Mit ‘Treibhausgas’ getaggte Artikel

Setzen Sie die Klima-Emissionen Ihres kompletten Lebens auf Null

Mittwoch, 29. Mai 2019

 

Bei der Europawahl am 26. Mai 2019 war erstmals der Klimawandel wahlentscheidend. Die Grünen lösten die SPD als zweit Volkspartei ab, da ihnen die höchste Klimakompetenz zugetraut wird.

 

Hätten wir vor 30 Jahren ernsthaft mit Klimaschutz begonnen, wären die Einschnitte weniger dramatisch gewesen. Heute müssen wir handeln, schnell und effizient.

 

Doch was kann der Einzelene tun – ist es nicht die Aufgabe der Politik, den Klimawandel zu verhindern?

 

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Wie sieht der Energieverbrauch 2040 aus? Die Erneuerbaren Energien werden die Sieger sein

Dienstag, 19. Februar 2019

Ausblick in die Energie-Zukunft: Vor allem für unsere Kinder und Enkel sind die heutigen Weichenstellungen entscheidend.

 

Am 16. Februar wurde die neueste Ausgabe des viel beachteten Energy Outlook von BP in London vorgestellt. Die zentralen Herausforderungen der Energieversorgung der Zukunft sind

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Vegan leben – Klimawandel aufhalten

Freitag, 01. Juli 2016

Zusammenfassung: Fleischesser, Flexitarier, Vegetarier, Veganer – Ernährungsfragen sind ein gesellschaftliches Thema geworden. Was wir essen ist nicht mehr alleine eine Geschmacksfrage. Vielmehr ist bewusste und gesunde Ernährung ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz.

 

Sommerabende und Wochenenden mit Freunden: Grillen gehört einfach dazu. Gemeinsam unter freiem Himmel Feuer zu entfachen und Speisen zuzubereiten entspannt. Die unterschiedlichen Gerüche, das vielfältige Grillgut und die oft farbenfrohen Beilagen sprechen nahezu alle Sinne an. Doch häufig wurde schon am heimischen Grill so manche heiße Diskussion entfacht. Und zwar immer dann, wenn ein Gast Steak und Würstchen verschmäht oder sogar den – schon recht etablierten – Grillkäse ablehnt. „Fleisch oder nicht Fleisch“, so lautet dann die Frage.

Aufgewachsen mit dem Slogan „Fleisch ist ein Stück Lebenskraft“, den die Centrale Marketing-Gesellschaft der Agrarwirtschaft (CMA) seit den späten sechziger Jahren proklamierte, standen die Fleischverweigerer lange im Rechtfertigungszwang. Doch Vegetarier und Veganer befinden sich im Vormarsch und stellen ihrerseits den immensen Fleischkonsum kritisch in Frage.

 Interesse steigt an veganem und vegetarischem Leben

Eine vegane Grillparty ist kein Paradoxon.

Eine vegane Grillparty ist kein Paradoxon.

Das Bochumer Zukunftsinstitut Landwirtschaft hat ermittelt, dass aktuell jeder Mensch auf der Erde jährlich im Schnitt 42 Kilogramm Fleisch verbraucht. In Deutschland sind es rund 60 Kilogramm pro Person.

Nachdem der Fleischkonsum jahrelang angestiegen ist und die Fleischpreise durchschnittlich gesunken sind, nimmt jetzt der Fleischverbrauch in Deutschland erstmals leicht ab. Verantwortlich dafür ist der steigende Anteil der Veganer und Vegetarier. Das Statistik-Portal der Statista GmbH mit Sitz in Hamburg ermittelte für das Jahr 2012 rund 7,12 Millionen (acht bis neun Prozent) Vegetarier in Deutschland. Hinzu kommen 700.000 Veganer.

Darüber hinaus ernähren sich zunehmend viele Menschen als bewusste Flexitarier. Diese „Teilzeitvegetarier“ verzichten an drei oder mehr Tagen in der Woche auf Fleisch.

 

Ernährung mit Emotion

Fleischliebhaber, Flexitarier, Vegetarier und Veganer – eine sachliche Diskussion zwischen den Gruppen ist schwierig. Welche Art der Ernährung ein Mensch bevorzugt, ist in unserer Gesellschaft zum einen mit Traditionen verbunden, zum anderen mit dem persönlichen Lebensstil. Generell steht der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung jedes Nahrungsmittel ausreichend zur Verfügung. Kein Wunder also, dass die Fleisch-Debatte sehr emotional geführt wird. Sowohl am heimischen Grill, wie auch in der Politik.

