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Wasseraktienfonds – Sprudelnde Geldanlage

Freitag, 05. August 2016
Zusammenfassung: Wasseraktienfonds versprechen eine gute Rendite. Wenn die Fonds zugleich auch einen Nachhaltigkeitsanspruch erfüllen, ist Wasser eine ertragreiche und sinnvolle Geldanlage.

 

 

Veraltete aber gute erhaltene Wasserversorgung - das Aquädukt.

Veraltete aber gute erhaltene Wasserversorgung – das Aquädukt.

Wer sich mit nachhaltigen Geldanlagen befasst, kommt um das Thema Wasser nicht umhin. Schließlich ist Wasser, als Grundlage allen Lebens, eine der wichtigsten Ressourcen. Und die Trinkwasserressourcen werden knapper, denn die Verunreinigung steigt genauso rasant wie der Wasserbrauch durch Industrie und Landwirtschaft. Der Zugang zu sauberem Trinkwasser bleibt eines der vorrangigsten Themen auf der globalen Agenda.

 

Entsprechend wichtig sind Investitionen in die Wassernetze und in Technologien, die zum Erhalt der Qualität des Wassers beitragen. Diese Investitionen sind vielfach lukrativ, müssen jedoch nicht per se nachhaltig und ethisch sein. Hier lohnt es sich genauer hinzusehen, denn der sparsame Umgang mit Wasser, die Erhaltung und Wiederherstellung der Wasserqualität sowie der Zugang zu sauberem Wasser weltweit sind zentrale Punkte, die in einem nachhaltigen Wasserfonds berücksichtig sein müssen.

 

 

Wasseraktienfonds – ertragreich, sicher und nachhaltig

Das Magazin ECOreporter hat aktuell acht Wasseraktienfonds genauer unter die Lupe genommen und deren Stärken und Schwächen untersucht. Bewertet wurden dabei sowohl die möglichen Erträge als auch die Nachhaltigkeit der Fonds.

 

Wasseraktienfonds erreichen sehr gute Ergebnisse. Drei der untersuchten Fonds schafften eine Wertentwicklung von mehr als 70 Prozent innerhalb von fünf Jahren, drei weitere mehr als 50 Prozent. Unterstützt wurde diese Entwicklung durch die positive Stimmung auf den Aktienmärkten bis 2015. Generell sind Wasseraktienfonds für eine Geldanlage von mindestens acht Jahren besonders geeignet, denn schwankende Kurse können so ausgeglichen werden. Die Kosten der meisten Wasseraktienfonds belaufen sich jährlich auf 1,5 bis 2,5 Prozent der Investitionssumme und fallen damit bei der aktuellen Wertentwicklung kaum ins Gewicht.

 

 

Nicht im trüben Wasser fischen

Eine interessante Investition - Wasserversorgung.

Eine interessante Investition – Wasserversorgung.

In den Wasseraktienfonds sind Unternehmen aus den Bereichen Wasserver- und entsorgung enthalten. Darüber hinaus Wasseraufbereitungsanlagen, Hersteller von Filtersystemen, Klär- und Sanitäranlagen sowie Rohrleistungssysteme. Außerdem vertreten sind Meerwasserentsalzungsanlagen, Anbieter von Bewässerungstechnologien für die Agrarwirtschaft und weitere Spezialunternehmen aus dem Wassersektor – eine breite Palette.

 

Der Anteil von Wasseraktien in den einzelnen Fonds wird unterschiedlich gehandhabt und reicht von mehr als zwei Dritteln an Wasseraktien bis zu sehr viel geringeren Anteilen. Aber auch hier lohnt es sich, zweimal hinzuschauen. Denn teilweise sind hier Unternehmen im Fonds enthalten, die sich durch besonders niedrigen Wasserverbrauch auszeichnen und damit auch einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Wasserwirtschaft leisten.

 

Ein kritischer Blick empfiehlt sich auch bei den Auswahlkriterien der einzelnen Wasseraktienfonds. Wie weit oder eng ethische und ökologische Aspekte ausgelegt werden, wird recht unterschiedlich ausgelegt. So haben beispielsweise Unternehmen, die lokale Wassernetzte in Entwicklungs- und Schwellenländern kontrollieren nichts in einem nachhaltigen Wasseraktienfonds verloren. Schließlich werden bereits 15 Prozent der Weltbevölkerung durch private Wasseranbieter versorgt, Tendenz steigend, vielfach mit verheerenden Folgen.

 

Ebenso tabu sein sollten Unternehmen, die mit Atomenergie arbeiten oder im Zusammenhang mit Kinderarbeit, Glücksspiel und Drogen stehen. Wer in Aktienfonds investiert, ist kein Aktionär und hat keine entsprechenden Stimmrechte. Positiv ist es daher auch, wenn das Fondsmanagement die Rolle des kritischen Aktionärs übernimmt.

 

 

Getestet und für gut befunden

Drei der von ECOreporter getesteten Wasseraktienfonds sind im Grünes Geld Wasser Musterdepot enthalten. Untersucht wurde die zu erwartende Rendite, die Kosten und Risiken des Fonds sowie die Kriterien Nachhaltigkeit und Transparenz. Die Ergebnisse unserer Wasseraktienfonds wollen wir näher vorstellen.

 

 

Klassenprimus: Swisscanto Equity Fund Global Water Invest B

Im Vergleichstest unter acht Wasseraktienfonds geht der Wasseraktienfonds der Swisscanto Asset Management AG mit guter Wertentwicklung und hohem Nachhaltigkeitsanspruch als Gesamtsieger hervor. Obwohl der Fonds zeitweise Kursrückgänge verzeichnen musste, hat Swisscanto in fünf Jahren 66 Prozent an Wert zugelegt. Das Risiko eines Totalverlusts ist sehr unwahrscheinlich. Da Swisscanto als Themenfonds eine geringere Streuung ausweist als herkömmliche Aktienfonds, sind die Risiken erhöht. Daher empfiehlt sich eine Anlagedauer von mindestens acht und mehr Jahren. Mindestens 80 Prozent des Fondsvermögens werden in Wasseraktien investiert, also in Unternehmen, die mindestens ein Viertel ihrer Umsätze auf dem Wassersektor erwirtschaften. Darüber hinaus sind alle im Fonds enthaltenen Unternehmen dazu verpflichtet, in ihrer Produktion Wasser effizient zu nutzen. Berücksichtigt wird auch, wie sich die hergestellten Produkte auf den Wasserverbrauch auswirken.

