Mit ‘steuern sparen’ getaggte Artikel

Verschenktes Geld im Ausland zurück holen

Montag, 26. Februar 2018
Zusammenfassung: Wer Dividendenpapiere im Ausland kauft, muss den Fiskus im Blick behalten. Oft verlangt der ausländische Staat Quellensteuern. Wie Anleger zu viel gezahlte Gelder zurückholen.

 

 

Auch ausländische Staaten haben Appetit auf Steuern. Holen Sie sich mit unseren Tipps zu viel gezahlte Steuern wieder zurück.

Dividendenchampions sitzen oft im Ausland. Neben Technologiefumen (z. B. Telefonica/Spanien, Apple, Cisco, Microsof / USA) zeichnen sich etwa die Pharma- und Gesundheitsbranche (z.B.  Novo Nordisk / Dänemark, Roche. Novartis/Schweiz, Sanofil / Frankreich), aber auch der Nahrungsmittel- und Getränkesektor (z. B. Coca-Cola, Pepsico/USA, Lindt & Sprüngli / Schweiz) sowie die Konsumgüterindustrie (Procter & Gamble, Johnson & Johnson, Church & Dwigh / USA, L’Oreal / Frankreich) durch hohe Dividendenzahlungen und regelmäßige Ausschüttungen aus.

 

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Einkommenssteuerfreie Vererbung von Depots

Montag, 11. Mai 2015

 

Bis 2020 werden in Deutschland etwa 2,6 Billionen Euro vererbt, was immerhin ca. 27 % des gesamten Vermögensbestandes (ca. 9,4 Billionen Euro) der privaten Haushalte entspricht (Quelle: "Empirica"-Studie, Deutsches Institut für Altersvorsorge, 2011). Deshalb sind Konzepte gefragt, die die Übertragung dieser Vermögen auf die nächste Generation optimieren. Lebensversicherungsprodukte bieten zu diesem Thema einige einzigartige Möglichkeiten – auch auf Grund der unkomplizierten Regelung und Veränderung der Begünstigten und des Vertragsinhabers.

 

Die meisten Menschen denken beim Thema "Erben" in erster Linie an Erbschaftssteuer. Ich möchte hier aber den Fokus auf die Einkommenssteuer bei Vererbung eines Depots lenken. Sie werden sagen: "Einkommenssteuer bei Vererbung? Das ist doch ein Druckfehler….".

 

Nein, es ist völlig ernst gemeint. Nehmen wir an, ein Kunde hat 500.000 € auf einem gewöhnlichen Bankdepot. In diesem Depot finden sich einige Aktienfonds und Rentenfonds. Der Kunde stirbt und das Vermögen geht in den Nachlass. Wenn der Kunde in einer gewöhnlichen Direktanlage bei der Bank investiert ist, dann fällt bei Auflösung des Depots die Abgeltungssteuer auf die Erträge an. Warum Auflösung?

 

In Deutschland wird durch das Erbschaftssteuergesetz geregelt, wer welchen Anteil des Vermögens erbt. Es wird aber nicht geregelt, wer genau was erbt. Zudem erbt in Deutschland nur in eher seltenen Fällen ausschließlich eine Person. Meistens gibt es mehrere Erben, die sich dann um die Aufteilung der Vermögenswerte streiten (Erbstreitigkeitsquote ca. 45 %). Dies könnte man nur durch ein Testament verhindern, das machen aber bisher nur sehr wenige Deutsche! Nach einer Umfrage, die das Deutsche Forum für Erbrecht durch EMNID 2012 durchführen ließ, haben nur rund 30 % der Deutschen ein Testament errichtet. Davon sollen aber rund 80 % entweder unwirksam oder zumindest streitanfällig sein. Das heißt konkret für unser Beispiel, das Depot wird aus zwei Gründen mit einer großen Wahrscheinlichkeit aufgelöst. Einerseits wird es meist mehrere Erben geben, die unterschiedliches mit dem Geld vorhaben, anderseits sind diese selten zufrieden mit der bisherigen Anlageform oder können sich nicht auf eine gemeinsame einigen.

