Mit ‘sparplan’ getaggte Artikel

Geldanlage für Neugeborene: Die 7 besten Möglichkeiten

Mittwoch, 17. Juli 2019

Für Babys Geld anlegen

 

Wunderbar: die Schwangerschaft ist geschafft, das Neugeborene ist auf der Welt! Mutter, Vater und Kind sind überglücklich, sicher auch Oma und Opa.

 

Eine idealer Zeitpunkt einen ersten finanziellen Grundstock für das Neugeborene zu bilden, denn jeder kennt das sogenannte 8. Weltwunder, den Zinseszinseffekt. Wer jedes Jahr Zinsen erzielt, bildet kurzfristig noch kein Vermögen, langfristig wird er reich. 

 

Ein Beispiel gefällig? Nehmen wir an, der Vater von Jesus hätte im Jahre 0 einen Betrag von 1 Euro angelegt. Er wäre gut im verhandelnt gewesen und hat einen Zinssatz von 5 Prozent heraus gehandelt. Wieviel Geld hätte er heute, im Jahr 2019?

 

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Nachhaltiger Fondsparplan: 5 Möglichkeiten die Sie kennen sollten

Freitag, 23. Juni 2017
Zusammenfassung: Mit nachhaltigen Fondsparplänen erzielen Sie eine doppelte Rendite: Sie tun Mensch und Natur etwas Gutes und bauen nebenbei, ohne dass Sie es wirklich merken, ein kleines Vermögen auf. Ein Plus das viele Anleger interessiert: durch den Ausschluss von potenziell kritischen Branchen bleiben auch Skandale und damit Kursrückgänge aus - den Kursrutsch von BP (Ölplattform-Katastrophe 2010), Tepco (Fukushima 2011) oder Deutsche Bank (unzählige Rechtsfälle, sei mehreren Jahren) hat nachhaltige Anleger nie berührt.

 

Wir zeigen Ihnen 5 Möglichkeiten für sinnvolle, nachhaltige Fondsparpläne.

 

Was ist eigentlich ein Fondsparplan und was bringt er mir konkret?

 

Ein Fondsparplan ist die wohl einfachste Möglichkeit, um sich allmählich einen finanziellen Puffer, ein kleines oder gar ein großes Vermögen aufzubauen. Der Dreh- und Angelpunkt ist, dass beim Fondsparplan monatlich eine bestimmte, festgelegte Summe von Ihrem Girokonto abgebucht wird. Mit dieser Summe werden monatlich Fondsanteile gekauft.

 

Was ist ein Fonds oder Investmentfonds? Ein Investmentfonds ist ein stark reguliertes und kontrolliertes Produkt, in das auf der einen Seite Gelder von Anlegern eingezahlt werden, auf der anderen Seite werden damit Wertpapiere gekauft. Je nach Typ der gekauften Wertpapiere unterscheidet man die Investmentfonds, wie zum Beispiel Aktienfonds, Anleihefonds, Immobilienfonds, usw.

 

Da insgesamt hohe Summen von den Anlegern eingezahlt werden, kann der Fonds auch eine hohe Anzahl an unterschiedlichen Wertpapieren kaufen. Der Anleger kann somit schon mit relativ wenig Kapital sehr professionell und breit gestreut investieren.

 

Im Gegensatz zu Aktien oder Anleihen, bei denen nur ganze Stück gekauft werden, können beim Fonds auf Bruchstücke eines Fonds gekauft werden. Der Vorteil ist für Sparpläne entscheidend: Wer beispielsweise 300 Euro monatlich spart und damit eine Aktie kaufen möchte, die z.B. 1.000 Euro pro Stück kostet, wird erst nach 4 Monaten tatsächlich die erste Aktie erwerben. Und dann hat er nur 1 Aktie eines Unternehmens, was extrem wenig Streuung oder anders herum, ein extrem hohes Risiko bedeutet.

 

Der erste große Vorteil ist also, dass schon mit kleinen Summen monatlich breit gestreut in Wertpapiere investiert werden kann. Hierdurch kann auch der Durchschnittskosten-Effekt (siehe nächstes Kapitel) erreicht werden.

 

Der zweite große Vorteil ist, dass die Abbuchung automatisch jeden Monat erfolgt. Es kann also nicht die Situation geben, dass man vielleicht gerade kein Geld hätte, und entsprechend nichts anlegen würde. Es wird durch die automatische Abbuchung eine extrem hohe Beitragsdisziplin sicher gestellt. Das Beste dabei ist, dass man sich daran gewöhnt und schon nach kurzer Zeit gar nicht mehr bemerkt, dass monatlich Geld abgebucht wird.

