Mit ‘Sport’ getaggte Artikel

7 schöne Herbstwanderungen

Freitag, 13. Oktober 2017
Zusammenfassung: Wandern ist ein beliebter Freizeitsport bei Jung und Alt. Naturnähe, Entdeckerfreude und Entspannung gehen hier Hand in Hand. Auch die Tourismusregionen in Deutschland begegnen diesem Dauertrend und entwickeln immer wieder neue und reizvolle Wanderwege. Positiv für Umwelt und Klima: Beim Wandern werden meist nahe Ausflugsziele gewählt. Bei weiteren Entfernungen ist meist eine umweltschonende Anreise, beispielsweise mit der Bahn, möglich.

 

… auf in den goldenen Herbstwald!

 

Schon Altmeister Goethe wusste „Willst du immer weiter schweifen? – Sieh, das Gute liegt so nah.“ – Vielleicht hatte er bei seinen Worten den Taunus vor Augen, von dessen höchster Erhebung, dem Großen Feldberg, sich ein herrlicher Panoramablick bis zu seiner Geburtsstadt Frankfurt am Main bietet.

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Fit in den Frühling 3 – Barfuß laufen

Dienstag, 11. April 2017
Zusammenfassung: Barfuß laufen liegt im Trend und ist gesund. Auf Barfußpfaden entdecken immer mehr Menschen den positiven Effekt für Körper und Geist. Auch Läufer verzichten zunehmend auf klassische Sportschuhe und entdecken die Kunst des Laufens neu. Ohne Schuhe, zurück zur Natur – wenigstens ab und zu – stärkt Füße, Wirbelsäule und das Immunsystem.

 

 

Barfuß – ein Gefühl von Freiheit und Leichtigkeit.

„Barfuß durch den Sommer und die Sonne seh’n frühmorgens um vier“ – so sang 1977 Schlagerkönig Jürgen Drews und beschrieb damit die sommerliche Leichtigkeit und das Lebensgefühl der Post-Flower-Power-Generation. Vierzig Jahre später liegt barfuß laufen wieder im Trend. Immer mehr Menschen entledigen sich des Schuhwerks beim Sport und in der Freizeit und tuen ihren Füßen damit durchaus etwas Gutes. Einige setzen sogar völlig auf den Schuhverzicht und gehen auch im Alltag barfüßig – und das nicht nur im Hochsommer. Im dritten Teil unserer Serie „Fit in den Frühling“ richten wir daher unseren Blick auf die positven Fitness- und Gesundheitseffekte beim Barfußlaufen.

 

Historisch gesehen, sind Schuhe erst seit einigen Hundert Jahren ein fester Bestandteil unserer Garderobe. Sicher wurden früher bereits für Arbeiten auf dem Feld und im Wald Holzpantinen oder lederne Fußschützer getragen. Schuhe im heutigen Sinne kommen jedoch erst später auf. Besonders bei der ländlichen Bevölkerung wurden Schuhe noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts nur an Sonn- und Feiertagen getragen.

 

In den letzten hundert Jahren haben sich Schuhe rasant zu einem wichtigen Teil der allgemeinen Mode entwickelt. Ihrer eigentlichen Bestimmung, die Füße vor Kälte und Verletzungen zu schützen, kommen die Schuhe zwar durchaus noch nach, jedoch sind viele andere Aspekte in den Vordergrund gerückt. So runden Schuhe ein Outfit optisch ab, hohe Absätze verschlanken die Silhouette, ausgefallene Modelle ziehen die Blicke auf sich.

 

 

Freiheit für die Füße!

Die Geschichte schicker Schuhe ist allerdings auch die Geschichte deformierter Füße, denn anatomisch geformtes Schuhwerk findet sich in der Mode selten wieder. Eher geben die Schuhe selbst vor, wie ein Fuß zu sein hat, schmal und spitz zulaufend, die Zehen kurz und eng zusammenliegend.

 

Hohe Absätze machen schlanke Beine aber müde Füße.

Psychologisch gesehen trifft es zwar zu, dass eine Zufriedenheit mit dem eigenen Aussehen auch der körperlichen Gesundheit zuträglich ist,  im Falle enger und zu hoher Schuhe werden die Füße in dieser Rechnung sträflich vernachlässigt. Werden die Füße durch schlecht sitzendes oder beengendes Schuhwerk malträtiert, sind  Deformationen die Folge, wie beispielsweise Knick-, Senk- oder Spreizfüße, ebenso Fehlstellungen der Zehen, wie etwa Hammer- und Krallenzehen. Aber auch kleinere Beeinträchtigungen – wie beispielsweise Hühneraugen – können schmerzhaft und unangenehm sein. Und selbst unempfindliche Menschen können sich gewiss an Blasen durch schlecht sitzende Schuhe erinnern.

