Mit ‘Tierschutz’ getaggte Artikel

Vier Pioniere für den Klimaschutz

Dienstag, 05. Dezember 2017
Zusammenfassung: Vorbilder motivieren. Gerade das Engagement von Prominenten kann viele Menschen dazu bewegen, selbst aktiv zu werden – oder sich mit dem Thema aktiv auseinander zu setzen. Vier Beispiele für ein Engagement im Umwelt- und Klimaschutz.

 

Positive Entwicklungen anstoßen!

 

Das Rahmenprogramm der diesjährigen Weltklimakonferenz in Bonn hat es gezeigt: Auch Vorkämpfer in Sachen Klimaschutz können wie Popstars gefeiert werden. Bestes Beispiel war der Auftritt des ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore. Ebenfalls für Beifall sorgte die Rede des ehemaligen Gouverneurs von Kalifornien Arnold Schwarzenegger – und es waren sicher nicht die Fans seiner früheren Terminator-Filme, die klatschten, als Schwarzenegger Kaliforniens Engagement im Bereich der Erneuerbaren Energien vorstellte. Für sein Enagement wurde Schwarzenegger nur wenig später mit dem Medienpreis „Umwelt-Bambi“ ausgezeichnet.

 

Die persönlichen Auftritte belegen, wie wichtig es ist, ein an sich abstraktes Thema – wie den globalen Klimaschutz – durch Beispiele und Projekte, aber auch durch Persönlichkeiten, Vorbilder und Pioniere greifbar und verstehbar zu machen.

 

 

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Welttierschutztag – Tierversuchszahlen steigen dramatisch

Dienstag, 11. Oktober 2016
Zusammenfassung: Tierschützer schlagen Alarm: Die Zahl der Tierversuche in der Medizin sind im vergangenen Jahr angestiegen. Vor allem mehren sich Versuche im Bereich der Gentechnik. Ärzte gegen Tierversuche beurteilen die Experimente als unethisch, wissenschaftlich überholt und gefährlich für den Patienten.

 

 

Tierschutz wirkt sich auch positiv auf Menschen aus.

Tierschutz wirkt sich auch positiv auf Menschen aus.

In der vergangenen Woche hat die Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche e. V. beunruhigende Zahlen veröffentlicht. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Tierversuchszahlen in Deutschland dramatisch angestiegen, teilweise um bis zu 14 Prozent. Einen besonders hohen Anteil nehmen dabei Versuche mit genmanipulierten Tieren ein.

 

Anlass für die jüngsten Veröffentlichungen der Vereinigung war der internationale Welttierschutztag am 4. Oktober. Dieser Tag ist Gedenktag des Heiligen Franz von Assisi. Der Ordensgründer gilt weltweit als Schutzpatron Patron des Umweltschutzes und der Ökologie und ist Schutzheiliger der Tierärzte. Hintergrund dafür sind die Beschreibungen des Heiligen Franz als Anhänger der einfachen Lebensführung und des Respekts gegenüber allen Lebewesen. Damit stand er im Gegensatz zur philosophischen Lehre, den Menschen als Maß aller Dinge anzusehen. Vielmehr propagierte Franz von Assisi die Einheit von Mensch, Tier, Natur und Umwelt, ein revolutionärer Gedanke aus dem frühen 13. Jahrhundert, der noch heute nachwirkt. Entsprechend machen Tierschützer an diesem Gedenktag auf das Leiden und die Qualen von Tieren in Versuchslaboren hin.

 

 

Genmanipulationen bei Tierversuchen nehmen zu

Insgesamt sterben jährlich rund drei Millionen Tiere in deutschen Versuchslaboren. Ihr Tod verlief dabei oft qualvoll. Betroffen sind in erster Linie Mäuse, Ratten und Kaninchen. Aber auch Fische, Hunde, Katzen und andere Tiere sterben im Dienste der Wissenschaft.

 

Die Statistik zu den getöteten Labortieren liefert jährlich das Bundeslandwirtschaftsministerium, gegliedert nach Bundesländern. Zum Welttierschutztag 2016 lagen die Statistiken aus fünf Bundesländern vor und lieferten einen traurigen Trend. So stieg in Niedersachsen die Anzahl der Tierversuche gegenüber dem Vorjahr um mehr als 40 Prozent an. Bayern wies eine Steigerung von 15 Prozent auf, Sachsen-Anhalt von sechs Prozent. In Berlin und Sachen sanken die Tierversuchszahlen. Damit liegen die Tierversuchszahlen in den ersten fünf ausgewerteten Bundesländern durchschnittlich bei 14 Prozent.

 

Da für die bislang im Bereich der Tierversuche sehr aktiven Länder Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen noch keine Zahlen vorliegen, lässt sich der Trend noch nicht exakt ermitteln. Die Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche ist sich jedoch sicher, dass die extreme Zunahme der Tierversuche in erster Linie durch eine hohe Anzahl von Genmanipulationen zu Stande kommt, hauptsächlich wird hier an Mäusen experimentiert. Die Anteil der genmanipulierten Tiere an den Versuchstieren ist seit dem Jahr 2000 bis 2013 auf fast eine Million angewachsen und hat sich damit versechsfacht. 2014 wurden genmanipulierte Tiere im Bericht des Bundeslandwirtschaftsministeriums nicht mehr gesondert ausgewiesen.