 

Die Zauberei beim Fondsplarplan: Durchschnittskosteneffekt

 

Wissen Sie, wie Sie sich bis zu 5 Prozent mehr Rendite holen können? Ich erkläre es Ihnen. Schauen Sie sich bitte folgenden Chart an. Er gibt den bekanntesten Aktien-Index der Welt in seiner wohl schlimmsten Zeit, nämlich während des 2. Weltkrieges, wieder:

 

Besondere Jahre: Der 2. Weltkrieg forderte viel Geduld von Börsianern. Wer durchhielt war allerdings wesentlich besser dran als etwa Besitzer eines deutschen Sparbuchs. Deren Geld war 1948 wertlos. Die roten Pfeile zeigen Kaufzeitpunkte nach jährlichem Sparplan.

 

Sagen wir, dass ein Anleger 1 eine Summe von 60.000 USD 1930, beim Index-Stand von 380 Punkten, angelegt hätte. Würde ein Index-Punkt einem Dollar entsprechend, hätte er damit 157,89 Anteile gekauft.

Sagen wir, dass ein Anleger 2 die gleiche Summe von 60.000 USD investiert hätte. Allerdings nicht auf einmal, sondern er hätte in einem Sparplan jeweils bei den roten Pfeilen im Diagramm gekauft:

 

Zeitpunkt Index-Stand Invest-Summe Erhaltene Anteile
1.1.1933 80 10.000 USD 125
1.1.1936 140 10.000 USD 71,4
1.1.1940 140 10.000 USD 71,4
1.1.1944 130 10.000 USD 76,9
1.1.1948 180 10.000 USD 55,5
1.1.1951 250 10.000 USD 40

 

In Summe hätte Anleger 2 mit dem Sparplan also 440,2 Anteile. Der Anleger 1 hätte jedoch mit seinem Einmalkauf nur 157 Anteile.

 

  Gesamtinvestition Insgesamt erworbene Anteile Wert der Anteile am 1.1.1954
Einmalkauf      
60.000 USD 157 60.000 USD
Sparplan 60.000 USD 440 168.152 USD

 

Statt einer Rendite von genau 0% für den Einmalanleger würde in diesem speziellen Fall der Sparplan-Anleger dank des Durchschnittskosten-Effektes eine IRR-Rendite von 7,9 Prozent erzielen.

 

Anhand dieses – vom Zeitpunkt her sicherlich extremen – Beispiels kann die hohe Wirksamkeit des Durchschnittskosten-Effekts (Cost-Average-Effekt) gut erkannt werden. Allerdings ist ein Vorteil von 7,9 Prozent jährlich die Ausnahme; aber im Bereich 2 bis 3 Prozent kann der Vorteil absolut liegen.

 

Der einfachste Sparplan: Spar-Morgen-Plan

 

Die einfachste und vielleicht am universellsten einsetzbare Fondsparplanart ist der Spar-Morgen-Plan. Der Spar-Morgen-Plan passt für fast alle Gegelegenheit mit einer Anspardauer von 5 oder mehr Jahren, ist schon ab 25 Euro monatlich besparbar und hat in den vergangenen 5 Kalenderjahren im Durchschnitt 5,7 Prozent Rendite pro Jahr erwirtschaftet. Er ist täglich kündbar, die Sparraten können jederzeit verändert oder ausgesetzt werden.

 

Beim Spar-Morgen-Plan wird in einen nachhaltigen Mischfonds investiert. Ein Mischfonds investiert die Anlegergelder in Aktien und Anleihen. Er erzielt damit gute Wertzuwächse bei gegenüber Aktiensparplänen deutlich reduzierten Kursschwankungen.

 

Die Auswahl der Aktien und Anleihen erfolgt nach streng definierten ökologischen und ethischen Kriterien.

 

 

 

 

Schon für 3 Jahre sinnvoll: Soziale Verantwortung Monatssparen

 

Wem der ausgewogene Spar-Morgen-Plan zu schwankungsanfällig ist, kann zu dem sich wohl am ruhigesten entwickelnden Musterdepot, dem Soziale Verantwortung Monatssparen, greifen. Mit sehr geringer Schwankungsbreite ist dieser Fondssparplan sogar für Anlagedauern unterhalb von 5 Jahren denkbar.

