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Nachhaltige Geldanlagen: Die 7 wichtigsten Fragen verständlich beantwortet

Freitag, 20. Oktober 2017
Nachhaltige Geldanlagen haben den Anspruch einer doppelten Rendite: neben der finanziellen Rendite wollen sie auch eine ethische Rendite erzielen. Wir haben die 7 wichtigsten Fragen zu u nachhaltigen Geldanlagen für Sie beantwortet.

 

 

 

 

1. Wie kann Geld überhaupt nachhaltig sein?

Diese Frage ist berechtigt – schließlich ist Geld zunächst einmal neutral. Geld ist aufgesammelt Handlungs-Energie, gespeicherte Energie. Diese Energie kann der Mensch einsetzen, für etwas Gutes oder für etwas Schlechtes. Das ist ähnlich wie beim Messer, mit dem man Butter schmieren oder jemanden umbringen kann.

 

Die nachhaltige Geldanlage hat zum Ziel, dass das Geld nur in solche Projekte, Unternehmen und Staaten fließ, die etwas sinnvolles und ethisch Einwandfreies tun. Vom Geldfluss abgeschnitten werden die nicht nachhaltigen Unternehmen, zum Beispiel aus den Bereichen Waffenproduktion, Kinderarbeit, Umweltverschmutzung oder Agrochemie. Entsprechend verschlechtert sich derern Situation.

 

 

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Vermögenswirksame Leistungen – Kleine Geschenke, die sich lohnen

Dienstag, 19. September 2017
Zusammenfassung: Fast alle Angestellten haben ein Recht auf Vermögenswirksame Leistungen. Viele nehmen dieses Angebot des Arbeitgebers nicht wahr und verschenken so Geld, das mit einem cleveren Sparplan zu einem kleinen Vermögen wachsen kann.

 

 

Immer willkommen – kleine Geldgeschenke.

Mehr Gehalt und mehr Geld auf der hohen Kante. Das wünschen sich die meisten Menschen. Gleichgültig, in welcher Position und mit welcher Vorbildung. Aber nicht jeder Gehaltverhandlung läuft wie gewünscht. Umso verwunderlicher, dass viele Beschäftigte bei einem Geldgeschenk ihres Arbeitgebers nicht zugreifen – den Vermögenswirksamen Leistungen (VL).

 

Die Stiftung Warentest geht davon aus, dass aktuell mehr als 20 Millionen Beschäftigte einen Anspruch auf Vermögenswirksame Leistung besitzen. Dieser Zahl stehen lediglich 13 Millionen abgeschlossene Verträge gegenüber.

 

Vermögenswirksame Leistungen werden vom Arbeitgeber entweder freiwillig oder aufgrund der geltenden Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen monatlich gezahlt. Das Geldgeschenk kommt allen Mitarbeitern zu Gute – also auch schon Auszubildenden. Allerdings steht das Geld nicht als Zusatz-Bonbon zur freien Verfügung. – Jedenfalls vorerst noch nicht, denn die Sparbeträge werden frühestens nach sieben Jahren ausbezahlt. Die Vermögenswirksamen Leistungen sollen vielmehr die Mitarbeiter dazu motivieren, frühzeitig finanzielle Rücklagen – eben ein kleines Vermögen – aufzubauen. 

 

Je nach Branche und Region bewegen sich die monatlichen VL-Zahlungen des Arbeitgebers zwischen 6,65 Euro und immerhin 40 Euro. Beschäftigte in Teilzeit erhalten die Vermögenswirksamen Leistungen anteilig.

 

Darauf zu verzichten ist sicher nicht sinnvoll, vor allem nicht bei niedrigem Einkommen. Denn der Staat fördert die in Inanspruchnahme von Vermögenswirksamen Leistungen mit einer Arbeitnehmersparzulage. Auch wer nicht die vollen 40 Euro von Seiten des Arbeitgebers erhält, kann den Sparbetrag aus eigener Tasche aufstocken und so staatliche Förderungen und steuerliche Entlastung voll ausschöpfen.