 

Vernunft statt Bevormundung

Im Bundestagswahlkampf 2013 forderten die Grünen die Einführung eines sogenannten Veggie-Days als bundesweiten Standard. Ein Veggie-Day bezeichnet einen Tag in der Woche, an dem sich Gemeinden und Städte sowie öffentliche und private Einrichtungen verpflichten, in ihren Großküchen keine Fleischgerichte anzubieten. Das Thema avancierte kurzzeitig – nicht zuletzt durch die sozialen Medien – zum Wahlkampfthema Nummer eins. Während die Gegner die Bevormundung verurteilten, wiesen auch Befürworter auf die Schwierigkeiten hin, einen Veggie-Day verbindlich durchzusetzen. Auch wenn das Thema auf institutioneller Ebene im Sande verlief, die Grundidee hat sich durchaus durchgesetzt. Viele Kantinen und Restaurants führten erfolgreich einen eigenen Veggi-Day ein. Vorreiter war hier die Hansestadt Bremen, die bereits seit 2010, unterstützt durch die Bürgerstiftung Bremen, den fleischfreien Donnerstag in Großküchen und Kantinen umgesetzt hat. Vorbild mag hier Belgien gewesen sein: Seit 2009 wird in der Stadt Gent an Donnerstagen fleischfrei serviert. Am vegetarischen Angebot beteiligen sich hunderte Restaurants und Kantinen freiwillig.

 

Thema ins Bewusstsein rücken

Vegetarisches und veganes Leben – das Thema ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Beides ist auch nicht neu, doch während in den vergangenen Jahrzehnten eine fleischlos beziehungsweise komplett vegane Lebensweise sehr stark individuell und ethisch geprägt war, rückten in den vergangenen Jahren vermehrt die umwelt- und klimapolitischen Aspekte des Fleischkonsums und der Massentierhaltung in den Vordergrund der Diskussion.

 

Ein Kuhstalldach sagt mehr als tausend Zahlen

Zahlenwerk rund um die Massentierhaltung weltweit und in Deutschland beeindrucken oft nur kurz. Viel Eindruck hinterließen jedoch Anfang 2014 rund 90 Milchkühe aus dem Landkreis Fulda: Sie riefen die örtliche Feuerwehr mit Gasmessgeräten auf den Plan. Das Rülpsen und Furzen der Kühe setzte eine so große Menge des klimaschädlichen Gas Methan frei. Dieses entzündete sich, so dass es mit einer Stichflamme verpuffte und das Stalldach beschädigte. Methan ist ein hochgiftiges Treibhausgas, dass einen mehr als zwanzigmal stärkeren Einfluss auf den Klimawandel hat als Kohlendioxid (CO2). Eine durchschnittliche Zuchtkuh stößt täglich bis zu 200 Liter Methan aus. Bei schätzungsweise 1,5 Milliarden Kühen weltweit ist der Beitrag der Rindfleisch- und Milchproduktion am Klimawandel enorm.

 

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Vegane Lebensweise schützt das Klima

An vielen Orten in der Welt ist der Klimawandel schon sichtbar.

An vielen Orten in der Welt ist der Klimawandel schon sichtbar.

Ging die Diskussion bislang vornehmlich um den Fleischverzicht, zeigt das Beispiel der Kühe deutlich, dass auch die Milchwirtschaft an der Produktion des Treibhausgases Methan beteiligt ist. Und auch hier ist vielen noch der CMA-Slogan der siebziger Jahre im Gedächtnis: „Die Milch macht’s“. Gerade eine milchfreie Ernährung läuft den Ernährungsgewohnheiten vieler Menschen so stark entgegen, dass die vegane Ernährung entsprechend schnell als Mangelernährung gebrandmarkt wird. Dagegen steht jedoch, dass sich gerade Veganer sehr intensiv mit ihrer Ernährung auseinandersetzen und mehrheitlich überdurchschnittlich gut informiert sind.

