Mit ‘Wasser’ getaggte Artikel

17 Nachhaltigkeitsziele – Schritt für Schritt zum Ziel

Freitag, 20. Juli 2018
Zusammenfassung: 2015 haben die Vereinten Nationen einen ambitionierten Katalog für eine nachhaltigere Entwicklung weltweit verabschiedet. Die 17 formulierten Nachhaltigkeitziele sollen die dringlichsten globalen Baustellen angehen und bis zum Jahr 2030 sichtbare Ergebnisse liefern.

 

Ziele zur nachhaltigen Entwicklung der – UN-Masterplan für die Zukunft

 

Nachhaltigkeit ist das Gebot der Stunde – weltweit! Daher haben die Vereinten Nationen 17 Ziele formuliert, um die Grundlagen einer besseren sozialen und ökologischen Gesellschaft zu schaffen und zugleich Entwicklung, Bildung und Fortschritt zu stärken.

 

Ehrgeizige Ziele, die die Staatengemeinschaft bis zum Jahr 2030 umsetzen will. Mit dieser Agenda begegnen die Vereinten Nationen den großen Herausforderungen unserer Zeit, der Bekämpfung von Hunger, Mangelernährung und Armut, dem Ausbau des Zugangs zu klimafreundlichem Strom, sauberem Wasser sowie dem forcierten Kampf gegen die Auswirkungen der fortschreitenden Erderwärmung.

 

Verabschiedet wurden die Ziele zur nachhaltigen Entwicklung (Sustainabilty Development Goals, kurz SDGs) im Jahr 2015 von der UN-Vollversammlung. Innerhalb von 15 Jahren – so der Plan – sollen die in 17 Punkten und insgesamt 169 Unterpunkte formulierten Ziele erreicht werden. Hauptanliegen ist es, die Zukunft des Lebens auf diesem Planeten auch für die kommenden Generationen sicherzustellen. Daher stehen die absoluten Basics auf den ersten Plätzen der 17 Ziele: Bekämpfung von Hunger und Armut – kurzum der Weg in die Zukunft ist kein Weg, den die Industrienationen alleine beschreiten können – keine Land darf zurückgelassen werden, alle haben ihren Beitrag zu leisten.

 

Dabei bilden die Nachhaltigkeitsziele die Nachfolge der vorangegangenen Millenniumsziele. Diese fokussierten jedoch in erster Linie die – zweifelsohne große – Verantwortung der Industrienationen. Diesmal werden auch die Entwicklungs- und Schwellenländer mit in die Pflicht genommen. Eine wichtige Erkenntnis, die aus den teilweise völlig verfehlten Entwicklungen der Millenniumsziele resultiert. Schließlich ist es nicht erstrebenswert, dass ärmere Länder auf dem Weg zu mehr Wohlstand und Nachhaltigkeit den Umweg der Industrienationen über Umweltzerstörung und Massenkonsum nehmen.

 

 

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Wüstenplanet Erde? – Dürren stoppen!

Freitag, 15. Juni 2018
Zusammenfassung: Erderwärmung und Klimakrise tragen dazu bei, dass immer mehr Gebiete weltweit verdorren und sich neue Wüsten bilden. Eine Gefahr für Mensch und Natur. Denn die zerstörten Lebensräume vertreiben immer mehr Menschen aus ihrer Heimat.

 

  

 

„Die Wüste lebt“ so lautet der Titel des Disney-Klassikers aus dem Jahr 1953. Der Dokumentarfilm fasziniert noch immer seine Zuschauer und zeigt die lebendige Vielfalt im Lebensraum Wüste.

 

Seit 1994 rufen die Vereinten Nationen zum Welttag für die Bekämpfung von Wüstenbildung und Dürren“ auf. Begangen wird der Tag jährlich am 17. Juni. Dieser Aktionstag zeigt ein anderes Gesicht der Wüste. Denn hier sind nicht allmählich gewachsene Gebiete gemeint, sondern ehemals fruchtbare Landschaften, die durch Erderwärmung, Klimakrise, landwirtschaftlichen und industriellen Raubbau schlichtweg verwüstet wurden. Diese Gebiete werden zunehmend größer und entwickeln sich zu einem globalen Problem. – Einem Problem für Mensch und Natur.

 

Angestoßen wurde der Welttag gegen die Wüstenbildung – wie viele andere internationale Klimaaktivitäten auch – durch die Konferenz der Vereinten Nationen zu Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro 1992. Dort wurde die UN-Konvention zur Bekämpfung der Desertifikation beschlossen und von insgesamt 179 Staaten unterzeichnet. Diese haben sich verpflichtet, wirksame Langzeitprogramme zu entwickeln, um Dürren zu vermeiden und die Ausbreitung neuer Wüsten zu verhindern.

 

 

 

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Vermögensverwaltungsstrategie – Zeichen der Zeit erkennen

Freitag, 01. Juni 2018
Zusammenfassung: Sein Vermögen zu erhalten, zu mehren und gleichzeitig auch noch einen Beitrag zur nachhaltigeren Entwicklung zu leisten – kein Kinderspiel, aber auch kein Hexenwerk. Mit der Grünes Geld Vermögensverwaltung sind ethische und ökologische Investments bequem und intelligent möglich.

 

 

Vermögen erhalten – Vermögen verwalten

 

Die reichste Ente der Welt – Dagobert Duck – ist mehr als vermögend. Doch obwohl der berühmte Entenhausener stets auf der Suche ist, Schätze aufzuspüren und noch mehr Geld zu verdienen, lässt er eine mögliche Einnahmequelle vollkommen ungenutzt – nämlich sein eigenes Vermögen. Seine geliebten Talerchen diesen ihm als Geldbad, von Vermögensverwaltung ist jedoch keine Spur zu entdecken. Lieber sitzt Dagobert auf seinem Geld.

 

Bei einem so störrischen Kunden hat eine gute Vermögensberatung keinen Platz im Comic-Kosmos. Anders sieht es in der realen Welt aus. Denn sein Geld einfach nur liegen zu lassen, das kommt kaum noch jemandem in den Sinn. Sehr viel attraktiver ist es, sein Vermögen sinnvoll anzulegen um gute Erträge zu erzielen. Sein Vermögen im Geldspeicher  à la Entenhausen aufzubewahren, hat nur einen gegenteiligen Effekt – der Wert des Vermögens verringert sich durch die fortschreitende Inflation.

 

Um eine sonnvolle Vermögensverwaltung in Anspruch zu nehmen sind keine Fantastilliarden erforderlich. Schon bei Summen ab 50.000 Euro bietet es sich an, eine professionelle Vermögensverwaltung – wie beispielsweise Grünes Geld Vermögensmanagement – zu Rate zu ziehen.

 

In unserem Blog vom 11. Mai 2018 haben wir unter dem Titel „Vermögen nachhaltig verwalten“ über die Vorteile der nachhaltigen Vermögensverwaltung informiert. Heute gewähren wir Ihnen einen kleinen beispielhaften Blick hinter die Kulissen. Dabei geht es um die Fragen, was ein Unternehmen nachhaltig macht, damit wir es als Anlagemöglichkeit in Betracht ziehen. Darüber hinaus gibt es einen interessanten Überblick über Bewertungsmaßstäbe aus der Welt der Finanzen sowie über die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen und wie ausgewählte Unternehmen zur Zielerreichung beitragen.