 

Er kann ab nur 100,00 Euro pro Monat angespart werden. Die Rendite der letzten 5 Jahre war 2,4 Prozent im Durchschnitt pro Jahr.

 

Das Geld wird verwendet, um daraus Kleinstkredite in Schwellenländern zu machen. Zum Beispiel möchte sich eine Näherin in Bolivien eine Nähmaschine und eine Geschäftsausstattung für 1.500 US Dollar kaufen. Einen Kredit von einer Bank erhält sie dafür nicht, da alleine die Kreditprüfung für die Bank schon sämtliche Gewinne aus diesem Geschäft aufzehrt. Sie kann jedoch einen Mikrokredit erhalten, der aus den deutschen Anlegergeldern gespeist wurde.

 

Damit kann sich der deutsche Anleger über die üblichen 2 bis 3 Prozent Rendite freuen und hat noch gleichzeitig etwas für andere Menschen getan. Die Idee Mikrofinanz wurde 2006 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

 

 

 

 

Der Best-Seller: Balance Monatssparen

 

Das Balance Monatssparen ist ein ausgewogenes Musterdepot, bei dem 5 nachhaltige Investmentfonds so zusammengestellt sind, dass im Normalfall eine Aktienquote von rund 50 Prozent erreicht wird. Im Gegensatz zum Spar-Morgen-Plan erfolgt die Streuung über 5 statt einem Investmentfonds. Das sichert gegen schlechte Jahre eines Fondsmanagers wirkungsvoll ab. Dafür ist die Mindestansparsumme 100 Euro.

Die erzielte Rendite der letzten 5 Kalenderjahre war mit 7,8 Prozent herausragend gut. Langfristig sollte mit 4 bis 6 Prozent Rendite pro Jahr gerechnet werden.

Investiert wird in nachhaltige Aktienfonds, nachhaltige Anleihefonds und in ethisch-ökologische Mischfonds.

 

 

 

 

 

Für die maximale Rendite: Wachstum Monatssparen

Das Wachstum-Monatssparen ist ähnlich zum Balance Monatssparen zu sehen. Sie investieren Ihr Geld breit gestreut in hunderte von Unternehmen und Staaten weltweit. Sie streuen damit ausgewogen über Wirtschaftsräume, Währungen und Branchen. Möglich ist der Sparplan ab 100 Euro monatlich.

 

Allerdings ist der Anteil an Aktien höher als beim Balance Monatssparen. Damit wird die langfristige Rendite-Erwartung höher, aber auch die Schwankungsbreite nimmt zu. Entsprechend empfehlen wir das Musterdepot Wachstum Monatssparen auch erst ab einer Anlagedauer von 7 oder mehr Jahren.

 

Die erzielte Rendite der letzten 5 Kalenderjahre war mit 8,9 Prozent sehr gut. Langfristig sollte mit 5 bis 8 Prozent Rendite pro Jahr gerechnet werden.

 

 

 

 

 

Fürs Alter: Fondsparplan im Versicherungsmantel

Die oben genannten Musterdepot Wachstum Monatssparen und Balance Monatssparen können sehr gut für die Altersvorsorge genutzt werden. Sie bieten hohe Sicherheiten durch die breite Streuung und werden über lange Zeiträume interessante Renditen erzielen.

 

Und für die Altersvorsorge, die meist über sehr lange Zeiträume aufgebaut wird, kann man diese Fondssparpläne nochmals veredeln. Das geschieht in Form eines sogenannten Versicherungsmantels; praktisch eine Art Hülle, die den eigentlichen Fondssparplan umgibt.

 

Zunächst kostet diese Hülle natürlich etwas Geld; trotzdem kommt am Ende mehr für den Anleger heraus. Wieso ist das so?

 

Der Hintergrund ist der dritte große Spieler im Bunde. Neben Anlagegesellschaft und Anleger ist nämlich auch der Staat an der Altersvorsorge beteiligt; und zwar, in dem er Steuern kassiert. Wer einen Fondssparplan nutzt und oberhalb der steuerlichen Freigrenzen liegt wird jährlich Steuern auf die erzielten Gewinne zahlen müssen. Diese vermindern natürlich die Substanz und verringern damit den so wichtigen Zineszins-Effekt, den scherzhaft „achtes Weltwunder“ genannten Effekt, dass die Gewinn bei Geldanlagen expotenziell steigen.

 

Zieht man das in Betracht, kommt regelmäßig bei Fondssparplänen im Versicherungsmantel mehr Kapital für den Anleger zusammen, als wenn er direkt in einem Wertpapierdepot angespart hätte.