 

Mit den Schuhen lässt sich auch der Alltag abstreifen.

Entsprechend raten Ärzte zunehmend dazu, häufiger auf Schuhe zu verzichten. Denn wer nie barfüßig unterwegs ist, trainiert kaum seine Fußmuskulatur. Je seltener jedoch Muskeln, Bänder und Sehnen belastet werden, desto eher werden sie zurückgebildet. Die Folgen sind Schmerzen bis hin zu Fehlstellungen.

 

Dieser Entwicklung gilt es entgegen zu wirken. Eine Einsicht, die sich verstärkt durchsetzt, wenn es um Kinderfüße geht, Kinderärzte raten einstimmig dazu, möglichst lange auf Schuhe zu verzichten. Gleichzeitig ist der erste „richtige“ Schuhe mittlerweile meist ein Paar weiche Lederschläppchen anstelle der traditionellen festen Schnürschuhe.

 

 

Es langsam angehen lassen

Für die Entwicklung der Füße und des Bewegungsapparates ist es zwar vorteilhaft, wenn möglichst früh gesunde Verhaltensweisen – wie das Barfußlaufen – trainiert werden, es ist allerdings auch nie zu spät, die festgefahrenen Gewohnheiten zu verändern. Auch Erwachsene und ältere Personen profitieren noch davon, wenn sie häufig barfuß laufen. Durch den regelmäßigen Schuhverzicht wird die gesunde Stellung der Zehen gefördert und die natürliche Stellung der Füße wieder hergestellt. Ein weiterer positiver Effekt gut trainierter und kräftiger Füße: durch eine Entlastung der Wirbelsäule können Rückenprobleme vermieden oder vermindert werden.

 

Wer seit vielen Jahren nicht mehr barfuß gelaufen ist, sollte die neue Freiheit für die Füße langsam angehen lassen, um Überlastungssymptome zu vermeiden. Für den Anfang genügt es, zu Hause auf Schuhe zu verzichten. Wer die Möglichkeit dazu hat, kann auch tagsüber für einige Zeit aus den Schuhen schlüpfen, beispielsweise unter dem Schreibtisch. Schritt für Schritt kann dann der Bewegungsradius vergrößert werden.

 

Wichtig ist dabei, auf das eigene Wohlbefinden zu achten und keine Wunderheilungen zu erwarten. Generell bescheinigen Experten dem Barfußlaufen jedoch nicht nur gesundheitsfördernde Effekte für die Füße und die Haltung, sondern auch für die inneren Organe. Diese werden über die vielfältigen Reize der Fußreflexzonen positiv stimuliert, was sich auch auf das gesamte Herz-Kreislauf-System auswirkt.

 

 

Was Pfarrer Kneipp schon predigte

Das Barfußlaufen spielt auch in der klassischen Naturheilkunde eine wichtige Rolle. Bereits im 19. Jahrhundert belebte der bayerische Pfarrer und Naturheiler Sebastian Kneipp das Barfußlaufen als Therapie zur Stärkung der Abwehrkräfte. Kneipp propagierte vor allem das Barfußgehen auf der morgendlich Tau-feuchten Wiese, um Fußmuskulatur, Sehnen und Bänder zu stärken, Gefäßerkrankungen vorzubeugen und generell den Organismus abzuhärten. Dabei empfahl er ungeübten, mit dem morgendlichen Tautreten im Sommer zu beginnen und beim Loslaufen auf anfangs warme Füße zu achten. Überzeugte Kneipp-Anhänger praktizieren diese Art des Barfußlaufens auch bei winterlichem Schnee. Dann genügen jedoch bereits Intervalle unter einer Minute, um den Kreislauf anzukurbeln.

 

Auch heute noch wird im Kneipp-Kurort Bad Wörishofen nicht nur Wassertreten – die bekannteste Kneipp-Therapie – absolviert, sondern auch eifrig barfuß gelaufen. In der Kneipp-Medizin ist das Barfußlaufen das Mittel der Wahl gegen Fußschweiß und zur Vorbeugung von Pilzinfektionen. Außerdem dient es der Massage des Fußes und der Reflexzonen sowie dem Stressabbau.