 

So sind beispielsweise Anbieter wassersparender Sanitäranlagen genauso im Fonds vertreten wie ein Hersteller von Enzymen für Wachmittel, die einen geringeren Wasser- und Energieverbrauch bewirken. Die Auswahl der Unternehmen trifft ein Nachhaltigkeitsbeirat. Ausgeschlossen sind generell Unternehmen aus der Automobil- und Flugzeugindustrie sowie Betreiber von Atom- und Kohlekraftwerken. Die im Fonds enthaltenen Unternehmen werden in den periodischen Berichten veröffentlicht. Das Fondsmanagement steht mit den Unternehmen in direktem Austausch und nimmt sein Stimmrecht auf den Hauptversammlungen wahr.

 

 

Finanzstark: KBC Eco Fund Water

Mit einem Wertzuwachs von mehr als 74 Prozent in fünf Jahren geht der Wasseraktienfonds der belgischen KBC Asset Management S.A. als Sieger in der Finanzwertung hervor. Wie bei Swisscanto ist auch bei KBC eine Anlagedauer von mindestens acht Jahren ratsam. KBC musste mehrmonatige Verlustphasen hinnehmen, das Risiko eines Totalverlusts ist jedoch sehr unwahrscheinlich. Der Fonds enthält mindestens 75 Prozent Wasseraktien. Bei KBC sind das Unternehmen, die mindestens die Hälfte ihrer Umsätze im Wassersektor erwirtschaften oder Branchenprimus in ihrem Bereich sind.

 

Konkret enthalten sind beispielsweise Aktien des britischen Wasserversorgers United Utilities Waters aber auch das US Unternehmen TetraTech, das auch Umsätze mit der Atomindustrie generiert. Ausgeschlossen sind Unternehmen, die gegen Arbeitnehmerrechte verstoßen oder Menschenrechte verletzen. Ein unabhängiger Beirat überprüft die Auswahl der Aktiengesellschaften und kann Widerspruch erheben. KBC veröffentlicht die im Fonds enthaltenen Unternehmen in den periodischen Berichten, steht aber nicht in direktem Kontakt mit den Aktiengesellschaften. Die Stimmrechte auf Hauptversammlungen werden genutzt.

 

Aktualisierung Juli 2017:

 

Inzwischen hat KBC seine Geschäftstätigkeit in Deutschland komplett eingestellt. Es bleibt abzuwarten in wie weit die Fondsgesellschaft noch die Herausforderungen die durch das Investmentsteuerreformgesetz entstehen, annimmt. Sollte die steuerlichen Maßgaben ab 2018 nicht umgesetzt werden, so hätte dies für Anleger Nachteile. Die Grünes Geld Musterdepots Wasser wurden bereits angepasst und der Wasserfonds aus dem Hause KBC entfernt. Anleger die den Fonds außerhalb der Grünes Geld halten, sollten wachsam bleiben was die Entwicklung der Fonds und der Gesellschaft bringt und rechtzeitig andere Wasserfonds in die Analyse nehmen.

 

Vorbild in Sachen Nachhaltigkeit: Ökoworld Water for Life C

Eine akzeptable Wertentwicklung von rund 40 Prozent über fünf Jahre hat die Luxemburger Fondsgesellschaft Ökoworld Lux S.A. gezeigt. Auch bei diesem Fonds ist das Risiko eines Totalverlusts sehr unwahrscheinlich und auch hier empfiehlt sich aufgrund der zwischenzeitlichen Verlustphasen eine Anlagedauer ab mindestens acht Jahren. Waren die Kosten der Fonds von Swisscanto und KBC durchschnittlich und geringer, erhebt Ökoworld ab einem bestimmten Wertzuwachs eine Performancegebühr.

 

Ökoworld zeichnet sich durch einen besonders anspruchsvollen Nachhaltigkeitsansatz aus. Vom Fonds ausgeschlossen sind Unternehmen die im Zusammenhang mit Militär, Kinderarbeit, Atomenergie, Gentechnik und Tierversuchen stehen oder mit Zulieferern und Finanzgebern aus diesen Bereichen zusammenarbeiten. Zu diesen Nachhaltigkeitskriterien stellt Ökoworld auch eigenen Untersuchungen an.

 

Ökoworld stellt keine Mindestanforderungen an Wasserumsätzen bei den Gesellschaften innerhalb des Fonds. Stattdessen sind Unternehmen enthalten, die zu einem schonenden Umgang mit Wasser beitragen. Konkret sind das beispielsweise das chinesische Unternehmen CT Environmental, das Abwasser aus der Textilindustrie klärt, aber auch Aktienunternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien, da diese –im Gegensatz zu Kohle und Atomkraftwerken – nur wenig Wasser verbrauchen. Bei der Auswahl der Aktien wird Ökoworld von drei Wissenschaftlern unterstützt, die auf den Bereich Wasser spezialisiert sind. Die im Fonds enthaltenen Unternehmen werden in den periodischen Berichten ausführlich veröffentlicht. Ökoworld übt keine Stimmrechte auf Hauptversammlungen aus, steht aber mit den Unternehmen bei Bedarf in direktem Kontakt.

 

 

Auf den richtigen Wassermix achten

Aufgrund ihrer guten Wertentwicklung stellen nachhaltige Wasseraktienfonds längst kein Nischenprodukt mehr dar. Sie sind für viele Anleger eine attraktive Investitionsmöglichkeit. Vielleicht auch ein Anreiz für Menschen, die sich bislang noch nicht aktiv mit nachhaltigen Geldanlagen beschäftigt haben. Denn Investitionen in Wasserunternehmen zahlen sich nicht nur aus. Sie helfen auch dabei, gegen den weltweiten Wassermangel vorzugehen und das Menschenrecht auf den Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen zu verwirklichen. Ein Recht, das 2010 von den Vereinten Nationen (UNO) anerkannt worden ist.

 

Mit den drei Wasseraktienfonds im Musterdepot  gehen Anleger sicher, dass ethische und ökologische Standards verlässlich eingehalten werden und sie zugleich auf eine stabile und sichere Geldanlage vertrauen können. Denn hier kommt es auf die richtige Mischung an. Mit der Zusammenstellung aus dem bestbewerteten nachhaltigen Wasseraktienfonds, kombiniert mit einem besonders finanzstarken und einem besonders nachhaltigen Fonds, werden alle Kriterien an eine grüne Geldanlage berücksichtigt.