Unbestrittener Fakt ist: Wer Gemüse isst, produziert weniger Treibhausgase als Fleischesser. Natürlich verursachen Anbau, Transport, Lagerung, Kühlung und Verkauf von Nahrungsmitteln generell die Emissionen von Treibhausgasen. Dennoch stehen den direkten Emissionen sogenannte indirekte Emissionen gegenüber. Diese entstehen etwa durch die veränderte Nutzung von Land. Ein klassisches Beispiel dafür ist die Umwandlung von tropischen Regenwäldern in Weideland für die Fleischproduktion. Die Umweltorganisation WWF geht in ihrer Studie „Klimawandel auf dem Teller“ davon aus, dass nahezu 70 Prozent der direkten Treibhausgasemissionen die mit unserer Ernährung zusammen hängen, auf tierische Produkte zurückzuführen sind. Eine vegane Ernährung entspricht damit rund 230 Milliarden eingesparter PKW-Kilometer. 

Auch das Bundesministerium für Umwelt empfiehlt im Rahmen seiner Kampagne „#ziek – Zusammen ist es Klimaschutz“ eine Ernährung mit möglichst wenig tierischen Lebensmitteln. So ließen sich bis zu 600 Kilogramm CO2 pro Jahr einsparen.

 

Nachhaltige Anlagen gegen die Erderwärmung

Nicht nur mit der individuellen Lebensweise lässt sich das Klima schützen. Auch die ganz persönliche Finanzplanung kann einen wichtigen Beitrag gegen die globale Erderwärmung leisten, denn ökologische Investments können bis zu 40 Prozent weniger CO2-Ausstoß bewirken. Das Rezept ist einfach: Fossile Energieträger bleiben im Boden. Stattdessen wird in Unternehmen investiert, die auf erneuerbare Energieträger setzen, wie beispielsweise Solar-Energie und Windkraft.

 

Versuchung statt Verzicht

Klimaschutz schmeckt. Dass Veganer lustlos und mit fahlem Gesicht an einer schrumpeligen Karotte kauen, dieses Klischee gehört mittlerweile der Vergangenheit an. Vegane Küche boomt. – Zurück zum sommerlichen Grill vom Anfang: Ein veganer Grillabend ist kein Paradoxon sondern eine Einladung, die eingefahrenen Pfade zu verlassen, regionales Gemüse zu genießen, Soja, Seitan und Tofu kennenzulernen und Versuchung statt Verzicht zu verspüren.

 

P.S. Wer Grillkohle in seiner Freiluftküche verwendet, geht bei Kohle mit dem FSC-Siegel (Forest Stewardship Council) sicher, dass auch hier Klimaschutz betrieben wurde.

 

 

Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

Teil 3 des Weltklimaberichtes – der Zug ist noch nicht abgefahren!

Dienstag, 15. April 2014

Am 13. April legte der IPCC den dritten und letzten Teil des Weltklimaberichtes vor. Kurz zusammengefasst ist die Aussage, dass man die größten Gefahren noch ohne große Einbußen im Wirtschaftswachstum abwenden kann. Aber: „Der Hochgeschwindigkeitszug zur Treibhausgasminderung muss jetzt schnell abfahren, und die Welt muss darauf aufspringen.“, so Weltklimarats-Chef Rajendra Pachauri. Der dritte Teil des Berichtes befasst sich konkret damit, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die weltweite Erderwärmung bis zum Jahr 2100 auf 2 Grad zu begrenzen und welche finanziellen Mittel dafür zur Verfügung gestellt werden müssen.

 

Dreh- und Angelpunkt ist die Verminderung des Treibhausgasausstoßes. Denn trotz aller derzeitigen Bemühungen ist dieser weltweit in den letzten Jahren stetig gestiegen (in den Jahren 2000 bis 2010 im Schnitt um 2,2 %). Wollen wir eine Erderwärmung zwischen 3,7 Grad und 4,8 Grad (im Vergleich seit Beginn der Industrialisierung) bis zum Jahr 2100 verhindern, muss dieser Trend innerhalb der nächsten 8 Jahre umgekehrt werden und die Emmissionen bis Mitte des Jahrhunderts um 40 bis 70 Prozent gedrosselt werden. Möglich wird das mit einer deutlichen Umschichtung von Investitionen in Erneuerbare Energien. Konkret bedeutet das weg von der Förderung und Verbrennung von Kohle, Gas und Öl – hin zur Erzeugung von klimafreundlichen Energien. Aber auch die dringende Notwendigkeit, Energie erst gar nicht zu verbrauchen, wird erwähnt. Die Steigerung der Energieeffizienz industrieller Anlagen und auch von Elektroartikeln für Endverbraucher wird dringend angemahnt. Somit ist der beste Klimaschutz nach wie vor die Energie und die Ressource, die nicht verbraucht wird.

