Mit ‘Wasserinvestments’ getaggte Artikel

Wasser – Lebensgrundlage des blauen Planeten

Freitag, 29. Juli 2016
Zusammenfassung: Wasser ist Leben! Die Vereinten Nationen haben den Zugang zu sauberem Wasser als ein Menschenrecht anerkannt. Dennoch sind die Trinkwasservorräte der Erde in Gefahr. Verschmutzungen und zunehmende Privatisierung lassen Teile der Welt verdursten.

 

Hier geht es zu den 4 Teilen unserer Elemente-Serie: Erde, Luft, Wasser und Feuer

 

 

Wasser, kaum ein Element wird so stark mit dem Leben an sich in Verbindung gebracht. Denn ohne das kostbare Nass wäre kein Leben auf der Erde möglich. Der Körper eines erwachsenen Menschen besteht zu rund 70 Prozent aus Wasser. Ähnlich hoch ist der Anteil der Wassermassen auf der Erdoberfläche. Entsprechend wird unsere Erde auch der blaue Planet genannt. Das Wasser der Erde besteht fast ausschließlich aus Salzwasser. Lediglich 2,6 Prozent des Wassers existiert als Gletscher, Polareis der Arktis und Antarktis sowie Grönlandeis. Als Trinkwasser stehen nur 0,3 Prozent des weltweiten Wasservorkommens zur Verfügung.

 

Sauberes, klares Wasser - in vielen Regionen der Erde keine Selbstverständlichkeit.

Sauberes, klares Wasser – in vielen Regionen der Erde keine Selbstverständlichkeit.

Ein wichtiger Schatz, der sorgsam gehütet werden muss, denn die Weltbevölkerung nimmt stetig zu. Laut einer Prognose der UNO wird die Menschheit von aktuell rund 7 Milliarden bis zum Jahr 2050 auf rund 9,7 Milliarden angewachsen sein. Und die Wasserknappheit ist vielerorts schon Realität: Mehr als eine Milliarde Menschen in 80 Ländern müssen mit weniger als 20 Litern Wasser pro Tag auskommen, weniger als die Hälfte der Wassermindestforderung der UNO. Im Vergleich dazu verbraucht ein durchschnittlicher Haushalt in Deutschland täglich 130 Liter Wasser pro Person.

 

Bis vor wenigen Jahren gab es in der deutschen Sprache keinen Begriff für den Zustand, genug getrunken zu haben, also nicht mehr durstig zu sein. Erst 1999 nahm der Duden das Kunstwort „sitt“ als Entsprechung zu satt auf. Der Begriff konnte sich jedoch bislang nicht durchsetzen. Kein Wunder, gar keinen Durst (mehr) zu haben gilt nicht als natürlicher Zustand und ist vielmehr ein Begriff einer Überflussgesellschaft.

 

 

Menschenrecht auf Wasser

Seit 2010 gilt das Recht auf Zugang zu sauberem Wasser als ein Menschenrecht, das von der Vollversammlung der Vereinten Nationen anerkannt wird. Allerdings ist dieses Recht weder für die UN-Mitgliedstaaten bindend, noch einklagbar. Die offizielle Anerkennung ist damit eher ein Akt symbolischer Politik. Denn Schätzungen zufolge haben etwa 884 Millionen Menschen weltweit haben keinen Zugang zu einwandfreiem Trinkwasser. 2,6 Milliarden Menschen fehlt der Zugang zu grundlegenden sanitären Einrichtungen. Entsprechend sterben jährlich rund 1,5 Millionen Kleinkinder an Krankheiten aufgrund des verschmutzten Trinkwassers oder katastrophaler hygienischer Bedingungen, vielfach in Afrika. Daher ist der verbesserte Zugang zu sauberem Trinkwasser und zu grundlegenden sanitären Einrichtungen ein internationales und wichtiges Entwicklungsziel.

 

 

Verschmutztes Trinkwasser durch Raubbau an der Natur

Reines, klares Wasser, direkt aus der Quelle sprudelnd – diese Bilder von Wasser als Grundlage allen Lebens haben einen Riss bekommen. Verschiedene Faktoren haben dazu geführt, dass das Grundwasser verunreinigt ist und die überlebenswichtigen Wasservorräte unbrauchbar gemacht werden.