 

 

„Das Ganze ist mehr, als die Summe seiner Teile“

Ein kleines Detail zur Vermögensbildung!

Woher rührt also die Gleichgültigkeit gegenüber den Vermögenswirksamen Leistungen? Zugegeben, der Begriff Vermögen lässt auf mehr hoffen. Jedoch schon der griechische Philosoph Aristoteles wusste: „Das Ganze ist mehr, als die Summe seiner Teile“ und auch der Volksmund besagt, dass wenig mehr ist, als nichts. – Langer Rede kurzer Sinn: Vermögenswirksame Leistungen lohnen sich für jeden.

 

Wie hoch das kleine Zusatzvermögen am Ende des Erwerbsleben ausfällt, hängt davon ab, wie lange Vermögenswirksame Leistungen bezogen wurden und natürlich auch, wie diese angelegt wurden.

 

Die Qual der Wahl?

Vielleicht ist die hohe Zurückhaltung in Sachen Vermögenswirkamen Leistungen auch darin begründet, dass erst einmal wieder eine Entscheidung getroffen werden muss, denn auch bei Vermögenswirksamen Leistungen gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, Geld anzulegen.

 

Aber auch wenn zuerst einige Informationen notwendig sind, ist die Arbeitsteilung bei den VL für den Arbeitnehmer durchweg positiv: Denn der Arbeitnehmer entscheidet sich für einen VL-Vertrag, der Arbeitgeber zahlt dann die vertraglich zugesicherten Vermögenswirksamen Leistungen ein.

 

Bei der Wahl der passenden Anlageform für Vermögenswirksame Leistungen spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Bausparverträge zählen noch immer zu den beliebten Anlageformen. Wer beispielsweise bereits eine private Baufinanzierung laufen hat, kann mit den Vermögenswirksamen Leistungen einen Teil der Schulden tilgen. An Bedeutung gewonnen haben in den letzten Jahren Bank- und Fondssparpläne. Diese müssen jedoch auf für VL-Sparen geeignet sein.

 

Wer sich für die eine oder andere Möglichkeit entscheidet sollte wissen, dass diese Entscheidung alle sechs Jahre neu getroffen werden kann. Denn die Verträge laufen in der Regel über sieben Jahre. Dabei werden sechs Jahre lang Beiträge einbezahlt, ein Jahr lang ruht der Vertrag beitragsfrei. In diesem siebten Jahr kann dann bereits mit einem neuen Vertrag gestartet werden. Einzige Ausnahme sind Bausparverträge. In diese muss sieben Jahre durchgehend eingezahlt werden.

 

Nach der Vertragslaufzeit kann jeder nach eigenen Vorstellungen über das angesparte Vermögen frei verfügen. Je nach Lebenssituation und den persönlichen Bedürfnissen. Dabei ist es durchaus sinnvoll, das Geld auch weiter zur Vermögensbildung einzusetzen oder sich aktiv mit der Planung des Ruhestandes zu befassen.

 

 

Vier Anlageformen für Vermögenswirksame Leistungen

 

1. Die solide Lösung: Baukredite tilgen

Wer gebaut hat, erfreut sich zwar seiner eigenen vier Wände, steht aber auch erst einmal einer erheblichen finanziellen Belastung gegenüber. Hier können die Vermögenswirksamen Leistungen von Arbeitgeberseite helfen, Bauspar- und Bankdarlehen zu tilgen. Da bei Bauspardarlehen meist Sondertilgungen möglich sind, ist diese Verwendung der Vermögenswirksamen Leistungen eine gute Option.

 

Die VL-Zahlungen des Arbeitgebers können dabei direkt auf das Darlehenskonto überwiesen werden. Alternativ kann die zuständige Bank aber auch bestätigen, dass VL-Zahlungen zur Tilgung der Schulden eingesetzt werden.