 

Wir alle haben die Zukunft unserer Erde auch für die nachfolgenden Generationen in der Hand (Bildquelle: Bernd Kasper, pixelio.de)

Wir alle haben die Zukunft unserer Erde auch für die nachfolgenden Generationen in der Hand (Bildquelle: Bernd Kasper, pixelio.de)

 

Derzeit wird ja von einigen Politikern und Wirtschaftsvertretern bemängelt, dass die Kosten der Energiewende nach deutschem Vorbild kaum zu tragen sind. Der IPCC hat nun berechnet, dass diese bei einem angenommenem Wirtschaftswachstum zwischen 1,6 und 3 Prozent pro Jahr gerade mal mit einem Minus von 0,06 Prozent zu Buche schlagen. Zudem stellt sich doch auch die Frage, ob uns die Begrenzung der Schäden durch den bereits angelaufenen Klimawandel für unsere nachfolgenden Generationen überhaupt zu teuer sein darf? Der letzte Teil des Weltklimaberichtes kann also durchaus als Ermutigung angesehen werden. Die Begrenzung des Anstiegs der weltweiten Erwärmung auf unter 2 Grad ist möglich und die Umschichtung von Investitionen kann durchaus für positive wirtschaftliche Impulse sorgen. In unserem eigenen Interesse und in dem unserer Kinder sollten wir nicht zulassen, dass die Energiewende ausgebremst wird und den Aufsprung auf den Schnellzug schaffen!

 

 

 

 

Verfasser des Beitrages

Jasmin Hamann unterstützt die Grünes Geld GmbH als Berater-Assistentin. Jasmin Hamann:”Ich freue mich, dass ich – neben meinem persönlichen Engagement (z. B. bei Greenpeace) – beruflich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Nachhaltigkeit auch in der Finanzbranche kein Fremdwort mehr ist. Die Macht des eingesetzten Kapitals kann die Welt zum positiven verändern.”

Klimagipfel in Polen verkommt zur Farce

Mittwoch, 27. November 2013

Gerade erst wurde durch den Bericht des Weltklimarates der Vereinten Nationen bekannt, dass der Ausstoß an schädlichen Treibhausgasen noch höher ist als angenommen. Trotzdem kamen die Delegierten beim Klimagipfel in Polen in den vergangenen beiden Wochen über ein Minimalergebnis – das nur durch eine eintägige Verlängerung der Konferenz erreicht werden konnte – nicht hinaus.

 

 

 

Foto aus Flugzeug mit HorizontDas Klima: eine Erhöhung um mehr als 2 Grad birgt unkalkulierbare Risiken

 

 

“Diese Konferenz war ein einziger Betrug. Eigentlich sollten hier weitere Schritte zum Senken der Emissionen beschlossen werden, stattdessen ist das Gegenteil passiert: Japan hat seine Ziele gesenkt, Australien beschneidet seine Klimagesetze, Brasilien präsentiert eine rasant beschleunigtes Abholzen seiner Regenwälder. Noch dazu bedroht das vollständige Versagen der Industriestaaten, ihre bestehenden Finanzierungszusagen einzuhalten, die Ärmsten der Armen“, so Martin Kaiser, Leiter der Greenpeace-Delegation in Warschau.

 

So lässt sich das 2-wöchige Spektakel “COP” in Warschau wohl am besten umschreiben. Neben Greenpeace hatten am Donnerstag auch der WWF, BUND und Friends of the Earth die UNO-Weltklimakonferenz unter Protest verlassen.

 

Schon der Veranstaltungsort Polen rückte die Konferenz in ein negatives Bild, denn durch seine Bemühungen die heimische Kohleindustrie zu schützen gilt Polen als einer der größten Bremsklötze im Kampf gegen den Klimawandel. So konnten dann auch nur Grundzüge eines neuen Klimaschutz-Abkommens festgelegt werden. Das letzte Abkommen, das Kyoto-Protokoll, lief 2012 aus und wurde auf der letzten Konferenz bereits verlängert. Statt von “Verpflichtungen” spricht man in den neuen Abkommen auch nur noch von “Beiträgen zum Klimaschutz”.

