Mit ‘Vegan’ getaggte Artikel

Food Trends – 5 aktuelle Entwicklungen im Bereich Lebensmittel

Freitag, 10. November 2017
Zusammenfassung: Essen verbindet. Die aktuellen Food Trends spiegeln die gesellschaftlichen Entwicklungen wider: Speisen werden von der Rezeptur internationaler – aber auch regionaler von den Zutaten. Einfachheit ist Trumpf, Gemüse steigt weiter im Ansehen.

 

Food Trend – einfach & gut!

 

 

Essen ist in unserer Kultur sehr viel mehr, als bloße Nahrungsaufnahme. Was hierzulande auf den Tellern landet, ist vielmehr ein Ausdruck des Lebensstils und der kulturellen Identität. Essen spiegelt ethische Werte wider und ist mehr oder weniger ein „Statement“. Die Auswahl von Lebensmitteln – und die freie Auswahl ist in den Industrienationen quasi uneingeschränkt möglich – ist auch ein Mittel der Selbstdarstellung und der individuellen Lebensweise.

 

Nachhaltigkeit und Regionalität haben sich im Bereich der Lebensmittel zu wichtigen Kriterien entwickelt. Dabei befriedigen nicht nur lokale Erzeuger und Bioläden diese Ansprüche, auch Supermarktketten und selbst Discounter werben zunehmend mit diesen Aspekten guter Lebensmittel. Hinzu kommen die beiden Dauer-Trends der vegetarischen und veganen Lebensweise, die längst ihr alternatives Nischen-Dasein verlassen haben. Entsprechende Produkte finden sich längst in breiter Auswahl in den Lebensmittelgeschäften.


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10 Buchtipps für den Lese-Herbst und –Winter

Montag, 30. Oktober 2017
Zusammenfassung: Auch in diesem Jahr haben wieder unzählige Verlage ihr aktuelles Programm auf der Frankfurter Buchmesse präsentiert. Themen der Zeit, wie Klimakrise, Ökologie und Do-it-Yourself bleiben im Trend. Interessante Buchtipps für den Leseherbst und zugleich auch bereits einige gute Ideen für sinnvolle Weihnachtsgeschenke.

 

Buchauswahl für den Leseherbst

 

Lesen ist und bleibt ein beliebter Zeitvertreib. Egal ob das klassische Buch genutzt wird oder der E-Reader – Romane, Ratgeber, Sachbücher gehören nach wie vor zum Leben. Gerade im Herbst und Winter – in Verbindung mit einer schönen Tasse Tee, einem guten Glas Wein oder sonst einer wohltuenden Kleinigkeit, die das Leben schöner macht – Lesen entspannt, regt an, regt auf, vermittelt überraschende Erkenntnisse und eröffnet neue Horizonte. Gerade das breite Angebot von Neuerscheinungen in den Bereichen ökologisches Leben, Selbermachen, Politik und Zeitgeschehen gibt wichtige Impulse für das eigene Leben und zeigt Alternativen zu den gängigen Verhaltensmustern auf.

 

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Nachhaltige Branchen 5 – Lebensmittelindustrie

Dienstag, 23. Mai 2017
Zusammenfassung: Nachhaltigkeit in der Lebensmittelindustrie wird schnell auf die Faktoren „Bio“ und „Fair Trade“ reduziert. Aber auch der verantwortungsvolle Umgang mit Energie, Land und Wasser sind wichtige Faktoren in diesem Bereich. Generell hat das Interesse der Verbraucher am Thema Nachhaltigkeit zugenommen. Der Zusammenhang zwischen Lebensstil, Ernährungsweise und Klimaveränderung ist in den Köpfen angekommen.

 

 

Das Interesse an nachhaltig produzierten Lebensmitteln steigt.

Das Bewusstsein für die Gefahren des Klimawandels ist gestiegen. Entsprechend zugenommen hat das Interesse an mehr Nachhaltigkeit in nahezu allen Bereichen des täglichen Lebens. Denn immer mehr Menschen in den Industrienationen wird klar, dass unser Lebensstil, unser Umgang mit Energie und unsere Lebensmittelproduktion mit für die Klimakrise verantwortlich sind.

 

Dabei rückt die Ernährung besonders in den Mittelpunkt der Betrachtung. Denn hier kann jeder einzelne durch sein Einkaufs- und Konsumverhalten direkten Einfluss ausüben. Generell nimmt die Nachfrage nach Lebensmitteln, die nachhaltig erzeugt wurden zu. Eine Trend, auf den die Branche versucht entsprechend zu reagieren.

 

Laut Angaben der Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie nimmt die Bedeutung der Qualität der Lebensmittel als Kaufentscheidung zu. Rund 27 Prozent der Konsumenten legen Wert auf eine bewusste, nachhaltige und gesunde Ernährung. Der gleiche Anteil an Verbraucher ist dabei auch bereit, höhere Preise zu akzeptieren.

 

 

Spannungsfeld Industrie und Nachhaltigkeit

Nachhaltiger Konsum zählt aktuell zu den wichtigsten Trends, denn immer mehr Verbraucher in Deutschland wollen mit ihrer Kaufentscheidung die Weichen für eine soziale, umwelt- und klimafreundliche Zukunft mit stellten. Entsprechend dieser steigenden Nachfrage verändert sich auch das Angebot.

 

Dabei bestehen vielfältige Spannungsfelder. Denn westliche Verbraucher freuen sich über die reichhaltige Auswahl in den übervollen Regalen der Supermärkte und Discounter, stehen zugleich aber auch der enormen Verschwendung und Vernichtung von Lebensmitteln kritisch gegenüber.

 

Eine weitere Spannung bildet sich bereits durch den Begriff der Lebensmittelindustrie. Denn die industrielle Produktionsweise steht Gegensatz zur handwerklichen Herstellung, wie sie bei vielen Bio-Produkten und in der Slow Food-Bewegung propagiert werden.

 

Durchaus wichtige Aspekte, denn Nachhaltigkeit muss in der Lebensmittelproduktion weit über die reinen Qualitätsanforderungen der Konsumenten aus den reichen Industrienationen hinaus gehen. Nachhaltigkeit umfasst hier auch Aspekte der Verteilung und des fairen Welthandels.