 

Wird das Depot aufgelöst, wird die Abgeltungssteuer auf die Erträge fällig, also immerhin 25 % der angefallenen Erträge (zzgl. Kirchenst. und Soli ca. 28 %). Nehmen wir an, das Geld in dem Beispieldepot hat über 12 Jahre 6% p.a. erwirtschaftet, das ist ein Faktor von ca. zwei. D.h. es wurden anfangs 250.000 € angelegt, die sich über 12 Jahre verdoppelt haben. Es sind also 250.000 € Erträge angefallen. Dann reden wir immerhin über eine Zahlung von ca. 70.000 € Abgeltungssteuer, die bei Auflösung anfallen. In der wohlhabenden Schicht dürften diese Summen noch wesentlich höher liegen.

 

Über das Konstrukt einer Lebens- oder Rentenversicherung ist an dieser Stelle eine Optimierung möglich. Die Produktgestaltung ist dabei beinahe trivial. Die Wirksamkeit hängt eher an den Produkteigenschaften selbst. Wenn der Kunde in dem o.g. Beispiel sein Depot in eine fondsgebundene Police einzahlt, dann passiert folgendes: Der Kunde ist Vertragsinhaber (VN), ist auch versicherte Person (VP) und auch Bezugsberechtigter und zahlt auch selbst das Geld ein. Nun ist es so, dass der Kunde zu Lebzeiten selbst über das Geld verfügen kann, er kann auch Renten beziehen oder sich regelmäßig Geld auszahlen, wenn der Tarif das zulässt. Seine Geldanlage kann er bei entsprechender Fondsauswahl genauso oder mindestens sehr ähnlich strukturieren wie vorher im Depot gewohnt. Der Unterschied ist nur, wenn der Kunde (VP) jetzt stirbt, gibt es aus dem Vertrag eine steuerfreie Todesfallleistung. Die Besteuerung von Leistungen aus Lebens- und Rentenversicherungen wird in Abb. 1 im Überblick dargestellt.

 

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Abb. 1: Besteuerung von Leistungen aus einer Lebens- oder Rentenversicherung

 

Es wird in diesem Konzept die Tatsache ausgenutzt, dass Todesfallleistungen aus Lebens- und Rentenversicherungen einkommenssteuerfrei ausgezahlt werden.

 

Der Betrag kann beliebig hoch sein, er wird nicht der Einkommenssteuer unterworfen! Damit hat der Kunde unter Mithilfe einer Policenlösung für beliebig große Depots die Möglichkeit der Weitergabe in die nächste Generation, ohne dass bei Auflösung Einkommenssteuer anfallen würde. Siehe dazu schematische Darstellung in Abb. 2.

 

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Abb. 2: Einkommenssteuerfreie Depotvererbung

 

 

 

 

Diese Vorgehensweise funktioniert allerdings nur, wenn es sich um einen lebenslangen Vertrag (Whole-Life-Tarif) handelt, d.h. der Vertrag endet nicht automatisch. Das alleine schränkt die Auswahl der möglichen Tarife natürlich ein. Die Todesfallleistung muss mindestens dem Vertragsguthaben entsprechen. Bei vielen Rentenversicherungen kommt im Todesfall nur die Summe der eingezahlten Beiträge zur Auszahlung. Das wäre hier natürlich kontraproduktiv. Zudem muss die Flexibilität bei der Entnahme sehr groß sein, damit der Depotinhaber selbst möglichst umfangreich verfügen kann.

 

Natürlich müssen nun je nach Umfang des vererbten Betrages ggf. Erbschaftsteuern gezahlt werden. Diese könnte man nur vermeiden, wenn man von vornherein die Versicherungsnehmer-Eigenschaft an den gewünschten Erben überträgt. Dann wäre das Geld aber verschenkt und für den bisherigen Depotinhaber selbst nicht mehr nutzbar. Aber immerhin haben wir die Einkommenssteuer vermieden. In der ursprünglichen Depotlösung bei der Bank werden im Zweifel Einkommenssteuer UND Erbschaftssteuer fällig!

