Mit ‘tesla’ getaggte Artikel

Elektroautos: Wenn Sie nur einen Artikel über eAutos lesen, lesen Sie diesen

Montag, 11. Dezember 2017
Zusammenfassung: Elektroautos sind mittlerweile in aller Munde. Allein: der Deutsche kauft sie noch nicht. Zu Recht, denn in Deutschland sind die Vorraussetzungen dafür noch nicht gegeben. Langfristig könnte ein großer Teil der Individualmobilität jedoch elektrisch abgewickelt werden. Doch nur wenn die Batteriegröße passt, macht das Elektroauto ökologisch und ökonomisch Sinn.

 

Elektroautos sind in den letzten Jahren Hip geworden. Neben rationalen Überlegungen wie den Null-Emissionen zum Beispiel in Städten kommen in letzter Zeit auch immer häufiger die Gefühle dazu … seit Tesla-Fahrzeuge auf den Straßen sind, ist Elektromobilität cool.

 

Grund genug für uns, den aktuellen Stand im Bereich der Elektromobilität zu untersuchen und darzustellen. Wo steht die Elektromobilität heute? Wo lohnt sie sich für Umwelt und Geldbeutel? Welche Nachteile muss ein Fahrer in Kauf nehmen?

 

 

(mehr …)

Vier Pioniere für den Klimaschutz

Dienstag, 05. Dezember 2017
Zusammenfassung: Vorbilder motivieren. Gerade das Engagement von Prominenten kann viele Menschen dazu bewegen, selbst aktiv zu werden – oder sich mit dem Thema aktiv auseinander zu setzen. Vier Beispiele für ein Engagement im Umwelt- und Klimaschutz.

 

Positive Entwicklungen anstoßen!

 

Das Rahmenprogramm der diesjährigen Weltklimakonferenz in Bonn hat es gezeigt: Auch Vorkämpfer in Sachen Klimaschutz können wie Popstars gefeiert werden. Bestes Beispiel war der Auftritt des ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore. Ebenfalls für Beifall sorgte die Rede des ehemaligen Gouverneurs von Kalifornien Arnold Schwarzenegger – und es waren sicher nicht die Fans seiner früheren Terminator-Filme, die klatschten, als Schwarzenegger Kaliforniens Engagement im Bereich der Erneuerbaren Energien vorstellte. Für sein Enagement wurde Schwarzenegger nur wenig später mit dem Medienpreis „Umwelt-Bambi“ ausgezeichnet.

 

Die persönlichen Auftritte belegen, wie wichtig es ist, ein an sich abstraktes Thema – wie den globalen Klimaschutz – durch Beispiele und Projekte, aber auch durch Persönlichkeiten, Vorbilder und Pioniere greifbar und verstehbar zu machen.

 

 

(mehr …)

Nachhaltige Branchen 3 – Automobilindustrie

Donnerstag, 13. April 2017
Zusammenfassung: Die Automobilbranche ist mehr denn je gefordert, einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Nach den Abgas-Skandalen ist die Skepsis gegenüber den Herstellern gestiegen. Gleichzeitig fordern Kunden das nahezu Unmögliche: Große und sichere Fahrzeuge mit niedrigem Verbrauch. Einige Automobilhersteller stellen sich bereits erfolgreich den neuen Herausforderungen. Das Thema Nachhaltigkeit wird jedoch auch in den kommenden Jahren für die Automobilkonzerne wichtig bleiben. Gelöst werden müssen die Fragen nach reduzierten Schadstoffemissionen, niedrigem Energieverbrauch und er Zukunft der E-Mobilität generell.

 

Ökologisch nachhaltig, jedoch sehr langsam.

Mobilität bedeutet Beweglichkeit – und genau das macht den Reiz von Automobilen seit mehr als einhundert Jahren aus: Menschen können mit Hilfe von motorisierten Fahrzeugen den Radius ihrer Aktivitäten komfortabel vergrößern.