 

Sonderkonditionen mit den Grünes Geld NewsEine große Bedrohung der Trinkwasserreserven weltweit resultiert aus der industriellen Landwirtschaft und dem damit verbundenen hohen Einsatz von Düngemitteln, Pestiziden. Hinzu kommt die Belastung durch enorme Mengen von Gülle durch die Massentierhaltung. Aus diesem Bereich stammt auch die Verschmutzung des Wassers durch Antibiotika und andere Medikamente.

 

Weitere Bausteine zur Verschmutzung des Wassers liefern Industrie und Bergbau. Während in den westlichen Industrienationen Wasserschutz ein gesellschaftlich stark akzeptiertes Thema ist und die Wasserqualität in Flüssen und Seen in den letzten Jahrzehnten teilweise massiv verbessert werden konnte, existieren gerade in ärmeren Ländern kaum gesetzliche Regeln zum Schutz des Wassers. So ist beispielsweise die Verschmutzung des Trinkwassers durch die Kleiderfabriken in Asien enorm.

 

Bergbau, Erdölförderung, Fracking – wo immer fossile Energieträger aus dem Boden geholt werden, sind die Belastungen für die Wasservorkommen hoch. Zum einen werden direkt große Mengen an Wasser für den Abbau verbraucht, zum anderen verschmutzen eingesetzte und freigesetzte Schwermetalle und Chemikalien das Trinkwasser.

 

 

Bodenschätze bringen keinen Wohlstand vor Ort

Knappe Trinkwasservorkommen bedrohen Mensch und Natur.

Knappe Trinkwasservorkommen bedrohen Mensch und Natur.

Eine neue Dimension hat der Abbau von Lithium ins Spiel gebracht. Das Leichtmetall ist ein wichtiger und damit wertvoller Bestandteil von Akkus und Batterien in Mobiltelefonen und Computern. 85 Prozent der weltweiten Lithium-Vorkommen liegen in Südamerika. Dort werden sie durch aufwändige Verdunstungsverfahren aus dem Grundwasser entnommen. Die hohe Verdunstung lässt den Grundwasserspiegel sinken, bringt das ökologische Gleichgewicht zum Wanken und führt zu einer Verknappung des Trinkwassers.

 

Ebenso problematisch ist der Abbau von Gold. Denn heutzutage waschen Goldsucher nicht mehr mit einem Sieb am Klondike sondern führen großflächige Sprengungen in Südamerika durch und waschen Gold mit Hilfe giftiger Cyanide aus dem Gestein. Durch die Reaktion der Chemikalien mit der Luft entsteht Schwefelsäure. So wird das Grundwasser vergiftet und dauerhaft ungenießbar gemacht.

 

Trotz der wertvollen Rohstoffe in den Ländern kommt dieser Reichtum nicht der Bevölkerung zugute. Vielfach agieren hier internationale Konzerne bei denen die wirtschaftliche Nutzung der Rohstoffe im Vordergrund steht, nicht aber der Schutz von Mensch und Natur. Entsprechend verliert die lokale Bevölkerung nicht nur ihre ökologische Lebensgrundlage, sie zieht auch keinerlei finanziellen Nutzen aus dem Verkauf der lokalen Bodenschätze, nur ein verschwindend geringer Prozentsatz der Erträge bleibt im Land.

 

Wenn die Wasservorräte der Welt durch Raubbau und Verschmutzung weiter reduziert werden, ist das eine ökologische Katastrophe. Und nicht nur das: Durch den ungerechten Zugang zu sauberem Wasser und der ungleichen Verteilung dieser lebenswichtigen Ressourcen werden soziale Ungleichheiten weiter festzementiert und bestehende Machtstrukturen gestärkt. Der Kampf um das Wasser ist auch ein Grund für Vertreibung, Flucht und Kriege.