 

Schließlich geht es hier nicht allein um rund 80 Millionen potenziell kritischer Verbraucher in den deutschen Supermärkten, sondern um die Antwort auf die Ernährungsfrage von bald zehn Milliarden Menschen weltweit. Nicht zuletzt lautet eines der vorrangigen  Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen, den Hunger zu bekämpfen.

 

Nur wenige Lebensmittelkonzerne beherrschen den weltweiten Markt.

Kritisch gesehen wird in diesem Zusammenhang allerdings die zunehmende Konzentration der Lebensmittelproduktion auf nur wenige Konzerne weltweit. Im Jahr 2013 legte die Hilfs- und Entwicklungsorganisation Oxfam erstmals ein vergleichendes Ranking für die zehn größten Lebensmittelkonzerne der Welt vor. Im Mittelpunkt der Untersuchung stand deren soziales und ökologisch nachhaltiges Handeln.

 

An der Spitze behaupteten sich die beiden Lebensmittelmultis Nestlé und Unilever, da sie – im Gegensatz zu ihren Mitbewerbern – bereits Maßnahmen eingeleitet hatten, um soziale und ökologische Mängel in ihrer Lieferkette zu begegnen. Nestlé kündigte an, die Situation der Kakaobäuerinnen verbessern zu wollen, die Unilever Fundation engagiert sich mit Oxfam in Projekten zur Armutsbekämpfung. Generell fiel die Oxfam-Studie „Behind the Brands“ allerdings ernüchternd aus, denn kaum ein Großkonzern nutzt sein Marktposition aus, um eine weltweite Ernährungsgerechtigkeit voranzubringen. Größtes Problem dabei war und ist, dass sich viele Angaben der Hersteller kaum belegen lassen. Darüber hinaus herrscht unter den Konzernen ein großes Stillschwiegen über die Herkunft der Rohstoffe und die Umstände wie und wo diese gewonnen wurden. Außerdem untersuchte Oxfam die Nachhaltigkeitsberichte der Konzerne und versuchte die Anstrengungen der Konzerne in Sachen Frauenrechte, fairer Bezahlung und Arbeitsbedingungen herauszufinden. Außerdem wollte die Organisation wissen, welche Maßnahmen die Konzerne gegen den Klimawandel unternehmen, wie Landraub, das sogenannte Landgrabbing, verhindert wird ein verantwortlicher Umgang mit Wasser und Energie aussieht. Die meisten Konzerne verwiesen mehr auf ihre Hilfsprojekte in verschiedenen Ländern, denn auf ihre Aktivitäten im Bereich der fairen Zusammenarbeit mit Zulieferländern oder ihr ökologisch nachhaltiges Engagement.

 

Nachhaltigkeit bleibt jedoch eines der bestimmenden Themen der Lebensmittelindustrie. Neben den globalen Konzernen existiert auch weiterhin große Anzahl an nationalen und lokalen Nahrungsmittelherstellern, die dem Trend zu mehr Nachhaltigkeit begegnen müssen.

 

 

Nachhaltigkeit in der Lebensmittelindustrie

Nachhaltigkeit hat als neuer und wichtiger Trend in der Lebensmittelbranche das Thema Ökologie um die Aspekte des fairen Handels und der sozialen Gerechtigkeit erweitert. Gemäß einer Untersuchung der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG), hat sich der Nachhaltigkeitsanspruch zum globalen Trend innerhalb der Branche entwickelt und stellt damit auch neue Herausforderungen an die Produzenten. Nachhaltigkeit stellt mittlerweile ein relevantes Differenzierungsmerkmal dar. Dabei sind die Ansprüche der Verbraucher gestiegen. Sie erwarten von den Unternehmen eine glaubhafte, nachvollziehbare und transparente Kommunikation, die belegt, dass Nachhaltigkeitsbestrebungen keine Marketingphrasen sind.

 

 

Ökologische Nachhaltigkeit mit Brief und Siegel

Um das zu belegen, setzt die Lebensmittelindustrie auf Siegel und Gütezeichen, die Verbrauchern verlässliche Auskünfte zu Inhalte und Produktionsweise der Lebensmittel geben. Weit verbreitet sind dabei bereits die Zertifizierungen, die eine ökologische Nachhaltigkeit belegen. In Deutschland ist dabei besonders das staatliche Biosiegel bekannt, das 2001 vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz eingeführt wurde. Seit 2012 wird dieses Siegel verpflichtend durch das EU Bio-Siegel ergänzt. Beide Siegel garantieren, dass die Produkte zu mindestens 95 Prozent aus ökologischem Landbau stammen. Insgesamt tragen rund 30.000 Artikel im Lebensmitteleinzelhandel das Biosiegel. Hinzu kommen die – zum Teil sehr viel strengeren – Siegel der ökologischen Anbauverbände, wie beispielsweise Bioland, Demeter oder Naturland. Hier werden neben den klassischen Anforderungen an den ökologischen Landbau auch vielfältige weitere Kriterien berücksichtigt. Dazu zählen unter anderem geschlossene Betriebsabläufe, Energieverbrauch, Klima- und Gewässerschutz.

 

Zudem haben viele Handelsketten eigene Biosiegel entwickelt, beispielsweise „BioBio“ von Plus oder „Füllhorn“ von Rewe. Die entsprechenden Produkte tragen im Allgemeinen auch das staatliche Bio-Siegel, sollen aber Verbraucher durch die präsente Markenbezeichnung eine zusätzliche Orientierung in der Warenwelt bieten.

 

 

 Nachhaltigkeit ist mehr als „Bio“

Zum Beispiel Bananen: Fairer Handel setzt sich durch.

Durch das gestiegene Interesse der Verbraucher an nachhaltigen Lebensmitteln, haben auch die Siegel des fairen Handels an Bedeutung gewonnen und ziehen in den letzten Jahren vermehrt von den klassischen Eine-Welt-Läden in die Regale der großen Handelsketten ein. Am weitesten verbreitet sind dabei die Siegel TransFair/Fair Trade, das bereits seit 25 Jahren vergeben wird, Gepa oder BanaFair.