 

 

 

 

Barfußpfade eröffnen neue Wege

Den Boden unter den Füßen spüren – ohne Schuhe geht es einfacher.

Entsprechend der Philosophie Kneipps verfügt der Bad Wörishofener Kurpark über einen anderthalb Kilometer langen Barfußrundgang, beginnend an der Kneipp-Anlage, entlang an mehr als 20 Erlebnisstationen. Barfußläufer können hier nicht nur Gras unter ihren Füßen spüren. Auch unterschiedlichste Naturmaterialien wie beispielsweise Steine, Rindenstücke, Sand und Fichtenzapfen geben den Fußsohlen neue Impulse.

 

Auch wenn der Barfußpfad komplett den Prinzipien der Kneipp-Medizin entspricht, stammt die Idee der Anlage eines Weges mit unterschiedlichen Belägen, der barfüßig durchwandert wird von einem anderen Geistlichen, dem „Lehmpastor“ Emanuel Felke. Felke gilt als Begründer der Komplex-Homöopathie, der Körper und Seele wieder ins Gleichgewicht bringen wollte.

 

Der evangelische Pastor war ein Verfechter von Lehmeinreibungen und Schlammbädern und empfahl eine vitalstoffreiche und fleischarme Ernährung sowie viel Bewegung – auch Barfußlaufen – an der frischen Luft. An seinem Wirkungsort Bad Sobernheim befindet sich heute Deutschlands ältester Barfußpfad, der 1992 eröffnet wurde. Der 3,5 Kilometer lange Pfad führt direkt am Naheufer entlang und verfügt – ganz im Sinne seines geistigen Vaters Felke – auch über ein Lehmstampfbecken. Ansonsten runden Balancier-Element und vielfältige natürliche Materialien das besondere Barfußerlebnis ab.

 

Mittlerweile erfreuen sich Barfußparcours wachsender Beliebtheit. Auch Kindergärten und Schulen legen kleine Anlagen an, um Kindern und Jugendlichen einen körperlichen und seelischen Ausgleich zu ermöglichen. In Deutschland gibt es derzeit rund 85 größere Barfußpfade. Die rund 90.000 Besucher pro Jahr allein in Bad Sobernheim zeigen, dass Barfußlaufen mehr als ein kurzzeitiger Trend ist. Barfußlaufen ist nicht nur eine Rückbesinnung auf naturheilkundliche Anwendungen. Vielmehr befriedigt diese – vergleichsweise einfache Therapie – das steigende Bedürfnis in einer durchgetakteten und technisierten Welt wieder Natur unter den Füßen zu spüren.

 

Barfußpfade bieten ein Erlebnis für alle Sinne und entspannen. Für viele Menschen sind sie zudem der Einstieg ins regelmäßige, teilweise sogar ins alltägliche Barfußlaufen. Schließlich lässt sich dort – in einem quasi geschützten Raum – das Laufen ohne Schuhe wieder neu erlernen.

 

Im alltäglichen Leben ohne Schuhe unterwegs zu sein – dazu gehört schon einiges an Mut. Wer nach den ersten Erlebnissen auf Barfußpfaden und in der freien Natur das positive Gefühl ohne beengende Schuhe häufiger erleben will, hat verschiedene Möglichkeiten. Die Extremste: Konsequent auf Schuhe verzichten und in der kalten Jahreszeit auf Barfuß- oder sogenannte Minimalschuhe zurückgreifen. Niedrigschwelliger sind die vielfältigen Möglichkeiten, zumindest ab und an barfuß zu laufen und bei Schuhen möglichst flache und fußfreundliche Modelle zu wählen.

 

Wer nicht nur zu Hause und auf dem Barfußpfad auf Schuhe verzichten will, findet im Sportbereich gute Möglichkeiten und Gleichgesinnte. Denn gerade bei Walkern und Joggern nimmt der Anteil der Barfuß- oder Fast-Barfußläufern stetig zu. Obgleich schlechte Schuhe vielfach für Blessuren beim Laufen verantwortlich gemacht werden, sind sich Mediziner und Trainer hier einig: Verletzungen werden eher durch die Lauftechnik verursacht denn durch die Laufschuhe.