 

 

 

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Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

Wasser – Lebensgrundlage des blauen Planeten

Freitag, 29. Juli 2016
Zusammenfassung: Wasser ist Leben! Die Vereinten Nationen haben den Zugang zu sauberem Wasser als ein Menschenrecht anerkannt. Dennoch sind die Trinkwasservorräte der Erde in Gefahr. Verschmutzungen und zunehmende Privatisierung lassen Teile der Welt verdursten.

 

Hier geht es zu den 4 Teilen unserer Elemente-Serie: Erde, Luft, Wasser und Feuer

 

 

Wasser, kaum ein Element wird so stark mit dem Leben an sich in Verbindung gebracht. Denn ohne das kostbare Nass wäre kein Leben auf der Erde möglich. Der Körper eines erwachsenen Menschen besteht zu rund 70 Prozent aus Wasser. Ähnlich hoch ist der Anteil der Wassermassen auf der Erdoberfläche. Entsprechend wird unsere Erde auch der blaue Planet genannt. Das Wasser der Erde besteht fast ausschließlich aus Salzwasser. Lediglich 2,6 Prozent des Wassers existiert als Gletscher, Polareis der Arktis und Antarktis sowie Grönlandeis. Als Trinkwasser stehen nur 0,3 Prozent des weltweiten Wasservorkommens zur Verfügung.

 

Sauberes, klares Wasser - in vielen Regionen der Erde keine Selbstverständlichkeit.

Sauberes, klares Wasser – in vielen Regionen der Erde keine Selbstverständlichkeit.

Ein wichtiger Schatz, der sorgsam gehütet werden muss, denn die Weltbevölkerung nimmt stetig zu. Laut einer Prognose der UNO wird die Menschheit von aktuell rund 7 Milliarden bis zum Jahr 2050 auf rund 9,7 Milliarden angewachsen sein. Und die Wasserknappheit ist vielerorts schon Realität: Mehr als eine Milliarde Menschen in 80 Ländern müssen mit weniger als 20 Litern Wasser pro Tag auskommen, weniger als die Hälfte der Wassermindestforderung der UNO. Im Vergleich dazu verbraucht ein durchschnittlicher Haushalt in Deutschland täglich 130 Liter Wasser pro Person.

 

Bis vor wenigen Jahren gab es in der deutschen Sprache keinen Begriff für den Zustand, genug getrunken zu haben, also nicht mehr durstig zu sein. Erst 1999 nahm der Duden das Kunstwort „sitt“ als Entsprechung zu satt auf. Der Begriff konnte sich jedoch bislang nicht durchsetzen. Kein Wunder, gar keinen Durst (mehr) zu haben gilt nicht als natürlicher Zustand und ist vielmehr ein Begriff einer Überflussgesellschaft.

 

 

Menschenrecht auf Wasser

Seit 2010 gilt das Recht auf Zugang zu sauberem Wasser als ein Menschenrecht, das von der Vollversammlung der Vereinten Nationen anerkannt wird. Allerdings ist dieses Recht weder für die UN-Mitgliedstaaten bindend, noch einklagbar. Die offizielle Anerkennung ist damit eher ein Akt symbolischer Politik. Denn Schätzungen zufolge haben etwa 884 Millionen Menschen weltweit haben keinen Zugang zu einwandfreiem Trinkwasser. 2,6 Milliarden Menschen fehlt der Zugang zu grundlegenden sanitären Einrichtungen. Entsprechend sterben jährlich rund 1,5 Millionen Kleinkinder an Krankheiten aufgrund des verschmutzten Trinkwassers oder katastrophaler hygienischer Bedingungen, vielfach in Afrika. Daher ist der verbesserte Zugang zu sauberem Trinkwasser und zu grundlegenden sanitären Einrichtungen ein internationales und wichtiges Entwicklungsziel.

 

 

Verschmutztes Trinkwasser durch Raubbau an der Natur

Reines, klares Wasser, direkt aus der Quelle sprudelnd – diese Bilder von Wasser als Grundlage allen Lebens haben einen Riss bekommen. Verschiedene Faktoren haben dazu geführt, dass das Grundwasser verunreinigt ist und die überlebenswichtigen Wasservorräte unbrauchbar gemacht werden.

 

Sonderkonditionen mit den Grünes Geld NewsEine große Bedrohung der Trinkwasserreserven weltweit resultiert aus der industriellen Landwirtschaft und dem damit verbundenen hohen Einsatz von Düngemitteln, Pestiziden. Hinzu kommt die Belastung durch enorme Mengen von Gülle durch die Massentierhaltung. Aus diesem Bereich stammt auch die Verschmutzung des Wassers durch Antibiotika und andere Medikamente.

 

Weitere Bausteine zur Verschmutzung des Wassers liefern Industrie und Bergbau. Während in den westlichen Industrienationen Wasserschutz ein gesellschaftlich stark akzeptiertes Thema ist und die Wasserqualität in Flüssen und Seen in den letzten Jahrzehnten teilweise massiv verbessert werden konnte, existieren gerade in ärmeren Ländern kaum gesetzliche Regeln zum Schutz des Wassers. So ist beispielsweise die Verschmutzung des Trinkwassers durch die Kleiderfabriken in Asien enorm.

 

Bergbau, Erdölförderung, Fracking – wo immer fossile Energieträger aus dem Boden geholt werden, sind die Belastungen für die Wasservorkommen hoch. Zum einen werden direkt große Mengen an Wasser für den Abbau verbraucht, zum anderen verschmutzen eingesetzte und freigesetzte Schwermetalle und Chemikalien das Trinkwasser.

 

 

Bodenschätze bringen keinen Wohlstand vor Ort

Knappe Trinkwasservorkommen bedrohen Mensch und Natur.

Knappe Trinkwasservorkommen bedrohen Mensch und Natur.

Eine neue Dimension hat der Abbau von Lithium ins Spiel gebracht. Das Leichtmetall ist ein wichtiger und damit wertvoller Bestandteil von Akkus und Batterien in Mobiltelefonen und Computern. 85 Prozent der weltweiten Lithium-Vorkommen liegen in Südamerika. Dort werden sie durch aufwändige Verdunstungsverfahren aus dem Grundwasser entnommen. Die hohe Verdunstung lässt den Grundwasserspiegel sinken, bringt das ökologische Gleichgewicht zum Wanken und führt zu einer Verknappung des Trinkwassers.

