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Exklusiv-Interview mit Dr. Wagner von Swisscanto über Water Invest

Mittwoch, 09. März 2016

 

Die Schweizer Anlagegesellschaft Swisscanto ist einer der langjährigsten Anbieter nachhaltiger Geldanlageprodukte in Deutschland. Ihr Auswahlprozess gilt als streng und ausgereift, ihre Angebote vereinen Ökologie mit guten finanziellen Ergebnissen.

 

Verantwortlich für die nachhaltigen Angebote ist seit vielen Jahren der Physiker und Chartered Financial Analyst Dr. Gerhard Wagner, ein anerkannter Nachhaltigkeitsexperte, der unter anderem mehrere Jahre als Wissenschaftler im Bereich Klimaphysik arbeitete.

 

Dr. Wagner stellte sich den Fragen von Grünes Geld in einem exklusiven Interview mit Bezug auf den Swisscanto Global Water Invest, einem der wichtigsten und größten Wasser-Investmentfonds in Deutschland.

 

 

 

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Grünes Geld: Herr Wagner, das Thema Wasser-Investment ist kein genormter Begriff. Wie interpretiert Swisscanto das Thema, wie lange gibt es den Fonds bereits und inwieweit hat sich die Strategie des Fonds im Laufe der Jahre geändert?

 

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Interviewpartner Dr. Wager (Bild: Swisscanto)

Für die Swisscanto steht beim Thema Wasser die Frage im Mittelpunkt, wie die Wassernachfrage gesenkt werden kann.

 

Die Wassernachfrage hat sich aufgrund des Wirtschafts- und Bevölkerungswachstums über die letzten hundert Jahre ungefähr versiebenfacht, was einem jährlichen Wachstum von 2 Prozent entspricht.

 

Wir investieren somit in Unternehmen, die einen Beitrag leisten das Wirtschaftswachstum von der Wassernachfrage zu entkoppeln.

Die Technologien stehen dafür bereit. Unseren Fonds gibt es seit 2007.

 

Grünes Geld: Swisscanto ist seit vielen Jahren im Bereich sozial-ökologischer Konzepte tätig. Inwieweit werden solche Kriterien auch beim Water Invest angewendet, oftmals einem Schwachpunkt bei Themenfonds?

 

Beim Swisscanto (LU) EF – Global Water Invest werden die gleichen sozialen, ökologischen und finanziellen Kriterien angewendet wie bei den anderen nachhaltigen Anlageprodukten der Swisscanto.

 

Wenn ein Wassertechnologieunternehmen beispielsweise gleichzeitig ein Waffenproduzent ist, dann wird in dieses Unternehmen nicht investiert.

 

 

 

Grünes Geld: Wir merken bei unseren Anlegern immer wieder eine kritische Haltung bezüglich des Verkaufs öffentlicher Wasserinfrastruktur an private Anbieter. In dem Zusammenhang gibt es über die beiden Konzerne Veolia und Suez negative Berichte – trotzdem setzen Sie als eine der größten Positionen auf Suez. Aus welchen Gründen nehmen Sie solche umstrittene Unternehmen als eine der Top-Positionen auf?

 

Grundsätzlich teilen wir die Einschätzung, dass der Verkauf von öffentlicher Wasserinfrastruktur kritisch beurteilt werden muss. Es gibt zahlreiche negative aber auch viele positive Beispiele.

 

Gute Geldanlage: Musterdepots Vermögensaufbau bei Grünes GeldEntscheidend sind aus unserer Sicht die regulatorischen Rahmenbedingungen. Sie bestimmen, wie viel Geld letztendlich in die Wasserinfrastruktur investiert wird und was dann ein angemessener Wasserpreis für die Endkunden ist.

 

Aus unserer Sicht ist das regulatorische Umfeld in Großbritannien vorbildlich. In Südamerika sehen wir bei den regulatorischen Rahmenbedingungen teilweise noch Verbesserungsbedarf.

 

Die Konzerne Suez und Veolia, die global tätig sind, schneiden gemäß unserer Analysen positiv ab. Veolia beispielsweise ist in China Marktführer bei der Behandlung von wassergefährdenden Abfällen, was aus unserer Sicht ein wichtiger Wachstumsmarkt mit großem gesellschaftlichen Nutzen ist.  

 

 

 

Grünes Geld:  Bei der Wertentwicklung über die letzten Jahre ist Ihr Fonds sehr gut. Im letzten Jahr ist er gegenüber wichtigen Wettbewerbern im Wasser-Anlagebereich wie Pictet, JSS oder RebecoSAM etwas ins Hintertreffen geraten. Waren das die Zufälle der Börse oder welche Erklärung haben Sie dazu? Wie begann das Jahr 2016?

 

Im Jahr 2015 haben wir aufgrund unserer Investitionen in zyklische Industriewerte Einbußen hinnehmen müssen. Bei diesen Unternehmen blieben teilweise die Auftragseingänge hinter unseren Erwartungen zurück. Rückwirkend hätten wir mehr Investitionen in defensivere Geschäftsmodelle wie zum Beispiel Wasserversoger haben sollen.

 

Der Beginn des Jahres 2016 begann in absoluten Zahlen schwierig, da es an den Aktienmärkten zu einer deutlichen Korrektur kam. Relativ zu den weltweiten Aktienmärkten gemessen am MSCI World entwickelte sich der Fonds mit einer deutlichen Outperformance sehr gut.  

 

[Anmerkung der Redaktion: Zum Zeitpunkt der letzten Überarbeitung dieses Artikels am 7. Februar 2017 war die 12-Monatsperformance des Swisscanto (LU) EF – Global Water Invest mit 17,12 Prozent sehr gut. Wer also aufgrund des Interviews vom 9. März 2016 investierte, kann sich heute sicherlich freuen. Er half der Welt und seinem Geldbeutel.]

 

Grünes Geld: Herr Dr. Wagner, wir danken Ihnen für Ihre Antworten.

 

 

 

 

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Gerhard Wagner, Leiter Team ESG Solutions, Mitglied der Direktion

 

Gerhard Wagner ist seit 2008 bei der Zürcher Kantonalbank (ex Swisscanto) im Asset Management im Bereich ESG Solutions tätig. Er ist Senior Portfolio Manager und als Co-Manager verantwortlich für die nachhaltigen Swisscanto Kollektivanlagen (Anlagefonds, Anlagegruppen) und Mandate, welche nach dem Green Invest- und dem Responsible Invest-Ansatz geführt werden. Subsumiert sind dies die Equity Green Invest, -Water Invest, -Climate Invest, Green Invest Emerging Markets sowie die Responsible Invest  Strategien.

