Autor: Gerd Junker 3. März 2015

Schön: EU zieht in den Kampf gegen Plastiktüten

 

 

Seit vielen Jahren sind die unzähligen Plastiktüten als große Umweltsünden bekannt, besonders weil sie im Meer große Probleme verursachen. Schätzungen gehen von 4,8 bis 12,7 Millionen Tonnen Plastikmüll in den Weltmeeren jährlich aus. Nun reagiert die EU mit Vorgaben an die EU-Mitgliedsländer. Diese sollen sich konkrete Ziele setzen um die Anzahl der jährlich ausgegebenen Plastiktüten zu mindern.

 

 

Was ist das Problem?

 

Neben der optischen Verschmutzung der Umwelt durch herumfliegende Mülltüten sind besonders die Plastiktüten in de Weltmeeren ein großes Problem. Diese brauchen bis zu 450 Jahre, bis sie sich zersetzen. In der Zwischenzeit gelangen Umweltgifte ins Meer. Die Plastiktüten zersetzen sich zu kleineren Partikeln und sammeln sich, bedingt durch Meeresströmungen, an bestimmten Stellen. Im Nordpazifik sind besonders viele Plastikteile im Meer zu finden; sie sammeln sich besonders westlich von Mexiko und östlich von Südjapan.

 

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Plastiktüte im täglichen Einsatz. Quelle: cheelz / pixelio.de

Dort werden Sie von Meeresbewohnern wie Schildkröten oder Fischen gefressen. Häufig ersticken diese Tiere an Ihrer unnatürlichen Beute. Seevögel und Seehunde fressen die Tüten und fühlen sich gesättigt – fatal, denn sie fressen dann nichts mehr weiter und verhungern. Andere Meereslebewesen verheddern sich im Plastikmüll und kommen so ums Leben.

 

Was tut die EU?

Bei einem Treffen von EU-Ministern wurde den Plastiktüten der Kampf angesagt. Von zuletzt 176 (Stand: 2010) Plastiktüten die ein EU-Bürger pro Jahr verbraucht, soll dieser Wert auf nur noch 40 Beutel pro Jahr sinken (in 2025). Deutschland muss dabei etwas weniger tun als andere, denn hier liegt der Verbrauch bei geringeren 64 Tüten pro Jahr. Irland hat bereits eine Abgabe auf Plastiktüten eingeführt und senkte damit den jährlichen Verbrauch von 328 auf 18 Tüten pro Bürger.

 

Die Länder können den Weg zu weniger Plastiktüten selbst bestimmen. Im Gespräch sind vollkommene Verbote ebenso wie Umweltabgaben von zum Beispiel 22 Cent pro Pastiktbeutel. Nicht  betroffen sind übrigens robuste Mehrfachtüten oder extrem dünne Tüten, die für Obst, Gemüse oder Frischfleisch gebraucht werden.

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.
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