 

Bei diesen Siegeln können Verbraucher darauf vertrauen, dass Kleinbauern und Produzenten in den Herkunftsländern sichere Arbeitsbedingungen vorfinden und existenzsichernde Löhne erhalten. Zu den Kriterien der sozialen Nachhaltigkeit zählen außerdem langfristige Verträge und Abnahmegarantien, eine gerechte Verteilung der Lebens- und Bildungschancen sowie das Verbot von Kinderarbeit und die Einhaltung der Menschenrechte generell. Etwas 70 Prozent der Produkte aus fairem Handel werden derzeit auch nach den Kriterien des ökologischen Anbaus erzeugt. Das schützt die Biodiversität vor Ort und beugt einen Raubbau an Urwaldgebieten vor, um neue Plantagen aufzubauen.

 

 

Nachhaltiges Wirtschaften in der 360-Grad-Perspektive

Siegel schaffen Vertrauen und geben verbindliche Standards vor. Bislang stehen die Siegel jedoch nur für einzelne Nachhaltigkeitskriterien, denn es gibt kein Nachhaltigkeits-Siegel für Lebensmittel.

 

Eine umfassende Beurteilung der Nachhaltigkeit der Lebensmittelbranche ist schwierig, denn sie umfasst eine Vielzahl relevanter Faktoren, die über die Teilaspekte „Bio“ und „Fair Trade“ hinaus gehen. Schließlich definiert die Weltkommission für Umwelt und Entwicklung Nachhaltigkeit als dauerhafte Entwicklung, die Bedürfnisse der jetzigen wie der künftigen Generation befriedigen kann. Daher ist der verantwortungsvolle Umgang mit den natürlichen Ressourcen Wasser, Luft, Boden sowie sämtlichen Rohstoffen eine grundsätzliche Voraussetzung für nachhaltiges Wirtschaften. Dabei soll die biologische Artenvielfalt und die Bedürfnisse der Weltbevölkerung genauso geschützt werden, wie das globale Klima als Lebensgrundlage.

 

Selbstgemacht, lecker und nachaltiger als Convenience.

Entsprechend zählen auch der Energieverbrauch im Unternehmen, der Einsatz von Erneuerbaren Energien und Effizienzmaßnahmen zu wichtigen Aspekten des Nachhaltigkeitsmanagements. Darüber hinaus muss sich ein nachhaltig wirtschaftendes Unternehmen auch an seinem Umgang mit Wasser, Fragen der Logistik und dem Weg zum Kunden und viele weitere Faktoren messen lassen. Wie bereits bei vielen Produkten und Aktivitäten, beispielsweise Flugreisen, lässt sich auch bei Lebensmitteln ein ökologischer Fußabdruck ermitteln, der Informationen über die Umwelt- und Klimawirkung gibt. Stark verarbeitete Lebensmittel mit staatlichem Bio-Siegel werden bei einer solchen Berechnung eher schlechter abschneiden, als einfache Produkte aus einem regionalen Hofladen, die möglicherweise nicht zertifiziert sind. Immerhin fließen rund 20 Prozent des Energieverbrauchs in Deutschland in unsere täglichen Lebensmittel.

 

 

Vegane Lebensmittel – Nachhaltigkeit 2.0

Bitte recht klimafreundlich!

Eine ungünstige CO2-Bilanz weisen generell Produkte mit tierischen Inhaltsstoffen auf – auch dann, wenn die Tiere artgerecht gehalten werden. Generell befinden sich vegane Lebensmittel im Aufwind, dabei zeichnet es sich ab, dass die vegane Lebensweise nicht nur ein kurzfristiger Trend sein wird. Aktuell liegt der Anteil der Bevölkerung, die sich vegan ernährt, bei etwa einem Prozent. Vegane Produkte liegen aber auch bei Vegetariern und Flexitariern hoch im Kurs, so dass sich die Nachfrage auf einem weit höheren Niveau einspielt.

 

Viele Anbieter veganer Lebensmittel produzieren sehr nachhaltig. Dabei zum einen natürlich der Verzicht auf energieaufwändige tierische Inhaltstoffe ins Gewicht. Zum anderen fühlen sich vegane Unternehmen – nicht zuletzt durch ihren alternativen Geschäftsansatz – nachhaltigen Kriterien wie ökologischer Landwirtschaft oder energieeffizienten Maßnahmen verpflichtet. Das Zusammenspiel vegan und biologisch ist allerdings nicht zwingend. Wer Gentechnologie und Agrarchemie ausschließen will, benötigt mehr Informationen als das Vegan-Label.

 

Im Bereich der nachhaltigen Geldanlagen hat sich mittlerweile ein reger Markt für vegane Investments entwickelt. Diese sind dabei auch für Anleger interessant, die Themen wie Massentierhaltung aus ihrem Portfolio generell ausschließen wollen. Interessant sind auch Vegan-Aktien, die vom Trend zur veganen Lebensweise wirtschaftlich profitieren.

 

 

Nachhaltige Geldanlagen bringen Veränderungen

Bewusste Konsumentscheidungen zu treffen, um soziale Gerechtigkeit zu fördern sowie Umwelt und Klima zu entlasten ist sinnvoll und treibt positive wirtschaftliche Veränderungen voran. Auch im Bereich der Geldanlagen lohnt es sich, auf nachhaltige Investments zu setzen. Denn gerade in der Welt der Finanzen fallen richtungsgebende Entscheidungen.

 

Wer also lieber in biologische Landwirtschaft als in multinationale Konzerne investieren will, Erneuerbare Energien bevorzugt oder auch umweltfreundliche Technologien und Logistikkonzepte voranbringen will, findet bei Grünes Geld leicht ein passendes Finanzprodukt. Grünes Geld, ein erfahrener Anbieter nachhaltiger Geldanlagen, hat mehr als 300 interessante Investments im Angebot. Sämtliche Produkte fördern nicht nur eine soziale und ökologische Entwicklung, sondern sind auch hinsichtlich ihrer finanziellen Erträge eine gute Entscheidung.

