griechenlandkredite zurück haben möchte (oder indirekt eine Rettung Griechenlands fordert, im Effekt das Gleiche).

 

Sie denken jetzt, naja, die Deutsche Bank, das sind die großen, die Investment-Banker. Das hat nichts mit mir zu tun. Aber Achtung – hier das Ziel von Dietrich H. Hoppenstedt, Präsident des deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, am 29. September 2008 für seine Organisation: Eigenkapitalrendite 15%. Also  auch die ach so braven und biederen Sparkassen, ursprünglich einmal geschaffen um die ärmeren Teile der Bevölkerung mit Krediten und Bankdienstleistungen zu versorgen, haben als primäres Ziel die Rendite vor Augen.

 

Wir müssen also umdenken – radikal. Die Banken müssen wieder tun, wofür sie volkswirtschaftlich gebraucht werden: Kredite für die Realwirtschaft vergeben. Dazu brauchen wir eine starke und mutige Politik. Das ist schwierig. Denn wenn die Banken den Wahlkampf von Politikern finanzieren, werden sich die Politiker schwer tun, gegen die Banken vorzugehen. Genau das ist der Grund, weshalb seit 2008 in Bezug auf Bankenregulierung noch nichts Zählbares geschehen ist.

 

Deshalb sind die Proteste gegen die Banken so wichtig: sie können der Politik die Kraft und die Legitimierung geben, gegen die allzu mächtigen Banken vorzugehen. Jeder sollte deshalb das seine tun, das Umdenken zu beschleunigen. Gehen Sie zu den Protesten, beteiligen Sie sich an Unterschriftenaktionen, setzen Sie ein Zeichen!

 

Eine wichtige Möglichkeit, seine Macht auszuspielen, hat der Bürger auch durch seine bewusste, nachhaltige Geldanlage. Investieren Sie Ihr Geld nicht mehr nur einfach so und einfach irgendwo – investieren Sie in Ökofonds, Umweltfonds, soziale Fonds oder in Erneuerbare Energien Fonds. Weg von den rein renditegetriebenen Gier-Banken, hin zu den verantwortungsvollen. Hin zu denen, die Unterstützenswertes fördern und Schlechtes durch Abschneiden von den Finanzströmen austrocknen. Seien Sie dabei.

Edda Schröder meldet sich zurück: erster offener Mikrofinanz-Fonds ist zugelassen

Dienstag, 04. Oktober 2011
Junge mit Geldschein

Helfen Sie mit ein wenig mehr Menschlichkeit in die Welt zu bringen: Investieren Sie in Mikrofinanz

Vor kurzem hatten wir berichtet, dass das Investmentgesetz vorteilhaft verändert wurde und die Bedingungen zur Auflage von Mikrofinanzfonds sich deutlich verbessert hat.

 

Nun hat die Invest in Visions GmbH unter der Führung von Edda Schröder die Gunst der Stunde genutzt und den ersten deutschen Mikrofinanzfonds als offenen Investmentfonds auflegen lassen. Der von der BaFin genehmigte Fonds trägt den Namen „Invest In Visions Microfinance Fonds“ und wird demnächst von vielen nachhaltigen Banken angeboten.

 

Es ist somit endlich auch für Privatanleger möglich in Mikrofinanz zu investieren. Der Fonds sieht es vor, dass Anleger ein Darlehen an Mikrofinanzinstitute in Entwicklungsländern (MFIs)vergeben. Diese MFIs geben das erhaltene Geld weiter an Menschen, die normalerweise keinen Zugang zu Finanzdienstleistungen haben. Die Methodik soll dazu beitragen, die Armut die verringern.