Herr Wagner ist ein anerkannter Experte in der Bewirtschaftung von nachhaltigen Anlagen und leitete zuletzt bei UBS das SRI-Team. Von 1994 bis 2001 arbeitete er als Wissenschaftler an der ETH/EAWAG im Bereich Klimaphysik.

Gerhard Wagner schloss sein Physikstudium an der Universität Konstanz ab. Anschliessend doktorierte er in Naturwissenschaften (Dr. rer. nat.) an der ETH Zürich. Im Jahr 2006 erwarb er das Diplom zum Chartered Financial Analyst (CFA).

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Blaues Gold für Ihr Depot–Jetzt Einstiegskurse nutzen

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Wasser ist für uns alle überlebensnotwendig. Unternehmen, die helfen die Weltbevölkerung mit sauberem und frischem Wasser zu versorgen, werden die Gewinner der nächsten Jahre sein. Investieren Sie jetzt mit unserem Musterdepot Wasser in diese Branche und nutzen Sie die Kursrückgänge der letzten Zeit. Übrigens, bei unseren Musterdepots werden die Unternehmen auch nach sozialen und ethischen Gesichtspunkten durchleuchtet, bevor eine Investition erfolgt. Mit Ihren Geldanlagen wird Sinnvolles unterstützt und Sie erzielen eine sprudelnde Rendite. So wurden aus einer Anlagesumme von 10.000€ in den letzten fünf Jahren 17.655€.

 

 

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Im Vergleich zum April dieses Jahres erwerben Sie die Anteilspreise der Wasserfonds jetzt mit einem um bis zu 25 Prozent günstigeren Preis. Dabei ist der langfristige Trend für Kurssteigerungen durchaus intakt. Nutzen Sie die Chance die sich Ihnen jetzt bietet. Charttechnisch ist zu entnehmen, dass der Rückgang der Kurse gestoppt ist und die Fonds wieder im Aufwärtstrend liegen. Die Wertentwicklung auf Jahressicht überzeugt mit einem Zuwachs von 11,94%, trotz der zwischenzeitlichen  Schwächephase. Für Anleger bietet sich die Chance mittelfristig das Thema Wasser in ihre Geldanlage mit aufzunehmen. In den vergangenen fünf Jahren freuten sich Wassersparer über eine Rendite von 81,46 Prozent Performance. Charts WasserfondsDer Ausblick für die weitere Entwicklung ist positiv.  Das Thema Wasserinvestments mit den Unterbereichen Wasserinfrastruktur, Wasseraufbereitung, Wassereinsparung, Wassergewinnung und einige Themen mehr, wird in den nächsten Jahren immer wichtiger werden. Eine wachsende Weltbevölkerung und stärkere Wasserverschmutzung führen zu mehr Bedarf an innovativen Lösungen um die Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten oder auszubauen.

 

Die im Musterdepot Wasser enthaltenen Werte wenden ethische- und ökologische Kriterien an, bevor ein Investment in die einzelnen Wasserunternehmen erfolgt. So legt beispielsweise der KBC Eco Funds mindestens 75% seines Vermögens in Aktien von Firmen an, die auf nachhaltige und sozialverträgliche Weise in dem Themenkreis Wasser aktiv sind. Es handelt sich dabei unter anderem um: Wasser- und Abwasseranlagen,  Ingenieur- und Beratungsagenturen, Wasserbehandlungstechnologie, Umweltverwaltung und diverse Anlagen. Beurteilt werden die Unternehmen anhand von positiven Kriterien bzw. Ausschlusskriterien.  Bei diesen Kriterien geht es unter anderem um die Umwelt, Menschenrechte, Waffenhandel und -produktion sowie Kernenergie. Um dies zu gewährleisten, arbeitet ein spezialisiertes Untersuchungsteam von KBC Asset Management mit unabhängigen Experten zusammen.

 

Nutzen Sie jetzt die Gelegenheit Wasser als Bereicherung für Ihre Geldanlagen mit aufzunehmen. Unter Berücksichtigung von ethisch- und ökologischen Kriterien freut man sich über sprudelnde Renditen doppelt.

 

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Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

Wie Wassermangel die Geldanlage beeinflussen kann

Donnerstag, 07. Mai 2015

Klimawandel, Bevölkerungswachstum und extensive Landwirtschaft führen zu Wassermangel. Wasseraktien in der Nachhaltigen Geldanlage sorgen für eine Finanzierung der Unternehmen die eine sparsame Verwendung des blauen Goldes forcieren.

 

Obwohl ich in vielen ökologischen Themen informiert bin, hat mich persönlich vor einigen Tagen eine Dokumentation auf Arte über den Wassermangel in Zentralasien erschüttert. Die Länder an den Oberläufen der Flüsse und mit Stauseen besitzen auch die Macht. Die “Unterlieger” Kasachstan, Usbekistan und Turkmenistan werden vom Wassermangel krisengeschüttelt. Das Ausmaß des Wassermangels wird besonders deutlich, wenn man den Aralsee betrachtet. Auf einen Bruchteil der Fläche von einst vertrocknet, blieben ehemals blühende Hafenstädte verwaist und als tote Salzwüste mit vergifteten Böden zurück.  Nicht nur Ökologisch sondern auch Ökonomisch ein Desaster.

 

Weit westlich davon in den USA ächzt Kalifornien unter einer historischen Trockenheit. Es wurde erstmals eine Verfügung erlassen, die den Wasserverbrauch von Privathaushalten um 25% senken soll. Insbesondere leidet die Landwirtschaft, welche für etwa 80 des Wasserverbrauchs verantwortlich ist. Seit 2011 hat es in weiten Teilen des Landes nicht mehr geregnet. Eine Analyse von Bäumen und deren Wachstumsringen zeigt, dass es seit etwa 1200 Jahren nicht mehr so trocken war. Der Colorado River führt inzwischen nur noch 59 Prozent der normalen Kapazität. Neu sind Trockenperioden allerdings nicht. Bereits in den 1930er Jahren kam es in Oklahoma bis hinauf in das kanadische Saskatchewan zu Sandstürmen und Dürre. Folge davon war eine Völkerwanderung innerhalb des Landes nach Kalifornien.

 

Landesweit wird in China das Abwasser immer stärker zum Problem. Das Umweltministerium in Peking stellt ambitionierte Ziele heraus um die Wasserverschmutzung einzudämmen. Bis Ende 2030 sollen fünf der sieben wichtigsten Flüsse Chinas sauberes Wasser führen. Durchgesetzt werden soll dies mit riesigen Investitionen in Kläranlagen, Anlagen zur Trinkwassergewinnung und Abwasserbewirtschaftung vor allem im Westen des Landes. Strikte Strafen sollen Verstöße und Verschmutzungen ahnden. Etwa 500 Milliarden Yuan (ca. 76 Milliarden Euro) sollen 2015 in die Entwicklung der Wasserinfrastruktur gehen, 12 Milliarden mehr als bereits im Laufe des Jahres 2014 investiert wurden. Man rechnet mit einem jährlich zunehmenden Wasserverbrauch von durchschnittlich 2,4 Prozent.