 

1886 entwickelt Carl Benz das erste Automobil mit Verbrennungsmotor und meldete es zum Patent an. Seit dieser bahnbrechenden Erfindung standen die Räder kaum noch still. Im 20. Jahrhundert lösten motorisierte Fahrzeuge zunehmend die bis dato üblichen Wagen mit Zugtieren ab. Technische Neuerungen trieben die Verbreitung des Automobils weiter voran. Wurden in den USA um 1900 noch rund 40 Prozent der Autos mit Dampf betrieben, 38 Prozent elektrisch und lediglich 22 Prozent mit Benzinmotor, fuhren ab der Mitte des vergangenen Jahrhunderts nahezu alle Autos mit einem Verbrennungsmotor. Erst mit Beginn des neuen Jahrtausends spielt der Elektromotor wieder eine Rolle.

 

Der Siegeszug des Automobils zum Massenfortbewegungsmittel war anfänglich von einer großen Fortschrittseuphorie begleitet. Spätestens in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurde jedoch deutlich, dass der stetig zunehmende mobilisierte Individualverkehr Umwelt und Klima große Schäden zufügt.

 

Die Entwicklung lässt sich aktuell kaum zurück nehmen, jedoch korrigieren. Gemäß der Nachhaltigkeitsziele, die von den Vereinten Nationen verabschiedet wurden, sind alle Staaten der Erde aufgefordert, die Emission des klimaschädlichen CO2 drastisch zurückzufahren. Damit steht die Automobilbranche besonders in der Verantwortung, ihren Anteil an einer klimafreundlichen und nachhaltigen Entwicklung zu leisten.

 

Im dritten Teil unserer Serie „Nachhaltige Branchen“ beleuchten wir daher heute, wie die Automobilindustrie den neuen ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen begegnet.

 

 

Automobilbranche zwischen Dauerkrise und Innovationskraft

Mit Innovationskraft aus der Dauerkrise.

2015 war kein gutes Jahr für die Volkswagen AG. Um die Abgasnormen in den USA zu umgehen, hatte VW eine Software in rund elf Millionen Fahrzeugen installiert, die beschönigende Werte lieferte. Aufgedeckt wurde die Abgasaffäre durch die amerikanische Umweltbehörde EPA (Environmental Protection Agency). Betroffen waren dabei nicht nur Fahrzeuge, die für den US-Markt produziert wurden, sondern auch Autos für den europäischen Markt. Der Skandal erstreckte sich dabei nicht nur auf die Marke VW, die Software war auch in PKWs der Marken Audi und Porsche zu finden.

 

Damit zeichnete der Konzern für stark überhöhte Schadstoffemissionen verantwortlich und löste zugleich eine weitreichende Krise in der Automobilbranche aus. Schließlich standen auch die Fahrzeugmodelle nahezu aller Hersteller auf dem Prüfstand, um die Diskrepanz zwischen den realen und von der Software berechneten Emissionen unter die Lupe zu nehmen. Im Zuge des Abgas-Skandals riefen verschiedene namhafte deutsche Autohersteller mehr als 630.000 Fahrzeuge freiwillig zurück. Hintergrund der manipulierten Abgaswerte ist nicht allein das Einhalten gesetzlich festgelegter Grenzwerte. Generell sind die Automobilkonzerne auch bestrebt, sich möglichst umwelt- und klimafreundlich vor ihren Kunden zu präsentieren.