 

Wer seine Immobilie selbst nutzt, kann darüber hinaus eine Arbeitnehmersparzulage beantragen. Von diesem Geld vom Staat profitieren Beschäftigte mit niedrigem Einkommen. Bei einem zu versteuerndem Einkommen bis 17.900 Euro für Singles beziehungsweise 35.800 Euro für Verheiratete, zahlt der Staat 43 Euro im Jahr dazu.

 

 

Der Klassiker: Bausparen

Bausparen ist seit Jahrzehnten eine der beliebtesten Anlageformen der Deutschen. Schließlich verheißt die Kombination aus Sparplan und Kredit zur Immobilienfinanzierung ein eigenes Heim. Um die Vermögenswirksamen Leistungen sinnvoll anzulegen, ist ein Bausparvertrag vor allem dann interessant, wenn in näherer Zukunft eine Immobilie gekauft oder gebaut werden soll. Ebenso bietet sich diese Anlageform auch an, wenn bereits ein Haus oder eine Eigentumswohnung vorhanden sind und Geld für etwaige Renovierungen, Modernisierungen oder Umbauten gespart werden soll. Wer sich für einen VL-Bausparvertrag entscheidet, erhält bis zu einer festgelegten Einkommensgrenze eine Wohnungsbauprämie als zusätzliche staatliche Förderung, allerdings nur dann, wenn nicht bereits die Arbeitnehmersparzulage genutzt wurde.

 

Am besten schon in der Ausbildung Nägel mit Köpfen machen.

Bausparen mit Vermögenswirksamen Leistungen ist für Berufsanfänger interessant, die jünger sind als 25 Jahre. Sie erhalten einmalig eine staatliche Wohnungsbauprämie bei einer Vertragslaufzeit von sieben Jahren, auch wenn kein Eigenheim gebaut oder gekauft wird.

 

Auch wer keine Pläne für ein Eigenheim hegt, kann einen Bausparvertrag abschließen und mit den Vermögenswirksamen Leistungen des Arbeitgebers bezuschussen lassen. Teilweise erhalten Sparer bei Verzicht auf ein Darlehen auch eine bessere Verzinsung ihres Guthabens. Generell sind Bausparverträge jedoch wenig renditestark. Wer also älter als 25 Jahre ist und keine Bauvorhaben oder Kaufabsichten hegt, sollte unbedingt das Potenzial eines Bausparvertrags mit den Möglichkeiten eines Sparplans für Vermögenswirksame Leistungen vergleichen.

 

 

3. Sicherheit vor Rendite: Banksparplan

Sparen hat zwar in Zeiten der Null- und Niedrigzinsen sehr an Glanz eingebüßt, wer jedoch einen seine Vermögenswirksamen Leistungen nutzen will, weitere Aktivitäten und vermeintliche Risiken scheut, sollte sich mindestens für einen Banksparplan entscheiden. Dabei schließt der Arbeitnehmer einen für Vermögenswirksame Leistungen geeigneten Banksparplan ab und lässt die Leistungen des Arbeitgebers einzahlen.

 

Wer keinen Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage hat, muss sich dabei nicht einmal an die übliche Laufzeit von sechs Jahren Einzahlung und ein Jahr Vertragsruhe halten. Klingt einfach und sicher und ist es auch. Doch auch hier lohnt der Vergleich, denn eine Verzinsung unter der ein-Prozent-Marke muss nicht sein.

 

Viele Banken bieten für ihren Kunden allerdings Verträge mit einer siebenjährigen Laufzeit an. Dann erhalten VL-Sparer zwar auch nur eine geringe Grundverzinsung, nach Ablauf des Vertrags kommt allerdings noch ein Bonus dazu. Durch diese „Durchhalteprämie“ ist ein entsprechender Banksparplan um einiges attraktiver als beispielswiese ein Festgeldkonto.

