Mit ‘Volksbank’ getaggte Artikel

Sparkasse: Niedrigzins ist Angriff aufs Kerngeschäft

Freitag, 13. März 2015

 

Wie das Handelsblatt in seiner Ausgabe vom 13. März 2015 berichtet, ist der anhaltende Niedrigzins ein Angriff auf das Kerngeschäft der Sparkassen. Sparkassen Präsident Georg Fahrenschon sagte, es könne nicht ohne Auswirkung bleiben, wenn der Zins praktisch abgeschafft wäre. Die Eurpäische Zentralbank hat in mehreren Schritten die Leitzinsen auf nur noch 0,05% p.a. reduziert.

 

 

 

Die wichtigste Einnahmequelle der Sparkasse verringert sich um 15 Prozent

 

Die wichtigste Einnahmequelle der Sparkassen ist der Zinsüberschuss, also die Mehreinnahmen durch Zinsen gegenüber den an die Kunden ausgezahlten Zinsen. Dieser Zinsüberschuss werden laut Fahrenschon in den nächsten 5 Jahren um 15 Prozent sinken. Der Zinsüberschuss betrugt im vergangenen Jahr 23,1 Milliarden Euro. Vor Steuern verdienten die insgesamt 416 Sparkassen 4,9 Milliarden Euro.

 

Das Problem: durch die Politik der Europäischen Zentralbank EZB sinkt der Unterschied zwischen dem Einlagen- und dem Kreditzins, die Margen der Sparkassen sinken.

 

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Wie wird das Geld der Sparkassen verwendet? (Grafik: Grünes Geld GmbH, Daten DSGV)

 

 

Die Sparkasse hat zu viel Einlagen gegenüber der vergebenen Kredite

Ein weiteres Problem für eine Sparkasse: die Kundeneinlagen, also die Gelder die Kunden auf Sparbüchern, Sparbriefen, Tagesgeldkonten oder ähnlichem besitzen, sind im Vergleich zu den vergebenen Krediten zu hoch. Denk 720,7 Mrd. Euro Kundenkrediten stehen 836,7 Mrd. an Kundeneinlagen gegenüber.

 

Damit entsteht den Sparkassen ein Einlagenüberhang von 116 Mrd. Euro. Dieses Geld muss von den Sparkassen angelegt werden. Da es nur in sehr sichere Einlagen wie Pfandbriefe und Unternehmensanleihen investiert wird, sind Erträge niedrig.

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Wieviel Atomkraft steckt in Ihrer Geldanlage?

Montag, 14. März 2011

Am Wochenende hatten die Initiatoren der Anti-Atomkraft-Kette in Stuttgart opimistisch mit 40.000 Teilnehmern gerechnet. Gekommen sind dann: 60.000!

Das Votum der Deutschen ist klar: Atomkraft birgt zu viele Gefahren, als dass ein Betrieb für uns und unsere kommenden Generationen verantwortbar wäre. Denn zu aktuellen Sicherheitsfragen kommt die weiter ungelöste Frage der Lagerung der tausende von Jahren strahlenden, radioaktiven Abfälle.

Atomkraftwerke bedrohen unser Leben. Wir müssen abschalten.

Atomkraftwerke bedrohen unser Leben. Wir müssen abschalten.

Was hat das mit Ihrer Geldanlage, also Ihrem Sparbuch, Ihrer Lebensversicherung oder Ihrem Aktienfonds zu tun? Nun, jeden Cent den Sie anlegen, wird Ihre Bank, Ihre Versicherung oder Ihre Kapitalanlagegesellschaft auch wieder anlegen. Und zwar in Kredite, Anleihen oder Aktien von Staaten und Unternehmen.

Jetzt kommt das Problem: Ihre Bank wird das Geld auch Unternehmen geben, die Atomkraftwerke bauen, Uran abbauen, Atomkraftwerke betreiben usw. Und damit werden diese Unternehmen gestützt und gefördert.

Glücklicherweise gibt es auch Banken und Versicherungen, die eben genau darauf verzichten. Wenn alle Banken und Versicherungen bereits heute so handeln würden, hätten es die Atomkonzerne schwer: denn ohne Kredite, Anleihen und steigende Aktienkurse könnten sie nicht weiter existieren.

Sehen Sie hier, welche Gesellschaften sich wie verhalten!

 

 

 

 

Bank-Anlagen wie Girokonto, Sparbuch, Sparbriefe, ETF’s, Zertifikate

Banken legen die ihnen anvertrauten Gelder wieder an. Entweder vergeben Sie Kredite, oder sie kaufen Anleihen oder Aktien. Bei den meisten Banken ist die Anlagepolitik „geheim“ – der Anleger weiß nicht,  was mit seinem Geld getan wird.