 

 

 

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Serie: Element Wasser – Das unentbehrliche Lebenselixier

Dienstag, 17. Oktober 2017
Zusammenfassung: Die vier klassischen Elemente Erde, Luft, Wasser und Feuer haben alle einen wichtigen Anteil am Kreislauf des Lebens. Aber kaum ein anderes Element wird so stark mit dem Leben an sich in Verbindung gebracht, wie das Wasser. Dabei übernimmt das erfrischende Element vielfältige Aufgaben für Mensch, Natur und Klima.

 

 

Der blaue Planet.

Die vier klassischen Elemente Erde, Luft, Wasser und Feuer haben alle einen wichtigen Anteil am Kreislauf des Lebens.

 

Die Erde, der blaue Planet. Bilder aus dem Weltall üben eine hohe Faszination aus. Schließlich relativieren sie die scheinbare Wichtigkeit von den Dingen des Alltags und geben einen Blick auf das Große und Ganze. Der Blick von oben zeigt auch deutlich – die Erde ist zu 71 Prozent von Wasser bedeckt. Damit ist das Element Wasser eine der spezifischen Besonderheiten unseres Planeten und mit eines der grundlegenden Voraussetzungen unseres Seins

 

Mit seinem Wasseranteil ist der Menschkosmisch gesehen – dem Planeten Erde sehr ähnlich, denn auch der menschliche Körper besteht zu mehr als zwei Dritteln aus Wasser.

 

Der griechische Philosoph Thales von Milet ging davon aus, dass alles Leben auf der Erde seinen Ursprung im Wasser habe. Im dritten Teil unserer Serie „In die Lebensgrundlagen investieren“ betrachten wir daher heute das Element Wasser.

 

 

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Serie: In die Lebensgrundlagen investieren – Element Erde

Mittwoch, 04. Oktober 2017
Zusammenfassung: Die klassischen vier Elemente Erde, Luft, Feuer und Wasser bilden die Grundlagen des Lebens. Auch wenn die Vier-Elementen-Lehre gegenüber der modernen Wissenschaft stark vereinfacht, bildet sie die Grundprinzipien der Natur ab. Auch bei der Betrachtung nachhaltiger Entwicklung und der Planung sinnvoller Investitionen können sie ein Wegweiser sein.

 

 

Die klassischen vier Elemente.

Erde – Luft – Feuer – Wasser – seit der griechischen Philosophie werden diese vier Elemente als Grundlage unseres Seins betrachtet. Sie stehen für die Kräfte des Lebens und die glühend und verzehrend, flüssig, gasförmig oder fest sind.

 

Auch wenn diese Prinzipien heute sehr spirituell und wenig rational erscheinen, bildet die Gedankenwelt der Vier-Elemente-Lehre die Grundlage der modernen Naturwissenschaften.

 

 

 

Hier geht es zu den 4 Teilen unserer Elemente-Serie: Erde, Luft, Wasser und Feuer

 

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Weltwassertag – Wasser eine unserer wertvollsten Ressourcen

Mittwoch, 22. März 2017
Zusammenfassung: Wasser ist Leben – aber der Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen ist keine Selbstverständlichkeit. Eines der wichtigsten Ziele einer nachhaltigen Entwicklung ist daher der Schutz des Wassers. Seit 1993 rufen die Vereinten Nationen den jährlichen Weltwassertag am 22. März als Aktionstag aus. In diesem Jahr steht der Umgang mit Abwasser im Mittelpunkt des World Water Day. Angesichts der wachsenden Weltbevölkerung sind Investitionen im Wasserbereich besonders wichtig. Wasserfonds stellen ein sinnvolles ethisches und ökologisches Investment dar, das sehr gute Entwicklungsaussichten hat.

 

 

Wasser ist Leben!

Mehr als 70 Prozent der Erdoberfläche ist mit Wasser bedeckt – dennoch ist der Zugang zu sauberem Trinkwasser – eines der dringlichsten Bedürfnisse der Menschheit – nicht weltweit sichergestellt. Aber auch Länder, in denen der Zugang zu Wasser kein besonderes Problem darstellt, können ihre Augen nicht vor der globalen Problematik verschließen: Verschmutzung der Weltmeere, rapide Verringerung der Süßwasservorräte, Absinken des Grundwasserspiegels und eine schlechte Wasserqualität in vielen Gegenden der Welt, darüber hinaus Dürren und eine generell schlechte Erreichbarkeit von Wasserstellen.

 

 

Der Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen ist seit 2010 ein offizielles – wenn auch nicht einklagbares – Menschenrecht. Dieses elementare Menschenrecht wird jedoch ständig verletzt. Laut Schätzungen der Umweltorganisation WWF haben derzeit mehr als 780 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, 2,6 Milliarden Menschen müssen ohne eine minimale sanitäre Versorgung auskommen. Besorgniserregende Zahlen, denn angesichts der wachsenden Weltbevölkerung wird das Problem sich weiter verschärfen.

 

 

Weltweiter Tag des Wassers

Seit fast einem Viertel Jahrhundert befassen sich die Vereinten Nationen intensiv mit dem Thema und haben 1993 den Weltwassertag („Tag des Wassers“ oder „World Water Day“) ins Leben gerufen, der alljährlich am 22. März terminiert ist. Anstoß für den Weltwassertag war die UN-Konferenz „Umwelt und Entwicklung“, die 1992 in Rio de Janeiro stattfand und aus der heraus sich auch das entwicklungs- und umweltpolitische Aktionsprogramm „Agenda 21“ entwickelte. Verantwortlich für den „Tag des Wassers 2017“ zeichnen das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) gemeinsam mit der UNESCO, UN-HABITAT, UNEP, der Weltbank und UN-DESA.

 

In diesem Jahr steht der Weltwasserstag unter dem Motto „Wastewater – Abwasser“. Der Aktionstag hat zum Ziel, die breite Öffentlichkeit international für das wichtige Thema „Schutz des Wassers“ zu sensibilisieren und – vor allem in den Industrienationen – ihren eigenen Umgang mit der lebenswichtigen Ressource zu überdenken. Um das zu erreichen, sind alle Staaten aufgefordert, geeignete lokale Aktionen durchzuführen und auf die globale Bedeutung des Weltwassertages hinzuweisen.

 

 

Lokale Aktionen bringen das Thema in die Öffentlichkeit

In Deutschland beispielsweise stellt das Umweltbundesamt (UBA) regelmäßig am Tag des Wassers einen speziellen Gewässertyp vor und liefert vielfältige Informationen darüber welchen  Beitrag der Gewässertyp für das Ökosystem leistet und welche Lebensräume er bietet. „Gewässertyp des Jahres 2017“ ist der tiefe, große, kalkarme Mittelgebirgssee, der in Deutschland immer als Talsperre auftritt und meist in einer waldreichen Gegend liegt.

 

Der Weltwassertag bietet aber auch Nichtstaatlichen Organisationen (NGO) eine gute Gelegenheit, kritische Wasserthemen öffentlichkeitswirksam zu platzieren und darauf aufmerksam zu machen, dass viele Menschen auf der ganzen Welt keinen Zugang zu sauberem Wasser haben. Neben Umwelt- und Sozialverbänden machen auch Frauenrechtsorganisationen an diesem besonderen Tag auf die Rolle der Frauen bei der Beschaffung von Wasser in den Entwicklungsländern aufmerksam.