 

 

Privatisierung von Wasserrechten

Wasservorkommen zu privatisieren und wirtschaftlich zu nutzen ist das Ziele einiger internationaler Konzerne, wie beispielsweise dem Schweizer Lebensmittelhersteller Nestlé. Das Unternehmen ist Marktführer für Trinkwasser in Flaschen, hat bereits in vielen Regionen der Erde Ländereien und Wasserrechte gekauft, was in Afrika ohne besondere behördliche Hürden leicht möglich ist. Doch gerade in diesen Regionen ist Wasser knapp. Durch den Besitz von Land, kommen auch Flüsse, Quellen und das Grundwasser in private Hände. Mit dieser Privatisierung des Wassers verhindern die Konzerne den öffentlichen und freien Zugriff auf das Lebenselixier. Entsprechend erfahren regionale Kleinbauern in Afrika einen existenziellen Schaden, denn die Landwirtschaft ist von der Bewässerung abhängig. Der Zugang zu sauberem Wasser ist in den armen Ländern Mittelamerikas bereits sehr schwierig. So geben beispielsweise Familien in El Salvador und Nicaragua rund zehn Prozent ihrer Einkünfte für Wasser aus.

 

 

Wasserinvestments – Kein Tropfen auf den heißen Stein

Sauberes Wasser erhalten und Menschen zugänglich zu machen ist eine elementare ethische Aufgabe. In Wasser zu investieren ist daher nicht nur eine interessante Geldanlage sondern eine Investition in die Zukunft des blauen Planeten.

 

Die Möglichkeiten sind in diesem Bereich vielfältig. Nachhaltige Wasserfonds sind strengen ethischen Kriterien verpflichtet. Investiert wird hier in vorbildliche und erfahrene Unternehmen aus den Bereichen Wasserversorgung, Meerwasserentsalzungsanlagen, Filtersystemen und Kläranlagen, aber auch effiziente Rohrleitungssysteme.

 

Im Grünes Geld Musterdepot Wasser sind Investmentfonds bewährter Anbieter enthalten, welche die Anforderungen an ethisch-ökologische Geldanlagen erfüllen und für Anleger eine interessante Rendite versprechen.

 

Das Thema Wasser begleitet uns. Hier haben wir Tipps zum sparsamen Umgang mit Wasser recherchiert und wir stellen Ihnen besonders empfehlenswerte Angebote vor.

 

 

Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

 

Exklusiv-Interview mit Dr. Wagner von Swisscanto über Water Invest

Mittwoch, 09. März 2016

 

Die Schweizer Anlagegesellschaft Swisscanto ist einer der langjährigsten Anbieter nachhaltiger Geldanlageprodukte in Deutschland. Ihr Auswahlprozess gilt als streng und ausgereift, ihre Angebote vereinen Ökologie mit guten finanziellen Ergebnissen.

 

Verantwortlich für die nachhaltigen Angebote ist seit vielen Jahren der Physiker und Chartered Financial Analyst Dr. Gerhard Wagner, ein anerkannter Nachhaltigkeitsexperte, der unter anderem mehrere Jahre als Wissenschaftler im Bereich Klimaphysik arbeitete.

 

Dr. Wagner stellte sich den Fragen von Grünes Geld in einem exklusiven Interview mit Bezug auf den Swisscanto Global Water Invest, einem der wichtigsten und größten Wasser-Investmentfonds in Deutschland.

 

 

 

wasser-geldanlage

 

 

 

 

Grünes Geld: Herr Wagner, das Thema Wasser-Investment ist kein genormter Begriff. Wie interpretiert Swisscanto das Thema, wie lange gibt es den Fonds bereits und inwieweit hat sich die Strategie des Fonds im Laufe der Jahre geändert?

 

Wagner_Gerhard_swisscanto

Interviewpartner Dr. Wager (Bild: Swisscanto)

Für die Swisscanto steht beim Thema Wasser die Frage im Mittelpunkt, wie die Wassernachfrage gesenkt werden kann.

 

Die Wassernachfrage hat sich aufgrund des Wirtschafts- und Bevölkerungswachstums über die letzten hundert Jahre ungefähr versiebenfacht, was einem jährlichen Wachstum von 2 Prozent entspricht.

 

Wir investieren somit in Unternehmen, die einen Beitrag leisten das Wirtschaftswachstum von der Wassernachfrage zu entkoppeln.

Die Technologien stehen dafür bereit. Unseren Fonds gibt es seit 2007.