 

Ebenso problematisch ist der Abbau von Gold. Denn heutzutage waschen Goldsucher nicht mehr mit einem Sieb am Klondike sondern führen großflächige Sprengungen in Südamerika durch und waschen Gold mit Hilfe giftiger Cyanide aus dem Gestein. Durch die Reaktion der Chemikalien mit der Luft entsteht Schwefelsäure. So wird das Grundwasser vergiftet und dauerhaft ungenießbar gemacht.

 

Trotz der wertvollen Rohstoffe in den Ländern kommt dieser Reichtum nicht der Bevölkerung zugute. Vielfach agieren hier internationale Konzerne bei denen die wirtschaftliche Nutzung der Rohstoffe im Vordergrund steht, nicht aber der Schutz von Mensch und Natur. Entsprechend verliert die lokale Bevölkerung nicht nur ihre ökologische Lebensgrundlage, sie zieht auch keinerlei finanziellen Nutzen aus dem Verkauf der lokalen Bodenschätze, nur ein verschwindend geringer Prozentsatz der Erträge bleibt im Land.

 

Wenn die Wasservorräte der Welt durch Raubbau und Verschmutzung weiter reduziert werden, ist das eine ökologische Katastrophe. Und nicht nur das: Durch den ungerechten Zugang zu sauberem Wasser und der ungleichen Verteilung dieser lebenswichtigen Ressourcen werden soziale Ungleichheiten weiter festzementiert und bestehende Machtstrukturen gestärkt. Der Kampf um das Wasser ist auch ein Grund für Vertreibung, Flucht und Kriege.

 

 

Privatisierung von Wasserrechten

Wasservorkommen zu privatisieren und wirtschaftlich zu nutzen ist das Ziele einiger internationaler Konzerne, wie beispielsweise dem Schweizer Lebensmittelhersteller Nestlé. Das Unternehmen ist Marktführer für Trinkwasser in Flaschen, hat bereits in vielen Regionen der Erde Ländereien und Wasserrechte gekauft, was in Afrika ohne besondere behördliche Hürden leicht möglich ist. Doch gerade in diesen Regionen ist Wasser knapp. Durch den Besitz von Land, kommen auch Flüsse, Quellen und das Grundwasser in private Hände. Mit dieser Privatisierung des Wassers verhindern die Konzerne den öffentlichen und freien Zugriff auf das Lebenselixier. Entsprechend erfahren regionale Kleinbauern in Afrika einen existenziellen Schaden, denn die Landwirtschaft ist von der Bewässerung abhängig. Der Zugang zu sauberem Wasser ist in den armen Ländern Mittelamerikas bereits sehr schwierig. So geben beispielsweise Familien in El Salvador und Nicaragua rund zehn Prozent ihrer Einkünfte für Wasser aus.

 

 

Wasserinvestments – Kein Tropfen auf den heißen Stein

Sauberes Wasser erhalten und Menschen zugänglich zu machen ist eine elementare ethische Aufgabe. In Wasser zu investieren ist daher nicht nur eine interessante Geldanlage sondern eine Investition in die Zukunft des blauen Planeten.

 

Die Möglichkeiten sind in diesem Bereich vielfältig. Nachhaltige Wasserfonds sind strengen ethischen Kriterien verpflichtet. Investiert wird hier in vorbildliche und erfahrene Unternehmen aus den Bereichen Wasserversorgung, Meerwasserentsalzungsanlagen, Filtersystemen und Kläranlagen, aber auch effiziente Rohrleitungssysteme.

 

Im Grünes Geld Musterdepot Wasser sind Investmentfonds bewährter Anbieter enthalten, welche die Anforderungen an ethisch-ökologische Geldanlagen erfüllen und für Anleger eine interessante Rendite versprechen.

 

Das Thema Wasser begleitet uns. Hier haben wir Tipps zum sparsamen Umgang mit Wasser recherchiert und wir stellen Ihnen besonders empfehlenswerte Angebote vor.

 

 

Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

 

Blaues Gold für Ihr Depot–Jetzt Einstiegskurse nutzen

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Wasser ist für uns alle überlebensnotwendig. Unternehmen, die helfen die Weltbevölkerung mit sauberem und frischem Wasser zu versorgen, werden die Gewinner der nächsten Jahre sein. Investieren Sie jetzt mit unserem Musterdepot Wasser in diese Branche und nutzen Sie die Kursrückgänge der letzten Zeit. Übrigens, bei unseren Musterdepots werden die Unternehmen auch nach sozialen und ethischen Gesichtspunkten durchleuchtet, bevor eine Investition erfolgt. Mit Ihren Geldanlagen wird Sinnvolles unterstützt und Sie erzielen eine sprudelnde Rendite. So wurden aus einer Anlagesumme von 10.000€ in den letzten fünf Jahren 17.655€.

 

 

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Im Vergleich zum April dieses Jahres erwerben Sie die Anteilspreise der Wasserfonds jetzt mit einem um bis zu 25 Prozent günstigeren Preis. Dabei ist der langfristige Trend für Kurssteigerungen durchaus intakt. Nutzen Sie die Chance die sich Ihnen jetzt bietet. Charttechnisch ist zu entnehmen, dass der Rückgang der Kurse gestoppt ist und die Fonds wieder im Aufwärtstrend liegen. Die Wertentwicklung auf Jahressicht überzeugt mit einem Zuwachs von 11,94%, trotz der zwischenzeitlichen  Schwächephase. Für Anleger bietet sich die Chance mittelfristig das Thema Wasser in ihre Geldanlage mit aufzunehmen. In den vergangenen fünf Jahren freuten sich Wassersparer über eine Rendite von 81,46 Prozent Performance. Charts WasserfondsDer Ausblick für die weitere Entwicklung ist positiv.  Das Thema Wasserinvestments mit den Unterbereichen Wasserinfrastruktur, Wasseraufbereitung, Wassereinsparung, Wassergewinnung und einige Themen mehr, wird in den nächsten Jahren immer wichtiger werden. Eine wachsende Weltbevölkerung und stärkere Wasserverschmutzung führen zu mehr Bedarf an innovativen Lösungen um die Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten oder auszubauen.