 

Steuerfreiheit – Mythos der Vergangenheit?

 

Eine sehr attraktive Abwandlung dieses Konzeptes ermöglicht sogar in heutiger Zeit noch steuerfreie Verträge für den Anleger oder Sparer selbst. Die Einführung des Alterseinkünftegesetzes (2005) und der Abgeltungsteuer (2009) veränderten das Steuerprivileg von Rentenversicherungen und Fondsanlagen grundlegend. Dennoch können auch im Jahr 2015 einkommensteuerfreie Policen abgeschlossen werden! Auch in diesem Fall machen wir uns die steuerfreie Todesfallleistung zunutze, siehe Abb. 1. Aber keine Angst, Sie müssen nicht erst sterben, um steuerfreie Leistungen zu erhalten, dafür sorgt eine besondere Vertragsgestaltung.

Das Konzept

Angenommen, die Fondspolice wird wie in Abb. 3 abgeschlossen:

 

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Abb. 3: Gestaltung einer steuerfreien Ansparpolice

 

Diese Vertragskonstellation hat folgende Vorteile:

 

 

Das Kind kann als Versicherungsnehmer frei über den Vertrag verfügen:

– (Teil-)Entnahmen, Verrentung – abgestimmt auf das Lebensalter des Kindes, Auszahlplan, Kombination der Verfügungsarten – Besteuerungssystematik s. oben

– Änderungen der Anlage

 

 

Die steuerliche Besonderheit:

– Im Todesfall des Vaters erhält das Kind das vorhandene Vertragsguthaben als Todesfall-Leistung einkommenssteuerfrei!

Wichtig dabei ist die Alterskonstellation. Die mitversicherte Person sollte idealerweise etwa 25-35 Jahre älter sein als der Vertragsinhaber. Dies kann ein Elternteil sein, das ist aber nicht zwingend notwendig.

 

 

Kennen Sie diese Situation? Eltern möchten für Ihr Kind beizeiten einen Sparvertrag abschließen ("Zeit ist Geld!"). Am Ende des Sparprozesses ist allerdings auf die Erträge ein erheblicher Teil an Steuern abzuführen. Diese können Sie Ihren Kindern ersparen. Diese Konstellation eignet sich also besonders für Kinder-Investmentpolicen.

 

 

Produktlösung nach Maß

In der Beratung kommt zudem der Produktlösung eine entscheidende Bedeutung zu, denn nicht jede Fondspolice erfüllt diese notwendigen Anforderungen:

– Whole-Life-Tarif, d.h. der Vertrag endet nur bei Kündigung oder wenn eine versicherte Person stirbt. Vor dem Hintergrund der Steuerfreiheit im Todesfall ist ein lebenslanger Vertrag eine Notwendigkeit.

– Es muss die Möglichkeit einer mitversicherten Person geben (auf Erstversterbenden-Basis)

– Flexible Anlageoptionen: Die Fondspolice sollte neben Einzelfonds auch den Deckungsstock als Sicherungsinstrument anbieten.

 

Der Kunde kann somit das Anlagerisiko eigenständig bestimmen und flexibel auf Marktentwicklungen reagieren.

 

 

– Volle Flexibilität in der Entnahme (Auszahlplan, Verrentung, Entnahmen und deren Kombinationen)

– Todesfallleistung entspricht dem Vertragsguthaben

 

 

Eine steuerfreie Fondspolice ist somit kein Mythos der Vergangenheit. Entscheidend sind dabei eine Produktlösung nach Maß sowie die richtige Vertragsgestaltung.

 

 

 

steuerfreie-geldanlage-kontakt

 

 

 

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sven-staack Gastbeitrag von Sven Staak

Sven Staak  ist Dipl.-Volkswirt und arbeitet als Key Account Consultant bei der Helvetia schweizerische Lebensversicherung AG. 

Für alle Angaben wird keine Haftung übernommen. Der Beitrag gibt die Meinung des Gastautors wieder.