 

 

Abwasser als Ressource nutzen

Der Weltwassertag 2017 steht unter dem Motto „Wastewater – Abwasser“.

Zum Schwerpunktthema Abwasser veröffentlichen die Vereinten Nationen auch ihren aktuellen „World Water Development Report“. Das Thema Abwasser steht dabei in engem Zusammenhang mit der 6. Forderung der UN-Nachhaltigkeitsziele (SDG), die eine generelle „Verfügbarkeit und nachhaltigen Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle Menschen“ gewährleisten soll. Ein Teilaspekt dieses speziellen Nachhaltigkeitsziels ist es, den Anteil des unbehandelten Abwassers zu halbieren. Außerdem soll die Wiederaufbereitung des Abwassers verstärkt vorangetrieben werden, um eine unbedenkliche Wiederverwertung weltweit zu ermöglichen.

 

Die Zielsetzung macht deutlich, dass Abwasser kein Abfall ist, der einfach nur entsorgt werden muss. Stattdessen wird klar unterstrichen, dass Abwasser eine wichtige Ressource darstellt und – wieder aufbereitet – als ein unentbehrlicher Ersatz für Frischwasser in der Landwirtschaft und in der Industrie genutzt werden muss. Darüber hinaus wird auch die erneute Verwendung von Inhaltsstoffen des Abwassers thematisiert. Diese könnten beispielsweise als Nährstoffe bei der Produktion von Düngemitteln eingesetzt werden.

 

 

In Wasser investieren – Lebensgrundlagen bewahren

Wasser ist wertvoll und bereits heute eine erbittert umkämpfte Ressource. Während die Weltbevölkerung weiter anwächst – mittlerweile gehen Experten von 10 Milliarden Menschen im Jahr 2050 aus – sinken die Süßwasservorräte der Erde. Ursache dafür ist nicht zuletzt die Klimakrise, aber auch der generelle Raubbau an Natur leistet einen Beitrag an der Verknappung des lebenswichtigen Guts.

 

Vor diesem eher Hintergrund, entwickeln sich Geldanlagen in diesem Bereich sehr gut. Eine Investition in die wertvolle Ressource Wasser ist daher in vielerlei Hinsicht sinnvoll. Unter ökologischen und ethischen Gesichtspunkten können so die Umwelt geschützt und das Menschenrecht auf sauberes Wasser unterstützt werden. Darüber hinaus versprechen Wasserinvestments sehr gute Erträge und nutzen so auch direkt den Anlegern.

 

Wer sich für eine Geldanlage im Bereich Wasser entscheidet, hilft aktiv dabei mit, die Wasserversorgung weltweit sicherzustellen. Im Rahmen der unterschiedlichen Wasserfonds werden Unternehmen gefördert, die mit verschiedenen Technologien einen Beitrag dazu leisten, dem weltweiten Wassermangel zu begegnen. Vielfach engagiert sind – passend zum Thema Abwasser des Weltwassertages – Hersteller von Filtersystemen, Reinigungsanlagen und Rohrleitungen. Ebenfalls interessant sind Firmen, die sich der Wassergewinnung verschrieben haben. Dazu zählen beispielsweisen Meerwasserentsalzungsanlagen oder auch Pumpenhersteller für den Brunnenbau.

 

 

Nachhaltige Investments müssen nicht kompliziert sein

Die passenden Geldanlagen zu finden ist dabei nicht schwer, wenn man sich auf einen erfahrenen Finanzexperten verlassen kann, der die gleichen ethischen und ökologischen Ansprüchen vertritt, wie der Anleger.

 

 

Grünes Geld, hat als unabhängiger Finanzdienstleister für nachhaltige Geldanlagen ein Musterdepot  zusammengestellt, das die besten Wasserfonds im Markt umfasst. Dabei achtet Grünes Geld sowohl auf die inhaltliche Ausrichtung im Sinne einer grünen Geldanlage, als auch auf die Stabilität und Performance der Investments.

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

Serie Emissionshäuser: Leonidas Associates AG

Dienstag, 07. März 2017
Zusammenfassung: Leonidas Associates AG aus dem fränkischen Kalchreuth hat sich auf Sachwertbeteiligungen aus den Anlagebereichen Solar, Wasser und Wind spezialisiert. Bislang hat das Emissionshaus 16 Beteiligungen erfolgreich im Markt platziert. Seit einigen Jahren liegt ein besonderer Schwerpunkt des Hauses auf Windbeteiligungen. Ein Wettbewerbsvorteil von Leonidas: Mit einer ausgewiesenen technischen Expertise hat das Unternehmen bei der Auswahl seiner Anlagen meist besser als reine Finanzunternehmen gelegen.

 

 

Sonne – Wasser – Wind. Erneuerbare Energien sind ein lohnendes Investment.

Wer den Wirtschafts- und Finanzteil seiner Tageszeitung regelmäßig studiert, stößt im Allgemeinen auf die Großen der Branche. Aber auch ethische, soziale und ökologische Finanzprodukte finden immer mehr das Interesse der Anleger. Und das mit Recht, denn die nachhaltigen Investments sind ebenso professionell konzipiert wie konventionelle Geldanlagen und bringen gute Erträge. Mittlerweile ist das Angebot der grünen Geldanlagen groß, so dass Finanzprodukte für jeden Anlegertyp verfügbar sind.

 

Die Anbieter der nachhaltigen Finanzprodukte sind jedoch fast ausschließlich in Fachkreisen bekannt und finden sich nur selten in Fachmagazinen. Grünes Geld stellt daher in loser Folge interessante Emissionshäuser vor, deren Finanzprodukte wir unseren Kunden anbieten. Denn als erfahrener Finanzexperte ist es uns wichtig, Hintergründe zu kennen und das Potenzial der Investments abschätzen zu können.

 

In der letzten Folge haben wir mit ForestFinance einen Experten für Waldinvestments vorgestellt. Im zweiten Teil unserer Serie geht es um Erneuerbare Energien. In diesem Bereich hat die Leonidas Associates AG ein interessantes Portfolio entwickelt.

 

 

Leonidas auf einen Blick

Leonidas Associates AG ist seit 2005 als inhabergeführtes Unternehmen im Markt aktiv. Das Emissionshaus arbeitet bankenunabhängig und hat sich auf die Konzeption nachhaltiger Geldanlagen spezialisiert. Dabei lag in den Anfangsjahren der Schwerpunkt auf Angeboten für institutionelle Anleger. Seit 2008 betreut Leonidas auch private Anleger.

 

Insgesamt betreut Leonidas ein Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von rund 490 Millionen Euro. Das platzierte Eigenkapital liegt bei rund 145 Millionen Euro.

 

Die Leonidas AG hat ihren Sitz im fränkischen Kalchreuth in der Metropolregion Nürnberg. Gründer und einzige Gesellschafter der Leonidas AG sind Antje Grieseler und Max-Robert Hug. Beide bilden zusammen mit Ralf Schamberger den Vorstand des Unternehmens, dessen Vorsitz Schamberger 2014 übernommen hat. Ergänzt wird das Führungsteam durch Guntram Grieseler, der seit Unternehmensgründung als technischer Leiter die relevanten Aufgaben übernimmt.