 

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Auch beim Wein ist „Bio“ die beste Wahl

Freitag, 04. November 2016
Zusammenfassung: Guter Wein ist ein vielseitiges Genussmittel und ein uraltes Kulturgut. Ökologischer Weinanbau liefert hervorragende Bio-Weine und leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt.

 

 

Bio-Winzer setzen sich für Artenvielfalt ein.

Bio-Winzer setzen sich für Artenvielfalt ein.

Der Herbst geht langsam zu Ende, die Weinlese ist in allen deutschen Anbaugebieten abgeschlossen, die Trauben sind gekeltert , der junge Wein reift in den Fässern. Winzer und Weinfreunde sind gleichermaßen gespannt auf den neuen Jahrgang.

 

Weine sind extrem vielseitig. Ob Weißwein, Rotwein oder Rosé – trocken oder lieber lieblich – hier findet jeder einen Favoriten. Weinkenner freuen sich darüber hinaus über die Besonderheiten der unterschiedlichsten Rebsorten und bestimmen diese sicher. Seinen gesamten Zauber entfaltet der Wein jedoch mit seinen speziellen Aromen und auch hier präsentiert sich der Rebensaft in einer nahezu unendlichen Vielfalt: Angefangen bei den beliebten und verbreiteten fruchtigen und blumigen Aromen, über Gewürznoten bis hin zu holztypischen tönen. Bei Weinen gibt es fast nichts was es nicht gibt.

 

Doch gleichgültig, wie fein Nase und Gaumen der Weinliebhaber sind, es ist nahezu unmöglich, einen biologisch angebauten Wein allein durch den Geschmack von einem Wein aus konventionellen Anbau zu unterscheiden. Sicher bevorzugen Bio-Winzer robustere Rebsorten, die sich besser Schädlingen erwehren können. Auch kommen im ökologischen Weinbau vermehrt Neuzüchtungen zum Einsatz, wie beispielsweise die Rebsorten Johanniter, Solaris und Phönix. Dennoch gilt für den Bio- wie für den konventionellen Anbau: Es gibt gute und weniger gute Jahrgänge. Aber es gibt auch sehr überzeugende Argumente für Bio-Weine.

 

 

Bio-Weine sind im Kommen

Bio-Weine gewinnen immer mehr an Beliebtheit. In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Anbauflächen von Bio-Wein aus einem Nischendasein heraus verdreifacht. Aktuell werden rund 7,5 Prozent der deutschen Weinberge nach ökologischen Kriterien bewirtschaftet, insgesamt sind das 7.000 Hektar. Eine erfreuliche Entwicklung, die noch längst nicht am Ende ist, denn die Nachfrage nach Bio-Weinen steigt weiter an. Entsprechend durchlaufen immer mehr Winzer den anspruchsvollen und zeitaufwändigen Umstellungsprozess vom konventionellen zum ökologischen Weinanbau.

 

Getrieben wird diese Entwicklung durch das wachsende Bewusstsein und Interesse an der Herstellung unserer Lebensmittel und ihrer Inhaltsstoffe. Hier punkten Bio-Weine, denn im konventionellen Anbau werden vielfältige Pestizide eingesetzt, deren Rückstände vielfach in den Weinen nachgewiesen werden können. Außerdem kommen künstliche Dünger, teilweise sogar Gentechnologie zum Einsatz.

 

Ebenfalls den Weingenuss getrübt haben Nachrichten über Glyphosat-Rückstände in deutschen Weinen. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace veröffentlichte dazu in diesem Jahr einen Test bei dem in sieben von elf untersuchten Weinen aus konventionellem Anbau das umstrittene Pflanzengift Glyphosat nachgewiesen werden konnte. Die drei untersuchten Bio-Weine wiesen keine Rückstände auf. Glyphosat wird von der Weltgesundheitsbehörde WHO als wahrscheinlich krebserregend eingestuft. Innerhalb der Europäischen Union ist das Pflanzengift vorerst weiter zugelassen, da sich die Mitgliedstaaten nicht auf ein Verbot einigen konnten und das Krebsrisiko noch nicht endgültig geklärt ist.

 

 

Ökologischer Weinbau – Ohne Gift für Mensch und Umwelt

Ungetrübter Genuss - Bio-Wein.

Ungetrübter Genuss – Bio-Wein.

Pflanzenschädlinge machen allerdings auch vor ökologischen Weinanbauflächen nicht Halt. Bio-Winzer gehen daher gegen Schädlinge mit Duftstoffen, sogenannten Pheromonfallen, vor. Wenn gegen den gefürchteten Mehltau gar nicht mehr hilft, kommen Schwefel oder Kupfer zum Einsatz. Diese Methode ist allerdings auch im ökologischen Weinanbau umstritten, da die beiden Elemente den Boden schädigen. Versuche mit Natriumhydrogencarbonat, bekannt unter dem Handelsnamen Backpulver, zeigen in der Praxis auch bereits gute Ergebnisse. Wie in der ökologischen Landwirtschaft, düngen auch Bio-Winzer mit Kompost und entfernen Unkraut teilweise händisch.

 

Der ökologischer Weinbau ist nicht nur gut für den Weintrinker, sondern auch für die Umwelt generell, denn der Weinberg stellt ein eigenes Ökosystem dar, das in seiner regionalen Artenvielfalt gepflegt und erhalten werden sollte. So werden zwischen den Rebstöcken traditionell auch andere Pflanzen angebaut, die für eine bessere Bodenqualität sorgen. Darüber hinaus zieht die Bodenbegrünung zwischen den Rebstöcken vielfältige Nützlinge an, so dass Schädlinge seltener auftreten und entsprechend nicht mehr bekämpft werden müssen. Klar eigentlich, dass im ökologischen Weinbau auf einen geringen Wasserverbrauch genauso geachtet wird, wie auf eine gute CO2-Bilanz.