 

 

4. Modern und renditestark: Fondssparplan

Gut informiert – gut entschieden!

Wem die Rendite von Bausparvertrag und Banksparplan zu gering ist und die Schwankungen der Aktienmärkte akzeptiert, kann mit einem Fondssparplan für Vermögenswirksame Leistungen gute Ergebnisse erzielen. Wie hoch die Rendite genau ausfällt, steht zwar nicht von Anfang an fest. Durch den Anlagehorizont von sieben Jahren können jedoch Schwankungen optimal ausgeglichen werden.

 

Da nicht jeder Aktienfonds in Deutschland für die Anlage Vermögenswirksamer Leistungen zugelassen ist, sollten sich Arbeitnehmer von einem erfahrenen Finanzexperten beraten lassen. Die unabhängigen Berater, wie beispielsweise Grünes Geld, informieren nicht nur über die finanziellen Aussichten des Fondssparplans, sondern geben auch Einblick darüber, wie das Geld in den kommenden Jahren angelegt wird.

 

Denn auch Vermögenswirksame Leistungen können nachhaltig angelegt werden. Das Musterdepot Vermögenswirksame Leistungen von Grünes Geld etwa, investiert in rund einhundert Unternehmen, die nach ethischen und ökologischen Kriterien ausgewählt werden. Dabei geht es zum einen um soziale Gerechtigkeit sowie Umwelt- und Klimaschutz. Zum anderen profitiert aber auch der jeweilige Anleger direkt durch gute Erträge. So hat sich der VL-Fonds von Grünes Geld in den vergangenen Jahren seit 2009 mit einer Rendite von 12,5 Prozent pro Jahr im Durchschnitt sehr rentabel entwickelt.

 

Um dieses Ergebnis zu erzielen, ist es jedoch wichtig, den Anlagehorizont von sieben Jahren – also sechs Jahre einzahlen, ein Jahr ruhen – nicht zu unterschreiten. Nach Ablauf dieser Zeit kann das Geld ausgezahlt oder die Anlage weiter verlängert werden. Die Mindestanlagesumme beim Musterdepot Vermögenswirksame Leistungen beträgt 34 Euro monatlich.

 

Bis zu einer Einkommensgrenze von 20.000 Euro bei Alleinstehenden und 40.000 Euro für Verheiratete, werden Anleger außerdem staatlich gefördert. Es gilt das zu versteuernde Einkommen. Die Arbeitnehmersparzulage wird über die jährliche Steuererklärung beantragt und beträgt 20 Prozent der Vermögenswirksamen Leistungen, maximal jedoch 80 Euro im Jahr. Wer Vermögenswirksame Leistungen unterhalb der Höchstgrenze von 40 Euro erhält, kann den monatlichen Arbeitgeberzuschuss aus eigener Tasche aufstocken und so sein Sparvermögen erhöhen.

 

 

Fondssparen lohnt sich

Dass sich die Anlage der vermeintlich geringen Summen Monat für Monat durchaus rentiert, zeigt sich an folgender Prognose: Bei einer Anlagedauer von zehn Jahren und einer monatlich Einzahlung von 40 Euro Vermögenswirksamer Leistungen, kann sich der Anleger über 9.352 Euro (BVI-Methode) freuen. Immerhin fast das Doppelte der Einzahlungssumme.

 

 

Nachhaltig denken – frühzeitig anlegen

Auch wenn der Betrag, den Arbeitgeber als Vermögenswirksame Leistungen auszahlen, auf den ersten Blick gering erscheinen mag – auf Dauer kommt doch einiges zusammen. Daher sollten gerade junge Menschen das VL-Sparen nicht auf die lange Bank schieben, sondern möglichst früh – am besten direkt mit Berufseintritt – mit dem Vermögensaufbau starten. Denn wer hat schon Geld zu verschenken?