 

Dürre im Südwester der USA

Dürre im Südwester der USA

 

Auch in anderen Teilen der Erde gibt es rund um das Thema Wasser Baustellen. So verfügt noch etwa rund eine Milliarde Menschen über keinen Zugang zu sauberem Wasser. Weitere zwei Milliarden leiden unter Wassermangel. Laut Schätzungen des World Economic Forum und der OECD müssten schätzungsweise weltweit jährlich 1,3 Billionen USD investiert werden um die Wasserinfrastruktur zu erneuern oder auszubauen. Um eine adäquate Abwasser-Infrastruktur zu erhalten wären jährlich weitere 772 Milliarden US-$ nötig.

Technischer Fortschritt dürfte im Wassersektor eine entscheidende Rolle spielen um mehr Menschen mit der kostbaren Ressource zu versorgen. Insbesondere in Ländern mit Zugang zum Meer könnten Entsalzungsanlagen einen Teil des Wasserbedarfs decken. Doch bislang sind hierfür die Kosten sehr hoch. So soll nach 18 Jahren Planungs- und Genehmigungsphase in San Diego eine der größten Meerwasser-Entsalzungsanlage der Erde Ende 2015 in Betrieb gehen. Derzeit gibt es weltweit etwa 21.000 Anlagen mit einer täglichen Kapazität von 14 Milliarden Litern.

 

Die Problematik der Wasserknappheit und ihre Lösung bietet für Anleger Chancen. Wasserinvestments sollten Anleger als langfristige Investition und als Beimischung zur breiteren Anlage ansehen. Gerade Infrastrukturprojekte sind abhängig von den jeweiligen Staatsfinanzen. Die Anbieter von Ausstattung und Hersteller von Anlagen sind daher als risikoreicher einzustufen. Aus diesem Grund bietet es sich an, mehr auf Fonds als Anlageform zu setzen als das Einzelaktienrisiko einzugehen. Der größte aktive Fonds ist Pictet Water Funds mit einem Volumen von 3,2 Mrd. Euro. Im Grünes Geld Musterdepot Wasser befinden sich Fonds die zusätzlich zum Themenschwerpunkt Wasser auch noch auf ethische Auswahlkriterien setzen.

 

 

Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

Wasser Investment: China zeigt den enormen Bedarf

Montag, 07. April 2014

China ist das bevölkerungsreichste Land der Erde. Aufgrund des hohen Wirtschaftswachstums und der Urbanisierung wird in China die Wasserknappheit und die Wasserverschmutzung zu einem immer ernsteren Problem. Um den Wohlstand auch langfristig zu sichern und die Gesundheit der Bevölkerung nicht weiter zu gefährden, muss das chinesische Wirtschaftsmodell in Richtung Nachhaltigkeit umgewandelt werden. Entsprechend hat sich die Regierung ehrgeizige Ziele in den Bereichen Wasserqualität und Wassereffizienz gesetzt. Davon profitieren entsprechend aufgestellte Wasserfirmen mit Angeboten in diesen Bereichen, so das „Sutainable Investment Spotlight“ des Sustainable Investment Research der Bank J. Safra Sarasin.

 

Werft an verschmutztem Yangtse

Die Wasserqualität Chinas muss verbessert werden (hier: Werft am Yangtse, Foto Dieter Schütz / pixelio.de)

Pro Person beträgt die Wasserverfügbarkeit nur 2.100 m³ in China – das ist lediglich 1/3 des weltweiten Durchschnitts. Doch das ist nicht das wesentliche Problem in China. Es geht um die ungleiche Verteilung im nach der Fläche viertgrößten Land der Erde. Der Norden ist in China wesentlich trockener als der Süden. Trotzdem wird der Norden intensiv genutzt. So befinden sich 2/3 der landwirtschaftlichen Flächen im Norden und rund 50% des Bruttoinlandproduktes werden hier erwirtschaftet. Die 70% der Wasserreserven des Südens müssten also besser im Norden sein. Da im Westen der gebirgige und schwer nutzbare Teil Chinas liegt konzentriert sich die Bevölkerungsdichte primär auf den Osten. Entsprechend ist auch die Wasserknappheit im Nord-Osten am stärksten.

 

Wie auch im Reset der Welt, so verbraucht auch in China die Landwirtschaft die größten Wassermengen – nach Angaben des National Bureau of Statistics, China, waren das im Jahre 2010 61%, während der Beitrag zum BIP in China nur rund 10% beträgt (kommend von 15% im Jahr 2000). Besonders bedenklich: nicht nur das Bevölkerungswachstum an sich hat den Bedarf an landwirtschaftlich nutzbaren Flächen steigen lassen, sondern auch die veränderten Lebensbedingungen. Denn der höhere Kalorienbedarf und der höher Fleischverzehr pro Kopf führen dazu, dass die Landwirtschaft immer mehr bewässerungsintensive Flächen erschließen musste.

 

Ein weiterer großer Abnehmer für Wasser in China ist die Stromerzeugung, denn dort werden für die Kühlungsprozesse große Mengen Wasser benötigt – speziell bei Kohle-, Kernkraft- und Gaskraftwerken). Der Ausbau der Kraftwerksparks in China verläuft entsprechend der zunehmenden Bevölkerung, des zunehmenden Wohlstands und der zunehmenden Industrialisierung kontinuierlich. China baut dabei sowohl im Bereich der Erneuerbaren Energien zu, aber auch im Bereich konventioneller Kraftwerke.

 

Außerdem ist die Urbanisierung ein Treiber der Wasserproblematik. Während 1982 nur 20% der Bevölkerung Chinas in Städten lebten, sind es 2011 schon 51%. Und der Trend geht weiter, bis 2030 sollen es weitere 300 Millionen Menschen mehr sein. Das Problem: Städter haben einen wesentlich höheren Wasserverbrauch als die Landbevölkerung. Die Infrastruktur der Städte ist auf diesen Anstieg bei weitem nicht ausgelegt.  So geben nach Angaben der UNO bereits heute 33% der 661 Städte Chinas an, unter Wasserknappheit zu leiden. „Erhebliche Wasserknappheit“ liegt vor bei 17% der Städte.