Grüne Altersvorsorge: Steuern sparen bringt Rente

Montag, 19. Mai 2014

Im ersten Teil unserer Serie „grüne Altersvorsorge“ haben wir uns mit der entstehenden Deckungslücke beschäftigt, im zweiten Teil mit dem Thema Fondssparplan, im dritten Teil mit privaten Rentenversicherungen, im vierten Teil mit der Riester-Rente und im fünften Teil mit der Rürup-Rente.  Heute möchte ich Ihnen die Steuern-Varianten vorstellen und aufzeigen, wie der Staat den Altersvorsorge-Sparer zur Kasse bittet. Alle Tipps & Hinweise sind ohne Gewähr – bitte befragen Sie Ihren Steuerberater für verbindliche Auskünfte.

 

Affenmutter und Affenkind

Mutter und Kind: Altersvorsorge auf natürliche Art.

Was ist das eigentliche Thema?

Wer Geld anlegt muss seit 1.1.2009 auf die Kapitalerträge die Abgeltungssteuer, plus Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer, zahlen. Allerdings gibt es einen Betrag, bis zu dessen Höhe die Kapitalerträge nicht besteuert werden. Dieser liegt aktuell bei 801 Euro für Ledige und bei 1.602 Euro für gemeinsam veranlagte Partner. Wer nun denkt, dass diese Freigrenzen doch locker ausreichen, irrt. Denn bei der Altersvorsorge, die oftmals über Jahrzehnte einen großen Kapitalstock aufbaut, sind die Kapitalerträge meist mehrer zehntausend, oftmals auch deutlich über 100.000 Euro. Die Steuern können dann leicht mehrere zehntausend Euro ausmachen.

 

Um die Altersvorsorge zu fördern, gelten für Renten- und Lebensversicherungen günstigere Besteuerungsregeln.

 

Wie funktioniert die Besteuerung von Rentenversicherungen und Lebensversicherungen?

Der erste Teil betrifft die Ansparphase: also die Zeit, in der man in den Vertrag Geld einzahlt. Während bei normalen Anlagen auch in dieser Zeit anfallende Erträge ganz normal der Steuer unterliegen, ist die Ansparphase bei Rentenversicherungen und Lebensversicherungen komplett steuerfrei. Das ist besonders dann von Vorteil, wenn man mit den lukrativen und sicheren Investmentfonds arbeitet. Dort fallen in normalen Depots nämlich immer dann erheblich Steuern an, wenn man nach einigen Jahren von einem Fonds in einen anderen wechselt, zum Beispiel von einem Aktien- in einen Rentenfonds. Diese Steuern braucht der Sparer in einem Rentenvertrag nicht zu tragen, denn dort gilt die 100%ige Steuerfreiheit in der Ansparphase.

Der zweite Teil der steuerlichen Bevorzugung der Altersvorsorge: Wenn die Verträge 12 Jahre gelaufen sind und frühestens ab dem 62. Lebensjahr ausgezahlt werden, gilt für die Auszahlungen folgendes: Bei Einmalauszahlungen wird das Halbeinkünfteverfahren angewendet, d.h. nur die Hälfte der tatsächlich erzielten Gewinne wird versteuert (mit dem individuellen Steuersatz). Unter der Voraussetzung 12/62 (siehe oben) gilt für Rentenversicherung das Ertragsanteilsverfahren, so dass die gezahlten Renten nur noch mit einem sehr geringen Satz besteuert werden. Beim Ertragsanteilsverfahren wird letztlich ein gewisser, relativ kleiner Teil der ausgezahlten Rente als „Ertrag“ angenommen (zum Beispiel 17% der Renten). Nur dieser, relativ kleine Betrag, wird dann mit dem eigenen Steuersatz versteuert.

 

 

Konkrete Beispiele für die grüne Altersvorsorge

In der folgenden Tabelle haben wir zwei Varianten für die grüne Altersvorsorge gerechnet. Zugrunde liegen jeweils fondsgebundene Rentenverträge gegenüber einer direkten Ansparung in Investmentsfonds. In der einen Variante handelt es sich um einen langlaufenden Vertrag (37 Jahre), in der anderen um einen kürzer laufen Vertrag (15 Jahre).