 


 

Unser Tipp für Mikrofinanzen:  Soziale Verantwortung Einmalsparen Ethik

 


Anlage Soziale Verantwortung Einmalsparen Ethik
Laufzeit täglich kündbar
Mindestanlagesumme 500 Euro
Rendite 2009: 2,24%
2010: 6,06%
Besonderheit – Sehr stabile Wertenwicklung
– Täglich kündbar
– Sie bringen Menschlichkeit in die Welt
– Ethik-Kriterien werden berücksichtigt

 

Alle Informationen bei gruenesgeld24.de

 


 

Diese Art der Finanzierung hilft jedoch nicht bloß anderen Menschen, sondern bietet auch attraktive Vorteile für den Anleger. Da wäre zum einen die doppelte Rendite. Sie besteht aus einer sozialen und einer stetigen finanziellen Rendite. Des Weiteren ist nur eine sehr geringe Volatilität vorhanden. Grund dafür ist die besonders breite Streuung des Fonds. Zu guter letzt ist die Sicherheit zu erwähnen. Weltweit hat die Rückzahlungsquote der Kredite einen Wert von rund 97%. Anleger von nachhaltigen Investments sollten sich daher Gedanken darüber machen, in Mikrofinanz zu investieren.

Deutschlands Wasserwege: Die Qualität der Flüsse lässt auch 2011 zu wünschen übrig

Donnerstag, 25. August 2011

Deutschlands Flüssen geht es nicht gut – Durch eine wissenschaftliche Studie der Universität Koblenz-Landau, des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und der Technischen Universität Bergakademie Freiberg wurde deutlich, dass noch immer große Mengen an Schadstoffen in deutschen Flüssen nachgewiesen werden können.

Deutsche Flüsse - Wasserqualität ist weiterhin bedenklich

Deutsche Flüsse - Wasserqualität ist weiterhin bedenklich

 

Als Basis der Untersuchung dienten die Flüsse Elbe, Aller, Ems und Weser. Über einen Zeitraum von zehn Jahren hinweg wurden die Flüsse auf zahlreiche Stoffe hin überprüft. Die Gewässer wurden dauerhaft auf insgesamt 331 Schadstoffe hin untersucht. Dabei wurden Vorkommen und Schädlichkeit der Stoffe beurteilt. Abschließend fand eine Evaluation der Gewässer statt, die Aufschluss über die Belastung beziehungsweise der Wasserqualität geben soll.

 

Die Studie ergab, dass insgesamt 257 Stoffe nachgewiesen werden konnten, teilweise in sehr hohen Konzentrationen. Die Wissenschaftler konnten außerdem nachweisen, dass ein Großteil der gefundenen Substanzen teilweise erhebliche Auswirkungen auf Flora und Fauna hat. Beispielsweise sind Kleintiere wie Flusskrebse besonders betroffen.

 

Abschließend kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass die Ziele der EU weiten Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), die 2015 in großen deutschen Flüssen zum Tragen kommen soll, aller Wahrscheinlichkeit nach nicht erreicht werden können. Sofern die Schadstoffbelastung nicht abnimmt, ist ein erreichen der Ziele unrealistisch. Ein Ziel der WRRL ist beispielsweise die „schrittweise Reduzierung prioritärer Stoffe und Beenden des Einleitens/Freisetzens prioritär gefährlicher Stoffe“.

 

Weiterhin übt die Studie Kritik an der WRRL, da diese nur 33 von den insgesamt 331 geprüften Stoffen berücksichtigt. Durch die Studie konnte außerdem nachgewiesen werden, dass ein Großteil der 33 Stoffe der WRRL kaum Auswirkungen auf die Wasserqualität hat. Ein Ausweis der Wasserqualität eines Flusses nach WRRL Standard ist somit als kritisch zu bewerten.

 

Wasser: Die natürlichen Süßwasservorkommen in Europa sind ein wichtiger Teil der ökologischen Infrastruktur und in der Regel hochempfindliche Ökosysteme. Weltweit wird es mehr und mehr zur Herausforderung die Wasserversorgung der Menschen zu gewährleisten. Umso wichtiger sind eine nachhaltige Förderung der globalen Wasserversorgung,  sowie die Gewährleistung von sauberem Trinkwasser. Mit einer Investition in einen Wasserfonds oder mit den Musterportfolios „Wasser Monatssparen“ und „Wasser Einmalsparen“ haben Anleger beispielsweise die Möglichkeit sich am Ausbau der Wasserversorgung in Entwicklungsländern zu beteiligen.