 

 

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Tierversuche sind sinn- aber nicht alternativlos

Die mediale Aufklärung seit den achtziger Jahren zeigt gesellschaftliche Wirkung: Tierversuche werden bei Kosmetik- und Pflegeprodukten kaum mehr akzeptiert. Innerhalb der Europäischen Union sind Tierversuche für Kosmetikprodukte seit 2004 verboten, seit 2009 gilt dies auch für die entsprechenden Inhaltsstoffe. Darüber hinaus dürfen auch keine Kosmetika und Pflegeprodukte mehr verkauft werden, die an Tieren getestet wurden. Es existieren zwar noch rechtliche Lücken, etwa, wenn Bestandteile des Produktes unter das Chemikaliengesetz fallen, dennoch wird der Verzicht auf Tierversuche von den Verbrauchern stark akzeptiert. Naturkosmetik-Marken, die diese Entwicklung besonders mittragen, verbuchen in den vergangenen Jahren ein Umsatzplus.

 

 

Ethik versus wissenschaftlichen Möglichkeiten

Testergebnisse lassen sich nicht einfach vom Tier auf den Menschen übertragen.

Testergebnisse lassen sich nicht einfach vom Tier auf den Menschen übertragen.

Anders sieht es im medizinischen Bereich aus. Hier werden Tierversuche weitgehend akzeptiert und ohne Alternative gesehen. Schließlich steht das Wohl des Patienten über dem der Laborratte.

 

Dass Tierversuche für den medizinischen Fortschritt nicht zwingend sind, ist das Anliegen der bundesweiten Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche e. V. Die rund 2.000 Mitglieder sind allesamt vom Fach, mehrheitlich Humanmediziner und Tierärzte aber auch Naturwissenschaftler aus dem medizinischen Bereich sowie Psychologen. Bereits seit 1979 setzen sie sich für eine tierversuchsfreie Medizin ein. Ihre gemeinsame Forderung ist die Abschaffung sämtlicher Tierversuche und die Weiterentwicklung moderner tierversuchsfreier Testmethoden. Ein weiteres Anliegen ist es, Medizin nicht als reine Behandlung von Symptomen zu verstehen, sondern Ursachen intensiv zu erforschen und durch gezielte Aufklärung und Prävention nach Möglichkeit zu vermeiden.

 

Wichtige Kritikpunkte an Tierversuchen in der Medizin sind zum einen der unethische Umgang mit den Labortieren, die als Objekt gesehen werden und nicht als Lebewesen mit Würde. Zum anderen steht aber auch der unwissenschaftliche Aspekt von medizinischen Tierversuchen im Fokus der Kritik. Denn eine wissenschaftlich seriöse und zuverlässig Voraussage über die Auswirkungen eines getesteten Medikamentes auf den menschlichen Organismus ist nicht möglich.

 

Laut einer Erhebung der US-Amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA versagen bis zu 95 Prozent der Medikamente, die zuvor an Tieren getestet worden sind, in der klinischen Prüfung, denn aller organischer Ähnlichkeiten zum Trotz sind Tiere eben keine Menschen und reagieren auf Arzneien teilweise völlig unterschiedlich. Von den im Markt zugelassenen Medikamenten werden bis zu 50 Prozent später wieder vom Markt genommen. Darüber hinaus erkranken jährlich mehr als 50.000 Patienten tödlich an den Nebenwirkungen von Medikamenten, die an Tieren als unbedenklich getestet wurden.

 

 

Paradigmenwechsel hin zur am Menschen orientierten Medizin

Ärzte gegen Tierversuche fordern einen Paradigmenwechsel in der medizinischen Forschung. Weg von der Ausschöpfung aller Möglichkeiten auf Kosten von Tieren, hin zu einer am Menschen orientierten Medizin. Dabei sehen sich die Mediziner nicht als Forschungsgegner, im Gegenteil, sie kritisieren die Experimente mit Tieren als altmodische und überholte Methodik, die aufgrund der mangelnden Übertragbarkeit vom Tier auf den Menschen darüber hinaus auch noch gefährlich ist.

 

Innovative Forschungsmethoden, wie etwa die Entwicklung von Multiorganchips dagegen, simulieren bereits sehr viel zuverlässiger das Zusammenspiel unterschiedlicher Faktoren im menschlichen Körper. Seit 2010 arbeiten Biotechnologen an diesen Multiorganchips, die nach konventionellen Schätzungen bis zu 80 Prozent der Tierversuche ersetzen können. Durch die individuelle Zusammenstellung des menschlichen Organismus auf Chips werden Auswirkungen von medizinischen Eingriffen und Medikamenten verlässlicher beurteilt werden können. Damit lassen sich Tierversuche in das Reich der Medizingeschichte verbannen.

 

 

Nachhaltigkeit, ethische und  soziale Verantwortung – diese Werte sind uns wichtig, in unserem Leben und in unserer Arbeit. Wenn Sie in diese Werte investieren und gute Erträge erwirtschaften wollen, sind wir für Sie da.

 

 

 

Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.