Mit ‘Stiftungen’ getaggte Artikel

Grünes Geld vor Ort: Forum Philanthropie

Donnerstag, 07. Juli 2016

 

Zusammenfassung: Grünes Geld besuchte die Veranstaltung Forum Philanthropie. Neue Impulse zum Social Investing aber auch neue Erkenntnisse zum F&C HVB Stiftungsfonds. Empfehlung: Diesen Fonds verkaufen.

 

Das Forum Philanthropie bot am 28. Juni 2016 in Frankfurt am Main eine außergewöhnliche Plattform zum Austausch zwischen Vertretern von Stiftungen, Vermögensverwaltern und Wissenschaftlern. Mit dabei Grünes Geld Geschäftsführerin Carmen Junker und Grünes Geld Geschäftsführer Gerd Junker.

 

Der zwei Tage zuvor bekanntgewordene Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (Brexit) warf seinen Schatten über sämtliche Gespräche des Tages.

 

Ulrich Wickert beim Forum Philanthropie (Bild: Grünes Geld)

Ulrich Wickert beim Forum Philanthropie (Bild: Grünes Geld)

Unter den Thema Social Investing oder auch Mission Investing diskutierten die Teilnehmer über die Potenziale, Möglichkeiten, Messbarkeiten und Strategien nachhaltiger Geldanlagen. Dabei stellt das Forum Philanthropie hohe Ansprüche an sich selbst: Es bietet vielfältige neue Impulse und ausgezeichnete Möglichkeiten, sich über erstklassiger Geldanlagen und nachhaltige Anlagegrundsätze auszutauschen. Im Mittelpunkt steht, über Ziele und Auswirkungen von Investments nachzudenken und mögliche Folgen abzuwägen. Ein Investieren mit dem Willen zur Wirkung (Impact Investing) bietet so weitreichende Möglichkeiten über sinnvolle Geldanlagen einen Wertewandel aktiv mitzugestalten.

 

Angeregt wurde die Diskussion im Forum Philanthropie durch die interessante Keynote von Ulrich Wickert. Der bekannte Buchautor und ehemaliger Tagesthemen-Moderator sprach über die Bedeutung von Werten und gesellschaftlicher Verantwortung. Das Thema ist für Ulrich Wickert eine Herzensangelegenheit und Leitgedanke seiner Stiftung plan international sowie seiner sehr lesenswerten Bücher, wie „Zeit zu handeln: Den Werten einen Wert geben“ oder „Redet Geld, schweigt die Welt: Was uns Werte wert sein müssen“.

 

 

Leitfragen des Social Investings

In offenen Diskussionsformaten konnten die Teilnehmer des Forums mit verschiedenen Experten die Leitfragen des „Social Investments“ diskutieren. Dabei ging es konkret um

– die Marktchancen von Social Investing und Impact Investing vor dem Hintergrund einer weltweiten Postwachstumgsphase.

– das Selbstverständnis als Berater: Ist die Philanthropie Mittel zum Zweck oder der beste Weg zur Kundenzufriedenheit?

– die Zukunftsfähigkeit der Idee “Earning to Give”.

 

 

Konkrete Handreichungen zum Thema Stiftungsfonds

Neben dem philosophischen Überbau des Social Investings bot das Forum Philanthropie auch ganz konkrete Handreichungen zum Thema Stiftungsfonds. So präsentierte Tobias Karow von der Beratungs- und Prüfungsgesellschaft Rödl & Partner in seinem Vortrag einen haftungssicheren und professionellen Weg der Vermögensverwaltung mittels spezieller Stiftungsfonds. Dieser bietet sich besonders für kleinere Stiftungen bis 500.000 Euro Stiftungsvermögen an. Stiftungen können als Vorreiter des ethisch-ökologischen Investments angesehen werden. Als institutionelle Investoren verfolgen sie meist auch ethisch-ökologische Stiftungsziele und können aufgrund ihrer Professionalität alle Aspekte der Geldanlage genauer beleuchten als Privatanleger.

 

Gründe für den von Karow vorgeschlagenen Weg sind unter anderem, dass für kleinere Stiftungen

 

  1. Anleihen wegen der Stückelung schwierig sind.
  2. die Berichterstattung der Fonds am transparentesten und damit haftungssichersten ist
  3. teilweise eigene Websites für die Fonds mit ständig aktuellen Daten vorhanden sind.

 

Praktische Einblicke mit Stiftungsfondsvertretern

Heidi Foppa von Triodos bei der Präsentation ihres Fonds. (Bild: Grünes Geld)

Heidi Foppa von Triodos bei der Präsentation ihres Fonds. (Bild: Grünes Geld)

Vier Vertreter renommierter Stiftungsfonds nahmen an Gesprächskreis Stiftungsfonds teil. 

 

Teilnehmer an der Diskussion waren Vertreter renommierter Stiftungsfonds:

– Heidi Foppa, Triodos Bank

– Achim Lange, Hamburger Sparkasse

– Chris Childs, BMO Global Asset Management

– Alexander George, Hauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA

 

Fazit der Diskussion: Eine Nachhaltigkeits-Strategie spielt bei den anwesenden Managern der Stiftungsfonds eine sehr unterschiedliche Rolle: So präsentierte Heidi Foppa von der Triodos Bank einen Stiftungsfonds mit umfassender und tiefgreifender nachhaltiger Ausrichtung. Schlusslicht dagegen bildet BMO Global Asset Management mit dem F&C HVB Stiftungsfonds, der sozial-ökologischen Kriterien annähernd keinerlei Beachtung schenkt.