 

Das neue Klimaschutzabkommen soll auf der nächsten Konferenz in einem Jahr in Paris zustande kommen. Zumindest solle es dann alle Länder umfassen, also auch die größten Umweltverschmutzer China und USA. Um konkrete Maßnahmen zur Vermeidung von CO2-Emissionen geht es auch kaum noch, größte Streitpunkte sind eher Zahlungen von Industrienationen zu stärker betroffenen Schwellenländern.

 

 
Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.
 

Teersandabbau: Das dreckige Geschäft von Kanada

Mittwoch, 21. September 2011
Teersand

Teersand in Kanada: Der Abbau ist teuer, aufwendig und extrem umweltschädlich.

Der britischen Tageszeitung „Guardian“ zufolge, soll Kanada in den letzten Jahren enorme Lobbyarbeit in Europa betrieben haben. Damit keine Auswirkungen auf den demnächst kommenden kanadischen Handel mit Öl aus Teersand entstehen, soll die dortige Regierung versucht haben, Einfluss auf die europäische Verkehrspolitik zu nehmen.

 

Teersandabbau ist sehr kostspielig und mit hohem Aufwand verbunden, viel schlimmer ist jedoch, dass er große Schäden an der Umwelt und dem Klima anrichtet. Es wird davon ausgegangen, dass beim Abbau von Teersand die fünffache Dosis an Treibhausgasen freigesetzt wird wie bei der Gewinnung von konventionellem Öl. Rund 80 Kilogramm Treibhausgase werden pro produziertem Barrel (= 159 Liter Öl) in die Atmosphäre freigesetzt. Kanada hat neben Venezuela das größte Teersand-Vorkommen. Rund zwei Drittel des weltweiten Bestandes befinden sich in den beiden Ländern.

 

Bis 2020 soll es eine Senkung der Treibhausgase im Verkehrsbereich um 6% geben, dieses Ziel hat die Europäische Kommission gesetzt. Erreicht werden soll es anhand eines Treibstoffqualitätgesetzes. Und eben dieses Gesetzt sei der kanadischen Regierung sauer aufgestoßen, weshalb sie dann vehement europäische Politiker beeinflusst haben soll um die Regelungen zu lockern, so die Anschuldigung der Umweltschützergruppe „Friends of the Earth“ gegenüber Kanada. Insbesondere die umweltschädlichen Wirkungungen von Teersand sollen verharmlost dargestellt worden sein. Zusätzlich ist Kandada mit allen Mitteln am versuchen das Inkrafttreten des Gesetztes nach weiter hinten zu verschieben, indem sie weitere Forschungsergebnisse und Studien fordern.

 

Der „Guardian“ berichtet zudem, dass die Teersandindustrie von Kanada zusammen mit der Politik eine spezielle Lobbygruppe in London gegründet haben soll. Außerdem sollen die großen Ölkonzerne Shell und BP unter einer Decke mit der Teersandindustrie stecken, sie dienen als eine Art „politische Reinwaschung“. Bisher hat die kanadische Regierung noch keinerlei Reaktion auf die Anschuldigungen der britischen Tageszeitung gezeigt.

 


 

Unser Tipp für eine nachhaltige Geldanlage, die in „saubere Energie“ investiert: SunAsset 3

 

Projekt SunAsset 3
Laufzeit 8 Jahre
Mindestanlagesumme 10.500 Euro
Rendite 2012 – 2016: 7.00%
2017 – 2018: 8,00%
2019: 119,30%
Besonderheit – Attraktive Ausschüttungen durch staatliche Einspeisevergütung
– Sehr kurze Laufzeit von nur 8 Jahren
– Sie fördern aktiv den Umstieg auf erneuerbare Energien

 

Alle Informationen bei gruenesgeld24.de

 


 

Anstatt in Öl zu investieren, was eventuell aus Teersand gewonnen wurde, sollte viel mehr Wert auf Erneuerbare Energien Fonds gelegt werden, insbesondere auf Solarfonds. Sie fördern damit individuell die „saubere Energie“, eine Energie, die nicht durch umweltschädliche Prozesse gewonnen wird.