 

Darüber hinaus bietet der Versicherungsmantel noch so Dinge wie eine lebenslange monatliche Rentenzahlung oder Optionen wir Zahlung der Beiträge auch bei Berufsunfähigkeit oder erhöhte Rentenzahlungen bei Pflegebedürftigkeit.

 

Übrigens gibt’s den Fondssparplan auch für Riesterrente oder Rüruprenten. Auch bei diesen staatlich geförderten Rentenverträgen kann also wie gewohnt in einen Fonds angespart und der Cost-Avergage-Effekt genutzt werden. Nicht zu letzt wegen der hohen Besteuerung der Rentenauszahlungen machen diese beiden Varianten aber nur in wenigen Fällen für den Anleger Sinn.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Die 6 Wege zur Altersvorsorge in Deutschland

Freitag, 21. November 2014

 

riester-ruerup-bav-private-rente-in-gruenEs ist noch gar nicht lange her, als ich auf einer Nachhaltigkeits-Messe ins Gespräch mit einem jungen Akademiker kam. Er ist gut ausgebildet, verdient gutes Geld und er weiß: die staatlichen Systeme der Altersvorsorge werden später mal nicht reichen. Wir kommen ins Gespräch und ich stelle fest, dass er sich schon recht ausführlich informiert hat. Doch ob Riester, Rürup oder Sparbuch letztlich das Beste für ihn sind, wusste er nicht. Denn in kaum einem anderen Land gibt es so viele unterschiedliche Möglichkeiten um staatlich gefördert oder auch nicht gefördert für’s Alter vorzusorgen.

 

Da wir im täglichen Geschäft mit ethisch-ökologischen Anlagen auch immer die Frage beantworten müssen, welche Vorsorgeformen für wen geeignet sind habe ich hier einmal zusammen gestellt, welche 6 sinnvollen Wege es in Deutschland gibt. Natürlich kann diese Übersicht keine Beratung ersetzen und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und (trotz aller Sorgfalt) auch keinen Anspruch auf Richtigkeit. Klar: alle Anlagevarianten gibt es mit ethisch-ökologisch angelegtem Kapital

 

 


 

 

Riester-Rente

 

Anlage: Förderberechtigt sind vor allem rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer und Beamte – sowie mittelbar auch deren Ehepartner. Der Erhalt aller gezahlten Beiträge inklusive der direkten Zulagen ist garantiert. Die lebenslange Rente beginnt frühestens mit 62 Jahren, maximal 30 Prozent der angesparten Summe dürfen zu Rentenbeginn einmalig entnommen werden.

Förderung: Der Staat gewährt jährliche Zulagen, die direkt in den Vertrag eingezahlt werden. Das sind die Grundzulage von 154 Euro sowie die Kinderzulage von 185 Euro je Kind (ab 2008 geborene: 300 Euro!). Zudem sind die Beiträge bis maximal 2.100 Euro von der Steuer absetzbar. Ist die Steuerersparnis höher als die Zulagen, wird die Differenz zusätzlich erstattet. Erforderlich ist aber stets ein gewisser Eigenbetrag des Sparers von 60 Euro.

Steuern in der Rentenphase: Zahlungen aus der Riester-Rente sind mit dem persönlichen Steuersatz zu versteuern.

Mehr: http://www.gruenesgeld24.de/gruen-riestern.htm

 


 

 

Rürup-Rente

 

Anlage: Rürup oder Basis-Renten sind der gesetzlichen Rente nachgebildet und daher zwingend als lebenslange Leistungen auszuzahlen, frühestens aber mit 62 Jahren. Die Policen oder Fondssparpläne dürfen nicht kapitalisierbar, übertragbar, beleihbar, veräußerbar oder vererbbar sein. Nur für nahe Familienangehörige iste ein Hinterbliebenenschutz vereinbar. Sie stehen jedem Sparer offen, also auch Selbstständigen und Freiberuflern.

Förderung: Es locken hohe Steuervorteile: Rürup-Beiträge können bis zu 20.000 Euro jährlich von der Steuer abgesetzt werden, für Verheiratete gilt das Doppelte. Aber erst ab 2025 wird der volle Betrag akzeptiert, bis dahin gilt das nur anteilig. Für 2014 sind das etwa 78 Prozent der Beiträge, jährlich steigt der absetzbare Anteil um zwei Prozentpunkte an.