 

Grünes Geld: Swisscanto ist seit vielen Jahren im Bereich sozial-ökologischer Konzepte tätig. Inwieweit werden solche Kriterien auch beim Water Invest angewendet, oftmals einem Schwachpunkt bei Themenfonds?

 

Beim Swisscanto (LU) EF – Global Water Invest werden die gleichen sozialen, ökologischen und finanziellen Kriterien angewendet wie bei den anderen nachhaltigen Anlageprodukten der Swisscanto.

 

Wenn ein Wassertechnologieunternehmen beispielsweise gleichzeitig ein Waffenproduzent ist, dann wird in dieses Unternehmen nicht investiert.

 

 

 

Grünes Geld: Wir merken bei unseren Anlegern immer wieder eine kritische Haltung bezüglich des Verkaufs öffentlicher Wasserinfrastruktur an private Anbieter. In dem Zusammenhang gibt es über die beiden Konzerne Veolia und Suez negative Berichte – trotzdem setzen Sie als eine der größten Positionen auf Suez. Aus welchen Gründen nehmen Sie solche umstrittene Unternehmen als eine der Top-Positionen auf?

 

Grundsätzlich teilen wir die Einschätzung, dass der Verkauf von öffentlicher Wasserinfrastruktur kritisch beurteilt werden muss. Es gibt zahlreiche negative aber auch viele positive Beispiele.

 

Gute Geldanlage: Musterdepots Vermögensaufbau bei Grünes GeldEntscheidend sind aus unserer Sicht die regulatorischen Rahmenbedingungen. Sie bestimmen, wie viel Geld letztendlich in die Wasserinfrastruktur investiert wird und was dann ein angemessener Wasserpreis für die Endkunden ist.

 

Aus unserer Sicht ist das regulatorische Umfeld in Großbritannien vorbildlich. In Südamerika sehen wir bei den regulatorischen Rahmenbedingungen teilweise noch Verbesserungsbedarf.

 

Die Konzerne Suez und Veolia, die global tätig sind, schneiden gemäß unserer Analysen positiv ab. Veolia beispielsweise ist in China Marktführer bei der Behandlung von wassergefährdenden Abfällen, was aus unserer Sicht ein wichtiger Wachstumsmarkt mit großem gesellschaftlichen Nutzen ist.  

 

 

 

Grünes Geld:  Bei der Wertentwicklung über die letzten Jahre ist Ihr Fonds sehr gut. Im letzten Jahr ist er gegenüber wichtigen Wettbewerbern im Wasser-Anlagebereich wie Pictet, JSS oder RebecoSAM etwas ins Hintertreffen geraten. Waren das die Zufälle der Börse oder welche Erklärung haben Sie dazu? Wie begann das Jahr 2016?

 

Im Jahr 2015 haben wir aufgrund unserer Investitionen in zyklische Industriewerte Einbußen hinnehmen müssen. Bei diesen Unternehmen blieben teilweise die Auftragseingänge hinter unseren Erwartungen zurück. Rückwirkend hätten wir mehr Investitionen in defensivere Geschäftsmodelle wie zum Beispiel Wasserversoger haben sollen.

 

Der Beginn des Jahres 2016 begann in absoluten Zahlen schwierig, da es an den Aktienmärkten zu einer deutlichen Korrektur kam. Relativ zu den weltweiten Aktienmärkten gemessen am MSCI World entwickelte sich der Fonds mit einer deutlichen Outperformance sehr gut.  

 

[Anmerkung der Redaktion: Zum Zeitpunkt der letzten Überarbeitung dieses Artikels am 7. Februar 2017 war die 12-Monatsperformance des Swisscanto (LU) EF – Global Water Invest mit 17,12 Prozent sehr gut. Wer also aufgrund des Interviews vom 9. März 2016 investierte, kann sich heute sicherlich freuen. Er half der Welt und seinem Geldbeutel.]

 

Grünes Geld: Herr Dr. Wagner, wir danken Ihnen für Ihre Antworten.