 

Doch Knappheit ist nur ein Problem. Das andere ist die erhebliche Verschmutzung von Chinas Wasser. Laut der FAO sind 80% der Flüsse in einem solch verschmutzten Zustand, dass in Ihnen keine Fische mehr leben können. Aber nicht nur das Flußwasser, auch das Trinkwasser ist erheblich verschmutzt. Laut der chinesischen Regierung sind 57% des Grundwasser schwerwiegend kontaminiert. Hintergrund: weiterhin werden Industrieabwässer und kommunale Abwässer ungereinigt abgeleitet. Umweltvorschriften dazu existieren zwar, werden aber nicht kontrolliert. Die schädlichen Folgen für Mensch, Natur und Tierwelt sind gewaltig.

 

Nach Jahrzehnten des Wirtschaftswachstums hat im aktuellen Fünfjahresplan (2011 bis 2015) nun auch Wasserverfügbarkeit und -qualität eine wichtige Rolle eingenommen:

 

 

 

Ziele China Wasserqualität

Wichtige Wasser-Ziele im aktuellen Fünfjahresplan Chinas (Grafik: Grünes Geld GmbH, Quelle: J. Safra Sarasin)

 

 

 

Dass es die Regierung ernst meint, zeigt sich auch an einem mit 238 Milliarden Euro ausgestatteten Förderprogramm oder in der gezielten Schließung von alten Produktionsstätten. 

 

Entsprechend ergeben sich auch Chancen für Wasserfirmen, zum Beispiel im Bereich der Abwasseraufbereitung. Während nämlich die Wasserversorger traditionell in staatlicher Hand sind, können bei der Wasseraufbereitung auch privatwirtschaftliche Unternehmen eine Rolle spielen. So ergeben sich jährliche Steigerungsraten für die Abwasseraufbereitungskapazität von 17% (!) im Zeitraum bis 2013 bis 2015.

 

Ein anderes Feld mit großem Potenzial ist die Effizienzsteigerung bei der Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen. Denn chinesische Landwirte bewässern ihre Flächen üblicherweise durch Überflutung – eine Methode, die 20 bis 40% mehr Wasser verbraucht als die modernen Standards entsprechende Tröpfchen- oder Sprinklerbewässerung. Hindernisse für eine weitere Verbreitung von solchen Anlagen waren die noch sehr günstigen Wasserpreise in China, die die Regierung aber nun dem wahren Wert von Wasser entsprechend, erhöhen wird.

 

Die Industrie ist der zweitgrößte Wasserverbraucher in China – aber der größte Wasserverschmutzer. Für die Säuberung des Abwassers ist die Industrie auf Filtertechniken und spezielle Chemiekalien angewiesen. Die Produktion dieser Chemikalien hat in den Jahren 2005 bis 2010 um 12% pro Jahr zugelegt und erreicht mittlerweile einen Umsatz von rund 1 Millarde Euro jährlich – Tendenz weiter stark steigend.

 

Aber nicht nur für „weiche Faktoren“ ist das Wasser-Thema ein Risiko. Auch die Wirtschaft leidet darunter – die Weltbank spricht von einer Reduktion des chinesischen BIP um 2,3% pro Jahr durch Wasserknappheit (1,3%) und durch Wasserverschmutzung (1,0%). Begründet sind die Wirtschaftsminderleistungen unter anderem durch Unsicherheiten im Bereich der Wasserzuliefererkette, den Gesundheits- und Sicherheitsrisiken für Mitarbeiter und Kunden sowie durch das Risiko von stiegenden operativen Kosten aufgrund teurer Wasseraufbereitungsmaßnahmen. 

 

Wasserkrise China: BIP wird spürbar reduziert

Weltbank: China verliert 2,3% des BIP jährlich durch Wasserkrise (Grafik: Grünes Geld GmbH)

 

 

 

 Natürlich betrifft dies besonders die Sektoren, die viel mit Wasser zu tun haben:

 

– Nahrungsmittelproduktion

– chemische Industrie

– Papierherstellung

– Rohstoffabbau oder

– Energieversorgung

 

Die Wasserkosten werden wohl weiterhin steigen, so wie das auch Ziel der chinesischen Staatsregierung ist. Bereits zwischen 2001 und 2013 stiegen zum Beispiel die Abwasserpreise in China um 10% jährlich. Generell ist unklar, wie China’s Regierung die Kosten verteilen will. Nimmt das Bespiel Elektrizitätsreform zur Hand, dann werden über Gebühren alle Wasserverbraucher zur Kasse gebeten. Das würde also auch die Industrie und die Landwirtschaft treffen.

 

Wer in Wasserfirmen, die ja eine beeindruckende Perspektive vor sich haben, investieren möchte, muss bei der Titelauswahl viele wirtschaftliche, politische, finanzielle, soziale und ökologische Aspekte beachten. Speziell der Bereich der Corporate Governance ist bei Wasser Unternehmen aus China oftmals kritisch zu bewerten. Aufgrund der großen Entfernungen und der damit verbundenen schwächeren Informationsversorgung des Anlegers ist eine breite Streuung besonders wichtig. Infolge kommen für die meisten Anleger nur Wasser-Fonds in Frage. Wer in Wasser investieren möchte, sollte sich deshalb unserer entsprechenden Musterdepots einmal genauer ansehen:

 

Zu den Musterdepots für Wasser Fonds

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Weltklimabericht – Wasser ist das Schlüsselwort

Freitag, 04. April 2014

Am 31.03.2014 legte der Weltklimarat IPCC den zweiten Teil des Weltklimaberichtes vor. Der Klimawandel ist nicht mehr abzustreiten. Bereits jetzt hat er deutliche Auswirkungen auf alle Kontinente und Meere. Wie schwerwiegend die Folgen für Mensch und Natur in Zukunft sein werden hängt allerdings davon ab, was die Menschheit in naher Zukunft unternimmt, um die Erderwärmung deutlich zu bremsen. Mensch und Natur sind in der Lage, sich an einen moderaten Anstieg der weltweiten Temperatur anzupassen – wenn auch mit gravierenden Auswirkungen. Allerdings erfordert das bereits deutlich größere Anstrengungen, um die Treibhausgasemissionen zu senken, als bisher angestrebt.

 

Überall auf der Welt lassen sich die Auswirkungen des Klimawandels bereits beobachten. Eine Schlüsselrolle erhält hier das Thema Wasser. Ob in den Ozeanen oder an Land – selbst bei einem moderaten Temperaturanstieg müssen wir uns auf deutliche Veränderungen einstellen.