Steuern in der Rentenphase: Wie bei der gesetzlichen Rente auch gilt für jeden neuen Rentenjahrgang ein bestimmter Besteuerungsanteil. Wer etwa 2014 erstmals Rürup-Renten kassiert, muss nur 68 Prozent versteuern. Die Anteile steigen schrittweise für jeden neuen Rentenjahrgang, erst ab 2014 sind sie voll steuerpflichtig.

Mehr: http://www.gruenesgeld24.de/gruene-basisrente.htm

 


 

 

 

Betriebsrente

 

Anlage: Für eine betriebliche Altersversorgung (bAV) stehen fünf Modelle zur Verfügung, von denen die Direktversicherung am unkompliziertesten und beliebtesten ist. Dabei schließt der Arbeitgeber für seinen Mitarbeiter eine Rentenversicherung ab. Der Beitrag wird direkt vom Bruttogehalt überwiesen. Wechselt der Arbeitnehmer den Job, nimmt er die Rentenansprüche dorthin mit. Später erhält er dann die Rentenzahlungen.

Förderung: Steuer- und sozialabgabenfrei bleiben Einzahlungen von jährlich bis zu 4% der aktuellen Beitragsbemessungsgrenze (BBG) . Für 2014 sind das immerhin 2.856 Euro. Zudem können weitere 1.800 Euro steuerfrei in die Betriebsrente fließen (wenn kein Altvertrag vorliegt).

Steuern in der Rentenphase: Die Auszahlung von Betriebsrenten nach dem 62. Lebensjahr müssen prinzipiell lebenslang sein (Leibrente), optional kann allerdings auch eine Kapitalauszahlung erfolgen. Beide Varianten sind voll steuerpflichtig und es werden Krankenkassenbeiträge fällig.

Mehr: Kontakt zu Grünes Geld aufnehmen

 


 

 

 

Klassische Privatrente

 

Anlage: Alle angegebenen Förderrenten sind wie auch die einfache private Rentenpolice in der klassischen Variante mit Garantiezins zu haben. Dann ist bereits bei Vertragsabschluss eine Mindestrentenhöhe garantiert. Hinzu kommen die jährlich im Voraus deklarierten Überschussanteile sowie bei Fälligkeit der Police noch Schlussüberschussanteile und eventuell eine Beteiligung an den stillen Reserven.

Förderung: Bei Privatrenten bleibt die Ansparphase komplett steuerfrei. Der Zinseszins kann also ungeschmälert für den Kapitalaufbau wirken.

Steuern in der Rentenphase: Der Kunde kann wählen: Bei einmaliger Kapitalauszahlung ist meist nur die Hälfte des Gewinns steuerpflichtig. Bei lebenslanger Rentenzahlung ist dagegen nur der vom Alter bei Rentenbeginn abhängige Ertragsanteil zu versteuern. Startet die Rentenzahlung etwa mit 67 Jahren, wird die Steuer nur auf 17 Prozent der Auszahlung erhoben (Ertragsanteilsverfahren).

Mehr: http://www.gruenesgeld24.de/gruene-privatrente.htm

 


 

 

Fondspolice

 

Anlage: Wählt der Kunde jeweils die fondsgebundene Variante, fließen seine Sparbeiträge nicht in den kollektiven Anlagetopf des Versicherers, sondern in gezielt vom Kunden selbst ausgewählte Investmentfonds. Daher sind solche Policen sehr flexibel und bieten die Chance auf höhere Erträge. Die spätere Rentenhöhe ist dafür aber nicht garantiert und richtet sich nur nach dem bis dahin angesparten Vermögen. Moderne Hybridpolicen verbinden Vorzüge beider Policenvarianten und bieten kleine Mindestrenten, aber zugleich etwas höhere Ertragschancen.

Förderung: Es gelten die gleichen Vorteile wie bei den klassischen Varianten. Bis zum Beginn der Auszahlung bleibt der Fiskus außen vor.

Steuern in der Rentenphase: Prinzipiell die gleichen Vorteile wie bei den klassischen Varianten. Bei der privaten Fondspolice wie bei der privaten klassischen Rente gilt das günstige Ertragsanteilsverfahren.

Mehr: http://www.gruenesgeld24.de/gruene-privatrente.htm

 


 

 

Fondssparplan

 

Anlage: Ob Sparer beim Vermögensaufbau für die Altersvorsorge lieber auf festverzinsliche Erträge setzen, die hohen Renditeperspektiven von Aktien bevorzugen, Immobileninvestmetns beimischen wollen oder sonstige Wertpapierstrategien verfolgen, richtet sich ganz nach ihrem persönlichen Anlageprofil. Problemlos umsetzen lässt sich das mit Fondsparplänen. Monatlich zahlt man einen konstanten Betrag ein und lässt das Vermögen von einem Profi verwalten. Langfristig kommen so die höchsten Erträge vor Steuern zusammen – nach Steuern sieht die Sache allerdings meist anders aus.