 

Deutschland nimmt weltweit den 9. Platz in der PKW-Dichte ein. Mit 573 Fahrzeugen pro 1.000 Einwohner platziert sich die Bundesrepublik sogar drei Plätze vor dem Automobil-Land USA. Die Vorzüge der individuellen Mobilität will kaum ein Autofahrer mehr aufgeben. Gestiegen sind allerdings auch die Anforderungen an die Autohersteller. Das hat zum einen mit einem gewachsenen Verständnis für einen globalen Klimaschutz zu tun, zum anderen sind auch schwankende Spritpreise ein wichtiger Grund dafür, sparsame und umweltfreundliche Modelle zu bevorzugen. Schließlich ist der Aufwand an Energie und Rohstoffen allein bei der Autoproduktion schon enorm hoch. Vor diesem Hintergrund ist es eine durchaus anspruchsvolle Aufgabe der Automobilhersteller, nachhaltig zu produzieren.

 

Den Herausforderungen sehen sich vor allem Unternehmen gewachsen, die die Zeichen der Zeit früh erkannt haben und auf innovative Technologien, Transparenz und neue Konzepte einer umweltfreundlichen Mobilität setzen.

 

 

Die Herausforderung einer nachhaltigen Mobilität

Kaum eine andere Kaufentscheidung ist so stark vom Image der Marke abhängig wie der Kauf eines Autos. Die Markentreue ist in diesem Bereich extrem ausgeprägt und führt nicht selten zu einer lebenslangen Beziehung zwischen Kunde und Produkt. Allerdings verändern und erweitern sich die Images der Marken und versuchen soziale und ökologische Aspekte stärker in die Kommunikation der Marke und letztlich auch in die Unternehmensführung und in die eigentliche Produktion einzubinden. Hier macht sich der veränderte Wertekanon bemerkbar. Entsprechend sind die Automobilkonzerne gefordert, den Spagat zwischen hohen PS-Zahlen, Design und modernster Elektronik auf der einen Seite und einem geringen Energieverbrauch, niedrigen Emissionswerten, transparenten Lieferketten und fairen Arbeitsbedingungen zu meistern.

 

Gerade das Problem des niedrigen Energieverbrauchs stellt eine extreme Herausforderung dar, denn die prestigeträchtigen Autos der letzten Jahrzehnte sind in der Regel eher immer größer und schwerer geworden, ein Umstand der den Energieverbrauch – gleichgültig aus welcher Quelle er bedient wird – stark nach oben treibt. Und während auf der einen Seite Kunden sich für große Modelle bis hin zu den SUVs begeistern, werben die Autokonzerne verstärkt mit umweltfreundlichen Elektroautos und engagieren sich für mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz.

 

 

Im Spannungsfeld von Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit

Nachhaltigkeit in der Automobilbranche bedeutet daher, neue technologische Entwicklungen voranzutreiben, die leistungsfähige Motoren verbrauchseffizienter machen. Gleichzeitig müssen die Fahrzeuge leichter werden ohne die Sicherheit zu beeinträchtigen. Ein generell schwieriges Unterfangen, denn hier bewegen sich die Automobilhersteller in vielfältigen Spannungsfeldern: Um Fahrzeuge mit einer Technologie state-of-the-art auszustatten, benötigt die Automobilindustrie Computerchips, die aus seltenen Rohstoffen hergestellt werden und deren Abbau in einigen Gegenden Afrikas zu anhaltenden blutigen Auseinandersetzungen führen.

 

Um den Ausstoß des klimaschädlichen CO2 zu reduzieren, müssen Fahrzeuge möglichst leicht konstruiert werden. Dafür wird Aluminium verwendet, dessen Gewinnung sehr energieintensiv ist. In der Nachhaltigkeitsbilanz eines Fahrzeugs ist es dabei auch von Bedeutung, unter welchen Umständen Aluminium gewonnen wurde und ob ein ökologischer Ausgleich geschaffen wurde. Da viele Automobilkonzerne ihre Lieferketten nicht offen legen, ist die detaillierte Bewertung der Nachhaltigkeit nahezu unmöglich. Zunehmend lassen sich die großen Hersteller jedoch von Zulieferern vertraglich zusichern, dass Umwelt- und Sozialstandards eingehalten werden, Kontrollen bleiben jedoch weiter sehr schwierig.