 

 

 


 

Unser Tipp für ein nachhaltiges Investment im Bereich Wasser: Wasser Monatssparen 100+ Ethik

 


Projekt Wasser Monatssparen 100+ Ethik
Laufzeit täglich kündbar
Mindestanlagesumme 100 Euro
Wertentwicklung 2009: 31,37%
2010: 23,91%
Besonderheit – Sehr gute Chancen bei guter Stabilität- Ethik- Kriterien werden berücksichtigt- Täglich kündbar. Um Schwankungen auszugleichen sollte die Anlagedauer möglichst 8 Jahre oder mehr betragen- Sie helfen das globale Wasserproblem zu bekämpfen

 Link zum Musterdepot Sicherheit 5000+ Ethik


 


 

Portfolio at Risk – wichtige Kennzahl für Mikrokredite verbessert sich kontinuierlich

Donnerstag, 28. Juli 2011
Bargeld

Anleger des Musterdepots „Soziale Verantwortung“ können auch bei weiterhin steigendem Zinsniveau mit höheren Durschnittsrenditen rechnen.

„Portfolio at Risk“ (PAR>30) ist eine der wesentlichen Kennzahlen um die Qualität der Kreditvergabe im Mikrofinanzsektor festzustellen. Anhand dieses Wertes wird ersichtlich, wie viel Prozent der ausgehändigten Kredite sich bereits über 30 Tage im Zahlungsrückstand befindet. Überwiegend sind Mikrokredite monatlich zu begleichen, daher umfasst die Kennzahl diejenigen Kredite, die mehr als zwei Raten im Rückstand sind. Ebenfalls sind in den meisten Fällen auch umstrukturierte Kredite im Portfolio at Risk enthalten, also Kredite, bei denen nach einem Zahlungsrückstand eine neue ( und i.d.R. niedrigere) Tilgungsrate ausgemacht wurde. Für Analysten der Mikrofinanz ist die Überwachung des PAR<30 eine bedeutende Aufgabe, da für die Rückzahlung der Kredite der größte Anreiz für die Mikrounternehmer darin liegt, dass nach erfolgreicher Rückzahlung die Bonität gestiegen ist. Denn dadurch hat er im Folgejahr positive Aussichten darauf, auch noch größere Unternehmungen  per Kredit finanziert zu bekommen.

 


 

Unser Tipp für ein nachhaltiges Investment: Soziale Verantwortung Einmalsparen Ethik

 

 

Anlage Soziale Verantwortung Einmalsparen Ethik
Laufzeit täglich kündbar
Mindestanlagesumme 500 Euro
Wertentwicklung 2009: 2.24%2010: 6.06%
Besonderheit – Sehr stabile Wertentwicklung- Täglich kündbar- Sie bringen Menschlichkeit in die Welt

– Ethik-Kriterien werden berücksichtigt

 

 


 

Laut einer Studie der Credit Suisse war der geschichtlich beste Stand der Kreditqualität im Jahr 2007. Der Wert betrug 2,5% und wurde am PAR>30 der 50 größten Mikrofinanzunternehmen gemessen. Der Wert von 2,5% sagt aus, dass 97,5% aller Mikrokredite fristgerecht getilgt wurden. Aufgrund der Finanzkrise erhöhte sich der Wert und betrug im Jahr 2009 4,6%. Aktuell ist das Portfolio at Risk wieder auf 4,4% gesunken. Dies ist als positiv anzusehen, da momentan das Kreditvolumen nicht mehr so enorm zunimmt, wie es in den Jahren bis 2008 noch der Fall war. Es wird damit gerechnet, dass sich in vielen Regionen die Kreditqualität weiterhin verbessern wird, nachdem die Überhitzungsphänomene aufgrund zu starkem Wachstums in einzelnen Märkten wieder abklingen. In Indien ist momentan eine gesonderte Situation vorhanden. Fehlentwicklungen von Politik und Marktteilnehmer haben dort das Mikrofinanzsystem sozusagen diskreditiert. Allerdings sind für Anleger des sozialen Fonds „MUSTERDEPOT SOZIALE VERANTWORTUNG“ diese Entwicklungen nicht bemerkbar. Im Mikrofinanzbereich werden mit steigendem Zinsniveau weiterhin zunehmend höhere Durchschnittsrenditen erwartet.

Handeln Einzelhandelsunternehmen nachhaltig ?