 

Polarregionen und Permafrostgebiete

 

 

Die Meereseisdicke in der Arktis hat sich in den letzten 50 Jahren halbiert  und vermutlich wird die Arktis ab der Mitte dieses Jahrhunderts in den Sommermonaten völlig eisfrei sein. Wie sich die freigesetzten Wassermassen auf die Meeresströmungen auswirken, kann man kaum vorhersagen. Dass eine Veränderung dieser sich auf das weltweite Wetter auswirkt, kann allerdings kaum jemand abstreiten. Ein weiterer, wichtiger Aspekt ist der Anstieg der Meeresspiegel durch das Abtauen der Eisschilde in den Polarregionen und das Abschmelzen der Gletscher in den Bergen, was die Süßwasserversorgung deutlich beeinträchtigen wird. Durch den Temperaturanstieg tauen auch die Böden der Permafrostgebiete zum Beispiel in Sibirien  und Zentralasien auf. Das gespeicherte CO2 wird freigesetzt, gelangt in die Atmosphäre und trägt zur Erweiterung der Klimaerwärmungsspirale bei. 

 

Wetterextreme bedrohen nicht nur den Lebensraum der Eisbären.

Wetterextreme bedrohen nicht nur den Lebensraum der Eisbären. (Bildquelle v. l. n. r.: CIS, pixelio.de / frei / Rudis-Fotoseite, pixelio.de)

 

Die Verteilung von Wasser

 

Wir müssen uns daran gewöhnen, dass es Wasser in Zukunft immer häufiger oder immer weniger geben wird. Auf der einen Seite nehmen Hitze- und Dürreperioden zu, während auf der anderen Seite Überflutungen durch Extremwetter und der Anstieg der Meeresspiegel zunehmen. Springfluten wie im vergangenen Winter an der englischen Küste mit der einhergehenden Landerosion gehören genauso zum Alltagsbild, wie Ernteausfälle in trockenen subtropischen Gebieten durch extremen Wassermangel. Auch die Bevölkerung in Großstädten wird unter extremen Hitzeperioden leiden, welche zum Beispiel besonders für Ältere oder Menschen die draußen arbeiten, lebensbedrohliche Ausmaße annehmen können.

 

Das Ökosystem Meer

 

 70 % der Erde sind von Meer bedeckt, davon sind mehr als 90 % Tiefsee. Zwar leben nur 15 % aller derzeit bekannten Arten im Meer, allerdings gelten über 75 % der Meerregionen als unerforscht. Unbestreitbar ist, dass der Klimawandel einen großen Einfluss auf das ökologische Gleichgewicht im Meer hat. Mit dem Anstieg der weltweiten Temperatur, steigt auch die Wassertemperatur der Ozeane. Für die nächsten Jahre wird die Formel gelten, dass Fischbestände sich weitestgehend aus den warmen Regionen in kältere zurückziehen. Dies wird starke Auswirkungen auf die Menschen haben, die in diesen Gebieten auf die Fischerei als Lebensgrundlage angewiesen sind. Außerdem ist bereits jetzt eine starke Zunahme sogenannter „Todeszonen“ im Meer zu beobachten. In einer Todeszone ist zu wenig Sauerstoff vorhanden, so dass Fische, Krabben und Muscheln nicht in der Lage sind zu überleben. Die meisten dieser Zonen entstehen durch den Menschen. Städtewachstum mit immer mehr Abwässern, die in Flüsse und Buchten geleitet werden, vor allem aber die Überdüngung in der Landwirtschaft setzen den Meeren zu. Dort macht der Dünger nämlich das, was er soll – er sorgt für ein schnelles Wachstum der Pflanzen, Algen und Plankton. Sterben diese ab, werden sie von Bakterien zersetzt, die dann den Sauerstoff im Wasser aufbrauchen. Die größte Todeszone befindet sich vor unserer eigenen Haustüre. Die Ostsee – in ihr schwindet jedes Jahr im Sommer der Sauerstoffgehalt im Meer auf einem Areal von mindestens der Größe Irlands.

 

Während Deutschland seine CO2 Emissionen senken konnte, ist weltweit ein leichter Anstieg zu verzeichnen.

Während Deutschland seine CO2 Emissionen senken konnte, ist weltweit ein leichter Anstieg zu verzeichnen.

 

Der Klimawandel lässt sich nicht mehr leugnen. Gletscher schmelzen, der Meeresspiegel steigt an und viele Pflanzen und Tiere verlagern Ihren Lebensraum oder sind gar in ihrer Existenz bedroht. Die Hilfsorganisation Oxfam macht deutlich, dass die Auswirkungen des weltweiten Temperaturanstieges auf die Nahrungsversorgung schlimmer sein werden als zuvor geschätzt. Somit erhöht sich auch das Potential für gewaltsame Konflikte und die Flüchtlingsproblematik wird weiterhin verschärft. Der Weltklimabericht zeigt aber eben auch auf, dass wir es noch selbst in der Hand haben, wie stark die Auswirkungen sein werden. Das ist die gute Nachricht! Allerdings müssen Regierungen weltweit dies Anerkennen und schleunigst handeln. Emissionen müssen stärker begrenzt werden als bisher und wir müssen wohl alle auch unseren Konsum überdenken. Vielleicht ist dieser Klimabericht ja auch ein Signal an die Politik, die Energiewende nicht auszubremsen sondern stärker voranzutreiben. Deutschland galt hier bislang weltweit als vorbildlich und sollte das auch in Zukunft sein.

 

Der dritte Teil des Weltklimaberichtes soll am 13. April vorgelegt werden und beschäftigt sich konkret mit den Möglichkeiten, wie die globale Erderwärmung abgebremst werden kann.

 

 

 

Verfasser des Beitrages

Jasmin Hamann unterstützt die Grünes Geld GmbH als Berater-Assistentin. Jasmin Hamann:”Ich freue mich, dass ich – neben meinem persönlichen Engagement (z. B. bei Greenpeace) – beruflich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Nachhaltigkeit auch in der Finanzbranche kein Fremdwort mehr ist. Die Macht des eingesetzten Kapitals kann die Welt zum positiven verändern.”

15 Zahlen die belegen, dass sich Wasser-Investments weiterhin gut entwickeln werden

Freitag, 14. Februar 2014

 Wer sich die Wert-Entwicklungen unsere Wasser-Musterdepots ansieht reibt sich die Augen: Das Flaggschiff Wasser Einmalsparen 10.000+ Ethik hat in den letzten 5 Jahren pro Jahr durchschnittlich um 16,8% zugelegt! Wer vor 5 Jahren einen Betrag von 10.000 Euro angelegt hätte, wäre nun stolzer Besitzer von 20.703,61 Euro. Doch handelt es sich hier um eine Übertreibung – brechen die Kurse vielleicht schon dieses Jahr ein? Dass Wasser ein stabiles Zukunfts-Trendthema ist, helfen unsere 15 Zahlen zum Wasserinvestment zu verstehen.