 

 

Standorte in Franken und Frankreich

Rund 50 Mitarbeiter sind an den Standorten von Leonidas in Deutschland und Frankreich aktiv. In der Unternehmenszentrale in Kalchreuth bei Nürnberg sitzen Projektmanagement und Verwaltung. Im französischen Bezannes in der Nähe von Reims sind die beiden Firmen Leonidas Associates France und Leonidas Wind beheimatet. Dort werden Windprojekte vor Ort bearbeitet.

 

 

Grüne Werte – Beteiligungen an Erneuerbare Energien

Leonidas ist Spezialist für nachhaltige Investments und konzipiert Finanzprodukte in den Anlageklassen Solar, Wind und Wasser. Insgesamt konnte das Emissionshaus bereits 16 Beteiligungen entwickeln und erfolgreich platzieren.

 

Die jüngste Emission, die Windbeteiligung Leonidas XVIII, wurde im vergangenen Jahr platziert und konnte mit arbeitstäglich rund 300.000 Euro Anlagegeldern schnell das avisierte Eigenkapitalvolumen von 10,4 Millionen Euro realisieren. Für Leonidas XVIII wurde die Option auf Erhöhung des Eigenkapitalvolumens in Anspruch genommen. Leonidas XVIII hat eine Laufzeit von 17 Jahren und eine prognostizierte Gesamtausschüttung von 214 Prozent inklusive der Einlagenrückzahlung (vor Steuern). Durch den bereits getätigten Kauf eines laufenden französischen Windparks entwickelt sich diese Beteiligung bereits recht positiv für ihre Anleger.

 

Dass Leonidas bislang eine gute Hand für Investitionen in Solar, Wind und Wasser zeigen konnte, hat etwas mit der besonderen technischen Erfahrung des Unternehmens zu tun. Dieses Know-how spiegelt sich bereits in der Besetzung der Geschäftsführung mit einem verantwortlichen technischen Leiter, der viele Jahre bei Siemens Berufserfahrung sammelte, wieder. In einer eigenen Abteilung werden sämtliche Energie-Anlagen vor und nach der Investition begutachtet, bewertet und über die komplette Laufzeit hinweg überwacht – keine Selbstverständlichkeit in einem Finanzunternehmen. Dabei arbeitet Leonidas auch mit erfahrenen Partnern vor Ort vertrauensvoll zusammen. Die besondere technische Expertise sowie die durchgehende Überwachung der Anlagen ermöglichen es, rasch auf mögliche Veränderungen zu reagieren und so die Investments auch auf praktischer Ebene abzusichern.

 

 

Leonidas Solarinvestments

Solarenergie ist eine der ursprünglichsten und größten Energiequellen. Wer in Solaranlagen investiert, profitiert nicht nur von sauberem Strom, sondern kann sich auch auf geringe Schwankungen in der Energieerzeugung verlassen. Leonidas hat durch die Nutzung der staatlich garantierten Einspeisetarife in den einzelnen Ländern die Basis für sichere Erträge geschaffen.

 

Insgesamt hat Leonidas bislang in 8 Photovoltaik-Anlagen in Frankreich investiert. Hinzu kommen 4 Anlagen in Deutschland und 6 Italien. Bisher konnte Leonidas insgesamt 6 Solarinvestments (Leonidas I bis VI) mit einem Investitionsvolumen von 200 Millionen Euro erfolgreich im Markt platzieren. Dabei war der Leonidas I / Perfect Synergy Solarfonds I die erste Beteiligung für private Investoren.

 

 

Leonidas Wasserinvestments

Ein Wasserinvestment von Leonidas wurde 2012 platziert. Der Wasserfonds wurde mit einem Eigenkapitalvolumen von 20 Millionen Euro aufgelegt und umfasst vier Wasserprojekte. Dazu zählen zwei Anlagen in Kanada zur Abwasserreinigung und –sammlung sowie zur Wasserverarbeitung, eine Wasseraufbereitungsanlage in den USA und eine Wasserentsalzungsanlage auf Gibraltar.

 

 

Leonidas Windinvestments

Leonidas bietet Beteiligungen an Windkraftanlagen in Frankreich.

Wenn es um Windkraftbeteiligungen geht, zählt Leonidas zu den Großen im Markt. Seit 2012 konzentriert sich das Unternehmen verstärkt Windbeteiligungen und hat in diesem Bereich bereits 9 Investments erfolgreich platziert.

 

Die erste Windbeteiligung von Leonidas ging im Juni 2012 an den Start und hatte eine so hohe Nachfrage von Investorenseite, dass die Beteiligung bereits nach 2 Wochen auf Warteliste gesetzt wurde. Investiert wurde in mehrere 2-Megawatt-anlagen in der Normandie.

 

Derzeit liefern 7 Windkraftanlagen im Norden Frankreichs Strom, 3 weitere Anlagen befinden sich im Bau. Frankreich konzentriert seine Anstrengungen im Ausbau Erneuerbarer Energien stark auf Windkraftanalgen. Im vergangenen Jahr gingen dort Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von mehr als 1.500 Megawatt ans Netz. Mehr als 8 Prozent des französischen Marktvolumens besteht aus Leonidas Windbeteiligungen. Anleger profitieren hier von stabilen Erträgen, denn die Einspeisetarife der Anlagen sind für 15 Jahre staatlich garantiert.

 

 

 

Erneuerbare Energien – Immer eine gute Entscheidung

Die Beteiligungen von Leonidas haben sich seit der Gründung des Unternehmens gut entwickelt, auch wenn der schwachen Windsituation in Frankreich in 2016 und 2015 geschuldet, die Auszahlungen nicht immer auf Höhe des prospektierten Wertes lagen. Aber solche Schwankungen gehörten für den Windkraft-Investor zum Geschäft . Sie sollten in den nächsten Jahren wieder ausgeglichen werden.

 

Grünes Geld steht Ihnen bei diesen Fragen beratend zur Seite. Als unabhängiger Experte für nachhaltige Geldanlagen beraten wir Sie zu neuen Emissionen von Leonidas und zu weiteren interessanten Geldanlagen. Gemeinsam finden wir die passende Anlagestrategie.

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Wasseraktienfonds – Sprudelnde Geldanlage

Freitag, 05. August 2016
Zusammenfassung: Wasseraktienfonds versprechen eine gute Rendite. Wenn die Fonds zugleich auch einen Nachhaltigkeitsanspruch erfüllen, ist Wasser eine ertragreiche und sinnvolle Geldanlage.

 

 

Veraltete aber gute erhaltene Wasserversorgung - das Aquädukt.

Veraltete aber gute erhaltene Wasserversorgung – das Aquädukt.

Wer sich mit nachhaltigen Geldanlagen befasst, kommt um das Thema Wasser nicht umhin. Schließlich ist Wasser, als Grundlage allen Lebens, eine der wichtigsten Ressourcen. Und die Trinkwasserressourcen werden knapper, denn die Verunreinigung steigt genauso rasant wie der Wasserbrauch durch Industrie und Landwirtschaft. Der Zugang zu sauberem Trinkwasser bleibt eines der vorrangigsten Themen auf der globalen Agenda.