Förderung: Es gibt keine Förderung – der Vorteil der Fondssparpläne sind die niedrigen Kosten. Es gilt die 25-Prozent-Abgeltungssteuer plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer. Dabei greift der Fiskus auf den Kursgewinn und jährlich auf die Dividenden und Zinsen zu.

Steuern in der Rentenphase: Fondssparpläne bieten in aller Regel keine lebenslangen Leistungen – wenn das angesparte Kapital aufgebraucht ist, endet der Auszahlplan. Aber es sind auch Auszahlungen ohne Kapitalverzehr möglich. Für realisierte Gewinne gilt die Abgeltungssteuer.

Mehr: http://www.gruenesgeld24.de/vermoegensaufbau-sparen.htm

 

 


 

Fazit: Welche Vorsorge die richtige ist lässt sich nur unter Annahmen über die zukünftige Einkommenssituation und unter Annahmen der zukünftigen Steuersätze berechnen. Meist ist eine Kombination sinnvoll. Wer unsicher ist, bleibt mit einem Fondssparplan, einer privaten Fondspolice oder auch einer privaten, klassischen Rente am flexibelsten.

 

 

 

 

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Sparplan: die 7 wichtigsten Fragen und Antworten

Donnerstag, 25. September 2014

 

Sparpläne sind ideal um sich allmählich ein kleines Vermögen anzusparen. Doch stimmt das wirklich? Was muss ich beachten? Wie sicher sind sie? Und was ist ein Sparplan eigentlich? Die wichtigsten Fragen dazu haben wir hier zusammen gestellt.

 


 

 

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Blick in ein reales Mandanten-Depot von Grünes Geld: Die schwarze Linie zeigt das investierte Geld. Bei einem Sparplan ergibt das ein Treppen-Diagramm, da jeden Monat ein kleiner Beitrag hinzu kommt. Der Gesamtwert ist “nach allen Kosten” (Bild: Grünes Geld GmbH).

 

Frage 1: Ein Sparplan – was ist das eigentlich genau?

Wer monatlich 25, 100 oder auch 500 Euro zur Seite legen will, kann einen Sparplan abschließen. Das geht auf Banken, doch dort sind die Zinsen derzeit unattraktiv. Häufig wird ein Sparplan mit Fonds gewählt, das verspricht eine wesentlich bessere Wertentwicklung. Diese Fonds können in einem Fondsdepot verwahrt werden und unterliegen dann der Abgeltungssteuer. Oder Sie werden im Rahmen einer Rentenversicherung bespart, dann sind die Kosten etwas höher – aber die Gesamtrendite “nach Steuern” meist besser (es greift dann die Ertragsanteilsbesteuerung).

Frage 2: Macht ein Sparplan Sinn?

Der größte Vorteil des Sparplans ist, dass sich der Sparer selbst überlistet. Er muss nichts mühsam zur Seite legen und dann irgendwann einmal anlegen. Er ist nicht auf zufällig vorkommende Geldsummen angewiesen. Er spart regelmäßig ganz bequem etwas an.

Bei Sparplänen die das Geld letztlich an schwankenden Börsen anlegen vermeidet der Sparer außerdem einen unglücklichen Zeitpunkt beim Einstieg erwischt zu haben. Denn er steigt ja jeden Monat neu ein – letztlich über Dutzende, Hunderte von Einstiegszeitpunkten.

Frage 3: Bringt der Sparplan überhaupt was?

Wer ein paar Jahre Zeit hat, der kann mit einem sinnvollen Sparplan praktisch nur Gewinn machen. Allerdings hängt die Höhe des Gewinns von 3 Faktoren ab: Sparbeitrag, Kursgewinn und Anspardauer. Für alle drei gilt, je höher / länger umso besser. Der wichtigste Faktor ist dabei die Anspardauer – sie geht am stärksten in die Ergebnisse ein (siehe auch Beitrag Altersarmut vermeiden: Die 3 Geheimnisse). Lieber einen kleineren Beitrag längere Zeit sparen als umgekehrt. Eine Indikation über den Wertverlauf können Sie oben im Diagramm eines realen Depots bei Grünes Geld sehen.