 

 

Deutscher Nachhaltigkeitsführer: BMW

BMW i3 – sportlicher „Stromer“

Unter den deutschen Autobauern ist BMW führend in Sachen Nachhaltigkeit. Bereits seit 1973 beschäftigt der Konzern einen Umweltschutzbeauftragten und war damit das erste Unternehmen der Branche, dass ökologische Belange in seine Unternehmensstrategie mit aufgenommen hat. Auch aktuell verfügt BMW über ein Nachhaltigkeitskonzept, das einen integralen Bestandteil der Firmenpolitik einnimmt.

 

Diesem Gedanken folgend, ist der Ausbau der Elektromobilität eines der wichtigsten Konzernziele. Insgesamt acht Plug-in-Hybrid-Modelle und insgesamt 200.000 E-Fahrzeugen in diesem Jahr belegen, dass E-Mobilität fest in die Kernmarke verankert wurde. BMW will nun zukünftig auch die Entwicklung rein batterie-elektrischer Fahrzeuge ausbauen und so seinen Kunden ein breites Angebot an die wachsende Nachfrage von Kundenseite optimal anpassen.

 

Nachhaltigkeitskonzept und wirtschaftlicher Erfolg gehen bei BMW Hand in Hand. In seiner Jahresbilanz 2016 konnte der bayrische Autokonzern sowohl seinen Umsatz als auch sein Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr um jeweils rund zwei Prozent steigern und plant sich auch im laufenden Geschäftsjahr – wie in den vergangenen acht Jahren – weiter zu verbessern. Von den guten Ergebnissen des Unternehmens profitieren auch die Anleger. Seit 2009 hat BMW jedes Jahr seine Dividende gesteigert. Für das Jahr 2016 zahlte BMW seinen Aktionären 3,50 Euro pro Aktie, im vorangegangenen Geschäftsjahr belief sich die Dividende auf 3,20 Euro.

 

 

Autobauer auf dem Silicon Valley – Tesla rollt den Markt auf

Tesla – aktuell der Popstar unter den nachhaltigen Automodellen.

Wenn in den vergangenen Jahren über Unternehmen aus dem Silicon Valley gesprochen wurde, war im Allgemeinen von Hightech die Rede. Das hat sich mit dem Erfolg von Tesla verändert. Das kalifornische Start-up Unternehmen hat sich zum wertvollsten US-Autobauer entwickelt und lässt die traditionellen „Big Three“ –  GM, Ford und Chrysler – hinter sich. Zwar produziert GM auch weiterhin noch mehr Fahrzeuge als der Elektro-Autobauer, jedoch liegt der Börsenwert von Tesla aktuell über dem von General Motors. Diese Entwicklung wurde zum einen durch positive Analystenkommentare befördert, jedoch hatte sich die Tesla-Aktie bereits in der letzten Zeit positiv weiterentwickelt.

 

Was die Nachhaltigkeit des Unternehmens anbelangt, hat Tesla-Grüner Elon Musk bereits viel Voraussicht bewiesen und die Weichen im Markt der E-Mobilität neu gestellt. Ziel ist es, Elektromobilität für den Massenmarkt attraktiv und erschwinglich zu machen. Der Schlüssel dazu sind selbst produzierte Batterien, die – hergestellt in der Tesla Gigafactory – rund 30 bis 35 Prozent günstiger kommen als zugekaufte Akkus.