 

 

Bio-Siegel garantieren Genuss bei hoher Qualität

Was als Bio-Wein in den Handel kommt, wird durch einen Mindeststandard der Europäischen Union festgelegt. Die entsprechende Verordnung verbietet die Verwendung von chemischen Pflanzenschutzmitteln und mineralischen Düngern, die sich leicht lösen. Ebenfalls ausgeschlossen ist der Einsatz von Gentechnologie. Seit 2012 regelt die EU nicht nur den Anbau sondern auch den Ausbau von Bio-Weinen. So darf Bio-Weinen kein Alkohol entzogen werden. Ein „Light“-Wein in Bio-Qualität wird also nicht angeboten.

 

Über diesen Minimalkonsens hinaus haben die führenden Bio-Siegel Bioland, Naturland, Demeter und ECOVIN eigene strengere Regelungen für den ökologischen Weinanbau entwickelt. Eine wichtige Vorreiterrolle hat dabei ECOVIN eingenommen. Der Verband der ökologisch arbeitenden Weingüter vertritt die Interessen von insgesamt 235 Mitgliedern aus zwölf deutschen Anbaugebieten. Seit 1985 entwickelt ECOVIN Richtlinien für den ökologischen Weinbau, setzt sich für die Artenvielfalt und umweltverträglichen Weinanbau ein.

 

 

Klären – Schönen –Schwefeln

Neben den gängigen ökologischen Qualitätssiegeln wird Wein auch vegan angeboten und mit dem entsprechenden Vegan-Siegel versehen. Viele Bio-Winzer verzichten bewusst auf den Einsatz von tierischem Eiweiß um den Wein zu klären und zu schönen. An die Stelle von Hühnereiweiß, Hausenblase oder Gelatine treten dann pflanzliche Proteine wie beispielsweise Erbsen- oder Kartoffeleiweiß. Trübungen durch Schwebstoffe im Wein werden von vielen Kunden nicht akzeptiert. Einige Bio-Winzer bieten ihre Weine aber auch schon naturtrüb an. Was sich im Bereich Bio-Apfelsaft sehr gut etabliert hat, muss sich beim Bio-Wein noch langsam durchsetzen.

 

Bio-Weine enthalten deutlich weniger Schwefeldioxid als Weine aus konventionellem Anbau. Der Einsatz von Schwefel bei der Bearbeitung von Weinen hat eine uralte Tradition, ist jedoch bei Bio-Weinen stark umstritten. Ursprünglich wurde Schwefeldioxid eingesetzt, um die Weine haltbarer zu machen und eine Oxidation zu verhindern. Konventionelle Winzer argumentieren auch damit, dass ungeschwefelte Wein keinen guten Geschmack haben und die geringen Schwefelmengen für den Menschen unbedenklich sind. Gegen das Schwefeln sprechen die Prinzipien der ökologischen Landwirtschaft, Lebensmittel zu stark zu verarbeiten. Generell müssen Weine seit 2005 mit dem Hinweis „enthält Sulfite“ versehen werden wenn sie mehr als zehn Milligramm Schwefeldioxid pro Liter enthalten.

 

 

Nachhaltig genießen und an die Zukunft denken

Nachhaltig angebauter Wein keine nachhaltige Geldanlage, sondern eine kleine Investition in die eigene Lebensqualität.

 

Den Rekord für den teuersten Wein hält seit Jahren der Mouton Rothschild aus dem Jahr 1945. Für rund 24.000 US-Dollar pro Flasche ging der edle Tropfen beim Auktionshaus Christie’s in Los Angeles über den Tisch. Ob der Käufer den Wein geöffnet hat oder seinen Schatz als sichere Geldanlage ansieht ist leider nicht bekannt. Klar ist aber, dass niemand aktuell für einen guten Bio-Wein so tief in die Tasche greifen muss. Bio-Weine mit dem niedrigschwelligen EU-Siegel sind ab vier Euro aufwärts zu haben, höherwertige Bio-Weine gibt es ab sechs Euro. Entsprechend können diese Weine auch mit gutem Gewissen genossen werden, denn Bio-Weine sind auch ein Teil einer ökologisch nachhaltigen Landwirtschaft.

 

Noch einmal zurück zum sagenumwobenen Mouton Rothschild – Sachwertinvestitionen unterliegen stets einem gewissen Risiko. Sicherer und zugleich positiv für die Umwelt sind nachhaltige Geldanlagen. Hier wandert das Geld der Anleger in Projekte und Unternehmen, die ökologische, soziale und ethische Werte aktiv umsetzen. Gleichermaßen erwirtschaften diese Projekte auch interessante Erträge. Grünes Geld berät Sie umfassend, wie Sie Ihr Geld rentabel und zukunftsweisend anlegen können.

 

 

 

Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

 

Vegane Sommergerichte Teil 4 – oder der schiefe Turm von Zucchini

Freitag, 09. August 2013

So, hier bin ich mit dem letzten Teil aus meiner veganen Küche. Ein Blick in meinen Kühlschrank ergab, dass da noch immer viel zu viel drin ist! Also musste ich wieder wild kombinieren. Zucchini, Champignons, Karotten und rote Zwiebeln mussten auf jeden Fall weg. Dazu noch ein paar grüne Linsen, ein trockenes Brötchen und ein paar Walnüsse – so liest sich grob die Zutatenliste für mein letztes Gericht diese Woche.

 

„Zucchinitürmchen gefüllt mit Balsamicolinsen mit geschmorter Zwiebel und Karotten-Brotsalat“

 

Zutaten für 2 Portionen:

 

– ca. 100 g grüne Linsen
– 1 große Zucchini
– 1 große rote Zwiebel
– 2 – 3 große Karotten
– ca. 200 g. Champignons
– 1 trockenes Brötchen
– 1 handvoll Walnüsse (oder Bruch)
– 1 halbe Zitrone
– Olivenöl, Balsamico
– Apfeldicksaft
– Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Thymian

 

Spiralschneider für Gemüsespaghetti

Spiralschneider für Gemüsespaghetti

 