 

Was die Lauftechnik anbelangt, müssen Barfußläufer anfangs umlernen. Sie haben einen anderen Laufstil und landen eher auf dem Vor- oder Mittelfuß. Im Gegensatz dazu landen drei Viertel der beschuhten Sportkameraden bevorzugt auf der Ferse. Wer also bislang mit Schuhen trainiert hat, benötigt eine Umstellungsphase, in der die Füße gestärkt und gedehnt werden. Erfahrene Laufcoachs empfehlen dabei zuerst auf Minimalschuhe umzusatteln und sich dann schrittweise an Barfußschuhe zu gewöhnen.

 

Ob Läufer barfuß wirklich generell schneller und ermüdungsfreier laufen können, ist wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt. Dafür spricht allerdings der Fakt, dass die modernen Laufschuhe von Leistungssportlern eher an das Prinzip der Barfußschuhe angelehnt sind. Sie verfügen kaum über eine Fernerhöhung, sind extrem leicht und völlig dem natürlichen Fuß angepasst. Eine Form, die auch für die alltäglichen Schuhe wünschenswert wäre.

 

 

 

 

Cooler Widerspruch: Barfußschuhe

Barfußschuhe – das klingt widersprüchlich und kommerzialisiert. Denn das Barfußlaufen an sich ist minimalistisch und erfordert eigentlich keine weitere Ausstattung. Das ist sicher richtig wenn es um das Laufen auf der Tauwiese oder das Wandern auf dem Barfußpfad geht. Wer allerdings auch andere Wege ohne Straßenschuhe beschreiten will, kann mit guten Barfußschuhen ein freies Fußgefühl erleben, ohne sich über Verletzungsgefahren zu sorgen. Darüber hinaus bieten Barfuß- und Minimalschuhe auch in der kälteren Jahreszeit eine isolierende Schicht aus Wolle oder Hanf.

 

Kinderfüße: meist noch vollkommen gesund.

Barfuß- und Minimalschuhe verfügen über eine leichte und flexible Sohle. Verschiedene Anbieter fertigen diese Schuhe nachhaltig und teilweise auch vegan, also ohne Leder, Fell oder Wolle.

 

Sportliche Ausgabe der Barfußschuhe sind die sogenannten Fünf-Finger-Schuhe. Ähnlich einem Fingerhandschuh hat auch hier jede Zehe eine eigene Abteilung und wird einzeln umschlossen. Das hat den Effekt, dass die Zehen komfortabel leicht gespreizt sind und der Fuß über eine größere Auflagefläche auf dem Boden verfügt. Die Sohle ist dünn und schützt vor möglichen Schnitten.

 

Diese Modelle sind auch eine gute Möglichkeit für Diabetiker das Barfußlaufen angstfrei zu genießen. Da bei Diabetespatienten das Schmerzempfinden gestört ist, sollten sie auch kleinere Schnittverletzungen an den Füßen vermeiden um Infektionen vorzubeugen. Mit Barfußschuhen sind die Füße geschützt. Die Träger erhalten dennoch ein Gefühl vom Untergrund, entlasten ihre Füße und können die Fußfreiheit undenklich genießen.

 

Nur einen sanften Fußabdruck hinterlassen

Egal ob Barfuß oder mit Schuhen – jeder Mensch hinterlässt – auch bei einem bewussten nachhaltigen Lebensstil – einen ökologischen Fußabdruck auf der Erde. Wie tief diese Spur jedoch wird, hat jeder selbst in der Hand. Verantwortung für Mensch, Umwelt und Klima zu übernehmen fällt meist einfacher, wenn wir wissen, was wir schützen. Ab und an den Boden unter den Füßen zu spüren ist dabei sicher hilfreich und erdet.

 

Auch bei der persönlichen Finanz- und Vermögensplanung sollte man nie den Boden unter den Füßen verlieren. Grünes Geld, erfahrener Experte für nachhaltige Geldanlagen hilft Ihnen dabei, das richtige Konzept zu finden. Mit einer guten Rendite für Sie und einem positiven Effekt für die Umwelt. Machen Sie den Grünes Geld Test.

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

 

Fit in den Frühling – Nachhaltig Sport treiben

Dienstag, 28. Februar 2017
Zusammenfassung: Fit und sportlich in den Frühling starten – das wollen jetzt viele. Aber ist es besonders sportlich und gesund, mit dem Auto ins Fitness-Studio zu fahren und sich für die neu gefassten Vorsätze mit neuer Sportkleidung aus unklarer Produktion auszustatten? Und wie sieht es mit der Nachhaltigkeitsbilanz von Skireisen und Co. aus? Auch im Sport- und Fitness-Bereich ist ein bewusster Konsum und verantwortungsvoller Umgang mit den Ressourcen der bessere Weg.