 

Entsprechend wichtig sind Investitionen in die Wassernetze und in Technologien, die zum Erhalt der Qualität des Wassers beitragen. Diese Investitionen sind vielfach lukrativ, müssen jedoch nicht per se nachhaltig und ethisch sein. Hier lohnt es sich genauer hinzusehen, denn der sparsame Umgang mit Wasser, die Erhaltung und Wiederherstellung der Wasserqualität sowie der Zugang zu sauberem Wasser weltweit sind zentrale Punkte, die in einem nachhaltigen Wasserfonds berücksichtig sein müssen.

 

 

Wasseraktienfonds – ertragreich, sicher und nachhaltig

Das Magazin ECOreporter hat aktuell acht Wasseraktienfonds genauer unter die Lupe genommen und deren Stärken und Schwächen untersucht. Bewertet wurden dabei sowohl die möglichen Erträge als auch die Nachhaltigkeit der Fonds.

 

Wasseraktienfonds erreichen sehr gute Ergebnisse. Drei der untersuchten Fonds schafften eine Wertentwicklung von mehr als 70 Prozent innerhalb von fünf Jahren, drei weitere mehr als 50 Prozent. Unterstützt wurde diese Entwicklung durch die positive Stimmung auf den Aktienmärkten bis 2015. Generell sind Wasseraktienfonds für eine Geldanlage von mindestens acht Jahren besonders geeignet, denn schwankende Kurse können so ausgeglichen werden. Die Kosten der meisten Wasseraktienfonds belaufen sich jährlich auf 1,5 bis 2,5 Prozent der Investitionssumme und fallen damit bei der aktuellen Wertentwicklung kaum ins Gewicht.

 

 

Nicht im trüben Wasser fischen

Eine interessante Investition - Wasserversorgung.

Eine interessante Investition – Wasserversorgung.

In den Wasseraktienfonds sind Unternehmen aus den Bereichen Wasserver- und entsorgung enthalten. Darüber hinaus Wasseraufbereitungsanlagen, Hersteller von Filtersystemen, Klär- und Sanitäranlagen sowie Rohrleistungssysteme. Außerdem vertreten sind Meerwasserentsalzungsanlagen, Anbieter von Bewässerungstechnologien für die Agrarwirtschaft und weitere Spezialunternehmen aus dem Wassersektor – eine breite Palette.

 

Der Anteil von Wasseraktien in den einzelnen Fonds wird unterschiedlich gehandhabt und reicht von mehr als zwei Dritteln an Wasseraktien bis zu sehr viel geringeren Anteilen. Aber auch hier lohnt es sich, zweimal hinzuschauen. Denn teilweise sind hier Unternehmen im Fonds enthalten, die sich durch besonders niedrigen Wasserverbrauch auszeichnen und damit auch einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Wasserwirtschaft leisten.

 

Ein kritischer Blick empfiehlt sich auch bei den Auswahlkriterien der einzelnen Wasseraktienfonds. Wie weit oder eng ethische und ökologische Aspekte ausgelegt werden, wird recht unterschiedlich ausgelegt. So haben beispielsweise Unternehmen, die lokale Wassernetzte in Entwicklungs- und Schwellenländern kontrollieren nichts in einem nachhaltigen Wasseraktienfonds verloren. Schließlich werden bereits 15 Prozent der Weltbevölkerung durch private Wasseranbieter versorgt, Tendenz steigend, vielfach mit verheerenden Folgen.

 

Ebenso tabu sein sollten Unternehmen, die mit Atomenergie arbeiten oder im Zusammenhang mit Kinderarbeit, Glücksspiel und Drogen stehen. Wer in Aktienfonds investiert, ist kein Aktionär und hat keine entsprechenden Stimmrechte. Positiv ist es daher auch, wenn das Fondsmanagement die Rolle des kritischen Aktionärs übernimmt.

 

 

Getestet und für gut befunden

Drei der von ECOreporter getesteten Wasseraktienfonds sind im Grünes Geld Wasser Musterdepot enthalten. Untersucht wurde die zu erwartende Rendite, die Kosten und Risiken des Fonds sowie die Kriterien Nachhaltigkeit und Transparenz. Die Ergebnisse unserer Wasseraktienfonds wollen wir näher vorstellen.

 

 

Klassenprimus: Swisscanto Equity Fund Global Water Invest B

Im Vergleichstest unter acht Wasseraktienfonds geht der Wasseraktienfonds der Swisscanto Asset Management AG mit guter Wertentwicklung und hohem Nachhaltigkeitsanspruch als Gesamtsieger hervor. Obwohl der Fonds zeitweise Kursrückgänge verzeichnen musste, hat Swisscanto in fünf Jahren 66 Prozent an Wert zugelegt. Das Risiko eines Totalverlusts ist sehr unwahrscheinlich. Da Swisscanto als Themenfonds eine geringere Streuung ausweist als herkömmliche Aktienfonds, sind die Risiken erhöht. Daher empfiehlt sich eine Anlagedauer von mindestens acht und mehr Jahren. Mindestens 80 Prozent des Fondsvermögens werden in Wasseraktien investiert, also in Unternehmen, die mindestens ein Viertel ihrer Umsätze auf dem Wassersektor erwirtschaften. Darüber hinaus sind alle im Fonds enthaltenen Unternehmen dazu verpflichtet, in ihrer Produktion Wasser effizient zu nutzen. Berücksichtigt wird auch, wie sich die hergestellten Produkte auf den Wasserverbrauch auswirken.

 

So sind beispielsweise Anbieter wassersparender Sanitäranlagen genauso im Fonds vertreten wie ein Hersteller von Enzymen für Wachmittel, die einen geringeren Wasser- und Energieverbrauch bewirken. Die Auswahl der Unternehmen trifft ein Nachhaltigkeitsbeirat. Ausgeschlossen sind generell Unternehmen aus der Automobil- und Flugzeugindustrie sowie Betreiber von Atom- und Kohlekraftwerken. Die im Fonds enthaltenen Unternehmen werden in den periodischen Berichten veröffentlicht. Das Fondsmanagement steht mit den Unternehmen in direktem Austausch und nimmt sein Stimmrecht auf den Hauptversammlungen wahr.

 

 

Finanzstark: KBC Eco Fund Water

Mit einem Wertzuwachs von mehr als 74 Prozent in fünf Jahren geht der Wasseraktienfonds der belgischen KBC Asset Management S.A. als Sieger in der Finanzwertung hervor. Wie bei Swisscanto ist auch bei KBC eine Anlagedauer von mindestens acht Jahren ratsam. KBC musste mehrmonatige Verlustphasen hinnehmen, das Risiko eines Totalverlusts ist jedoch sehr unwahrscheinlich. Der Fonds enthält mindestens 75 Prozent Wasseraktien. Bei KBC sind das Unternehmen, die mindestens die Hälfte ihrer Umsätze im Wassersektor erwirtschaften oder Branchenprimus in ihrem Bereich sind.

 

Konkret enthalten sind beispielsweise Aktien des britischen Wasserversorgers United Utilities Waters aber auch das US Unternehmen TetraTech, das auch Umsätze mit der Atomindustrie generiert. Ausgeschlossen sind Unternehmen, die gegen Arbeitnehmerrechte verstoßen oder Menschenrechte verletzen. Ein unabhängiger Beirat überprüft die Auswahl der Aktiengesellschaften und kann Widerspruch erheben. KBC veröffentlicht die im Fonds enthaltenen Unternehmen in den periodischen Berichten, steht aber nicht in direktem Kontakt mit den Aktiengesellschaften. Die Stimmrechte auf Hauptversammlungen werden genutzt.

