Mit ‘Steuern’ getaggte Artikel

Frühjahrsputz – Es liegt was in der Luft

Dienstag, 06. März 2018
Zusammenfassung: Frühjahrsputz - für die einen ein Relikt von gestern, für die anderen zeitlos. Schließlich sollen die eigenen vier Wände sauber und gemütlich sein. Frühjahrsputz kann eine gute Gelgenheit bieten, um Auszumisten, frischen Wind ins Haus zu bringen und auch wieder etwas für sich selbst zu tun.

 

 

„Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.“

 

 

Der Dichter Eduard Mörike hatte zwar bei seinem Frühlingsgedicht „Er ist’s“ eher den Duft von Veilchen, denn von Putzmitteln im Sinn, dennoch ist der zarte Hauch von Frühblühern bei vielen Menschen eng mit dem Thema Frühjahrsputz verbunden.

 

Kein Wunder, nach der langen und dunklen Winterszeit, steigt jetzt die Freude an früheren Sonnenauf- und späteren –untergängen. Allerdings ist noch nicht die Zeit gekommen, viel Zeit draußen an der frischen Luft zu verbringen. Entsprechend kann ein frischer Wind in den eigenen vier Wänden für positive Frühlingsgefühle sorgen!

 

Aber: Putzen ist kein Selbstzweck und sollte nie in Zwang ausarten – wer keine Lust auf eine Großreinemache-Aktion hat – bitte. Es gibt sicher wichtigere Themen auf der Welt. Wer es gerne sauberer haben will, sich aber auf keinen Fall aufraffen kann, sollte überlegen, ob eine Putzhilfe nicht die richtige Lösung ist. Natürlich muss eine Haushaltshilfe bei der Minijobzentrale angemeldet werden.

 

Dafür lassen sich jedoch auch diese Ausgaben steuerlich geltend machen. In der Praxis reduziert sich die Einkommensteuer um 20 Prozent der Ausgaben. Die Obergrenze liegt im Rahmen eines Minijobs der Haushaltshilfe bei 510 Euro im Jahr beziehungsweise 42,50 Euro im Monat.

 

Und wer diesen Themen so rein gar nichts abgewinnen kann sollte nicht vergessen, dass das Frühjahr auch die optimale Zeit ist, um auch den Körper ins innere Gleichgewicht zu bringen. Gerade die Zeit vor Ostern wird von vielen Menschen genutzt, um eine persönlich motivierte Fastenaktion zu starten. Der Verzicht auf Alkohol oder auf Süßigkeiten gehört dabei zu den populärsten Varianten des Fastens. Aber auch das mehrwöchige Heilfasten erfreut sich großer Beliebtheit und ist – im Gegensatz zur Frühjahrsdiät – ein Baustein für eine verbesserte körperliche und geistige Gesundheit.

 

 

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Ein edler Mantel für alle Fälle – die etwas andere Depotlagerstätte

Freitag, 23. Februar 2018
Zusammenfassung: Versicherungsmäntel genießen bei vermögenden Kunden noch nicht das Ansehen, das sie aufgrund vieler einzigartiger Besonderheiten gerade für diese Zielgruppe verdienen. Mangelndes Wissen vieler Wealth Manager und Private Banker zu dieser Produktkategorie mag ein Grund sein, alte ideologisch gesteuerte Strategien der Bankhäuser sicher ein zweiter. Durch Mifid II als neues Regulatorium wird in den nächsten Jahren ohne Zweifel der Markt, gerade für vermögende Kunden, nochmal neu gemischt. Neue Kostentransparenz und nur unter sehr hohem Aufwand zu erfüllende Dokumentationszwänge machen die Direktanlage in Fonds-Portfolios komplizierter.

 

Vermögende Kunden haben oft keine genauen Vorstellungen für Ihren Ruhestand. 95 % dieser Zielgruppe fühlen sich zwar gut vorbereitet, kennen aber die genaue Struktur ihres Vermögens nur selten. 72 % besitzen Aktien, aber drei Viertel dieser Menschen verlassen sich auf nur schwer planbare Einnahmen, wie z.B. Erbschaften. Zudem nutzen 70 % immer noch Tagesgelder oder andere gering verzinste Sichteinlagen. (Quelle: Studie MLP / Aegon, 2015).

 

Wesentlich verantwortlich für diesen Status-Quo ist sicher die Struktur des Finanzvertriebes in Deutschland: Berater aus Wealth Management und Private Banking haben oft die nötige Produkt-Kenntnis nicht, um dieses Feld kompetent abzudecken, allerdings haben sie den Kundenzugang.

 

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Falle in der Investment-Steuer-Reform 1.1.2018: Selbst handeln um Verluste zu vermeiden kann erforderlich werden

Montag, 22. Januar 2018
Zusammenfassung: Da ab 1.1.2018 eine neue Systematik zur Besteuerung der Gewinne von Investmentfonds eingeführt wurde, wurden zum 31.12.2017 alle Fondsanteile in den Depots verkauft und gleich wieder gekauft. Dabei liegen oftmals die Steuerdaten der Fonds zum 31.12.2017 nicht vor, so dass eine pauschale Gewinn-Annahme von 30 Prozent getroffen wird. Diese Besteuerung muss unter Umständen vom Anleger selbst korrigiert werden.