 

1.) Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser: 1,2 Milliarden

 

 

2.)  Weltweite Versorgungslücke an Wasser im Jahr 2030: bis zu 40 Prozent („The 2030 Water Resources Group“)

 

 

3.) Wer das Wasser verbraucht:

Globaler Wasserverbrauch 2010

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4.) Wasserverbrauch für Landwirtschaft, Verarbeitung & Transport für eine Tasse Kaffee: 140 Liter 

 

 

5.) Wasserverbrauch für Landwirtschaft, Verarbeitung & Transport, Zubereitung für einen Hamburger: 2.400 Liter 

 

 

6.) Anteil der heute bereits künstlich bewässerten Ackerflächen: 18 Prozent.

 

 

7.) Wasserverbrauch für Industrie & Transport um ein DIN A4 Blatt herzustellen: 10 Liter 

 

 

8.) Wasserverbrauch für Industrie & Transport um ein T-Shirt herzustellen: 1.000 Liter 

 

 

9.) Wasserverbrauch um einen Barrel (159 Liter) Öl aus Ölsand zu gewinnen: 477 Liter Wasser

 

 

10.) Anteil des recyclebaren Wassers bei Ölsand-Förderung: 80 Prozent

 

 

11.) Anteil des weltweiten Wassers, das als Trinkwasser verwendet werden kann: 1 Prozent

 

 

12.) Anteil des durch undichte Leitungen versickernden Wassers in Seoul: 35 Prozent

 

 

13. ) Anteil des durch undichte Leitungen versickernden Wassers in London: 60 Prozent

 

 

14.) Entwicklung des S&P-Global-Water-Index seit 1.1.2002: +100% (Vergleich: DAX-Werte +22%)

 

 

15.) Entwicklung des Grünes Geld Musterdepots Wasser Einmalsparen 10.000+ Ethik im Durchschnitt (letzte 5 Jahre): 16,8% p.a.

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

5 Dokumentationen, die Sie unbedingt gesehen haben sollten, wenn Sie in Wasser investieren wollen!

Mittwoch, 12. Februar 2014

Wasser ist für uns ein selbstverständliches Gut, welches uns jeden Tag zu jeder Zeit in guter Qualität zur Verfügung steht. Trinkwasser ist das wichtigste Lebensmittel für den Menschen und kann nicht ersetzt werden. In Deutschland ist Trinkwasser das am strengsten konrollierte Lebensmittel und damit zum Verzehr uneingeschränkt zu empfehlen. Aber der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist längst nicht überall selbstverständlich. Obwohl weltweit ausreichend sauberes Wasser vorhanden wäre, um alle Menschen zu versorgen, haben knapp 1 Milliarde Menschen keinen Zugriff darauf. Daher wurde am 28. Juli 2010 von der Vollversammlung der Vereinten Nationen  das Recht auf Zugang zu sauberem Wasser als Menschenrecht anerkannt. Auch wenn eine solche Resolution im Gegensatz zu denen des UN-Sicherheitsrates für die Mitgliedsstaaten nicht rechtlich bindend ist, so setzt sie doch ein deutliches Signal, die Infrastruktur der Wasserversorgung in Entwicklungs- und Schwellenländern voranzutreiben.

 

Sauberes Trinkwasser ist für den Menschen unersetzlich und der Zugang dazu wurde 2010 zu einem Menschenrecht erklärt. (Bildquelle v. l. n. r.: Harald Grunsky, Gabriela Neumeier, Dieter Schütz / alle pixelio.de)

Sauberes Trinkwasser ist für den Menschen unersetzlich und der Zugang dazu wurde 2010 zu einem Menschenrecht erklärt. (Bildquelle v. l. n. r.: Harald Grunsky, Gabriela Neumeier, Dieter Schütz / alle pixelio.de)

 

Für die Wirtschaft und Industrie ist dies ein äußerst ertragreicher Sektor. So hat sich Peter Brabeck, Präsident des Verwaltungsrates von Nestle, unlängst sehr kritisch zu dieser Resolution geäußert. Vor dem Hintergrund, dass Nestle einer der Marktführer in Verkauf von abgefülltem Trinkwasser ist, ist verständlich, dass hier Bedenken entstehen margenträchtige Märkte zu verlieren und somit gegen die Beschlussfassung der UN zu sein. Öffentliche Wasserversorgungsnetze wurden in der Vergangenheit immer öfter privatisiert – teilweise mit der Folge, dass sowohl die Qualität des Trinkwassers, als auch der Zustand der Versorgungsleitungen deutlich darunter gelitten hat.

 

In Schwellenländern, in denen ein Großteil unserer Konsumgüter produziert werden, gibt es für Konzerne kaum Vorschriften, was die Filterung , Aufbereitung und Ableitung von Nutzwasser angeht. Abwässer aus Textilfärbebetrieben zum Beispiel werden meist ungefiltert in Flüsse abgeleitet und gefährden somit eine ausreichende Trinkwasserversorgung der einheimischen Bevölkerung. Und das ist nur eines von unzähligen Beispielen. Aber auch bei uns hört man immer öfter von erhöhten Belastungen des Trinkwassers durch die Intensivlandwirtschaft oder vermehrte Massentierhaltung. Wir stehen also vor einer großen Herausforderung, dieses unersetzliche Gut für uns zu erhalten. Mit Investitionen in Unternehmen, welche an innovativen Lösungen arbeiten, um diese Probleme anzugehen, können auch Sie ihren Beitrag zu einem verantwortungsvollen Umgang und einer besseren Versorgung mit dieser Ressource leisten. Je nach Strenge der Auswahlkriterien stehen hier gute Anlagemöglichkeiten zur Verfügung. Wer hier ein sauberes Gewissen haben möchte, achtet bei seiner Investition auf die Einhaltung von Ethikkriterien.  

 

Wir haben für Sie 5 Dokumentationen ausgewählt, die wir zu diesem Thema für sehenswert erachten:

 

1. Die Geldquelle – Das Milliardengeschäft mit dem Wasser

 

2. Nestle – Das dreckige Geschäft mit dem Wasser der 3. Welt

 

 3. Abgefüllt

 

4. Gasland

 

5. Der Preis der Blue Jeans

 

 

 

 

 

Verfasser des Beitrages

Jasmin Messina-Hamann unterstützt die Grünes Geld GmbH als Berater-Assistentin. Jasmin Messina-Hamann:”Ich freue mich, dass ich – neben meinem persönlichen Engagement (z. B. bei Greenpeace) – beruflich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Nachhaltigkeit auch in der Finanzbranche kein Fremdwort mehr ist. Die Macht des eingesetzten Kapitals kann die Welt zum positiven verändern.”

Trinkwasser aus dem Ozean?