 

Grünes Geld empfiehlt: F&C HVB Stiftungsfonds austauschen

Der F&C HVB Stiftungsfonds war vor einigen Jahren eine der Positionen in den von Grünes Geld entwickelten Musterdepots. Die Gesellschaft F&C hatte zu dieser Zeit ein sogenanntes Responsible-Investment-Overlay über alle Fonds – praktisch Nachhaltigkeits-Grundsätze – nach denen sich alle Fondsmanager zu richten hatten. Darüber hinaus sprach der genannte Fonds speziell Stiftungen an, also Kunden, die sozial-ökologische Kriterien schätzen.

 

In der Folge wurde der Fonds auch im Nachhaltigkeitsbereich eingesetzt. Auch Grünes Geld prüfte den Fonds, insbesondere die einzelnen Unternehmen, die der Fonds damals im Portfolio hielt. Zusammen mit überzeugenden finanziellen Ergebnissen konnte er sich dann einen Platz in den Grünes Geld Musterdepots sichern.

 

Doch vor rund zwei Jahren zeichnete sich eine Abkehr von der strengen Nachhaltigkeitsausrichtung ab. Für uns Grund genug, den Fonds schon damals nicht mehr in den Grünes Geld Musterdepots zu empfehlen.

 

Mittlerweile befinden sich sogar Titel wie Airbus (Rüstung), Total (Gas & Öl) oder Deutsche Bank (Korruption) im Fonds. Dazu kommen die Aussagen des Fondsmanagers Chris Child auf dem Forum Philanthropie, nach denen er sich „nur noch als reiner Geld-Verwalter“ sieht und keinerlei ethisch-ökologische Kriterien mehr beachtet. Das lässt uns nun noch einen Schritt weiter gehen:

 

Lesson Learned: F&C HVB Stiftungsfonds austauschen

Da weder die finanziellen Ergebnisse der jüngeren Vergangenheit, noch die ethisch-ökologische Ausrichtung überzeugen, empfehlen wir allen unseren Mandanten auch bestehende Bestände des Fonds F&C HVB Stiftungsfonds gegen einen geeigneteren Fonds auszutauschen.

 

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Bürger erwarten bei Klimaschutz nichts von Politik

Donnerstag, 30. Juni 2011
Plante Erde

Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung ist der Auffassung, dass beim Thema Klimaschutz nicht länger auf die Politik gewartet werden kann.

Auf der Berliner Stiftungswoche wurde aktuell vom Bundesverband Deutscher Stiftungen der Stiftungsreport 2011/12  mit dem Schwerpunkt “ Auftrag Nachhaltikgkeit: Wie Stiftungen das Klima schützen“ präsentiert. Es enthält unter anderem eine Bevölkerungsumfrage, die aussagt, dass fast 3/4 aller Deutschen der Auffassung sind, dass beim Klimaschutz nicht länger auf die Politik gewartet werden kann.

 

Rund 31% aller Bundesbürger gaben an sich oftmals dabei selbst zu erwischen, wie sie den Klimawandel zu verdrängen versuchen, ein Drittel beklagt sich über mangelnde Informationen zum Klimawandel und ein weiteres Drittel kann das ganze Thema überhaupt nicht mehr hören. Knappe 3/4 der Deutschen teilen die Meinung, dass die Bürger nur dann etwas gegen den Klimawandeln tun, wenn sich dies nicht auf ihre eigene Geldbörse auswirkt.

 

Im Gegensatz zur Politik ist der Großteil der Bevölkerung (70%) der Auffassung, dass Stiftungen ein Impulsgeber für Klima- und Umweltschutz sind. Mehr als 60% sind der Annahme, dass Stiftungen das Bewusstsein für den Klima- und Umweltschutz verschärfen. Die Kernkompetenzen der Stiftungen liegen nach Auffassung der Bevölkerung im praktischen Naturschutz (80%), der Umweltbildung (76%) als auch in der Förderung neuer Umwelttechnologien (70%) und Kampagnen, die das Thema Klimawandel in die Politik und mehr an die Öffentlichkeit tragen (70%). Dass Stiftungen in der Klimaschutz-Debatte jedoch zu wenig wahrgenommen werden, wird von fast drei Viertel aller Leute kritisiert.

 


 

Unser Tipp zur Förderung des KlimaschutzesKlima Einmalsparen 2000+ Ethik


Projekt Klima Einmalsparen 2000+ Ethik
Laufzeit täglich kündbar
Mindestanlagesumme 2.000 Euro
Wertentwicklung Jahr 2009: 25%Jahr 2010: 18,5%
Besonderheiten a.) Sehr gute Chancen

 

b.) Täglich kündbar

 

c.) Sie helfen das globale Klimaproblem zu bekämpfen

 

d.) Ethik-Kriterien werden berücksichtigt

 

Nachhaltige Investments gegen den Klimawandel

 

 


 

Stiftungen selbst sehen sich als praktische Naturschützer (71%) und Impulsgeber (71%) laut einer Befragung von 100 Umweltstiftungen. Mehr als 40% gaben dabei an, dass sie auf gesellschaftliche Veränderungen hinwirken wollen. Jedoch lediglich 25% sind der Meinung, dass sie eine Brücke zwischen Wissenschaft, Politik und Wirtschaft darstellen. Die Mehrheit der Umweltförderstiftunen (etwa 70%)  sehen sich zusätzlich als eine Ergänzung öffentlicher oder sonstiger Förderungen.