Dienstag, 05. Juli 2011

Die Nachhaltigkeits-Ratingagentur oekom research hat 130 weltweit führende Einzelhandelsunternehmen auf nachhaltiges Handeln untersucht. 105 davon zeigten so wenig Engagement oder Transparenz, dass eine fundierte Analyse nicht möglich war. Von den 25 Verbleibenden erfüllen lediglich 11 die von oekom research definierten Anforderungen an ein fundiertes Nachhaltigkeitsmanagement. Als bestes Unternehmen der Branche wird die Schweizer Genossenschaft Coop ausgezeichnet. Es folgen die Unternehmen Migros (ebenfalls Schweiz) und Marks & Spencer (Großbritannien). Das beste deutsche Unternehmen ist die Metro abgeschlagen auf Rang 11 – gerade noch im Rahmen!

 

„Der Handel hat als Mittler zwischen Produzenten und Verbrauchern eine Schlüsselrolle bei der Förderung eines nachhaltigen Konsums“, bewertet Lisa Häuser, Analystin bei oekom research, die Verantwortung des Handels. Besonders die Sortimentsauswahl bietet hierbei die Möglichkeit, den Verbraucher explizit in die Richung nachhaltigen Konsums zu lenken. Immer mehr Verbraucher greifen nach Bio- und Fairtrade-Produkten. Der Umsatz hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Viele Einzelhandelsunternehmen haben inzwischen diese Produkte in ihrem Sortiment, sogar Discounter bieten eigene Biolabels an. Jedoch verfolgen nur wenige Unternehmen eine umfassende Strategie mit klaren Zielen und Maßnahmen, die das entsprechende Sortiment systematisch fördert

Bio nach EG-Öko-Verordnung

Einige Unternehmen bieten inzwischen eigene Bioprodukte an.

 

Viele Zulieferer sitzen in Entwicklungs- und Schwellenländern, in denen oft haarsträubende Arbeitsbedingungen herrschen. Viele der 25 analysierten Unternehmen machen ihren Zulieferern Auflagen, die internationalen Arbeitsstandards einzuhalten. Jedoch hapert es immer wieder an konsequenten Kontrollen. Und selbst wenn gute Kontrollsysteme existieren – wie z.B. bei H&M und Marks & Spencer, reicht dies oftmals nicht aus, um Verstöße zu verhindern.

Ein zentrales Thema sind auch die angemessenen Löhne der Beschäftigten – nicht nur in den ausländischen Zulieferländern, sondern auch in Deutschland. Oftmals werden zudem noch gewerkschaftliche Organisation und die Bildung von Betriebsräten verhindert. Hier gibt es noch viel Verbesserungspotential!

 

Auch der Klimawandel stellt eine erhebliche Herausforderung für den Handel da. Fast alle bewerteten Unternehmen berichten über Programme zur Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen in den eigenen Filialen und im Güterverkehr. Beim Errechnen des CO2-Fußabdrucks einzelner Produkte unterschlagen die Unternehmen jedoch meistens die Zulieferkette, so dass ein falsches Bild entsteht.

 

Fazit:

Die Kommunikation von Nachhaltigkeit und das tatsächliche Engagement in diesem Bereich klaffen oft weit auseinander. Die Tatsache, dass lediglich jedes zwölfte Handelsunternehmen von oekom research mit „Prime“ bewertet wird, zeigt überdeutlich, dass ein enormer Handlungsbedarf besteht. „Viele gute Initiativen in einzelnen Bereichen zeigen, was tatsächlich alles möglich ist. In der Breite fehlt es aber an einer umfassenden und systematischen Ausrichtung der Unternehmen auf die Prinzipien der Nachhaltigkeit“, so das Fazit von Analystin Lisa Häuser.

 

Quelle: oekom research

 

Wie können Sie die konkrete Umsetzung von Nachhaltigkeit in Einzelhandelsunternehmen fördern?

Die Grünes Geld GmbH berät Sie gern fachkundig über Ihre individuellen Möglichkeiten.

 

 

 

 

 

 

 

Metallische Rohstoffe – ein Segen für die Förderländer ?