 Zunächst die Linsen gemäß Packungsanleitung einweichen und zubereiten (Hülsenfrüchte immer ungesalzen kochen, da sich sonst die Garzeit deutlich verlängert). In dieser Zeit die Zucchini waschen, die Enden abschneiden, in der Mitte halbieren und bis auf einen ca. 1cm starken Boden aushölen (man kann die Zucchini natürlich auch längs halbieren, was das Essen später deutlich erleichtert – aber mir war nach Türmchen bauen) und zur Seite stellen. Die Zwiebel schälen, halbieren und ebenfalls zur Seite legen. Die Karotten (ich verarbeite sie meistens ungeschält) entweder raspeln, oder mit einem Spiralschneider zu Gemüsespaghetti verarbeiten. Bei der zweiten Version empfiehlt es sich allerdings, die „Spaghetti“ in kleinere Stücke zu schneiden, da man aus so einer Karotte mal locker 3 – 4 m lange Spiralen schneiden kann. Anschließend die Pilze in Scheiben schneiden und in einer heißen Pfanne mit etwas Olivenöl scharf anbraten. Danach die Temperatur reduzieren, mit Salz, Pfeffer und Thymian würzen und ein paar Minuten bruzzeln lassen, bis die Pilze die gewünschte Bräune haben.

 

 

Den Ofen auf ca. 180 °C vorheizen. Die Linsen mit etwas Balsamico, Olivenöl, Salz, Pfeffer und Thymian nach Geschmack würzen und die Zucchini damit befüllen. Eine Auflaufform mit etwas Olivenöl beträufeln und die gefüllten Zucchini hineinstellen. Die Zwiebel schälen und halbieren, in die Auflaufform geben und ebenfalls mit etwas Balsamico und Olivenöl beträufeln. Für ca. 30 – 40 Minuten in den Ofen geben.

 

Gegen Ende der Garzeit im Ofen das Brötchen klein würfeln und die Würfel mit reichlich Olivenöl, etwas Salz, Paprikapulver und Thymian schön knusprig anrösten. Zum Schluss noch die Walnusskerne dazugeben. Die Karotten mit einem leichten Dressing aus Balsamico, Zitronensaft, Apfeldicksaft, etwas Salz und Pfeffer und Olivenöl anmischen. Alles auf dem Teller anrichten, und zum letzten mal in dieser Woche heisst es von mir „Guten Appetit“!

 

 

 

Der schiefe Turm von Zucchini.

Der schiefe Turm von Zucchini.

 

Für einen Nachtisch war es gestern Abend schon zu spät. Aber wenn es mal schnell gehen soll, kann ich aus meinem „Fundus“ folgendes empfehlen:

 

Einfach etwas saisonales Obst mit einem Stabmixer pürieren, etwas Milch (Soja-, Mandel-, Hafer-, Dinkel-, Reis- oder Kokos-Milch), Wasser und evtl. auch Kräuter oder Kokosflocken dazu und schon ist ein leckerer Nachtisch fertig! In diesem Fall habe ich ein paar Erdbeeren, etwas Honigmelone, eine reife Banane, Minze und Kokosflocken zu einem leckeren Shake verarbeitet.

 

 

Ein frischer Obst-Shake.

Ein frischer Obst-Shake.

 

 

Vegane Sommergerichte Teil 1

Vegane Sommergerichte Teil 2

Vegane Sommergerichte Teil 3

 

 

 

 

Verfasser des Beitrages

Jasmin Messina-Hamann unterstützt die Grünes Geld GmbH als Berater-Assistentin. Jasmin Messina-Hamann:”Ich freue mich, dass ich – neben meinem persönlichen Engagement (z. B. bei Greenpeace) – beruflich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Nachhaltigkeit auch in der Finanzbranche kein Fremdwort mehr ist. Die Macht des eingesetzten Kapitals kann die Welt zum positiven verändern.”

Vegane Sommergerichte Teil 3 – Deftig trifft Süß

Donnerstag, 08. August 2013

So, gestern Abend konnte ich mich endlich an mein Experiment mit Pasta, Pilzen und Zwetschgen wagen. Und ich muss sagen, das Ergebnis hat mich begeistert – also bitte unbedingt nachkochen und berichten, wie es geschmeckt hat!

 

„Gebratene Austernpilze mit süßen roten Zwiebeln und Zwetschgen im Nest aus Spaghetti mit Zitronen-Basilikum Pesto“

 

Das wird benötigt (für 2 Personen):

 

Die Grundzutaten für das heutige Rezept.

Die Grundzutaten für das heutige Rezept.

 

 

 

 

 

– 2 Portionen Vollkorn-Spaghetti (ca. 300 g)
– 1 großer Bund Basilikum
– 1 unbehandelte Zitrone
– 1 handvoll Cashewbruch
– Hefewürzflocken
– 1 große rote Zwiebel
– 8 – 10 Zwetschgen
– ca. 200 g Austernpilze
– Rapsöl
– Salz, Pfeffer, Thymian und etwas Muskat
– Apfeldicksaft oder Agavendicksaft

 

 

 

 

 

 

Zuerst wird das Pesto vorbereitet. Dafür den Basilikum waschen und putzen. Nur die ganz dicken Stängel abtrennen, den Rest grob hacken und in ein hohes Gefäß geben. Den Saft einer halben Zitrone und reichlich Öl dazu. Ich habe in diesem Fall Rapskernöl (hat einen eher buttrigen Geschmack) verwendet, weil ich nicht wollte, dass zu geschmacksintensives Olivenöl nicht zu den Pflaumen passt. Etwas Salz, Pfeffer und Würzhefeflocken dazu und alles mit einem Stabmixer fein pürieren. Je nach gewünschter Konsistenz noch etwas Öl nachgießen. Etwas vom Cashewbruch wegnehmen, um es später mit den Pilzen anzurösten. Den Rest noch etwas feiner hacken, zum Pesto dazu geben und nochmals etwas durchpürieren. Zum Schluß erneut abschmecken. Das Pesto kann ruhig ein wenig stärker gewürzt werden, da sich die Intensivität später an den Nudeln etwas verliert.