 

Die im Musterdepot Wasser enthaltenen Werte wenden ethische- und ökologische Kriterien an, bevor ein Investment in die einzelnen Wasserunternehmen erfolgt. So legt beispielsweise der KBC Eco Funds mindestens 75% seines Vermögens in Aktien von Firmen an, die auf nachhaltige und sozialverträgliche Weise in dem Themenkreis Wasser aktiv sind. Es handelt sich dabei unter anderem um: Wasser- und Abwasseranlagen,  Ingenieur- und Beratungsagenturen, Wasserbehandlungstechnologie, Umweltverwaltung und diverse Anlagen. Beurteilt werden die Unternehmen anhand von positiven Kriterien bzw. Ausschlusskriterien.  Bei diesen Kriterien geht es unter anderem um die Umwelt, Menschenrechte, Waffenhandel und -produktion sowie Kernenergie. Um dies zu gewährleisten, arbeitet ein spezialisiertes Untersuchungsteam von KBC Asset Management mit unabhängigen Experten zusammen.

 

Nutzen Sie jetzt die Gelegenheit Wasser als Bereicherung für Ihre Geldanlagen mit aufzunehmen. Unter Berücksichtigung von ethisch- und ökologischen Kriterien freut man sich über sprudelnde Renditen doppelt.

 

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Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

Wasserknappheit: In Kalifornien gibt’s Wasser in Restaurants nur noch auf Nachfrage. Auch sonst muss gespart werden

Dienstag, 07. April 2015

 

In Kalifornien ist das Lebensgefühl geprägt von Luxus und Wachstum. Der eigene Swimming-Pool hinter dem Haus gehört ebenso dazu wie die immer laufenden Klimaanlagen oder der immer grüne Rasen, obwohl beinahe Wüstenklima vorherrscht. Doch viele der lieb gewonnen Goodies könnten bald dem drastischen Wassermangel des Bundesstaates zum Opfel fallen, so wie jetzt  bereits das gewohnte Glas frischen Leitungswassers zum Essen im Restaurant.

2013-08-03 18.24.59Der fortschreitende Wassermangel der Erde wird meist mit den am stärksten betroffenen Regionen in Afrika oder Asien in Verbindung gebracht. Doch die  zunehmende Weltbevölkerung, die weiter durch Verschmutzung und Verbrauch abnehmenden Trinkwasservorräte, marode Infrastruktur und Verschwendung des kostbaren Gutes führend immer öfter auch in Industrienationen zu Wassermangel.

 

Aktuell ist die Situation im größten US-amerikanischen Bundesstaat Californien am drastischsten. Viel Wasser wird dort nämlich in den Bergen der Sierra Nevada gesammelt. Doch diese sind, obwohl erst April ist, bereits weitgehend schneefrei. Grund: Die Winterniederschläge blieben dieses Jahr aus.

 

 

Als erst Maßnahme wurde das obligatorische Glas Wasser zum Essen im Restaurant gestrichen – dieses gibt’s nur noch auf Nachfrage. Öffentliche Grünstreifen werden nicht mehr bewässert. Große Wasserschlucker im Haushalt sollen gegen wassersparende Geräte ausgetauscht werden und Gouverneur Jerry Brown möchte Golfplätze, Friedhöfe, Firmen und Universitäten zum Einsatz von Wasserspar-Technologien verpflichten.

 

 

Der größte Verbraucher mit rund 80 % des Wassers wird bislang allerdings geschont: die Landwirtschaft. Genau deshalb regt sich Unmut in der Bevölkerung, denn dort, wo am meisten erreicht werden kann, wird am wenigsten getan. Doch die Zwänge für die Politik sind groß, denn die Landwirtschaft steht für 50 Milliarden Dollar Umsatz jährlich und beschäftigt Zehntausende Menschen.

 

 

Wasserknappheit: Das können Sie dagegen tun

 

Wenn Sie sich jetzt fragen, was Sie gegen die zunehmende Wasserknappheit auf der Erde tun können, gibt es eine bequeme und lukrative Möglichkeit: investieren Sie in unserer Muster Wasser. Damit fließt Ihr Geld in hunderte von Unternehmen, die etwas gegen die Wasserarmut tun in dem Sie Filteranlagen bauen, Klärwerke, Meerwasserentsalzungsanlagen, etc. Damit helfen Sie das vielleicht dringendste Problem der Menschheit zu lösen. Gleichzeitig profitiert Ihr Geldbeutel, denn die Renditen waren in der Vergangenheit oftmals zweistellig.

 

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: "Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten." Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

WWF: Wasserkollaps kann zu Werksschließungen führen

Dienstag, 02. September 2014

Naturschutzorganisationen wie der World Wide Fund For Nature (WWF) warnen schon seit langem vor dem Wasserkollaps. Die Folgen werden immer konkreter. Erst kürzlich hat dies der Brause-Gigant Coca Cola erfahren müssen. Nach Angaben des Handelsblatts in der Ausgabe vom 27.8.2014 haben nämlich die Behörden des indischen Bundesstaates Uttar Pradesh angeordnet, dass Coca Cola seine dortige Abfüllanlage unverzüglich schließen solle. Der Grund: verschwenderischer Umgang mit dem knappen Gut Wasser.

 

Wasser: wichtig für Natur und Mensch. Wasserinvestments lohnen sich und helfen.

Wasser: Quelle allen Lebens (Bild: Grünes Geld GmbH)

Am morgigen Mittwoch will der WWF seine Studie „Das importierte Risiko. Deutschlands Wasserrisiko in Zeiten der Globalisierung“ vorstellen. Deutschland bezieht nämlich viele Waren aus Schwellenländern, deren Bevölkerungswachstum zu immer mehr Wasserarmut führt. Dass im Ernstfall die Versorgung der Bevölkerung mit Wasser vor der Produktion von Waren für Deutschland geht, versteht sich von selbst.

 

Deutschland indirekt vom Wasserkollaps betroffen

 

Der Indien-Chef von BASF, Raman Ramachandran, dazu im Handelsblatt: „Durch den Klimawandel und den steigenden Wasserbedarf einer immer weiter wachsenden Bevölkerung ist die Wasserknappheit in vielen Regionen der Welt zur Realität geworden.“ Betroffen sind in Deutschland vor allem die Nahrungsmittelindustrie, die Textilbranche und die Chemieindustrie. Länder mit Wasser-Notstandsgebieten sind unter anderem Indien, China, Bangladesch, Südafrika, Argentinien und Chile. Der Wasserkollaps steht dort in vielen Regionen bevor.

 

Dabei ist das Problem in den betroffenen Ländern bereits erkannt. So will Indien in den nächsten 3 Jahren zwanzig Billionen Dollar investieren. Von 5 Menschen auf unsere Erde lebt immerhin 1 in Indien – es steht aber nur 1 von 25 Litern Frischwasser zur Verfügung.