Dienstag, 21. Juni 2011

Ohne Metalle ist unser Leben kaum mehr vorstellbar. Ein großer Teil der alltäglich verwendeten Produkte – von Baumaterialien, Fahrzeugen und Maschinen in den Fabriken bis hin zu modernen Kommunikationsgeräten – könnten ohne Metalle nicht gebaut werden. „Da der Abbau und auch der größte Teil der ersten Verarbeitungsschritte der metallischen Rohstoffe nicht in Deutschland stattfinden, kennen die meisten Verbraucherinnen und Verbraucher die damit verbundenen Probleme nicht. Doch dies darf die hiesigen Unternehmen nicht aus ihrer Verantwortung für Missstände in ihrer Zulieferkette entlassen“, sagt Friedel Hütz-Adams, Hauptautor einer Studie, die heute vom SÜDWIND-Institut für Ökonomie und Ökumene vorgestellt wird. SÜDWIND setzt sich weltweit ein für wirtschaftliche, soziale und ökologische Gerechtigkeit.

Kinderarbeit in Goldminen

Kinderarbeit in Goldminen ist gängige Praxis in den Förderländern der Rohstoffe

Beim Abbau von metallischen Rohstoffen – vor allem Metalle wie Aluminium, Gold, Mangan oder Seltene Erden – gibt es massive soziale und ökologische Missstände. In vielen Minengebieten existieren Landkonflikte, die Arbeitsbedingungen in den Förderregionen sind teilweise schlecht und auch die Weiterverarbeitung der Rohstoffe verursacht massive Probleme. In der Studie wird herausgestellt, dass diese Probleme in Ländern wie Indonesien, der Demokratischen Republik Kongo, Indien, China, Bolivien und Gabun zur Folge haben, dass die Menschen dort oft nicht vom vermeintlichen Rohstoffreichtum profitieren.

 

Das ist für SÜDWIND wieder einmal Anlass, auf diese Sachverhalte aufmerksam zu machen und die Einhaltung sozialer und ökologischer Mindeststandards sowie grundlegender Menschenrechte beim Abbau und der Verarbeitung der nach Deutschland gelieferten Rohstoffe zu fordern.

„Während viele Unternehmen und die Bundesregierung nach Wegen suchen, um der deutschen Industrie den Zugang zu preiswerten metallischen Rohstoffen zu erleichtern, werden die entwicklungspolitischen, sozialen und ökologischen Auswirkungen von deren Förderung häufig nicht beachtet“, so Hütz-Adams weiter.

 

Diese Studie ist die erste in einer Serie von vier Studien zum Thema Rohstoffe, die im Jahr 2011 bei SÜDWIND erscheinen. In den nachfolgenden Studien wird auf Lösungsansätze bei entwicklungspolitischen sowie klimarelevanten Problemen eingegangen. Des weiteren setzt sich die Studie mit der Rolle von Banken und Investoren auf dem Metallmarkt auseinander so wie auch mit der Rolle, die Verbraucherinnen und Verbraucher dabei spielen können.

 

Quelle: SÜDWIND

 

Unser Tipp:

Helfen Sie ganz gezielt den wirtschaftlich benachteiligten Menschen der Entwicklungs- und Schwellenländer!  Zum Beispiel mit dem Instrument Mikrofinanz. 2006 wurde mit Mohammad Yunus eine maßgebliche Ikone der Mikrofinanz mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Positiver Nebeneffekt: Die Wertentwicklung in dieser Sparte verläuft sehr konstant.

 

Projekt Soziale Verantwortung Monatssparen Ethik
Laufzeit täglich kündbar
Mindestsparsumme 50 €
Wertentwicklung z.B. 2009: 2,24% ; 2010: 6,06%
Besonderheiten a.) schwankungsarme und sichere Anlage in Mikrofinanz und ausgewählte SRI-Fonds
b.) Geldanlage, die Menschlichkeit fördert und soziale Verantwortung übernimmt

 

Anlegen und Zukunft schenken

Mittwoch, 08. Juni 2011

Mit Mikrofinanz eine bessere Zukunft schenken
Der Begriff Mikrofinanz umfasst ein weiteres Feld als der nur auf die Kredit-Seite beschränkte Mikrokredit-Begriff, unter anderem eben auch Spar-, Versicherungs- und Geldtransferleistungen, die den viel zitierten „Ärmsten der Armen“ sonst verschlossen wären.