Frage 4: Gibt es irgendwelche Garantien?

Es kommt darauf an. Sparpläne in Fonds haben als Indikator die Vergangenheit der letzten 200 Jahre – wenn sich die Zukunft in etwa so verhält wie die Vergangenheit, wird ein gutes Ergebnis erzielt. Bei Fonds in Rentenversicherungen kann man Garantien dazu wählen: zum Beispiel die Beitragsgarantie, das heißt dass die Gesellschaft zu Beginn der Rente zumindest die eingezahlten Beiträge garantiert. Bei klassischen Rentenversicherungen ist ohnehin der Garantiezins vorhanden (bis 31.12.14: 1,75%, ab 1.1.2015: 1,25%), zu dem noch Überschüsse hinzu kommen. Aber Vorsicht: Garantien kosten Geld (Rendite) und sollten deshalb nur vor sehr vorsichtigen Menschen gewählt werden.

Frage 5: Was mache ich wenn die Kurse fallen?

Am besten freuen: denn niedrige Kurse bedeuten, dass für den konstanten Sparbeitrag (zum Beispiel 200 Euro monatlich) viel mehr Anteile am Fonds gekauft werden. Wer zum Beispiel in der Krise 2008/2009 Anteile kaufte, kann sich heute meist über eine Verdopplung des Anteilspreises freuen. Wichtig ist nur: beim späteren Verkauf sollten die Kurse wieder gestiegen sein. Davon kann man bei den weltweiten anlegenden Fonds ausgehen.

Frage 6: Lieber Sparplan oder Einmalanlage?

 

Die Frage stellt sich natürlich nur für Menschen, die einen bestimmten, größeren Geldbetrag gerade zur Verfügung haben. Wer ohnehin keinen einmaligen Geldbetrag im Moment hat, der kann ohnehin nur einen Sparplan wählen. Aber für die anderen ist es natürlich eine Überlegung, ob sie das Geld auf einmal einzahlen oder lieber gestückelt über zum Beispiel 12 Monate. Bei der Einmalanlage hängt viel vom Einstiegszeitpunkt ab. Ist dieser gerade sehr günstig, dann ist die Einmalanlage besser. Ist dieser aber gerade schlecht, also die Kurse hoch, dann wäre der Sparplan besser. Der Sparplan nimmt letztlich das Einstiegs-Zeitpunkt-Risiko heraus und ist deshalb die sicherere Methode.

Frage 7: Sollten die Anlageziele in die der Sparplan investiert lieber stark schwanken oder besser konstant sein?

Für Sparpläne gilt eindeutig: Je mehr die zu kaufenden Anteilspreise schwanken, umso besser. Denn bei starken Schwankungen kommt der Vorteil des Sparplans voll zum Tragen: Man kauft bei niedrigen Preisen (Kursen) viel ein, bei hohen Preisen (Kursen) kauft man automatisch weniger ein. Dieser Effekt (Fachsprache: Cost-Averaging) kann leicht bis zu 5% mehr Kapital am Ende ausmachen. Deshalb bei Sparplänen tendenziell stärker schwankende Wertpapier wählen.

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Grüne Altersvorsorge: Fondssparplan

Mittwoch, 26. Februar 2014

Wie wir im 1. Teil unserer losen Serie „Grüne Altersvorsorge“ dargestellt haben, reichen in aller Regel weder die Pension von Staatsdienern noch die gesetzliche Rente zur Absicherung des Lebensstandards im Alter, aus. Zu groß ist das Heer der Ruheständler, zu wenige zahlen Beiträge ein und tragen damit die Lasten der demografischen Entwicklung. Die deshalb entstehende Versorgungslücke muss entsprechend durch privates Ansparen über Jahrzehnte hinweg gedeckt werden. Eine attraktive Möglichkeit dazu: der Fondssparplan

 

Absicherung des Lebensstandards im Alter: ein langer Weg, der viele Chancen bietet.

Absicherung des Lebensstandards im Alter: ein langer Weg, der viele Chancen bietet.

Zunächst muss man wissen, was ein Fonds (Langform: Investmentfonds) überhaupt ist. Es handelt sich um ein streng reguliertes Sondervermögen, das in Dutzende von Aktien oder Anleihen oder andere Wertpapier investiert. Sondervermögen deshalb, weil auch im Insolvenzfall der den Fonds verwaltenden Bank oder Kapitalanlagegesellschaft das Fondsvermögen vor Zugriffen geschützt ist. Das Anlagevermögen gehört – im Gegensatz zu Einlagen bei Banken oder Anlagen in ETC’s oder Zertifikaten – immer den Anlegern des Fonds.