 

Die Zwiebel schälen, in Ringe schneiden und mit einem Schuss Öl in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze andünsten. Die Zwiebelringe sollen glasig, aber nicht braun werden. In der Zwischenzeit die Spaghetti aufsetzen und bissfest kochen. Die Austernpilze putzen (nicht waschen), in grobe Streifen schneiden und in eine Pfanne mit heißem Öl (auch hier habe ich aufgrund des Butteraromas das Rapsöl verwendet) geben, kurz scharf anbraten und dann die Hitze herunterdrehen. Mit Salz, Pfeffer und etwas Thymian würzen. Die Pflaumen entkernen, vierteln und zu den Zwiebeln geben. Eine Prise Muskat und einen Teelöffel Apfeldicksaft dazu und ca. 2 Minuten köcheln lassen. Den Rest der Cashew Kerne zu den braun angebratenen Pilzen geben und anrösten. Inzwischen die Nudeln abgießen und mit dem Pesto mischen. Jetzt alles zusammen schön auf dem Teller anrichten, etwas Abrieb von der Zitronenschale darüber und fertig!

 

Ich wünsche erneut einen guten Appetit!

 

 

 

Gebratene Austernpilze mit roten Zwiebeln und Zwetschgen im Spaghetti-Nest

Gebratene Austernpilze mit roten Zwiebeln und Zwetschgen im Spaghetti-Nest

 

Morgen gibt es dann den letzten Teil meiner Mini-Serie. Mal sehen, was mir so einfällt und vielleicht ist ja auch ein Nachtisch dabei!

 

Vegane Sommergerichte Teil 1

Vegane Sommergerichte Teil 2

Vegane Sommergerichte Teil 4

 

 

 

Verfasser des Beitrages

Jasmin Messina-Hamann unterstützt die Grünes Geld GmbH als Berater-Assistentin. Jasmin Messina-Hamann:”Ich freue mich, dass ich – neben meinem persönlichen Engagement (z. B. bei Greenpeace) – beruflich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Nachhaltigkeit auch in der Finanzbranche kein Fremdwort mehr ist. Die Macht des eingesetzten Kapitals kann die Welt zum positiven verändern.”

Vegane Sommergerichte – Teil 2

Mittwoch, 07. August 2013

Hier der zweite Teil meiner kleinen Miniserie! Geplant war ja für gestern Abend was mit Pasta, Pilzen und Zwetschgen. Aber Pläne erfordern manchmal etwas Flexibilität und müssen geändert werden. Nach einem Blick in meinen Kühlschrank stellte ich fest, dass doch noch einiges an Gemüse da war, was dringend verarbeitet werden muss – schließlich soll ja nach Möglichkeit nichts davon im Müll landen! Um solche „Reste“ zu verarbeiten eignet sich eine Gemüse-Quiche hervorragend. Hier das Rezept dazu:

 

„Gemüse-Quiche“

 

Zutaten für den Teig:

 

– 200 g Mehl
– 80 ml Wasser
– 100 g vegane Margarine oder Butter (nicht jede Margarine ist vegan und es gibt spezielle vegane Butter, die gut zum Backen geeignet ist)
– 1 Prise Salz
– trockene Linsen oder Erbsen zum Blindbacken

 

Zutaten für die Füllung:

 

– 2 Karotten
– 1 Zucchini
– 1 Paprika
– 100 g Champignons
– 1 Zwiebel
– etwas Öl zum Anbraten
– 3-4 Zweige frischen Thymian
– Salz, Pfeffer und etwas Muskat
– 300 g Sojajoghurt
– 2 ELSpeisestärke
– 50 g vegane Margarine oder Butter
– 1 TL Gemüsebrühe

 

– 100 g veganen Pizzakäse (gibt es z. B. im Reformhaus oder vielen großen Supermärkten)

 

Zuerst aus dem Mehl, Wasser, weicher Butter und Salz einen Mürbeteig kneten. Den Teig zu einer Kugel formen und in einer Schüssel mit Deckel mindestens 1 Stunde kalt stellen.

 

In der Zwischenzeit für die Füllung das Gemüse waschen, putzen und würfeln. Kurz mit etwas Öl anbraten, kräftig mit Thymian, Salz, Pfeffer und etwas Muskat würzen und abkühlen lassen. Den Joghurt mit der Stärke, der geschmolzenen Butter und dem Gemüsebrühepulver verrühren und ebenfalls mit Salz und Pfeffer abschmecken. Diese Masse mit dem Gemüse vermischen und evtl. nach Geschmack nachwürzen.

 

Den Teig ausrollen, in eine gefettete, kleine Springform geben und den Rad hochziehen. Etwas Backpapier in gleicher Größe ausschneiden, auf den Teigboden legen und mit den Linsen belegen. Im vorgeheizten Backofen bei 200 °C 10 Minuten vorbacken. Danach Backpapier und Linsen entfernen. Anschließend die Masse auf dem vorgebackenen Teigboden verteilen und den veganen Käse über die Quiche streuen (der Käse schmilzt etwas besser, wenn er kurz vorher mit ewtas Öl oder Sojamilch vermischt wird) und erneut bei 200 °C etwas 45 Minuten goldbraun backen.

 

Vegane Gemüse-Quiche

Vegane Gemüse-Quiche

 

So eine Quiche schmeckt übrigens am nächsten Tag kalt auch noch sehr lecker!

 

Teil 1 – Salzkartoffeln mit Kräuterquark und lauwarmer Tomaten-Zucchini Salat mit gebratenem Räuchertofu

Teil 3 – gebratene Austernpilze und süße rote Zwiebeln und Zwetschgen im Spaghetti-Nest mit Zitronen-Basilikum Pesto

Teil 4 – der schiefe Turm von Zucchini

 

 

 

 

 

Verfasser des Beitrages

Jasmin Messina-Hamann unterstützt die Grünes Geld GmbH als Berater-Assistentin. Jasmin Messina-Hamann:”Ich freue mich, dass ich – neben meinem persönlichen Engagement (z. B. bei Greenpeace) – beruflich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Nachhaltigkeit auch in der Finanzbranche kein Fremdwort mehr ist. Die Macht des eingesetzten Kapitals kann die Welt zum positiven verändern.”

Vegane Sommergerichte – Teil 1

Dienstag, 06. August 2013

Sommer, Sonne, Urlaub – auch bei uns ist so etwas wie „Sommerpause“ eingekehrt. Eine gute Möglichkeit, uns selbst etwas besser vorzustellen.