 

Nachhaltige Geldanlagen bieten dabei einen optimalen Einstieg, denn hier stimmen Inhalt und Ergebnis. Aber auch erfahrene Anleger interessieren sich zunehmend für ethische und ökologische Geldanlagen, deren Wert Wertentwicklung den Vergleich mit konventionellen Anlageformen längst nicht mehr scheuen muss. So schnitten, laut einer Studie der Berliner Steinbeis-Hochschule, im Vergleich nachhaltige Fonds in der Gesamtbetrachtung besser ab, als Fonds ohne Nachhaltigkeitsaspekte.

 

 

 

 

 

Carmen Junker   Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“. Mehr zu ihr und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

 

Diese 5 Punkte zu Vermögenswirksamen Leistungen müssen Sie kennen

Donnerstag, 16. Februar 2017

 

Wer bereit ist mehr Rendite, natürlich unter der Bedingungung der Kursschwankungen des Aktienmarktes, zu erzielen –  für den ist für die Vermögenswirksamen Leistungen (VL) ein Fondssparplan genau das Richtige.

Es gibt zwar keine Garantie über die Höhe des Auszahlbetrages. Und zwischendurch wird der angesparte Betrag eventuell etwas stärker schwanken. Doch dafür gibt es eine gute Rendite. Bei dem aktuellen Zinsniveau nicht selbstverständlich. Denn was nützt die ganze Planbarkeit, wenn unter dem Strich nach Kosten eine Negativrendite, wie dies derzeit bei Bausparverträgen oder Banksparplänen häufiger der Fall ist, herauskommt. Nach den Berechnungen des BVI betrug die Durchschnittsentwicklung von Aktienfonds in den letzten 10 Jahren 7,0 Prozent pro Jahr. Bei einem Zeitraum von 15 Jahren immerhin noch 5,7 Prozent pro Jahr. Das schafft keine andere Anlage.

VL-Sparen wird gefördert

Bei dieser Anlageform für die Vermögenswirksamen Leistungen liegen die Einkommensgrenzen für die Arbeitnehmersparzulage bei 20.000 Euro (Alleinstehende) bzw. 40.000 Euro (Ehepaare). Vater Staat legt richtig was drauf um die Arbeitnehmer beim Sparen zu unterstützen. Es gibt 20 Prozent des eingezahlten Beitrags, maximal jedoch 80 Euro pro Jahr geschenkt. Mit 34 Euro monatlicher Einzahlung kann man den Förderhöchstbetrag ausschöpfen. Ehepaare können das Doppelte einzahlen und damit für jeden Ehepartner die Arbeitnehmersparzulage bekommen.  

Die Arbeitnehmer-Sparzulage wir vom Ansparer über seine Einkommensteuererklärung beim Finanzamt beantragt. Dafür gibt es eine VL-Bescheinigung der Depotbank, die man der Steuererklärung ganz einfach beifügen kann.

Doch nicht nur der Staat beteiligt sich als Unterstützer. Es gibt auch noch Hilfe vom Arbeitgeber.

Wichtig: Arbeitgeber auf VL ansprechen und diese nutzen

Vermögenswirksame Leistungen (VL) sind Sparbeträge, die der Arbeitgeber für seine Mitarbeiter anspart. Großzügigige Arbeitgeber zahlen die Vermögenswirksamen Leistungen zusätzlich zum Gehalt in voller Höhe, manche geben nur einen Zuschuss dazu. In jedem Fall lohnt es sich den Chef oder die Personalabteilung aktiv anzusprechen oder direkt einen Vertrag einzureichen, denn sogar wenn der Arbeitgeber nichts dazu zahlt, kann immer noch die Arbeitnehmer-Sparzulage genutzt werden. Wer es verpasst nachzufragen dem entgeht die Ansparung meist komplett, da das VL-Sparen nicht automatisiert zu Stande kommt.

 

Wichtig: Den passenden VL-Fondssparplan auswählen

Eines vorweg: Nicht jeder Fonds ist für die Anlage von Vermögenswirksamen Leistungen zugelassen.