 

Aktualisierung Juli 2017:

 

Inzwischen hat KBC seine Geschäftstätigkeit in Deutschland komplett eingestellt. Es bleibt abzuwarten in wie weit die Fondsgesellschaft noch die Herausforderungen die durch das Investmentsteuerreformgesetz entstehen, annimmt. Sollte die steuerlichen Maßgaben ab 2018 nicht umgesetzt werden, so hätte dies für Anleger Nachteile. Die Grünes Geld Musterdepots Wasser wurden bereits angepasst und der Wasserfonds aus dem Hause KBC entfernt. Anleger die den Fonds außerhalb der Grünes Geld halten, sollten wachsam bleiben was die Entwicklung der Fonds und der Gesellschaft bringt und rechtzeitig andere Wasserfonds in die Analyse nehmen.

 

Vorbild in Sachen Nachhaltigkeit: Ökoworld Water for Life C

Eine akzeptable Wertentwicklung von rund 40 Prozent über fünf Jahre hat die Luxemburger Fondsgesellschaft Ökoworld Lux S.A. gezeigt. Auch bei diesem Fonds ist das Risiko eines Totalverlusts sehr unwahrscheinlich und auch hier empfiehlt sich aufgrund der zwischenzeitlichen Verlustphasen eine Anlagedauer ab mindestens acht Jahren. Waren die Kosten der Fonds von Swisscanto und KBC durchschnittlich und geringer, erhebt Ökoworld ab einem bestimmten Wertzuwachs eine Performancegebühr.

 

Ökoworld zeichnet sich durch einen besonders anspruchsvollen Nachhaltigkeitsansatz aus. Vom Fonds ausgeschlossen sind Unternehmen die im Zusammenhang mit Militär, Kinderarbeit, Atomenergie, Gentechnik und Tierversuchen stehen oder mit Zulieferern und Finanzgebern aus diesen Bereichen zusammenarbeiten. Zu diesen Nachhaltigkeitskriterien stellt Ökoworld auch eigenen Untersuchungen an.

 

Ökoworld stellt keine Mindestanforderungen an Wasserumsätzen bei den Gesellschaften innerhalb des Fonds. Stattdessen sind Unternehmen enthalten, die zu einem schonenden Umgang mit Wasser beitragen. Konkret sind das beispielsweise das chinesische Unternehmen CT Environmental, das Abwasser aus der Textilindustrie klärt, aber auch Aktienunternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien, da diese –im Gegensatz zu Kohle und Atomkraftwerken – nur wenig Wasser verbrauchen. Bei der Auswahl der Aktien wird Ökoworld von drei Wissenschaftlern unterstützt, die auf den Bereich Wasser spezialisiert sind. Die im Fonds enthaltenen Unternehmen werden in den periodischen Berichten ausführlich veröffentlicht. Ökoworld übt keine Stimmrechte auf Hauptversammlungen aus, steht aber mit den Unternehmen bei Bedarf in direktem Kontakt.

 

 

Auf den richtigen Wassermix achten

Aufgrund ihrer guten Wertentwicklung stellen nachhaltige Wasseraktienfonds längst kein Nischenprodukt mehr dar. Sie sind für viele Anleger eine attraktive Investitionsmöglichkeit. Vielleicht auch ein Anreiz für Menschen, die sich bislang noch nicht aktiv mit nachhaltigen Geldanlagen beschäftigt haben. Denn Investitionen in Wasserunternehmen zahlen sich nicht nur aus. Sie helfen auch dabei, gegen den weltweiten Wassermangel vorzugehen und das Menschenrecht auf den Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen zu verwirklichen. Ein Recht, das 2010 von den Vereinten Nationen (UNO) anerkannt worden ist.

 

Mit den drei Wasseraktienfonds im Musterdepot  gehen Anleger sicher, dass ethische und ökologische Standards verlässlich eingehalten werden und sie zugleich auf eine stabile und sichere Geldanlage vertrauen können. Denn hier kommt es auf die richtige Mischung an. Mit der Zusammenstellung aus dem bestbewerteten nachhaltigen Wasseraktienfonds, kombiniert mit einem besonders finanzstarken und einem besonders nachhaltigen Fonds, werden alle Kriterien an eine grüne Geldanlage berücksichtigt.

 

 

 

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Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

Wasser – Lebensgrundlage des blauen Planeten

Freitag, 29. Juli 2016
Zusammenfassung: Wasser ist Leben! Die Vereinten Nationen haben den Zugang zu sauberem Wasser als ein Menschenrecht anerkannt. Dennoch sind die Trinkwasservorräte der Erde in Gefahr. Verschmutzungen und zunehmende Privatisierung lassen Teile der Welt verdursten.

 

Hier geht es zu den 4 Teilen unserer Elemente-Serie: Erde, Luft, Wasser und Feuer

 

 

Wasser, kaum ein Element wird so stark mit dem Leben an sich in Verbindung gebracht. Denn ohne das kostbare Nass wäre kein Leben auf der Erde möglich. Der Körper eines erwachsenen Menschen besteht zu rund 70 Prozent aus Wasser. Ähnlich hoch ist der Anteil der Wassermassen auf der Erdoberfläche. Entsprechend wird unsere Erde auch der blaue Planet genannt. Das Wasser der Erde besteht fast ausschließlich aus Salzwasser. Lediglich 2,6 Prozent des Wassers existiert als Gletscher, Polareis der Arktis und Antarktis sowie Grönlandeis. Als Trinkwasser stehen nur 0,3 Prozent des weltweiten Wasservorkommens zur Verfügung.

 

Sauberes, klares Wasser - in vielen Regionen der Erde keine Selbstverständlichkeit.

Sauberes, klares Wasser – in vielen Regionen der Erde keine Selbstverständlichkeit.

Ein wichtiger Schatz, der sorgsam gehütet werden muss, denn die Weltbevölkerung nimmt stetig zu. Laut einer Prognose der UNO wird die Menschheit von aktuell rund 7 Milliarden bis zum Jahr 2050 auf rund 9,7 Milliarden angewachsen sein. Und die Wasserknappheit ist vielerorts schon Realität: Mehr als eine Milliarde Menschen in 80 Ländern müssen mit weniger als 20 Litern Wasser pro Tag auskommen, weniger als die Hälfte der Wassermindestforderung der UNO. Im Vergleich dazu verbraucht ein durchschnittlicher Haushalt in Deutschland täglich 130 Liter Wasser pro Person.

 

Bis vor wenigen Jahren gab es in der deutschen Sprache keinen Begriff für den Zustand, genug getrunken zu haben, also nicht mehr durstig zu sein. Erst 1999 nahm der Duden das Kunstwort „sitt“ als Entsprechung zu satt auf. Der Begriff konnte sich jedoch bislang nicht durchsetzen. Kein Wunder, gar keinen Durst (mehr) zu haben gilt nicht als natürlicher Zustand und ist vielmehr ein Begriff einer Überflussgesellschaft.