 

 

Mehr Sport und Bewegung im Alltag – das nehmen sich im Frühling viele Menschen vor.

Wer mit seinen guten Vorsätzen für das neue Jahr hinterher hinkt, bekommt mit dem Frühlingsbeginn quasi seine zweite Chance. Jetzt mehr Sport treiben, fit und gesund in die warme Jahreszeit starten, Ballast abwerfen und sich selbst und dem Körper etwas Gutes tun. Vielleicht auch die Fastenzeit vor Ostern für mehr Bewegung nutzen.

 

Gute Vorsätze sind schnell gefasst, jetzt geht es an die Umsetzung. Aber auch im Sport- und Fitness-Bereich ist es durchaus angesagt, nachhaltig zu denken. Das umfasst nicht nur die persönlichen Erfolge für Körper und Geist, sondern auch die Wahl der Sportart und der Ausstattung. Ökologische und ethische Aspekte spielen auch in der Welt des Sports eine tragende Rolle.

 

 

Sport ist nicht gleich Fitness

Die Welt des Sports ist bunt und vielfältig. Selbst Billard und Schach zählen offiziell zu den Sportarten. Wer diese ausübt schadet der Umwelt wenig, tut sicher etwas für seine Entspannung. Dass diese Sportarten kaum der körperlichen Fitness dienen, ist jedoch auch klar. Rasante Sportarten wie Kartbahn- und  Autorennen oder Motorboot fahren fördern gewiss Geschicklichkeit und Konzentration, produzieren jedoch unnötig CO2 und verbrauchen viele Ressourcen.

 

Aber auch klassische Bewegungssportarten haben ihre Tücken. So ist Schlittschuhfahren im Winter eine gesunde und fordernde Aktivität, im Sommer – in einer aufwändig temperierten Eissporthalle – hinterlässt der Schlittschuh einen tiefen ökologischen Abdruck.

 

 

„Weil i wü‘, Schifoan …“

Um „abi“ zu fahren, geht es mit dem Lift erstmal „aufi“.

Der österreichische Liedermacher Wolfgang Ambros packte in den siebziger Jahren noch jedes Wochenende seine Ski aufs Autodach und machte sich auf „ins Stubaital oder nach Zell am See“. Von Wien aus immerhin eine Strecke von rund 375 Kilometer.

 

Allein der Anreiseweg zeigt, dass es die – bis in den April hinein – beliebten Skireisen ökologisch in sich haben. Gerade das alpine Skifahren ist umstritten. Schließlich hat der Massentourismus im Wintersport bereits tiefgreifende Schäden in den bergigen Naturlandschaften verursacht, die für die Sportart vorbereitet, sprich verändert werden. Hinzu kommt einer hoher Energieverbrauch durch die Infrastruktur, Skilifte, Schneekanonen und – eben nicht zu vergessen – den Anreiseverkehr. Wer regelmäßig für ein Ski-Wochenende eine Anfahrt von mehreren hundert Kilometern in Kauf nimmt, kann sicher nicht mehr von einem nachhaltigen und naturnahen Sport sprechen.

 

 

Drei Beispiele für mehr Nachhaltigkeit im Skisport

Einige Gemeinden denken bereits um und entwickeln nachhaltige Angebote. Zum einen, um ihre Umwelt zu bewahren, zum anderen aber auch, um umweltbewussten Skifahrern ihren Lieblingssport auch weiterhin zu ermöglichen. In Deutschland hat die Gemeinde Garmisch-Partenkirchen die „Nachhaltigkeitsstrategie 2020“ entwickelt. Damit will das beliebte Skigebiet CO2-Emissionen drastisch reduzieren. Dafür setzt die Region auf Erneuerbare Energien, eine verbesserte Energieeffizient und eine konsequente Überwachung des Energieverbrauchs in ihren Anlagen.

 

Das italienische Skigebiet San Martino di Castrozza-Rolle, Trentino, wurde von der italienischen Umweltschutzorganisation für 100 Prozent erneuerbar erklärt. Die Region bezieht ihren Strom aus Wasserkraftwerken und spart so 25 Tausend Tonnen CO2 ein. Um auch für die Anreise positive Impulse zu schaffen, stehen im Skigebiet 16 kostenfreie Ladestationen für Elektrofahrzeuge zur Verfügung. Im Südtiroler Skigebiet Plan de Corones investiert die Gemeinde in nachhaltige Mobilität. Die Gebiete sind mit dem Zug zu erreichen und untereinander durch einen Busnetz verbunden. Auf Sonnenenergie setzt die Gemeinde Tenna im Schweizer Kanton Graubünden. Hier laufen die Skiliftanlagen komplett mit Solarenergie aus der eigenen Photovoltaikanlage.