 

 

 

 

wasser-investments

 

 

 

 

Gerhard Wagner, Leiter Team ESG Solutions, Mitglied der Direktion

 

Gerhard Wagner ist seit 2008 bei der Zürcher Kantonalbank (ex Swisscanto) im Asset Management im Bereich ESG Solutions tätig. Er ist Senior Portfolio Manager und als Co-Manager verantwortlich für die nachhaltigen Swisscanto Kollektivanlagen (Anlagefonds, Anlagegruppen) und Mandate, welche nach dem Green Invest- und dem Responsible Invest-Ansatz geführt werden. Subsumiert sind dies die Equity Green Invest, -Water Invest, -Climate Invest, Green Invest Emerging Markets sowie die Responsible Invest  Strategien.

Herr Wagner ist ein anerkannter Experte in der Bewirtschaftung von nachhaltigen Anlagen und leitete zuletzt bei UBS das SRI-Team. Von 1994 bis 2001 arbeitete er als Wissenschaftler an der ETH/EAWAG im Bereich Klimaphysik.

Gerhard Wagner schloss sein Physikstudium an der Universität Konstanz ab. Anschliessend doktorierte er in Naturwissenschaften (Dr. rer. nat.) an der ETH Zürich. Im Jahr 2006 erwarb er das Diplom zum Chartered Financial Analyst (CFA).

 

 

 

Interesse an unseren Themen? Holen Sie sich die Grünes Geld News und erhalten Sie Insider-Tipps und Frühzeichnerboni.

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

5 Dokumentationen, die Sie unbedingt gesehen haben sollten, wenn Sie in Wasser investieren wollen!

Mittwoch, 12. Februar 2014

Wasser ist für uns ein selbstverständliches Gut, welches uns jeden Tag zu jeder Zeit in guter Qualität zur Verfügung steht. Trinkwasser ist das wichtigste Lebensmittel für den Menschen und kann nicht ersetzt werden. In Deutschland ist Trinkwasser das am strengsten konrollierte Lebensmittel und damit zum Verzehr uneingeschränkt zu empfehlen. Aber der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist längst nicht überall selbstverständlich. Obwohl weltweit ausreichend sauberes Wasser vorhanden wäre, um alle Menschen zu versorgen, haben knapp 1 Milliarde Menschen keinen Zugriff darauf. Daher wurde am 28. Juli 2010 von der Vollversammlung der Vereinten Nationen  das Recht auf Zugang zu sauberem Wasser als Menschenrecht anerkannt. Auch wenn eine solche Resolution im Gegensatz zu denen des UN-Sicherheitsrates für die Mitgliedsstaaten nicht rechtlich bindend ist, so setzt sie doch ein deutliches Signal, die Infrastruktur der Wasserversorgung in Entwicklungs- und Schwellenländern voranzutreiben.

 

Sauberes Trinkwasser ist für den Menschen unersetzlich und der Zugang dazu wurde 2010 zu einem Menschenrecht erklärt. (Bildquelle v. l. n. r.: Harald Grunsky, Gabriela Neumeier, Dieter Schütz / alle pixelio.de)

Sauberes Trinkwasser ist für den Menschen unersetzlich und der Zugang dazu wurde 2010 zu einem Menschenrecht erklärt. (Bildquelle v. l. n. r.: Harald Grunsky, Gabriela Neumeier, Dieter Schütz / alle pixelio.de)

 

Für die Wirtschaft und Industrie ist dies ein äußerst ertragreicher Sektor. So hat sich Peter Brabeck, Präsident des Verwaltungsrates von Nestle, unlängst sehr kritisch zu dieser Resolution geäußert. Vor dem Hintergrund, dass Nestle einer der Marktführer in Verkauf von abgefülltem Trinkwasser ist, ist verständlich, dass hier Bedenken entstehen margenträchtige Märkte zu verlieren und somit gegen die Beschlussfassung der UN zu sein. Öffentliche Wasserversorgungsnetze wurden in der Vergangenheit immer öfter privatisiert – teilweise mit der Folge, dass sowohl die Qualität des Trinkwassers, als auch der Zustand der Versorgungsleitungen deutlich darunter gelitten hat.

