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Tschüß Deutz, GEA und Gildemeister: Ethikbank setzt sie auf Negativliste

Montag, 05. Dezember 2011

Was macht ethisch-ökologische Geldanlagen aus? Wie gehen nachhaltige Banken vor, wenn sie über die Vergabe von Krediten oder die Investition in grüne Investments entscheiden?

 

Meist kommt ein Mix von Strategien zusammen. Neben dem Best-in-Class-Ansatz wird meist auch noch eine Negativ-Liste verwendet, also Staaten oder Unternehmen, die nicht für die Ökofonds oder nachhaltigen Investments der Umweltbanken in Frage kommen.

 

Höchste Transparanz: Ethikbank veröffentlicht Negativ- und Positivlisten für Länder und Unternehmen

Im Gegensatz zu anderen Umwelt Banken veröffentlicht die Ethikbank diese Negativliste sowohl für die Staaten als auch für die Unternehmen. Eine wirklich hohe Transparenz – so sollte grüne Geldanlage funktionieren. Die Listen sind die Basis dafür, dass die gelisteten Staaten und Unternehmen eben kein Geld der Sparer mehr erhalten, damit geschwächt werden und langfristig zu sauberem Handeln gezwungen werden.

 

Gerade aktuell hat die Ethikbank die Listen überarbeitet und mehrere Firmen aus MDAX und DAX verbannt. Zu Ihnen gehören

 

 

Grund für alle genannten Unternehmen: die Beteiligung an Rüstungsgeschäften. Hier zeigt sich die Exportstärke der deutschen Wirtschaft, denn Deutschland ist 3. (!) größter Waffenexporteuer der Welt (Wirtschaftswoche, 26.03.2010). Es ist also bei uns weiterhin geduldet und gefördert, dass wir aus Deutschland heraus die Kriege und Auseinandersetzung auf der Erde mit unserer Technologie verschlimmern.

 

Es gibt allerdings auch positive Entwicklungen bei der Beurteilung der Ethikbank. Neu in die Positivliste der Unternehmen sind die Hamburger Hafen und Logistik AG  (HHLA) und der Maschinenbauer Krones. Beide Unternehmen haben die Umweltpolitik mittlerweile auf die Vorstandsebene gehoben. Beim Logistiker HHLA geht man sogar soweit, dass die Vergütung der Vorstände und Führungskräfte auch nach Umwelt- und Klimaschutzzielen gezahlt wird. Vorbildlich!

 

Allerdings wird bei dieser Form des nachhaltigen Investments eines deutlich: es wird immer darum gehen, ist der eine Großkonzern nachhaltig oder nicht. Die Graustufen sind vielfältig und die Entscheidungen häufig schwierig. Viele Anleger gehen deshalb auf Nummer sicher, und investieren in ganz konkrete Projekte wie Waldprojekte, grüne Immobilien oder investieren in grüne Energie.