 

In Deutschland verkaufte sich bislang das Modell BMW i3 noch bei weitem besser als die gehypten Tesla-Fahrzeuge. Im ersten Quartal des Jahres verkaufte Tesla rund 25.000 Fahrzeuge. Das kann sich allerdings rasch ändern, wenn Tesla preisgünstiger anbieten kann. Die bislang hochpreisigen Fahrzeuge wie der Sportwagen Tesla Roadster, der Viertürer Model S sowie der SUV/Minivan Model X sind allerdings auch die Wegbereiter für preiswertere Fahrzeuge wie der Tesla Model 3. Das gilt zum einen, was die Kosten für Entwicklungen in diesem Bereich angeht, zum anderen aber auch was die Akzeptanz von Elektroautos angeht. Ein hochpreisiger Sportwagen setzt beim potenziellen Kunden stärkere Emotionen frei. Das Image der hochpreisigen Modelle überträgt sich dann auch auf die günstigeren Fahrzeuge. Tesla zeigt sich nicht nur in der Entwicklung nachhaltiger Fahrzeuge sehr ambitioniert.

 

Strom aus Erneuerbaren Energien tanken.

Das Unternehmen wirkt auch aktiv beim Ausbau der für die E-Mobilität notwendigen Infrastruktur mit. So baut Tesla an der West- und Ostküste der USA sowie in einigen Teilen Kanadas Stromtankstellen. An diesen „Superchargern“ können Elektrofahrzeuge schnell aufgeladen werden. Ein flächendeckendes Netz an Stromtankstellen, die Energie aus erneuerbaren Quellen bietet, löst das Problem der relativ geringen Reichweite von elektrisch betriebenen Autos und fördert deren Akzeptanz und Verbreitung aktiv mit. Was Erneuerbare Energien anbelangt, spielt Tesla in den USA auch in diesem Bereich mit und bietet Solarstromanlagen von der Konzeption bis zur Installation an. Die Module können gemietet der gekauft werden, derzeit versorgt Tesla bereits rund 300.000 Häuser auf diese Weise mit Solarstrom.

 

 

Nachhaltigkeit und Erneuerbare Energien bleiben Trumpf

Durch das energieaufwändige Produkt und klimaschädliche Emissionen der Fahrzeuge hat es die Automobilbranche generell schwer, als nachhaltige Branche per se wahrgenommen zu werden. Die positiven Beispiele innovativer Unternehmen zeigen jedoch, dass sich auch hier viel erreichen lässt. Besonders die Entwicklungen im Bereich der Elektro-Autos werden die Mobilität in der Zukunft verändern. Der ohnehin anstehende Ausbau Erneuerbarer Energien liefert dabei einen der wichtigsten Treibstoffe der Zukunft: sauberen Strom.

 

Wer aktuell ein neues Auto kaufen will, steht allerdings noch vor vielen offenen Fragen und ist auf glaubwürdige Verbrauchsdaten und eine zuverlässige Beratung angewiesen. Einfacher ist es bereits, Geld ökologisch und sozial anzulegen. Grünes Geld, Experte für nachhaltige Geldanlagen, hat mehr als 300 sinnvolle Investments mit attraktiven Renditen im Angebot. Machen Sie den Grünes Geld Test und finden Sie Ihre passende Anlage.

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf Xing, Facebook oder Twitter.

Hypermiling: was auch Sie von diesem Sport lernen sollten

Freitag, 13. Mai 2016

 

Den Tank gefüllt und 2000 Kilometer weit kommen – Sprit sparen bis zum Extrem. Was sich für den normalen Autofahrer wie Utopie anhört, ist für die sogenannten Hypermiler sportliche Herausforderung. Und mit ihren Tricks wird das Spritsparen auch für normale Fahrer alltäglich.

 

Was ist Hypermiling?

 

Dank alternativer Antriebstechniken – und damit einhergehend ökologischen Kraftstoffen – besitzt ein besonderer Sport wieder mehr Aufmerksamkeit: Hypermiling. Der Begriff stammt aus den USA, wo er die Herausforderung an Fahrer beschreibt, mit nur einer Tankfüllung möglichst viele Meilen zurückzulegen. Das erfordert natürlich kraftstoffsparendes Fahren und einiges an Überlegungen, das auch zu erreichen.