 

In Schwellenländern, in denen ein Großteil unserer Konsumgüter produziert werden, gibt es für Konzerne kaum Vorschriften, was die Filterung , Aufbereitung und Ableitung von Nutzwasser angeht. Abwässer aus Textilfärbebetrieben zum Beispiel werden meist ungefiltert in Flüsse abgeleitet und gefährden somit eine ausreichende Trinkwasserversorgung der einheimischen Bevölkerung. Und das ist nur eines von unzähligen Beispielen. Aber auch bei uns hört man immer öfter von erhöhten Belastungen des Trinkwassers durch die Intensivlandwirtschaft oder vermehrte Massentierhaltung. Wir stehen also vor einer großen Herausforderung, dieses unersetzliche Gut für uns zu erhalten. Mit Investitionen in Unternehmen, welche an innovativen Lösungen arbeiten, um diese Probleme anzugehen, können auch Sie ihren Beitrag zu einem verantwortungsvollen Umgang und einer besseren Versorgung mit dieser Ressource leisten. Je nach Strenge der Auswahlkriterien stehen hier gute Anlagemöglichkeiten zur Verfügung. Wer hier ein sauberes Gewissen haben möchte, achtet bei seiner Investition auf die Einhaltung von Ethikkriterien.  

 

Wir haben für Sie 5 Dokumentationen ausgewählt, die wir zu diesem Thema für sehenswert erachten:

 

1. Die Geldquelle – Das Milliardengeschäft mit dem Wasser

 

2. Nestle – Das dreckige Geschäft mit dem Wasser der 3. Welt

 

 3. Abgefüllt

 

4. Gasland

 

5. Der Preis der Blue Jeans

 

 

 

 

 

Verfasser des Beitrages

Jasmin Messina-Hamann unterstützt die Grünes Geld GmbH als Berater-Assistentin. Jasmin Messina-Hamann:”Ich freue mich, dass ich – neben meinem persönlichen Engagement (z. B. bei Greenpeace) – beruflich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Nachhaltigkeit auch in der Finanzbranche kein Fremdwort mehr ist. Die Macht des eingesetzten Kapitals kann die Welt zum positiven verändern.”

Trinkwasser aus dem Ozean?

Montag, 09. September 2013

Trinkwasser ist ein kostbares Gut und seit 2010 ist der Zugang dazu laut UN ein Menschenrecht – wenn auch ein nicht einklagbares. 70% der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt, wovon allerdings nur 3 % trinkbar sind. Meerwasserentsalzungsanlagen sind ein großer Hoffnungsschimmer, um mehr Menschen die Versorgung mit sauberem Trinkwasser zu ermöglichen.

 

Salz und Trinkwasser - beides lebensnotwendig für den Menschen.

Salz und Trinkwasser – beides lebensnotwendig für den Menschen.
Bildquelle: Katharina Wieland Müller/pixelio, Petra Wiedenbrück/pixelio

 

Entsalzungsanlagen für Meerwasser gibt es schon seit der Antike. Allerdings damals mit dem Hintergrund, Salz und nicht Wasser zu gewinnen. Damals eine Kostbarkeit. Heute werden Entsalzungsanlagen hauptsächlich gebaut, um Meerwasser in Trinkwasser zu verwandeln. Allerdings meistens mit einem großen Einsatz von Energie. Anlagen in Ländern wie Saudi-Arabien zum Beispiel werden meist mit Öl oder Gas betrieben. Die Lösung dieses Problems hat sich das australische Unternehmen Carnegie Wave Energy zum Ziel gesetzt. In Kooperation mit dem örtlichen Wasserversorger entsteht an der Küste von Perth derzeit eine Anlage, die mit Wellenkraft betrieben wird. Unterwasser-Bojen mit je elf Metern Durchmesser werden am Meeresgrund in ca. 30 Metern Tiefe verankert und bewegen sich mit den Wellen. Die Auf- und Abdrift betreibt eine Pumpe mit der ohne elektrische Energie das Meereswasser an Land gepresst wird. Die sogenannte CETO-Technologie ermöglicht es dann, elektrische Energie zu erzeugen und durch umgekehrte Osmose Meerwasser zu Süßwasser zu filtern. Durch diese Technologie wird der sonst so hohe Energiebedarf solcher Anlagen gedeckt.