 

 

Einfach nur Sport …

Sport im Fitnessstudio ist okay – aber es gibt viele gleichwertige Alternativen.

Nicht jede Sportart belastet die Umwelt wir Motorsport oder ist unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit kritisch zu bewerten wie das alpine Skifahren.

 

Regelmäßiger Sport fördert das Wohlbefinden – wenn jedoch für eine halbstündige Einheit im Fitnessstudio ein ebenso lange Autofahrt notwendig ist, sind selbst diese harmlosen Sportarten belastend für die Umwelt.

 

Alternativen ergeben sich oft im direkten Lebensumfeld. Sicher klingt ein Gymnastikkurs im vielleicht fußläufig benachbarten Sportverein nicht enorm aufregend, ist aber im allgemeinen genauso effektiv wie das Angebot im Fitnessclub.

 

Noch einfacher umzusetzen sind Wandern, Walken und Joggen. Wer seinen Radius weiter spannen will, ist auch mit dem Fahrrad, den Inlinern oder dem Skateboard aktiv unterwegs. Dabei wird kein CO2 produziert und nur wenige Ressourcen durch die benötigten Sportgeräte verbraucht.

 

 

Einfach nur Bewegung …

In manchen Lebensphasen sind selbst flexible Termine und einfache Sportarten nicht in den Tagesablauf zu integrieren. Wer dennoch nicht rosten will, muss kreativ sein, um in Bewegung zu bleiben. Treppen steigen statt Rolltreppen oder Aufzüge benutzen. Kurze Wege generell zu Fuß gehen, mit den Kindern toben oder auf der Wiese Fußballspielen – das alles kann schon einiges bewirken. Außerdem gilt im Sport die Devise „lieber wenig als gar nicht“. Selbst wer nur fünf Minuten am Morgen einige Yoga-Übungen absolviert, einfache Übungen am geöffneten Fenster durchführt oder zur Musik aus dem Radio tanzt, regt seinen Kreislauf an und startet positiv in den Tag. Wer dann im Urlaub ausgedehnte Spaziergänge unternimmt oder sich schöne Tage im Schwimmbad gönnt, hat bereits einiges für seine Gesundheit bewirkt.

 

 

Coole Sportbekleidung macht nicht unbedingt fitter

Sportbekleidung spielte bei den alten Griechen keine Rolle. Bei den Olympischen Spielen der Antike traten alle Athleten und Trainer nackt an. Heute steht für jede Sportart eine breite Palette an Bekleidung und Accessoires zur Verfügung, auch wenn diese nicht unbedingt notwendig oder funktional sind. Sportbekleidung unterliegt wechselnden Trends. Hergestellt werden die Kleidungsstücke in erster Linie in China, Taiwan und Bangladesch, teilweise unter extrem ausbeuterischen Umständen. Fair Trade-Produkte sind zwar generell im Kommen, im Sportbereich jedoch noch eher selten. Ausnahmen bilden am ehesten Yoga-Ausstattung und Outdoor-Bekleidungshersteller. Daher lohnt es sich, auf entsprechende Etikettierungen zu achten und vorhandene Sport- und Funktionskleidung fachgerecht zu pflegen und gegebenenfalls zu reparieren.

 

 

Mit guten Vorsätzen nicht warten

Wer fit in den Frühling starten will, sollte nicht warten, sondern starten. In dem Maße, in dem es sich in das tägliche Leben einbinden lässt und mit der Intensivität, die persönlich gut tut. Ein bewusster Umgang mit den persönlichen Ressourcen ist immer ein guter Gradmesser.

 

Das gilt im Sport genauso, wie bei der Finanzplanung. Denn auch hier ist es wichtig zu wissen, wieviel Geld sinnvoll in welche Projekte investiert werden sollte und was in das persönliche Portfolio passt. Grünes Geld, erfahrener Experte für nachhaltige Geldanlagen, bietet Anlegern eine breite Palette an ethischen und ökologischen Geldanlagen. Hier findet jeder die passende Anlagestrategie.

 

 

Schützen vor Inflation: Sachwerte wie Windkraftbeteiligungen, Fotovoltaik, BHKW

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.