 

Seit dem 1. Januar 2018 gilt das neue Investmentsteuergesetz (InvStRefG). Zentraler Bestandteil dieser Reform ist unter anderem die Besteuerung von inländischen und ausländischen Fonds nach gleicher Systematik.

 

Daher gelten alle Investmentfondsanteile, die sich per 01. Januar 2018 im Depot eines Anlegers befinden, als neu angeschafft. Es finden somit ein fiktiver Verkauf sowie Kauf der jeweiligen Gattung statt, sofern und sobald durch die jeweilige Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) die entsprechenden Bewertungskurse zum 31. Dezember 2017 sowie weitere Informationen zur Verfügung gestellt wurden.

 

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Welche Unternehmen sind transparent und welche nicht?

Freitag, 10. August 2012

Die Antikorruptionsorganisation Transparency International hat am 10.07.2012 eine Transparenz-Rangliste der 105 größten börsennotierten multinationalen Unternehmen publiziert. Transparenz gilt als ein wichtiger Indikator für eine erfolgreiche Antikorruptionspoltitik. Zur Bewertung wurden alle öffentlich zugänglichen  Informationen der Unternehmen heranzgezogen, deren Inhalt sich auf folgende Gebiete bezieht:

 

– auf ihre Antikorruptionsprogramme

– auf ihre Töchertunternehmen, dem prozentualen Besitz an ihnen und dem Land der Registrierung dieser Töchter

– auf den Umsatz, Investitionen, Vorsteuerergebnis, Einkommenssteuer und Ausgaben für soziale Belange jeweils auf Länderebene

 

Die 105 Unternehmen können eine Punktzahl von 0 bis 10 erreichen, wobei 0 für sehr intransparent und 10 für sehr transparent steht.

 

Das Ergebnis der Bewertung ist nur teilweise zufriedenstellend. Insbesondere die Transparenz über Gewinne und Steuerzahlungen in den Ländern, in denen die Unternehmen aktiv sind, ist im Durchschnitt niedrig. Beim Großteil der multinationalen Unternehmen ist die Berichterstattung über ihre Antikorruptionsprogramme mangelhaft. Mehr als die Hälfte aller Betriebe gibt nicht an, ob und wie viel sie an Parteien und Politiker leisten. Lediglich 45 Unternehmen erstatten lückenlos über ihre Tochterunternehmen Bericht.

 

Die Berichterstattung ist insbesondere beim Finanzsektor in Bezug auf Geschäftsaktivitäten in einzelnen Ländern sehr intransparent. Bei den 24 multinationalen Banken und Versicherungen liegt der durchschnittliche Punktwert bei sehr niedrigen 4,2. In der Rohstoffindustrie schwankt die Leistung der einzelnen Unternehmen enorm. Während Statoil, BHP Billiton und Rio Tinto in der Rangliste sehr weit oben vertreten sind, findet man Unternehmen wie PetroChina oder Gazprom im unteren Bereich der Transparenz-Rangliste.

 

Von den sieben deutschen vertretenen Unternehmen ist ein eher positiver Eindruck zu verzeichnen. Alle Unternehmen befinden sich im ersten Drittel der Rangliste und es ist erfreulich, dass sie alle tadelos über ihre Töchterunternehmen berichten. Negativ ist jedoch auch bei ihnen die Berichterstattung zu Kennzahlen auf Ebene der Länder. Keines gibt Auskunft darüber, welche Summen an Steuern ihre Töchterunternehmen in den jeweiligen Ländern zahlen, in denen sie aktiv sind.

 

Als Fazit kann man somit festhalten, dass in Bezug auf das Berichtwesen von den Regierungen etwas getan werden muss. Regulierungen und verbindliche Berichtstandards – insbesondere im Finanzsektor – sind dringend notwendig.

 

Eine Auswahl an Unternehmen aus der Rangliste:

 

1.     Statoil (8,3)
2.     Rio Tinto (7,2)
3.     BHP Billiton (7,2)
7.     BASF (6,7)
10.   Allianz (6,6)
17.   Siemens (6,3)
24.   Bayer (6,1)
29.   Deutsche Telekom (6,0)
30.   E.ON (6,0)
35.   SAP (5,8)
69.   PetroChina (4,1)
92.   Bank of America (3,2)
93.   Commonwealth Bank (3,1)
95.   Google (2,9)
98.   Gazprom (2,8)
101. Berkshire Hathaway (2,4)
103. Honda Motor (1,9)
104. Bank of Communications (1,7)
105. Bank of China (1,1)

 

Weitere Informationen bezüglich der Rangliste finden Sie hier. Wenn Sie sich für weniger Korruption und mehr Gleichberechtigung in unserer Welt einsetzten wollen empfehlen wir Ihnen in soziale Fonds bzw. nachhaltige Investments anzulegen.