Mikrofinanz hilft ohne Almosen zu verteilen

Mikrofinanz: schon ab 500 € Geldanlage können Deutsche helfen

 

Oft haben diese Menschen lediglich ihre Arbeitskraft und viele Ideen, jedoch zu wenig Geld und unternehmerisches Know-how, um diese Ideen umzusetzen. Weil diese Menschen meist keinerlei Vermögenssicherheiten bieten können, erhalten sie von herkömmlichen Banken keine Kredite.

Mikrofinanzinstitute versuchen nun diese Lücke zu füllen, indem sie Kredite vergeben, welche sie auf andere Weise absichern. Ein häufiger Ansatz ist die Bildung von Genossenschaften.
Die Kreditnehmerinnen (es sind oft Frauen) bilden eine Genossenschaft, in welcher sich die Frauen gegenseitig bei der Produktion, sowie der Kreditrückzahlung  unterstützen.

 

Das starke soziale Gefüge in vielen Entwicklungsländern führt dazu, dass jede der Frauen den Kredit zurückzahlen will, weil sie sonst im Dorf „das Gesicht verlieren würde“. Daneben werden die Kreditnehmer von den Mikrokreditinstituten beraten und unterstützt. Quelle: Wikipedia

 

Mit Grünes Geld können Sie eine im höchsten Maße soziale Anlageform wählen und gleichzeitig anderen eine Zukunft schenken. Wie beraten Sie gerne.

Schattenseiten des blühenden Handels mit dekorativen Blumen

Dienstag, 17. Mai 2011

In den fünf Auktionssälen in Aalsmeer/Holland werden pro Tag fast 20 Millionen Schnittblumen und über 2 Millionen Topf- und Grünpflanzen verkauft. Vor Weihnachten, Ostern, Muttertag und Valentinstag steigen die Zahlen sogar noch bis auf das Dreifache. Der Blumenhandel floriert ! Aber auf wessen Kosten ? Die Gewinne werden nicht in den Erzeugerländern wie Kenia, Simbabwe, Kolumbien oder Ecuador gemacht, sondern im Norden. Laut Berechnungen der Initiative Vamos e.v. werden beispielsweise in Kenia am See Naivasha seit 1980 Blumen angebaut. Pro Hektar und Tag werden 60 Kubikmeter Wasser benötigt, das inzwischen für die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung fehlt. Zudem wird der See durch Dünger und Pflanzenschutzmittel massiv verunreinigt – die Arbeiterinnen kommen mit diesen von der Weltgesundheitsorganisation als hochgiftig eingestuften Substanzen unmittelbar in Kontakt. Proteste werden gewaltsam unterdrückt. Ähnlich sieht es in den anderen Herstellerländern aus.

Kommerzieller Anbau von dekorativen Blumen - meistens unter Ausbeutung von Mensch und Natur

Blumenkauf mit gutem Gewissen ?

 

Je höher die Nachfrage nach fair gehandelten Schnittblumen, desto mehr wird auch die Produktion dieser Blumen unterstützt und gefördert.

Erkennen kann man fair gehandelte Schnittblumen an folgenden Labeln:

 

Das Flower Label Program (FLP) garantiert umfangreiche festgelegte Standards an sozialen und umweltfreundlichen Kriterien.

 

Auch das Fairtrade Siegel steht für Produkte, die zu fairen Bedingungen gehandelt werden. Fairtrade Partner erhalten zudem eine Prämie, mit der soziale Projekte finanziert werden. Fairtrade Blumen gibt es inzwischen in vielen Supermärkten und bei Blumenketten.

 

Internationale soziale und ökologische Standards sind die Grundlage auch für die Organisation fair flowers fair plants (FFP). 80% der mit dem Siegel FFP versehenen Pflanzen kommen aus den Niederlanden. Ebenfalls von dort kommt das MPS-Siegel, das Züchter, Händler und Exporteure zertifiziert.

 

Das Bioland-Siegel zeichnet deutsche Ökoblumen aus.

 

Durch den Kauf von fair gehandelten Produkten helfen Sie mit, den Lebensstandard der Menschen in den Herstellungsländern entscheidend zu verbessern, angemessene Löhne und Arbeitsbedingungen herzustellen und Kinderarbeit zu vermeiden. Wenn Sie mehr über die Wirkung Ihres angelegten Geldes im sozialen und ökologischen Bereich erfahren möchten, stehen Ihnen die Experten von Grünes Geld gern zur Seite.