Wir raten auch bei der VL Anlage auf ethische- und ökologische Kriterien zu achten. Das gebietet schon der gesunde Menschenverstand. Denn wenn Arbeitnehmer in korrupte und sich nicht um Arbeitnehmerrechte kümmernde Unternehmen investieren, dann brauchen sie sich nicht wundern, wenn irgendwann der eigene Arbeitsplatz gefährdet ist, oder die Gründung eines Betriebsrates von der Geschäftsführung verboten wird. Alles ist mit allem verbunden, und gerade im Finanzwesen und beim Thema Geld gilt dies in besonderem Maße. Vielleicht trifft es nicht genau das verursachende Individuum, doch die Arbeitnehmerschaft im Ganzen sollte sich dessen bewusst sein.

 

 Strenge ethische, ökologische und soziale Kriterien sind sinnvoll

Um strenge ethische und ökologische Kriterien zu gewährleisten, bieten wir für VL Fonds den Ökovision Classic an.
Ziel ist eine angemessene Wertentwicklung unter strenger Berücksichtigung von Ethik, Ökologie und Sozialem. Investiert wird nicht in Raubbau, Tierversuche, Atomindustrie, Chlorchemie, Gentechnik, sowie Kinderarbeit und Militärtechnologie Der VL-Sparer kann sich somit sicher sein, dass sein Geld in Unternehmen angelegt wird, die Umwelt- und sozialverträgliche Technologien, Produkte oder Dienstleistungen anbieten. Sei es nun im regenerativen Energien Bereich oder bei Unternehmen, die besonders demokratische Unternehmensstrukturen sowie humane und emanzipatorische Arbeitsbedingungen schaffen und sich aktiv gegen Diskriminierung einsetzen. Die Rendite kann sich ebenfalls sehen lassen. 2016 wurde ein Zuwachs von 3,6 Prozent und im Durchschnitt der letzten fünf Jahre 12,8 Prozent pro Jahr erzielt.

 

 

VL-Sparen ist Teamarbeit: Staat – Arbeitgeber – Mitarbeiter

 

 Wichtig: Etwas Zeit mitbringen

 

Für die monatliche Ansparung werden Anteile an Investmentfonds erworben die in einem gesonderten Depot verwahrt werden müssen. Die Ansparzeit beläuft sich auf sechs Jahre plus einem Jahr „Ruhezeit“. Die Anteile können, müssen jedoch nicht danach verkauft werden und ausgezahlt werden. Schon nach sechs Jahren, kann ein neuer VL-Vertrag angespart werden.  

 

Dass die Verträge nicht automatisch zur Auszahlung kommen, hat einen großen Vorteil. Denn wenn ein oder zwei Jahre vor Ablauf die Börsen stärker gefallen sind, dann lohnt es sich mit dem Verkauf der Anteile noch zu warten, bis sich die Börsen erholt haben. In der Vergangenheit zeigte es sich regelmäßig, dass nach einem Kursrutsch auch wieder eine Erhohlung einsetzte.

 

Für die Verwaltung der Fondsanteile benötigt man ein Wertpapierdepot das VL-Sparpläne zulässt. Als Grünes Geld arbeiten wir hier mit der FIL Fondsbank zusammen. Diese ist kostengünstig und erhebt Depotkosten von nur 12 Euro pro Jahr oder umgerechnet einen Euro pro Monat. Daher können wir sie empfehlen. Für die Abwicklung sind die Formulare online, gerne sind wir von Grünes Geld jedoch behilflich. Sprechen Sie uns an, wir helfen gerne die Vermögenswirksamen Leistungen sinnvoll und rentabel anzulegen.  