 

Zur Lösung des Wasserproblems werden auch moderne Technologien, nicht zu letzt aus Deutschland, benötigt. Deutsche Hersteller von Wasseraufbereitungs-, Meerwasserentsalzungs- oder Kläranlagen exportieren Waren für knapp 1 Milliarde Euro im Jahr – Tendenz steigend. Auch die Chemiebranche liefert – zum Beispiel Membranfilter für die Wasseraufbereitung (Lanxess) oder Spezialchemikalien für die Abwasserreinigung.

 

Wer mit seiner nachhaltigen Geldanlage helfen möchte das Wasserproblem zu lösen kann Unternehmen der Wasserbranche investieren. In den letzten Jahren absolut sinnvoll, denn neben dem Kampf gegen den Wasserkollaps betrug auch die Rendite über 5 Jahre im Musterdepot Wasser immerhin 16,8% pro Jahr.

 

 

 

Gegen den Wasserkollaps: Wasser-Musterdepot

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Wasser – die Lebensquelle unseres Planeten

Freitag, 22. März 2013
Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2013 zum Jahr des Wassers ausgerufen und der 22. März  ist seit 1995 der internationale Tag des Wassers. 2012 stand dieser Tag unter dem Motto “Nahrungssicherheit und Wasser” und in diesem Jahr heißt es “Wasser und Zusammenarbeit”.
 
Das Thema Wasser hat uns auch in den letzten Wochen des öfteren in den Medien beschäftigt. Nachdem im Januar einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurde, dass die EU die Privatisierung der Wasserversorgung in ganz Europa vorantreiben möchte, ist die Empörung über diese Pläne gewachsen.
 
In einigen Ländern ist dies längst passiert. Im Zuge der Schuldenkrise innerhalb der EU wurden Länder wie Griechenland und Portugal dazu bewegt, ihre Wasserversorger zu verkaufen. Seitdem soll zum Beispiel in Portugal das Wasser aus öffentlichen Brunnen nicht mehr trinkbar sein. Die Preise für die Trinkwasserversorgung sind innerhalb weniger Jahre um bis zu 400 Prozent angestiegen. Auch in Griechenland stehen weitere große Wasserwerke zum Verkauf, um kurzfristig die öffentlichen Kassen zu füllen.
 
Länder wie Frankreich und Großbritannien hingegen haben die Wasserversorgung bereits seit längerem in private Hände gelegt. In der Hoffnung, dass private Unternehmen effektiver arbeiten wurde die Verwaltung der Wasserwirtschaft in Frankreich zum Beispiel an Konzerne wie Veolia übergeben.
 
In Großbritannien hingegen hat man gleich die komplette Infrastruktur verkauft. In beiden Ländern zeigt sich, dass zunehmend die Infrastruktur der Wasserversorgung leidet, da die Unternehmen vor kostspieligen Investitionen und Instandhaltungsarbeiten zurückschrecken. Das Wasser wird vermehrt mit Chlor und anderen Zusatzstoffen versetzt, die den Verfall der Rohrsysteme hinauszögern und so die Kosten gering halten.
 
In kaum einem anderen Land ist die Wasserqualität des Trinkwassers besser als in Deutschland. Es ist das am intensivsten kontrollierte Lebensmittel und uneingeschränkt zum Verzehr empfohlen. Die Skepsis in Bezug auf die Privatisierungspläne des Wassermarktes durch die EU ist also durchaus angebracht.
 
Einige Verbraucher- und Umweltschutzverbände äußern sogar die Befürchtung, dass mit der Privatisierung der Wasserversorgung die Qualität von Trinkwasser ganz gezielt herabgesetzt werden könnte um somit den Verkauf von abgefülltem Wasser zu forcieren. Zumindest in Gebieten, in denen die Wasserversorgung gut ausgebaut und auf einem hohen Qualitätslevel anzusiedeln ist, scheint eine Privatisierung nicht im Interesse des Konsumenten zu sein.
 
 
Wasser - für uns selbstverständlich, aber in manchen Gegenden kostbarstes Luxusgut.

Wasser – für uns selbstverständlich, aber in manchen Gegenden kostbarstes Luxusgut.

 
 
Aber es gibt nicht nur “schwarze Schafe”. Viele Firmen setzen sich für einen nachhaltigen Ausbau der Wasseraufbereitung und –versorgung und auch für eine umweltverträgliche Rückgewinnung von Wasser ein. In der Industrie gibt es einen klaren Trend hin zur Optimierung der Prozesswasserverwendung (z. B. für Reinigungsprozesse).
 
So gibt es Lösungen, das benötigte Wasser in geschlossene Kreisläufe zu führen, zu recyceln und immer wieder zu verwenden. Sowohl darauf spezialisierte Dienstleistungsunternehmen als auch die Firmen, die solche Anwendungen in Anspruch nehmen, können nur profitieren. Allerdings ist der Verbrauch von Wasser in diesem Bereich gemessen am Gesamtverbrauch in der Industrie tatsächlich relativ gering.
 
Wesentlich problematischer ist der indirekte Wasserverbrauch der durch die Verwendung von Rohstoffen entsteht. Firmen, die daher konsequenter Weise auf den Einsatz von Rohstoffen achten, welche wassersparend hergestellt wurden, können hier als positives Beispiel vorangehen. Der Fondsanbieter Ökoworld hat 2008 den Fonds “Ökoworld Water for Life” aufgelegt. Dieser hat die strengsten ethisch-ökologischen Kriterien aller bisher aufgelegten, nachhaltigen Wasserfonds und investiert in Unternehmen, welche:
 
– Produkte und Dienstleistungen für Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung, Wasseraufbereitung und Wasserinfrastruktur anbieten.
 
– zum Erhalt der Qualität natürlicher Wasserspeichersysteme beitragen, z. B. durch die Vermeidung oder Verringerung von Schadstoffeinträgen in Böden und Gewässer.
 
– die Effizienz der Wassernutzung verbessern, z. B. durch optimierte Verbrauchsmessung und –abrechnung oder durch die Einrichtung geschlossener Nutzkreisläufe
 
 
 
Zusätzlich müssen alle Unternehmen in die der Fonds investiert, strenge allgemeine Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. Ein Beispiel ist die Firma COPASA, Brasiliens drittgrößter Wasserversorger. Die Stadt Belo Horizonte, welche die Hauptstadt des von COPASA versorgten Bundesstaates Minas Gerais ist, wurde als Stadt mit dem besten Abwassernetz in Brasilien ermittelt. 97,4 % des Abwassers werden gesammelt und zu bester Wasserqualität wiederaufbereitet.
 