 

Der Sport ist alles andere als neu, auch nicht hierzulande, wobei die Gemeinschaft dank Internet heute größer und vernetzt ist. Bereits vor mehreren Jahrzehnten haben die ersten Fahrer an Tricks gearbeitet, möglichst weit mit einer Tankfüllung zu kommen. Immer ausgefeilter wurden die Strategien und die Fahrtechnik, um möglichst viel Sprit zu sparen. Erst seit wenigen Jahren hat dieser Sport mit dem Begriff Hypermiling überhaupt einen Namen bekommen.

 

Ein Europäer mischt in der Spritspar-Szene kräftig mit

 

Felix Egolf aus der Zentralschweiz ist seit Jahren auf den Straßen als Spritsparer unterwegs. Leidenschaft fürs Thema und Ehrgeiz kennzeichnen den 59jährigen ehemaligen Piloten. Genau das, was ein Hypermiler mitbringen muss. Sein neuester Streich: Hinter dem Lenkrad eines Opel Insignia 1.6 CTDI ecoFlex (Effizienzklasse A+) fuhr er von den Alpen bis an die Nordsee und wieder zurück – 2.111 Kilometer mit nur einer Tankfüllung.

 

opel-insignia

Felix Egolf bei Opel in Rüsselsheim. Mit einem Insignia 1.6 CTDI ecoFlex hat er 2.111 Kilometer zurückgelegt: ohne zu tanken! (Bild: opelpost.com)

 

Umgerechnet macht das einen Verbrauch von 3,46 Liter Diesel auf 100 Kilometer. Ein neuer Langstreckenrekord für Egolf. Allerdings kein neuer Verbrauchsrekord – den hat Egolf mit einem VW Polo erreicht: 2,94 Liter auf 100 Kilometer.

 

Hypermiling hat die Neugier der Autoindustrie geweckt

 

Egolf hat mittlerweile mehr als 30 Fahrzeuge unterschiedlicher Hersteller getestet. Die Autoindustrie ist auf die Hypermiler aufmerksam geworden und nehmen gerne die Tipps der Hypermiler an. Auf seiner Reise hat Egolf so auch einen Zwischenstopp in Rüsselsheim, dem Hauptsitz Opels, eingelegt und mit den Verantwortlichen dort beratschlagt. Hypermiler zeigen schließlich, dass der angegebene Normverbrauch tatsächlich erreicht, in vielen Fällen gar problemlos unterboten werden kann.

 

Jeder kann Hypermiler werden

 

Egolfs Meinung ist dabei ganz klar: Jeder kann Hypermiler werden. Seine Forderungen an die Autofahrer sind dabei zunächst denkbar einfach und fasst sie als verantwortungsbewusstes Fahren zusammen.

 

Die Vorteile liegen auf der Hand: Sprit sparen, Kohlendioxitaustoß mindern, Stress reduzieren. Das spart dann am Ende Geld und Nerven und die Umweltbelastung wird auch noch gesenkt.

 


Lust das Klima nicht nur beim Autofahren, sondern auch beim Geldanlegen zu schützen?

Mit unserem Klimaschutz-Sparplan ist die 10 Jahresprognose für 300 € mtl.: 50.802 € (BVI-Methode).

Mehr erfahren


 

Die Menschen müssten eine neue Langsamkeit entdecken, so Egolf.

 

Für Egolf gehört dazu auch, besonders schöne Fahrtstrecken auszuwählen und nicht immer die kürzeste. So kombinierte er auf seiner Alpen-Nordsee-Alpen-Tour Autobahn und Landstraße, Stadt und Natur. Auch Staus bezieht er in seinen Planungen stets mit ein.

 

Was vom Hypermiling gelernt werden kann

 

Egolf und die anderen aus der Hypermiling-Szene haben aber auch noch einige handfeste Tricks parat, die sie weitergeben. Die meisten von ihnen sind dabei überraschend alltagstauglich, einige bekannt. Die Kunst besteht auch darin, sie auch konsequent anzuwenden.