 

Ich lebe seit eineinhalb Jahren vegan und organisiere mit vielen anderen fleißigen Helfern zusammen einen veganen Brunch in unserem Städchen, welcher wirklich sehr guten Anklang findet. Unser Ziel ist es nicht, andere Menschen zu missionieren, sondern in erster Linie aufzuzeigen, dass man mit einer veganen Ernährung keinen Verzicht leben muss. Für mich ist die Entscheidung für diese Art der Lebensweise (es ist ja nicht nur die Ernährung) vordergründig aus ethisch-ökologischen Gründen gefallen. Die positiven, gesundheitlichen Aspekte sind ein schöner Nebeneffekt!

 

Saisonales Gemüse am Straßenverkauf

Saisonales Gemüse am Straßenverkauf

 

In meiner kleinen Mini-Serie möchte ich Ihnen diese Woche ein paar einfache, vegane Sommergerichte vorstellen. Wichtig ist für mich auch immer der Einkauf der Produkte. Ich persönlich lege großen Wert auf Bio-Produkte. Gerade uns Veganern wird ja z. B. oft vorgeworfen, dass für den Anbau des ganzen Sojas (ca. 90 % des konventionellen Soja-Anbaus gehen übrigens in die Tierfutterproduktion) Regenwälder gerodet werden müssen. Für Tofu oder andere Sojaprodukte in Bio-Qualität wird Soja verwendet, welches zum großen Teil in Europa angebaut wird. Leider habe ich zur Zeit selbst keinen Garten um etwas Obst und Gemüse anzubauen. Aber wenn man sich etwas umsieht, entdeckt man hin und wieder Möglichkeiten, sich auch regional gut zu versorgen. Tomaten, Gurken, Salate oder saisonales Obst besorge ich mir zum Beispiel an einem kleinen Straßenverkauf. Der Besitzer des Standes baut selbiges direkt dort an und so kann man sich auch vor Ort von der Qualität überzeugen. Hier habe ich auch die ersten Zutaten für das folgende Rezept besorgt: Tomaten und Zucchini.

 

 

 

Hier das erste Rezept:

 

„Salzkartoffeln mit Kräuterquark und einem lauwarmen Tomaten-Zuchhini Salat mit gebratenem Räuchertofu“

 

Leckere, frische Zutaten

Leckere, frische Zutaten

 

 

Für 2 Portionen braucht man:
– 500 g Soja-Joghurt natur (1 großer Becher)
– 1 mittelgroße Zucchini
– 3-4 Tomaten
– 6-8 Kartoffeln
– 1 Räuchertofu
– jeweils einen halben Bund frische Kräuter (Dill, Schnittlauch, Petersilie)
– Balsamico, Olivenöl, Senf, Agavendicksaft
– Salz, Pfeffer, Gewürze (Paprika, Curry und Kurkuma), evtl. etwas Fleur de Sel

 

 

 

 

 

Am Vortag bereits den Soja-Joghurt abtropfen lassen. Dazu etwas Küchenpapier in ein Sieb, das ganze über eine Schüssel und den Joghurt hineingeben. Im Kühlschrank 12-24 Stunden abtropfen lassen (je nachdem, welche Konsistenz man haben möchte). Den abgetropften Joghurt danach in eine Schüssel geben, mit Salz und Pfeffer würzen, die fein gehackten Kräuter dazugeben und nochmal gut durchziehen lassen. Das Ganze lässt sich auch bestens nach eigenem Geschmack mit Oliven, Paprika oder getrockneten Tomaten variieren.

 

Die Kartoffeln in Spalten schneiden (ich verzichte bei neuen Kartoffeln auf das Schälen) und in reichlich Salzwasser kochen. Währenddessen den Räuchertofu, die Zucchini und die Tomaten klein würfeln. Zunächst den Räuchertofu in der Pfanne mit etwas neutralem Pflanzenöl anbraten. Etwas Paprika, Curry und Kurkuma dazugeben und mit anrösten. Ca. 10 Minuten auf mittlerer Hitze braten lassen und gelegentlich umrühren. Inzwischen kann man ein einfaches Dressing mit Balsamico, etwas Senf und Agavendicksaft, Salz, Pfeffer und Olivenöl (das Öl immer erst zum Schluß dazugeben, damit sich die Zutaten vorher besser vermischen) anrühren. Anschließend die Zucchini in die Pfanne geben und auf hoher Temperatur kurz mit anbraten und alles in einer Schüssel mit den gewürfelten Tomaten und dem Dressing vermischen.

 

Die Kartoffeln abgießen, auf den Teller geben und falls vorhanden mit ein wenig Fleur de Sel bestreuen. Etwas von dem Kräuterquark dazu und den lauwarmen Salat daneben anrichten. Guten Appetit!

 

Salzkartoffeln mit Kräuterquark und lauwarmer Tomaten-Zucchini Salat mit Räuchertofu.

Salzkartoffeln mit Kräuterquark und lauwarmer Tomaten-Zucchini Salat mit Räuchertofu.

 

Da meine Kinder im Urlaub sind und ich vergessen habe, meine Bio-Kiste abzubstellen, kann ich heute Abend aus dem Vollen schöpfen. Vermutlich gibt es was mit Nudeln, Austernpilzen und ersten Zwetschgen (die wollte ich schon lange mal in einem deftigen Gericht verarbeiten). Bis Morgen dann zu Teil 2 meiner veganen Sommerküche!

 

 

Vegane Sommergerichte – Teil 3

Vegane Sommergerichte – Teil 4

 

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Verfasser des Beitrages

Jasmin Messina-Hamann unterstützt die Grünes Geld GmbH als Berater-Assistentin. Jasmin Messina-Hamann:”Ich freue mich, dass ich – neben meinem persönlichen Engagement (z. B. bei Greenpeace) – beruflich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Nachhaltigkeit auch in der Finanzbranche kein Fremdwort mehr ist. Die Macht des eingesetzten Kapitals kann die Welt zum positiven verändern.”