 

Variante: Fondsgebundene
Rentenpolice 
37 Jahre
Fondsdepot 
37 Jahre
Fondsgebundene
Rentenpolice 
15 Jahre
Fondsdepot 
15 Jahre
Startalter 30 30 50 50
Zielalter 67 67 65 65
Sparbetrag pro Jahr 1.200 € 1.200 € 1.200 € 1.200 €
Umschichtung der Fondsanteilealle 3 Jahre zum Volumen 20% 20% 20% 20%
Wertentwicklung Fonds p.a.
(nach BVI-Methode)
6,0% 6,0% 6,0% 6,0%
Persönlicher Steuersatz aktuell 35,0% 35,0% 35,0% 35,0%
Persönlicher Steuersatz Rente 25,0% 25,0% 25,0% 25,0%
Kapitalauszahlung 110.852 € 107.302 € 24.594 € 23.957 €
Rentenhöhe (statt Auszahlung) 609 € 540 € 132 € 123 €
Vorteil in % gegenüber Alternative  +12,7% ./.  +7,3% ./.

Berechnungen ohne Gewähr; Berechnungen durchgeführt mit „Dr. Kriebel Beratungsrechner„.

 

Man kann also erkennen, dass der steuerliche Vorteil für die Altersvorsorge relevant ist (in linken Beispiel eine um 12,7% höhere Rentenzahlung). Moderne Rentenverträge punkten außerdem mit Auszahlungen auf Wunsch, zusätzlicher Absicherung auf Wunsch (z.B. Pflege oder Todesfall), Vererbbarkeit und Übertragbarkeit, Beleihbarkeit und der völlig freien Beitragszahlung. Vorteile der Depotlösung sind die niedrigere Kostenstruktur und die größerer Auswahl an Fonds.

 

Fazit: Wer etwas für die Absicherung seines Lebensstandards im Alter tun möchte, kann durch die Wahl eines Rentenvertrages unterm Strich Steuern sparen. Niedrigere Kosten und eine breitere Auswahl an Fonds hat er bei der Anlage in einem normalen Fonds-Depot. Wer also etwas anspart und mit großer Wahrscheinlichkeit diese Ansparung durchhält, der sollte einen steuergünstigen Rentenvertrag wählen und die Auszahlung dann auch als Rentenzahlung in Anspruch nehmen. Wer sich das Kapital auf einmal auszahlen lässt, ist mit dem Rentenvertrag immer noch besser dran, aber der Vorteil wird geringer. Die Entscheidung Kapital oder Rente kann er kurz vor Auszahlung noch treffen.

 

 

 

Depotlösungen und Rentenverträge zur grünen Altersvorsorge

 

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

4 Tipps um bei der Geldanlage Steuern zu sparen

Donnerstag, 24. November 2011

Der Staat ist für mich ein riesiger Geldautomat. Hinten wird Geld eingelegt in den Automaten. Das tun wir alle – denn wir zahlen Steuern, Abgaben, Gebühren, usw. Vorne stehen wir auch alle und heben Geld ab. Aber während man selbst z.B. 80 € ausgezahlt bekommt, sieht man den Nebenmann 900 € heraus holen. Wie kann das sein?

 

Nun, nicht jeder kennt alle Möglichkeiten zum Steuern sparen und Förderungen nutzen. Frei nach H. Schmidt: Wer die Pflicht hat, Steuern zu zahlen, der hat auch das Recht, Steuern zu sparen. Und das geht natürlich auch mit nachhaltigen Geldanlagen.

 

Auch in grün Bürgerpflicht: Steuern zahlen und Steuern sparen

Aber Achtung: nur um Steuern zu sparen, sollte niemand einen bestimmte Geldanlage wählen. Sie muss in allen Eigenschaften passen – Laufzeit, Auszahlungsform, Verfügbarkeit, etc.

 

Unser Referenz-Anleger: 100.000 € Kapitalanlage, Bankzins 3%, 30-jähriger, der bis 67 arbeitet, und 100 € monatlich spart. Er spart mit Dynamik von 3% und hat ein Brutto-Einkommen von 50.000 €, das sich ebenfalls mit 3% jährlich entwickelt.