Zur Klärung des Abwassers setzt COPASA ultraviolettes Licht ein statt z. B. umweltschädigendem Chlor. Weitere Projekte, die zur ökologischen Aufbereitung des Trinkwassers beitragen können sind in der Erforschung. Außerdem baut das Unternehmen eine Anlage, die das Biogas, das in den Kläranlagen entsteht, in Elektrizität umwandelt. Auch in ethischer Hinsicht ist das Unternehmen vorbildlich: einkommensschwache Kunden werden kostenlos an das Wasser- und Abwassernetz angeschlossen.
 
Für Ihren monatlichen Verbrauch erhalten sie, unter 15 Kubikmetern eine Ermäßigung von bis zu 55% auf ihre Wasserrechnung. Weiterhin betreibt COPASA Aufklärung durch Besuche von Schulklassen und Vorträge in Bildungszentren um Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit Wasser und Energie zu wecken.
 
Dieses Bewusstsein hat sich bei uns bereits in den letzten Jahren deutlich gesteigert. Seit 1990 ist der Tagesverbrauch an Trinkwasser pro Kopf von 147 Liter auf knapp 120 Liter gesunken. Darin ist z. B. Wasser zum Trinken, Waschen, Kochen und Duschen enthalten. Aber diese Zahl trügt! Inzwischen gibt es den Begriff “virtueller Wasserverbrauch”. Der Mensch sollte zwischen zwei und vier Liter Wasser am Tag trinken.
 
Allerdings sind (je nach Ernährung) 2.000 bis 5.000 Liter Wasser notwendig, um die tägliche Ernährung zu produzieren. In Deutschland sind es im Schnitt 4.000 Liter. Das liegt vornehmlich am hohen Fleischkonsum, welcher durch den benötigten Getreideanbau für das Viehfutter sehr hoch im Wasserverbrauch anzusehen ist.
 
 
Wasser ist für ein Überleben auf der Erde unverzichtbar. Allerdings hat bis heute knapp 1 Milliarde Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und rund 2, 6 Milliarden Menschen haben keine Möglichkeit, auf sanitäre Anlagen zurückzugreifen.
 
Im Hinblick auf das beständige Wachstum der Weltbevölkerung ist es eine der größten Herausforderungen unserer Zukunft, für eine gerechte Verteilung des “blauen Goldes” zu sorgen und eine stabile Versorgung mit Wasser zu gewährleisten, wenn man Konflikte wie zum Beispiel den “Wasserkrieg von Cochabamba” in Bolivien aus dem Jahr 2000 vermeiden will.  Ein schonender Einsatz und ein bewusster Umgang mit dieser kostbaren Ressource ist daher Grundvoraussetzung für die weitere Zukunft unseres Planeten.
 
 
Anlagetipp:
 
Ethisch-ökologisch in Wasser-Unternehmen investieren: Wasser Geldanlage
 
 
 

Verfasser des Beitrages

Jasmin Messina-Hamann unterstützt die Grünes Geld GmbH als Berater-Assistentin. Jasmin Messina-Hamann:”Ich freue mich, dass ich – neben meinem persönlichen Engagement (z. B. bei Greenpeace) – beruflich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Nachhaltigkeit auch in der Finanzbranche kein Fremdwort mehr ist. Die Macht des eingesetzten Kapitals kann die Welt zum positiven verändern.”

HydropowerINVEST IV erhält Investitionsgarantie

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Mit dem Projekt HydropowerINVEST IV investieren Anleger in 5 Wasserkraftwerke im Nordosten der Türkei. Viele potentielle Anleger fragen sich, wie sicher eine Geldanlage in solch einem Land sein kann? Schließlich ist die Türkei ein Land, das sich im Umbruch befindet und auch angesichts der aktuellen politischen Lage in Syrien eine Schlüsselrolle übernimmt. Der Anbieter Aquila Capital hat die Sorgen ernst genommen und für den Wasserfonds HydropowerINVEST IV eine Investitionsgarantie der Bundesrepublik beantragt und erhalten. Seit mehr als 50 Jahren unterstützt die Bundesrepublik mit solchen Garantien Unternehmen, die Direktinvestments im Ausland tätigen und sichert somit folgende politische Risiken ab:

 

  1. Verstaatlichung, Enteignung oder enteignungsgleiche Maßnahme
  2. Bruch rechtsbeständiger Zusagen staatlicher oder staatlich kontrollierter Stellen
  3. Krieg, kriegerische Auseinandersetzungen, Revolution, Aufruhr oder terroristische Akte
  4. Zahlungsverbote oder Moratorien

 

Um den Anlegern des Projektes HydropowerINVEST IV ein optimales Risikomanagement zu bieten, hat Aquila zusätzlich zur Investitionsgarantie der Bundesrepublik die Kraftwerksgesellschaft mit einem umfangreichen Versicherungspaket abgesichert:

 

 

Versicherte Risiken des Projektes HydropowerINVEST IV

Versicherte Risiken des Projektes HydropowerINVEST IV

 

 

Die Türkei ist ein aufstrebendes Land, welches seinen Energiebedarf zur Zeit noch zu 80% mit Rohstoffimporten deckt. Dabei verfügt das Land noch über ein riesiges, ungenutztes Potential im Bereich der Wasserkraft. Nach der Öffnung des Energiesektors für Privatunternehmen bieten sich immer mehr Anreize, Projekte in diesem Bereich zu realisieren. Über die Chancen, die die Nutzung der Wasserkraft in Europa bietet, haben wir bereits im Oktober einen Artikel veröffentlicht.

 

Weitere Informationen zum Projekt HydropowerINVEST IV finden Sie hier:

 

Aquila HydropowerINVEST IV

 

 

 

 

 

Verfasser des Beitrages

Jasmin Messina-Hamann unterstützt die Grünes Geld GmbH als Berater-Assistentin. Jasmin Messina-Hamann:“Ich freue mich, dass ich – neben meinem persönlichen Engagement (z. B. bei Greenpeace) – beruflich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Nachhaltigkeit auch in der Finanzbranche kein Fremdwort mehr ist. Die Macht des eingesetzten Kapitals kann die Welt zum positiven verändern.“

„All-Time-High“ bei Wasserinvestments

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Der neue Finance & Ethics Research Nachhaltigkeitsbericht hat dargestellt, dass die als nachhaltig definierten Aktienfonds über ein Jahr betrachtet eine geringfügig niedrigere Wertentwicklung auswiesen als der Gesamtmarkt. Grund ist der starke Einbruch im Bereich Erneuerbare Energien, ausgelöst durch die scharfe Wettbewerbssituation zwischen Europa und Asien. Dies führte zu Schwierigkeiten bei vielen deutschen Unternehmen, die in der Produktion von Photovoltaikmodulen tätig sind.