 

Bank Wertung Kommentar
Sparkassen gelbes Atom-Dreieckgelbes Atom-Dreieck Sparkassen halten sich komplett bedeckt und kennen keine Ausschlusskriterien. Atomkraft wird mit hoher Sicherheit gefördert. Über die Landesbanken werden große Kredite an die Atomwirtschaft vergeben.
Raiffeisenbanken gelbes Atom-Dreieckgelbes Atom-Dreieck
Raiffeisenbanken legen sich selbst keine Ausschlusskriterien auf. Allerdings gehen Tochterunternehmen wir Union Invest weiter, z.B. in dem auf Streubomben-Hersteller verzichtet wird.
Deutsche Bank gelbes Atom-Dreieckgelbes Atom-Dreieckgelbes Atom-Dreieck Die Deutsche Bank ist eine der 10 größten Atom-Finanzierungs-Banken der Welt (Studie von urgewald, Greenpeace International und Banktrack). Die Deutsche Bank bietet Ihren Kunden sogar spezielle Nuklear-Investments an, wie das ‚S-Box Nuclear Power Index Zertifikat‘. Es bündelt die Erträge von 20 führenden Atomfirmen.
Commerzbank gelbes Atom-Dreieckgelbes Atom-Dreieckgelbes Atom-Dreieck Knapp vier Milliarden Euro hat die Commerzbank in den letzten neun Jahren in die Atomindustrie investiert. Die Commerzbank ist z.B. der größte Finanzdienstleister des größten deutschen AKW-Betreibers EON.
Hypo-Vereinsbank (UniCredit/HVB) gelbes Atom-Dreieckgelbes Atom-Dreieckgelbes Atom-Dreieck Die UniCredit/HVB hat  2,3 Milliarden Euro unter anderem in EON, den italienischen Energiekonzern Enel und den deutschen Brennstoffhändler Nukem investiert.
Ethikbank, GLS-Bank Die vier nachhaltigen deutschen Banken Ethikbank, GLS-Bank, Umweltbank und Triodos bieten atomkraft-freie Geldanlage an. Ethikbank und GLS bieten Girokonten für Privatanleger an.

Lebens- und Rentenversicherungen

Die Deutschen Lebens- und Rentenversicherungen nehmen jedes Jahr zwischen 70 und 80 Milliarden Euro an Beiträgen ein und legen diese an. Auch hier gilt ähnlich wie bei den Banken: die Transparenz  über die Anlagen ist gering; die Anlagekriterien und Ausschlusskriterien sind für Außenstehende meist nicht einsichtig. Die Unterstützung der Atomkraft ist allgegenwärtig.

 

Bank Wertung Kommentar
Allianz gelbes Atom-Dreieckgelbes Atom-Dreieckgelbes Atom-Dreieck Die Allianz versucht einerseits durch Nachhaltigkeitsberichte zu glänzen, ist aber größter Einzelaktionär am Atom-Konzern RWE. Von Ausschlusskriterien bei den Investionen der Allianz ist nichts zu lesen.
AMB Generali gelbes Atom-Dreieckgelbes Atom-Dreieckgelbes Atom-Dreieck Auch bei AMB Generali finden sich viele Worte zur Nachhaltigkeit – aber wenig konkretes. Ein Ausschluss von Atomkraft-Konzernen sucht man vergeblich.
Talanx (HDI Konzern) gelbes Atom-Dreieckgelbes Atom-Dreieckgelbes Atom-Dreieck Auch beim drittgrößten deutschen Versicherer nach Allianz und Münchner Rück sucht man vergebens nach belastbaren Ausschlusskriterien. Atomkraft befindet sich also sicher auch im Anlage-Portfolio.
Oeco Capital Der einzige voll auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Versicherer Deutschlands ist die Oeco Capital. Die für jeden im Internet frei zugägnglichen Umweltleitlinien schließen Atomenergie unmissverständlich aus.

 

Investmentfonds

Investmentfonds investieren das Geld der Anleger in Anleihen, Aktien, Geldmarktinstrumente, Immobilien oder andere Produkte des Finanzmarkts. Ca. 80 Gesellschaften verwalten ein Vermögen von ca. 1,5 Billionen Euro nur in Deutschland. Auch hier herrscht bei den meisten Fonds-Managern noch blankes Staunen, wenn sie nach Nachhaltigkeits-Kriterien oder dem Ausschluss von Atomkraft gefragt werden.

 

Bank Wertung Kommentar
DWS (Deutsche Bank) gelbes Atom-Dreieckgelbes Atom-Dreieckgelbes Atom-Dreieck Die größte deutsche Fondsgesellschaft hätte mir Ihren Investments viel Macht, etwas zum Guten zu bewegen. Diese Chance wird vertan; von Ausschlusskriterien ist selbst bei Nachhaltigkeitsfonds der DWS nichts zu lesen.
Deka (Sparkassen) gelbes Atom-Dreieckgelbes Atom-Dreieckgelbes Atom-Dreieck Verzicht auf Atomkraft ist auch hier Fehlanzeige. Selbst bei Nachhaltigkeitfonds von Deka, wie z.B. dem DekaSelect: Nachhaltigkeit Chance, bei dem Ausschlusskriterien berücksichtigt werden, wird Atomkraft explizit zugelassen.
Union Investment (Volks- und Raiffeisenbanken) gelbes Atom-Dreieckgelbes Atom-Dreieckgelbes Atom-Dreieck Auch bei Union Invest gibt es wenig Platz für Nachhaltigkeit. Selbst der Nachhaltigkeitsfonds UNINACHHALTIG AKTIEN GLOBAL muss nur zu 51% in nachhaltige Unternehmen investieren. Und selbst für die Definition von Nachhaltigkeit gibt es keine harten Kriterien wie Ausschlüsse von Branchen (z.B. Atomkraft). Das Urteil ist klar: hier handelt es sich um Augenwischerei und Green Washing.
Ökoworld, Sisscanto, Sarasin, GoodGrowthFund Diese Anbieter meinen es ernst mit Nachhaltigkeit. Ihre nachhaltigen Investmentfonds berücksichtigen harte Kriterien und schließen Atomenergie aus.

Alternativen mit Verzicht auf Nukleartechnik finden Sie hier:

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