 

 

Ein Tipp: Auf der Autobahn immer zwischen 80 und 90 Stundenkilometer fahren. Das erfordert durchaus Disziplin, spart aber sehr viel Treibstoff. Insgesamt fördert eine ruhige Fahrweise – auf Autobahnen wie Landstraßen und auch in der Stadt – das kraftstoffsparende Fahren ungemein.

 

Viel hilft auch das Vorausschauen. An Ampeln frühzeitig vom Gas gehen, Kreisverkehre so anfahren, dass man möglichst gar nicht bremsen muss. Generell zurückhaltend mit der Bremse umgehen, um übermäßig viele Beschleunigungen und Verzögerungen zu vermeiden. Bei der Beschleunigung schnellt der Verbrauch jedes Fahrzeugs schließlich deutlich in die Höhe.

 

Zwei weitere Tipps bringen in Summe auch hohe Ersparnisse: Motor bei jedem Anhalten ausschalten und möglichst zügig in den höchsten Gang schalten und fahren. Viele neue Fahrzeuge haben hier bereits Hilfen verbaut – Start-Stopp-Automatik oder Anzeigen, wann der Gang optimalerweise gewechselt werden sollte. Doch auch ohne lassen sich die beiden Tipps einfach umsetzen und unnötiger Spritverbrauch vermeiden. Verbraucher wie Klimaanlage oder Radio sollten bestenfalls ausbleiben.

 

Eine regelmäßige Wartung des Fahrzeugs und dessen Pflege helfen zudem. Dazu zählt auch die Verwendung eines guten Motorenöls – gut geschmiert läuft der Motor besser und verbraucht weniger. Ein leicht erhöhter Luftdruck verringert zudem den Rollwiderstand der Reifen – und spart Sprit. Gleich ganz zu rollwiderstandsarmen Leichtlauf-Reifen zu wechseln, bringt da natürlich noch mehr. Diese stehen allerdings nicht für jedes Modell zur Verfügung.

 

Nur für Profis – mit dem Auto segeln

 

Viel Übung und besondere Konzentration erfordert ein letzter Tipp: das Engine-off-coasting, kurz EOC, bei den Hypermilern auch als „segeln“ bekannt. Hierbei wird der Motor während der Fahrt ausgeschaltet. Braucht das Fahrzeug wieder Schub, wird der Wagen im fünften Gang wieder gestartet. So lässt sich noch einmal eine erstaunliche Menge Sprit sparen. Diese Fahrweise ist aber tatsächlich nur etwas für die Profis. Allerdings gibt es mittlerweise Hybrid-Fahrzeuge, die mit diesem Prinzip automatisch arbeiten – und so einen geringeren Verbrauch realisieren.

 

Auch Teslafahrzeuge in Hypermiler-Hand

 

Aber nicht nur mit Hybridfahrzeugen werden Hypermilingrekorde aufgestellt. Hypermiler haben auch reine E-Autos, Fahrzeuge mit ausschließlich elektrischem Antrieb, für sich entdeckt. Auf einem Tesla Model S wurde jüngst der Langstreckenrekord für diese Kategorie Fahrzeuge gebrochen: Knapp über 300 Meilen, umgerechnet gut 480 Kilometer mit einer Akkuladung. Dabei war der Fahrer mit durchschnittlichen 104 km/h unterwegs.

Fazit

 

Viele Tricks und Fahrtechniken der Profis hören sich für den Laien einfach an – und so mancher lässt sich sicherlich auch im Alltag anwenden. Die faszinierenden Ergebnisse, die die Profis aufweisen können, sind sicherlich schwer nachzuahmen – aber eine Sprit sparende Fahrweise kann sich jeder aneignen. Und so zumindest zum Hypermiling-Amateur werden.

 

 

Interesse an unseren Themen? Holen Sie sich die Grünes Geld News und erhalten Sie Insider-Tipps und Frühzeichnerboni.

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.