 

Entwicklung nachhaltiger Aktienfonds

Einzig bei den Aktienfonds liegt der Gesamtmarkt vorn

 

Positiv jedoch lief es für die nachhaltigen Anleihefonds und die nachhaltigen Mischfonds. Diese haben sich erfolgreicher entwickelt als der Gesamtmarkt.

 

Nachhaltige Mischfonds im Vergleich

Nachhaltige Mischfonds liegen über der Wertenwicklung des Gesamtmarktes

 

Besonders gut entwickelte sich der Bereich der Wasserinvestments, diese Kategorie weist auf 1-Jahressicht eine Wertentwicklung von knapp + 17% aus. Dies ist die beste 1-Jahres-Performance seit Aufzeichungen von Finance & Ethics Research FER. Während der Themenansatz Neue Energien ein deutliches Minus aufweist.

 

Wasser entwickelte sich am besten

Die Kategorie Wasser liegt in der 1-Jahres-Performance klar vorn.

 

 

Fazit: Eine gute Streuung der Anlagen ist der Garant für eine gute Entwicklung des Vermögens.

 

 

Datenbasis und weitere Informationen Sämtliche Berechnungen basieren auf einem von software-systems.at betreuten Datenbank-Finanzvolumen von knapp über 2,4 Billionen Euro unter besonderer Berücksichtigung der Märkte Deutschland, Schweiz und Österreich. Detaillierte Auswertungen über die Entwicklungen von Performance, Mittelzu- und Abflüssen sowie Rankings können Sie jederzeit unter www.miza.at online erstellen.

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages:

Carmen Junker ist Mit-Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und, weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

Worauf muss ich bei ökologischer Geldanlage in Wasser achten?

Mittwoch, 30. November 2011

Wasser ist Leben, Wasser ist die Zukunft. Doch während für uns Deutsche Wasser einfach immer nur da ist und bei Bedarf in bester Qualität aus dem Wasserhahn kommt, ist die Trinkwasserknappheit für die aktuell 7 Milliarden Menschen eines der dringsten globalen Probleme der Menschheit. „Die Kriege der Zukunft werden um Wasser geführt.“ so Boutros Ghali, der ehemalige UN-Generalsekretär.

 

Also weshalb nicht die Lösung des Wasserproblems unterstützen und „in Wasser investieren“. Denn wer seine Geldanlager auch in Wasser tätig, stützt und fördert damit Maßnahmen zur Meerwasserentsalzung, zum Bau von Wasser-Infrastruktur oder für Bewässerunsanlagen der Landwirtschaft.

 

Und ganz nebenbei kann er auf eine ordentliche Verzinsung seiner Anlage hoffen. Denn während die Börsen in den letzten 10 Jahren äußerst schwierige Zeiten durchlebten, kann z.B. des SAM Sustainable Water sei der Auflage Ende Sepember 2001 mit einer Performance von mehr als 20 Prozent aufwarten.

 

Sauberes Wasser - in vielen Teilen der Erde Mangelware

Doch Vorsicht: nicht jedes Wasserinvestment ist auch ethisch-ökologisch sinnvoll. Denn zunächst heißt das Investment-Thema Wasser – die genaue Interpretation macht es erst sinnvoll. So gibt es Anbieter, die den Lebensmittelkonzern Nestle als gutes Wasser-Investment empfinden, denn Nestle füllt auch Mineralwasser ab. Insgesamt gilt der Konzern allerdings als wenig nachhaltig.

 

Wasser-Unternehmen kommen unterschiedlichten Bereichen. Sie bauen Meerwasserentsalzungs-Anlagen, Rohrleitungssysteme, reparieren defekte Wasserversorgungen, stellen Wasserzähler her, installieren Bewässerungssysteme für die Landwirtschaft oder kümmern sich um höhere Wasser-Effizienz in Haushalten und Industrie. Während die mit Wasser verbundenen Tätigkeiten in der Regel ethisch-ökologisch sinnvoll sind, kommen die Schwierigkeiten eher in den Nicht-Wasserbereichen der Unternehmen auf.

 

Denn ein Hersteller von Wasserzählern ist prinzipiell unbedenklich. Aber was ist, wenn es auch Meßinstrumente für Waffensysteme herstellt? Oder wenn er seine Mitarbeiter unter schlechten Bedingungen arbeiten lässt?

 

Für manche Wasserfonds kein Problem. Solange er etwas mit Wasser zu tun hat, ist die Firma für diesen Wasserfonds als Investitionsobjekt geeignet. Andere Anbieter sind dort wählerischer – dort gelten noch Ausschlusskriterien oder werden Nachhaltigkeits-Rankings beachtet. Bei Grünes Geld erkennen Sie solche Musterdepots an dem Zusatz „Ethik“: http://www.gruenesgeld24.de/wasservertraege-anlegen.htm.

 

Aber auch Sachwertfonds aus dem Bereich Wasser werden angeboten. Der Leonidas VII zum Bespiel möchte in Wasser-Unternehmen z.B. in Großbritannien oder den USA investieren. Fraglich bleibt, ob es sich dabei um ein nachhaltiges Investment handelt. Denn oftmals ist es in bereits entwickelten Volkswirtschaften besser, Wasser-Unternehmen bleiben in staatlichem Besitz. Denn in der Vergangenheit wurden Privatisierungen auch dafür genutzt, um ohne Zukunftsinvestitionen hohe Rendite zu erzielen und am Ende der Vertragslaufzeiten verrottete Wasseranlagen wieder zurück zu geben. Das muss bei Leonidas nicht der Fall sein, aber der ethisch-ökologische Nutzen bleibt trotzdem unklar.

 

Auch ein Wasser-Investment sind die Wasserkraftwerke von Aquila im HydroPOWERINVEST II. Dort wird die Wasserkraft allerdings zu Erzeugung von sauberer Energie genutzt. Sinnvoll und nachhaltig, allerdings nur bedingt ein Wasser-Investment.

 

Aber was sinnvoll ist, entscheidet letztlich jeder für sich selbst. Was ist Ihre Meinung – wann ist Wasser-Investment sinnvoll?

 

Welches sind die 3 für Mensch und Natur hilfreichsten Wasserthemen?

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