 

 

 

 

 

Einige Kritiker bemängeln, dass die hochkonzentrierte Salzlösung, die beim Entsalzungsprozess entsteht, oft einfach direkt wieder ins Meer zurückgeführt wird und zu einer Versalzung der Küstengebiete und der dortigen Ökosysteme führen könnten. Wirklich aussagekräftige Studien darüber gibt es allerdings noch nicht. Die Anlage in Australien wird unter reger und durchaus auch kontroverser Beteiligung der Öffentlichkeit geplant und betrieben und die Salzlake wird mehrere hundert Meter vor der Küste wieder ins Meer ausgebracht und verteilt, um eine zu hohe Konzentration von Salz zu vermeiden.

 

Der Ausbau der Meerwasserentsalzungsanlagen hat in den vergangenen 5 Jahren um 60 Prozent zugenommen und für die kommenden 10 Jahre werden Investitionen in Höhe von 50 Milliarden Euro erwartet. Für Betrieb und Wartung bestehender Anlagen dürfte ein Betrag in gleicher Höhe fällig werden. Und mit der CETO-Technik steigt auch deutlich die Energieeffizienz der Anlagen.

 

Auch bei uns haben Sie die Möglichkeit, in Unternehmen zu investieren, die Innovationen im Wassersektor voranbringen oder besonders vorbildlich im Hinblick auf Schonung der Wasserressourcen arbeiten:

 

 

  button Wasserinvestments

 

 

 

 

Verfasser des Beitrages

Jasmin Messina-Hamann unterstützt die Grünes Geld GmbH als Berater-Assistentin. Jasmin Messina-Hamann:”Ich freue mich, dass ich – neben meinem persönlichen Engagement (z. B. bei Greenpeace) – beruflich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Nachhaltigkeit auch in der Finanzbranche kein Fremdwort mehr ist. Die Macht des eingesetzten Kapitals kann die Welt zum positiven verändern.”

„All-Time-High“ bei Wasserinvestments

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Der neue Finance & Ethics Research Nachhaltigkeitsbericht hat dargestellt, dass die als nachhaltig definierten Aktienfonds über ein Jahr betrachtet eine geringfügig niedrigere Wertentwicklung auswiesen als der Gesamtmarkt. Grund ist der starke Einbruch im Bereich Erneuerbare Energien, ausgelöst durch die scharfe Wettbewerbssituation zwischen Europa und Asien. Dies führte zu Schwierigkeiten bei vielen deutschen Unternehmen, die in der Produktion von Photovoltaikmodulen tätig sind.

 

Entwicklung nachhaltiger Aktienfonds

Einzig bei den Aktienfonds liegt der Gesamtmarkt vorn

 

Positiv jedoch lief es für die nachhaltigen Anleihefonds und die nachhaltigen Mischfonds. Diese haben sich erfolgreicher entwickelt als der Gesamtmarkt.

 

Nachhaltige Mischfonds im Vergleich

Nachhaltige Mischfonds liegen über der Wertenwicklung des Gesamtmarktes

 

Besonders gut entwickelte sich der Bereich der Wasserinvestments, diese Kategorie weist auf 1-Jahressicht eine Wertentwicklung von knapp + 17% aus. Dies ist die beste 1-Jahres-Performance seit Aufzeichungen von Finance & Ethics Research FER. Während der Themenansatz Neue Energien ein deutliches Minus aufweist.

 

Wasser entwickelte sich am besten

Die Kategorie Wasser liegt in der 1-Jahres-Performance klar vorn.

 

 

Fazit: Eine gute Streuung der Anlagen ist der Garant für eine gute Entwicklung des Vermögens.

 

 

Datenbasis und weitere Informationen Sämtliche Berechnungen basieren auf einem von software-systems.at betreuten Datenbank-Finanzvolumen von knapp über 2,4 Billionen Euro unter besonderer Berücksichtigung der Märkte Deutschland, Schweiz und Österreich. Detaillierte Auswertungen über die Entwicklungen von Performance, Mittelzu- und Abflüssen sowie Rankings können Sie jederzeit unter www.miza.at online erstellen.

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages:

Carmen Junker ist Mit-Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und, weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.