Montag, 09. September 2013

Trinkwasser ist ein kostbares Gut und seit 2010 ist der Zugang dazu laut UN ein Menschenrecht – wenn auch ein nicht einklagbares. 70% der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt, wovon allerdings nur 3 % trinkbar sind. Meerwasserentsalzungsanlagen sind ein großer Hoffnungsschimmer, um mehr Menschen die Versorgung mit sauberem Trinkwasser zu ermöglichen.

 

Salz und Trinkwasser - beides lebensnotwendig für den Menschen.

Salz und Trinkwasser – beides lebensnotwendig für den Menschen.
Bildquelle: Katharina Wieland Müller/pixelio, Petra Wiedenbrück/pixelio

 

Entsalzungsanlagen für Meerwasser gibt es schon seit der Antike. Allerdings damals mit dem Hintergrund, Salz und nicht Wasser zu gewinnen. Damals eine Kostbarkeit. Heute werden Entsalzungsanlagen hauptsächlich gebaut, um Meerwasser in Trinkwasser zu verwandeln. Allerdings meistens mit einem großen Einsatz von Energie. Anlagen in Ländern wie Saudi-Arabien zum Beispiel werden meist mit Öl oder Gas betrieben. Die Lösung dieses Problems hat sich das australische Unternehmen Carnegie Wave Energy zum Ziel gesetzt. In Kooperation mit dem örtlichen Wasserversorger entsteht an der Küste von Perth derzeit eine Anlage, die mit Wellenkraft betrieben wird. Unterwasser-Bojen mit je elf Metern Durchmesser werden am Meeresgrund in ca. 30 Metern Tiefe verankert und bewegen sich mit den Wellen. Die Auf- und Abdrift betreibt eine Pumpe mit der ohne elektrische Energie das Meereswasser an Land gepresst wird. Die sogenannte CETO-Technologie ermöglicht es dann, elektrische Energie zu erzeugen und durch umgekehrte Osmose Meerwasser zu Süßwasser zu filtern. Durch diese Technologie wird der sonst so hohe Energiebedarf solcher Anlagen gedeckt.

 

 

 

 

 

Einige Kritiker bemängeln, dass die hochkonzentrierte Salzlösung, die beim Entsalzungsprozess entsteht, oft einfach direkt wieder ins Meer zurückgeführt wird und zu einer Versalzung der Küstengebiete und der dortigen Ökosysteme führen könnten. Wirklich aussagekräftige Studien darüber gibt es allerdings noch nicht. Die Anlage in Australien wird unter reger und durchaus auch kontroverser Beteiligung der Öffentlichkeit geplant und betrieben und die Salzlake wird mehrere hundert Meter vor der Küste wieder ins Meer ausgebracht und verteilt, um eine zu hohe Konzentration von Salz zu vermeiden.

 

Der Ausbau der Meerwasserentsalzungsanlagen hat in den vergangenen 5 Jahren um 60 Prozent zugenommen und für die kommenden 10 Jahre werden Investitionen in Höhe von 50 Milliarden Euro erwartet. Für Betrieb und Wartung bestehender Anlagen dürfte ein Betrag in gleicher Höhe fällig werden. Und mit der CETO-Technik steigt auch deutlich die Energieeffizienz der Anlagen.

 

Auch bei uns haben Sie die Möglichkeit, in Unternehmen zu investieren, die Innovationen im Wassersektor voranbringen oder besonders vorbildlich im Hinblick auf Schonung der Wasserressourcen arbeiten:

 

 

  button Wasserinvestments

 

 

 

 

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Jasmin Messina-Hamann unterstützt die Grünes Geld GmbH als Berater-Assistentin. Jasmin Messina-Hamann:”Ich freue mich, dass ich – neben meinem persönlichen Engagement (z. B. bei Greenpeace) – beruflich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Nachhaltigkeit auch in der Finanzbranche kein Fremdwort mehr ist. Die Macht des eingesetzten Kapitals kann die Welt zum positiven verändern.”

HydropowerINVEST IV kurz vor Ende der Zeichnungsfrist

Donnerstag, 08. August 2013

Das Projekt HydropowerINVEST IV von Aquila® steht kurz vor Ende des Platzierungszeitraumes am 31.08.2013. Interessenten sollten sich deshalb beeilen. Das Projekt investiert in 5 Wasserkraftwerke in der Türkei und ist mit einer Investitionsgarantie der Bundesrepublik Deutschland gegen unkalkulierbare Risiken versehen (wir berichteten bereits darüber).

 

Wasserkraft

Der Hydropower INVEST IV investiert in fünf türkische Wasserkraftanlagen.

 

Hier die wichtigsten Eckdaten des Projektes:

 

– 10 Jahre Laufzeit, Mindestbeteiligung 15.000,- €
– Investition in 5 bereits bestehende Wasserkraftwerke in der Türkei
– Investitionsgarantie der Bundesrepublik Deutschland
– Planungssicherheit durch staatlich geregelte Einspeisevergütung
– Wachstumsmarkt Türkei mit steigendem Energiebedarf

 

Weitere Details zum Projekt finden Sie hier:

 

 

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Verfasser des Beitrages

Jasmin Messina-Hamann unterstützt die Grünes Geld GmbH als Berater-Assistentin. Jasmin Messina-Hamann:”Ich freue mich, dass ich – neben meinem persönlichen Engagement (z. B. bei Greenpeace) – beruflich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Nachhaltigkeit auch in der Finanzbranche kein Fremdwort mehr ist. Die Macht des eingesetzten Kapitals kann die Welt zum positiven verändern.”

Ökoworld veröffentlicht Jahresbericht 2012

Freitag, 03. Mai 2013

Die Kapitalanlagegesellschaft Ökoworld legt seit 1996 nachhaltige Investmentfonds auf und bezeichnet sich selbst als die Fondsgesellschaft mit den strengsten Nachhaltigkeitskriterien. Dass mit dieser Strategie trotzdem, oder gerade erst recht Gewinne für die Anleger zu erwirtschaften sind, lässt sich im aktuellen Jahresbericht für 2012 herauslesen. Doch welche Firmen verbergen sich hinter den einzelnen Fonds? Wir haben uns den Bericht genauer angesehen und möchten Ihnen hier einige ausgewählte Unternehmen vorstellen:

 

Hain Celestial (USA)

 

Unter der Hain Celestial Gruppe finden sich führende Hersteller aus den USA von Natur- und Vollwertnahrungsmitteln aus zertifizierter ökologischer Erzeugung. Weiterhin produziert Hain Celestial Naturkosmetik. Unter dem Dach der Gruppe sind bis heute rund 40 Marken vertreten.