 

 

Menschenrecht auf Wasser

Seit 2010 gilt das Recht auf Zugang zu sauberem Wasser als ein Menschenrecht, das von der Vollversammlung der Vereinten Nationen anerkannt wird. Allerdings ist dieses Recht weder für die UN-Mitgliedstaaten bindend, noch einklagbar. Die offizielle Anerkennung ist damit eher ein Akt symbolischer Politik. Denn Schätzungen zufolge haben etwa 884 Millionen Menschen weltweit haben keinen Zugang zu einwandfreiem Trinkwasser. 2,6 Milliarden Menschen fehlt der Zugang zu grundlegenden sanitären Einrichtungen. Entsprechend sterben jährlich rund 1,5 Millionen Kleinkinder an Krankheiten aufgrund des verschmutzten Trinkwassers oder katastrophaler hygienischer Bedingungen, vielfach in Afrika. Daher ist der verbesserte Zugang zu sauberem Trinkwasser und zu grundlegenden sanitären Einrichtungen ein internationales und wichtiges Entwicklungsziel.

 

 

Verschmutztes Trinkwasser durch Raubbau an der Natur

Reines, klares Wasser, direkt aus der Quelle sprudelnd – diese Bilder von Wasser als Grundlage allen Lebens haben einen Riss bekommen. Verschiedene Faktoren haben dazu geführt, dass das Grundwasser verunreinigt ist und die überlebenswichtigen Wasservorräte unbrauchbar gemacht werden.

 

Sonderkonditionen mit den Grünes Geld NewsEine große Bedrohung der Trinkwasserreserven weltweit resultiert aus der industriellen Landwirtschaft und dem damit verbundenen hohen Einsatz von Düngemitteln, Pestiziden. Hinzu kommt die Belastung durch enorme Mengen von Gülle durch die Massentierhaltung. Aus diesem Bereich stammt auch die Verschmutzung des Wassers durch Antibiotika und andere Medikamente.

 

Weitere Bausteine zur Verschmutzung des Wassers liefern Industrie und Bergbau. Während in den westlichen Industrienationen Wasserschutz ein gesellschaftlich stark akzeptiertes Thema ist und die Wasserqualität in Flüssen und Seen in den letzten Jahrzehnten teilweise massiv verbessert werden konnte, existieren gerade in ärmeren Ländern kaum gesetzliche Regeln zum Schutz des Wassers. So ist beispielsweise die Verschmutzung des Trinkwassers durch die Kleiderfabriken in Asien enorm.

 

Bergbau, Erdölförderung, Fracking – wo immer fossile Energieträger aus dem Boden geholt werden, sind die Belastungen für die Wasservorkommen hoch. Zum einen werden direkt große Mengen an Wasser für den Abbau verbraucht, zum anderen verschmutzen eingesetzte und freigesetzte Schwermetalle und Chemikalien das Trinkwasser.

 

 

Bodenschätze bringen keinen Wohlstand vor Ort

Knappe Trinkwasservorkommen bedrohen Mensch und Natur.

Knappe Trinkwasservorkommen bedrohen Mensch und Natur.

Eine neue Dimension hat der Abbau von Lithium ins Spiel gebracht. Das Leichtmetall ist ein wichtiger und damit wertvoller Bestandteil von Akkus und Batterien in Mobiltelefonen und Computern. 85 Prozent der weltweiten Lithium-Vorkommen liegen in Südamerika. Dort werden sie durch aufwändige Verdunstungsverfahren aus dem Grundwasser entnommen. Die hohe Verdunstung lässt den Grundwasserspiegel sinken, bringt das ökologische Gleichgewicht zum Wanken und führt zu einer Verknappung des Trinkwassers.

 

Ebenso problematisch ist der Abbau von Gold. Denn heutzutage waschen Goldsucher nicht mehr mit einem Sieb am Klondike sondern führen großflächige Sprengungen in Südamerika durch und waschen Gold mit Hilfe giftiger Cyanide aus dem Gestein. Durch die Reaktion der Chemikalien mit der Luft entsteht Schwefelsäure. So wird das Grundwasser vergiftet und dauerhaft ungenießbar gemacht.

 

Trotz der wertvollen Rohstoffe in den Ländern kommt dieser Reichtum nicht der Bevölkerung zugute. Vielfach agieren hier internationale Konzerne bei denen die wirtschaftliche Nutzung der Rohstoffe im Vordergrund steht, nicht aber der Schutz von Mensch und Natur. Entsprechend verliert die lokale Bevölkerung nicht nur ihre ökologische Lebensgrundlage, sie zieht auch keinerlei finanziellen Nutzen aus dem Verkauf der lokalen Bodenschätze, nur ein verschwindend geringer Prozentsatz der Erträge bleibt im Land.

 

Wenn die Wasservorräte der Welt durch Raubbau und Verschmutzung weiter reduziert werden, ist das eine ökologische Katastrophe. Und nicht nur das: Durch den ungerechten Zugang zu sauberem Wasser und der ungleichen Verteilung dieser lebenswichtigen Ressourcen werden soziale Ungleichheiten weiter festzementiert und bestehende Machtstrukturen gestärkt. Der Kampf um das Wasser ist auch ein Grund für Vertreibung, Flucht und Kriege.

 

 

Privatisierung von Wasserrechten

Wasservorkommen zu privatisieren und wirtschaftlich zu nutzen ist das Ziele einiger internationaler Konzerne, wie beispielsweise dem Schweizer Lebensmittelhersteller Nestlé. Das Unternehmen ist Marktführer für Trinkwasser in Flaschen, hat bereits in vielen Regionen der Erde Ländereien und Wasserrechte gekauft, was in Afrika ohne besondere behördliche Hürden leicht möglich ist. Doch gerade in diesen Regionen ist Wasser knapp. Durch den Besitz von Land, kommen auch Flüsse, Quellen und das Grundwasser in private Hände. Mit dieser Privatisierung des Wassers verhindern die Konzerne den öffentlichen und freien Zugriff auf das Lebenselixier. Entsprechend erfahren regionale Kleinbauern in Afrika einen existenziellen Schaden, denn die Landwirtschaft ist von der Bewässerung abhängig. Der Zugang zu sauberem Wasser ist in den armen Ländern Mittelamerikas bereits sehr schwierig. So geben beispielsweise Familien in El Salvador und Nicaragua rund zehn Prozent ihrer Einkünfte für Wasser aus.

 

 

Wasserinvestments – Kein Tropfen auf den heißen Stein

Sauberes Wasser erhalten und Menschen zugänglich zu machen ist eine elementare ethische Aufgabe. In Wasser zu investieren ist daher nicht nur eine interessante Geldanlage sondern eine Investition in die Zukunft des blauen Planeten.

 

Die Möglichkeiten sind in diesem Bereich vielfältig. Nachhaltige Wasserfonds sind strengen ethischen Kriterien verpflichtet. Investiert wird hier in vorbildliche und erfahrene Unternehmen aus den Bereichen Wasserversorgung, Meerwasserentsalzungsanlagen, Filtersystemen und Kläranlagen, aber auch effiziente Rohrleitungssysteme.

 

Im Grünes Geld Musterdepot Wasser sind Investmentfonds bewährter Anbieter enthalten, welche die Anforderungen an ethisch-ökologische Geldanlagen erfüllen und für Anleger eine interessante Rendite versprechen.

 

Das Thema Wasser begleitet uns. Hier haben wir Tipps zum sparsamen Umgang mit Wasser recherchiert und wir stellen Ihnen besonders empfehlenswerte Angebote vor.