 

 

Hier nun unsere Liste von Steuer-Spar- und Förder-Möglichkeiten bei der Geldanlage.

 

 

1. Riestern: Vorteil 20.934 €

 

 

Riester-Verträge sind teuer und zwingend als Rente – außer 30% Kapitalauszahlung auf Wunsch – auszuzahlen. Rein finanziell sind sie aber meist emfpehlenswert – der Staat zahlt direkte Förderung in den Vertrag und die eigenen Beiträge wirken sich unter Umständen steuermindernd aus.

 

Durch die Beitragsgarantie kann der Sparer außerdem nur gewinnen: denn zu seinen eingezahlten Beiträgen erhält er mindestens die staatlichen Förderungen / Steuerersparnisse obendrauf. Damit ist eine Rendite von meist einigen Prozentpunkten automatisch garantiert.

 

 

Das Ergebnis für unseren Refernz-Anleger:

Kapital zu Rentenbeginn mit 67: 93.548 €

Selbst eingezahlt: 24.666 €

Steuervorteil: 17.584 €

Zulagen: 3.350 €

Zinsen: 47.948 €

 

 

2. Basisrenten: Vorteil 24.007 €


 

Bei der Basisrente können bis zu 40.000 € im Jahr (Verheiratete) eingezahlt und steuerlich geltend gemacht werden. Zwar können davon aktuell nur 72% (also 28.800 €) in 2011 angesetzt werden, aber diese Prozentzahl steigt jährlich, bis im Jahre 2025 100% erreicht werden. Andere Altersvorsorge-Aufwendungen (z.B. GRV, RV vor 2005, etc.) werden ebenfalls abgezogen – trotzdem, eine in vielen Fällen lohnende Möglichkeit zum Steuersparen. Für Selbstständige und Beamte fast immer lohnen, aber auch für Angestellte und Arbeiter meist interessant.

 

 

Das Ergebnis für den Referenz-Anleger:

Kapital zu Rentenbeginn mit 67: 157.546 €

Selbst eingezahlt: 55.402 €

Steuervorteil: 24.007 €

Zinsen: 78.137

 

 

3. Private Rentenversicherungen: Vorteil 17.640 €

 

 

Die private Rentenversicherung wird vom Staat ebenfalls bevorzugt behandelt. Statt kontinuierlicher, jährlicher Belastung durch die Abgeltungssteuer kann die komplette Ansparphase ohne Steuerzahlungen gestaltet werden – die Zinseszinsen können sich voll entwickeln. In der Rentenphase gilt die Ertragsanteilsbesteuerung: statt Abgeltungssteuer fällt nur eine meist deutlich geringer steuerliche Belastung an.

 

 

Das Ergebnis

Bei Sparplan mit Fonds: monatliche Rente von 606 €

Bei Sparplan mit Rentenversicherung: monatliche Rente von 655 €

Bei einer Rentendauer von 30 Jahren ergibt sich ohne Verzinsung ein Vorteil von 17.640 €.

 

 

4. Steuerstundung durch geschlossene Fonds: 12.514 €


 

Wer die oben genannten 100.000 € herkömmlich anlegt, zahlt jährlich auf die Zinsen seine Steuern. Anders bei vielen geschlossenen Fonds – dort werden formell in den ersten Jahren die Einlagen zurück gezahlt. Darauf fallen keine Steuern an. Erst wenn diese zurück gezahlt sind. ist oftmals erst eine steuerpflichtige Einnahme vorhanden. Der Solarfonds SunAsset 3 beispielsweise ist auf 8 Jahr angelegt. Er zahlt in den ersten 5 Jahren 7% aus, dann 2 Jahre 8%, dann ca. 120% (inkl. eingesetztes Kapital). Alle Auszahlungen bis auf die ca. 120% sind steuerfrei – nur von der Schlussauszahlung sind 65% steuerpflichtig.

 

Die Steuerersparnisse jährlich angelegt und zu 3 % verzinst ergeben am Ende eine Summe von 12.514 €.