Hain Celestial setzt sich verstärkt für Aufklärung im Bereich der Ernährung ein. Laut Überzeugung der Unternehmensgruppe sind Naturkost und eine vollwertige Ernährung der Schlüssel zu einer effizienteren und weniger umweltbelastenden Nutzung von landwirtschaftlichen Flächen. Darüber hinaus wird auf die Verwendung von umwelt- und gesundheitsschädlichen Pestiziden verzichtet, Wasser und Düngemittel sparsam und effizient eingesetzt und genmanipuliertes Saatgut selbstverständlich nicht verwendet. Das Unternehmen ist der Meinung, dass ein bewusster Konsum von Lebensmitteln, die nach den Regeln des ökologischen Landbaus angebaut werden, sowie eine Reduzierung des Fleischkonsums unbedingt notwendig sind, um viele Probleme des Klimawandels und der Ernährungsprobleme in vielen Teilen der Welt mächtig zu werden.

 

Mediclinic International (Südafrika)

 

Mediclinic International ist ein privater Klinikbetreiber mit Kliniken insbesondere in Südafrika, Namibia und der Schweiz. Neben der Notfallversorgung in den Krankenhäusern umfassen die medizinischen Dienstleistungen auch umfangreiche Behandlungs- und Operationsmöglichkeiten mit sehr hohen Standards aus allen Bereichen der medizinischen Versorgung. Die Gesundheitsförderung von sozial benachteiligten Menschen steht bei Mediclinic auch im Fokus. In Südafrika zum Beispiel werden im Rahmen von Kampagnen und Seminaren kostenlose Untersuchungen und Beratungen angeboten sowie Informations- und Aufklärungsmaterial zu unterschiedlichen Gesundheitsthemen verteilt.

Umfangreiche lokale Aus- und Weiterbildungsprogramme sollen dem Mangel an qualifizierten Pflegepersonal und Ärzten vorbeugen. Mediclinic arbeitet hier eng mit privaten und staatlichen Bildungseinrichtungen zusammen. In allem fördert das Unternehmen gezielt die Gleichstellung der Nicht-Weißen Bevölkerung. Das Umweltmanagement des Klinikbetreibers ist besonders darauf konzentriert, alle vorhandenen Potentiale zur Energieeinsparung auszuschöpfen.

 

Eine ausreichende medizinische Versorgung, Wasser und Lebensmittel - Grundbedürfnisse der Menschheit.

Wasser, eine ausreichende medizinische Versorgung und Lebensmittel – Grundbedürfnisse der Menschheit.

 

SABESP (Brasilien)

 

Die Firma SABESP ist zuständig für die Wasserversorgung und Abwasserklärung im brasilianischen Bundesstaat Sao Paolo. Betrachtet man die Kundenzahlen, ist das Unternehmen weltweit der viertgrößte Wasserversorger. Rund 26 Millionen Einwohner werden mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser versorgt und das Abwasser entsorgt.

Den ärmeren Bevölkerungsschichten wird der Zugang zur Trinkwasserversorgung durch eine gestaffelte Preisgestaltung ermöglicht. Einwohner von Slums zahlen besonders niedrige Gebühren.

SABESP verfügt über vorbildliche Umwelt- und Sozialstandards. Umfassende Investitionen werden dafür eingesetzt, die Wasserverlustrate zu senken und aufbereitetes Abwasser anstatt von Trinkwasser in industriellen Prozessen zu verwenden. Zudem setzt sich das Unternehmen ein, eine Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung zum Wassersparen zu schaffen. Auch der Naturschutz in den Wassereinzugsgebieten wird bei SABESP groß geschrieben.

 

Dialight (Großbritannien)

 

Dialight ist Weltmarktführer bei der Herstellung von LED-Beleuchtungen für Verkehr, Industrie (Anlagen und Gebäude), Hindernisse (Verkehrssicherung) sowie von Betriebsanzeigen. Durch den Einsatz von LED-Beleuchtungssystemen lassen sich nicht nur die Kosten für selbige reduzieren, sondern auch immense Energieeinsparungen realisieren. Dadurch entsteht ein deutlich verringerter Verbrauch fossiler Energieträger und Biomasse für die Stromerzeugung, was vor allem die Reduktion von CO2-Emissionen zur Folge hat. Die Firma Dialight trägt somit mit ihren Produkten wesentlich zum Klimaschutz bei.

Dialight achtet dabei auch in der Produktion darauf, die Umwelt zu schonen und zu schützen. Die Verringerung des Materialeinsatzes und die Vermeidung von Gefahrenstoffen stehen dabei im Vordergrund. Zudem hat das Unternehmen ein Recyclingprogramm eingeführt, welches die Kunden an der Rückgewinnung von Rohstoffen wirtschaftlich beteiligt.

 

INIT (Deutschland)

 

INIT stellt Computersysteme zur Steuerung und Planung von Fahrzeugparks im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) her. Das Unternehmen bietet auch die dazugehörigen Dienstleistungen an.

Weiterhin entwickelt INIT mobile Telematik- und Zahlungssysteme. Hierzu gehören Hard- und Software für die Erfassung, die Übertragung und die Anzeige von Betriebsdaten sowie Bordcomputer und elektronische Zahlungssysteme in Straßenbahnen und Bussen.

INIT strebt über die Produkte und Dienstleistungen eine deutliche Effizienzsteigerung des Öffentlichen Personennahverkehrs, was die Nutzerfreundlichkeit steigert. Und mit einer erhöhten Nutzerfreundlichkeit steigert sich automatisch die Attraktivität und Akzeptanz des ÖPNV gegenüber dem privaten Straßenverkehr.

Der Ausbau des ÖPNV ist ein zentrales Anliegen der Umweltpolitik um das Klima und Ressourcen zu schonen. Zudem ist ein gut ausgebautes und bezahlbares Netz im ÖPNV essentiell für Bevölkerungsgruppen mit niedrigem Einkommen, um auch hier die Mobilität zu gewährleisten.

 

In Fonds von Ökoworld können Sie unter anderem mit folgenden Musterdepots investieren:

 

Wasser Monatssparen 100+ Ethik

Klima Monatssparen 300+ Ethik

Wasser Einmalsparen 2000+ Ethik

Klima Einmalsparen 5000+ Ethik

 

 

 

 

Verfasser des Beitrages

Jasmin Messina-Hamann unterstützt die Grünes Geld GmbH als Berater-Assistentin. Jasmin Messina-Hamann:”Ich freue mich, dass ich – neben meinem persönlichen Engagement (z. B. bei Greenpeace) – beruflich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Nachhaltigkeit auch in der Finanzbranche kein Fremdwort mehr ist. Die Macht des eingesetzten Kapitals kann die Welt zum positiven verändern.”