 

 

 

 

 

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

 

Gastbeitrag: Wo Bausparen heute Sinn macht

Dienstag, 27. Oktober 2015

Noch nie war finanzieren so preiswert wie heute. Kostete in den 80iger Jahren ein Wohnungsbaudarlehen noch knapp 10% Zinsen und mit 1% Tilgung ca. DM 1.000 monatlich, so ist das Geld heute schon für rund 1.5% zu haben. Bei 2.5% Tilgung sind dies nur monatlich 333 €.

 

Dabei hat in den letzten Tagen die EZB erneut den Leitzins auf dem bisher tiefsten Stand belassen und somit die Politik des billigen Geldes verlängert. Doch wie lange hält sie an, die Niedrigzinsphase, wann kosten die Wohnungsbaudarlehen wieder 3, 4 oder gar mehr als 5%?

 

Helmut Rausch, Bezirksleiter bei der LBS in Hösbach (www.lbs-bayern.hoesbach.de) erklärt deshalb in drei Punkten, an welchen Stellen Bausparen heute attraktiv und wichtig ist:

 

 

  1. Sie sind Immobilieneigentümer: Egal ob es sich um ein erst kürzlich bezogenes Neubauobjekt oder um einen Altbau handelt, es werden in den kommenden Jahren Investitionen und Reparaturen anfallen (Heizung, Dach, Fenster, Bad, Anstrich usw.). Wer dann einen zuteilungsreifen Bausparvertrag mit einem Nominalzins ab 1.4% (effektiv ab 1.91%) hat, kann seine Reserven gut angelegt für sich arbeiten lassen.
  2. Sie haben Kinder im Schulalter: Es ist sicher Ihr Wunsch als verantwortungsbewusste Eltern, dass Ihr Kind später in der eigenen Immobilie wohnt und keine Miete zahlen muss. Die eigene Immobilie zählt zu den besten privaten Altersvorsorgen und ist eine der wenigen, die noch steuerfrei ist. Auch hier ist der jetzige Abschluss eines Bausparvertrages die beste Wahl, um sich heute die billigen Kapitalmarktzinsen für später (in 5, 10 oder ….Jahren) zu sichern. Der Einstieg liegt bei einem Festzins von nominal 1.4% bis 2.35%, je nach gewünschter Laufzeit von knapp 5 Jahren bis 18 Jahren für das Bauspardarlehen. Effektiv sind das zwischen 1.91% und 2.5%.
  3. Sie haben Anspruch auf die staatliche Förderung von Bausparen: Bausparen ist eine der wenigen Geldanlagen, die vom Staat, unter Beachtung von Einkommensgrenzen und dem beruflichen Status, noch gefördert wird. Dem Staat ist es wichtig, dass die Eigenheimquote in Deutschland gesteigert wird. Diese liegt zur Zeit nur bei rund 43%. Dies ist ein schlechter Wert im Vergleich mit anderen europäischen Ländern (Gesamteuropa ca. 60%).

    Dabei sind drei Förderungen möglich:
    1.) Anlage der vermögenswirksamen Leistungen des Arbeitgebers (vL).
    2.) Nutzung der Wohnungsbauprämie, maximal € 90 jährlich.
    3.) Riesterförderung über Bausparen als Teil der Finanzierung einer selbstgenutzten Immobilie.

    Bausparen ist bei den derzeit niedrigen Zinsen kein klassisches Anlagemedium. Die Rendite ist sehr gering, es steht als Priorität in der zweiten Phase das zinsgünstige Darlehen im Vordergrund. Durch die oben genannte Kombination mit den staatlichen Förderungen kann der Ertrag jedoch gesteigert werden.

 

 

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Helmut Rausch Helmut Rausch ist Bezirksleiter der LBS Bausparkasse in Hösbach. Der gelernte Bankkaufmann war zuvor viele Jahre in leitenden  Funktionen bei einer mittelständischen Bank tätig, bevor er sich dem Thema Bausparen und Baukredite widmete. Er gilt als einer der erfahrensten Experten in diesem Bereich in Bayern.