 

 

Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

 

Exklusiv-Interview mit Dr. Wagner von Swisscanto über Water Invest

Mittwoch, 09. März 2016

 

Die Schweizer Anlagegesellschaft Swisscanto ist einer der langjährigsten Anbieter nachhaltiger Geldanlageprodukte in Deutschland. Ihr Auswahlprozess gilt als streng und ausgereift, ihre Angebote vereinen Ökologie mit guten finanziellen Ergebnissen.

 

Verantwortlich für die nachhaltigen Angebote ist seit vielen Jahren der Physiker und Chartered Financial Analyst Dr. Gerhard Wagner, ein anerkannter Nachhaltigkeitsexperte, der unter anderem mehrere Jahre als Wissenschaftler im Bereich Klimaphysik arbeitete.

 

Dr. Wagner stellte sich den Fragen von Grünes Geld in einem exklusiven Interview mit Bezug auf den Swisscanto Global Water Invest, einem der wichtigsten und größten Wasser-Investmentfonds in Deutschland.

 

 

 

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Grünes Geld: Herr Wagner, das Thema Wasser-Investment ist kein genormter Begriff. Wie interpretiert Swisscanto das Thema, wie lange gibt es den Fonds bereits und inwieweit hat sich die Strategie des Fonds im Laufe der Jahre geändert?

 

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Interviewpartner Dr. Wager (Bild: Swisscanto)

Für die Swisscanto steht beim Thema Wasser die Frage im Mittelpunkt, wie die Wassernachfrage gesenkt werden kann.

 

Die Wassernachfrage hat sich aufgrund des Wirtschafts- und Bevölkerungswachstums über die letzten hundert Jahre ungefähr versiebenfacht, was einem jährlichen Wachstum von 2 Prozent entspricht.

 

Wir investieren somit in Unternehmen, die einen Beitrag leisten das Wirtschaftswachstum von der Wassernachfrage zu entkoppeln.

Die Technologien stehen dafür bereit. Unseren Fonds gibt es seit 2007.

 

Grünes Geld: Swisscanto ist seit vielen Jahren im Bereich sozial-ökologischer Konzepte tätig. Inwieweit werden solche Kriterien auch beim Water Invest angewendet, oftmals einem Schwachpunkt bei Themenfonds?

 

Beim Swisscanto (LU) EF – Global Water Invest werden die gleichen sozialen, ökologischen und finanziellen Kriterien angewendet wie bei den anderen nachhaltigen Anlageprodukten der Swisscanto.

 

Wenn ein Wassertechnologieunternehmen beispielsweise gleichzeitig ein Waffenproduzent ist, dann wird in dieses Unternehmen nicht investiert.

 

 

 

Grünes Geld: Wir merken bei unseren Anlegern immer wieder eine kritische Haltung bezüglich des Verkaufs öffentlicher Wasserinfrastruktur an private Anbieter. In dem Zusammenhang gibt es über die beiden Konzerne Veolia und Suez negative Berichte – trotzdem setzen Sie als eine der größten Positionen auf Suez. Aus welchen Gründen nehmen Sie solche umstrittene Unternehmen als eine der Top-Positionen auf?

 

Grundsätzlich teilen wir die Einschätzung, dass der Verkauf von öffentlicher Wasserinfrastruktur kritisch beurteilt werden muss. Es gibt zahlreiche negative aber auch viele positive Beispiele.

 

Gute Geldanlage: Musterdepots Vermögensaufbau bei Grünes GeldEntscheidend sind aus unserer Sicht die regulatorischen Rahmenbedingungen. Sie bestimmen, wie viel Geld letztendlich in die Wasserinfrastruktur investiert wird und was dann ein angemessener Wasserpreis für die Endkunden ist.

 

Aus unserer Sicht ist das regulatorische Umfeld in Großbritannien vorbildlich. In Südamerika sehen wir bei den regulatorischen Rahmenbedingungen teilweise noch Verbesserungsbedarf.

 

Die Konzerne Suez und Veolia, die global tätig sind, schneiden gemäß unserer Analysen positiv ab. Veolia beispielsweise ist in China Marktführer bei der Behandlung von wassergefährdenden Abfällen, was aus unserer Sicht ein wichtiger Wachstumsmarkt mit großem gesellschaftlichen Nutzen ist.  

 

 

 

Grünes Geld:  Bei der Wertentwicklung über die letzten Jahre ist Ihr Fonds sehr gut. Im letzten Jahr ist er gegenüber wichtigen Wettbewerbern im Wasser-Anlagebereich wie Pictet, JSS oder RebecoSAM etwas ins Hintertreffen geraten. Waren das die Zufälle der Börse oder welche Erklärung haben Sie dazu? Wie begann das Jahr 2016?

 

Im Jahr 2015 haben wir aufgrund unserer Investitionen in zyklische Industriewerte Einbußen hinnehmen müssen. Bei diesen Unternehmen blieben teilweise die Auftragseingänge hinter unseren Erwartungen zurück. Rückwirkend hätten wir mehr Investitionen in defensivere Geschäftsmodelle wie zum Beispiel Wasserversoger haben sollen.

 

Der Beginn des Jahres 2016 begann in absoluten Zahlen schwierig, da es an den Aktienmärkten zu einer deutlichen Korrektur kam. Relativ zu den weltweiten Aktienmärkten gemessen am MSCI World entwickelte sich der Fonds mit einer deutlichen Outperformance sehr gut.  

 

[Anmerkung der Redaktion: Zum Zeitpunkt der letzten Überarbeitung dieses Artikels am 7. Februar 2017 war die 12-Monatsperformance des Swisscanto (LU) EF – Global Water Invest mit 17,12 Prozent sehr gut. Wer also aufgrund des Interviews vom 9. März 2016 investierte, kann sich heute sicherlich freuen. Er half der Welt und seinem Geldbeutel.]

 

Grünes Geld: Herr Dr. Wagner, wir danken Ihnen für Ihre Antworten.

 

 

 

 

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Gerhard Wagner, Leiter Team ESG Solutions, Mitglied der Direktion

 

Gerhard Wagner ist seit 2008 bei der Zürcher Kantonalbank (ex Swisscanto) im Asset Management im Bereich ESG Solutions tätig. Er ist Senior Portfolio Manager und als Co-Manager verantwortlich für die nachhaltigen Swisscanto Kollektivanlagen (Anlagefonds, Anlagegruppen) und Mandate, welche nach dem Green Invest- und dem Responsible Invest-Ansatz geführt werden. Subsumiert sind dies die Equity Green Invest, -Water Invest, -Climate Invest, Green Invest Emerging Markets sowie die Responsible Invest  Strategien.

Herr Wagner ist ein anerkannter Experte in der Bewirtschaftung von nachhaltigen Anlagen und leitete zuletzt bei UBS das SRI-Team. Von 1994 bis 2001 arbeitete er als Wissenschaftler an der ETH/EAWAG im Bereich Klimaphysik.

Gerhard Wagner schloss sein Physikstudium an der Universität Konstanz ab. Anschliessend doktorierte er in Naturwissenschaften (Dr. rer. nat.) an der ETH Zürich. Im Jahr 2006 erwarb er das Diplom zum Chartered Financial Analyst (CFA).

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.