 

Schon mit kleinsten Anlagesummen ab 25 oder 50 Euro monatlich kann breit gestreut und weltweit diversifiziert das Geld in interessante Anlageklassen investiert werden. Das ist ein wesentlicher Fortschritt – früher waren zum Beispiel gut gestreute Aktiendepots vermögenderen Bevölkerungsschichten vorbehalten.

 

Der große Vorteil von Investmentfonds Sparplänen: Die Einzahlungen können bei Fondssparplänen immer verringert, erhöht oder unterbrochen werden. Fondssparpläne können darüber hinaus auch jederzeit aufgekündigt werden, und zwar ohne irgendwelche Gebühren oder versteckte Kosten.

Die wichtigsten Fondstypen sind Rentenfonds und Aktienfonds. Wer auf diese setzt, kann langfristig bequem ein kleines Vermögen aufbauen. Bei Rentenfonds investiert der Fondsmanager breit gestreut in Dutzende, meist hunderte Rentenpapiere (=Anleihen). Bei Aktienfonds investiert der Fondsmanager breit gestreut in unterschiedliche Aktien börsennotierter Unternehmen.

 

Die Aufteilung der Sparsumme in Renten- und Aktienfonds ist die Asset-Allocation. Sie bestimmt ca. 70% des Anlageerfolges, die Auswahl guter Fonds die restlichen 30%.

 

Um bei Fondsparplänen den Cost Average Effekt möglichst stark zu nutzen, sollte der Aktienanteil hoch sein. Denn die Kurse von Aktienfonds schwanken im zeitlichen Verlauf stärker als die von Rentenfonds, was zu dem gewünschten Cost Average Effekt (Durchschnittskosteneffekt) führt. Vereinfacht gesagt kauft man dabei mit seiner Sparsumme in Monaten, in denen die Kurse niedrig sind, verhältnismäßig viele Anteile – genau richtig, bei günstiger Ware viel zu kaufen. Der langfristige Renditevorteil kann dadurch bis zu 5% p.a. ausmachen.

 

Für langlaufende Fondssparpläne kann der Aktienfonds Anteil also hoch, zum Beispiel bei 80%, liegen. Wer sehr lange Zeiten ansparen möchte, kann sogar bis auf 100% Aktienanteil gehen. Wer eher im Bereich bis 5 Jahre sparen möchte, sollte niedrigere Aktienquoten wählen, zum Beispiel 30%. Die Rentenfonds sorgen dann für geringe Schwankungen. 

Doch was kommt heraus, wenn man über einen Zeitraum von zum Beispiel 30 Jahren einen Fondssparplan bedient? Wer sich die Renditen im bekanntesten Deutschen Aktienindex ansieht, kann erkennen, dass er in den vergangenen 30 Jahren (Zeitraum 1983 bis 2013) eine jährliche, durchschnittliche Rendite von 9,0% erzielt hätte. Geht man in erster Näherung davon aus, dass der oben beschriebene Cost Average Effekt den Ausgabeaufschlag ausgleicht, so erhält man bei einer monatlichen Rate von 300,00 Euro folgendes Vor-Steuer-Ergebnis:

 

 

Fondssparplan: Rendite wie DAX (9%), keine Steuern berücksichtigt.

Fondssparplan: Rendite wie DAX (9%), keine Steuern berücksichtigt. Berechnungen mit Dr. Kriebel Beratungsrechner; alle Angaben ohne Gewähr.

 

 

Aus Einzahlungen in Höhe von 108.000 Euro (30 Jahre lang 300 Euro monatlich) werden in diesem Beispiel also rund 550.000 Euro. 

 

Wir empfehlen auch beim Einsatz von Fondssparplänen nur auf ethisch-ökologische Fonds zu setzen. Das stellt sicher, dass kein Geld in Rüstungskonzerne, Umweltverschmutzer oder in Kinderarbeitsfirmen fließt obwohl sehr gute Renditen erzielt werden. Einen für langfristige Fondssparpläne ideal geeignetes Musterdepot finden Sie zum Beispiel im Bereich Vermögensaufbau Wachstum oder, für monatliche Summen ab 300,00 Euro, beim Musterdepots Wachstum 300+

 

 

 Weitere Teile der Serie:

Die Versorgungslücke

Fondssparplan

Private Rentenversicherung

Riesterrente

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.